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Alle Rezensionen von leseratte1310

Seite 1 / 93
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Im Jahre 1947 leben in Madrid drei Frauen zusammen, die viel miteinander verbindet. Da ist zunächst einmal die verwandtschaftliche Beziehung, denn es handelt sich um Margarita Serrano Garciá, deren Tochter Valentina und die Enkelin Olivia. Aber auch ihre Lebenseinstellung und ihr Schicksal verbindet sie. Sie leben ihr Leben ohne Männer, was im katholischen Spanien zu jener Zeit fast schon anrüchig ist. Dies ist mein erstes Buch von Katja Maybach, aber es wird sicherlich nicht das letzte sein, denn mir die Erzählweise der Autorin gut gefallen. Ihre bildhafte Sprache hat mich wundervoll die spanische Atmosphäre in Madrid spüren lassen. Margarita wurde von ihrer Familie verstoßen, als sie schwanger wurde. Der Vater ihres Kindes hatte längst die Hochzeit mit einer anderen geplant. Sie kam bei ihrer Tante Leonora in Madrid unter und musste ihre Tochter Valentina alleine aufziehen. Obwohl sie die Verachtung der Menschen gespürt hat, hat sie sich durchgebissen. Auch Valentina hat es nicht einfach, sie liebt einen Deutschen, der sie verlässt um zu heiraten. Außerdem wird in ihrem Job gegen sie integriert. Olivia ist Tänzerin und nutzt ihre Berühmtheit, um gegen die Corrida zu kämpfen; dennoch verliebt sich ausgerechnet in einen Stierkämpfer. Im Spanien der Franco-Diktatur ist das Leben nicht leicht. Die ständige Beobachtung von Francos Geheimpolizei schafft eine bedrückende Atmosphäre. Nie kann man sich sicher sein, ob man nicht in ihre Fänge gerät. Die Regeln machen es den Frauen schwer, selbstbestimmt zu leben, denn das Sagen haben immer nur die Männer. Doch Margarita, Valentina und Olivia nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand und gehen ihren Weg, auch wenn ihnen der Wind permanent ins Gesicht bläst. Sie wachsen mit den Widerständen, die ihnen das Leben schwer machen. Dabei müssen sie so einige Schicksalsschläge hinnehmen. Mir haben diese selbstbewussten und kämpferischen Frauen gut gefallen und ich habe mit ihnen gefühlt und gelitten. Eine fesselndes und sehr emotionales Buch, das ich sehr empfehlen kann.

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Ich hatte bisher noch kein Buch von Nina George gelesen und muss sagen, dass ich von der poetischen Sprache begeistert bin. Die Pariser Verhaltensbiologin Claire spürt eine zunehmende Unzufriedenheit mit ihrem Leben. Sie ist mit Gilles verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn namens Nicolas. Doch Claire fehlt etwas, das sie selbst nicht genau benennen kann, obwohl sie von Berufs wegen die Fachfrau ist. Gilles und sie versuchen Abstand zu wahren und beide sind nicht glücklich mit der Situation. Dann bringt Nicolas seine Freundin Julie mit und es wird etwas in Bewegung gesetzt, dessen Folgen nicht abzusehen sind. Sie beschließen, gemeinsam den Sommer in Claires Haus an der bretonischen Küste zu verbringen. Julie ist jung und hat ihren Weg im Leben noch nicht gefunden. Sie wünscht sich, auf der Bühne zu stehen und zu singen und hat doch nicht den Mut dazu. Als sie Claire begegnet, ist sie fasziniert von dieser interessanten und selbstbewussten Frau. Wie könnte sie auch ahnen, dass Claire sich in Wirklichkeit verloren hat. Zwischendurch erfahren wir immer mehr von Claires Leben, die schon als Kind große Verantwortung in ihrer Familie übernommen hat. Später dann wurde sie viel zu früh Mutter und hat sich selbst nicht entdecken können. Gilles ist Komponist und Claire sorgt mit ihrem sicheren Einkommen dafür, dass es an nichts mangelt. Sie hat also immer funktioniert und ihre Sehnsüchte nicht hochkommen lassen. Dieser Sommer verändert das Leben dieser Personen. Das Meer hilft dabei, zu ergründen, was man wirklich vom Leben will. Claire und Julie kommen sich näher und entwickeln Gefühle füreinander. Eine sehr sinnliche Geschichte über Sehnsüchte und das Sich-Finden, die nachdenklich stimmt.

