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Alle Rezensionen von biancaneve66

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Kurz nach der Beförderung zum Verbindungsoffizier der Europol wird Oberstleutnant Holzinger mit seinem ersten Fall betraut. Als Leiter der Geschäftsstelle Central-South-Europe soll er mit seinem Team die zweitägige Konferenz des 'Economy-Clubs' im Schloss Laxenburg sichern. Einige dieser internationalen Wirtschaftsbosse waren in der letzten Zeit unter ungeklärten Umständen gestorben. Das Cover übernimmt das Motiv des ersten Teils "Punktum". Neben dem Umriss einer Figur findet sich auch die Abbildung eines Baums und einiger venezianischer Masken - alles schlicht schwarz-weiß gehalten, bis auf die Blutlache, die rot hervorsticht und auf ein Verbrechen hinweist. Am Ende des Buchs gibt es ein Personenregister und Links zu den Schauplätzen der Handlung in Österreich, Deutschland und Italien. Diese Auflistung der Protagonisten ist hilfreich, aber nicht zwingend notwendig. Selbst ohne einen Blick darauf zu werfen und auch ohne Kenntnis des ersten Teils bekommt man während der Lektüre einen ausreichenden Überblick über die Charaktere. Nach und nach entsteht vor den Augen der Leser ein konkretes Bild der einzelnen Handelnden. Die Kapitellänge ist angenehm, der Schreibstil sehr mitreißend. Nicht nur mit dem Einstreuen von sprachlichen Ausdrücken schafft der Autor viel Lokalkolorit. Die Handlung ist nachvollziehbar, ebenso die lebhaften Dialoge, welche auch Situationskomik darlegen und so manche Erkenntnis auf den Punkt bringen. Priedl zeichnet auch wunderschöne Stimmungsbilder, die sich unter anderem in den winterlichen Naturbeschreibungen wiederspiegeln. Außerdem fängt er die Gedankenwelt der Protagonisten sehr gut ein. Es gelingt ihm, den Spagat zwischen beruflicher Pflichterfüllung und Privatleben der Charaktere darzustellen. Das gesamte Team rund um den Wiener Ermittler Holzinger ist durchwegs clever und sympathisch. Die bunt zusammengewürfelte Gruppe ergänzt sich großartig und ist in ihren unterschiedlichen Methoden teils auch recht erfinderisch. Die behandelten Themen sind vielfältig und reichen von Umweltschutz und dem ambivalenten Verhalten der Schützer, über Datenschutz und Legalität, zu Anonymität des Internets und offenem Journalismus. Der Autor geht an die gesellschaftlichen Themen aber nicht mit erhobenem Zeigerfinger, sondern eher mit einem Augenzwinkern heran - ohne die Ernsthaftigkeit zu verlieren. Insgesamt schafft der Autor einen kurzweiligen und spannenden Krimi mit absoluter Leseempfehlung, der auf den dritten Teil schon recht neugierig macht.

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Im Atlanta des Jahres 1979 verschwinden immer wieder Kinder. Die Rückkehr in die Schule ist für die Fünftklässler Tasha, Rodney und Octavia deshalb etwas anders als bisher gewohnt. Zusätzlich zu ihren beginnenden Teenagersorgen, rückt das Verbrechen immer näher an ihr Leben und das ihrer Familien heran. Das Cover ist wunderschön: auf bronzenem Hintergrund ein schwarzer Scherenschnitt mir einem Kind, das sich mit einem Bein auf der Dachspitze eines Spielhauses hält. Ein Balanceakt ist auch die Sprache, die Jones verwendet; diejenige der Kinder unterscheidet sich von jener der Erwachsenen und führt daher auch zu Missverständnissen, sie variiert aber auch von Kind zu Kind. Das Buch ist dreigeteilt und in jedem Teil berichtet jeweils ein Kind über seine Erlebnisse während des Verschwindens anderer Kinder. Für jeden Charakter findet die Autorin eine andere Erzählweise und einen unterschiedlichen Sprachstil. Bei den drei Kindern handelt es sich jeweils um Schüler derselben Schule. Von der Erzählung aus der dritten Person, über die etwas unbeteiligtere Perspektive eines "du" gipfelt die letzte Geschichte in einer Ich-Erzählung, die zu großen Teilen umgangssprachlich gehalten ist. Die Probleme der Kinder, die sich dem Teenageralter annähern, vermischen sich mit den Ängsten um das Verschwinden ihrer Mitschüler. Aus kindlicher Sicht geben sie auch die Meinungen und Unsicherheiten der Erwachsenen darüber wieder. Der Roman berührt durch die Schicksale der Charaktere und rüttelt auf, indem er soziale und Rassenprobleme anschneidet oder unter anderem auch durch fragwürdige Erziehungsmethoden schockiert. Vollkommen fesseln konnte mich das Buch dennoch nicht. Die verschiedenen Erzählstile bringen Abwechslung in den Roman, die häufige - aber nicht konsequente - Verwendung der Umgangssprache konnte mich nicht richtig überzeugen. Es mag aber auch an der Übersetzung liegen. Gerade die Umgangssprache lässt sich wohl nicht ganz so einfach vom amerikanischen Englisch ins Deutsche übertragen. Selbst der Originaltitel "Leaving Atlanta" ist vieldeutiger als die deutsche Entsprechung. Eine Leseempfehlung gibt es dennoch, handelt es sich doch um eine ungewöhnliche Verpackung für die Verbrechensserie der Vergangenheit.

