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Alle Rezensionen von Marianne

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Maryam, eine junge iranische Frau, hat in Deutschland ein neues, freies Leben gefunden. Die 1980 geborene Frau gehört zu den Ahwazis, eine Minderheit, die im Süden Irans lebt. Als Kind erlebt sie Benachteiligung und Verfolgung, weil sie nicht zum persischen Volk gehört. Ihre gebildeten, liberalen Eltern erzählen ihr von der Freiheit, die sie unter dem Schah erlebt hatten. Maryam muss als Kind miterleben, wie ihr älterer Bruder festgenommen wird und seine Frau ihr ungeborenes Kind verliert, weil eine Polizistin sie tritt. Trotz allem genießt sie ihre Kindheit, die mit dem Eintritt in eine weiterführende Schule abrupt zu Ende geht. Die Schülerinnen im jungen Teenager-Alter werden vor der Schule untersucht. Sie dürfen sich nicht schminken oder modern kleiden. Körper und Haare müssen bedeckt sein. Wer sich nicht an die Regeln hält, wird bestraft. Im Gegensatz zu den Jungen, haben Maryam und ihre Freundinnen keine Freiheit. Sie dürfen nicht in einen Park gehen, aber noch schlimmer ist, dass viele der jungen Mädchen entgegen ihrem Willen an alte Männer verheiratet werden. Maryam verlässt schließlich die Schule und eröffnet einen Schönheitssalon. Da eine Frau sich nicht schönmachen soll, existieren solche Geschäfte eher im Verborgenen. Im Salon geht es nicht nur um die Körperpflege. Ehen werden vereinbart, Geschäfte vermittelt, vor allem aber versuchen die Frauen auf ungewöhnlichem Wege ihre vielen Probleme zu lösen. Eine Hexe teilt nämlich mit Maryam das Geschäft. Maryam profitiert von dem Angebot der Zauberin, denn so finden Kundinnen den Weg in den Laden. Aber mit dieser Frau ist auch eine böse Präsenz im Salon. Ausführlich beschreibt Maryam verschiedene Aufträge, die sie gemeinsam mit der Hexe ausführt. Von einer Kundin hört Maryam vom christlichen Glauben. Nach kurzer Zeit ist sie davon überzeugt, auch wenn sie von ihrem Glauben schweigt. Sie wird aber trotzdem verraten und muss ins Gefängnis. Besonders schwer ist für sie die Trennung von ihrem kleinen Sohn. Als sie entlassen wird, sieht die Familie keinen anderen Ausweg als eine Flucht nach Deutschland, die am Ende des Buchs kurz beschrieben wird. Die Erzählweise dieses spannenden Buchs ist ungewöhnlich. In kurzen Sätzen und einfacher Sprache schildert Maryam recht emotionslos bewegende Ereignisse. An vielen Stellen klingt die Erzählung poetisch und in guter Weise fremdartig, wie eine Erzählung aus tausendundeiner Nacht. Die kurzen Kapitel sind leserfreundlich. Manches bleibt ungesagt, darum fällt es manchmal schwer der Erzählung zu folgen, und am Ende bleiben einige Fragen offen. Fazit: Eine interessante Lebensgeschichte, die einen guten Einblick in das Leben von Frauen im Iran gibt. Es wird deutlich, welche schwerwiegende Konsequenzen es hat, wenn ein Moslem sich zum Christentum bekehrt. Ein wichtiges Zeugnis in unserer Zeit, in der viele iranische Christen Zuflucht in unserem Land suchen!