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Während Commissaire Le Floch in der Pariser Oper ein Auge auf Adelaide, die Tochter des Königs hat, kommt er eine Nachricht, die für Unruhe sorgt. Der älteste Sohn des Comte de Ruissec wurde tot aufgefunden. Alles sieht nach Selbstmord aus, denn die Pistole liegt neben dem Toten und ein Abschiedsbrief. Le Floch entdeckt am Tatort einige Merkwürdigkeiten. Der Vater will nicht, dass der Selbstmord bekannt wird. Aber die Mutter hat Zweifel und bittet um ein heimliches Treffen mit Le Floch in einem Kloster. Dort kommt auch sie zu Tode. Ich kannte Le Floch noch nicht, aber nun ist der Vorgängerband "Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel" gleich mal auf meine Wunschliste gewandert, denn dieses Buch war sehr interessant und spannend. Le Floch möchte die Sache aufklären, aber das wird ihm nicht leicht gemacht. Selbstmord ist in jener Zeit ein schreckliches Vergehen, so dass die Familie einen Selbstmord vertuschen will. Aber ist es wirklich Selbstmord? Auch wenn einiges darauf hindeutet, hat Le Floch Zweifel. Von seinem Vorgesetzten erhält er keine Unterstützung. Einmischungen und Intrigen behindern die Ermittlungen auch noch. Das hinter Le Floch aber nicht, sondern bestärkt ihn noch in seinen Bemühungen. Unterstützt wird er von Wachtmeister Bourdeau. Der Autor Jean-François Parot führt uns in ein Paris der Kontraste, Prunk und Reichtum auf der einen Seite, auf der anderen Seite grauenhafte Armut. Alles ist sehr atmosphärisch dargestellt, so dass man sich in die andere Zeit versetzt fühlt. Auch in der Sprache spielt sich das wieder. Ich lese sehr gerne historische Krimis und bin immer wieder überrascht, wie die Ermittler mit einfachen Mitteln, aber viel Verstand trotzdem Täter überführen. Die Geschichte verläuft ziemlich ruhig, aber der Fall ist undurchsichtig und dadurch packend. Mir hat dieser historische Krimi sehr gut gefallen und ich kann ihn nur empfehlen.

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Meret lernt in Kenia den interessanten Lorenz kennen. Sie ist rettungslos verliebt und hat das Gefühl, dass Lorenz die Liebe ihres Lebens ist und dass sie mit ihm eine Zukunft hat. Doch Lorenz will keine festen Bindungen. Er mag sein unstetes Leben als Dokumentarfilmer. Daher kann er sich auch leichten Herzens trennen, als Meret nach Deutschland zurückfliegt. Sie ist aber am Boden zerstört. Wie kann er sie so leicht wieder gehen lassen? Hat er nicht die gleichen tiefen Gefühle wie sie verspürt? Aber es gibt noch einmal ein Glück für sie. Sie lernt den Juristen Johannes kennen, auf den sie sich verlassen kann und der ihr das gibt, was sie sich von einer Beziehung erwartet. Doch dann erhält sie einen Anruf von Lorenz¿ Dieses Buch lässt sich sehr flüssig lesen. Die Handlungsorte sind gut und bildhaft dargestellt, so dass man sich alles gut vorstellen konnte. Meret ist eine sympathische junge Frau, trotzdem habe ich sie nicht verstehen können. Bei Lorenz spürt sie die ganz großen Gefühle und geht gleich davon aus, dass es bei ihm nicht anders sein kann. Bei Johannes bekommt sie dann genau das, was sie sich von einer Beziehung erwartet. Aber immer schwirrt in Ihren Gedanken Lorenz herum, so dass sie sich nicht richtig auf Johannes einlassen kann. Daher konnte ich ihr weiteres Handeln nicht so ganz verstehen. Somit kam sie mir auch nicht wirklich nahe. Lorenz ist ein ichbezogener rücksichtsloser Mensch und ich habe mich oft gefragt, warum Meret sich immer wieder von ihm einwickeln ließ. Meret ist immer zwischen Lorenz und Johannes hin- und her gerissen. Wird sie sich irgendwann entscheiden können, mit wem sie ihr Leben verbringen will? Ein Roman über große Gefühle, der mich aber nicht so packen konnte, wie ich es erwartet hatte. Trotz fühlte ich mich gut unterhalten.

