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Alle Rezensionen von smartie11

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"Diese fortgeschrittene Hexenkunst ist mit Vorsicht anzuwenden, da der Verzauberte sich nach drei Tagen fast vollständig zersetzt und in schwarzen Schleim verwandelt." (S. 209) Meine Meinung: Endlich ist Elisabeth "Lizzy" Aurora Vermeers großer Tag gekommen - an ihrem zwölften Geburtstag entscheiden ihre Tanten, bei welcher Hexe sie in die Ausbildung geht. Nur leider entscheiden diese sich nicht für die coole Meerhexe Ava, sondern für die Kräuterhexe Camilla. Doch bei dieser wird es spannender, als Lizzy sich das in ihren kühnsten Träumen hätte vorstellen können: Die Geschichte startet direkt am wichtigsten Tag in Lizzys Leben, und so ist man als Leser sofort mitten drin und direkt dabei, insbesondere durch die Erzählung aus Lizzys Perspektive. Es entspinnt sich eine Geschichte, die unterhaltsam zu lesen ist und zunächst doch recht unaufgeregt verläuft. Genau wie Lizzy selbst, wird man erstmal mit dem ganzen "Hexen-Drumherum" vertraut gemacht, besonders gut gefallen hat mir dabei Lizzys kleine Vogelspinne Rasty. Nach und nach taucht man immer weiter in die fantasievolle Hexengeschichte ein und es ereignen sich so manche merkwürden Dinge: Rätselhafte Verzauberungen und im Dunkeln herumschleichende Gestalten. Dies alles sorgt für Spannung, Unterhaltung und auch für die ein oder andere Überraschung - und am Ende für ein Finale, bei dem ich mir sehr gut Folgebände vorstellen könnte. Gut gefallen hat mir auch die Verankerung der Geschichte in unserer realen Welt, in der es auch ganz normale Alltagsprobleme gibt ("Hätte meine Mutter beim Elternsprechtag nicht ihre positive Lichthexenenergie spielen lassen, würde jetzt ganz sicher eine fette Fünf auf meinem Zeugnis stehen." - S. 27). Weniger gut fand ich die Häufigkeit des Wortes "Schei*", das in allerlei Variationen daherkommt. Gut, es passt durchaus zu einer 12jährigen, muss für meinen Geschmack aber in einem Kinder- & Jugendbuch nicht derart häufig vorkommen. Das aber nur am Rande: Insgesamt eine wirklich unterhaltsame und fantasievolle Geschichte, die aus meiner Sicht eher junge Leserinnen als Leser ansprechen dürfte (es gibt auch einen Liebeszauber), obgleich es mit dem Gestaltwandler Tim auch eine Identifikationsfigur für die Jungs gibt. FAZIT: Fantasievoll, unterhaltsam und durchaus überraschend - empfehlenswerte Unterhaltung für junge Leserinnen.

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Meine Meinung: "Kuchentratsch" ist ein soziales Münchener Start-up, bei dem Seniorinnen und Senioren leckeren "Omakuchen" nach ihren eigenen Rezepten backen - eine moderne und zugleich traditionelle Kuchen-Manufaktur! Begonnen hat es vor ein paar Jahren mit vier Omas und Opas, heute sind über 40 rüstige Backfreudige dabei, die pro Woche ca. 450 Oma-Kuchen backen. Diese kann man in mehr als 20 Cafés in München genießen oder bequem nach Hause bestellen (ein Karottenkuchen von Oma Irmgard wurde sogar bis Dubai geliefert!). In diesem wunderbar gestalteten Backbuch von GU verraten nun die erfahrenen Bäckerinnen und Bäcker ihre besten Kuchen- und Tortenrezepte, so dass man die beliebtesten Backwerke nun auch zu Hause nachbacken kann. Aufgeteilt sind die knapp 100 Rezepte in die vier Kategorien "Kleine Leckerbissen", "Lieblingskuchen für jeden Tag", "Torten für jeden Anlass" und "Trendig & aus aller Welt". Zu jedem Rezept gibt es neben einer ganzseitigen Fotografie die passende Zutatenliste, Angaben über die Zubereitungs- & Backzeit sowie ggf. die zu erwartende Stückzahl und natürlich eine Schritt-für-Schritt Anleitung. Teilweise gibt es zu den Rezepten auch gleich passende Tipps und Variationen (z.B. wie man Läuterzucker / Zuckersirup herstellt). Zu einzelnen Rezepten gibt es sogar mehrseitige, bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitungen, wie etwa bei "Großmutters Pariser Schokoladentorte" (S. 132). Die Rezeptauswahl gefällt mir persönlich sehr gut und ist wirklich sehr vielfältig, hier ist mit Sicherheit für jeden Geschmack und