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Andrea wächst in der schönen bayrischen Bergwelt auf. Sie liebt Tiere und leidet sehr darunter, wenn die geliebten Tiere vom Hof ihrer Großeltern zum Schlachten abgeholt werden. Einige Jahre verbringt sie auf eigenem Wunsch in einem Internat. Ganz anders als in ihren geliebten Hanni und Nanni Büchern, haben die Mädchen hier jedoch keine Freiheit. Wegen dem permanenten Druck im Internat, lässt ihre schulische Leistung nach den Internatsjahren nach. Sie möchte sich zu nichts mehr zwingen lassen. An ihrer Ausbildungsstätte im Hotelgewerbe wird sie ausgenutzt. Sie heiratet früh, aber die Ehe scheitert. Die nächste Beziehung ist noch schlimmer und endet auf tragische Weise. Sie leidet unter Minderwertigkeitsgefühlen und seelischen und körperlichen Verletzungen. Franz wächst, wie Andrea, in einem katholischen Elternhaus auf. Er ist von Herzen gerne Ministrant, aber er merkt bald, dass der Glaube in seinem Elternhaus nichts als Tradition ist. Von einem lebendigen Glauben erfährt er erstmals von einem guten Freund, einem Franziskaner, der viel Zeit mit ihm verbringt. Später ist er gerne bei Jugend mit einer Mission, wo er auch seine Frau kennenlernt. Die Verwandtschaft seiner Frau lebt im Osten. Nach dem Mauerfall kann er dort ein sehr erfolgreiches Geschäft aufbauen. Im Osten herrscht Goldgräberstimmung, aber nach einigen guten Jahren zerbricht die Seifenblase. Nur mühsam kann er sich von der Pleite erholen. Als seine neue Firma endlich erfolgreich ist und das gute Leben beginnen könnte, stirbt unerwartet seine Frau. Nun steht er mit zwei kleinen Kindern und einer großen Sehnsucht nach Partnerschaft alleine da. Diese beiden Menschen lernen sich auf unerwartete Weise kennen. Beide haben den Eindruck, dass Gott sie zusammenführt. Aus zwei zerbrochenen Menschen baut Gott auf wunderbare Weise ein neues Zuhause. Sie sagen selbst über ihr Buch, "Wir haben Broken Bread geschrieben, um von unserer persönlichen Wiederherstellung durch Gott Zeugnis zu geben. Das ist der Grund, warum es das Buch überhaupt gibt, warum wir unsere Geschichte mit dir teilen wie gebrochenes Brot" Dieses hochwertig gestaltete Buch erzählt nacheinander die Lebensgeschichten von Andrea und Franz. Anschließend erzählen sie gemeinsam von ihrem neuen Leben. Wer Bayern kennt, kann sich gut mit ihren Erlebnissen identifizieren. Die Lebensgeschichten werden sehr gut erzählt. Einmal angefangen, möchte man dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen. Manche Passagen sind humorvoll geschrieben, und immer sehr echt und lebensnah. Der Leser fühlt sich, als würde er dem Paar gegenübersitzen und ihren Erfahrungen lauschen. An manchen Stellen erstaunt die Offenheit der beiden Autoren. Besonders Franz Lermer reflektiert das Erlebte. Er sieht im Nachhinein, dass Reichtum und Erfolg trotz seines Glaubens wie ein Götze für ihn war. Das Buch schließt mit guten Ratschlägen zu den wichtigsten Lebensbereichen ab. Ob gesunde Ernährung und Sport, oder Fasten und Gebet, die Autoren geben dem Leser viele praktische und hilfreiche Vorschläge mit auf den Weg. Fazit: Zwei bewegende Lebensgeschichten, die so ehrlich erzählt werden, dass der Leser daraus viel für sein eigenes Leben lernen kann. Dieses Paar hat erlebt, wie Gott aus Zerbrochenem ein neues Zuhause geschaffen hat. Sehr zu empfehlen!