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Eric Marchand ist Krimiautor, allerdings läuft es im Moment nicht so richtig, denn er hat eine Schreibblockade. Er erhofft sich, dass dies durch ein anderes Umfeld behoben wird. Beim Durchstöbern der Hinterlassenschaften seiner Mutter entdeckt er, dass sein Wurzeln wohl in Korsika liegen. Also macht er sich auf, um Inspirationen für sein Buch zu bekommen und um das Familiengeheimnis zu ergründen. Doch auf Korsika gibt es auch die Mafia und Blutfehde ist immer noch ein Thema. Daher wird es für ihn gefährlich, als er unbequeme Fragen stellt. Der Schreibstil ist sehr gut zu lesen und die Insel Korsika mir ihrer imposanten und rauen Bergwelt ist sehr bildhaft beschrieben, so dass ich mir alles gut vorstellen konnte. Die Kultur und Traditionen der Korsen sind auch ausreichend beschrieben. Dabei geht es nicht nur um die Mafia und Blutfehde, sondern auch die Verstorbenen nehmen immer ihren Platz unter den Lebenden ein. Eric ist ein sympathischer Mensch, der neugierig und manchmal sogar ein wenig leichtsinnig ist. Als er einen Unfall hat, begegnet er der jungen Laurine, die zwar kein Arzt ist, aber viel von der Behandlung aller möglichen Wehwehchen versteht. Eric merkt zwar, dass es hilft, nimmt aber den korsischen Aberglauben nicht ganz ernst. Chefinspektor Mahmoud Clément ist noch nicht so lange bei der Police Nationale Ajaccio. Als ein örtlicher Politiker ums Leben kommt, hat er es bei den Ermittlungen als Nicht-Korse gar nicht einfach, denn die Einheimischen halten zusammen, auch wenn sie noch so verfeindet sind. War es ein Unfall oder Mord? Er geht ungewöhnliche Wege, um sie Sache aufzuklären. Auch wenn dieser Kriminalfall etwas ins Hintertreffen gerät gegenüber Erics Ermittlungen in eigener Sache, so hat mir dieses Buch doch gut gefallen. Ein gelungener und spannender Krimi mit tollen und interessanten Charakteren und einer ganz besonderen Atmosphäre.

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Kim ist bei ihrer Großmutter auf Groix aufgewachsen, da ihre eigene Mutter bei der Geburt gestorben ist. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt. Auf der Insel betreibt Kim mit ihrem freund Clovis einen Zeitschriftenhandel. Dann ist die Großmutter eines Morgens nicht da und Kim erhält eine Nachricht, dass ihre Großmutter in der Schweiz ist, um ihr Leben dort zu beenden. Das muss Kim erst einmal verarbeiten. Sie verlässt die Insel und nimmt einen Job als Betreuerin von Madame Gilonne Kerjeant an der Côte dAzur an. Aber dann erfährt Kim, dass Come nicht Gilonnes Sohn sein kann, da dieser vor Jahren gestorben ist. Wer ist also dieser angebliche Sohn von Gilonne? Kim beginnt Nachforschungen anzustellen. Neben diesem Erzählstrang wird noch von einem kleinen Jungen berichtet, der von seiner Mutter nicht geliebt wird, da er seinem Vater ähnlichsieht. Dann miterleben musste, wie der Vater auf die Mutter schießt. Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen, auch wenn ich die Geschichte lange Zeit sehr verwirrend fand. Erst zum Schluss verbinden sich die Erzählstränge und es klärt sich alles. Madame Gilonne Kerjeant war als Schauspielerin berühmt. Inzwischen ist sie etwas dement und lebt in einer exklusiven Seniorenresidenz. Auch wenn ihr Leben nicht immer gradlinig verlaufen ist, so blieb sie doch lebensfroh und hat ihr Leben nach ihren Vorstellungen gelebt. Zu Kim hat sie Vertrauen, weil Kim wie sie selbst rote Haare hat. Come ist ein liebenswürdiger Mensch, der sich rührend um Gilonne kümmert. Alle Charaktere sind gut und vielschichtig beschrieben. Das Leben ist nicht immer leicht, aber es ist bunt und man sollte es jeden Augenblick auskosten. Es ist eine interessante und berührende Geschichte über das Altern, die Liebe und die Freundschaft. Mir hat der Roman gut gefallen.

