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Alle Rezensionen von Anett Heincke

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"Angebissen" von Christian Gailus hat 177 Seiten auf meinem Reader, die Kapitel sind mit Tag 1 bis Tag 4 überschrieben. Für den allgemein unbeliebten Polizeichef von Timmendorfer Strand begann der Tag nicht gut. Er wurde tot aufgefunden mit grässlichen Verletzungen, die auf einen Haiangriff hindeuten. Auch für den Polizeipräsidenten Sachtleben begann der Tag nicht gut, er war dort im Urlaub, als er an den Tatort gerufen wurde. Und das nur, weil es für die Polizei vor Ort auch kein guter Tag war, sie hatten nach einer Feier alle eine Lebensmittelvergiftung. Noch schlimmer begann der Tag für den hamburger Hauptkommissar Jan Kempff. Er wollte mit seiner Frau auf die Malediven fliegen, um dort ihren 25. Hochzeitstag zu feiern. Stattdessen verlässt sie ihn ganz plötzlich, er wird an den Timmendorfer Strand zitiert, vergisst eine Fahrkarte für den Zug zu kaufen und muss Strafe zahlen. Und eine Standpauke von seiner Mutter muss er sich auch noch anhören. Die Situation vor Ort ist auch urkomisch. Da wird die Leiche zwischen den Lebensmitteln in der Kühlkammer eines Hotels gelagert werden. Da Kempff auf keine andere kollegiale Unterstützung hoffen kann, wird Martin Becker, der Neue aus der Cypercrime-Abteilung, dazu verdonnert. Der stellt sich als immer flirtend und ziemlich pfiffig heraus und ist eine große Hilfe. Die Charaktere der Personen sind sehr gut dargestellt. Der geizige Sachtleben geht nicht gerade als Vorbild voran bei der Ermittlungsarbeit, das weiß er selber aber nicht. Er meint, der Polizeipräsident hat immer Recht. Außerdem hat er immer ein Auge auf die Frauen geworfen, teilweise ist er sogar etwas sexistisch. Kempff dagegen hat keinen leichten Stand, schon nach kurzer Zeit wusste der ganze Ort, wer er ist, was ihm aber auch keine Vorteile brachte. Die Leute waren eher unhöflich, haben ihn abgezockt und bedroht. Ich glaube, er wird dort nie Urlaub machen, ist ja eh der Nordsee-Fan. Und Kempff¿s Mutter ist auch eine Wucht, alter Hippie und so gar nicht mütterlich. Auch die Örtlichkeiten sind gut beschrieben. Die Seeschlösschenbrücke mit dem Restaurant ist ja wirklich schön und im Buch gut beschrieben, habe gleich mal gegoogelt. Es ist ein tolles, sehr humorvolles, unterhaltsames, kurzweiliges Buch, was mir sehr gut gefallen hat. Das Cover ist ebenfalls ganz toll, passend zu Urlaub, Meer und Tod.