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Der Autor dieses Buchs, Tass Saada, wurde 1951 im Gazastreifen geboren. Er wuchs in Saudi-Arabien und in Katar auf, wo sein Vater arbeitete. Als Jugendlicher schloss er sich Arafat an und wurde Scharfschütze. Viel später, als er in Amerika lebte, kam er zum Glauben an Jesus Christus. Wegen dieser Entscheidung brach seine Herkunftsfamilie den Kontakt zu ihm ab. Als Araber, der 2001 bei den Terroranschlägen in Amerika lebte, spürte er die Ablehnung des Westens. In den letzten Jahren nehmen Terroranschläge aus religiösen Gründen weiter zu. In diesem Buch fragt Tass Saada warum Menschen den Terror wählen, wie versucht wird den Terror aufzuhalten, um schließlich eine neue Lösung auf das Problem des Terrors aufzuzeigen. Der erste Teil des Buchs erklärt dem Leser, warum viele Menschen als letzten Ausweg nur den Terror sehen. Der Leser versteht anschließend das muslimische Denken besser, und erkennt, dass sehr viele Muslime den islamischen Extremismus ablehnen. In einem zweiten Teil untersucht Saada Lösungen unserer heutigen Zeit. Angst und Sorge, eine Entgegnung mit Gewalt, und eine Aufteilung von Israel und Palästina gehören zu den Wegen, die heute eingeschlagen werden. Saada zeigt, warum diese Lösungen zum Scheitern verurteilt sind. Im dritten Teil schlägt Tass Saada einen anderen Weg vor. Ausgehend von den beiden Brüdern, Isaak und Ismael, zeigt er, dass Gott sich auch um Ismael kümmert und ihn segnet. Der Weg dem Terror Einhalt zu gebieten liegt in der liebevollen Annahme des Anderen. Auch wenn der Leser selbst keinen Terroristen kennt, können seine liebevolle Taten Auswirkungen haben, die schließlich das Zentrum des Terrorismus erreichen. Und das ist gerade heute besonders einfach, da so viele arabische Flüchtlinge zu Nachbarn geworden sind. Im vierten Teil stellt der Autor einige Projekte vor, in denen diese Werte gelebt werden. In Israel und Palästina wurden Kindergärten gegründet, in denen Kinder aus verfeindeten Völkern miteinander spielen und lernen. Das berührt auch die Eltern, und die ganze Umgebung erkennt, dass "die Anderen" wertvolle Menschen sind. Durch Projekte wie diese wachsen Menschen auf, die lieben, und nicht kämpfen. Dieses Buch ist sehr hilfreich, um Moslems besser zu verstehen. Es spornt an sie zu lieben, und ihnen so Jesus näherzubringen. Titel und Untertitel sind ein bisschen irreführend, da es in diesem Buch weniger um Terror geht, sondern vielmehr um ein friedliches Miteinander. Tass Saada verweist oft auf sein erstes Buch, in dem er näher erklärt, wie er als Terrorist gelebt hat und schließlich Jesus kennengelernt hat. Schöner wäre es, wenn dieses Buch für sich stehen würde. Sehr schön sind die vielen praktischen Beispiele, die das Gesagte veranschaulichen. Der Weg des Friedens nimmt viel Raum ein in diesem Buch, was gut ist. Die vorgestellten Gedanken öffnen Augen für Muslime in unserer Umgebung, und zeigen ganz konkret wie eine Beziehung aufgebaut werden kann. Fazit: Ein hilfreiches Buch, um den Islam und Moslems besser zu verstehen. Ein Buch, das herausfordert Muslime zu lieben und so den Terror zu bekämpfen. Sehr zu empfehlen!

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Das außergewöhnliche Cover dieses Buchs fällt ins Auge. Das faszinierende Bild darauf hat eine tiefere Bedeutung, die beim Lesen dieses spannenden Berichts immer deutlicher wird. Der Autor und Pastor Volker Halfmann berichtet ungewöhnlich offen aus seinem Leben. Nach einer mehr oder weniger normalen Kindheit, entschließt er sich Pastor einer freikirchlichen Gemeinde zu werden. Als er dann im Gemeindedienst immer mehr persönlich herausgefordert wird, vor allem durch innergemeindliche Konflikte, zerbricht er. Die Probleme in seinem Inneren, die er so lange erfolgreich verbergen konnte, drohen ihn zu ersticken. Er verbringt darum einige Wochen in einem Therapiezentrum. Damit beginnt die Aufarbeitung seiner inneren Zerbrochenheit. Nach und nach erkennt er die Ursachen für seine Probleme. Zwangsgedanken machen ihm zu schaffen, dazu treibt ihn seine Alkoholsucht zu einem heimlichen, zweiten Leben. Er leidet unter seiner Vorstellung von einem strengen, lieblosen Gott, und sagt sich von ihm ab. Er schult um, denn wie kann man Pastor sein, wenn man mit Gott nichts zu tun haben will? Aber alle Versuche aus eigener Kraft heil zu werden scheitern. Am Boden zerstört, streckt er die Hand nach Jesus aus. Dieser mutige Bericht überrascht mit seiner unverhohlenen Offenheit. Es ist etwas unglaublich Kostbares, wenn ein Mensch, der gewohnt ist, dass alle Augen auf ihn als Pastor gerichtet sind, offen über Fehler und Versagen berichtet. Dabei bleibt der Ton dieses Buchs immer demütig, auch wenn der Autor auf Probleme in Gemeinden und im menschlichen Miteinander hinweist. Die neue Liebe des Autors zu seinem Meister, der ihn auf den Weg der Heilung begleitet, strahlt aus den Seiten dieses Buchs heraus. Viele Menschen sind von psychischen Erkrankungen und Süchten betroffen, aber nur wenige haben den Mut darüber zu sprechen. Dabei zeigt Volker Halfmann nicht nur Ursachen und Schwierigkeiten auf, er erzählt auch ausführlich über seinen langen Weg der Genesung. Aber dieser Bericht endet nicht mit einer neuen, heilen Welt. Er gibt zu, dass er immer noch angefochten und auf Gottes Gnade angewiesen ist. Gerade das ist eine große Ermutigung für diejenigen, die ähnliches erleben. Fazit: Ein mutiges, offenes und auch kluges Buch. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, und der Bericht ist wirklich spannend. Sowohl Betroffene als auch Nicht-Betroffene können von den Erlebnissen und weisen Beobachtungen des Autors profitieren. Ein sehr empfehlenswertes Buch, nicht nur für Menschen, die unter psychischen Problemen und Süchten leiden.