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Der Autor lässt in diesem Werk Israel Levin, den Sekretär des dänischen Philosophen, aus dessen Leben erzählen. Als ein Kopenhagener Witz- und Satireblatt das ungewöhnliche Erscheinungsbild Kierkegaards verspottet, wird er zum Tagesgespräch - allerdings auf negative Art. Als "Gewitter gegen den Wind" stellt sich der Philosoph und studierte Theologe gegen die Ansichten Kirche. Die vom Vater geerbte Schwermütigkeit verstärkt sich in seinen Gedanken an seine Jugendliebe. Er wendet daraufhin sein Interesse auch dem Tabuthema Suizid zu. Das Cover ist schlicht in schwarz-weiß gehalten und zeigt eine Kirche mit Stadtplatz sowie ein Portrait des bekannten Philosophen. Wie diese Abbildung ist auch die Sprache etwas der Zeit des letzten 19. Jahrhunderts angepasst. Dem Autor gelingt es hier, Kierkegaards Anschauungen in leicht verständlichen Dialogen zu entschlüsseln. Es fällt aber schwer, das Buch als historischen Roman zu sehen. Das Werk besteht zum größten Teil aus Gesprächen; in indirekter oder auch direkter Rede, wobei die einzelnen Passagen der Dialoge meist recht umfangreich angelegt sind. Da sie fast nur die Gedanken des Philosophen behandeln, fehlt die eigentliche Handlung. Allein kurze Episoden haben Erzählcharakter und berichten mehr aus dem Leben Kierkegaards. Dabei kommt es zu vielen Wiederholungen. So wird zum Beispiel immer wieder auf Kierkegaards ausschweifende Jugend, seine gelöste Verlobung und sein überaus langes Studium hingewiesen. Am Ende des Buches gibt es ein umfangreiches Quellenverzeichnis. Innerhalb des Buches ist es allerdings recht schwierig auszumachen, ob es sich bei den Stellen zwischen Anführungszeichen um Zitate aus den angeführten Büchern oder um Sätze aus den Dialogen zwischen Kierkegaard und seinen Gesprächspartnern handelt - Fußnoten fehlen. Ein interessantes Buch zum Kennenlernen der Persönlichkeit und zur Annäherung an Kierkegaard und seine Gedanken ist das Werk aber allemal. Man lernt den Philosophen, seine Zeit und seine Zeitgenossen kennen und etwas besser verstehen.

