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Alle Rezensionen von Janet Borgward

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Der Astrophysiker Doktor Jake Dexter Forrester, wacht in einem OP auf ohne zu wissen, wie er dort hingekommen ist. Kurz darauf führt ihn eine wortkarge Schwester in einen hermetisch abgeriegelten Raum, wo eine aufreizende junge Frau in einem Krankenbett liegend versucht, Jake zu verführen und sich mit ihm zu vereinen. Als Jake stattdessen aggressiv auf diese plumpe Anmache reagiert, weist man ihm kurzerhand eine noch weitaus verführerische Frau zu, bis er sich schließlich in einem ganzen Harem wiederfindet. Was sich anfangs nach einem idealen Männertraum anhört, entpuppt sich nach und nach zu einer Alien Entführungsgeschichte der besonderen Art. Jake gelangt auf einen Planeten, wo Kraken das Sagen haben und Menschen abschätzend als Homiden bezeichnet werden, denen man nicht mehr Grips als einem Tier zutraut. Im Verlauf der Geschichte führt dies zu allerhand witzigen Verwicklungen, doch steckt hinter dieser geschickt gesponnenen Story weitaus mehr. Denn am Ende müssen sich die beiden Spezies im Kampf ums Überleben arrangieren. Ich muss gestehen, dass ich mich zunächst nur schwer auf die Geschichte einlassen konnte. Nachdem das mit dem Männertraum offensichtlich abgehakt war, glaubte ich mich an den Planet der Affen erinnert zu sehen. Aber man muss schon sehr genau zwischen den Zeilen lesen, um die Finesse dahinter zu entdecken. Jake Dexter Forrester, der auf der Erde ein bedeutender Wissenschaftler für Astrophysik darstellte, gilt auf diesem Planeten nichts und muss sich seinen Status neu verdienen. Dabei ist seine eigene Menschengattung oftmals der größere Feind. Die mit 710 eBook-Seiten angelegte Story ist sehr vielschichtig und verstrickt sich manchmal in zu vielen Handlungssträngen. Sehr nervig sind auch die häufigen Sprünge innerhalb der Geschichte. Manchmal endet ein Satz und eine komplett andere Handlung beginnt, ohne das dies durch ein neues Kapitel angezeigt ist. Über leichte Flüchtigkeitsfehler sieht man bei der gewaltigen Lektüre gern hinweg. Das passiert auch den angesagtesten Schriftstellern. Im letzten Drittel nimmt der Plot dann richtig Fahrt auf, manchmal sogar zu viel davon. Dennoch ist dies ein lesenswertes Buch und dem Genre angemessen. Die Ideen sind gut durchdacht, die Schauplätze fantasievoll beschrieben. Selbst das Ende beschließt mit einer guten, unverhofften Lösung. Und nicht zu vergessen das Cover. Es ist wunderschön gestaltet.

