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Alle Rezensionen von fuechslein

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"Lavendel-Fluch" von Carine Bernard ist der dritte Teil der Cosy-Crimi-Reihe um die angehende Kriminalkommissarin Lilou Braque. Gegen ihren Wunsch absolviert Lilou ihr letztes großes Praktikum nicht in Paris, sondern in der südfranzösischen Kleinstadt Carpentras. In den ersten beiden Teilen wurde Lilou bereits mit Mordfällen konfrontiert und erwarb sich bei deren Aufklärung den Respekt ihres Vorgesetzten Demoireau. Jetzt liegt ein Mann in einem Weinberg, der mit einer Schrotflinte erschossen wurde, und Lilous Nachbarin und Freundin findet in einem alten Schreibtisch einen Kaufvertrag von 1933 für ein Chateau, das es unter diesem Namen gar nicht gibt. Es dauert nicht lange, und Lilou ahnt einen Zusammenhang ... Wie schon in den vorangegangen Lavendelkrimis, nimmt uns die Autorin mit auf die Reise nach Südfrankreich. Sie beschreibt die Atmosphäre so anschaulich, dass man selbst glaubt, die Zikaden zu hören, die Pinien zu riechen und die heiße Mittagssonne auf der Haut zu spüren. Kleiner Tipp: Carine Bernards Bücher sollte man niemals hungrig lesen, denn es wird regelmäßig sehr lecker gekocht und gegessen. Bei diesem Buch gefiel mir besonders, dass ein dunkles Kapitel der Vergangenheit geschickt mit eingebaut wurde. Wir sehen, welch weitreichende Folgen die Ereignisse von damals hatten, und dass selbst Menschen, die damals noch Kinder waren, sich ihr Leben lang schuldig fühlten. Das Buch ist gut verständlich in wohlformulierten Sätzen geschrieben. Es wird viel agiert und geredet, und dadurch wirken die Figuren lebendig. Die Charaktere sind wieder sehr klar gezeichnet. Es gibt die Einen, die man auf Anhieb mag und die Anderen, für die sich immer mehr Gründe finden, sie nicht zu mögen. Aber nicht jeder Unsympath ist ein Mörder ... Lilous Privatleben befindet sich an einem spannenden Punkt, da sie auf die Mitteilung wartet, wo sie nach Ende ihres Praktikums als Commissaire der Police national eingesetzt werden wird. Aus ihrem ursprünglichen Wunschort Paris ist längst Carpentras geworden. Alles in allem habe ich mich wieder bestens unterhalten gefühlt. Dieses Buch zu lesen, war wie ein kleiner Urlaub in Südfrankreich. Danke dafür, Carine Bernard! Fazit: Ein unblutiger, spannender Krimi-Urlaub in Südfrankreich. 5*****

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"Still schweigt der See" ist nach "Schreie im Nebel", "Die dunkle Seite des Sees" und "Gewittersee" der vierte Krimi von Tina Schlegel um Kommissar Paul Sito. Packend und berührend fand ich sie alle, weil nicht nur die Ermittlungsarbeit der Polizei und das Privatleben von Paul Sito, Miriam, Roman Enzig und weiteren beschrieben werden. Immer geht es auch um moralische Fragen. Dieser vierte Band hat mich besonders bewegt, weil das Geschehen hochaktuell ist. Demonstrationen, Klimaschutz, rechtes Gedankengut, über diese Themen lesen und hören wir täglich etwas in den Medien. Die Autorin nutzt diese Aktualität als Hintergrund für ein nervenzerrendes Geiseldrama. An der Universität Konstanz wurden fünfzig Personen als Geiseln genommen. Zunächst ist unklar, was die Geiselnehmer bezwecken. Erschreckend fand ich, wie jede Veränderung der Lage sofort in den sozialen Medien verbreitet wurde. Und auch, wie schnell rohe Gewalt sich breitmacht, selbst an einem friedlichen, dem Lernen dienenden und wegen des Blicks über den Bodensee sogar idyllischen Ort wie der Uni Konstanz. Die persönliche Verstrickung der Hauptfiguren in das Geiseldrama ließen mich beim Lesen mitfiebern und auf eine gute Lösung hoffen. Die moralische Frage, ob man ein Leben opfern darf, um viele zu retten, brachte mich zum Nachdenken. Aber Moral ist nicht erpressbar, Unmoral schon. Zu dieser Aussage sehr passend finde ich das Cover mit dem Foto der Imperia. Viele Dialoge, einige zeitliche Rückblenden und nicht zuletzt die manchmal unkonventionelle Arbeitsweise von Paul Sito lockern das Geschehen auf. Auch wenn es hier um ernste Themen geht, die zum Nachdenken anregen, so ist "Still schweigt der See" vor allem eins - ein sehr gut geschriebener, packender Bodenseekrimi, den ich nicht aus der Hand legen mochte, bis ich wusste, wie er ausgeht. Fazit: Spannend, berührend und zum Nachdenken anregend. 5*****

