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Alle Rezensionen von leseratte1310

Seite 1 / 156
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David ist ein verschlossener Typ, der sich schon sehr lange mit Selbstzweifeln und Depressionen plagt. Er lässt niemanden an sich herankommen und Frauen schüchtern ihn ein. Selbst zu seinen Arbeitskollegen hat er keinen Kontakt, da er sich selbst ausschließt. Nur zu seiner Oma hat er eine innige Beziehung. Als er dann die schockierende Diagnose "Krebs" erhält, beschließt David, keine Chemotherapie über sich ergehen zu lassen und sich endlich aus dem deprimierenden Leben zu verabschieden. Doch zuvor will er sich noch einen Traum erfüllen. Er reist nach New York. Dort begegnet er gleich der lebensfrohen, impulsiven Coco. Sie überrollt ihn förmlich und macht für ihn den Fremdenführer. Er kann in ihrer Begleitung gar nicht anders, als aus sich herauszukommen. Das Buch lässt sich sehr gut lesen. Die Gedanken und Gefühle von David sind dabei gut nachvollziehbar. Er ist ein einsamer Mensch, der sich meist selbst im Weg steht. Eine Therapie hätte wohl helfen können, aber dazu muss man sich entscheiden und ein solches Angebot annehmen. Coco ist ein wenig verrückt. Sie lässt sich durch Davids Art nicht abschrecken. So gelingt es ihr, an ihn heranzukommen und er kann sich etwas öffnen. Gegensätzlicher könnten die beiden nicht sein und trotzdem kommen sie zusammen. Eigentlich ist das Gefühlsleben der Protagonisten gut beschrieben, aber mir kamen sie nicht richtig nahe. Doch das liegt vielleicht auch an mir, da ich mich mit Depressionen etwas schwertue, obwohl ich weiß, dass es jeden treffen kann. Mir hat die Geschichte dennoch gefallen. Das Ende ist schlüssig. Trotzdem hatte ich gehofft, dass David dieses kleine Glück nicht länger genießen durfte. Eine tragische Geschichte.

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Emma hat einen gutartigen Tumor im Gehirn, sie nennt ihn ihren "Untermieter". Damit kann sie leben, aber mit den Kontrollen im MRT hat sie Probleme. Wieder einmal ist sie zu einem Kontrolltermin unterwegs. Da begegnet sie Tim. Sie verstehen sich gut und sie schildert ihm ihre Probleme. Er wartet auf sie, als sie nach der Untersuchung aus der Klinik kommt. Sie machen einen Spaziergang, den beide genießen. Dabei reden sie über vieles, aber nicht über ihre Krankheiten. Am Ende verabreden sie sich zum nächsten Kontrolltermin. Emma freut sich auf die erneute Begegnung und es trifft sie sehr, als am Treffpunkt ein fremder Mann auf sie wartet. Er hat einen Auftrag von Tim und bittet sie, mit ihm zu kommen. Es ist eine wundervolle kleine Geschichte. Obwohl der Hintergrund ein ernster ist, ist der Schreibstil auch humorvoll. Wir lernen Emmas Gedanken kennen, erfahren wie sie sich Mut macht und wir ihr Leben verläuft. Aber man kann auch ihre Ängste spüren. Von tim erfahren wir zunächst gar nicht viel. Er ist sympathisch und schon das erste Gespräch tut Emma gut. Er ist nicht ohne Grund bei der Klinik, aber das ist kein Thema. Sie verabreden sich zum nächsten Kontrolltermin in einem halben Jahr und haben in der Zwischenzeit keinen Kontakt - und doch ist der andere stets präsent. Ich kann Emmas Unverständnis verstehen, als das Tims Freund Daniel auf sie wartet. Ich will nicht zu viel verraten, kann nur sagen, dass die Geschichte sehr lesenswert ist. Das Ende ist wunderbar passend.