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Zum Inhalt Toni Murphy hat die meiste Zeit ihres jungen Lebens im Knast verbracht. Sie wird beschuldigt und verurteilt, ihre jüngere Schwester Nicole gemeinschaftlich mit ihrem Freund Ryan nachts am See erschlagen zu haben. Ihr rebellisches Leben und die sich in letzter Zeit häufenden Streitereien mit ihrer Schwester sowie die Tatsache, zum Todeszeitpunkt völlig stonend gewesen zu sein, lassen sie selbst in den Augen ihrer Eltern als Mörderin dastehen. Die Revisionsanträge des Anwalts werden abgelehnt und schließlich geht den Eltern das Geld aus, ihn weiter zu bezahlen. Für Toni beginnt eine lange Durststrecke im Gefängnis, wo es niemanden interessiert ob sie unschuldig ist. Hier ist jeder schuldig. Meine Meinung Das Buch ist in der Ich-Form geschrieben, was es authentischer macht. Die Story geht unter die Haut, was man hinter dem recht harmlosen Cover nicht vermuten würde. In mehreren Zeitsprüngen - die Zeit vor dem Prozess, während der Einlieferung ins Frauengefängnis, die langen Jahre (17 Jahre!) darin und schließlich ihre Entlassung - wird ihr fortwährender Kampf beschreiben. Ihr Hass und ihre Wut auf alles und jeden. Von Anfang an ist klar, dass Toni keine Chance hat. In einem Kaff bei Vancouver, in dem jeder jeden zu kennen glaubt gibt es kaum eine Möglichkeit zu entkommen. Toni ist ein rebellischer Teenager der davon träumt, endlich die Highschool zu beenden, um mit ihrem Freund Ryan ein gemeinsames Leben führen zu können und allen zu zeigen, wie erwachsen sie ist. Sie fühlt sich unverstanden, von ihrer Mutter kontrolliert und in die Enge getrieben. Sie ist die böse, die sich einfach an keine Regeln halten kann. Ihre sechzehn jährige Schwester Nicole dagegen ist das nette Mädchen. In den Augen der anderen ist sie perfekt, gehorsam, eben das, was sich Eltern wünschen. Sie bringt die guten Noten nach Hause und fährt nicht diesen Konfrontationskurs wie Toni. Dabei ist es gerade sie, die auch ein anderes Gesicht hat, dass niemand kennt. Toni wird seit der 9. Klasse in der Schule von Shauna und ihrer Mädchen Clique gemobbt, weil sie ihr angeblich Ryan ausgespannt hat. Dieser Hass hält über die Jahre an. Shauna provoziert Toni wo sie nur kann, manipuliert sie und andere und verbreitet üble Gerüchte. Sie führt einen psychologischen Rachefeldzug gegen Toni und sagt im Prozess gemeinsam mit ihrer Anhängerschaft gegen Toni aus - der sichere Weg, sie für Jahre von der Bildfläche zu wissen. Im Knast lässt Toni all ihre Frustration heraus. Widersetzt sich den Wärtern und legt sich mit jedem an, egal wie viel Prügel sie einsteckt. Im Kampf ums Überleben wird sie zu dem, was alle von ihr erwarten: Eine Verbrecherin. Die Hoffnungslosigkeit lässt sie hart und unbeugsam werden. Sie traut nichts und niemanden und bricht schließlich alle Kontakte ab, selbst zu Rayn. Dann kommt der Wandel. Sie nimmt an Therapieprogrammen teil und was das Gefängnis sonst noch zu bieten hat. Doch inzwischen hat sie Angst vor dem Leben in Freiheit und ihr wird schnell klar, dass sich nichts geändert hat. Habe lange nicht mehr einen so spannenden Thriller gelesen, hart und schonungslos. Der Titel besagt alles - Schuldig, für immer - und das gilt nicht nur für Toni sondern für ihr gesamtes Umfeld, dass sie verurteilt.

