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Alle Rezensionen von Jörg Häusler

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Mariella und Dominik, genannt Nicki, sind nicht nur als Kriminelle ein Paar. Sie teilen auch das Bett miteinander, wie man so schön sagt und harmonieren in jeder Hinsicht wunderbar miteinander. Dieses zeigt sich vor allem in den lebendigen und humorvollen Dialogen, die sich nahezu durch die komplette Story hindurchziehen. Und nicht nur dieses weckt recht schnell die Sympathie des Lesers, sondern auch die Tatsache, dass sie einen Teil aus den Erlösen ihrer Beute caritativen Einrichtungen anonym zukommen lassen. Und so hofft man als Leser quasi dass ihr nächster Einbruch erfolgreich sein wird - trotz aller Illegalität. Sie haben es auf zwei goldene Elefantenfiguren abgesehen, die in einer Villa zu finden sind, um die sich verschiedene Gerüchte ranken, seit vor rund 50 Jahren mehrere Frauen von dort spurlos verschwunden sind. Doch der Einbruch läuft nicht so reibungslos, wie erwartet. Nicki entdeckt im Keller der Villa eine gefolterte Frau, muss sie aber zurücklassen, um nicht vom Sicherheitsdienst erwischt zu werden. Der erneute Versuch, die Frau zu befreien, schlägt fehl und die Ereignisse beginnen, sich zu überschlagen. Zu der generell herrschenden Spannung nimmt die Geschichte hier nun deutlich an Fahrt auf und gewinnt an Tempo. und es beginnt ein Rennen gegen die Zeit, in der Mariella und Nicki die Nase vorn zu haben scheinen, bis ihre Gegner eiskalt zurückschlagen. "LERNE ZU FÜRCHTEN (DIE AKADEMIE DES TODES)" startet recht geschmeidig wie eine Gangsterkomödie, doch schon bald entwickelt sich daraus ein temporeicher Thriller, der sich kaum aus der Hand legen lässt. Zudem hat Timo Leibig mit Mariella und Nicki zwei Figuren erschaffen, mit denen man aufgrund ihrer Lebhaftigkeit recht schnell warm wird und von denen man gerne in Zukunft mehr lesen möchte. Hier bleibt nur zu hoffen, dass die beiden nicht an die AKADEMIE DES TODES gebunden sind. ¿¿ Trotz der spannungsgeladenen Intensität, die man beim Lesen verspürt, wirkt der Schreibstil eher leicht. Dieses merkt man insbesondere an den Stellen, in denen Timo Leibig gerätetechnische Details vermittelt, und hier nicht in unverständliches Technogebabbel verfällt. Auch dieser Teil enthält alle Bestandteile, um ihm eine klare Leseempfehlung auszusprechen.

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Alex Graf ist ein Mörder und zwar jemand, der durchaus planvoll vorgeht. Doch den Mord an dem kleinen Jungen hatte er nicht einkalkuliert. Mit diesem harten schnellen Einstieg in "LERNE ZU HASSEN (DIE AKADEMIE DES TODES)" ist der Leser zwangsläufig gefangen und kann bzw. will sich der Story nicht entziehen. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive des Mörders geschildert, und Emely Dark schafft es auf hervorragende Weise, dass man sich beim Lesen trotz seiner Taten schon recht schnell mit ihm identifiziert. Hierbei war ich ein ums andere Mal verblüfft, wie ambivalent mein Verhältnis zu dieser Figur ist. Zwar fiebert man mit ihm mit, wenn er von einem Unbekannten erpresst wird, der anscheinend über seinen ersten Mord vor sechs Monaten informiert ist. Doch auf der anderen Seite hofft man auch darauf, dass die beiden Polizisten Strobel und Eisweiler ihm in seinem Treiben endlich Einhalt gebieten, und ihn seiner gerechten Strafe zuführen. Alex¿ Versuche, das Geld für den Erpresser aufzutreiben, führt ihn zu seiner Zwillingsschwester, einer erfolgreichen Anwältin, zu der ein angespanntes Verhältnis besteht. Dass hier die Grundlage für sein Motiv zu morden liegt, offenbart sich im weiteren Verlauf der Geschichte, wenn sie auf ihren atemberaubenden Höhepunkt zusteuert. Doch bereits auf dem Weg dahin besticht die Geschichte durch einen anhaltend hohen Spannungsbogen. Alex Graf wird vor die Wahl gestellt, sein Leben wie bisher fortzuführen -immer der Gefahr ausgesetzt, erwischt zu werden- oder sich einer Organisation anzuschließen, die ihm Unterstützung vor Verfolgung zusichert. Doch dafür ist ein großes Opfer erforderlich. Ob Alex es erbringt? Lest es am besten selbst! Der Schreibstil ist relativ knapp gehalten, ohne allzu sehr auszuschweifen. Dadurch lässt er dem Leser genug Raum, um sich selbst zu prüfen, wie weit die Identifikation mit Alex geht. Dennoch wird hier solch eine psychologische Dichte transportiert, die "LERNE ZU HASSEN (DIE AKADEMIE DES TODES)" zu einem absolut intensiven, spannungsgeladenen und nervenaufreibenden Lesevergnügen macht, das man nach Beendigung der Lektüre durchaus erst einmal veratmen muss. Als Einzelband gelesen gilt dieses ebenso, wie auch im Gesamtgefüge der "AKADEMIE DES TODES" betrachtet.

