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Alle Rezensionen von Pageturner

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Die 5-teilige E-Book-Reihe "Gold des Südens" von Ulf Schiewe ist Piratengeschichte, Abenteuer und historischer Roman zugleich. Die fünf Buchteile erscheinen unabhängig voneinander, können inzwischen aber auch als Gesamtausgabe erworben werden. Wir schreiben das Jahr 1635. In Bremen hat der junge Kaufmann Jan Van Hagen den Tod seines Vaters und gleichzeitig den Untergang des einstigen Familienbesitzes zu verkraften. Als einziger Ausweg bleibt ihm die Flucht in die neue Welt, um mit Unterstützung eines Geschäftspartners auf Hispaniola in das Schmuggelgeschäft einzusteigen. Mit dem Gewinn aus diesen Geschäften ließe sich das Familienvermögen der Van Hagens zurück erwirtschaften. Nach einer langen Segelreise kreuzt Jan später in Santo Domingo die Wege der dortigen Schmuggler und gerät in den Fokus des neuen Vize Gouverneurs, der dem Schmuggelhandel ein Ende bereiten will. Historisch fundiert, gleichsam aus leichter Feder, gelingt es dem Autor mühelos, den Leser in seine Abenteuergeschichte hineinzuziehen. Die Story, zu Beginn zweifädig gesponnen, wirkt flüssig und nimmt den Leser sogleich mit ins 17. Jahrhundert, was auch sprachlich unverkennbar ist. Redewendungen einer vergangenen Zeit erhalten ebenso Einzug, wie der nordische Klang der Matrosen, der damals wohl herrschte. Die Schauplätze, zu Beginn noch nordisch kühl und zunehmend exotischer, sind wunderbar beschrieben und laden zu herrlichen Phantasiegebilden im Kopf ein. Auch die Charaktere sind waschechte Figuren und stehen ihren Mann bzw. Frau. Sie wirken authentisch und bringen alle ihre Eigenarten mit, so dass Sympathie und Antipathie schnell verteilt sind. Zu gern hätte ich an der einen oder anderen Stelle noch ein wenig mehr über die Figuren selbst erfahren, aber möglicherweise bietet eine Fortsetzung des Romans hier noch Spielraum für eine Weiterentwicklung. Darüber hinaus lernt der Leser ganz nebenbei interessante Dinge während des Lesens. Nicht nur historische Eckdaten, architektonische Highlights und Errungenschaften aus dieser Epoche nimmt er spielerisch auf. Er lernt zusätzlich Dinge rund um den damaligen Sklavenhandel, den Zuckerrohr- und Tabakanbau, die Insel Hispaniola selbst, wie auch viele Fachbegriffe rund um das Segeln, die zu keinem Zeitpunkt im Buch übertrieben oder überflüssig wirkten. Alles in allem eine hervorragende Mischung. Aufgrund der kurzgehaltenen Kapitel, die mit ihren prägnanten Überschriften immer einen Vorgeschmack auf Kommendes liefern, ist das Buch wirklich unterhaltsam und kurzweilig. Ehe man sich versieht, ist das Ende erreicht und man wäre der Geschichte gern noch weiter gefolgt. An keiner Stelle des Romans kam Langeweile auf. Die Figuren gefielen mir durchgehend, denn selbst die negativ Gehaltenen waren so gut dargestellt, dass man unweigerlich Antipathie empfinden musste. Ich habe Neues rund um die Seefahrt dazugelernt, wie auch Historisches aufschnappen können, wobei ich mich wunderbar unterhalten gefühlt habe. Ich würde mich über eine Fortsetzung herzlich freuen. Dieses Buch sei jedem abenteuerlustigen Leser ans Herz gelegt, mit Piratenfaible oder ohne. Von mir gibt es fünf Sterne.

