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Alle Rezensionen von Jashrin

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Strafverteidiger Hannes Jansen kann sich nicht beklagen. Die Kanzlei, für die er arbeitet, hat ihm einen großen, brisanten Fall übertragen, der ihm die Partnerschaft in der Kanzlei einbringen könnte. Zudem hat er Sophie kennengelernt und würde am liebsten jede freie Minute mit ihr verbringen. Auch Sophie fühlt sich stark zu Hannes hingezogen. Umso schwieriger wird es für die beiden, als sie realisieren, dass sie beide am gleichen Fall arbeiten. Hannes für die Verteidigung, Sophie hingegen hat maßgeblich an dem rechtsmedizinischen Gutachten mitgearbeitet, dass zu einer Wiederaufnahme des Verfahrens gegen Hannes Mandanten führte. Der Autor Markus Thiele, selbst Anwalt, verwebt in seinem Roman geschickt Realität und Fiktion. Der Fall, an dem Sophie und Hannes arbeiten, beruht auf einem wahren Fall, der bis zum heutigen Tage un­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­geklärt ist. Im Roman ist es der Asylbewerber Abba Okeke, der in Polizeigewahrsam durch ein Feuer in seiner Zelle ums Leben kam. Hannes Mandant ist der Polizist Winkler, der als einziger Zugang zu der Zelle hatte, aber bestreitet, überhaupt im Gebäude gewesen zu sein. Dagegen steht Sophies Gutachten, welches belegt, dass Okeke das Feuer nicht selbst gelegt haben kann. Sophie kann nicht verstehen, wie Hannes jemanden verteidigen kann, gegen den so viele Indizien sprechen. Doch als Anwalt ist Hannes seinem Mandanten gegenüber verpflichtet, er muss ihn bestmöglich verteidigen. "Sie sind Anwalt. Die Wahrheit muss Ihnen scheißegal sein." (S. 319) Auch wenn sowohl Hannes als auch Sophie für das deutsche Rechtssystem arbeiten, haben sie doch ganz andere Sichtweisen. Doch was sind eigentlich Recht und Gerechtigkeit? Inwiefern muss und darf die eigene Moral eine Rolle spielen? Nicht nur die Protagonisten müssen sich mit diesen Fragen auseinandersetzen, auch als Leser fragt man sich unwillkürlich, wie man selbst wohl handeln würde. Neben diesem Handlungsstrang gibt es einen weiteren, der bis in die Zeit des zweiten Weltkriegs zurückreicht. Erst sehr spät wird klar, was diese Zeitsprünge in die Vergangenheit mit dem gegenwärtigen Geschehen zu tun haben. Dem Klappentext und der Buchbeschreibung nach, war ich davon ausgegangen, dass sich das Buch vornehmlich um den Fall des getöteten Asylbewerbers und die schwierige Frage nach Recht und Moral dreht. Doch so klar ist der Fokus nicht. Der zweite Handlungsstrang nimmt einen ebenso großen Raum ein, was den ein oder anderen Leser vermutlich stören wird, da der Klappentext einfach anderes suggeriert. Auch ich lese in der Regel nur sehr wenige Romane, die während des zweiten Weltkriegs spielen, in diesem Fall war es okay für mich. Beide Handlungsstränge greifen geschickt ineinander und bilden ein gelungenes Ganzes. Lange habe ich überlegt, ob ich Markus Thieles Roman 4 oder 5 Sterne geben soll und habe mich letztlich für 4 Sterne entschieden. Einerseits finde ich es sehr interessant, wenn wahre Begebenheiten in Romanen verarbeitet werde, andererseits bin ich bei dem fiktiven Fall um Abba Okeke etwas skeptisch. Im Roman wird einem Polizisten die Täterschaft unterstellt und die Anklage durch viele Indizien untermauert. Auf Grund der vielen Parallelen zu dem tatsächlichen Fall des Oury Jalloh entsteht leicht der Eindruck, dass es auch in der Realität einen ähnlichen Tathergang gegeben haben könnte. Bislang konnte jedoch kein Fremdverschulden nachgewiesen werden. Davon abgesehen hat mir Markus Thieles Roman sehr gefallen und ich habe die etwa 400 Seiten binnen kürzester Zeit verschlungen. Ich werde auf jeden Fall gerne wieder etwas von ihm lesen.