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Das Buch eines Sommers weckt zu Beginn hohe Erwartungen, als von Nicolas, dem Abiturienten, und seinem Onkel Valentin erzählt wird. Der Onkel lebt fern aller Normen und zeigt seinem Neffen, dass es im Leben Wichtigeres gibt, als Karriere. Valentin ist so herrlich unkonventionell, seine Gedanken gehen ins Herz ... und dann kommt ein Zeitsprung. Nicolas ist einige Jahre älter, verheiratet mit Valerie, sie haben einen gemeinsamen Sohn. Von den Gedanken, die der Onkel ihm mit auf den Weg gegeben hat, ist nicht viel übrig. Nicolas lebt für seinen Job, da muss sich die Familie unterordnen. Bis etwas passiert, das seine Sichtweise sehr langsam ändert. Das Buch ließ mich sehr zwiespältig zurück. Es gibt zwei, drei Stellen, die ich richtig gut finde. Insgesamt aber ist es vorhersehbar, teilweise sehr einfach, umgangssprachlich und Klischees bedienend, geschrieben. Als wenn ein Sachbuchautor aus ein paar guten Gedanken einen Roman gebastelt hat. Die Botschaft steht schon auf dem Cover im Untertitel - "Werde, der du bist". Während mir als Leser ziemlich schnell klar wurde, was Nicolas tun muss, kehrt er nach ein paar Gedankenblitzen zunächst immer wieder in seinen alten Trott zurück. So las ich mich durch 240 Seiten Geschichte und Gedanken, auf denen nichts Herausragendes, Spannendes, Überraschendes passiert. Kleine Geschichten anderer Autoren werden eingeflochten, ohne dass irgendwo im Buch, auch nicht im Anhang, ein Hinweis auf die Quelle zu finden ist. Die Auflösung mit den Namen "Nicolas" und Christopher" am Ende fand ich unbefriedigend. Schade, das Buch konnte meine hohen Erwartungen, die es auf den ersten Seiten geweckt hatte, leider nicht erfüllen. Fazit: "Werde, der du bist" - damit ist bereits auf dem Cover alles gesagt. 3***