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Die 30jährige Lea Rieck könnte zufrieden sein. Sie hat eine gute Arbeit in München, und eine Zusage für eine Stelle, die ihr noch besser gefällt. Trotzdem fehlt ihr etwas. Kurzentschlossen kündigt sie und verzichtet auf die neue Stelle, denn sie will ihren großen Traum erfüllen. Sie möchte mit dem Motorrad einmal um die Welt. Sie verkauft ihren Besitz, kündigt Wohnung und Versicherungen, und mit dem Erlös macht sie sich auf den Weg. Von der Türkei nach Russland, weiter durch mehrere asiatische Länder, nach Australien, Südamerika, Nordamerika, und schließlich zurück nach Europa. Etwa anderthalb Jahre dauert die Reise. Dabei entdeckt sie nicht nur viel über andere Länder und Kulturen, sie lernt auch einiges über sich selbst. Dieses Buch ist nicht nur eine Reisebeschreibung. Lea Rieck gibt viele Gespräche wider, die sie mit Menschen geführt hat, die sie unterwegs getroffen hat. Der Leser erfährt einiges über ihre Kämpfe mit dem Motorrad, z.B. das Aufrichten der schweren Maschine nach einem Sturz, oder die Suche nach Ersatzteilen. Und natürlich berichtet sie über viele der Länder, die sie besucht hat. Sie beschreibt Menschen, ihre Lebensart und viele Naturschönheiten. Dabei lässt sie den Leser auch an ihre Kämpfe und Ängste teilnehmen. Auf halbem Weg plagt sie eine Depression, und sie setzt sich mit ihrer Schwierigkeit Menschen zu vertrauen auseinander. Gelegentlich berichtet sie aus ihrer Kindheit, um zu erklären warum sie in einer bestimmten Situation so, und nicht anders, reagiert. Hilfreich sind die kurzen Hinweise zur Planung einer ähnlichen Reise am Ende des Buchs. Die Fotos in den drei Bilderteilen sind künstlerisch schön gestaltet, teilweise aber auch etwas klein. Lea Riecks Reisebericht ist sehr gut und fesselnd geschrieben. Er enthält alle Elemente einer guten Geschichte; Erlebnisse, Lebensweisheiten, und auch die Liebe spielt eine Rolle. Die Entscheidungen der Autorin, z.B. was ihr Liebesleben betrifft, sind nicht immer nachvollziehbar, und mancher Leser stört sich vielleicht an ihrem Bericht über den Besuch einer merkwürdigen Show in Thailand. Bei ein paar Begegnungen fragt man sich, ob nicht einiges dazu gedichtet wurde, denn es ist unwahrscheinlich, dass abgelegene Dorfbewohner in Nepal oder Pakistan so gut Englisch sprechen, dass man sich über philosophische Gedanken austauschen kann. Aber auch wenn nicht alle Gespräche tatsächlich so stattgefunden haben, passen sie gut zur Geschichte. Gerade die Abwechslung zwischen Reisen und Begegnungen vergrößert bei diesem Buch den Lesespaß. Fazit: Ein spannender Bericht über eine abenteuerliche Reise, gespickt mit philosophischen Erkenntnissen und Lebensweisheiten. Natürlich interessant für alle Motorradbegeisterte, aber auch für alle, die sich für Lebensberichte und fremde Kulturen interessieren.