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Inhalt Der 27 jährige Milliardär Christian Grey ist ein erfolgreicher Geschäftsmann und attraktive Erscheinung. Er liebt es, schöne Dinge zu besitzen. Doch sein Leben ist leer und von albtraumhaften Erinnerungen erfüllt, die ihm nachts den Schlaf rauben. Einziges Gegenmittel um die Düsternis in seinem Inneren zu bekämpfen ist es alles und jeden zu kontrollieren. Um seine sexuelle Befriedigung zu finden, unterhält er zu Frauen ausschließlich eine DOSM Beziehung. Sie sind lediglich seine Sklavinnen, ohne emotionale Bindung. Als die ahnungslose Studentin Anastasia Steele für eine Freundin einspringt, um für die Studentenzeitung ein Interview mit Christian Grey zu führen, ist er von ihrer natürlichen Ausstrahlung und Unerfahrenheit fasziniert. Von da an steht für ihn fest: Er muss dieses Mädchen besitzen. Doch, kann sie seinen sexuellen Neigungen gerecht werden? Mehr und mehr verfällt er Ana in dem Bewusstsein, all seine bisherigen Regeln zu brechen und ist stets aufs neue überrascht, wie sie in dieser Dom-Sub Verbindung auf unkonventionelle Weise die Zügel übernimmt. Aber so schnell kann er mit seinem bisherigen Leben und dem Kontrollverlust nicht abschließen. Eine harte Bewährungsprobe für die dominant geprägte Liebesbeziehung. Personen Christian Grey ist ein selbstgefälliger Egomane, der sich an der Unsicherheit der jungen Studentin Ana Steele weidet und glaubt, auch sie kontrollieren zu können. Er spielt mit ihr, übt sein Machtpotential aus. Innerlich ist er eine kranke, kaputte Seele die vor Einsamkeit nachts in die Kissen heulen müsste. Diese Schwäche versucht er mit enormen sportlichem Einsatz zu kompensieren, in dem er joggt bis der Arzt kommt oder die im allgemeinen vertraglich an ihn gebundenen Frauen (Subs) nimmt, wann und wo ihm der Sinn danach steht. Er benutzt sie, weil er es kann und ihm niemand Einhalt gebietet. Bei der sinnlichen doch gänzlich unerfahrenen Ana Steele gerät er jedoch völlig aus dem Konzept. Sie verunsichert ihn. Er weiß nie woran er bei ihr ist und doch erfüllt sie ihm (fast) alle sexuellen Wünsche und gibt ihm darüberhinaus das Gefühl, vielleicht doch kein Monster zu sein. Sie ist Balsam für seine kaputte Seele, Droge und Aufputschmittel aber sie vermag sich ihm einfach nicht zu unterwerfen. Grey, der es gewohnt ist stets die Kontrolle zu behalten gerät durch ihre Anziehungskraft immer mehr aus der Fassung. Es ärgert ihn, dass er dieser Frau geradezu hinterherläuft. Er ist es nicht gewöhnt, um eine Frau werben zu müssen. Stattdessen will er sie besitzen und entsprechend seinen Neigungen zu seiner Sub formen. Anastasia Steele ist unschuldig aber nicht unbedarft, neugierig und humorvoll. Christian ist ihre erste Beziehung - und das mit 21 Jahren, was kaum zu glauben ist. Dennoch geht sie sehr reif und überlegt an diese ungewöhnliche Beziehung heran, während sie eigentlich schreiend weglaufen müsste. Fazit Das Buch - diesmal aus der Sicht von Christian geschrieben, gibt einen guten Einblick in seine dunkle, über die Jahre zerstörte Seele. So ist sein Handeln besser zu verstehen, seine Zerrissenheit. Die teils derbe, harte Sprache unterstreicht dies noch und als Leser erwartet man auch nicht wirklich eine romantische Ausdrucksweise. Doch manchmal ist es echt zu viel. Die Story ist nicht wirklich neu und ehrlich gesagt, wenn dieses Buch als erstes herausgekommen wäre, hätte man sich die drei anderen sparen können. Es ist praktisch eine Überarbeitung und Zusammenfassung, bloß aus anderer Sichtweise geschrieben. Dieser Plot ist eindeutig besser aufgebaut und nicht so langatmig. Ein gutes Psychogramm und wirklich fesselnd. Das Ende läßt hoffen und ist nicht so kitschig.