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Der begnadete Pianist Emile Gallois liegt erschossen in seiner Garderobe. Der Tatort bietet wenig Anhaltspunkte und so machen sich Commissario Di Bernardo und sein Ispettore Del Pino auf die mühsame Suche nach Spuren und einem Motiv. Je mehr die beiden über den Pianisten in Erfahrung bringen, umso klarer wird, dass nicht nur Emiles Ehefrau ein Motiv gehabt hätte, denn der Pianist führte seit Jahrzehnten ein wohlgehütetes Doppelleben. Als Emile jedoch plötzlich nicht mehr die einzige Leiche ist, bekommt der Fall nochmals eine ganz andere, brisante Ebene und der Druck von oben wächst¿ "Römisches Finale" ist nach "Tödliche Sonate" bereits der zweite Fall für Commissario Di Bernardo. Auch wenn es für mich erst der erste Fall war, hatte ich keinerlei Schwierigkeiten mich einzufinden. Di Bernardo ist ein bodenständiger, sehr sympathischer Ermittler. Mit seinem Ispettore, den ich gleichermaßen mochte, verbindet ihn eine tiefe Freundschaft. Besonders hat mir allerdings gefallen, dass in seinem Privatleben zwar nicht alles in bester Ordnung ist, aber die privaten Dinge drängen den Kriminalfall nicht in den Hintergrund, wie es bei manch anderen Krimis leider passiert. Auch dieser Fall führt Di Bernardo und Del Pino wieder in die Welt der Musik - kein Wunder, denn die Autorin Natasha Korsakova ist eine international bekannte Violinsolistin. Sie weiß also genau wovon sie schreibt, wenn sie uns Leser in die Welt der Musik entführt. Obwohl der Krimi spannend war, konnte ich nicht umhin, zwischendurch auch in das mehrfach erwähnte Klavierkonzert Nr. 2 von Rachmaninow hineinzuhören. (So viel nur am Rande: nicht nur das Buch, auch auf das Konzert sollte man einen genaueren Blick werden, wenn man auch nur ein gewisses Interesse an klassischer Musik mitbringt.) Doch auch wenn die Musik ihren festen Platz im Krimi hat, kommen auch die klassischen Krimielemente nicht zu kurz. Zu den beiden ermittelnden Kommissaren gesellen sich neben Kollegen der diversen Abteilungen natürlich auch eine Reihe Verdächtiger, die bunter nicht sein könnte. Da wäre zum einen der exzentrische Dirigent, die Witwe des Ermordeten, sein ehemaliger Klavierlehrer, ein Liebhaber sowie der eitle Psychologe Rossi. Sie alle hätten ein mehr oder weniger starkes Motiv, vielleicht auch die Gelegenheit, aber es mangelt an Beweisen und Di Bernardo hat es nicht leicht, Licht ins Dunkel zu bringen. Die Aufklärung des Falls ist logisch und passend, dennoch hätte ich mir gewünscht, dass es bereits früher deutlichere Hinweise auf die Lösung gegeben hätte. Dies ist aber auch der einzige Kritikpunkt, den ich habe. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, gemeinsam mit Di Bernardo und Del Pino in Rom, der ewigen Stadt, zu ermitteln und während ich auf den dritten Fall für die beiden warte, werde ich ganz einfach erst einmal den ersten Band lesen ¿¿