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"Schneewittchensarg" von Roman Voosen und Kerstin Signe Danielsson, vom Verlag Kiepenheuer & Witsch, ist ein ebook mit 515 Seiten. Das Buch ist in mehrere Abschnitte mit Kapiteln eingeteilt. Die Abschnitte sind jeweils mit Ort und Datum versehen. Die Geschichte spielt in verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten. Es ist der 7. Teil dieser Serie. Im Schwedischen Glasmuseum wird ein Skelett in einem gläsernen Sarg gefunden. Gunnar Gustavsson, Vorstandsvorsitzender der Gustavsson Glas AB, behauptet, dass es die Überreste seiner Frau Berit sind. Diese ist vor fast fünfzig Jahren während der Brautentführung mit ihrem Adoptivbruder Herbert verschwunden. Schon damals und auch heute noch hielt sich der Verdacht, dass Herbert etwas mit Berit¿s Verschwinden zu tun hatte. Berit kam aus einer anderen Glasmacherfamilie und die Betriebe wollten fusionieren. Gleich zu Beginn der Ermittlungen durch Kommissarin Stina Forss und Hauptkommissarin Ingrid Nyström gibt es in alten Unterlagen Hinweise, dass Gustavsson¿s rührende Liebesgeschichte nicht ganz stimmen kann. Je tiefer sie in der Vergangenheit wühlen, umso rätselhafter wird der Fall. Die Zusammenarbeit der beiden Polizistinnen ist nicht einfach und das Verhältnis ziemlich unterkühlt. Das liegt hauptsächlich daran, dass Nyström¿s Schwiegertochter ermordet wurde und das eigentliche Ziel vermutlich Forss sein sollte. Alle leiden darunter, dass der Täter immer noch nicht gefunden wurde. Auch Forss hat ihre Vergangenheit noch lange nicht aufgearbeitet. Sie hat viele Jahre bei der Mordkommission in Berlin gearbeitet und in Schweden ist sie eine Heldin, damit hat sie sich einige Feinde gemacht. Durch die unterschiedlichen Jahre, in denen das die Geschichte spielt, kann man auch das frühere Geschehen gut nachvollziehen. Man lernt Berit in jungen Jahren, auch durch ihre Tagebucheinträge, kennen, ebenso Gunnar und das Verhältnis der beiden konkurrierenden Glasfabriken. Durch den guten Schreibstil ist das Buch flüssig zu lesen. Da der recht alte Fall nun aufgearbeitet werden muss, ziehen sich die Ermittlungen relativ in die Länge. Spannend war für mich der Beginn mit dem Fund des Skeletts und der Schluss, der gar nichts mehr mit der eigentlichen Handlung zu tun hatte. Es ist ein recht kompaktes Buch mit sehr vielen Protagonisten, die man nicht immer gleich zuordnen oder sich merken kann und vielen Nebenschauplätzen. Außer der Hauptgeschichte gab es noch Nebengeschichten, die mit dem aktuellen Fall nichts zu tun hatten, sehr viel Raum in dem Buch einnahmen und trotzdem nur in Andeutungen zum Tragen kamen. Jedenfalls für mich, da ich die Vorgängerbücher nicht kenne. Es wurde einiges über den Tod von Nyström¿s Schwiegertochter spekuliert, bei dem Forss wahrscheinlich auch versehentlich involviert war, die zum Schluss in Lebensgefahr gerät und nebenbei wird einfach mal so der Mord an Olof Palme vielleicht aufgeklärt. Das alles war mir zu viel. Das Cover hat mir sehr gut gefallen. Der düstere See passt zur Geschichte.

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"Schwabenschmerz" von Matthias Ernst ist ein ebook mit 265 Seiten, die in Kapitel mit Wochentagen, Datum und Zeit überschrieben sind. Es ist in der Ich-Perspektive von Inge Vill geschrieben und ist der 4. Fall für Inge. Als der tote Anton Gruibinger gefunden wird, beginnen für Inge Vill und ihre Kollegen die Ermittlungen. Allerdings muss ihr Team auf Order des Vorgesetzten Rudolf Heckenberger mit dem Mitbewerber Merk für die neu zu vergebende Dezernatsleiterstelle als Hospitant zusammenarbeiten, der auch ein Konkurrent für Inge ist. Bei allen stößt das Verhalten Heckenberger`s auf Unverständnis, der damit eine unmögliche Wettbewerbssituation geschaffen hat und Unruhe in das Team bringt. Zu allem Übel präsentiert Merk fast im Alleingang einen Verdächtigen gleich am ersten Tag. Für Inge ist diese Wettbewerbssituation nicht einfach, vor allem, weil sie nach ihrer Auszeit ihre Probleme aus einem vorherigen Fall eben erst in den Griff bekommen hat. Aber nun schlagen die Panikattacken wieder zu. Wie gut, dass ihre Kollegen hinter ihr stehen. Dann muss sie sich auch noch Sorgen um ihre Mutter machen. Alles in Allem also ein übler erster Tag im neuen Fall. Auch am nächsten Tag scheint der Rivale immer einen Schritt voraus zu sein bei den Ermittlungen. Ständig präsentiert er neue Verdächtige und ist wütend, wenn nicht alles passt. Inge und ihr Kollege Ralf arbeiten inzwischen nach einem anderen Ermittlungsansatz und prüfen Gruibinger¿s Vergangenheit. Dabei kommt Erstaunliches ans Licht. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es war von Beginn an spannend und zum Schluss nahm alles ein rasantes und überraschendes Ende. Es ist eine abgeschlossene Geschichte, sodass man die Vorgängerbücher nicht unbedingt gelesen haben muss. Es wär aber sicher lohnenswert. Inge`s Vergangenheit wird nur ab und zu kurz angeschnitten, man weiß aber nicht, was wirklich passiert ist. Auch der schwäbische Dialekt kommt nicht zu kurz, was sehr erfrischend ist und gut verständlich. Die Charaktere waren sehr unterschiedlich. Inge und ihre Kollegen fand ich sehr sympathisch. Ralf ist sehr ungestüm und ungeduldig. Er lässt seine Freundin und Kollegin Larissa spüren, dass er nicht damit einverstanden ist, dass sie mit Merk zusammenarbeiten muss. Dabei kann sie gar nichts dafür. Und Merk ist ein ewiger Besserwisser, unkollegial und eher nicht teamfähig, er übergeht teilweise die direkten Vorgesetzten, um seinen Willen durchzusetzen. So einen will man nicht im Team haben. Staatsanwalt Fink mag ich auch, er steht hinter seinen Mitarbeitern und unterstützt sie. Außerdem scheint es zwischen ihm und Inge gehörig zu funken. Mal sehen, wie sich das in der Fortsetzung weiter entwickelt. Auch das Cover mit Blick auf einen kleinen Marktplatz gefällt mir sehr gut. Es ist recht farbenfroh und trotzdem wirkt es mit dem dunklen Himmel düster.