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Jonas lebt in einer Welt in der nichts dem Zufall überlassen wird. Ein Komitee stellt  strenge Regeln für alle Bürger auf und wacht über deren Einhaltung, wodurch jedem zugleich die Entscheidungsgewalt genommen wird. Berufe werden ihnen zugeteilt, sogar der Wunsch nach einem Partner oder einem Kind  muss beantragt werden. Doch die Menschen scheinen glücklich zu sein. Sie leiden weder Schmerz noch Hunger oder Durst, ihnen mangelt es an nichts. Niemand stellt das System in Frage, das über Jahrhunderte hinweg ausgeklügelt wurde, um die Menschen alle gleich zu halten. Doch als Jonas mit zwölf Jahren dazu bestimmt wird die Nachfolge des bisherigen Hüter der Erinnerungen anzutreten gerät für ihn alles ins Wanken. Auf einmal begreift er, was für eine Bürde ihm damit auferlegt wird, alles Leid der Welt, alle Erinnerungen der Menschen ins sich zu tragen. Denn nur im Vergessen sind die Menschen glücklich. Doch sie haben auch ihre Gefühle vergessen und ihr Urteilsvermögen, Dinge in Frage zu stellen. Ihre Welt ist schwarzweiß geworden, während die von Jonas Farbe annimmt. Er begreift, dass seine bisherige Welt eine einzige große Lüge ist. Als sein Ziehbruder Gabriel als nicht perfektes Mitglied dieses Systems geopfert werden soll, beginnt er umzudenken und ist bereit alles in Kauf zu nehmen für das Gefühl, Liebe und Geborgenheit zurückzubekommen, auch wenn es mit unglaublichen Schmerzen verbunden ist. Hüter der Erinnerung ist ein wunderschönes Jugendbuch. Es macht einem begreiflich, wie wichtig es ist zu fühlen und nie die Sicht für die wesentlichen Dinge im Leben zu verlieren, denn dann ist alles trist und grau, wenn dies auch der einfachere Weg wäre. Obwohl dieses Buch gegenüber anderen Dystopien mal eine kurze Fassung ist, wird alles gesagt und lässt keine Fragen offen. Es regt länger über das übliche Maß hinweg zum Nachdenken an.

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Inhalt Jonas erfüllt sich einen Herzenswunsch indem er an einer Expedition zum Mount Everest teilnimmt. Während des Aufstiegs schweifen seine Gedanken immer wieder in die Vergangenheit und sein bewegtes Leben ab. In Rückblenden wird von seiner Kindheit und seinem Leben als Teenager erzählt. Von seiner alkoholkranken Mutter vernachlässigt, wächst er gemeinsam mit seinem geistig zurückgebliebenen Zwillingsbruder Mike auf und lernt schnell sich im Leben zu behaupten. Einziger Halt bietet ihm sein bester Freund Werner, der am selben Tag geboren wurde wie er. Als die Situation zu Hause bei Jonas eskaliert findet er gemeinsam mit seinem Bruder Mike Zuflucht in Werners Elternhaus und wird sogar von Werners Großvater Picco adoptiert. Fortan führen die Zwillinge in Werners Zuhause ein Leben im Überfluss mit allen Annehmlichkeiten und ohne jegliche Verbote. Ein Paradies? Der Schein trügt und bald lernt Jonas, dass sein Ziehvater Picco mit jedem kurzen Prozess macht, der seine Schützlinge bedroht oder Schaden zufügt - hart und unverhältnismäßig. Meine Meinung Die Story springt häufig von der Gegenwart zu unterschiedlichen Stationen aus Jonas` Leben. Einerseits erfährt man fundiertes Wissen über die Expedition zum Mount Everest, die für sich gesehen schon ein Buch Wert gewesen wäre und zum andern über Jonas` unstetes Leben, seiner ewigen Suche nach dem Besonderen, dem größeren Wunder eben, der Liebe. Bemerkenswert ist, dass sich Jonas und Werner schon als Kinder darüber Gedanken machen, dass es nicht normal sein kann, dass man ihnen jeden Streich ohne Strafe durchgehen lässt und sie sich fragen, ob dies für ihre Entwicklung überhaupt gut ist. Es mangelt ihnen an nichts und dennoch stellen sie das Leben ständig auf die Probe, nutzen ihre Ressourcen kaum, vergeuden es. Jonas, der schon viel von der Welt gesehen hat stößt beim Aufstieg des Bergmassivs schließlich an seine Grenzen, vergleichbar mit seinem Leben, dessen größte Herausforderung es ist die Liebe zu bezwingen und zuzulassen mit all ihren Höhen und Tiefen. Die teilweise ins mystische übergehende Bindung zwischen Jonas und seinem Freund Werner finde ich etwas überzogen. Ebenso das er den Tod seines Bruders und seines besten Freundes voraussieht. Hat er etwa das zweite Gesicht? Dies wird leider nicht näher erklärt. Stark überzogen ist auch seine Fähigkeit, an die hundert Sprachen zu verstehen und ich weiß nicht wie viele zu sprechen, dass erscheint mir ein wenig zu göttlich. Dann lernt er die Liebe seines Lebens kennen, teilt mit ihr seine Leben, seine Erinnerungen, dennoch reist er weiter ohne Ziel. Das Leben ist eine Reise für ihn. Man möchte wissen, was schiefgegangen ist in Jonas Beziehung zu Marie und erfährt es erst zum Schluss. Das ist okay. Dennoch hatte ich Schwierigkeiten mich in die Geschichte einzufinden, deren Längen manchmal ermüdend waren und nicht erkennen ließen, wohin sie denn letztendlich führen sollte. Man muss das Buch wirklich bis zum Ende lesen, damit es eine runde Sache wird.

