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Alle Rezensionen von Helga Schuppan

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1932. Ein kleiner Ort nahe dem Bodensee. Johann, gerade mal 6 Jahre alt, beschreibt die Welt um ihn herum. Da ist zunächst der Betrieb der Eltern, ein Bahnhofshotel. Die Eltern nennnen es die Restauration. Aber die Geschäfte der Restauration gehen schlecht. Die Leute verlieren ihre Arbeit, ihre Wohnung, ihren Besitz. Auch über der Restauration schwebt der 'Pleitegeier'. Johann sieht und hört alles. Mit einer Riesenlupe, so scheint es, beobachtet er seine Umwelt und beschreibt sie in starken Szenen. Da sind die beiden Küchenmädchen, die mit dem Bahnhofsvorsteher herum- schäkern. Da ist der eigenartige Herr Seehausen, der kaum hörbar unentwegt schlimme Worte vor sich her brabbelt. Es werden Typen beschrieben, so genau, fast bildlich, dass sie fast lebhaft vor dem Leser stehen. Das ist die große Stärke Walsers. Ein Roman, der Spaß macht, auf den man sich freut und die einzelnen Szenen genießt.

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Mit seinen unverblümten, gewitzten und skeptischen Lebens- und Selbstbetrachtungen begründete der französische Edelmann Michel de Montaigne seine neue literarische Gattung, den Essay. Jahrhunderte hindurch haben seine Gedankenspiele, die von erquickendem Witz, gesundem Verstand und wohltuender Skepsis zeugen, Generationen angeregt und ergötzt. Lessing und Voltaire waren ebenso begeistert wie Goethe und Shakespeare. Friedrich Nietzsche schrieb über ihn: "Daß ein solcher Mensch geschrieben hat, dadurch ist wahr- lich die Lust, auf dieser Erde zu leben, vermehr worden". ein Werk, anregend und geistreich, das man immer wieder in die Hand nimmt, durch das man erneut angeregt wird, und in dem man immer wieder Unbekanntes findet.

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Es ist das intelligenteste Hochhaus in L.A. Die Architekten und Ingenieure haen lange und mit großer Sorgfalt eine Software entwickelt, die alles in diesem Bürohochhaus regeln wird. Das besondere dieser Software: sie schreibt ihr eigenes update, ihre weiter entwickelte Folgeversion. Das Programm besticht durch seine Sorgfalt und Umsicht. Es regelt die Gebäudetemperatur, gibt seinen Bewohnern Auskunft über die Wetter- und Verkehrslage, macht heimliche Untersuchungen des Urins auf Alkohol- oder Drogenkonsum. Nichts soll dem Zufall überlassen werden. Das Projekt steht kurz vor seiner Übergabe an den Eigentümer, einem chinesischen Großkonzern, der in den USA nicht unumstritten ist. Die Computertechniker prüfen die Software. Alles läuft wunderbar, bis auf... Ein spannendes Buch von den ersten Seiten an. Das ideale Geschenk für Computerfreunde, wie auch -gegner, für Architekten und Eigen- heimbesitzerInnen.

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Die Romane Uwe Timms muß man einfach mögen. Vor vielen Jahren las ich, damals noch als Rowohlt Taschenbuch, den 68er Roman "Heißer Sommer", dann die "Kopfjäger", später die wunderbare Erzählung über die "Entdeckung der Currywurst". Eine grandiose Erzählung mit so vielen kleinen Geschichten und Ereignissen, daß die Entdeckung der Currywurst fast nebenbei abläuft, einfach so. Fast so ist der Fort- gang des neuen Romans "Johannisnacht". Es geht um die Kartoffel, besser, um die vielen Geschmacksrichtungen. Eine reich angelegte Kartei soll helfen, den Geschmack der Sorten zu unterscheiden. Die Kartei ist leider verschwunden. Timms Erzähler macht sich auf die Suche im Osten Berlins. Es passiert verdammt viel, bis die Reportage zur Kartoffelkartei geschrieben ist. Ein Muß für jede/n Kartoffelesser/in.

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Anfangs hatte ich das Buch ignoriert. Das Format, das bunte Männchen: all das erinnerte mich stark an einen Comic und hatte wenig vom Seriösen eines Ratgebers in Lebensfragen. Das Format und das Männchen sind noch immer vorhanden, der Inhalt hat mich inzwischen überzeugt. Es sind nicht die großen Aha-Erlebnisse, die der Leser oder auch die Leserin haben in den kleinen Kapiteln zu Themen wie "Von der Natur lernen", "Ziele formulieren", die "Kraft der Vorstellung". Beschrieben werden oftmals Weisheiten, die wir schon vorher kannten oder hätten wissen müssen, aber nicht für wichtig oder nachdenkenswert hielten. Hier wird uns auf ein paar Seiten eine Anregung zum Nachdenken oder auch zum anders denken über ein Problem angeboten. Ich empfehle Ihnen, dieses Buch mit einem oder zwei Kapiteln abends vor dem Schlafen zu lesen und gleichzeitig über das Ziel des nächsten Tages nachzudenken.