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"Mörderisches Lavandou" von Remy Eyssen, Ullstein-Verlag, ist ein Taschenbuch mit 493 Seiten, die in 88 Kapitel eingeteilt sind. Es ist der 5. Fall für Leon Ritter. In Le Lavandou wird eine junge Frau ermordet und höchst auffällig drapiert. Für die Polizei beginnen die Ermittlungen. Mit dabei ist die Psychologin Dr. Claire Leblanc. Eigentlich soll sie in der Polizeidirektion die Zusammenarbeit und Kommunikation verbessern. Leon aber findet sie recht geheimnisvoll. Schnell sind Verdächtige gefunden und Commandant Zerna präsentiert seinen Erfolg wie immer sehr medienwirksam. Als Leon seine Zweifel äußert, wird er, wie immer, nicht ernst genommen, sodass er selbst ermittelt und sogar zum Verdächtigen wird. In diesem Buch trifft man viele alte Bekannte aus den Vorgängerbüchern wieder. Neben dem Polizeichef Zerna, der immer noch unerträglich ist, den ungeduldigen und ungehobelten Leutnant Didier, den sympathischen Leutnant Momo ebenso wie Leon`s Lebensgefährtin Capitaine Isabell mit ihrer Tochter und die Freunde aus Leons Umfeld. Leon schafft es mit seiner ruhigen, besonnenen Art, immer geduldig gegenüber Zerna und den anderen zu sein, die seine Zweifel nicht anerkennen wollen. Er lässt sich nicht provozieren und glaubt an seine Fakten. Persönlich gerät er in diesem Buch in eine Falle, die seine Beziehung zu Isabell belastet. Die Charaktere sind ausführlich, aber nicht langatmig oder zu viel, beschrieben. Und auch die Orte der Provence kann man sich bildlich vorstellten. Der Schreibstil ist sehr gut, die Kapitel waren relativ kurz, sodass das Buch zügig zu lesen war. Der Spannungsbogen baute sich langsam auf und war gegen Ende kaum noch zu übertreffen. Das hat mir sehr gut gefallen. Es gibt immer wieder kurze Einschübe aus Sicht des Täters und auch der Opfer, die wirklich grausam zugerichtet sind. Vom Täter hatte ich auch keinen Verdacht, der wurde erst gegen Ende benannt. Das Cover ist sehr schön, obwohl der Himmel recht düster wirkt, verströmt er eine gewisse Wärme. Obwohl es der 5. Teil ist, muss man nicht zwingend die andern Bücher lesen. Es wäre aber gut und lohnenswert. Insgesamt war es wieder ein absoluter Lesegenuss.