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Jeder betrachtet Faye und Jack Adelheim als das perfekte Paar, nicht nur privat, sondern auch geschäftlich. Sie verkehren mit den Reichen und Schönen und sind von Luxus umgeben. Ihr Unternehmen Compare läuft erfolgreich, aber Faye bleibt daheim bei ihrer Tochter Julienne, weil es Jack so will. Doch das alles ist nur der schöne Schein nach außen. Fayes Selbstsicherheit ist gespielt. Sie tut alles, um Jack zu gefallen; sie stellt sich dumm und macht sich klein. Aber Jack verachtet sie und das zeigt er auch. Von dem Charme, den er in der Öffentlichkeit zur Schau trägt, bleibt zu Hause nichts übrig. Ihre Freundin Chris Nydahl versucht ihr die Augen zu öffnen, doch Faye findet immer wieder Entschuldigungen für Jack. Erst als sie ihn mit einer anderen Frau im Bett erwischt, kommen Zweifel bei ihr auf. Dann kommt Jack auch noch von einem Ausflug mit Tochter Julienne alleine zurück. Im Apartment finden sich Blutspuren. Die Polizei hat Jack im Verdacht, seine eigene Tochter umgebracht zu haben. Dieser Thriller hat mich von Anfang an gepackt, denn er entwickelt sich ganz anders, als zunächst angenommen. Es ist ein raffinierter Plot, den Camilla Läckberg mit ihrem ersten Psychothriller vorlegt. Die Charaktere sind sehr gut und facettenreich dargestellt. Faye hat die Schatten aus der Vergangenheit hinter sich gelassen und ist in Stockholm ein neuer Mensch geworden. Sie ist intelligent und unterstützt Jack beim Aufbau der Firma. Doch dann beginnen die Veränderungen, nicht nur bei Jack, sondern auch bei ihr. Sie macht es Jack ziemlich leicht, sich zu einem solch eiskalten Fiesling zu entwickeln, da sie es ihm immer recht machen will. Doch dann besinnt sie sich auf die Frau, die sie einmal war. Es gibt Wendungen, die ich niemals so erwartet hätte, die aber sehr zur Spannung und zum stimmigen Ende beitragen. Ein interessanter und spannender Psycho-Thriller, der für fesselnde Lesestunden gesorgt hat.

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Das Finanzamt des Kreises Wittmund meldet einen ihrer Mitarbeiter als vermisst. Der äußerst pflichtbewusste Helge Beckmann ist nicht zu einem wichtigen Termin erschienen und auch seine Vermieterin hat sich schon gewundert, dass er nicht vom Joggen zurückgekommen ist. Die Kommissare Bert Linnig und Nina Jürgens von der Kripo Wittmund übernehmen diesen Fall. Der Wagen des Vermissten steht offen im Wittmunder Wald. Es gibt Blutspuren und Reifenabdrücke, die auf einen Kleintransporter hindeuten, mit dem das Opfer weggeschafft wurde. Ein paar Tage später wird ein weiterer Beamter vermisst, der gerade seinen Urlaub in der Gegend verbrachte. Die Polizei stellt schnell fest, dass Beckmann genau wie der Kollege aus Frankfurt ganz besonders eifrig war bei den Steuerprüfungen. Das hat so mancher Firma schwer zu schaffen gemacht. Verdächtige gibt es also genügend. Die Ermittlungen kommen nicht wirklich von der Stelle. Doch dann bemerkt Bert etwas Verdächtiges. Eigentlich ist Ostfriesland sehr schön, um Urlaub zu machen. Doch immer wieder gibt es dort Kriminalfälle, die so gar nicht in diese Idylle passen. Dies ist jetzt bereits der siebte Band in dem die Kommissare Bert Linnig und Nina Jürgens mit ihren Kollegen von der Kripo Wittmund ermitteln. Der Schreibstil ist sehr gut und flüssig zu lesen und recht kurze Kapitel sorgen mit dafür, dass es spannend ist. Bert und Nina sind sympathische und sehr fähige Ermittler. Obwohl Nina bei einem der letzten Fälle Schweres durchmachen musste, hat sie sich nicht unterkriegen lassen und ist immer noch gerne Polizistin. Sie und Bert wollen zusammenziehen, doch scheint das Schicksal ihnen gerne ein paar Steine vor die Füße zu werfen. Mir sind die Kollegen aus Wittmund inzwischen ans Herz gewachsen. Alle geben ihr Bestes, um die Vermissten zu finden. Manchmal ist auch Geduld gefragt und in einem solchen Fall ist das für die Ermittler sehr schwierig. Auch diese Ostfriesland-Krimi war wieder sehr spannend.