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Die Brüder Benjamin, Pierre und Nils kehren zum Sommerhaus ihrer Kindheit zurück. Dort wollen sie die Asche ihrer Mutter verstreuen. Der Autor beschreibt in dieser Rückkehr die Natur rund um den See, vor allem aber das Gefühlsleben der Söhne und Eltern - vor allem der Mutter, die sich den dreien nicht nur immer liebevoll verhalten hatte. Die Brüder haben sich mittlerweile auseinandergelebt. Ob der Tod der Mutter sie wieder zusammenbringen kann? Das Cover ist recht schlicht gehalten. Erdiges Braun als Hintergrund, zwei Kinder, die ihre Köpfe der Sonne entgegen strecken; eine Kulisse also, die auf die Natur der Umgebung des Sommerhauses und die Idylle eines Familienurlaubs hinweisen könnte. Schulman beschreibt diese Ferien mit Hund recht genau, er nimmt die Umgebung, das Schwimmen und Fischen im See und den Gewohnheiten der Familie unter die Lupe. Der Schreibstil ist ruhig und unaufgeregt, und doch schwingt immer ein Unterton mit - nicht nur bei den Streitigkeiten der Eltern - der oft bedrohlich wirkt. Die Geschichte ist in zwei Zeitebenen wiedergegeben: im Erzählstrang der Gegenwart erfährt der Leser vom Erwachsenenleben der Brüder, in jenem der Vergangenheit wird die Kindheit aufgerollt. Und aufgerollt wird die Geschichte tatsächlich. Der Autor erzählt von rückwärts und so kommen die Hintergründe der Familie immer nur bruchstückhaft ans Tageslicht. Schulman versteht es, sehr intensiv und dramatisch zu erzählen. Je weiter man in die Handlung eintaucht, desto spannender und auch beängstigender wird sie. Jedes Kapitelende greift den Anfang des vorherigen Kapitels auf. Die Eigenheiten der Charaktere werden genau dargelegt. Einen besonderen Sympathieträger herauszufiltern ist schwierig, und kann sich im Lauf der Geschichte wandeln. Die Personen bilden zwar eine Familie, sind aber nicht fähig einander zu helfen, oder gar miteinander zu sprechen. Schulman schafft mit diesem Roman eine bedrückende Geschichte, eine Handlung mit unerwarteten Wendungen und insgesamt ein großartiges Werk mit absoluter Leseempfehlung.

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Nach der Jahrtausendwende findet zum ersten Mal ein Duell zwischen einem Ritter und einem Drachen statt. Selbstverständlich spielt auch im dritten Teil dieser Reihe wieder Sir Käffin mit dem Zungenbrecher-Namen die Hauptrolle. Der Schreibstil ist leicht lesbar wie in den beiden Teilen zuvor. Doch selbst, wenn man die beiden ersten Bücher nicht kennt, kann man der außergewöhnlichen Geschichte sehr gut folgen. Die Arena als Schauplatz des letzten glorreich-glorischen Kampfes zwischen Mensch und Drachen ist gut besucht, der Kampf selber vermarktet (Fanartikel eingeschlossen). Das würdige Finale zeigt humorvoll auf, dass nicht immer alles so ist, wie es zunächst scheint. Absolute Leseempfehlung für alle, die nicht so viel Zeit zum Lesen haben.

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Weston Kogi kehrt nach 15 Jahren in seine Heimat Alcacia zurück - zum Begräbnis seiner Tante Blossom, die ihrem Neffen ein sicheres in England ermöglicht hatte. Die Studentenunruhen und Straßenschlachten von damals sind vorbei, aber dennoch scheint sich - im vom Autor erfundenen - Land nicht viel verändert zu haben. Er hätte den korrupten Staat nach dem Begräbnis wieder verlassen können - hätte er sich nicht als Mordermittler der Londoner Polizei ausgegeben. Denn nun soll er den Mord an einem Konsenspolitiker aufklären. Keine leichte Aufgabe, wie es scheint. Das ins Orange-Rote getauchte Cover erinnert an eine Abrechnung im Abendrot; der einsame Rächer steht mitten auf der Straße eines eher heruntergekommenen Viertels. Der Schreibstil ist sehr einnehmend. Fast möchte man ihn als einfach bezeichnen, aber dem ist nicht so. Der Autor packt sehr viel von den Gefühlen des Ich-Erzählers in die Sätze, von seinen Erinnerungen und Ängsten bekommt man so sehr viel mit. Durch die genauen Beschreibungen fühlt man sich an den Handlungsort versetzt, sowohl unerträgliche Hitze als auch die verschiedensten Gerüche werden dem Leser nähergebracht. Stellenweise ist die Sprache humorvoll, an sehr vielen anderen Punkten überwiegt die Deftigkeit. Trotz einer Menge an Kraftausdrücken ist der Schreibstil doch sehr angenehm - so widersprüchlich das scheinen mag. Der Autor hat mit dem fiktiven Land in Afrika einen ungewohnten Schauplatz erschaffen. Traditionen, die in den Familien hochgehalten werden, die auf Ehre und Vertrauen ruhen wechseln mit dem politischen Hintergrund, der auf Korruption zu basieren scheint. Der Protagonist Weston ist eigentlich recht sympathisch. Ungewollt und unverhofft gerät er an die Aufgabe eines Mordermittlers. Er trifft bei seiner Suche auf Korruption, Betrug, Vertuschung, Gewalt, aber auch auf Bräuche und Legenden. Im Lauf der Ermittlungen kommt er nicht immer ungeschoren davon. Viele der haarsträubenden Szenen möchte man daher eigentlich kaum glauben - sie erinnern dann doch auch an einen Agentenkrimi, dessen Protagonist gerade noch so dem Tod entspringt, um im nächsten Augenblick mit einer hübschen Frau im Bett zu landen. Dennoch kann man sich vorstellen, dass die Gegebenheiten im fiktiven Alcacia gar nicht ungewöhnlich sind, wie sie scheinen, ja, dass sie tatsächlich in bestimmten Ländern gegeben sind. Man lernt in diesem Buch auch einige geschichtliche Fakten kennen, die der Autor geschickt in die Handlung einfließen lässt. Spannen, unterhaltsam, ungewöhnlich - was braucht es mehr zu einer Leseempfehlung?