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Diese Dystopie spielt in Green Land, der Hauptstadt Südwest-Asiens. Nach einem verheerenden letzten Krieg und schrecklichen Seuchen droht die Menschheit auszusterben. Dazu kommt ein tödlicher Virus, der nur Frauen befällt. In dieser zukünftigen Welt sind Frauen ein kostbares Gut, denn nur sie können den dringend benötigten Nachwuchs austragen. Um möglichst viele Nachkommen zu produzieren, bekommen Frauen mehrere Männer. Sie werden dabei wie eine Ware an berechtigte Männer verteilt. Schon in der Jugend werden sie auf ihre Rolle als Mütter vorbereitet. Verheiratete Frauen werden dann ständig untersucht und kontrolliert, und sie bekommen Medikamente um ihre Fruchtbarkeit zu erhöhen. Ihren Wert erhalten sie allein durch ihre Fähigkeit Kinder zu bekommen. Vertrautheit in der Ehe in dieser Welt der Polyandrie zu einem Fremdwort geworden. Darunter leiden die Männer, die ohne diese Intimität hart und bitter werden. Eine Geheimorganisation lebt von dieser Not. Frauen werden für eine Nacht verkauft, nicht als Prostituierte, sondern als Gefährtinnen, die zuhören und Gesellschaft leisten. Sabine gehört zu dieser verbotenen Organisation, denn für sie war die Vorstellung gleich mehrmals verheiratet zu werden eine Qual. Als sie in Lebensgefahr gerät, droht die Untergrundorganisation aufzufliegen. Dabei stellt sich die Leiterin einige wichtige Fragen. Dient das, was als eine Revolte begann, wirklich den Frauen? Oder ist diese scheinbare Freiheit nur eine andere Form der Knechtschaft? Als Dystopie hat dieses Buch einige Mängel. Obwohl der Leser interessante Einzelheiten über diese Welt der Zukunft erfährt, bleibt dieses Konstrukt eher schemenhaft. Das ist aber auch nicht die Intention der Erzählerin. Die pakistanische Autorin übt mit dieser weisen Geschichte Gesellschaftskritik. Nicht erst in einer zukünftigen Welt, sondern schon heute gibt es viele Ländern, in denen Frauen ihren Wert durch das Produzieren von Nachkommen erhalten. Wie in diesem Buch, haben sie nicht die Freiheit selbst zu entscheiden, ob und wen sie heiraten werden. In der Ehe werden sie nicht als Partner und Vertraute gesehen. Einmal angefangen, fällt es schwer dieses spannende Buch aus der Hand zu legen. Auch wenn manche Handlungsstränge nicht so gut durchdacht sind, regt dieses Buch zum Nachdenken an. Fazit: Eine interessante Erzählung über eine zukünftige Gesellschaft, die Fragen über die Rolle der Frau aufwirft. Zu empfehlen für alle, die sich für Frauenthemen und fremde Kulturen interessieren.