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Inhalt: DeMalo leistet Überzeugungsarbeit. Seine Anhängerschaft wächst und glaubt seinen Visionen von einer besseren Welt. Er und seine Tonton selektieren weiterhin die Jungen und Gesunden von den Kranken und Schwachen, bestimmen, wer in New Eden leben darf und wer nicht. Selbst Saba ist anfangs beeindruckt von diesen Bildern. Dann jedoch schmiedet sie ihre eigenen Pläne mit Jack als heimlichen Verbündeten, den alle für tot halten. Im Hintergrund bauen sie eine Widerstandsbewegung gegen DeMalos Herrschaft auf. Doch die Zeit rennt Saba davon. DeMalo bekommt sie abermals zu fassen und stellt ihr ein Ultimatum: Bis zum Blutmond will er sie zu seiner Ehefrau machen im Gegenzug würden ihre Anhänger und Familie freies Geleit erhalten. Der Bruch zwischen Saba und dem "goldenen" Zwillingsbruder Lugh scheint überwunden. Lugh hält zu ihr, weil er glaubt, dass Jack aus dem Rennen ist. Saba ist hin- und hergerissen, kann nicht aus ihrer Haut. Den windigen Jack vermag sie nicht zu halten, gleichermaßen fühlt sie sich zu DeMalo hingezogen. Und es gibt ein weiteres Problem: Ein Maulwurf ist unter ihren Gefolgsleuten. Kritk: Super Einstieg diesmal! Wer ist der Spitzel, der für DeMalo arbeitet? Aber dann¿ Immer wieder wird betont, dass Saba die Macht hat was zu ändern. Aber tut sie es auch? Kaum hat sich die Story gefangen, richtig gut entwickelt, da klappt sie auch schon ab. Wieder geht es los mit Sabas Träumen, man glaubt fast schon selbst an Schlafstörungen zu leiden. Dazu hat Moira Young zusätzlich unterschiedliche Erzählperspektiven gewählt. Diese sind zwar anfangs gut gesetzt, verirren sich aber zusehends in einem unübersichtlichen Konstrukt. Auch gibt es wieder einige eigenwillige Formulierungen. Beispielsweise fängt ein in die Wildnis ausgesetzter Säugling an zu "maunzen". Machen das nicht Katzen? Immer wenn man denkt, jetzt entwickelt sich der Plot richtig gut, schwenkt er wieder um, wirkt wirr und unfertig. Die ganze Story ist eine einzige Achterbahnfahrt. Es geht rauf, nimmt einen spannenden Verlauf und dann fällt man wieder ins Bodenlose. Viele neue Personen die eingestreut werden bekommen keine eindeutige Identität. Zahlreiche Aktionen von Saba werden völlig unkoordiniert durchgeführt. Wenn nicht immer wieder darauf hingewiesen würde, dass sie die Anführerin ist, man würde es nicht glauben. Ihr legendärer Ruhm als "Todesengel" allein reicht da auch nicht aus. Das ist längst vorbei und Saba sollte eigentlich gereift sein. Und war es in Band 2 Saba die Stimmen hörte, ist es jetzt plötzlich Emmi und man erfährt nur kurz und nebenbei warum sie diese hört. Emmis Rolle verliert leider völlig an Kraft. Schade, sie hat mir so gut gefallen. Das Ende ist dann völlig unverständlich, weil es ja mal zu Ende sein muss¿ Fazit: Band 3 ist zwar gesamt besser gelungen als der 2. Band kommt aber bei Weitem nicht an den Erfolg den Band 1 vorgelegt hat.