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Die junge Alma Schindler ist schön, was ihr viele Verehrer beschert. Sie ist die Tochter des berühmten Malers Emil Jakob Schindler. In ihrem Elternhaus gehen viele Künstler ein und aus. Das hat sie geprägt, sie ist jung, verwöhnt und eigensinnig. Alma verdreht den Männern den Kopf und genießt die Bewunderung. Sie liebt das Klavierspiel und komponiert auch. Als ihr Vater stirbt, heiratet die Mutter bald wieder. Doch Alma und ihr Stiefvater Carl Moll haben Probleme miteinander. Zunächst zieht es sie zu Gustav Klimt hin. Aber der will sie nicht heiraten. Später trifft sie Gustav Mahler. Er ist fast zwanzig Jahre älter als sie und betet sie an. Sie ist überzeugt, dass Mahler der Richtige für sie ist, denn er verwöhnt sie. Sie wird seine Muse. Gemeinsam mit ihm Musik zu machen, das ist ihr Traum. Doch dieser Traum zerplatzt, denn in dieser Ehe ist kein Platz für zwei Künstler. Mahler verlangt von Alma, dass sie sich ihm und seinen Bedürfnissen unterordnet. Sie muss die Musik für ihn aufgeben. Sie stimmt zu, aber es ist nicht das, was sie gewollt hat. Auch beim Lebensstandard gibt es herbe Einschnitte, den Mahler ist verschuldet und das Geld stets knapp. Alles geht nur noch um Mahlers Belange. Als die Lage für Juden in Wien schwieriger wird, reist der konvertierte Jude Mahler nach New York und arbeitet monatelang an der Met. Alma begleitet ihn und lässt die Kinder in Wien zurück. Ich hatte mit Alma meine Probleme. Ihre Flatterhaftigkeit kann man ihr zunächst aufgrund des Alters nachsehen. Aber warum es sie immer zu wesentlich älteren Männern hinzieht, habe ich nicht verstanden. Sie sucht Vaterfiguren und ordnet sich den Männern unter, dabei sind ihre Wünsche und Träume doch eher die von eigenem künstlerischen Schaffen und Freiheit. Ich hätte sie oft schütteln mögen, wenn sie abgestumpft alles über sich ergehen lässt. Zum Glück kommt sie irgendwann zur Besinnung. Mahler selbst hat sich verhalten, wie man es den Männern jener Zeit gewohnt war. Die Frau gehört an den Herd und hat die Familie zu versorgen und sich ansonsten dem Mann unterzuordnen. Obwohl der Schreibstil sich angenehm lesen lässt, gab es zwischendurch eine Phase, die mich nicht mehr gepackt hat, da es ziemlich eintönig wurde. Ansonsten hat mir die Geschichte gefallen. Die Atmosphäre in Wien war sehr gut eingefangen. Ein interessantes Buch über die Familie des Musiker Gustav Mahler.

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Agneta hat sich weit weg von ihrer Familie in Stockholm ein Leben aufgebaut, das frei ist von den Konventionen, die ihrer adligen Familie wichtig sind. Doch dann ruft ein Telegramm sie nach Hause, denn es gab einen Brand und ihr Vater ist dabei umgekommen. Sie muss ein Erbe antreten, welches sie nicht gewollt hat. Ich mag den Schreibstil von Corina Bomann. Auch dieses Buch der Autorin ist wieder sehr angenehm zu lesen. Ich mochte die Protagonistin von Anfang an, denn sie will ein selbstbestimmtes Leben führen und schert sich nicht, was andere darüber denken. In Stockholm studiert sie Kunst, engagiert sich als Suffragette und genießt ihre Liebe zu Michael. Doch dann lässt sie das alles hinter sich, weil sie sich der Familie verpflichtet fühlt. Sie verlässt ihr bisheriges Leben, das ihr so viel bedeutet hat, und übernimmt die Führung des Gutes. Aber das Leben neben ihrer hartherzigen, kalten Mutter ist nicht leicht. Unterstützt wird sie auf dem Gut vom Verwalter Max, in den sie sich verliebt. Doch der ist plötzlich verschwunden, gerade als sie ihn nötig braucht. Alle Charaktere sind sehr individuell und authentisch beschrieben. Auch die Örtlichkeiten konnte ich mir gut vorstellen, wenn mir auch ein wenig Skandinavien-Feeling gefehlt hat. Agneta ist eine starke Frau, die zwischen ihren Wünschen und den Verpflichtungen steht. Eigentlich enttäuscht es mich ein wenig, dass sie ihr unabhängiges Leben so einfach aufgibt. Aber es kommen ja noch zwei Folgebände und ich bin schon sehr gespannt, wie es mit Agneta weitergeht. Mir hat dieser historische Roman über eine starke Frau gut gefallen.