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"Mord im Nachbarort" von Rhys Bowen hat 213 Seiten auf meinem Reader, die in 22 Kapitel eingeteilt sind. Der alte Colonel Arbuthnot genießt seinen Aufenthalt in Llanfair in Wales und frönt seinem Hobby, der Archäologie und der Suche nach König Artus` Existenz. In dem Zusammenhang erfährt man bereits etwas über die Gegend und die Legenden. Eines Tages wird er fündig. Doch Hochwürden Davies geht davon aus, dass es sich um Gelert¿s Grab handelt, das Grab eines Heiligen, und nicht wie der Legende nach um ein Hundegrab wie im Nachbarort. Die beiden Ortschaften Llanfair und Beddgelert sind seit Ewigkeiten verfeindet und versuchen sich immer mit irgendetwas zu übertrumpfen. Dann gibt es Tote, Constabler Evan Evans geht von Mord aus und Sergeant Watkins nimmt die Ermittlungen auf. Als ein Dorfbewohner verhaftet wird, ist Evan sehr engagiert, um die Unschuld zu beweisen. Zusammen mit Watkins geben sie ein sehr gutes Team ab, welches auch freundschaftlich verbunden ist. Man lernt viele Leute aus dem Dorf kennen, die alle sehr sympathisch sind. Da ist zum einen Contabler-Evans, der mit seiner ruhigen Art alles im Griff hat, aber in Sachen Frauen doch eher naiv ist, seine Vermieterin ist eine alte Dame, die ihn ständig bekocht und mit ihrer Tochter verkuppeln will, die wie ein gemästeter Truthahn aussieht. Dabei ist er mit der Lehrerin Bronwen befreundet oder auch mehr. Auch Betsy, die Kneipenwirtin, mag ich mit ihrer männerprovozierenden Art sehr. Dann gibt es noch Metzger-Evans, der das Dorf wegen des Grabmals berühmt machen will, aber Touristen hasst. Die Dorfgemeinschaft reicht von konkurrierenden Geistlichen bis hin zu den vielen anderen Evans, die eine eingeschworene Dorfgemeinschaft bilden. Zugezogene wie Annie Pigeon, die nicht einmal walisisch spricht, haben es dort nicht leicht. Der Ort und die Gegend sind sehr liebevoll beschrieben, detaillierte Beschreibungen der Örtlichkeiten und der Charaktere machen die dörfliche Idylle noch anschaulicher. Man lebt dort recht abgeschieden, ohne großartige Technik und alles läuft über Klatsch und Tratsch. Außerdem heißen dort viele Familien Evans, die dann durch den Zusatz des Berufes unterschieden werden. Das Buch ist sehr gut geschrieben, ohne langwierige oder langweilige Szenen, es lässt sich zügig lesen, alles ist schlüssig und nachvollziehbar. Der Humor kam auch nicht zu kurz. Da ich das Vorgängerbuch nicht kenne, weiß ich auch nicht, ob sie die Charaktere oder auch die Schreibweise entwickelt haben. Das Ende jedenfalls war für mich überraschend und schlüssig. Auch das Cover gefällt mir gut, es wirkt etwas düster mit der alten Ruine. Es war ein Vergnügen, dieses Buch zu lesen. Ich fühlte mich immer mitten in der Handlung und habe mit getrauert und mit gelacht.

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"Hüter der Angst" von H.C. Scherf hat 195 Seiten auf meinem Reader, die in 38 Kapitel eingeteilt sind. Zuerst wird Monika Weiser im Wasser gefunden. Es wird zuerst Selbstmord vermutet. Aber ihr Bruder findet das ausgeschlossen, weil seine Schwester Angst vor Wasser hatte. Es werden weitere Tote gefunden, bei denen sich herausstellte, dass ihre Todesart mit ihren Ängsten zusammenhing. Kommissar Peter Liebig nimmt die Ermittlungen auf. Dabei kommt heraus, dass alle Opfer Mitglieder einer Therapiegruppe waren, die von Dr. Ruschtin geleitet wird, der sehr beliebt bei den Teilnehmern ist. Das Buch hat mir gut gefallen, die Handlung war spannend und durch den einfachen Schreibstil zügig lesbar. Trotz allem kamen mir einige Stellen, vorallem die Dialoge, ziemlich gestelzt vor. So redet kein Mensch. Außerdem spricht Liebig seine Praktikantin Rita oft mit "kleines Fräulein" an, was überhaupt nicht geht und vollkommen veraltet ist. Auch streichelt sie über den leichten Bauchansatz ihres Chefs. Das würde auch keine Praktikantin tun. Aber das ist sicher Ansichtssache, wie das alles gemeint ist. Ansonsten sind die beiden ein gutes Team, obwohl Peter in den letzten Jahren eher Einzelkämpfer war. Und Rita spielt eine nicht unerhebliche Rolle in dem Fall. Sie bringt neue Ideen und Sichtweisen ein und ist auch zum Schluss eine große Hilfe. In dem Buch wird gut auf die einzelnen Phobien eingegangen, sodass man sich etwas darunter vorstellten kann.