jeden Anlass etwas dabei. Von Klassikern, wie etwa Spritzgebäck von Oma Anni oder Marmorkuchen von Oma Irmgard (der durch Zitrone und einen Schuss Rum eine ganz eigene Note bekommt), über internationale Rezepte wie z.B. "Irischen Applepie" von Oma Kate oder auch Himbeermacarons von Oma Milena bis hin zu exklusiven und beeindruckenden Backkunstwerken für die Festtafel, wie etwa die "Torte Himbeerli mit Lemon Curd" von Oma Anni oder auch die "Erdbeer-Minze-Torte" von Oma Irmgard. Selbst mehrere glutenfreie Rezepte finden sich hier (z.B. die "Glutenfreie Heidelbeer-Quarktorte" von Oma Mona), und mit ihrem "Veganen Rote-Bete-Schokokuchen" beweist Oma Paula echtes Trendgespür. Und wenn es mal etwas ganz Besonderes zum Verschenken sein soll, findet man hier mit Rezepten wie "Rosen-Florentiner mit Cranberries" von Oma Heidi oder den "Chai-Latte-Pralinen" von Oma Margit passende Inspirationen. Entsprechend des Gleichstellungsgedankens möchte ich explizit noch darauf hinweisen, dass es hier bei den "Omakuchen" auch ein paar wirklich schöne Rezepte von Opa Günther gibt, der hier die Ehre der "Backopas" mit "Torta al Cioccolato" und einem "Glutenfreien Mandelkuchen" hoch hält! Bislang habe ich zwei Rezepte selbst ausprobiert (den "Zwetschgenkuchen mit Sauerrahm" von Oma Anni und das "Bananenbrot" von Oma Barabara - schnell zusammengemixt und auch toll fürs Sonntagsfrühstück!) und war von den Ergebnissen begeistert! FAZIT: Wunderbare Backvielfalt mit pfiffigen Rezepten - ein fantastisches Backbuch!

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Meine Meinung: "Nächte des Zorns" ist nach "Vier Tage in Kabul" bereits der zweite Thriller der schwedischen Politologin, Kriminalkommissarin und Autorin Anna Tell. Obgleich ich den ersten Band noch nicht kenne, hatte ich keinerlei Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Die Protagonistin, die Polizistin und Unterhändlerin Amanda Lund, ist nach der Geburt ihrer Zwillinge erst seit Kurzem wieder im Dienst, doch schon wird sie für einen nicht ungefährlichen Auftrag in den Kosovo entsendet, wo ein schwedischer Polizist spurlos verschwunden ist. Schnell wird klar, dass Amanda eine absolut toughe Frau ist, die anscheinend keinerlei Risiken scheut und ihre Ermittlungen durchaus auch im Alleingang vorantreibt. Hier sind brenzlige Situationen natürlich vorprogrammiert! An der Art und Weise, wie die Autorin die Arbeitsweise der Ermittlungsbehörden und die Verhältnisse vor Ort im Kosovo schildert, merkt man sehr schnell, dass Anna Tell genau weiß, worüber sie schreibt. Diese gefühlte Authentizität gefällt mir außerordentlich gut und verleiht der Geschichte eine ganz besondere, realitätsnahe Atmosphäre. Überdies weiß die Geschichte mehr als einmal mit unvorhersehbaren Wendungen zu überraschen und ich selbst hatte lange Zeit nicht die geringste Ahnung, wie die Vorkommnisse zusammenhängen und was die wirklichen Hintergründe des Tathergangs anbelangt. Für meinen Geschmack ein sehr gut ausgetüftelter und fesselnder Thriller, der mich bis zum Schluss bestens unterhalten hat und am Ende mit einer in Nachhinein nachvollziehbaren Auflösung punktet, die einen tief in die Abgründe der menschlichen Seele blicken lässt. Erstaunlich fand ich, dass mir im Kreis der vielschichtigen Charaktere nicht die Protagonistin am besten gefallen hat, sondern eine andere Figur, der ich diese Entwicklung Anfangs überhaupt nicht zugetraut hätte. Auch hiermit hat mich die Autorin ein weiteres Mal sehr positiv überrascht! Die Hörbuchproduktion des Audiobuch Verlags hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Obgleich die Lesung gekürzt ist, hatte ich doch an keiner Stelle das Gefühl, dass mir etwas entgehen könnte oder dass mir Teile der Geschichte fehlen. Die Hörbuchsprecherin, Schauspielerin Svenja Pages, ist für meinen Geschmack die perfekte Besetzung. Ihre Stimme passt wunderbar zu der Vorstellung, die ich von Amanda Lund hatte, und sowohl ihr Lesetempo als auch ihre Betonung machen es sehr angenehm, ihr zuzuhören. FAZIT: Spannende Unterhaltung mit internationalem Flair und einer überraschenden Auflösung.