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Sina Trinkwalder hatte mich schon mit ihrem Buch "Wunder muss man selber machen" begeistert, in dem sie beschrieb, wie sie vor über zehn Jahren in der für Deutschland totgesagten Textilbranche einen Betrieb gründetet und Menschen, die am "normalen" Arbeitsmarkt keine Chance hatten, Arbeit und Würde zurückgab. Und nicht nur das, der Betrieb funktioniert auch heute noch ganz wunderbar. Diese Historie taucht auch in "Heimat muss man selber machen" wieder auf, denn nicht jeder Leser kennt auch das erste Buch. Und ich persönlich finde es gut, immer wieder an die Energie, das Vertrauen in sich und Andere erinnert zu werden, womit Sina damals manomama gründete. Denn der nächste Schritt ist die Erkenntnis, dass "selber machen" immer besser ist, als zu jammern. Heimat, das ist nicht Vereinsmeierei und "wir hier drinnen halten zusammen gegen die Anderen da draußen". Heimat passiert im Herzen, wenn Menschen erkennen, was sie verbindet. Gemeinsam anpacken, den Anderen wertschätzen, einander ein Lächeln schenken ... all das und noch viel mehr, ist Heimat. Eine gute, tröstende Erkenntnis, gerade in dieser unruhigen Zeit, in der es oft nur noch schwarz oder weiß, wir oder die zu geben scheint. Nur, man muss es halt selber machen. Aufeinander zugehen. Sich und sein Herz öffnen. Dann kann Heimat überall sein, bunt und bewegend. Das gefühlsbetonte Sachbuch liest sich leicht und flüssig, als würde die Autorin mit einem plaudernd auf der Couch sitzen. Die verwendete Umgangssprache ("selber" machen) verstärkt diesen Eindruck und ist meiner Meinung nach ein bewusst eingesetztes Stilmittel, um diesen lockeren Plauderton zu verstärken. Als würde eine gute Freundin mir raten, was ich als Fazit dieses Buches sehe: Fazit: "Jammer nicht! Mach es selber besser!" 5*****

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Kalmann, 33 Jahre alt, lebt im Haus seines Großvaters in Raufarhövn, einem kleinen Fischerdorf im Nordosten Islands. Manche bezeichnen ihn als Dorftrottel , doch sein weiser Großvater erklärte ihm, dass jeder Mensch irgendwie anders sei, und damit wäre auch Kalmann normal. Diese liebenswerte Weltsicht hat Kalmann geprägt und zieht sich durch das ganze Buch. Erzählt wird in der Ich-Form, wir haben also direkt an Kalmanns Gedanken teil. Die sind oft kindlich naiv in ihrer eigenen Logik, manchmal von Unsicherheit geprägt, auch Wut kommt vor, und dann macht Kalmann Dinge kaputt. Trotzdem muss man ihn einfach gern haben, den isländischen Forrest Gump mit Sheriffstern, Cowboyhut und Mauserpistole, der Haie fängt und daraus den zweitbesten Gammelhai von ganz Island herstellt. Alles ganz prima, kein Grund zur Sorge. Doch eines Tages findet Kalmann im Schnee auf der Hochebene Melrakkaslétta eine große Blutlache. Bald ist ein Zusammenhang hergestellt zum spurlosen Verschwinden des Königs von Raufarhövn , Róbert McKenzie. Polizei kommt ins Dorf, von nun an ist es mit der Ruhe vorbei. Immer neue Puzzleteile tauchen auf, die weder die Lösung des Falls noch Róbert näher bringen. Und dann klärt sich am Ende doch alles auf, kein Grund zur Sorge. Kalmann muss man einfach mögen, trotzdem oder gerade weil er so speziell ist. In gewisser Weise hält Joachim B. Schmidt uns einen Spiegel vor, denn wie oft beurteilen wir Menschen danach, ob sie der Norm entsprechen oder nicht und stecken sie vorschnell in entsprechende Schubladen? Der Autor zeichnet auch die zahlreichen Nebenfiguren mit viel Liebe zum Detail, indem er sie mit unterschiedlichen Eigenarten ausstattet, die uns doch irgendwie vertraut vorkommen. Jeder ist eben anders und dadurch sind alle normal. Fazit: Ein wunderbares, herzwärmendes und spannendes Buch, das uns mitnimmt in die raue Welt der isländischen Küste. 5*****