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Die achtzehnjährige Maria Norberg, genannt Maja, steht vor Gericht, weil sie an einem Gymnasium geschossen und Menschen getötet haben soll. Unter den Opfern sind ihre beste Freundin Amanda, ihr Freund Sebastian und der Lehrer Christer. Maja war beliebt an ihrer Schule. Was hat sie dazu getrieben, dieses Blutbad zu verursachen? Ist sie überhaupt die Mörderin? Es geht gleich heftig los und man erfährt, was in der Schule passiert ist. Der Schreibstil ist einfach und gut zu lesen. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Maja erzählt. Man erfährt, wie der Prozess abläuft und wie ihr Leben im Gefängnis ist. Alles ist sehr emotionslos und nicht chronologisch beschrieben. Obwohl eigentlich von Anfang an alles klar ist, gibt es doch immer wieder Überraschungen und man zweifelt, ob es wirklich alles so klar ist. Vieles aber war auch für mich nicht nachvollziehbar. Maja kommt aus einer wohlhabenden Familie. Sie ist eine gute Schülerin und war beliebt bei allen. Was ist geschehen, dass dieses Mädchen zu der am meisten gehassten Person Schwedens wurde? Für mich ist Maja nicht zu durchschauen. Ihre emotionslose Art hat mich nicht dazu gebracht, mit ihr zu fühlen. Immer mehr Puzzleteile werden aufgedeckt und man erfährt, warum es schieflief. Aber ist das, was vorher geschehen ist, eine Entschuldigung? Hätte man die Tat verhindern können? Auch die anderen Charaktere sind mit all ihren Facetten gut dargestellt. Obschon die Erzählweise ungewöhnlich war, konnte mich die Geschichte nicht wirklich fesseln.

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Kurz bevor Alexander Rosenberg seinen geplanten Urlaub antreten kann, bekommt er noch einen Vermisstenfall auf den Tisch. Eine junge Malerin namens Vera Schwarze ist verschwunden. Alexander findet heraus, dass sie nach Marokko geflogen ist und vermutet sie im Harem des Waffenhändlers Oman Mokthari. Kurzerhand bucht er seinen Urlaub um und fliegt mit seiner Verlobten Susa nach Marokko. Dies ist der zweite Fall um das Berliner Polizisten-Duo Alexander Rosenberg und Kathleen Neubauer. Auch wenn ich den Vorgängerband nicht kannte, so konnte ich mich doch problemlos in die Geschichte hineinfinden. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit aus dem Umfeld der Autorin. Obwohl sich dieser Krimi sehr gut lesen lässt und die Atmosphäre in Marokko interessant und authentisch dargestellt ist, so konnte mich dieses Buch doch nicht so ganz überzeugen. Vera Schwarze war mir einfach zu naiv. Sie sitzt in einem Café in Marokko und ist fasziniert von einem Fremden am Nebentisch. Auf seinen Wunsch gibt sie ihm ihre Visitenkarte. Als es später in Berlin zu Problemen mit ihrem Freund Martin kommt und sie ein Flugticket nach Fés (one way) in der Post hat, bricht sie bedenkenlos auf, um sich in dieses Abenteuer zu stürzen. Sie landet in einem märchenhaften Palast, wird bedient und ist mit diesem Traummann zusammen. Doch dann muss sie feststellen, dass sie in einem Harem ist und nicht mehr über sich selbst bestimmen kann. Auch dass deutsche Polizisten so problemlos in einem so fremden Land ermitteln können, erscheint mir nicht ganz realistisch. Dass Alexander seinen Urlaub für Ermittlungen nutzen will, erscheint mir ein wenig übereifrig. Er will nicht nur den Vermisstenfall klären, sondern auch noch seine Beziehung zu Susa stabilisieren. Susa ist nicht sehr erfreut, dass ihr Verlobter eigenmächtig die Reise nach Marokko gebucht hat. Kathleen hat ihre Scheidung noch nicht ganz verwunden. Sie ist mit einem Fall beschäftigt, der ausgerechnet mit einem marokkanischen Familienclan zu tun hat. Mir hat Alexanders eigenwillige Nachbarin Frau Wolf besonders gut gefallen. Die Berliner Ermittler handeln auch ziemlich blauäugig, denn sie unterschätzen die Gefährlichkeit ihrer Gegner, die international operieren. Dadurch geraten sie selbst in Gefahr. Ein spannender, aber nicht ganz überzeugender Krimi in orientalischer Atmosphäre.

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