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"Geschmack ist sensibel, wird immer wieder neu und anders wahrgenommen und bleibt bis zu einem gewissen Grad rätselhaft." (S. 24) Meine Meinung: "Abenteuer Geschmack!" von Antje de Vries ist kein klassisches Kochbuch, keine "reine Rezeptsammlung". Mit gerade mal rund 60 Rezepten und einem Verkaufspreis von 30 Euro möchte dieses Buch auch keine Rezeptsammlung sein, denn es ist in erster Linie eine wissenschaftlich flankierte und liebevoll dokumentierte Spurensuche nach dem Phänomen "Geschmack". Durch die vielen ganzseitigen und künstlerisch anspruchsvollen Fotografien von Vivi D`Angelo ist dieses hochwertig produzierte Buch zugleich auch ein künstlerischer Bildband, in dem z.B. Großaufnahmen von den Zungenpapillen (S. 15) zu abstrakten Kunstwerken werden. Dies passt hervorragend in das Gesamtkonzept des Buches, denn "Rund 80 Prozent der Informationen über seine Außenwelt bezieht der Mensch übers Auge und beschäftigt damit gut ein Viertel seines Gehirns. Keine Frage also, dass gilt: Das Auge isst mit." (S. 10). Es geht hier in diesem Buch um den Geschmack - kulinarisch gesehen um die fünf verschiedenen Grundgeschmäcker süß, salzig, sauer, bitter und das Anfang des 20. Jahrhunderts vom japanischen Chemiker Kikunae Ikeda entdeckte "umami". Antje de Vries geht dabei der Frage nach, was es mit dem Geschmackssinn eigentlich auf sich hat und präsentiert dabei auch Ergebnisse wissenschaftlicher Studien und interessante Fakten, wie z.B. dass Säuglinge noch doppelt so viele Geschmacksknospen (rund 10.000) haben wie Erwachsene oder dass sich die Vorlieben der Mutter durchs Fruchtwasser bereits auf den Fötus übertragen. Es geht aber auch um das Riechen, um Textur & Mundgefühl, um die erstaunlichen Ergebnisse des "Food Pairings" oder auch das Limbische System unseres Gehirns. Nach diesem ausführlichen und interessanten Ausflug in die geschmacklichen Grundlagen stellt die Autorin fest, dass "Gemüse geschmacklich ein eigener Kontinent" ist. (S. 30). Im Folgenden werden 15 verschiedene Gemüsesorten vorgestellt (mit "Geschmackportrait" und "Geschmacksinsight") und anhand von jeweils 3 - 5 konkreten Rezepten aufgezeigt, wie unterschiedlich sich der Geschmack des jeweiligen Gemüses entfalten kann. Bei Fenchel sind dies z.B. "zitrusfrisch", "volle Knolle", "leicht und rahmig" oder "orientalisch". Folgende Gemüsesorten werden in diesem Buch portraitiert und gewürdigt: 1. Möhren / 4 Rezepte, z.B. das fruchtige "Indian Carrot Halwa" (S. 50) 2. Erbsen / 4 Rezepte, z.B. ausgefallenes "Erbsenpesto" fürs Brot (S. 62) 3. Kürbis / 4 Rezepte, z.B. Orangen-Butter-Kürbis (S. 78) - auch eine tolle Beilage! 4. Fenchel / 4 Rezepte, wie etwa "Rahmfenchel mit Lachsfilet und Röstzitronen-Reis" (S. 98) 5. Tomaten / 4 Rezepte, inkl. Einem tollen, sehr einfachen "Sonnigen Tomatenmark" (S. 108) 6. Kartoffeln / 5 Rezepte, inklusive "Das perfekte Kartofffelpüree" (S. 124) 7. Bohnen / 5 Rezepte, mit veganem "Bean Burger" (S. 152) 8. Auberginen / 4 Rezepte, u.a. einem leckeren "Thai Eggplant Curry" (S. 166) 9. Paprika / 3 Rezepte, z.B. "Ajvar mit Hüftsteak und Joghurt" (S. 182) 10. Spargel / 4 Rezepte, mit "Spargel en Papillote" (S. 194) - ein super Grundrezept für Spargel in seiner pursten Form 11. Artischocke / 4 Rezepte, z.B. "Gekochte Artischocke mit Dips und Vinaigrette" (S. 206) 12. Spinat / 4 Rezepte, wie dem gesunden "Spinatsalat mit Granatapfel und Skyr" (S. 218) 13. Rote Beete / 4 Rezepte, z.B. "Rote-Beete-Suppe mit Dill, Garnelen und Buttermilch" (S. 244) 14. Pilze / 5 Rezepte, wie etwa "Champignonreis" (S. 252) - eine tolle Beilage für vielerlei Gerichte! 