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Inhalt Lucys Herz schlägt für die Mode und zu gern würde sie ihrer Schwester auf das angesagte Modeinternat Bernstein folgen. Doch zuvor muss sie erst die Aufnahmeprüfung bestehen, um einen der raren Studienplätze zu ergattern. Und dabei ist das Prüfungsthema noch das kleinere Übel. Denn auch ihre Zimmergenossin kämpft um einen Platz. Und das mit ziemlich unfairen Methoden. Wer es am Ende schafft und was zwischendurch passiert, das werde ich hier nicht verraten. Meinung Es ist eine tolle Geschichte für Jugendliche, die mich als Teen der 80er aber genauso begeistert hat. Spritzig kurzweilig kommt der Text daher, wie man es von dem Autorinnen-Duo gewohnt ist. Genau auf den Punkt gebracht fand ich die Stimmung unter den Schülern des Internats. Es herrschen Freundschaften und Feindschaften, es gibt Raum für einen Übergang in den Folgeband und alle Charaktere haben Tiefe und wirken authentisch. Dass auch das (Mode)-Zeitalter der 80er so detailgetreu eingefangen wurde, lässt darauf schließen, dass die Autorinnen dieses Jahrzehnt selbst miterlebt haben. Ich habe mich an schöne Dinge erinnert gefühlt. Sicherlich auch an so manche Modesünde der Zeit. Denn wer geht heutzutage schon mit getigerten Leggins und neonfarbenen Sneakers auf die Straße. Von den verwegenen Hair Stylings mal ganz abgesehen. Für alle, die wesentlich später geboren wurden, ist das Buch sicherlich eine nostalgische Fundgrube. Ja, es gab Zeiten, da hat man sich ohne Handy verabredet und war sogar Tage später zum verabredeten Zeitpunkt am richtigen Ort. Man musste Telefonnummern im Telefonbuch nachschlagen, und man trug höchstens 90min. Musik mit sich herum und das in einem klobigen Walkman. Wie schon gesagt, wirklich schöne Erinnerungen, die mich zum Schmunzeln brachten. Cover Das Cover passt hervorragend zur Thematik des Buches. In schrillen bunten Farben kommt es daher, vermittelt durch den ovalen Rahmen den Eindruck eines Spiegels, zumindest für mich, und unterstreicht somit das Modethema dezent. Liebevolle 80er Details, wie Rubik`s Würfel und Musikkassette spielen auf das Prüfungsthema an und unauffällig, aber passend, zeichnet sich am unteren Bildrand die Berliner Skyline ab. Auch haptisch macht das Buch etwas her. Einige Coverdetails sind erhaben und glänzen, während das restliche Cover matt ist. Fazit Diese Geschichte verzaubert, sicherlich auch so manchen Modemuffel. Es ist ein gelungener Auftakt zur geplanten Buchreihe und ich freue mich schon sehr darauf, wie es mit Lucy, ihrer Schwester Hanna und den neu gewonnenen Freunden weitergeht. Ein toller kurzweiliger Roman, der in die Sommermonate passt. Es wird sicherlich nicht das einzige Buch bleiben, das ich von Maya Seidensticker lesen werde. Meine absolute Kaufempfehlung mit fünf Sternchen *****.

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Meinung Ein guter Erzählstil nimmt den Leser schnell gefangen und er folgt der spannenden Story. Vom ersten Kapitel an schafft es Girard, einen Spannungsbogen aufzubauen und über lange Strecken zu halten. Das Buch wirkt gut recherchiert, bietet gut verpackt zahlreiche Fakten, die dem aktuellen Wissensstand in der DNA-Forschung, aber auch geheimen Projekten des Militärs und privaten Forschungseinrichtungen entsprechen. Vor dem Hintergrund, ob "das Böse" vererbt wird oder von der Umwelt geprägt wird, geht es auf eine Hetzjagd, die jedoch schnell die ethischen Bedenken solcher Forschungsprojekte in den Fokus rückt. Der Leser fragt sich unweigerlich, ist das alles schon möglich, wie viel wurde davon schon in die Tat umgesetzt und warum erfährt die Bevölkerung immer nur davon, wenn eine Operation XYZ schief geht? Wie viel Macht hat der Staat noch, wie viele Milliarden werden in der privaten Forschung gemacht und warum gehen andere Menschen über Leichen, bei Projekten, deren Sinn und Zweck mehr als zweifelhaft ist, für eine gewisse Summe an Geld? Schnell wird klar, dass dieses Buch keine Utopie ist, sondern auf zurückliegenden Fakten beruht, die einen unbescholtenen Bürger und Leser in Unglauben stürzen mögen. Neben der Fragwürdigkeit, ob man überhaupt Menschen klonen sollte, und dazu dann noch Serienkiller, wird einem die eigene Hilflosigkeit als kleines Rädchen im großen Getriebe erst so richtig bewusst. Neben diesen fesselnden Elementen weist das Buch meiner Meinung zum Schluss aber leider auch große Lücken auf. Einige Handlungen bzw. Hintergründe finden keinen richtigen Abschluss oder wirken ein wenig an den Haaren herbeigezogen. Dennoch würde ich sagen, dass die ersten 300 Seiten fesselnd spannend waren. Einige Fantasy/SF-Anteile sind mE mit eingeflossen, die die gut recherchierten Fakten ad absurdum führen. Fazit Das Buch gibt einen guten Wissenschaftsthriller ab, der den Leser nachdenklich zurück lässt. Man ist geneigt, die genannten Daten und Fakten zu recherchieren, um dann festzustellen, wozu Regierungen in der Vergangenheit ohne Wissen der Bevölkerung in der Lage waren. Offenbar haben die gewonnenen Forschungsergebnisse die Anzahl unzähliger Opfer immer billigend in Kauf genommen. Der aus meiner Sicht unlogische Schluss lässt mich einen Punkt abziehen. Somit würde ich diesem Buch vier Sterne geben.

