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Alle Rezensionen von Gartenkobold

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Mit "Das Leben ist großartig-von einfach war nie die Rede" ist der zweite Roman von Gaby Köster nach ihrem Schlaganfall vor 10 Jahren erschienen und ist genau wie Gaby Köster, ehrlich, offen, mit dem Herzen auf dem rechten Fleck, dennoch macht es den Leser auch nachdenklich, denn sie beschreibt sehr anschaulich ihr Leben nach dem Schlaganfall - alle die Tücken und Hindernisse - und was noch viel wichtiger ist, sie hat nie den Mut verloren, sondern sie macht Mut: "Wir können einiges rocken, auch wenn es manchmal harte Brocken sind, die im Weg liegen." Mir hat der Roman gut gefallen, Gaby Köster spricht, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, wirkt auf mich absolut authentisch und genauso hat ihr Freund Till Hoheneder alles zu Papier gebracht. Ich finde es sehr beeindruckend, wie sie den Weg des Lebens meistert, sich trotz "Handicap" nicht versteckt, sondern versucht, pragmatisch damit umzugehen, wie sie sich in New York weitere Freiheiten erarbeitet und mit ihrem "Gabybmobil" noch mehr Lebensqualität zurückerobert. Mir hat der Roman sehr gut gefallen und ich zolle ihr Respekt, sie lässt sich nicht unterkriegen, sie hat auch mal schlechte Tage - allem zum Trotz hat sie ihren Lebensmut nicht verloren hat - und damit macht sie vielen Menschen Mut - nicht aufgeben¿

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Dies ist nach Nenne drei Nadelbäume: Tanne, Fichte, Oberkiefer und Nenne drei Hochkulturen: Römer, Ägypter, Imker das dritte Buch aus der Feder der beiden Autorinnen. Doch diesmal werden nicht nur die Ausreden der Schüler aufs "Korn" genommen, sondern auch Sprüche der Lehrer, von skurril bis witzig. Von "Luther Matthäus" der 95 Thesen an die Schlosskirche in Wittenberg genagelt hat bis zum Schädel, der hier im Buch ganz andere Organe schützt, als das Gehirn, ist alles dabei, manchmal kam allerdings auch der Gedanke, oh je, armes Deutschland¿. Ich habe mich beim Lesen jedoch köstlich amüsiert, manchmal herzhaft aufgelacht, aber auch den Kopf geschüttelt und mir so meine Gedanken gemacht, trotzdem haben mich die Anekdoten und auch die Sprüche der Lehrer unterhalten. Eine absolut gelungene "Zwischendurch" Ablenkung mit tollen Stilblüten aber zwischen den Zeilen auch ein versteckter Hinweis an unser Schulsystem, zu überdenken und vielleicht sich auch neu auszurichten. Gelungene Unterhaltung für zwischendurch, zum Abschalten und auch ein sehr schöne Geschenkidee.