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Rafik und Laila stammen aus Indien. Sie haben in Kalifornien ein neues Zuhause gefunden, und hier wachsen ihre drei Kinder heran. Obwohl sie in einem neuen Land leben, sind ihre althergebrachten Traditionen ein fester Bestandteil ihres Lebens. Als Schiiten treffen sie sich oft mit anderen Gläubigen, und ihre Kinder sind von Anfang an eingebettet im Glauben ihrer Eltern. Die Kinder haben keinen Bezug zur Heimat ihrer Eltern. Sie sehen sich als Amerikaner. Die Eltern verbieten ihnen vieles; zu groß ist ihre Angst vor fremden Einflüssen. Jedes der drei Kinder geht damit anders um. Am schwersten trifft es den sensiblen Jüngsten. Als Jugendlicher verlässt er sein Elternhaus, weil sein Lebensstil und die strengen Vorstellungen seines Vaters zu einem Bruch führen. Drei Jahre später heiratet seine älteste Schwester und er ist zur Hochzeit eingeladen. Alle sind bemüht die oberflächliche Harmonie nicht zu zerstören, aber im Laufe der Feier wird so manches Familiengeheimnis offenbart. Das Buch beginnt mit der Wiederkehr des verlorenen Sohnes zur Hochzeit. Dieses Fest zieht sich als Rahmen durch das Buch. Nach und nach werden verschiedene Ereignisse aus der Vergangenheit aufgerollt. Am Anfang ist das beim Lesen verwirrend, denn ohne erkennbare Überleitung springt das Geschehen oft mehrere Jahre zurück und dann wieder vor. So ist es manchmal schwer zu wissen, wie alt die Kinder jeweils waren, und in welcher Reihenfolge die Ereignisse geschehen sind. Bald sind aber alle fünf Familienmitglieder, mitsamt ihren nahen Freunden, dem Leser vertraut. Die Perspektive wechselt zwischen den einzelnen Familienmitgliedern, sodass der Leser versteht warum der Einzelne so gehandelt hat. Wichtige Themen werden angesprochen, z.B. wie es für muslimische Familien in Amerika war nach den Anschlägen im Jahr 2001, oder wie Eltern vom Wunsch bewegt werden ihren Kindern auf eine gute Weise ihre Religion zu vermitteln. Während es einige "coming of age" Bücher eines Einzelnen gibt, entdeckt der Leser hier, wie eine Familie reift und heranwächst, Fehler reflektiert und bereut, und sich um Verständigung und Heilung bemüht. Zart und doch tiefsinnig geschrieben, fühlt sich das Ende des Buchs an, wie die Verabschiedung von guten Freunden. Fazit: Ein Familienroman über die Schwierigkeit als Einwanderungsfamilie Traditionen zu bewahren und sich gleichzeitig auf eine neue Kultur einzulassen. Empfehlenswert für Liebhaber von Familiengeschichten und fremden Kulturen.

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Von den vier Frauen, die diese Reise begannen, sind nur noch drei übrig. Die klaffende Lücke, die Meg hinterlässt, ist bei allen zu spüren. Hannah leidet am meisten unter dem Verlust ihrer treuen Freundin. Außerdem fällt es ihr schwer ihre Stellung in der Familie zu finden, in die sie hineingeheiratet hat. Der Schmerz über den Verlust ihrer Arbeitsstelle nagt auch noch an ihr. Sie hat den Eindruck, dass sie trotz ihrem aufopfernden, jahrelangen Dienst, zu schnell ersetzt worden ist. Bei Charissa läuft das Leben zunächst in ruhigeren Bahnen. Stückchen für Stückchen lernt sie loszulassen. Das fällt ihr vor allem bei ihren perfektionistischen Erwartungen an sich selbst schwer. Als sie notgedrungen alle Aufgaben abgeben muss, ist das für sie sehr schlimm, aber sie lernt dabei viel über sich selbst. Mara findet sich immer besser mit ihrem neuen Status als Alleinerziehende zurecht. Das Tauziehen um die Kinder ist nach wie vor groß, und ihre pubertierenden Kinder machen ihr manchmal das Leben schwer. Dazu kommt die große Sorge um ihren Ältesten. Becca ist zunächst noch in England. Sie kann sich nicht mit dem viel zu frühen Tod ihrer Mutter abfinden. Ihre Freundinnen verstehen sie nicht, und ihr Partner, Simon, wird immer abweisender. Entschieden lehnt sie den Glauben an den Gott ab, der ihr zuerst den Vater, und nun auch die Mutter genommen hat. Dieser vierte Band ist das letzte Buch, das diese Frauen auf ihrer Glaubensreise begleitet. In den Problemen der einzelnen Frauen finden sich vermutlich alle Leser wieder. Wie in einer hervorragenden, christlichen Serie, ringen diese Frauen mit Alltagsproblemen und schwierigen Menschen. Aber neben ihren aufreibenden Lebensumständen, kämpfen sie mit verborgenen Schwächen und Gefühlen, wie Perfektionismus, Enttäuschung oder Mutlosigkeit. Geistliche Übungen, das sind in erster Linie Betrachtungen von biblischen Texten, und ihre gegenseitige Freundschaft helfen ihnen weiter. Es ist bereichernd zu lesen, wie diese Frauen im Glauben wachsen wollen. Die Geschichte spielt in der Passionszeit. Dazu passend, ist das Thema Tod und Auferstehung das Leitmotiv dieses Buchs. Die Frauen denken über einige biblische Passionsgeschichten nach, und fordern so den Leser zur eigenen Auseinandersetzung mit dem Geschehen auf. Fazit: Trotz der schwierigen und oft traurigen Lebensumstände dieser Frauen ist diese gut geschriebene Erzählung wieder eine Wohlfühlgeschichte. Es tut gut mit diesen Frauen zu lernen, wie der Glaube im Alltag konkret werden kann. Die durchscheinende Hoffnung, dass ein liebender Gott über uns wacht, gibt Hoffnung für die eigenen Schwierigkeiten. Sehr zu empfehlen!