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Als kleines Mädchen hat Nia einige Jahre bei Tante Lisbeth in Windheim gewohnt. Nachdem sie sie jahrelang nicht mehr gesehen hat, kehrt Nia nun mit ihrer Familie zurück, um sich um ihre Tante zu kümmern. Der Empfang durch Lisbeth, die inzwischen an Demenz zu leiden scheint, ist allerdings alles andere als herzlich. Auch die übrigen Windheimer scheinen nicht viel von ihrer Ankunft zu halten, nichtmals Nias ehemalige Sankastenfreundin Cora ist sonderlich nett zu ihr. Daher streift Nia allein durch das abgelegeneWindheim und den angrenzenden Wald, auch wenn sie mehrfach gewarnt wird, dass sie auf den Wegen bleiben muss. Bei einem ihrer Ausflüge entdeckt Nia ein wunderschönes, schwarzes Pferd. Wie magisch angezogen steigt sie auf und galoppiert mit ihm durch den Wald - bis ein geheimnisvoller Reiter sie stoppt und das schwarze Pferd mitnimmt. Wer ist dieser Junge und wo kommt er her? Welche Verbindung hat er zu dem Pferd? Nia ist neugierig und setzt alles daran, das Pferd wiederzufinden. Dabei trifft sie immer wieder auf unerklärliche Dinge. Straßenzüge, die die Windheimer nicht kennen, ein beängstigendes Flüstern im Wind, die Legende der Windpferde. Sabine Giebken schafft es scheinbar mühelos eine mystische Atmosphäre zu erschaffen, die mal heiter, mal bedrohlich wirkt. Auch ohne Nias Entdeckungen ist schnell klar, dass irgendetwas in Windheim nicht mit rechten Dingen zugeht. Da ist Johannes, der vor zwanzig Jahren verschwand und von dem nie eine Spur gefunden wurde, der seltsame Wind, der ein Eigenleben zu haben scheint, die ständigen Warnungen vor dem Wald und Tante Lisbeths eigenartigen Aussprüche. Nia war mir von Anfang an sympathisch und sie tat mir auch von Beginn an leid. Sie ist eine Außenseiterin, die nichtmals Halt in ihrer Familie zu haben scheint. Wobei ich mir genau genommen nicht ganz sicher bin, wie die Familienverhältnisse eigentlich genau sind. (Auch in diesem Punkt lässt uns die Autorin bislang im Unklaren.) Zumindest aber scheinen Ben und die hochschwangere Sammy Nia aufgezogen zu haben. Allerdings ist mir vor allem Sammy extrem unsympathisch. Sie kümmert sich nur um sich selbst und alle anderen dürfen keine Schwierigkeiten machen, vor allem Nia (und Lisbeth) nicht. Zudem sagt sie offen, dass sie Nia für sonderbar hält. Egal, ob leibliche Mutter oder Ziehmutter, ihr Verhalten geht gar nicht und sie ist für mich die furchtbarste Person in diesem Buch. Tante Lisbeth kann ich bislang noch nicht einschätzen und ich bin sehr gespannt, wie sie sich ihre Figur entwickeln wird. Es ist jedenfalls klar, dass sie weit mehr weiß, als die meisten Windheimer. Daher habe ich auch einen sehr starken Verdacht, wo sie wirklich während der Jahre war, die sie angeblich in den USA verbracht hat. Aber warum ist sie zurückgekehrt? Ihr seht, es sind viele Fragen offen geblieben, doch sie sind ganz sicher nicht der alleinige Grund, weshalb ich mich jetzt schon auf den nächsten Band freue (obwohl ich ja eigentlich viel zu alt dafür bin). Mir gefallen die Charaktere, das Setting und vor allem die schon erwähnte, tolle Atmosphäre. Für mich ein wunderbares Buch voller Magie, Mystik und Geheimnisse, das ganz sicher nicht nur Pferdeliebhaber begeistern wird.