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Das Buch fängt sehr spannend an. Was war mit Emma passiert? Und wie würde es mit dem Urlaub der vier verbliebenen Freundinnen weitergehen? Sprachlich korrekt, aber einfach zu lesen - ganz dem Genre Jugendbuch entsprechend. Ein Buch zum eben mal wegschmökern, dachte ich. Allerdings kamen nach und nach ein paar Stolpersteinchen dazu, an denen ich mich störte. Zum Einen die Charaktere der vier Freundinnen. Auf der einen Seite sehr überzeichnet, geradezu klischeehaft in ihrer Zickigkeit, Übersinnlichkeit, Empfindsamkeit, Traurigkeit. Auf der anderen Seite doch so austauschbar, dass ich des Öfteren zurückblättern musste, aus wessen Sicht nun gerade erzählt wird. Es tauchten Fragen auf zu Emmas Verbleib. Wohin war sie gebracht worden? Von wem? Wieso kam niemand und brachte ihr Essen / Trinken? Es schien alles irgendwie unlogisch (wurde aber später gut geklärt.) Diese Rückblenden auf Emmas Sicht des Geschehens im Winter sind über weite Strecken das einzig Spannende. Im Großen und Ganzen wird in der ersten Hälfte des Buches nur berichtet, wie die vier Freundinnen mit dem Bus nach Südfrankreich fahren und was sie auf dem Campingplatz machen. Die Betonung liegt auf "berichtet. Denn bei der Beschreibung des Urlaubs fehlte mir absolut das für Südfrankreich Typische. Es war immer nur von den Befindlichkeiten der Mädchen zu lesen. Wer gerade wie rumzickt. Fast kein Wort über Düfte, Licht, Pflanzen oder Sonne, Wind und Wasser auf Haut. Schade. Dadurch wirkt das ganze Buch eben eher wie ein Bericht, nicht wie ein (Jugend-)Roman. In der zweiten Hälfte des Buches wurde es etwas spannender. Die Autorin legte geschickt eine falsche Fährte aus, nur um am Ende mit einer, wie ich finde, gekonnten Auflösung zu kommen. Allerdings bedient sie sich dabei einer gewissen Unlogik, sodass mich das Buch insgesamt leider nicht überzeugen konnte. Positiv erwähnen möchte ich auf jeden Fall das Cover. Einfach und doch Aufmerksamkeit erregend in Art einer Kreidezeichnung. Es passt gut zu dem "Kinderspiel"-Titel und verspricht dennoch Spannung. Da die anderen Bücher dieser Reihe der Autorin ähnlich gestaltet sind, gibt es einen hohen Wiedererkenneffekt. Aus den oben genannten Gründen werde ich aber kein weiteres dieser Bücher lesen. Fazit: Das Buch konnte mich leider nicht begeistern. 3*** Sterne

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Klimaretten, das wollen wir doch alle. Zumindest die von uns, die verstanden haben, dass es so nicht weitergehen kann. Jeder, der in dieser Richtung aktiv ist, darf sich durch das Buch von Rainer Grießhammer angesprochen fühlen. Es liefert nicht nur eine Fülle aktueller Informationen zum Thema Klimawandel und -rettung, sondern auch jede Menge Argumente für die Diskussion mit den Uneinsichtigen, Klimawandelleugnern und FFF-Beschimpfern. Wenn man sie denn findet, die Information bzw. die Argumente. Denn seinem im Vorwort erhobenen Anspruch, ein Nachschlagewerk zu sein, wird das Buch leider nicht gerecht. Positiv:: die Fülle der Fakten, ihre Deutung, die Widerlegung falscher oder zumindest falsch eingeordneter Aussagen, (z.B. der Windkraftgegner zum Thema Vogelsterben), Argumente gegen den (eigenen) inneren Schweinehund usw. Dies alles zusammen zeigt einen Weg in die richtige Richtung. Negativ aus meiner Sicht: die Textlastigkeit des Buches. Die Masse an langen Sätzen ermüdet selbst den motiviertesten Leser bald. Es scheint, als sollte wirklich kein i-Tüpfelchen ausgelassen werden, sodass ganz viel, teilweise auch nebensächliche Information in die sehr klein geschriebenen Texte gepackt wurde. Das erschlägt den Leser, die wesentliche Botschaft wird von einem Berg Nebenaussagen erschlagen. Ich hätte mich gefreut, wenn mehr Stichpunkte, Übersichten, Zusammenfassungen das Wiederauffinden gelesener Information erleichterten. Die gelben Kästen sind mit ihren Beispielen ein guter Anstaz, aber auch hier versteckt sich die Grundinformation in -zig Zeilen Text. Da fällt es schwer, sich vorzustellen, in der Diskussion mit einem Klimawandelleugner mal eben das Buch aus der Tasche zu ziehen und das passende Gegenargument zu suchen. Bis ich das gefunden habe, ist mein Gesprächspartner entweder eingeschlafen oder heimgegangen. Zwar finden sich im Anhang ein nichtalphabetisches Hashtagverzeichnis sowie ein alphabetisches Stichwortverzeichnis. Letzteres gibt bei den meisten Suchbegriffen aber die Ziel-Seite mit dem Zusatz f oder ff. an, was auf mehrere Seiten Text zum Stichwort verweist. Die schwer lesbare Art des Buches setzt viel Wohlwollen voraus, um sich damit zu befassen. Damit spricht es meiner Meinung nach nur die Leute an, die es überhaupt für notwendig halten, das Klima zu retten. Kaum ein Klimawandelleugner wird sich freiwillig durch die langen Texte quälen. Um solche Leute zu überzeugen, braucht es klare, kurze Aussagen. Die suchte ich leider vergebens. Schade. Fazit: Gut gemeint, voller Informationen, aber viel(!) zu unübersichtlich für ein Nachschlagewerk. 3***