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Die Kriminalpsychologin Holly Wakefield hat sich auf Serienmörder spezialisiert. Als es einen brutalen Mordfall gibt, zieht Detective Inspector Bishop von der Met Police Holly hinzu. Am Fundort zeigt sich ein schreckliches Bild. Der Täter hat Dr. Jonathan Wright und seine Frau Evelyn brutal misshandelt und sie auf eine besondere Weise drapiert. Holly ist entsetzt, denn sie sieht das nicht zum ersten Mal. Sie weiß, dass ein Serienmörder zugeschlagen hat - und er wird weitermachen. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen und hat mich vom ersten Moment an gepackt. Der Spannungsbogen ist gut gesetzt. DI Bishop wäre nicht zuständig gewesen, wenn er nicht noch mit einem Kollegen gequatscht hätte, sondern gleich nach Hause gegangen wäre. Holly Wakefield wurde auch nur gerufen, weil der zuständige Profiler genauso wenig verfügbar war, wie die Stellvertreterin. So ermitteln Bishop und Wakefield gemeinsam. Sie versuchen sich in den Täter hineinzudenken. Doch Holly kämpft noch mit den Dämonen der Vergangenheit, die sie immer geheim gehalten hat. Aber nun muss sie sich dem stellen und sie befasst sich besonders intensiv mit dieser Sache. Aber auch Bishop hat sein Päckchen zu tragen. Wenn er ein Fall bearbeitet, dann will er ihn auch zu einem zufriedenstellenden Abschluss bringen. Die Charaktere sind interessant gezeichnet. Der Autor erspart einem nichts, denn er beschreibt recht detailliert, was die Ermittler am Fundort sehen und der Täter geht sehr brutal vor. Da ein Serientäter am Werk ist, wird es ein Wettlauf mit der Zeit. Dennoch ist auch die Polizeiarbeit gut dargestellt. Bishop und Wakefield geben ein tolles Team ab. Der Einblick in die Abgründe des Täters sind erschreckend. Die Spannung steigert sich im Laufe der Zeit immer mehr und das Ende konnte mich sogar überraschen. Ein toller und spannender Thriller. Gerne mehr mit diesem Ermittlerteam.

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Ambrosius Salas Radlbeck war der Stress, dem er in München als Broker ausgesetzt war, zu viel. Auf Anraten seines Arztes hat er sich eine Auszeit genommen, mindestens ein halbes Jahr, vielleicht länger. Er will die Zeit auf Lanzarote verbringen. Seine Eltern waren vor fast fünfzig Jahren auf der Insel. Es war ihr erster und einziger Urlaub und er will auf ihren Spuren wandern. Doch das Leben verläuft oft anders als geplant. Erst spricht ihn ein Unbekannter im Hotel mit Victor an und überschüttet ihn mit Vorwürfen. Etwas später wird Salas verhaftet, da man ihn des Mordes verdächtigt. Nach neun Tagen Untersuchungshaft kann sein Anwalt Señor Suárez ein Alibi nachweisen. Doch schon bald wird er wieder verhaftet. Ein weiterer Toter wird in den Salinas de Janubio ermordet aufgefunden. Doch Salas hat sich nie dort aufgehalten. Merkwürdigerweise ist aber seine DNA am Fundort. Das Buch startet mit einem Prolog, der einem nahegeht. Der Schreibstil ist gut zu lesen und die Örtlichkeiten sind sehr atmosphärisch beschrieben. Allerdings ahnte ich schon beim Auftauchen der DNA am Fundort in den Salinen in welche Richtung die Lösung gehen wird. Die Charaktere sind alle gut dargestellt. Mir war Salas gleich sympathisch. Sein Job war im so wichtig, dass sogar seine Beziehung zu Dora darunter gelitten hat. Statt Hochzeit gab es die Trennung, was letztendlich auch der Auslöser für seinen Zusammenbruch war. Nur zu seinem Halbbruder Bruno hat er eine enge Verbindung. Dieser ist eigentlich Pater im Kloster Benediktbeuern in der Nähe von München, aber schon etwas länger in einer Mission in Nigeria. Auf ihn kann sich Salas auch in seiner schwierigen Situation verlassen. Aber auch die Fotografin Maria ist mir gleich sympathisch gewesen und sie macht auch auf Salas mächtig Eindruck. Der Krimi ist spannend, auch wenn ich recht bald ahnte, wer der Mörder war. Dennoch gab es noch einiges herauszufinden und das Ende macht neugierig darauf, wie es mit Salas weitergeht. Ein spannender Krimi mit toller Lanzarote-Atmosphäre.