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Der 79jährige Autor dieses fesselnden Buches hat die Hälfte seines Berufslebens der Politik gewidmet, die andere Hälfte dem Journalismus. Dabei liegt ihm der Mittlere Osten besonders am Herzen. Er reist gerne in die Länder, die anderen meide, weil sie zu gefährlich sind. Er möchte selbst sehen, ob die Berichterstattung stimmt. Und er führt viele Gespräche mit den Beteiligten von allen Seiten der Konflikte. Mit seinem Buch "Inside ISIS" ist er bekannt geworden. In diesem umfassenderen Buch widmet er sich den bekanntesten Kriegsgebieten der Gegenwart. Der Schwerpunkt liegt auf Konflikte im Nahen und Mittleren Osten. Dabei wirbt er stark um Verständnis für den Islam, den er als eine friedliche Religion sieht. Für ihn steht fest, der Westen beteiligt sich an diese Konflikte nicht, um wichtige Werte und Menschenleben zu schützen, sondern um seine eigene Interessen zu sichern. Die meisten Kriege entspringen, seiner Ansicht nach, der Geld- und Machtgier der westlichen Nationen. Dabei spielen die Vereinigte Staaten die größte Rolle. Die Wahrheit über die unschuldigen Opfer wird oft verschwiegen. Auch die Medien berichten meistens nur einseitig. Jürgen Todenhöfer plädiert dafür, dass sich die westlichen Nationen nicht mehr in die Konflikte des Mittleren Ostens einmischen, und dass sie diese Kriege auch nicht mehr mit Waffenlieferungen unterstützen. Von Anfang an ist dieses Buch spannend geschrieben, wie ein Thriller. Eindrücklich beschreibt der Autor zerstörte Städte, verstümmelte Menschen in Krankenhäusern, verzweifelte Eltern, die um ein totes Kind trauern und atemberaubende Gefahren an der Front. Der Blick in Städte und Länder, über die kaum berichtet wird, ist sehr interessant. So reist der Autor z.B. in den Norden Jemens zu den Houthis, oder er besucht ein verlassenes Dorf in Myanmar. In der Mitte des Buchs bricht die Spannung ab. In einem viel zu langen Teil erklärt der Autor, warum wir dem Islam, seiner Meinung nach, viel zu verdanken haben. Wenn es auch nicht offen ausgesprochen wird, hat der Leser den Eindruck der Autor ist selbst zum Islam konvertiert. Das Christentum und die Bibel werden angegriffen. Dabei benutzt der Autor Argumente, die für den Islam typisch sind, aber nicht zu halten sind. Bibelverse werden aus dem Zusammenhang gerissen. Die blutigen Kreuzzüge der Vergangenheit werden z.B. der angeblich vollkommen friedlichen Ausbreitung des Islams gegenübergestellt. Es ist sehr schade, dass hier Ideologie die Fakten überdeckt, denn das raubt leider dem Rest dieses wichtigen Buches die Glaubwürdigkeit. Die Kapitel über den Islam lesen sich wie eine Propagandabroschüre. Es ist lobenswert, dass der Autor Initiativen in Kriegsgebieten unterstützt. Beeindruckend ist auch, welche hochrangige Persönlichkeiten er kennt, und an welche wichtige Verhandlungen er maßgeblich beteiligt war. Darauf müsste aber nicht so oft hingewiesen werden. Fazit: Trotz dieser zwei Kritikpunkte ein sehr empfehlenswertes Buch, dem ich gerne fünf Sterne gegeben hätte. Wer den Mittleren Osten kennt und schätzt, weiß wie akkurat die Beschreibungen des Autors sind. Sein Anliegen Menschenleben zu schützen ist wichtig, und ich hoffe, seine Stimme wird gehört.