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"Du bist ein Künstler" von Nick Bantock ist ein Workshop, der direkt zum Mitmachen verführt. Nicht nur ist das Buch liebevoll gestaltet worden, aufgrund seiner Einzigartigkeit ist es wirklich ein Augenschmaus. Als Ratgeber, Sachbuch und Kunstwerk kommt es daher und bietet uns die Chance, unser eigenes kreatives Potential zu entdecken, anzuzapfen und auszuschöpfen. Selbst beim schnellen ersten Durchblättern wird aufgrund der Vielfalt der Illustrationen und Abbildungen die Fantasie angeregt und man möchte selbst schnell Stift und Papier zur Hand nehmen. Die Übungen selbst, die uns wieder an das Kreative heranführen, könnten unterschiedlicher nicht sein. Ein schneller Überblick, was genau benötigt wird sowie eine ausführliche Anleitung begleiten die Übungen. Und es ist bei weitem kein Hexenwerk. Ob selbst angefertigte Collagen aus ausrangierten Briefmarken oder alten Zeitungen, selbstgestaltete Kurzgeschichten, die aus halben Sätzen entstehen oder, oder, oder. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Wer sich für dieses Buch die Zeit nimmt, wird in den Genuss des eigenen Experimentierens, Probierens, Schaffens und Staunen kommen. Zwar bauen die Übungen in gewisser Weise auf einander auf, aber dennoch lassen sich auch Übungen aus dem hinteren Teil des Buches einfach mal eben ausprobieren. Mich hat die Vielzahl der Kunstformen begeistert und ich habe in diesem handlichen Taschenbuch so viel mehr entdeckt, als ich zu hoffen gewagt hatte. Dieses Büchlein eignet sich meiner Meinung nach auch hervorragend als Geschenk. Nicht nur für künstlerisch begabte Personen, sondern auch für solche, die ungewöhnlichen Dingen gegenüber offen sind. Von mir erhält dieses kleine Meisterwerk 5 von 5 Sternen.