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Das Tagebuch von Mary Berg (Miriam Wattenberg) beginnt sie an ihrem 15. Geburtstag zu schreiben, kurz bevor sie mit Ihrer Familie zwangsweise ins Warschauer Ghetto interniert wird. Es ist ein authentisches Zeitzeugnis aus einer der dunkelsten Epoche der deutschen Geschichte. Sie beschreibt das Leben im Warschauer Ghetto, was zu Beginn noch von positiven Gedanken geprägt ist, die sich im Laufe der Zeit allerdings immer mehr verdüstern, genau wie die Repressalien der Nazis, die sich immer aggressiver und menschenverachtender gebärden. Doch Mary hat gegenüber den anderen inhaftierten Jungen gegenüber einen großen Vorteil, ihre Mutter ist Amerikanerin und gehört damit zu den doch sehr privilegierten Juden, die einen sogenannten Schutzstatus genießen. Ihre Familie muss nicht in den Löchern hausen, ihre Familie erhält Lebensmittel und ihre Mutter hat ihre amerikanische Visitenkarte an die Tür der Wohnung geheftet und so bleiben sie von den marodierenden Nazihorden zwar verschont, erleben jedoch hautnah die tägliche Brutalität und das Grauen der Nazi-Schergen. Doch es gibt auch einige wenige Lichtblicke, gegenseitige Unterstützung und Mut, durchzuhalten, doch der Tenor der Tagebucheintragungen liegt auf den Gräueltaten, der medizinischen Unterversorgung, den katastrophalen hygienischen Bedingungen, der Typhus ausbrechen lässt, Hunger, tägliche Gewalt, immer geballt zu jüdischen Festtagen, die Verlegung in ein Internierungslager und schlussendlich die Flucht per Schiff. Die Autorin schreibt ein wenig distanziert, trotzdem packend und unter die Haut gehend. Die geschilderten Verbrechen lassen den Leser nicht kalt, sie gehen unter die Haut - lassen schaudern und fragen, waren das noch Menschen, die anderen Menschen solches Leid zufügen konnten? Vor allen Dingen vertiefen sie die bislang bekannte Geschichte des Warschauer Ghettos und lassen uns innehalten. Das Tagebuch wird eingeleitet von einer Danksagung und einem sehr wichtigen Vorwort, das dieses Sachbuch ergänzt. Dieses Sachbuch über den Holocaust ist ein sehr wichtiges Zeitzeugnis und gegen das Vergessen, damit diese menschenverachtenden Szenarien nie mehr wiederholen, denn leider sind die Rassisten stetig auf dem Vormarsch, Rechtspopulisten in Europa genauso wie mordende Rechtsradikale. Wir alle müssen dem Einhalt gebieten, damit sich die Geschichte nicht wiederholt!

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Der zweite Teil der Trilogie "Die Schwestern vom Kudamm Wunderbare Zeiten "spielt in der Anfang der 50iger Jahre bis 1957, das Kaufhaus Thalheim knüpft langsam wieder an die alten Erfolge an. Während Rieke sich völlig dem Kaufhaus verschrieben hat, geht Silvie beim RIAS Berlin ihren eigenen Erfolgsweg. Nur Oskar, Silvies Zwillingsbruder, macht der Familie immer wieder Kummer, er interessiert sich nicht für das Kaufhaus, geht eigene Wege, durchzecht Nächte und bindet sich an falsche Freunde. Als er in die Fänge eines Widersachers des Kaufhauses gerät und dem Kaufhaus Thalheim dadurch fast die Pleite droht, ist Silvie gezwungen, Verantwortung für die Familie und das Lebenswerk der Thalheims zu übernehmen. Brigitte Riebe schreibt wunderbar emotional, flüssig und packt den Leser direkt von der ersten Seite mit ihrem fesselnden und spannenden Schreibstil. Auch dieser Roman ist wiederperfekt recherchiert und der Leser durchlebt beim Lesen die unterschiedlichsten emotionalen Gefühle, von Glück und Liebe bis hin zu Hass und Trauer. Selten schafft es ein Roman den Leser so in seinen Bann zu ziehen, denn sie verbindet Fiktion und Geschichte auf eine wunderbare leichte, aber sehr elegante Art und Weise. Geschichtliche Daten fließen so gekonnt mit ein, dass dem Leser die so ganz nebenbei nochmal vor Augen geführt werden und auch der Beginn des "Kalten Krieges" zwischen Ost und West ist gekonnt sensibel mit eingebunden. Der Roman hat mein Herz berührt und ich war leider viel zu schnell am Ende des Romans angelangt und habe die am Ende des Romans angehängten historischen Ereignisse Berlins der Jahre 1952-1957 noch einmal Revue passieren lassen. Voller Spannung erwarte ich den dritten Band der Trilogie und kann diesen Roman mit einer klaren Leseempfehlung jedem ans Herz legen, es war ein absolut wunderbarer Lesegenuss.