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Auf den ersten Blick scheinbar ein autobiographischer Bericht eines Pastors mit homosexuellen Gefühlen, verblüfft dieses Buch mit unerwarteten, tiefen Erkenntnissen über Nachfolge und Gemeinschaft. Der Autor, Ed Shaw, leidet darunter, dass er niemals in einer sexuellen Partnerschaft leben wird. Er fühlt sich zu Männern hingezogen, aber für ihn sind die Aussagen der Bibel über Homosexualität klar. Seine Gewissheit, dass ausgelebte Homosexualität nicht Gottes Willen entspricht, hat er nicht nur wegen den bekannten Bibelstellen über Homosexualität. Die Erschaffung des Menschen als Mann und Frau, zwei unterschiedliche Geschlechter, ist für ihn ein Hinweis darauf, dass gleichgeschlechtliche Beziehungen nicht zu Gottes Plan für die Menschheit gehören. Warum wird das aber heutzutage in Frage gestellt? Ed Shaw schreibt, "Nicht die Theologie, sondern Menschen scheinen die Antriebskraft hinter der Ablehnung der traditionellen christlichen Ethik zu sein." Ed Shaw möchte mit diesem Buch, " das, was die Bibel klar verlangt, einfach wieder plausibel machen." Wenn Christen heute denken, eine homosexuelle Partnerschaft ist in Gottes Augen in Ordnung, dann liegt es an falsche Vorstellungen, die unseren Glauben prägen. Der Autor führt neun wichtige Fehlannahmen aus, z.B. - Eine Mutter ist Vater, Mutter und zwei Komma vier Kinder. - Wenn du schwul geboren wurdest, kann es nicht falsch sein, schwul zu sein. - Wenn es dich glücklich macht, muss es richtig sein. - Männer und Frauen sind gleich und austauschbar. Die Ausführungen rütteln auf, und fordern zu einem anderen Lebensstil heraus. Der Leser spürt, wir haben uns an ein halbherziges Christsein gewöhnt. Wegen unserem fehlerhaften Bild von Nachfolge, bei dem Bequemlichkeit und die Erfüllung unserer Bedürfnisse eine große Rolle spielen, scheint es uns nicht plausibel, von einem homosexuell empfindenden Menschen Verzicht zu verlangen. Aber ist unsere Vorstellung von Verzicht biblisch? Ed Shaw sehnt sich nach Menschen und Gemeinden, die den Glauben so leben, dass Verzicht zu etwas Selbstverständlichen wird. Er wünscht sich tiefere Beziehungen unter Christen, wie die ersten Jesus-Nachfolger sie gelebt haben, damit Menschen, die auf Ehe verzichten, in ihrer Gemeindefamilie ein Zuhause finden. Jesus hat seinen Nachfolgern ein Leben in Überfluss versprochen. Diese Fülle findet sich nicht in der Erfüllung unserer Wünsche. Sie findet sich da, wo Gott an erster Stelle steht. Und dieser Weg kann sehr schwer sein, das weiß Ed Shaw aus eigener Erfahrung. Er schreibt offen über die traurigen Momente in seinem Leben, in denen er sich verzweifelt nach Partnerschaft und Familie sehnt. Aber trotz seiner Traurigkeit steht für ihn fest, dass er sich für den besseren Weg entschieden hat. Dieses Buch sollte jeder lesen, der Jesus wirklich nachfolgen will. Das Thema Homosexualität ist bei weitem nicht das Einzige, was dieses Buch lesenswert macht. Gut durchdacht, präzise, und mit wenigen Worten, macht der Autor sein Anliegen klar. Dabei wird der Leser mit "du" angesprochen, und die Auseinandersetzung mit dem Thema fühlt sich an wie ein Gespräch unter Freunden. Fazit: Mit einem unscheinbaren Cover, hat dieses Buch einen explosiven Inhalt, der in unserer heutigen Zeit gehört werden muss. Wer könnte besser über das Thema Homosexualität und Christsein schreiben, als ein homosexuell empfindender Pastor? Aber dieses Buch ist so viel mehr, denn der Leser spürt die tiefe Gottesbeziehung des Autors und seinen ansteckenden Wunsch, dass der gelebte Glaube Gestalt in unserem Alltag annimmt. Absolut empfehlenswert!

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