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Zur Erholung von Hurrikan Katrina verbringen Detective Dave Robicheaux und sein bester Freund Clete ihren Urlaub in der Stille Montanas. Bald werden sie aber auch hier - weit weg von ihrer Heimat New Orleans - mit Mord und Machtspielen konfrontiert. Das Original erschien 2009 unter dem Titel "Swan Peak", die deutsche Übersetzung ist 2021 herausgekommen. Das Cover zeigt ein Holzhaus mit viel trockenem Feld im Vordergrund; die Gebirgskette der Rocky Mountains ist im Hintergrund angedeutet. Das obere Drittel beherrscht der Name des Autors. Und dieser verdient es auch hervorgehoben zu werden: sein Schreibstil ist sehr einnehmend, die minutiösen Landschaftsbeschreibungen machen den Leser sofort am Handlungsort heimisch. Der siebzehnte Teil der Robicheaux-Krimis ist meine erste Begegnung mit Burke und seinem Ermittlerteam. Dennoch findet man sich auch ohne Vorkenntnisse sehr gut zurecht; der Ich-Erzähler Dave vermittelt in der Rückschau immer wieder alles Wissenswerte aus seiner Polizei-Vergangenheit. Die schönen Naturbeschreibungen finden - leider - aber auch einen harten Gegenpart: die Handlung strotzt geradezu von Gewalt, die sich auch in der Sprache widerspiegelt. Da diese Gewalt von beinahe allen Charakteren ausgeht, erscheint auch keiner der Protagonisten sympathisch. Die meisten haben aber auch sehr an den Erlebnissen ihrer Vergangenheit zu tragen, geprägt von Alkohol, Kriegsgeschehen und - selbst erlebter Gewalt. Ich denke, dass ich einfach nicht zur Zielgruppe dieses Romans gehöre. Vielleicht sollte man ein Mann sein, vielleicht sollte man in den USA aufgewachsen sein; eine Beurteilung ist mir persönlich jedenfalls sehr schwer gefallen.

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Luna reist auf den Spuren der Geige ihrer italienischen Großmutter von München nach Cremona und entdeckt dabei ein tragisches Familiengeheimnis. Gleichzeitig erfährt der Leser im zweiten Handlungsstrang von Großmutter Anna die Hintergründe dazu. 1951 ist es der begabten Frau nicht erlaubt, die Geigenbauwerkstatt ihres Vaters weiterzuführen. Ihre Flucht vor einer Zwangsheirat führt sie nach Sizilien. Das Cover ist sehr harmonisch gehalten und verweist mit der jungen Frau im schwingenden Rock und dem Auto auf die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts. Und zu jener Zeit beginnt mit dem Prolog auch das Buch. Die folgenden Kapitel haben eine angenehme Länge und behandeln das Leben von Luna, während die Erlebnisse von Großmutter Anna als Rückblicke zwischen den Kapiteln als weitere Erläuterung dienen. Der Roman beginnt recht ruhig, durch Lunas Niedergeschlagenheit bahnt sich fast eine bedrückende Stimmung an, die aber bald verfliegt und aus der Geschichte einen leichten Sommerroman werden lässt. Lediglich gegen Ende konnte ich einige Stellen nicht so gut nachvollziehen, aber insgesamt ist die Familiengeschichte wirklich sehr liebens- und lesenswert. Die Charaktere sind größtenteils sympathisch, vor allem Lunas Reisebegleitung sticht hier heraus. Immer wieder hilft sie der Protagonistin mit ausgefallenen Ideen bei deren Schnitzeljagd durch Italien und auf ihrer Suche nach ihrem Platz im Leben. Der Leser erfährt außerdem einige interessante Einblicke in den Geigenbau, italienische Fachausdrücke inklusive. Auch sonst werden immer wieder italienische Sätze - vor allem in den Dialogen verwendet, die das italienische Flair unterstreichen. Kurz und gut: die Lektüre ist sehr empfehlenswert - nicht nur für Musik- oder Italienliebhaber.