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Mallorca-LiebhaberInnen wissen um die vielen Möglichkeiten, welche die Insel für kleine und grosse Wanderungen bereit hält. Ich selbst habe es jedoch stets genossen, neben diesen Aktivitäten auch ab und zu durch ein Dorf oder eine alte Stadt wie z.B. Andratx, Pollenca oder Soller zu schlendern. Auch die Altstadt von Palma habe ich immer gerne besucht. Valldemossa ist wegen George Sand und Frèdèric Chopin bekannt, Robert Ranke Graves liegt auf dem Friedhof von Deia; da hörten meine Kenntnisse in punkto 'KünstlerInnen auf Mallorca' auch schon auf. Bis jetzt! Jetzt würde ich mit einem ganz anderen Blick durch manche Strassen gehen - mit dem Buch "Spaziergänge durch das literarische Mallorca" in der Hand. Oder wußten Sie z.B., daß Albert Camus sich sehr gerne in dem gotischen Kloster Sant Francesc in Palma aufhielt. "...Jeder Tag fern von diesem Kloster erschien mir wie mir selbst entrissen, eingeschrieben durch einen kurzen Moment in der Dauer der Welt." Und daß seine Mutter Mallorquinerin war? Dieses und vieles, vieles mehr erfährt man hier. Das Buch ist voller Entdeckungen. Beim Lesen gehe ich im Geiste spazieren; manchmal durch bekannte Orte und Straßen, doch der größte Teil will noch erkundet werden. Der nächste Urlaub kommt bestimmt.

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Edward: "Nichts bleibt...alles geht. Meine Mutter ist tot, die immer dagewesen war, in Freud und in Leid. Meist in Leid." Helen und Edward -beide Anfang fünfzig- tragen ihre Mutter zu Grabe. die ganzen Jahre hindurch ist es ihr, der Mutter, gelungen, ihre beiden Kinder an sich und an das große Haus mit dem wilden Garten zu binden. Die Welt 'da draußen' wurde aus- geschlossen. Lediglich die jüngste Tochter Louise schaffte es, sich abzunabeln, hat Mann und Kinder und steht ständig im Streß. Helen und Edward möchten nach der Beerdigung der Mutter ihr ruhiges Leben einfach weiterführen, aber... ...da sind die Grundstücks-Spekulanten, die immer noch Interesse an dem wilden Garten haben, den die Mutter nie verkaufen wollte ...da ist der Rechtsanwalt der Familie, Giles Carnaby, dessen Interesse an Helen nicht nur beruflich ist ...da ist Phil, der 16jährige Neffe, der schwarze Lederklamotten und grüne Haare trägt und seine Ferien bei Tante und Onkel ver- bringt... Mit dem ruhigen Leben ist es wohl vorbei. Durch Rückblenden in die Kindheit sowie in die jüngere Vergangen- heit beginnt man zu begreifen, warum Helen nie einen Lebens- partner hatte - aber was war und ist mit Edward ???

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Maddie ist 10 Jahre alt und gerade mit ihrer Familie aufs Land gezogen... Das könnte ja recht idyllisch sein - wäre da nicht das Geheimnis, das ihre Mutter Lana umgibt. Niemant will darüber reden, aber das, was früher geschehen ist, würde erklären, warum sich Lana manchmal zu eigenartig verhält, warum sie eine schmerzende Hüfte hat... und warum sie so in Rage gerät, wenn ihr Mann Leo es wagt, auf dem Piano "diesen Jazz" zu spielen. Aufregend und in einer wunderbaren Sprache erzählt. Ich wollte - nein, ich mußte - auch hinter Lanas Geheimnis kommen. Sie auch?

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Die Tschuktschen leben im äußersten Nordosten der ehemaligen Sowjetunion; dort, wo der Sommer kurz und der Winter lang und düster ist. Juri Rytcheu gehört zu diesem Volk. In seinen Romanen erzählt er vom Leben der Fischer und Rentierzüchter, ihren Bräuchen und ihrer Kultur, die von moderner Technik und Umweltzerstörung bedroht ist. In "Traum im Polarnebel" strandet der Kanadier John MacLennan bei diesen 'Wilden'. Wegen einer Verletzung kann er vorerst von dort nicht weg. Während seiner Genesung lernt er die Menschen und ihren Alltag kennen, und aus seiner Überheblichkeit und Ablehnung wird mit der Zeit Bewunderung und Zuneigung. Bis zum Ende dieser Geschichte glauben die Tschuktschen sowie einige Leute aus der 'Zivilisation', daß John doch wieder in die alte bequeme Welt zurückkehren wird. Wird er???

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Dieser van de Wetering ist wirklich respektlos. In seinem Buch "Reine Leere" erzählt er von seinen Erfahrungen und Begegnungen bei der Suche nach dem Sinn des Lebens. Auf dieser Suche hat er viele 'Meister' und Schüler getroffen. Mit aller Ernsthaftigkeit ist er auf der Suche, aber auch mit kritischem Blick und viel Humor und Selbstironie. Stationen waren ein japanisches Zen-Kloster in Kioto ("Der leere Spiegel") und eine Zen-Gemeinde in Amerika ("Ein Blick ins Nichts"). "Reine Leere" ist absolut kein reines Theorie-Buch; im Gegenteil: es macht sehr viel Spaß!

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