15. Kohl / 4 Rezepte, mit einem asiatischen "Dim Sum mit Spitzkohl und Garnelen" (S. 276) Inzwischen habe ich mehrere Rezepte selbst ausprobiert (z.B. die "Vichy Möhren mit Hähnchenbrust" und das "Sonnige Tomatenmark") und war vom geschmacklichen Ergebnis jedes Mal sehr angetan! Wenn es zu jedem Gemüse jeweils noch 2-3 Rezepte mehr gegeben hätte, hätte ich gerne 5 Sterne verteilt. FAZIT: Bildgewaltig, informativ und abwechslungsreich - viel mehr als nur ein Kochbuch!

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"Die Krogh-Entführung ist außergewöhnlich. In der norwegischen Kriminalgeschichte hat es nichts Vergleichbares gegeben. Eine eiternde Wunde für die Polizei, die Angehörigen und die Lokalbevölkerung." (s. 223) Meine Meinung: "Cold Cases" haben ja ihre ganz eigene Faszination: rätselhafte Fälle aus der Vergangenheit, die bislang nie gelöst werden konnten. In William Wistings "erstem" Fall geht es um die junge Katharina Haugen, die vor exakt 24 Jahren spurlos verschwunden ist. Jahr für Jahr sieht sich Wisting um den Jahrestag herum die alten Akten erneut durch, ohne dass er bislang eine neue Spur entdeckt hätte. Über die Jahre hinweg ist dabei eine verschrobene Art von Männerfreundschaft zu Katharinas Ehemann Martin entstanden. Schon zu Beginn wirft Autor Jörn Lier Horst seinen Lesern selbst ein paar rätselhafte Details hin, auf denen es sich hervorragend herumdenken lässt. Was bedeutet der rätselhafte handschriftliche Code, den Katharina am Tage ihres Verschwindens auf dem Küchentisch hinterlassen hat. Und warum lag auf ihrem Bett ein aufgeklappter, gepackter Koffer? Ich mag einfach solche Anfänge, die mich schon zum Beginn spekulieren lassen. Als dann noch der Kommissar Adrian Stiller auftaucht, Ermittler einer neuen Einheit für Cold Cases, und einen neue Verbindung Martin Haugens zu einem weiteren Vermisstenfall präsentiert - nimmt der Fall seinen Lauf. Die Spannung baut sich hier eher langsam, aber dafür kontinuierlich auf. Der Fall lebt davon, wie sich zwei Männer, die aus einem Schicksalsschlag heraus eine Art Freundschaft entwickelt haben, lauernd umkreisen. Dabei erzeugt der Autor ein sich stetig verdichtendes Gefühl der Anspannung, des Misstrauens und eine Art diffuses, ungutes Bauchgefühl. Man merkt beim Lesen, dass hier irgendetwas nicht stimmt - doch was es genau ist, lässt sich über weite Strecken des Buches nicht wirklich bestimmen. Ein spannendes Spiel mit Gefühlen, Vermutungen und Indizien - auch ohne große Action oder Literweise Blut. Insgesamt hat mich dieser Krimi über seine gesamte Länge hinweg wirklich gut unterhalten und nach und nach in seinen Bann gezogen. Gerade zum Schluss hin steigert der Autor Tempo und Spannung durch einen stetigen Wechsel der Handlungsstränge, was mir sehr gut gefallen hat. Die Auflösung des so lange rätselhaften Falls war in Summe überraschend, wenn auch - für meinen Geschmack - nicht in allen Teilen ganz nachvollziehbar (daher ein kleiner Abzug in der B-Note). Sehr gut gefallen haben mir hingegen die Protagonisten, allen voran der zielstrebige und ausdauernde Wisting mit seiner kleinen, aber liebenswerten Familie. Aber auch Adrian Stiller bietet für meinen Geschmack noch Einiges an Potenzial für kommende Bände. FAZIT: Ein solider Reihenauftakt - fesselnd und sehr atmosphärisch.