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Die 28-jährige Schauspielerin Ayami weiß nicht so recht, was sie nun mit ihrem Leben anfangen soll: das Hörtheater, in dem sie zuletzt als Assistentin gearbeitet hatte, schließt. Sie und ihr Theaterdirektor verbringen daraufhin die ganze Nacht in Seoul und vertreiben sich die Zeit mit tiefsinnigen Gesprächen über das Leben. Diese Gespräche führt Ayami am folgenden Tag mit einem ausländischen Krimiautor weiter, für den sie übersetzen soll. Nicht nur die Sommerhitze Seouls lässt Vergangenheit mit Gegenwart und Wirklichkeit mit Traum verschmelzen. Auf dem auffälligen Cover verschmilzt der Titel mit einem gelben Strahlenkranz auf schwarzem Hintergrund. Das Buch ist in vier Kapitel unterteilt. Man könnte sie auch vier Abschnitte nennen, die man getrennt voneinander lesen könnte, da sie die Geschichte von verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Die beeindruckenden Beschreibungen der Sommerhitze in Seoul geben dem Werk einen bedrückenden Unterton. Im Buch wird ein iranischer Schriftsteller erwähnt und zitiert, der wie die Autorin selbst unter anderem Kafka übersetzte. Außerdem übernimmt sie von ihm die häufigen Wiederholungen, die das Erzählte surreal und fantastisch erscheinen lassen. Die Geschichte ist dadurch nicht richtig greifbar, die Grenzen von Traum und Realität verschmelzen ebenso wie die Charaktere und deren Schicksale, die sich ineinander aufzulösen scheinen. Am Anfang hatte mich die Geschichte richtig gepackt. Leider war ich im weiteren Verlauf nicht mehr ganz so begeistert davon. Die häufigen Wiederholungen, die bruchstückhaften und traumähnlichen Sequenzen, die surrealen Elemente insgesamt und die stilistischen Feinheiten haben mich leider nicht ganz erreicht. Die Geschichte war nicht mehr greifbar genug für mich, die Szenen schienen nur mehr sehr beklemmend und verstörend. Leider scheine ich nicht zur richtigen Zielgruppe zu gehören; oder das Buch hat mich zum falschen Zeitpunkt erreicht.

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Der Autor fasst in diesem Buch elf Erzählungen und Kurzgeschichten zusammen. Es geht um Liebe und Hass, Freude und Trauer, Wiedersehen und Abschiednehmen, sowie weitere wichtige Themen des menschlichen Lebens. Das Cover verweist mit dem einzigarten Leuchtturm auf Irland, die Geschichten spielen aber auch an anderen Schauplätzen. Einmal wendet sich ein Ich-Erzähler direkt an den Zuhörer, einmal erfährt man die Erlebnisse des Protagonisten in Briefform, ein andermal werden die Ereignisse von außen betrachtet. Die Gemeinsamkeiten aller Geschichten sind der angenehme und überzeugende Schreibstil und das offene Ende. Dadurch überlässt der Autor dem Leser den weiteren Verlauf der Geschichte, macht ihn gleichzeitig aber auch neugierig. Gerne möchte man noch mehr über die Protagonisten erfahren. Und manchmal werden diese Wünsche auch erhört - einige Personen trifft man in einer anderen Geschichte nämlich wieder, und darf sie dadurch noch besser kennenlernen. Sympathieträger sind die Protagonisten fast alle. Die kurzen Geschichten eignen sich wunderbar zum zwischendurch- aber auch zum immer-wieder-Lesen.

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