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Während in der Paulskirche in Frankfurt 1848 die Nationalversammlung tagt, plagt sich der Verleger Joseph Rütten mit Geldsorgen. Er verspricht sich viel von der Revolution und möchte mit seinem Geschäftspartner Dr. Zacharias Löwenthal durch den Druck von entsprechenden Texten zur politischen Entwicklung beitragen. Doch Zensur und fehlende finanzielle Mittel bereiten Schwierigkeiten. Zudem ist Rütten in die Witwe Wilhelmine Pfaff verliebt. Als Delegierte ermordet werden, gerät Wilhelmines Freundin Henriette Zobel unter Verdacht. In dieser Geschichte dreht sich alle um die Literarische Anstalt und ihre Besitzer Joseph Rütten und Dr. Zacharias Löwenthal. Aus dieser Anstalt ist später der Verlag Rütten & Loening geworden. Dieses packende Buch lässt sich angenehm lesen und es beschreibt sehr gut, wie die Menschen zur Zeit der Nationalversammlung lebten, was sie bewegte und was sie erhofften. Die Charaktere sind sehr authentische beschrieben, so dass ich mich gut in sie hineinversetzen konnte. Für mich ist Wilhelmine Pfaff die stärkte Persönlichkeit in diesem Roman. Als ihr Mann stirbt, erbt sie die verschuldete Druckerei und betreibt diese weiter. Obwohl sie das nicht gewollt hat und es eigentlich undenkbar für eine Frau jener Zeit ist. Doch ihre beste Freundin Henriette Zobel unterstützt sie. Sie druckt revolutionären Werken für ihre Nachbarn Rütten und Löwenthal. Mit Politik hat Wilhelmine nicht viel am Hut, im Gegensatz zu ihrer rebellischen Freundin, die überall ihre Meinung kundtut. Dass Joseph Rütten Gefühle für sie hegt, bemerkt Wilhelmine nicht, denn sie trauert noch. Ines Thorn hat hier wieder einmal einen wundervollen historischen Roman geschrieben, der uns das bewegte Zeitgeschehen gut vermittelt und gleichzeitig interessante Persönlichkeiten vorstellt. Es ist eine gelungene Kombination aus historisch Belegtem und Fiktion. Ich kann dieses tolle Buch nur empfehlen.

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Frieda liegt in ihrem Bett und kann nicht einschlafen. Etwas fehlt - sie hat noch nicht gegähnt. Aber um einschlafen zu können, muss sie gähnen. Also macht sie sich auf die Suche nach dem Gähnen. Sie fragt die Tiere, ob die ihr Gähnen gesehen haben. Aber niemand hatte das Gähnen gesehen, außerdem waren die Tiere müde und gähnten selbst ausgiebig. Dann dehnt Frieda ihre Suche aus und macht sich auf eine Reise rund um die Welt und bis zum Mond. Nirgendwo konnte sie ihr Gähnen finden. Daher geht es zurück nach Hause. Was sie da wohl findet? Das Buch ist wunderschön. Das große Format gefällt mir gut und der Schreibstil ist einfach toll. Dazu passen die kindgerechten Illustrationen ganz wunderbar. Sie laden zum Entdecken ein. Die Geschichte ist auch sehr schön und bereitet sowohl den Kleinen als auch den Großen Spaß. Ein schönes Gutenacht-Buch, das ich nur empfehlen kann. Gutes Gähnen!