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Das dunkelste Stück unserer deutschen Geschichte war der Holocaust in Deutschland, Polen, Österreich und vielen weiteren Ländern aber es gab ihn auch in Norwegen, das Land das eigentlich als Land des Widerstands während der NS-Zeit galt. Der Freiheitsmythos während der Besatzerjahre wurde traditionell hochgehalten. Doch auch dort wurden Juden verfolgt und deportiert und der Roman von Simon Stranger "Vergesst unsere Namen nicht" setzt sich mit diesem Thema auseinander, er beleuchtet nicht nur die Geschichte der Opfer, sondern setzt sich auch mit Menschen auseinander, die zu Nazi-Schergen wurden. Das in sepiafarbene Cover zeigt zwei Kinder, die Steine aufschichten vor einem in Trümmern liegenden Haus, schlicht aber eben dadurch auch sehr eindrucksvoll. Der Schreibstil von Simon Stranger ist eher ungewöhnlich, aber in sich sehr stimmig, emotional, vor allen Dingen aber eindringlich geschrieben. Die Kapitel werden mit Buchstaben des Alphabets begonnen, die immer auch einen Bezug zu dem Kapitel haben, denn zu jedem Buchstaben gibt es auch ein Kapitel, das wiederum gegliedert wird in Unterkapitel, dadurch einfach nachzuvollziehen. Durch Wechsel der Personalpronomen kann der Leser die jeweils handelnden Personen und unterschiedlichen Handlungsstränge sehr gut unterscheiden. Man spürt beim Lesen des Romans, dass Simon Stranger sehr viel recherchiert hat, besonders über die Person des Henry Oliver Rinnan, ein berüchtigter norwegischer Nazi-Scherge in der Gegend um Trondheim während des Zweiten Weltkriegs aber auch über die jüdische Familie Kommisar und deren Vater Hirsch Kommisar, der ermordet wurde. Der Roman fordert auf innezuhalten, lässt den Leser erschauern ob der Grausamkeiten, macht nachdenklich, ist eindringlich aber nicht anklagend geschrieben und eröffnet Möglichkeit zu eigenen Gedankengängen. Ein Roman, der besonders ist, seinesgleichen sucht, nicht einfach, aber ehrlich und in meinen Augen nicht für schwache Gemüter geeignet. Und der nicht nur in Norwegen, sondern überall auf der Welt die Botschaft in sich trägt. Vergesst unsere Namen nicht "Ich bin kein Jude, ich bin ein Mensch".

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Der Roman "Ein anderer Takt" von William Melvin Kelley, neu aufgelegt, das Cover ist schlicht in schwarz/weiß/grau gehalten, aber dennoch eindrucksvoll. Im Vorwort erfährt der Leser die eine Kurzbiografie von William Melvin Kelley und auch, dass "Ein anderer Takt" sein Debütroman war. Der Roman spielt in dem kleinen Dorf Sutton in einem fiktiven amerikanischen Staat im Süden der USA. Im Juni 1957 versalzt der junge afroamerikanische Farmer Tucker Caliban seine Felder, schlachtet sein Vieh, brennt sein Haus nieder und verlässt zusammen mit der gesamten schwarzen Bevölkerung des Ortes den Staat in Richtung Norden. Die weiße Bevölkerung bleibt ratlos zurück und spürt, dass dieser Weggang einen Wendepunkt markiert, denn wer wird jetzt die Felder bestellen¿, wie wird es weitergehen, fragen sich sowohl rassistische Traditionalisten als auch Liberalisten¿. William Melvin Kelly erzählt die Geschichte sachlich, klar, aber auch emotional und spöttisch. Der Clou an sich ist die antichronologische Erzählweise. Nicht nur Rassismus ist das Thema, sondern auch der Kampf des Einzelnen an sich und die Auseinandersetzung der Gesellschaft für Gleichheit und Gerechtigkeit. Ein brandaktuelles Thema, sehr authentisch erzählt. Sehr gut gefallen haben mir die Tagebucheintragungen im letzten Drittel des Romans, man spürt beim Lesen rassistische Stimmung und lässt den Leser erschaudern. Im Nachwort schreibt Jessica Kelly über ein ihren Vater und schließt damit den Kreis. Ein Roman, der aufrüttelt, besonders dann, wenn man sich die rassistischen Umtriebe aktuell in den USA ansieht, aber auch ein Roman mit einem sehr hoffnungslosen Ende.