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"Crime Mysteries" ist eine neue Reihe der Ullmann Medien GmbH. Die Bücher wurden aus dem Englischen übersetzt, und so startete die Serie passenderweise mit "Sherlock Holmes" und "Jack the Ripper". "Wow", dachte ich, als ich die beiden Bücher das erste Mal in der Hand hielt, "sind die schön!" Auf dem Einband von "Jack the Ripper" sind echt wirkende Blutflecken sichtbar und fühlbar. Auch dieses Buch ist voller wunderschöner Illustrationen und jede einzelne Seite ist auf besondere Weise nostalgisch verziert, die das Buch alt wirken lässt. Die Geschichten um "Jack the Ripper" werden aus Sicht des Inspectors George Absalom erzählt, der dem Mörder über einen längeren Zeitraum auf der Spur ist. Jeder der zehn Mordfälle ist in drei Abschnitte unterteilt. Am Ende jedes Abschnitts wird eine Frage gestellt, die man als aufmerksamer Leser in der Lage sein sollte, zu beantworten. Hier fiel mir, im Vergleich zum ersten Teil "Sherlock Holmes", das erfolgreiche Miträtseln leichter, sodass ich dieses Buch für Einsteiger bzw. jüngere Leser als erstes empfehlen möchte. Ansonsten gibt es aus meiner Sicht auch hier nur Gutes zu sagen: Spannende Fälle, die uns ins Victorianische London entführen. Der erste Fall beginnt 1889. Die Illustrationen und Verzierungen machen das Buch zu etwas Besonderem. Und das Alles gibt es auf 224 Seiten für nur 9,99 Euro. Ein wirklich schönes Geschenk, das man sich selbst oder anderen Krimi- bzw. Rätselfreunden machen kann. Fazit: wunderschön gestaltete, historische, spannende, kleine Rätselkrimis. 5*****