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Der Koch Leon Bosch arbeitet im Quellbach, einem alten Gasthaus mitten im Wald. Es ist idyllisch gelegen und der optimale Ausgangspunkt für Naturliebhaber oder eine der Jagdgesellschaften, die Inhaber Lohmann so gerne inszeniert. Leon schätzt vor allem die Abgelegenheit, bis er eines Morgens auf dem Weg zur Arbeit eine grauenhafte Entdeckung macht. Vor ihm befindet sich die Leiche einer Frau, die nicht nur seltsam in den Wald drapiert wurde, ihr fehlt auch das Herz. An seiner Stelle steckt ein schwarzer Quarzstein. Eben dieser Stein hat für Leon noch eine ganz andere Bedeutung. Innerhalb kurzer Zeit werden weitere Leichen gefunden, die alle Steine statt Herzen tragen. In Leon macht sich die furchtbare Gewissheit breit, dass der Wald sein Schweigen gebrochen hat und seine düsteren Geheimnisse freigeben wird. Ruhelos beginnt er selbst nach dem Mörder zu suchen. Doch bleibt ihm genug Zeit? Ich habe ein paar Seiten gebraucht, um mich in Lene Schwarz` Debütroman einzufinden, da ich vor allem zu Beginn recht wenig mit dem Protagonisten Leon anfangen konnte. Auch jetzt noch, nachdem ich das Buch beendet habe, kann ich nicht behaupten, dass ich Leon allzu viel Sympathie entgegenbringen kann. Trotzdem hat mich der Krimi in seinen Bann schlagen können und lange Zeit war ich mir unsicher, wer denn nun der Täter ist. Geschickt wurden Spuren verwischt und Zweifel gesät. Während der Plot gut durchdacht war und auch die Charakterisierungen fast alle gelungen sind, gab es dennoch immer wieder Passagen, die mir zu ausufernd beschrieben wurden, obwohl sie nur sehr wenig für die Hauptstory beizutragen hatten, dadurch wurde es teils etwas langatmig. Auf Grund der grausig zugerichteten Leichen hätte ich zudem erwartet, dass sich irgendwann eine höhere Polizeistelle einschaltet und nicht nur der örtliche Polizist ermittelt. Ich hoffe doch sehr, dass das in der Realität anders ablaufen würde, egal wie abgelegen der Tatort ist. Das Ende hat mich dann wieder positiv überrascht, und ein bisschen mit meinen Kritikpunkten versöhnt. Allerdings muss ich sagen, dass mich das Buch etwas zwiegespalten zurücklässt. Einerseits spannend, andererseits teils langatmig und gefühlt an manchen Stellen zu gewollt blutrünstig bis eklig. Für mich ein solider Krimi, der mich trotz einiger Schwächen insgesamt gut unterhalten hat.

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Alice führt ein ganz normales Leben mit all den Problemen, die man als Jugendliche in der Schule haben kann. Als es auf einer Familienfeier zu einem Zwischenfall kommt, eröffnet Alice Oma ihr, dass sie eine Hexe ist und Alice ebenfalls eine sei. Da ihre Oma allerdings nichts mit Magie zu tun haben will, steht Alice mit diesen gewaltigen Neuigkeiten und den zahlreichen Warnungen ihrer Oma, ziemlich allein da. Zum Glück lernt sie kurz darauf Luna kennen. Diese zerstreut Alice Zweifel und bietet ihr an, sie zu unterrichten. Alice lässt sich begeistert darauf ein und malt sich ein wunderbares neues Leben aus. Doch je mehr sie sich der Magie hingibt, desto schwieriger wird ihr normales Leben. Freundschaften zerbrechen, sie muss ihre Eltern und Familie belügen und es fällt ihr immer schwerer, die Kontrolle über alles zu behalten. Mehr und mehr erkennt sie, dass sie längst in einem Netz aus Lügen und Intrigen verstrickt ist und sie nicht mehr weiß, wem sie eigentlich trauen kann. Selbst an ihrem eigenen Verstand zweifelt sie. Ob es noch einen Ausweg für sie gibt? "Hexenrot" von Maria Röhreich hat mich zuerst durch sein wunderbares Cover neugierig gemacht. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war klar, dass ich genauer wissen will, wie es Alice mit ihrem Hexendasein ergehen wird. Den Anfang des Buches mochte ich sehr und hatte sehr schnell ein ziemlich genaues Bild von Alice vor Augen. Dass sie die Warnungen ihrer Oma nicht beherzigt, kann ich gut verstehen. Erst lässt ihre Oma so eine Bombe platzen und dann gibt sie ihr kaum eine Erklärung und verweigert jedes Gespräch. Kein Wunder, dass Alice neugierig ist und nicht einfach mit ihrem Leben weitermacht wie bisher. Wer könnte das schon?! Dazu kommt noch, dass sie erst 16 ist. Daher ist es für Luna auch ein Leichtes, Alice einzuwickeln und ihr Vertrauen zu gewinnen. Ihr Alter musste ich mir allerdings auch immer wieder vor Augen führen, denn mehr als einmal habe ich mich unwillkürlich gefragt, wie man so vertrauensselig und naiv sein kann. Auch wenn mir der Anfang gut gefiel, irgendwann in der ersten Hälfte des Buches hat mich die Geschichte ein wenig verloren und ich hatte das Gefühl, dass alles ein wenig auf der Stelle trat. Nach diesem Durchhänger im Mittelteil wurde es dann zum Glück noch einmal richtig spannend und es gab die ein oder andere unvorhersehbare Wendung. Neben Alice mochte ich vor allem Darkness, insbesondere, da ich ihre Motivation nie einschätzen konnte und sie mich bis zum Schluss immer wieder überrascht hat. Für mich war sie die komplexeste Figur. Insgesamt ist "Hexenrot" ein etwas anderes und spannendes Buch über eine junge Hexe auf der Suche nach ihrem Platz im Leben und in der Welt der Magie. Auch für die Romantik hat die Autorin gesorgt. Sie schafft es ganz wunderbar, eine Liebesgeschichte in die Handlung einzubinden und ein stimmiges Ganzes zu erschaffen.

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Ich war noch nie bei einem Krimidinner (auch wenn sich das in Kürze ändern wird), aber ich habe das ein oder andere Mal davon gehört. Da ich nicht nur neugierig bin, was mich Mitte des Monats erwarten wird, sondern glücklicherweise auch einen Mann habe, der alles probiert, war das Grund genug, zumindest dem kulinarischen Teil schon einmal vorab auf den Zahn zu fühlen. Das Buch beinhaltet 13 erprobte 4-Gänge-Menüs ganz unterschiedlicher Art. Von einfach bis ausgefallen, von süß bis herzhaft ist alles dabei. Da es in der letzten Zeit bei uns keinen Anlass für ein mehrgängiges Menü gab, habe ich mich an einzelnen Teilen verschiedener Menüs probiert. Als erstes gab es Feldsalat in Kartoffel-Dressing mit Speck, Croutons und warmen Champignons. Das klang gut und nicht allzu anspruchsvoll. Es war leicht der Anleitung zu folgen, auch wenn mich das Dressing etwas verwirrt hat. Ich habe mich exakt an die Mengenangaben gehalten (sofern das bei 2 große Kartoffeln, gekocht und gepellt , S.83, möglich ist). Das Ergebnis erinnerte mich von der Konsistenz her allerdings eher an Kartoffelpürree als an ein Dressing, das ich darüber gießen (S.83) soll beziehungsweise kann. Ich habe es also verdünnt, es hat immer noch fantastisch geschmeckt. Erst später ging mir auf, dass es vielleicht tatsächlich so steif sein soll und dass die vermeintlichen Herzoginkartoffeln, die auf dem Bild des Salats zu sehen sind, vermutlich eher kleine, aufgespritzte Portionen des Dressings sind. Ein Wort dazu wäre im Text zumindest für mich hilfreich gewesen, aber der Salat war sehr lecker und es gab ihn inzwischen bereits ein zweites Mal. Das nächste getestete Gericht war die Lachscremesuppe mit Lachsstreifen. Auch dieses Ergebnis hat uns sehr gut geschmeckt. Die nächsten Gerichte, die wir testen werden, sind auch schon markiert und die Anleitungen dazu