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Nach dem Tod des verrückten Königs Punch haben sich die Machtverhältnisse geändert. Die neuen Herren sind gerissener, geordneter und handeln überlegter. DeMalo führt jetzt die Tonton an und ist fest entschlossen mit New Eden eine neue Welt zu schaffen. Doch diese Welt ist lediglich jungen und gesunden Menschen vorbehalten. Den alten und Kranken entzieht er das fruchtbare Land und siedelt sie um. Unterdessen ist Jack auf dem Weg zu Molly, Besitzerin einer Schenke mit zweifelhaftem Ruf. Sie ist die ehemalige Geliebte von Ike, der er die Todesnachricht persönlich überbringen will. Kaum hat er Molly gefunden, werden sie auch schon von den Tonton angegriffen, die weiter auf der Suche nach starken und gesunden Menschen sind. Band 2 beginnt aus der Sicht von Jack, was eigentlich keine schlechte Idee ist. Bis zu dem Moment wo er auf Molly trifft und die Story wieder zu Saba umschwenkt. Jetzt kippt die Stimmung. Der einst so strahlende Lugh erweist sich als Ekel, wird eigenbrötlerisch und ist eifersüchtig auf Jack, obwohl dieser gar nicht vor Ort ist. Emmi und Saba hingegen wachsen mehr zusammen. Löblich, das Saba nun endlich versucht, auf eigenen Füßen zu stehen - aber eben nur kurz. Schon ordnet sie sich wieder ihrem Zwillingsbruder unter. Das ewige Geheule um Lugh, dann wieder um Jack ist anstrengend.Und, mal ehrlich: Was hat Saba denn bisher erreicht? Nichts. Außer Freunde und Familie ständig in Gefahr zu bringen. Leichen säumen ihren Weg. Die eigentliche Heldin in dieser Story ist Emmi. Selbst Sabas Krähe Nero hat mehr auf dem Kasten. Das Ganze hat irgendwie keine Linie. Gute Ansätze verlaufen im Sand, wirken konfus und planlos. Saba hat für mich erheblich an Sympathiepunkten verloren. Was ist geblieben von der Saba, die die Menschen führen soll? Ich wünsche mir, dass Band 3 wieder die Kurve kriegt.

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Inhalt Die 18-jährige Saba lebt mit ihrem Zwillingsbruder Lugh, der kleinen Schwester Emmi und ihrem Vater völlig zurückgezogen in Silverlake. Das Land ist ausgedörrt, das Leben hart. Zurückgelassener Schrott aus einer anderen Zeit und eine nahegelegene Müllkippe bieten ihnen den einzigen Luxus. Bis auf einen mehrere Tagesmärsche entfernt lebenden Nachbarn gibt es keinen Menschen weit und breit. Sabas Vater ist ein Träumer, liest in den Sternen und beschwört mit seltsamen Ritualen den Himmel um Regen, der jedoch nie kommt. Die Anspannung unter den vieren wächst. Saba gibt Emmi die Schuld am Tod der Mutter, da diese bei der Geburt der jüngeren Schwester starb. Ihren Zwillingsbruder Lugh hingegen verehrt sie, liebt ihn geradezu abgöttisch. Nichts von dem was er tut stellt sie in Frage. Sie verschwindet völlig in seinem Glanz. Vater und Sohn geraten sich in die Haare, weil Lugh nicht mehr bereit ist dieses langweilige Leben zu führen, fort will. Ein roter Staubsturm führt plötzlich vier Männer zu der Familie. Lughs Geburtsmal gibt ihnen die Gewissheit: Er wurde in einer Vollmondnacht im Mittsommer geboren. Ohne große Erklärung entführen sie Lugh und töten den Vater. Jetzt beginnt die eigentliche Story. Saba schwört den geliebten Bruder zu befreien. Stand sie bisher im Schatten des glorreichen Bruders, muss sie jetzt ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Dabei ist ihr die verhasste Schwester nur ein Klotz am Bein. Die beiden sind