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"Crime Mysteries" ist eine neue Reihe der Ullmann Medien GmbH. Die Bücher wurden aus dem Englischen übersetzt, und so startete die Serie passenderweise mit "Sherlock Holmes" und "Jack the Ripper". "Wow", dachte ich, als ich die beiden Bücher das erste Mal in der Hand hielt, "sind die schön!" Das ungewöhnliche Format von 17 x 23,5 cm bringt die wundervollen Illustrationen gut zur Geltung, mit denen "Sherlock Holmes" prall gefüllt ist. Jede einzelne Seite ist nostalgisch verziert, sodass man das Gefühl bekomt, in einem antiken Buch zu blättern. Erzählt wird aus Sicht von Dr. John Watson, der vorgibt, die zehn Kriminalfälle im Jahr 1885 aufgeschrieben zu haben. Diese werden jeweils in drei Teilen präsentiert. Am Ende jedes Teils steht eine Frage, die der aufmerksame Leser beantworten können sollte. Ansonsten hilft der Lösungsteil am Ende des Buches. Ich gebe zu, mit dem um-drei-Ecken-Denken des Sherlock Holmes war ich an manchen Stellen überfordert. Welche Kette von logischen Schlüssen er aus einer winzigen Kleinigkeit zog. Das schadete dem Lesevergnügen aber nur wenig. Ein weiteres Plus dieser Reihe ist das aus meiner Sicht hervorragende Preisleistungsverhältnis. Das recht große, nostalgisch illustrierte Buch hat 224 Seiten und zwei Umschlagklappen, die sich als Lesezeichen (praktischerweise für Kriminalfall vorn und Lösungsteil hinten) verwenden lassen. Das Ganze ist für 9,99 Euro erhältlich. Ein Schnäppchen für alle, die gern beim Lesen miträtseln. Und ein hübsches, preiswertes Geschenk für jeden Krimifreund. Fazit: 5***** für ein wunderschön gestaltetes, spannendes Buch.

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"Nach Mattias", das klingt zunächst harmlos. Doch es bedeutet, Mattias lebt nicht mehr. Das Buch des niederländischen Autors Peter Zanthing erzählt über diese Zeit "Nach Mattias" aus der Sicht unterschiedlicher Personen. Da ist Amber, Mattias` Lebensgefährtin. Sie trauert still und am liebsten allein. Wird sie doch in allem, was sie umgibt, an Mattias erinnert. Es tat weh, ihre Gedanken zu lesen, gerade weil sie von so alltäglichen Dingen handelten, wie Mattias` Fahrrad. Und weil die ungesagten Worte nun nie mehr ausgesprochen würden. Weitere Personen haben Mattias sehr gut gekannt, so wie Quentin, sein bester Freund, oder Kristianne, Mattias` Großmutter. Andere, wie der blinde Chris, kannten ihn gar nicht. Oder nur virtuell, wie Issam. Und doch hat Mattias ihr Leben beeinflusst. Die kleinen Geschichten, die alle irgendwie miteinander verwoben sind, lesen sich ganz unaufgeregt. Diese Aneinanderreihung von Alltäglichkeiten macht sie so liebenswert. Es ist wie ein Blick in die großen, unverhangenen und hell erleuchteten Fenster, die so typisch sind für die Niederlande. Wir dürfen einen Teil des Lebens der Menschen beobachten, stumm und selbst ungesehen. In den Kleinigkeiten, die wir erblicken, steckt soviel Liebe und gleichzeitig Trauer. Weil zwischen den Zeilen immer wieder hindurchscheint, dass Mattias kein Teil dieses Lebens mehr ist. Das gibt dem Unbedeutenden plötzlich Bedeutung. Etwa, wenn ich als Leser feststelle, dass Mattias` Playlist, die er beim Joggen hörte, mit demselben Titel beginnt, wie meine: "Fake Empire" von The National. Oder dass seine Großmutter Kristinna den Widerspruch auf ihre Ratschläge von vornherein verhindert mit "das haben sie im Radio so gesagt". Erst im Laufe der verschiedenen Geschichten erfahren wir, wie Mattias gestorben ist. Die Frage nach dem Warum bleibt offen. Viel wichtiger ist, dass ich am Ende fast glaubte, ihn selbst gekannt zu haben. Einen sensiblen, begeisterungsfähigen, liebevollen Menschen. "Nach Mattias" erzählt von trauernden Menschen. Doch es ist keinesfalls ein trauriges Buch. Sondern ein Mut machendes. Das Cover spiegelt die Grundaussage des Buches sehr schön wider. Da sitzt eine Frau im Bikini am Meer. Ganz allein. Und doch spürt man das Leben. Die Sonne auf ihrer Haut, das Spiel der Wellen. Endlichkeit und Unendlichkeit. Fazit: Eine liebevolle Erinnerung daran, was wirklich wichtig ist im Leben. 5*****

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