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Meinung Dieses Buch steigert von der ersten Seite an die Laune des Lesers. Für alle ABBA-Fans ist es eh ein Muss. Leicht und locker nimmt die Geschichte Fahrt auf, der unterhaltsame Schreibstil reißt einen sogleich mit und schon ist der Leser mittendrin, im großen Chaos einer eigentlich gut durchgeplanten Reise. Doch dann kommt irgendwie das Leben dazwischen. Eine abenteuerliche Geschichte, die den Leser abholt, zum Staunen bringt und natürlich fiebert man dem großen angekündigten Event gemeinsam entgegen. Viele ABBA-Song Zitate sorgen schon beim Lesen der ersten Zeilen eines Liedes schnell für einen Ohrwurm. Alle Kapitel tragen ABBA-Song Titel und erzählt wird abwechselnd aus Sicht der beiden Frauen. So gewinnt der Leser schnell einen umfassenden Eindruck des Geschehens. Die Protagonistinnen sind in ihrer Art sehr unterschiedlich angelegt und dennoch wachsen sie einem schnell ans Herz. Jede Figur hat spezielle Eigenheiten, die sie liebenswürdig und glaubhaft machen. Zwei Frauen, die man gern selbst kennenlernen möchte. Der Spannungsbogen der Geschichte reißt nie ab, ein Ereignis toppt das nächste und viel schneller, als man denkt, hat man die Geschichte ausgelesen, die gefühlt noch ewig hätte weitergehen können. Cover In einem schrillen türkisblau mit pinkfarbener Glitterschrift kommt das Cover daher und ist auf den ersten Blick ein echter Hingucker. Die skizzierte Coverzeichnung mutet wie aus einem alten Schulheft an und ist von seiner Gestaltung toll in die 70er zurückversetzt. Zumindest war das mein erster Gedanke. Man erwartet schon bei dieser Gestaltung einen tollen Road Trip, der auch musikalisch untermalt wird. Durch den hervorgehobenen Titel ist das Buch auch haptisch prima gelungen. Fazit Ein kurzweiliger Roman, der an einem vorbeizieht, wie die schwedische Landschaft, aus einem Reisebus betrachtet. Zwei Frauen, die einen in den Bann ziehen und mit ihrer ABBA-Liebe wahrlich anstecken. Viele Quizfragen rund um die Pop-Band, die zum Mitraten einladen. Nicht nur ein Sommerbuch, sondern ein Stimmungsheber in jeder Lebenslage. Verdiente 5 Sterne von mir.

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Der Giftmord, in den frühen Jahren der menschlichen Geschichte ein beliebtes Mittel zum Morden. Krimiautoren aus Deutschland haben sich jetzt dem speziellen Gebiet angenommen und eine Fundgrube von mörderischen Methoden und Wegen zusammengefasst. Und das Mordinstrument? Giftpflanzen findet man überall in der Natur, und nicht nur dort. Giftpflanzen wachsen auch in Gärten und Parkanlagen, es gibt sie als Zimmerpflanzen und als Schnittblumen. Eine gute Vorlage für ein mörderisches können Dieses Taschenbuch vereint insgesamt 15 Krimikurzgeschichten, die allesamt den Giftmord thematisieren. Die Auswahl der Autoren ist ebenso weitgefächert, wie die giftigen Pflanzen selbst, die zum Dreh- und Angelpunkt der Geschichten werden. Die Ideen sind vielfältig, die Motive zahlreich, Ort und Ablauf der Ereignisse gleichen einander nicht. Die hier vorgestellten Geschichten bieten ein Potpourri an Lesevergnügen, da bereits durch die verschiedenen Autoren jede Geschichte eine andere Handschrift bekommt. Aufgrund seiner leichten Lesbarkeit bietet dieses Buch kurzweiliges Lesevergnügen und besonders das Kurzgeschichtenformat lädt zum Schmökern nebenbei ein. Zwar mögen nicht alle Geschichten den Nerv des Lesers treffen, das haben Anthologien so an sich, ich habe mich jedoch durchgehend gut unterhalten gefühlt und einiges über die Wirkstoffe und tödlichen Eigenschaften gewisser Pflanzenarten erfahren. Eine s/w Bebilderung der jeweiligen Pflanzenart führt dem Leser die Giftigkeit der oft harmlos aussehenden Objekte vor Augen. Ein entsprechender Warnhinweis auf dem Buchrücken rät vom Nachahmen ab. Dieses Buch ist sicherlich auch eine schöne Geschenkidee für Krimifans.

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In "Werden Sie doch einfach Graf!: Biste was, kriegste was" stellt Lo Graf von Blickensdorf seine Art des Umgangs mit der Wirtschaftskrise dar, die ihn als freischaffenden Künstler ebenso traf, wie viele andere. Sein Roman erzählt von der Erschaffung eines neuen Künstlernamens, geboren aus einem Ratgeber für die bessere Vermarktung von Künstlern, der nicht nur auf dem Amt für Verwirrung sorgt, sondern auch in seinem Umfeld von sich reden macht. Von den einen belächelt, von den anderen angehimmelt, Fakt ist, mit einem Grafentitel ist nichts mehr, wie zuvor. In neun humoristischen Kapiteln nimmt der Leser teil an Lo's Verwandlung und erlebt verschiedene Episoden seines Lebens mit. Vom standesgemäßen Einkleiden, bis hin zu z.T. sehr gewagten Produktideen in Form von Briefen an unterschiedliche, namenhafte Firmen und dem Angebot, den Namen Graf von Blickensdorf ins hauseigene Sortiment mit aufzunehmen. Abgerundet mit der Anleitung zur eigenen Erschaffung eines Adelstitels, lässt das Buch keine Wünsche offen. Dieses Büchlein liest sich leicht und beschwingt, mit einem Augenzwinkern und einer tollen Idee, die für Nachahmer sorgen könnte. Eine sehr angenehme Wortwahl hat das Lesen für mich zum Vergnügen gemacht. Und sein wir doch einmal ehrlich: Wer wollte nicht schon immer einmal hinter die Kulissen eines Grafen blicken. Ein kurzweiliger Roman, der Unterhaltung verspricht.