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"Ein roter Himmel über einem blutigen London, das nie mehr so sein wird wie zuvor." (S. 144) Meine Meinung: "Exit Now!" ist das Prequel zur fesselnden "Gelöscht"-Reihe von Teri Terry, die mir persönlich sehr gut gefallen hat. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an dieses Buch, die - so viel vorweg - leider nicht erfüllt werden konnten. London im Jahr 2024: Großbritannien befindet sich nach dem Austritt aus der EU im Umbruch, schottet sich immer mehr ab und kränkelt an einer schwächelnden Wirtschaft und schwelenden Gesellschaftskonflikten. Als die Stipendiatin und Vorzeigeschülerin Ava, die aus bescheidenen Verhältnissen kommt, für Sam, die Tochter eines wohlhabenden und einflussreichen Politikers, als Nachhilfe eingestellt wird, prallen zunächst zwei sehr unterschiedliche Welten aufeinander. Doch schnell (für meinen Geschmack schon fast zu schnell) entwickelt sich eine innige Freundschaft zwischen den beiden Mädchen, während die Stimmung im Land immer schneller kippt. Sam ist nicht bereit, den politischen Kurs, für den auch ihr Vater steht, zu akzeptieren und beginnt, sich dagegen zu wehren¿ Es ist ein sehr gut zur "Gelöscht"-Trilogie passender und zugleich vielversprechender Start in die Geschichte, obgleich "Exit now!" nicht die gleiche "Kaltstart"-Atmosphäre versprüht wie "Gelöscht". Zunächst mutet dieses Buch eher wie ein typischer "coming of age"- / College-Teenie-Roman an. Im ca. ersten Viertel nimmt die Freundschaft der beiden Mädchen breiten Raum ein, während die politischen Verhältnisse im Land eher nur schlaglichtartig mal hier, mal dort aufblitzen. Die Geschichte ist dennoch interessant und flüssig zu lesen, die beiden Protagonistinnen sind mir schnell sympathisch geworden. Nach rund 120 Seiten wird es dann durchaus auch dramatisch, mit einer ordentlichen Portion Action - doch im Folgenden flaut dies auch schnell wieder ab. Erst ab dem ca. letzten Drittel gelingt es Teri Terry, das Tempo und die Spannung auf das Level der Gelöscht-Reihe anzuheben. Atemlos jagt die Story an dann auf ein dramatisches und schockierendes Finale zu. Obgleich mich das Buch - wie erwähnt - gut unterhalten hat, kann es mit der "Gelöscht"-Reihe doch nicht mithalten. Mit Sam und Ava führt die Autorin zwei vielversprechende und interessante Protagonistinnen ein, doch insbesondere Ava ist für mich im Verlauf der Geschichte immer mehr verblasst und in den Hintergrund getreten. Auch ihre Familiengeschichte konnte mich nicht wirklich packen und wirkte irgendwie zu konstruiert. Aus Ava hatte Terry m.E. deutlich mehr machen können. Darüber hinaus sind mir die rahmengebenden politischen Entwicklungen viel zu kurz gekommen. Hier hätte ein weiterer Erzählstrang, z.B. aus der Sicht von Sams Vater, der Story mehr Tiefgang und Plastizität verliehen. Last but not least hatte ich erwartet, dass "Exit now!" so ungefähr dort aufhört, wo "Gelöscht" beginnt. Aber weit gefehlt! Es scheint mir eher, als wolle die Autorin noch ein weiteres Prequel dazwischenschieben. Warten wir¿s ab¿ FAZIT: Unterhaltsam, erschreckend und überraschend, aber nicht wirklich überzeugend. Ich habe mir hiervon mehr erwartet.