gelesen. Wie schon erwähnt, sind sie leicht zu befolgen, allerdings hätten mich teils genauere Angaben gefreut. Für die Lachscremsuppe wird zum Beispiel 1 kleine Fenchelknolle, fein gewürfelt (S. 37) benötigt. Gerade bei so geschmacksintensiven Zutaten sind mir eindeutige Grammangaben lieber. Neben den Menüs finden sich in dem Kochbuch auch Textpassagen aus der Chronik der Ashtonburrys, der Familie, um die sich die Krimis drehen. Dazu gibt es einen Leitfaden zur Tischsitte (S.17) sowie eine kurze Abhandlung über Absinth, denn traditionell beginnt jedes Original KRIMIDINNER® mit dem Absinth-Ritual. Die Texte sind kurzweilig und mit einer guten Prise Humor gewürzt. Auch die Aufmachung des Buches gefällt mir sehr. Die schwarzen Seiten mit weißer Schrift wirken edel und die Fotografien sind gut gewählt. Mein Fazit: Ein wunderbares Kochbuch, bei dem nicht nur das Nachkochen und Essen Spaß macht.

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Die beiden Brüder Phillip und Ben liegen eines Abends wach und überlegen, ob Menschen eigentlich die Sprache der Tiere verstehen können. Doch wie sollen sie das herausfinden? Um der Sache auf den Grund zu gehen, machen die beiden am nächsten Morgen mit ihrem Hund Aris einen langen Spaziergang zu einer dreihundert Jahre alten Eiche, die mitten im Wald steht. Während der achtjährige Ben direkt auf die Eiche klettert, zögert Phillip noch. Doch als erst Ben und dann auch Aris verschwinden, liegt es an ihm, die beiden wiederzufinden. Dass er dabei jedoch in der geheimnisvollen Welt von Miracula landet, damit hätte er nie gerechnet. Der magische Wald, in dem er ankommt, ist düster und wirkt nicht gerade einladend. Leider ist es nicht so einfach, die beiden zu finden und schnell wieder nach Hause zu kommen, denn Silva, der magische Wald, wird von einer dunklen Macht bedroht und die Brüder setzen alles daran, dem Wald und seinen Bewohnern zu helfen. "SILVA - Der magische Wald" ist der erste Band der Miracula-Reihe von Kristin Loras. In insgesamt acht Bänden erleben Phillip und Ben Abenteuer in der verborgenen Welt und meistern immer neue Herausforderungen. Als die Bücher hier eintrafen, konnte ich es kaum erwarten mit dem ersten Band zu beginnen, denn zum einen hatte mich bereits vorab die Buchbeschreibung neugierig gemacht, zum anderen sind die Bücher wunderschön aufgemacht. Zahlreiche zauberhafte Illustrationen, die die Autorin selbst geschaffen hat, zieren das Buch und machen es zu etwas ganz Besonderem. Ich habe die Geschichte meinem sechsjährigen Sohn vorgelesen und wir haben beide gespannt Ben und Phillips Abenteuer miterlebt. Die Geschwister sind zwei ganz normale Jungs, die sich mal mehr, mal weniger streiten und bei Weitem nicht immer einer Meinung sind. Doch die Sache mit der Sprache der Tiere fasziniert beide gleichermaßen. Ob sie neben der Entdeckung Miraculas allerdings auch dieses Rätsel lösen, werde ich euch an dieser Stelle jedoch nicht verraten. Kein Geheimnis ist es aber, dass die knapp 200 Seiten wie im Fluge vorbei waren und wir nach Silva bereits andere Teile Miraculas erkunden. Die Sprache ist kindgerecht und die Bücher eignen sich sowohl zum Vorlesen für jüngere Kinder, als auch zum Selberlesen für Kinder ab etwa 8-9 Jahren. Es gibt viele kurze Absätze, die ungeübteren Lesern die Lektüre sicher erleichtern. Zudem lockern die bereits erwähnten Illustrationen zusätzlich auf. Mein Fazit: Zum Glück sind wir auf diese wunderbare Reihe gestoßen. Band 1 hat uns begeistert und wir freuen uns sehr, dass noch einige Bände vor uns liegen und wir uns nicht so schnell von Ben und Phillip verabschieden müssen.