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Dieses wunderschön aufgemachte Backbuch aus dem Hause GU bietet dem Leser eine bunte, kreative Vielfalt rund um süße Versuchungen, angefangen bei kleinen Cookies bis hin zu dreistöckigen Hochzeitstorten. Die Leidenschaft der Autorin, die in Hamburg ihr eigenes kleines Café besitzt, steckt hier eindeutig in den ansprechenden Rezepten. Über die Buchabschnitte "Basics", "Kleine Sünden", "Süße Teilchen", "Kuchen & Minikuchen", bis hin zur Haute Couture ist das Buch in sinnvolle Rubriken unterteilt. Gleich zu Beginn werden dem backfreudigen Leser kleine Backhelfer und wichtige Zutaten vorgestellt, die das Gelingen der Rezepte sicherstellen sollen. Verschiedene Rührteige, Biskuitboden, das Herstellen von Fondant-Zuckermasse, sowie hilfreiche Dekorationstipps und kleine Kniffe, wie das Herstellen von eigenem Papierspitzbeutel, bilden die Basis für die z.T. ausgefallenen Rezepte. Die Rezepte sind übersichtlich gestaltet, so finden sich jeweils gut abgeteilt die Zutaten für Füllung, Boden und Dekoration, sowie Zeitangaben für die Zubereitung, das Backen, Ruhen und Kühlen (je nach Rezept). Es wird der Schwierigkeitsgrad angegeben und die wichtigsten Utensilien für das jeweilige Backvorhaben sind übersichtlich aufgelistet. Abgerundet wird die Buchgestaltung durch verschiedene Vorlagebögen am Ende des Buches, die als Schablone genutzt werden können. Außerdem findet der Leser die Bezugsquellen zum Einkaufen von Backformen und Zubehör, für Zutaten wie Roll-Fondant, Lebensmittelfarben, speziellen Pasten und Zuckern etc., die im Internet erhältlich sind. Die Kreationen sind in verständlicher Form beschrieben, den Rezeptangaben kann man leicht folgen. Anzumerken ist jedoch, dass die Grundausstattung der hier genannten benötigten Utensilien m.E. über die normale Backausstattung des eigenen Haushalts hinausgehen mag. Wem verschiedene Wasserbadschüsseln, Rührschüsseln, mehrere Backbleche, ein Kerntemperaturfühler, Strukturfolien, Waffelhorn und Backrahmen in unterschiedlicher Form und Größe fehlen, sowie verschiedene außergewöhnliche Zutaten, wird möglicherweise eingeschränkt Freude an diesem Buch haben. Auch mögen die aufwendigeren Rezepturen, die mehr als 2 Stunden Zubereitungs- bzw. Backzeit in Anspruch nehmen, die Alltagstauglichkeit dieser Backsammlung ein wenig einschränken. Alternativtipps, wie man sich bei eingeschränkter Backausstattung möglicherweise behelfen könnte, wären sinnvoll und hilfreich gewesen. Wer sich davon jedoch nicht abschrecken lässt, wird viel