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"Es ist ein Männerbuch. Geschrieben von einem Mann für Männer. Frauen sind natürlich eingeladen, auf dem Beifahrersitz Platz zu nehmen." (S. 10) Meine Meinung: Uns Männern wird oft nachgesagt, weniger Gesundheitsbewusstsein zu besitzen und eher Vorsorge-Muffel zu sein. Dass regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen aber gerade mit fortschreitenden Alter immer wichtiger werden, ist unbestritten. Der Urologe Dr. Christoph Pies hat es sich mit diesem Buch zur Aufgabe gemacht, Männer über die "typischen" Gesundheitsrisiken und -problemfelder und die dazugehörigen Vorsorgeuntersuchungen aufzuklären. Und wie spricht man Mann am besten an? Richtig, über das Thema "Automobil". So vergleicht er den männlichen Körper mit einem Automobil, Organe werden dabei zu Bauteilen. So geht es in diesem Buch u.a. um den Motor (Herz), das Fahrgestell (Bewegungsapparat), Schmier- (Hormone) und Kraftstoffe (Ernährung). Dabei beweist Dr. Pies immer wieder ein wunderbares Talent für Wortspielereien, auch wenn sich die Mann-Auto-ANALogien (`tschuldigung für dieses Wortspiel) im Verlauf des Buches durchaus etwas abnutzen und teilweise auch sehr platte (aber eben auch unterhaltsame) Sprüche mit dabei sind (wie etwa zum Thema Multitaskingfähigkeit von Männern: "Schließlich können wir im Liegen einen sitzen und gleichzeitig einen stehen haben." - S. 75). Sehr gut gefallen hat es mir, dass der AUTOr dabei systematisch alle wesentlichen Bereiche des Körpers durchgeht, die im Lebensabschnitt zwischen 40 und 60 verstärktem Verschleiß unterliegen. Obwohl ich mich selbst durchaus schon länger mit dem Thema Gesundheit und Vorsorge beschäftige, habe ich in diesem Buch einiges Neues und Interessantes erfahren. Beispielweise kannte ich bislang weder das "Jugendhormon" DHEA noch das "Treuehormon" Vasopressin / ADH. Auch die US-amerikanischen Studienergebnisse, die belegen, dass ein kompletter Alkoholverzicht sogar ein Risikofaktor für eine koronare Herzerkrankung ist, waren mir neu! Hätte MANN das gedacht? Nach jedem Kapitel gibt es einen passenden Fragebogen, anhand dessen man eine eigene Standortbestimmung bzw. das persönliche Risiko ermitteln kann. Zusätzlich gibt es auch immer noch ein paar "Fun Facts" zum jeweiligen Thema, die einen manchmal Staunen, manchmal Schmunzeln lassen (und manchmal auch beides) - und eine schöne Erweiterung des Smalltalk-Repertoires sind. Ein guter Arzt wäre kein guter Arzt, wenn er für seine Patienten nicht auch gute Ratschläge hätte. Dr. Pies streut diese immer wieder im Text ein, letztendlich kann man die Ratschläge aber fix auf die folgenden Kernbotschaften zusammenschmelzen: Nicht rauchen, für genug Bewegung sorgen, kein Übergewicht haben, ausreichend viel trinken und ausgewogen ernähren. Das ist alles richtig und sehr wichtig - aber letztliche auch nichts Neues. Auch geht dieses Buch zu den einzelnen Themen nicht sehr in die Tiefe - aber das ist für mich persönlich vollkommen in Ordnung, denn es will ja einen globalen Überblick geben, und das macht es für mein Empfinden auch. Wer es dann an der ein oder anderen Stelle detaillierter haben möchte, muss also zu weiterführender Literatur greifen. Hier wären vielleicht entsprechende Literaturtipps praktisch! FAZIT: Ein humorvoller, aber fachlich versierter "Rundum-Check" für den Mann ab 40.