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Alle Jahre wieder dürfen wir uns in der Weihnachtszeit nicht nur über Plätzchenduft, diverse Nikolausfeiern und Weihnachtsmärkte freuen, auch zahlreiche Krippenspiele erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Dieses Jahr habe ich zwar bislang kein Krippenspiel gesehen, doch ich habe eines gelesen: "Krippenspiel" von Rudolf Borchardt, herausgegeben von Gunilla Eschenbach. Ich weiß nicht, was ich von diesem etwa 100 Jahre alten Klassiker eigentlich erwartet habe, aber ich war auf jeden Fall überrascht von dem Text, obwohl er durchaus die allseits bekannte Geschichte erzählt. Maria ist eine selbstbewusste und resolute Frau, die ziemlich direkt ist und sich auch nicht scheut, den drei Königen ins Wort zu fallen: "Maria: O König du und da der welcher Herr Kasper oder auch Herr Melcher Ich sag euch dieses Wort führwahr: Mein Kindlein schien mir wunderbar, Eh ihr es mir bezeugt jetzunder, Und euch alleine scheint es Wunder." (S. 25) Josef ist da weit weniger selbstbewusst und die Hirten haben mich ebenfalls erstaunt. Mit seiner veränderten Personenkonstellation, schafft es Rudolf Borchardt der Weihnachtsgeschichte eine neue Seite hinzuzufügen, die zwar der Altbekannten nicht widerspricht, aber dennoch völlig anders wirkt. Das Krippenspiel an sich ist recht kurz, den zweiten Teil des liebevoll gestalteten Büchleins aus dem Claudius Verlag nehmen Gunilla Eschenbachs Erläuterungen zum Text ein. Doch keine Sorge: ihr Text ist informativ, er hilft das Krippenspiel und seine Entstehung einzuordnen, aber es ist kein trockener Lehrtext. Er ist genauso spannend und interessant zu lesen, wie Borchardts Text. Ebenso wie das Cover, zieren auch das Innere des Büchleins zauberhafte Scherenschnitte, die zum einen den Text spiegeln, und zum anderen das Buch auch optisch zu einem wahren Schatz machen. Für mich ein wunderbares (Geschenk-)Büchlein mit einer sehr eigenen und dadurch sehr reizvollen Version der Weihnachtsgeschichte - perfekt für die Adventszeit.

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Der Plan: Am Samstgabend heimlich das Ninjago Pop-up Buch als Überraschung in das Zimmer des Sohnes legen, um am Sonntag auszuschlafen, während er damit spielt. Fehler eins: Das Buch in Geschenkpapier einpacken. Fehler zwei: Die Möglichkeiten des Buches unterschätzen. So stand der Sohnemann in aller Herrgottsfrühe im Schlafzimmer, um zu fragen, ob er das Geschenk auspacken dürfe und wenig später tönte es aus dem Kinderzimmer beständig "Ninja-gooo", "HILFE!" und Ähnliches¿ So viel zum wenig glorreichen Plan, aber das Buch war und ist ein voller Erfolg. Das großformatige Buch bietet wunderbare Spielmöglichkeiten. Es lässt sich eine Panorama-Landschaft ausklappen, die auf der einen Seite einen Ausschnitt aus Ninjago-City darstellt, auf der Rückseite ist eine weitläufige Parklandschaft zu entdecken. Insbesondere die Stadt-Seite ist voller liebevoller Details. Die Dächer lassen sich herunterklappen, so dass darauf sogar Figuren stehen können. Die perfekte Vorlage für ein actionreiches Spiel. Beide Panoramaseiten sind farbenfroh und mir gefällt, dass beide Szenen so unterschiedlich sind. Durch die beiden mitgelieferten Lego-Figuren (Lloyd und Lord Garmadon) kann direkt losgespielt werden. Die 