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"Die Schwarzkünstlerin" von Roman Rausch ist vom Rowohlt Taschenbuch Verlag. Das Buch hat 455 Seiten, die in 32 Kapitel eingeteilt sind. Diese sind in römischen Zahlen dargestellt. Es ist die tragische Lebensgeschichte der Adelstochter Margarete, die mit 16 Jahren um 1500 von ihrem Vater in ein Kloster gesteckt wird, um Gehorsam zu lernen, was aber auch nicht gelang. Sie ist viel zu wissbegierig, um im Kloster zu bleiben und flieht. Sie begegnet Joß Fritz, dem Bundschuh-Anführer. Der steckt sie zu ihrer eigenen Sicherheit in Hosen und nimmt sie mit nach Heidelberg. Weiter lernt sie Magister Sabellius alias Georg Helmstetter kennen. Sie zieht mit ihm unter verschiedenen Namen, u.a. auch als Faust und Faust durch die Lande, erstellt selbst Horoskope und ist von Sabellius Wissen fasziniert. Im Laufe der Jahre kommen ihr immer wieder Zweifel an ihrem Tun, aber er wickelt sie immer wieder ein. Bis es zum großen Unglück kommt. Für diese damalige Zeit ist Margaretes Auftreten ein Skandal, der ihrer Familie wohl peinlich ist. Sie versucht, alle Regeln zu umgehen und ihren Kopf durchzusetzen. In einem gewissen Maße finde ich das auch gut und sehr mutig von ihr. Da sie sehr behütet aufgewachsen ist, sind ihre ersten Gedanken nach der Flucht ein heißes Bad und gutes Essen. Aber sehr schnell lernt sie die harte Realität kennen. Außerdem merkt man wieder einmal, welchen Einfluss die Kirche hat, obwohl sie die schlimmeren Sünder beherbergt. Die Stellen, an denen Margaretes Beichtvater Trithemius auf die Buchdruckerei und die schnelle Verbreitung von falschen Nachrichten schimpft, hat mich stark an die heutige Zeit erinnert. Es ist eine sehr traurige Geschichte, die mich sehr bewegt hat. Margarete musste viel erdulden und viele Verluste ertragen. Was aber für diese Zeit auch vielen anderen Menschen so ging. Aber bei ihr war es hauptsächlich durch Verblendung, falsche Versprechungen und Rache. Das Cover ist sehr schön mit den historischen Motiven, auch ist das Buch recht handlich.

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"Seelengräber" von Jessica Pietschmann hat 75 Seiten auf meinem Reader, die in 20 Kapitel aufgeteilt sind. Diese sind mit Ort und Jahr überschrieben. Das Buch ist in der Ich-Perspektive von Hinnerk Frenssen geschrieben. Es ist die sehr traurige und schreckliche Geschichte von Hinnerk, der seit seiner Kindheit unter seiner Mutter zu leiden hatte und von seinen Mitschülern gehänselt wurde, was sich letztendlich auf sein gesamtes Leben auswirkte. Ausgerechnet er findet 2018 auf Trischen, wo er als Vogelwart arbeitet und endlich Ruhe vor den Menschen hat, eine Leiche. Und schon wird die Polizei wieder auf ihn aufmerksam. Er ist kein unbeschriebenes Blatt, was er bei der Einstellung verheimlicht hatte. Da er sich nie jemandem anvertraut hat, konnte er auch keine professionelle Hilfe bekommen. Leider hat er sich später für den falschen Weg entschieden. Auch durch den einfachen Schreibstil war das Buch sehr zügig zu lesen. Die Geschehnisse wechseln zwischen Büsum 2005 und Trischen 2018 ab. Das Cover passt mit dem düsteren, wogenden Meer auch sehr gut zum Inhalt.