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Das Cover des Romans hat mich sofort angesprochen, der Titel passt sehr gut zu der abgebildeten jungen Frau im blauen Kleid. Lili, die Protagonistin des Romans im Berlin der 30iger Jahre wächst unter ungewöhnlichen Umständen auf, denn Lilis Mutter stirbt sehr früh, ihr Vater Jakob und ein guter Freund kümmern sich rührend um sie. Durch Zufall lernt sie Günther von Pechmann kennen, den Direktor der Königlichen Porzellan-Manufaktur und durch ihn findet sie ihre Bestimmung: die Welt des Porzellans. Als die Nationalsozialisten an die Macht kommen, muss Lili als Halbjüdin fliehen. Im Berlin 1985 lebt Lili wieder in Charlottenburg, sehr zurückgezogen in ihrem Haus mit dem japanischen Garten. Sie spricht nicht viel über sich und ihr bewegtes Leben. Als mit Anja eine junge Frau in ihr Leben tritt, die auch nicht so ganz einfach ist, traut Lili allmählich auf¿. In zwei Erzählsträngen wird die Geschichte von Lili und der jungen Anja erzählt. Beide Erzählstränge sind für sich betrachtet spannend geschrieben und werden immer mehr miteinander verwoben. Bei Lilis Geschichte spürt der Leser die Leichtigkeit der späten Kindheit und Jugend, in der sie aufwächst. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten ist die Wende vom leichten, sorglosen Leben bis hin zur Flucht beschrieben, der Leser spürt die Anspannung und Sorgen. Den Strang in der Gegenwart dominiert zuerst die schwierige, eigensinnige Anja, um dann gemeinsam mit Lili ihr ureigenes Geheimnis zu lüften. Die Schreibweise passt sich entsprechend an, locker und fast ein wenig flapsig, doch passend und sehr gelungen. Die Charaktere sind allesamt sind sehr überzeugend dargestellt, authentisch und auch sehr berührend. Sehr gut recherchiert fand ich die Geschichte der Königlichen Porzellanmanufaktur und der Künstler wie Marguerite Friedlaender, die aufgrund ihrer jüdischen Herkunft zur Emigration gezwungen wird. Ein wunderschönes Buch, was ich nur empfehlen kann.

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Das Cover springt ins Auge und der Titel des Romans macht neugierig auf den Inhalt. Die Leseprobe, die in Russland beginnt, gibt einen kurzen Einblick in die Vergangenheit, dann der Wechsel in das Jahr 2017, was passiert weiter....was ist inzwischen geschehen...Fragen über Fragen. Mich hat der Roman auf Grund der Leseprobe neugierig gemacht aber und letzten Endes enttäuscht, denn er hatte an manchen Stellen zu viele Längen, war mir persönlich zu langatmig. Alexander Osang erzählt vor dem Hintergrund seiner eigenen Familiengeschichte die Geschichte der Familie Silber von der Großmutter bis zu Enkelsohn Konstantin. Der Roman beginnt sehr flüssig, bekommt dann in der Gegenwart immer mehr Längen und wird dadurch langatmiger und damit in meinen Augen leider auch recht zäh. Die Familiengeschichte als Grundlage ist sehr interessant, der Autor wechselt von der Gegenwart immer wieder in die Vergangenheit und die beginnt in Gorbatov im Jahre 1905 und damit beginnt die Geschichte: Der Mann der Großmutter Jelena wird erschlagen und sie findet in der Fremde einen neuen Mann und gelangt schließlich nach vielen Irrungen und Wirrungen nach Deutschland, wo der Anfang sehr schwer ist und auch sehr beschwerlich.Konstantin, ihr Enkel beginnt in der Gegenwart, die Geschichte auf seine Art und Weise aufzuarbeiten Die Geschichte der Gegenwart von Konstantin war mir viel zu schwergängig und passte nicht zu der Geschichte der Vergangenheit, die nicht enden wollenden Gedankengänge haben die wirklich interessante und authentische geschriebene Geschichte der Vergangenheit negativ beeinflusst, denn beides, Vergangenheit und Gegenwart muss sich ergänzen, eins werden und nicht irgendwie zusammenhanglos werden denn damit rückt die wunderbare Geschichte von Jelena leider in die zweite Reihe und droht unterzugehen. Schade, ich hatte mir mehr von diesem Roman erhofft.