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Agnes Martin muss das Waisenhaus im Elsass verlassen, da sie volljährig wird. Pfarrer Wieland hat ihr jedoch eine Stelle in Hamburg bei der Pfarrerswitwe Tilly Bevenkamp besorgt. In Hamburg ist alles etwas anders, als es sich Agnes vorgestellt hat. Aber sie lässt sich nicht unterkriegen. Dann bricht die Cholera aus. Mit einer Kinderschar aus dem Hamburger Waisenhaus und Tilly macht sich Agnes auf nach Kleenshoop an der Ostseeküste, wo das Elternhaus von Tilly steht. Doch die Kate ist klein und Tilly weigert sich, sie zu betreten. Auch die Dörfler verhalten sich ein wenig merkwürdig. Begegnungen am Strand sorgen für eine Geschäftsidee und eine Menge Herausforderungen. Agnes aber packt die Chancen, wenn sie sich anbieten. Das Buch lässt sich sehr schön lesen. Auch wenn man ahnt, wie die Geschichte ausgeht, so ist sie doch sehr unterhaltsam. Die Charaktere sind alle gut dargestellt, auch wenn mir die Kinderschar ein wenig zu kurz kam, denn schließlich wollte Agnes ja die Kinder vor der Cholera retten. Agnes ist eine junge Frau, die sich nicht unterkriegen lässt. Schwierigkeiten sind dafür da, dass sie beiseite geräumt werden. Sie liebt es, in der Küche zu stehen und Köstlichkeiten zu zaubern. Dabei ist sie auch sehr kreativ, wenn es um die Beschaffung der Zutaten dafür geht. Sie hat Mitgefühl für andere, lässt aber jedem seinen Freiraum. Dass Tilly etwas Schlimmes erlebt hat, wird Agnes schnell klar, doch sie dringt nicht in Tilly ein. Ihre Begegnung mit Frieda, löst in der verhuschten Frau etwas aus, und ich war verblüfft, als Frieda eine Idee Wirklichkeit werden lässt und sich damit einen Traum erfüllt. Rund um Tillys Kate, die zig Jahre leer stand, ist plötzlich viel Leben. Aber es gibt noch eine ganze Reihe anderer Personen, die mir wirklich gut gefallen haben. Immer wieder läuft Agnes auch Benjamin von Reiker über den Weg. Seiner Familie gehört ein leerstehendes Herrenhaus, dass eine wunderbar eingerichtete Küche hat, die so geeignet wäre für Agnes` Küchenkreationen. Doch Benjamins Vater hat andere Pläne. Eine schöne und unterhaltsame Geschichte.

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Die fast dreißigjährige Luca ist vor fünf Jahren aus dem sauerländischen Ronnbach nach Berlin gezogen. Sie fühlt sich dort wohl. Dann will ihre Mutter Marion sie besuchen, aber sie kommt nicht an. Das Auto der Mutter stand auf einer Brücke bei Ronnbach, aber Marion ist einfach verschwunden. Oma Grete, mit der Marion zusammenlebte, ist besorgt. Also macht sich Luca auf ins Sauerland. Luca verbindet mit ihrem Heimatort nicht gerade glückliche Gefühle. Ihre Großmutter und ihre Mutter hatten ein schwieriges Verhältnis. Diese Geschichte dreht sich um Menschen, die entwurzelt wurden, als man ihnen ihre Heimat nahm, um eine Talsperre zu bauen. Wie sich Menschen fühlen, wenn sie alles aufgeben müssen, was seit langer Zeit im Besitz der Familie ist, was ihnen Heimat ist, das wissen wir in NRW rund um den Braunkohletagebau zur Genüge. Wie oft habe ich gehört, nur nicht darüber nachdenken, einfach weitermachen, sonst verzweifelt man. In den neuen Orten wohnen die ehemaligen Nachbarn und einige neue Bewohner, doch trotzdem sind die Dörfer seelenlos. Die Geschichte der Frauen geht zurück bis in die fünfziger Jahre, als der Ort geflutet wurde. Die Charaktere sind gut und authentisch ausgearbeitet, sie haben Ecken und Kanten und sind sehr menschlich. Dazu kommt ein gutes Stück der Sauerländer Mentalität. Erst jetzt, als sich Luca auf die Suche nach ihrer Mutter macht, versteht sie Marion und Grete besser. All die Jahre war da etwas präsent, aber es wurde geschwiegen. Daher war es für Luca auch nie fassbar. Nun aber begreift sie so nach und nach und das nimmt sogar Einfluss auf ihr eigenes Leben. Es ist eine spannende Geschichte über Verluste und traumatische Erlebnisse, über Heimat und Identitätssuche. Sie hat mich von Anfang an in den Bann gezogen. Am Ende klärt sich Vieles, aber nicht alle Fragen werden beantwortet. Ein fesselndes Familiendrama. Ich kann das Buch nur empfehlen.

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