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Den Autoren Manfred Prescher und Günther Fischer ist mit diesem Buch eine tolle Geschichtensammlung zu 172 unvergesslichen Songs gelungen, von denen viele zu Kulthits wurden. In einer sehr sachlichen, aber dennoch ansprechenden Form, ist das Buch alphabetisch den wichtigsten Textzeilen der Songs nach entsprechend aufgebaut. Beginnend mit "1234" von Feist, endend bei "You took the words right out of my mouth" von Meat Loaf. In liebevoller Detailarbeit ist so ein Wissensschatz aus Skurrilem, Unterhaltsamen und Spannendem geschaffen worden. Der Bogen der Songs umspannt einen Rahmen, der zum Teil in den 1920ern beginnt und bis in die Gegenwart reicht. Für jeden Musikbegeisterten wird hier etwas geboten, dass er/sie sicherlich noch nie über seinen/ihren jeweiligen Lieblingssong wusste. Bereits das Buchcover erinnert in nostalgischer Form an die gute alte LP und beim Durchstöbern der Songkapitel erinnert man sich an "die gute alte Zeit". Viele Textauszüge in englischer Form und ihre deutsche Entsprechung helfen an so mancher Stelle, auch ungewöhnliche Textstellen nun umso eher zu verstehen. Es werden Bezüge zu anderen Künstlern und Anspielungen in Liedern auf andere Songs aufgedeckt, die einem so manches Lied in neuem Gewand erscheinen lassen. Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt. Aus meiner Sicht etwas unglücklich gelungen ist die alphabetische Listung der Songzeile, statt des Songtitels, da man auf diese Art und Weise ein Lied, dessen Interpret einem nicht bekannt ist, auch nicht wiederfinden kann. Und da es sich hier nur um einen Auszug aus zig tausend Songs handeln kann, wird sicherlich jeder den einen oder anderen Ohrwurm doch schmerzlich vermissen. Aber dieses Buch bietet das Potential für eine Fortsetzung und vielleicht ist dann der vermisste Song dabei. Von mir volle fünf Sterne.

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Dieses besonders sanftmütige Buch von Rachel Joyce hat mich vollends überzeugt. Große Erwartungen standen im Raum, nachdem auch ich "Harold Fry" bereits kannte. Doch auch in diesem Buch ist es Rachel Joyce meisterhaft gelungen, mit den ganz sanften Tönen eine zauberhafte Geschichte zu schreiben. Ihr wunderschöner Schreibstil besticht durch liebevolle Beobachtungen, manchmal unbedeutend erscheinende Details, die das Gesamtbild jedoch umso harmonischer abrunden und wunderbar vielschichtig ausgearbeiteten Charakteren. Zu keinem Zeitpunkt kitschig, nie langweilig oder gar anspruchslos, dafür absolut glaubhaft. "Perfect" ist nicht nur Titel der Geschichte, sondern auch der Name einer Operation, die Byron mit seinem besten Freund James verbindet. Die Geschichte wird in zwei unterschiedlichen Erzählsträngen erzählt, die zeitlich weit auseinanderliegen. Der Leser begleitet zum einen den jungen Byron 1972 und folgt Jim zum heutigen Zeitpunkt. Dass diese beiden Stränge irgendwann zu einem werden und wie die jeweiligen Hauptpersonen zueinander stehen, erfährt der Leser nur Stück für Stück und der Spannungsbogen wird so bis zuletzt gehalten. Das Buch besticht durch einen kindlichen Charme, da große Teile dieses Werks aus Sicht des elfjährigen Byron geschrieben sind. Da auch die Figur Jim als zurückgeblieben und merkwürdig beschrieben wird, erhält der Leser auch hier einen eher kindlichen Blick auf die Dinge. Byron ist für mich der klassische Antiheld. Zum einen sehr jung, aber auch still und oftmals ängstlich, sucht er stets Rat bei seinem viel schlaueren Freund James, zumindest ist das Byrons Standpunkt. Als nach einem Unfall die Dinge aus dem Ruder laufen, planen die beiden in ihrer kindlichen Naivität, wie das Unglück wohl aufzuhalten sein und bürden sich selber so manches auf, was einfach nicht zu stemmen ist. Der Antiheld steckt ebenfalls in Jim, der nach langjähriger Behandlung in einer Psychiatrie langsam versucht, in ein "normales" Leben zurückzufinden. Viel Liebe steckt auch in den Nebenrollen der Geschichte. Die vielen zwischenmenschlichen Beziehungen machen dieses Buch so besonders. Gepaart mit wunderschönen Beschreibungen, feinfühligen Tönen und Situationen, in denen man mit Byron und seinen Freunden mit lachen und weinen möchte, machen dieses Buch für mich zu etwas ganz Besonderem.

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