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"Tatort Amper" von Ruth M. Fuchs, Raposa Verlag, hat 175 Seiten auf meinem Reader. Die ehemalige Lehrerin Annamirl findet auf ihrem morgendlichen Spaziergang mit ihren Hunden zwei Tote. Stefan Brunner liegt erschossen auf der Brücke und sein Schwiegervater Ludwig Ellmaier hängt unter der Brücke. Hauptkommissar Auerbach ermittelt. Leider muss er sich auch noch um einen Neuling kümmern. Patrick macht seine Sache aber recht gut, was sich Auerbach eingestehen muss. Patrick ist ein ehemaliger Schüler von Annamirl und fühlt sich in ihrer Gegenwart auch manchmal noch so. Die beiden Toten waren Eigentümer und Juniorchef einer Fliesenfirma. Es stellt sich heraus, dass auch das Firmenvermögen verschwunden ist. Ludwig war ein Egomane, im Betrieb wie auch zu Hause, er wollte immer im Mittelpunkt stehen und bewundert werden. Widerspruch duldete der nicht. Die Charaktere im Buch sind sehr unterschiedlich Auerbach ist ein altmodischer alter Grantler. Frauen ab einem gewissen Alter in bunter Kleidung sind noch schlimmer als Frauen in Jeans, die seine Frau zu seinem Leidwesen neuerdings für sich entdeckt hat. Auch deshalb mag er Annamirl nicht, sie ist noch älter und trägt farbenfrohe Kleidung. Außerdem liest sie viele Krimis und scheint alles besser zu wissen. Auerbach spricht hauptsächlich Dialekt, mit dem ich aber prima klar kam. Allerdings tauchte im Laufe des Buches eine Zeugin auf, mit deren Sprache ich doch so meine Probleme hatte. Umso hilfreicher und lustiger fand ich Auerbach¿s Übersetzungen, da Kollegin Julia es auch nicht verstand. Annamirl ist mir sehr sympathisch. Sie scheint eine rechte Frohnatur zu sein, strahlt den Kommissar immer an und neckt ihn auch noch. Sie spielt meist etwas die Naive und kommt zu manchmal zu mehr Informationen als die Polizei. Nebenbei ist sie eine Freundin der Witwe und mischt sich so ganz unauffällig in die Ermittlungen ein. Und ihre beiden Hunde finde ich total drollig. Der Neuling Patrick ist ein helles Köpfchen und versteht sich dann doch sehr gut mit Annamirl. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Durch den guten Schreibstil war es zügig zu lesen, die Geschichte war nicht blutrünstig, aber trotzdem spannend und auch das Ende war schlüssig. Das Cover passt gut zum Inhalt.

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"Tote Asche" von Patricia Walter hat 282 Seiten auf meinem Reader, die in 79 Kapitel eingeteilt sind. Kurz nach dem Tod ihrer Mutter findet Kira ihre Urne auf ihrem Küchentisch und die Nachricht, dass ihre Mutter nicht ihre Mutter war und Kira es nicht verdient zu leben. In ihrer Panik fährt sie zum Friedhof und findet ein frisches Grab, auf einem Holzkreuz steht ihr Name und ihr Sterbedatum, was in fünf Tagen ist. Als sie die Polizei ruft, findet diese jedoch nichts. Seitdem geht die Geschichte rasend schnell voran. Kira's Leben steht Kopf, sie weiß nicht, was passiert und befürchtet, dass ihre alte Psychose wieder ausgebrochen ist, die sie nach dem Tod ihres Vaters bekam. Damals hat sie schon schlimme Dinge getan. Deshalb erzählt sie auch ihrem Bruder Ben oder ihrem Freund Felix nichts von den jetzigen Geschehnissen. Sie hat Angst, dass sie Schuld ist an diesen schrecklichen Ereignissen, die um sie herum passieren. An ihrem Todestag vertraut sie doch noch jemandem ihr Geheimnis an, der ihr zu helfen scheint. Die Geschehnisse spielen hauptsächlich in der Gegenwart, es gibt aber kurze Szenen zurück zu 2005. Es ist eine sehr rasante und sehr spannende Geschichte mit relativ vielen Akteuren, die ich erst einmal alle in Verdacht hatte. Der richtige war jedoch nicht dabei. Kiras Freund Felix kam mir sehr besitzergreifend vor, ich denke nicht, dass die Beziehung Zukunft gehabt hätte. Manuel habe ich bewundert, er hat sie sehr fürsorglich um seine Patienten gekümmert. Ben erschien mir sehr interessenlos an Kira¿s Problemen, als er endlich davon erfuhr. Das hatte aber auch einen guten Grund. Kira hat mir sehr leidgetan, was sie alles durchmachen musste schon als Kind und dann als Erwachsene wieder. Ihr Bruder war ihr auch keine große Hilfe, er hat gedacht, sie wird wieder "verrückt". Dabei war alles ein abartiger, gut durchdachter Racheplan.

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