sich Spinnefeind und können doch nicht ohne einander sein, denn sie haben ein gemeinsames Ziel: Ihren geliebten Bruder zu retten. Auf ihrer Suche nach Lugh entdeckt Saba ihre eigenen Fähigkeiten. Und sie lernt die grausame Welt kennen, vor der ihr Vater sie alle zu schützen versucht hat. Auf ihrer zu erfüllenden Mission lernt sie unbarmherzige, menschenverachtende Dinge kennen, aber sie trifft auch auf Freunde, die ihr bedingungslos folgen. Und sie lernt Jack kennen, zu dem sie sich hingezogen fühlt auch wenn sie ihm eigentlich nicht trauen dürfte. Kritik: Das Buch ist in der Gegenwartsform geschrieben. Man hat also das Gefühl direkt im Geschehen zu sein. Die Sätze wirken oftmals abgehackt, minimalistisch. Aber es passt zu der schwierigen Persönlichkeit der Protagonistin Saba. Dabei erstaunt es, dass diese ziemlich negativ dargestellt wird. Obwohl sie genügend Potential hat, andere mitzureißen und bereit ist, außergewöhnliches zu leisten ist sie selbstsüchtig, egozentrisch und lässt keine Gelegenheit aus, ihre Schwester Emmi loszuwerden, wünscht ihr sogar den Tod. Ich stand dem so viel gelobten Buch zunächst skeptisch gegenüber. Die Story benötigt eine ziemliche Anlaufzeit um in Gang zu kommen, doch dann packt sie einen und lässt nicht mehr los. Das Ende hingegen fällt ein wenig zu kitschig aus. Man könnte meinen alles wäre nun in bester Ordnung¿Doch was ist mit Jack? Und das macht dann nun doch wieder neugierig auf die Fortsetzung. Denn das Martyrium scheint noch nicht ausgestanden zu sein. Band 2. ist daher ein Muss!

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Die Herren von Winterfell` ist der perfekte Auftakt zu George R. R. Martins Buchreiche 'Das Lied von Feuer und Eis`. Und fast kann man es hören dieses Lied, so ausgiebig sind die einzelnen Sequenzen beschrieben. Eigentlich hatte mich erst die Verfilmung der Saga um die Sieben Königslande auf die Buchreihe gebracht. Es verwundert nicht, dass auch diese ein riesiger Erfolg wurde, da der Autor selbst dafür die beste Vorlage lieferte. Die düstere Stimmung des Buches hält einen gefangen und man spürt wie der Winter naht. Man muss schon genau lesen, um nicht den Faden zu verlieren, so umfangreich ist die Story. Zum Glück werden Namen und Zugehörigkeit der Häuser und Protagonisten nicht nur am Ende des Buches ausführlich beschrieben, sondern auch häufig wiederholt. Das gleicht fast einem Vokabeltraining. Die oftmals derbe Sprache passt zu dem Plot, der entfernt an eine mittelalterlichen Epoche erinnert, aber eben Fantasy ist, mit allem was das Genre zu bieten hat. Dracheneier, Wildlinge, Schattenwölfe uvm. Das Spiel um kühl und gnadenlos gesponnene Intrigen bezieht sämtliche Personen mit ein. Selbst Kindern kommt die Rolle grausamer Herrscher zu, wenn sie der Erbfolge nach regieren sollen und dies ihrem Haus dienlich ist. Manche Passagen sind zwar etwas langatmig geraten - oftmals werden fast sämtliche Gesprächspartner mit ihren Titeln in einem Satz aufgeführt - dennoch sind sie das Bindeglied, um die Beweggründe der einzelnen Personen nachvollziehen zu können. Eins kommt zum anderen und ziemlich schnell wird klar: Es kann keinen Frieden unter und in den einzelnen Häusern geben. Fazit: Meisterlich geschriebener Auftakt der süchtig macht. Zum Glück gibt es noch viele weitere Bücher aus der Reihe und die Staffeln im Fernsehen scheinen auch kein Ende zu nehmen. Ich freu mich drauf.