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Unsere Meinung: Ehrlich gesagt fallen wir mit 8, 11 und "ü40" ja gar nicht mehr in die Kuschelflosse-Zielgruppe, aber wir lieben seine Abenteuer nach wie vor! Es ist mittlerweile das fünfte Abenteuer, das der blaue Fellfisch Kuschelflosse mit seinen Freunden, der zauberhaften Schwimmerdbeere Emmi, dem schlauen Seebrillchen Sebi und dem brummelig-liebenswerten Herrn Kofferfisch, zu bestehen hat. Auf einmal - und anfangs fast unbemerkt - verschwinden in Fischhausen Buchstaben. Aus der Zeitung, aus den Büchern, ja sogar aus dem Radio. Einfach so! Diesem Geheimnis müssen die bunten Unterwasserfreunde natürlich auf den Grund gehen! Daraus entwickelt sich ein - wie immer - gewaltfreies, aber dennoch spannendes Abenteuer in bester Kuschelflosse-Tradition. Es ist immer wieder überraschend, wunderbar humorvoll und unglaublich fantasievoll. Oder haben Sie zuvor schon mal von einem Buchstabenfresswasserwurm gehört (auch zu sehen auf Seite 10) oder gleich von der passenden Buchstabenfresswasserwurm-Verschwindiblubb-Falle (siehe S. 14). Kennen Sie schon eine Buchstabenautobahn oder einen Glotz-O-Mat? Oder wie wäre es mit lustiger Witzesuppe, langweiliger Blablasuppe oder genüsslicher Gedichtesuppe? Wie man schnell merkt, sind der Fantasie hier keine Grenzen gesetzt! Auch sprachlich lässt Nina Müller ihre Fantasie spielen und beschert ihren Lesern z.B. ein "Doofes Bimmelbammel-Dingsbums" oder ein NASENPOPEL-LEXIKON (dem das P,E und L fehlen). Hier gibt es ein glückliches Blitzeln im Bauch oder es kitzelt eine Idee im Kopf. Und der Mjammjam-Hai verschluckt sich gar "an einem L und einem Ü und einem G und einem E." (S. 63). Wunderbarer Wort- und Sprachwitz, der beim (Vor-)Lesen einfach Spaß macht! Ganz besonders sind bei den Kuschelflosse-Büchern aber auch immer die Illustrationen, die Autorin Nina Müller selbst kreiert. Wir sind - wie immer - auch diesmal vollkommen begeistert von ihren Illustrationen. Sie sind so liebevoll, quietschbunt und wimmelig, dass es eine wahre Augenfreude ist, sie zu betrachten und zu entdecken (persönlicher Schmöker-Tipp: das Bild vom Polizeifisch mit Umschnall-Blaulicht auf S. 58). Bei allem Spaß und guter Unterhaltung ist dieses Buch zugleich aber auch eine unglaublich liebevolle Hommage an Bücher und das Lesen an sich. Denn selbst der Mjammjam-Hai erkennt am Ende, wie wertvoll und wichtig Bücher - und jeder einzelne Buchstabe - sind! Sonst wird aus einem "Streusel-Eis" schnell ein "Esel-Eis" ;-) FAZIT: Ein neues Abenteuer aus einer der wunderbarsten aktuellen Kinderbuchreihen - zum Blubbern schön!

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Unsere Meinung: Das Mittelalter erstreckte sich über rund 1.000 Jahre, von 476 (dem Ende es Weströmischen Reichs) bis 1492, als die Entdeckung Amerikas ein neues Zeitalter (Neuzeit) eingeleitet hat. Karolin Küntzel und dem Circon Verlag ist es nun gelungen, diese lange Zeitspanne übersichtlich, anschaulich und leicht verständlich in einem seht schön gestalteten Hardcoverband mit knapp 80 Seiten zu präsentieren. Hier finden sich zahlreiche Aspekte, die das Mittelalter geprägt haben, angefangen von der (je nach Standeszugehörigkeit unterschiedlichen) Lebensweise der Menschen, über einen interessanten, zweiseitigen "Exkurs" über die Wikinger (die ja die eigentlichen Entdecker Amerikas waren) bis hin zu den "dunklen Kapiteln" jener Epoche, wie Hexenverfolgung und Folter. Dabei gibt es auf jeder Seite Neues und Wissenswertes zu entdecken, wie z.B. viele Städte zu ihren Namen gekommen sind, warum die Dreifelderwirtschaft so wichtig ist oder auch warum es heißt "Stadtluft macht frei!" (hier konnten Leibeigene tatsächlich ihre Freiheit erlangen!). Dabei habe auch ich als Erwachsener noch einiges dazugelernt. Beispielsweise hätte ich nicht vermutet, dass Fallschirme schon im Mittelalter erfunden worden sind oder dass damals die adligen Damen oftmals schon für die "Buchhaltung" verantwortlich waren. Aber dieses Buch besticht nicht nur durch die informativen und interessanten Texte, sondern auch durch die zahlreichen liebevollen Illustrationen von Kristina Gehrmann, die das Ganze plastisch und greifbar werden lassen. Auf jeder Seite gibt es Interessantes zu entdecken, lädt die Illustratorin die Leser zum Betrachten und Verweilen ein. Dazu kommen noch viele passende Fotos historischer Bauwerke und