4 zusammenhängenden, ausklappbaren Seiten haben jeweils eine Breite von ca. 23 cm, so dass sich bei uns zum Spielen ein Panorama von etwa 70-75 cm ergibt. Etwas unpraktisch für unterwegs, aber ansonsten viel Raum zum Spielen. Neben den Pop-up-Seiten gibt es alternativ noch eine weitere Landschaft zum Ausklappen, wodurch eine Art flacher Spielmatte entsteht. Abgerundet werden diese beiden Spielmöglichkeiten durch eine 8-seitige, reich bebilderte Geschichte mit einem offenen Ende, die bestens geeignet ist, sie im eigenen Spiel fortzuführen. Mir gefällt das Pop-up Buch insgesamt sehr gut und mein Sohn ist sowieso restlos begeistert. Wer also einen kleinen (großen) Ninjago-Fan zu Hause hat und vielleicht noch auf der Suche nach einem Geschenk ist, der kann mit dem Buch nichts falsch machen.

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Die Proben für die Premiere des Freilicht-Theaters am Greifensee sind in vollem Gange. Die Hauptrolle ist mit Arielle Bergmann besetzt, einer jungen und attraktiven Frau, die zwar kaum schauspielerisches Talent hat, aber dennoch die Vorverkaufszahlen in die Höhe treibt. Als Influencerin hat sie viele Fans, die sich täglich über ihre Posts von den Proben freuen und kaum erwarten können, sie live zu sehen. Doch kurz vor der Premiere stürzt Arielle in den Tod. Ein Unfall, wie es scheint. So recht kann Kommissar Meyer allerdings nicht daran glauben, auch wenn alles darauf hindeutet. Doch wer profitiert von Arielles Tod? Nachdem mich Gabriela Kasperski bereits mit "Besondere Umstände" restlos begeistert hat, war klar, dass ich auch den neuen Fall für Kommissar Werner Meier und Zita Schnyder lese. Dieses Mal entführt uns die Autorin in die Welt des Theaters. Nach Außen hin eine schöne Welt, doch hinter den Kulissen geht es mitunter wenig harmonisch zu. Intrigen, Korruption und Enttäuschungen jeder Art gehören ebenso zum Tagesgeschäft, wie Schmeicheleien und Gewalt. Bald stecken sowohl Meyer als auch seine Lebensgefährtin Zita Schnyder mitten in den Ermittlungen. Werner Meyer in seiner Funktion als Kommissar und Zita auf Grund privater Verwicklungen. Der Krimi beginnt spannend und ich habe mich sehr über das Wiedersehen mit den beiden Protagonisten gefreut. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass der Krimi nach dem gelungenen Beginn eine Weile nur so dahinplätscherte und kaum Spannung aufkam. Viele Verwicklungen und Figuren tauchten auf, doch manche Szenen haben auch im Rückblick immer noch keine wirkliche Bedeutung für den Fall. Erst ab der Mitte des Buches hatte mich das Geschehen richtig gepackt und ich habe fleißig meine eigenen Theorien gesponnen. Geschickt hat Gabriela Kasperski aktuelle Themen in ihren Krimi einfließen lassen. Bei den Machenschaften der Produktionsfirma der Festspiele gibt es so einige Parallelen zur [*]MeToo Bewegung, die Welt des Social Media wird berührt und auch das Thema Gleichstellung und Chancengleichheit ist gekonnt eingebunden. Trotz des für mich etwas zähen Beginns, hat mich "Nachtblau der See" letztendlich durch seine Komplexität und die aktuellen Themen überzeugen können. Zita Schnyder und Werner Meier sind ein großartiges Ermittlerpaar und ich hoffe, dass es bald ein Wiedersehen mit ihnen geben wird.

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