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Das Cover ist mir sofort ins Auge gesprungen, Blumen, Sommerfarben und der Titel dazu. Der Klappentext gefiel mir und die Leseprobe las sich angenehm leicht und flüssig, ich bin sofort in der Handlung versunken... eine perfekte leichte Sommerlektüre...und dazu ein Debüt, spannend, das waren meine Gedanken zum Klappentext, doch dieser Debütroman punktet auf eine noch ganz andere Art und Weise, nicht nur durch seine Protagonistin, die ihren Mann bei einem Unfall verloren hat und nun versucht, ihr Leben neu zu organisieren Dabei kommt ihr das Angebot, auf Monte Spina einen Garten, der vernachlässigt und ungepflegt ist, wieder zu neuem Glanz zu führen. Doch auf der Insel ist nichts so, wie es zu Beginn zu sein scheint Gelungen die doch sehr unterschiedlichen Charaktere der einzelnen Personen, leicht und flüssig geschrieben, nimmt die Handlung sofort gefangen und macht neugierig, was hinter den Fassaden der einzelnen Charaktere steckt. Schwierig zu fassen ist der Charakter des Besitzers der Insel, ein sehr facettenreicher ambivalenter Charakter, aber er gibt dem Roman das gewisse "Tüpfelchen" Der Roman handelt von Freundschaft, Liebe und von einschneiden Ereignissen, die manchmal unser Leben verändern können, sowohl zum Positiven als auch zum Negativen, wobei das natürlich auch eine Schutzfunktion darstellt kann. Die guten und authentisch beschrieben Details des Gartens stehen konträr zu den Personen und das fand ich sehr spannend und gelungen. Für mich ist dieser Roman ein sehr gelungener Debütroman und die Geschichte ist nicht alltäglich. Von mir eine Leseempfehlung.

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Spannender Auftakt der Trilogie der Australien-Töchter Anna Jacobs hat eine sehr berührende und teilweise tragische Geschichte geschrieben als Auftakt der Trilogie die "Australien-Töchter. Der erste Band entführt die Leser nach England in das Jahr 1861, wo die Einwohner der Lancashire spüren immer deutlicher die Auswirkungen des Sezessionskrieges in Amerika. Die Protagonistinnen des Romans Cassandra, Pandora, Xanthe und Maia Brake verlieren nach und nach ihre Arbeit in einer Weberei, da keine Rohwolle mehr aus den Südstaaten kommt. Damit nicht genug, ihre Tante macht ihnen und ihrem Vater das Leben zur Hölle, lässt keine Gelegenheit aus, die Schwestern zu diffamieren und schmiedet perfide Rachepläne, die den Schwestern sogar nach dem Leben trachten. Der Roman ist wunderbar leicht und flüssig geschrieben, zu Beginn werden die einzelnen Protagonistinnen sehr detailliert und mit all ihren Facetten beschrieben, man ist als Leser sofort mitten im Geschehen. Die Charaktere sind offen und sympathisch gezeichnet, selbst der Bösewicht in der Rolle der Tante hat einen spannenden, wenngleich auch sehr zerstörerischen Charakter, aber er passt zu der Geschichte und den Geschehnissen. Hier ist mein einziger Kritikpunkt der Vater, zu gut, viel zu gut für die Welt, zu pathetisch. Die Beschreibung der Lebensumstände wirkt sehr authentisch und glaubhaft. Wenn zu Beginn die Handlung ein wenig plätschert, nimmt sie dann sehr schnell Fahrt auf, von Kapitel zu Kapitel steigert sich die Spannung, flacht wieder ein klein wenig ab um sich dann weiter zu steigern, das hat mir sehr gut gefallen. Alles in allem kann ich sagen, mich hat die Geschichte gefesselt, mitgenommen, berührt und die Neugier auf den weiteren Fortgang geweckt. Ein gelungener Auftakt, der mir entspannte und schöne Lesestunden beschert hat

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