Gegenstände, die dieses Buch insgesamt perfekt zum "schmökern" machen. Die Altersempfehlung für dieses Buch liegt bei 8 - 10 Jahren, wobei es durchaus auch für etwas ältere Kinder interessant sein dürfte (mein 11järhiger Sohn fand es auch sehr spannend - insbesondere die Doppelseite über Alchemie!). Allerdings sind auch ein paar etwas "schwerere Themen" mit dabei, wie etwa das Thema "Schwarzer Tod" und "Folter" (Kapitel "Unheimliches und Verborgenes"), was ja aber nun mal auch zu dieser Zeit dazugehört hat. Hier sollte man als Elternteil seinem individuellen Bauchgefühl vertrauen, ob es für 8-9jährigen Lesern schon passt. Ganz toll fanden wir die drei "Mitmachvorschläge" am Ende des Buches. Hier finden sich leicht verständliche Anleitungen zum Fladenbrot backen, Stoffe färben und Lederbeutel basteln, was sich sicherlich auch prima für Kindergeburtstage eignet! FAZIT: Ein spannendes Lese-, Schmöker- und Entdeckerbuch rund um 1000 Jahre der Menschheitsgeschichte

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"Die Everglades beheimateten Tausende Tier- und Pflanzenarten, und viele von ihnen gab es nirgendwo sonst auf der Welt. In den Sümpfen tummelten sich Alligatoren und Krokodile, durch die Wälder streiften Pumas und Schwarzbären und in den tiefen Gewässern schwammen Seekühe." (S. 11) Unsere Meinung: "Der Biss des Alligators" ist nach "Im Auge der Python" der zweite Band aus der "Wild Claws"-Reihe des Autors Max Held (Pseudonym eines bekannten deutschen Autors). Obwohl dieses Abenteuer ganz eigenständig und in sich abgeschlossen ist, würden wir empfehlen, mit Band 1 zu starten, da man hier die drei jungen Protagonisten und das ganze Setting kennenlernt. Und da wären wir auch schon bei einer der großen Stärken dieser Reihe: dem Setting! "Wild Claws" spielt im Nationalpark Everglades in Florida, einem unglaublich faszinierenden Mikrokosmos mit tropischem Marschland und einer reichen Fauna und Flora - absolut wild und vollkommen unberechenbar. Dies allein verspricht schon Spannung und Abenteuer - und eine ganz eigene Atmosphäre! Aber nicht nur das Setting hat es bei "Wild Claws" in sich, sondern auch die Story, die in bester Hollywood-Manier mit einem Unwetter und einem dramatischen Flugzeugabsturz mitten in den Everglades beginnt. Packender kann ein Start eigentlich gar nicht sein - und so waren wir von Beginn an regelrecht gefesselt an dieses unglaubliche Abenteuer. Wie schon in Band 1 spielt die Tierwelt auch dieses Mal wieder eine gewichtige Rolle und als der zwölfjährige Jack bei einem Helikopterflug den Kadaver eines verstümmelten Alligators entdeckt, dem der Bauch aufgeschlitzt und der Magen entfernt worden ist, fragt sich nicht nur Jack: Wer um alles in der Welt macht so etwas? Und vor allem: Warum? Als dann noch die beiden merkwürdigen Herren der Firma "Animal Limited" auftauchen und weitere zwielichtige Gestalten ihr Unwesen im Nationalpark treiben, sind sich Jack, Logan und Charlotte sicher, dass hier etwas so ganz und gar nicht stimmen kann. Dazu kommen noch merkwürdige Schatten und Geräusche¿ Es entspinnt sich eine Geschichte voller spannender Ereignisse, unvorhergesehener Entwicklungen und dramatischer Situationen. Fast wie in einem "whodunit"-Krimi positioniert Autor Max Held hierbei gekonnt gleich diverse Figuren, die anscheinend alle etwas zu verheimlichen haben, so dass es sich hier ganz wunderbar miträtseln lässt und wir beim Lesen zusammen über alle möglichen Theorien spekuliert haben. So blieb es bis zum Ende absolut spannend und die Seiten sind beim Lesen regelrecht dahingeflogen - eine absolut fesselnde Lektüre bis zur allerletzten Seite! Dabei konnten sich meine beiden Jungs (8 & 11) wunderbar mit den Protagonisten Jack und Logan identifizieren, während meine persönliche Favoritin mal wieder die 13jährige und wunderbar toughe und pfiffige Charlotte war, die sich in diesem Band einem ganz eigenen, ernsten Problemen stellen muss. Diese Buchreihe weiß aber nicht nur sehr gut zu unterhalten, sondern vermittelt ganz "nebenbei" auch viel Wissenswertes rund um das faszinierende Naturwunder der Everglades (z.B. über die Mangrovenwälder) und ist ein eindringlicher Appell an den Umwelt- und Tierschutz. Genau so sollte ein modernes Kinder- und Jugendbuch sein! FAZIT: Ein modernes, spannendes Abenteuer in atemberaubendem Setting - absolut klasse!

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