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Ein harmloser Ausflug ins Spieleland, einem Indoor-Spielplatz in Berlin wird zu Isas größtem Grauen! Der kleine Lukas, für den sie das Babysitting übernommen hatte, wird vor ihren Augen ermordet. Auch wenn der Klappentext dieses voraussagt, geht hier Fassungslosigkeit mit Entsetzen einher, denn die Blitzartigkeit des Verbrechens lässt einem das Blut in den Adern gefrieren. Neben Lukas wird auch noch eine Angestellte des Spielelands Opfer des Verbrechens, und Isa muss befürchten, als Zeugin erkannt worden zu sein. Als eher "schwierige Jugendliche" kommt hinzu, dass sie von ihrer Mutter keine Unterstützung, sondern eher Vorwürfe erfährt. Daher sieht sie nur die Möglichkeit zur Flucht. Martin Krist schafft es auf prägnante Weise, dieses Spannungsfeld lebensecht zu zeichnen, ebenso das der ermittelnden Beamten. Max Sydow versucht, zusammen mit seiner Kollegin Catja Preußer, Licht ins Dunkel zu bringen. Sie beide verbindet ein gemeinsamer Fehltritt, der Sydows Frau zum Auszug getrieben hat. Seither ist sie verschollen und hat augenscheinlich einen Verkehrsunfall erlitten. Als ob dieses nicht schon genug an Spannung beinhaltet, erregt eine ermordete Obdachlose zusätzliche Aufmerksamkeit, ebenso wie Sydows Tochter, die in den Fokus des/der Verbrecher rückt. Ich denke, man merkt schon, dass Martin Krist hier erneut ein Thriller gelungen ist, der einem spannungsgeladenen Parforceritt gleicht. Mit seinem harten, schnörkel- und schonungslosen Schreibstil treibt er den Leser vom Schrecken zur Überraschung und wieder zurück. Dennoch sind die Figuren klar und detailliert gezeichnet, so dass "LERNE ZU LEIDEN (DIE AKADEMIE DES TODES)" zu einem echten Pageturner wird. Ich mag diesen Begriff normalerweise nicht sonderlich, weil er recht inflationär gebraucht wird. Aber es lässt sich anders nicht ausdrücken. Dass damit "LERNE ZU HASSEN" und "LERNE ZU FÜRCHTEN" bereits ihren Weg auf meinen Reader gefunden haben, muss ich nicht explizit erwähnen. Oder? ;)

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Wie es der Titel vermuten lässt, handelt das Buch von einer Flucht. Blake (15) und seinem jüngeren Bruder Sam (9) gelingt der Ausbruch aus dem Laboratorium von Owen Martin. Während sich Blake noch an die Zeiten vor seiner Gefangennahme erinnert, stellt die Außenwelt für Sam Neuland dar. Verfolgt werden die beiden von Martins Ziehsohn Jack. Auf ihrer Flucht erhalten die Brüder von einigen Personen Unterstützung, die ihnen Zuflucht gewähren. Zunächst wären dort einmal Erin, eine Ärztin und Juan, ein mexikanischer Landschaftsbauer zu nennen. Wer aufgrund der Kurzbeschreibung des Buches einen harten, schnell getakteten Thriller erwartet, wird überrascht sein. Zwar kommen diese in dem Buch reichlich vor. Doch die Flucht zieht sich über einen Zeitraum von mehreren Jahren und die Autorinnen geben einen tiefen Einblick in die Entwicklungsschritte, die Blake und Sam, sowohl für sich, als auch in ihrer Beziehung zueinander gehen. Selbst wenn die beiden für eine längere Zeit Unterschlupf gefunden haben und scheinbar endlich "angekommen" sind, tut das der Spannung keinen Abbruch. Auch ohne die Jagd entwickeln die handelnden Personen eine derartige Tiefe und Dynamik, die den Leser mitreissen. Gepaart mit einem lebendigen, flüssigen Schreibstil entwickeln sich beim Leser Bilder, die ihn glauben lassen, einen Film zu sehen, und zwar einen sehr guten. Phasenweise erinnert mich das Buch an die MAXIMUM Ride - Reihe von James Patterson. Wer diese bereits mochte, wird das Buch lieben.

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In über 40 kurzen Episoden erzählt der Autor von seinen alltäglichen Erfahrungen mit seinen vier Kindern - Lotte, Marie, Ida und Emil. Wunderbar treffend und humorvoll stellt er dabei den Spagat zwischen seinen Erziehungsmaßstäben und dem real existierenden Familienchaos dar. Und wie ein Spagat bei nicht übermäßig sportlichen Männern endet, muss man wohl niemandem erzählen. Besonders sein knapper, bissiger und prägnanter Erzählstil hat es mir angetan. Damit schafft er dem Leser ein Kopfkino par excellence und sorgt nahezu durchgängig für ein Schmunzeln beim Lesen, wenn es nicht von unkontrollierten Lachsalven unterbrochen wird. Zwar gibt es auch ein paar nachdenklichere Stellen, aber diese gehören zum wahren Leben einfach dazu und runden dieses Buch meiner Meinung nach noch zusätzlich ab. Wie ich feststellen durfte, eignet sich das Buch nicht nur zum Selberlesen, sondern bietet sich auch wunderbar zum Vorlesen an. Als ebenfalls leidgeprüfter Vater ist es ein Leichtes, auch direkt die richtige Intonation zu treffen, wie ich mehrfach merken konnte. Damit wird das Ganze sogar noch ein zusätzliches Erlebnis. Vielleicht sollte der Autor hier noch zusätzlich über ein Hörbuch nachdenken. Und irgendwann schaffe ich es auch einmal, die Story "Evolution" (mein persönliches Highlight des Buches) ohne Zwerchfellattacke, die meinen Redefluß unterbricht, vorzutragen. Dieses Buch ist nicht nur Vätern wegen des hohen Wiedererkennungswertes zu empfehlen. Es wird auch denen gefallen, die kurzweiligen und ironisch-witzigen Lesestoff mögen, denn es ist in meinen Augen feinsinnige Stand-Up-Comedy in Schriftform.

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