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Zum Inhalt: Eine Gruppe von Internet Aktivisten die sich selbst ZERO nennt sorgt für Aufregung, indem sie Drohnen zum privaten Wohnsitz des amerikanischen Präsidenten sendet. Aus der Luft verfolgen diese den Präsidenten und dessen Familie, der mit vor Schreck geweiteten Augen in seine Residenz flieht, gefolgt von den Drohnen. Die Welt ist entsetzt und verfolgt die Live-Übertragung, die auf jeden Monitor, jedes Iphone gesendet wird. ZEROS Botschaft: Jeder ist gläsern und kann von allen Punkten der Welt aus beobachtet werden. Die Entwickler von Freemee, einer Plattform die Apps mit Lebenshilfen in allen Lagen anbietet, nutzt die nun folgende Jagd auf ZERO für ihre eigene Promotionstour, indem sie ihre neueste Version von Datenbrillen dem Nachrichtensender Daily zum Testen gibt. Das Projekt gerät aus dem Ruder als die Journalistin Cyn Bonsants die Brille mit nach Hause nimmt und ihrer Tochter leiht. Fasziniert von der Verwendbarkeit der Brille wollen bald auch ihre Freunde die Cyberbrille nutzen, die ihnen binnen Sekunden sämtliche Daten von Personen aus ihrem Umkreis liefert, sofern sie Nutzer des Datensystem Freemee sind. Was für die jungen Leute wie ein Spiel beginnt nimmt im Verlauf der Geschichte an Intensität zu, wird zum Überwachungsapparat. Als sie dabei auf einen flüchtigen Straftäter treffen gerät die Situation außer Kontrolle. Der sich in die Enge gedrängte Verbrecher schießt auf einen der Jugendlichen der daraufhin tödlich getroffen zusammen bricht. Personen Die Journalistin Cyn Bonsants kommt zu altbacken, naiv daher. Auch wenn Technik nicht gerade ihr Metier ist, scheint es doch unglaubwürdig, das sie von alledem keine Ahnung hat und ihre journalistische Neugierde nur schwer in Gang kommt. Vi - ihre Tochter, wirkt für eine 18 jährige in meinen Augen zu abgeklärt, reagiert recht gelassen auf den Tod eines Freundes und geht schnell zur Tagesordnung und ihren eMails über. Dennoch scheint sie mehr auf dem Kasten zu haben als ihre Mutter, die eher wie eine Wiedereinstiegen in ihrem Job wirkt. Gut gefallen hat mir hingegen die Person des indischen IT-Spezialisten Chander Argawal. Er ist glaubhaft dargestellt, vertrauenswürdig. ZERO ist der Gegenpool, der das Überwachungssystem ankreidet, will mit drastischen Mitteln auf die Gefahren der totalen Überwachung hinweisen. ZERO ist Beobachter im Hintergrund den alle jagen. Bewertung Der Einstieg in die Geschichte fällt schwer. Zu viele Handlungsstränge bringen den Leser ständig vom Kurs ab. Teilweise war nicht zu ermitteln welche Personen wohin gehören. Das System der totalen Überwachung ist nicht neu nur in anderem Gewand. Ist es anfangs noch reizvoll, anhand einer Datenbrille sein Gegenüber zu bespitzeln fragt man sich gleichzeitig, wie gläsern bin ich selbst? Ein Thema, dass eigentlich erschrecken sollte wird in diesem Buch sehr nüchtern, fast emotionslos dargestellt, gespickt mit vielen Fachbegriffen die den Leser unweigerlich zum Insider machen sollen, der Handlung jedoch oftmals die Spannung nehmen. Erst gegen Ende birgt der Plot den Spannungsbogen den das Thema vorgibt und überholt sich praktisch selbst. Vielleicht ist ja auch dies eine technische Fabienne und man soll man das Buch in umgekehrter Reihenfolge lesen...

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