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Alle Rezensionen von Glücksklee

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Der Kastanienmann von Søren Sveistrup, der als Bestseller aus Schweden angepriesen wird, hat alle meine positiven Erwartungen erfüllt. Zum einen ist der Kriminalfall, um den es geht, unglaublich spannend. Bei gut 600 Seiten hatte ich ein bisschen Sorge, dass das Buch sich hinziehen würde oder es langatmige Teile geben würde. Diese Sorge war völlig unbegründet. Gekonnt webt der Autor ein spannungsgeladenes Katz-und-Maus-Spiel zwischen den Ermittlern und dem Täter. Im Zentrum der Handlung steht das Rätsel um die am Tatort hinterlassenen Kastaniemännchen - der Titel ist also absolutes Programm. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel zur Handlung selbst verraten. Der Spannungsbogen, den Søren Sveistrup gekonnt über den gesamten Thriller aufrecht erhält, sorgt dafür, dass die Seiten beim Lesen nur so dahin fliegen. Von mir erhält der Thriller daher auch volle fünf Sterne, eine definitive Leseempfehlung und ich freue mich bereits jetzt auf den nächsten Band der Reihe!

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Zum Inhalt Vor dreißig Jahren haben 7 Jugendliche eine Nacht in einem Waldstück verbracht. Sie wollten Zelten und Spaß haben. Allerdings ist am nächsten Morgen eine von ihnen verschwunden - und wird erst zu Beginn von "Bis ihr sie findet" wieder auftauchen. Kann es der Polizei nach all den Jahren noch gelingen, herauszufinden, was der vierzehnjährigen Aurora Jackson in jener Nacht zugestoßen und wer dafür verantwortlich ist? Meine Meinung Die britische Autorin Gytha Lodge hat mir "Bis ihr sie findet" einen absoluten Volltreffer gelandet. Der Thriller ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Und das liegt nicht zuletzt an dem cleveren Aufbau und er Wahl der Erzählperspektiven. Ein Großteil der Handlung wird aus Sicht der Polizei erzählt - Jonah Sheens und sein Team ermitteln in dem alten Fall Vermisstenfall, aus dem nun, nach dem Auftauchen von Auroras Leiche, ein Mordfall geworden ist. Beim Lesen sind mir die Ermittler allesamt ans Herz gewachsen, auch oder gerade weil viele von ihnen mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen haben. Ein weiterer Teil der Handlung nimmt den Leser mit zurück in das Jahr 1983, in die Nacht von Auroras Verschwinden. Viele dieser Kapitel sind aus Auroras Perspektive erzählt - und das geht einem nahe. Denn man weiß ja leider schon zu Beginn des Thrillers, wie diese Nacht für Aurora enden wird. Durch diesen Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit entsteht ein solider Spannungsbogen. Mit jeder weiteren Information über jene schicksalhafte Nacht macht man sich unweigerlich auch seine Gedanken über die aktuellen Erkenntnisse der Ermittlungen und über das Verhalten der Verdächtigen. Dabei verfügt die Autorin auch über einen sehr angenehmen Schreibstil. Der Text liest sich flüssig und kommt ohne ausschweifende Beschreibungen aus, die eventuell für Längen in der Geschichte sorgen könnten. Fazit Mir hat "Bis ihr sie findet" außerordentlich gut gefallen. Ich habe bis zum Ende noch mitgerätselt, auf wen die Ermittlungen als Täter/in hinauslaufen werden. Und gerade durch die unterschiedlichen Zeitebenen, auf denen sich die Handlung entwickelt, war ich dermaßen gefesselt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Von mir erhält "Bis ihr sie findet" vier von fünf Sternen und eine Leseempfehlung für Fans von Thrillern, die gerne miträtseln und durchgängige Spannungsbögen lieben.

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Mit Jagd auf die Bestie führt Chris Carter die Geschichte weiter, die er in Die stille Bestie rund um den Serienkiller Lucien Folter bereits begonnen hatte. Dabei fasst Carter durchaus die relevantesten Informationen aus Die stille Bestie zusammen, sodass Leser, die den sechsten Band der Reihe nicht gelesen haben, diesen zehnten Band auch lesen können, ohne zu große Wissenslücken zu haben. Robert Hunter und sein ehemaliger bester Freund Lucien sind in diesem Thriller wieder einmal erbitterte Gegner - Lucien möchte seinen ehemaligen Freund für die Haftzeit bestrafen, nachdem er nun aus der Sicherheitsverwahrung ausgebrochen ist. Und dabei treibt er grausame Spielchen in Los Angeles, die die UV-Einheit extrem fordern. Ich bin ein großer Fan der Reihe um den Detective Robert Hunter. Und Chris Carter enttäuscht auch mit dem zehnten Band der Reihe nicht. Der Spannungsbogen ist konstant, intelligent konzipiert und man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Die Spannung steigert sich bis zum Ende hin - und auch das Finale hat mich gefesselt. Von mir erhält Jagd auf die Bestie daher auch fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung für Thriller-Fans.

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Zum Inhalt Bett und Avery könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Bett kein Abenteuer zu groß ist, ist Avery eher ängstlich und vorsichtig. Zu Beginn der Geschichte sind die beiden sich eigentlich nur über eine Tatsache einig: Die Liebesbeziehung, die ihre beiden Väter miteinander eingehen, muss scheitern. Denn nie im Leben werden Bett und Avery Freundinnen, geschweige denn Schwestern werden Meine Meinung Die Geschichte ist eine Art moderner Briefroman. Bett und Avery, aber auch diverse andere Personen kommen in dem Roman zu Wort. Der schriftliche Austausch zwischen den einzelnen Protagonisten ist manchmal zum Brüllen komisch, mal beinahe melancholisch, mal einfach nur nervenaufreibend kurzum, das Buch ist unglaublich spannend. Es ist eine Geschichte darüber, dass Freundschaft nicht nur zwischen Menschen entstehen können, die sich in allen Facetten ihrer Persönlichkeit genau ähneln. Und die einzelnen Personen, die man in der Geschichte kennenlernt, sind mir sehr schnell ans Herz gewachsen. Allen voran Bett und Avery, aber auch Betty, Betts Großmutter und natürlich die beiden Väter, deren neue Beziehung das ganze Chaos ausgelöst hat, in dem sich Bett und Avery wiederfinden. Mir jedenfalls hat "Von Nachteule an Sternhai" sehr gut gefallen. Es ist eine Geschichte über Liebe, Freundschaft, Akzeptanz, Toleranz und das auch noch unglaublich unterhaltsam. Von mir erhält das Buch daher auch volle fünf Sterne und eine definitive Leseempfehlung!

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Der erste Roman des Autors Ocean Vuong "Auf Erden sind wir kurz grandios", ist eigentlich ein sehr langer Brief an die Mutter des Protagonisten. In diesem "Brief" werden unglaublich viele Themen angesprochen: Kriegstraumata, die die Mutter und Großmutter aus dem Vietnam-Krieg mit sich herumtragen, die gewalttätigen Ausbrüche der Mutter ihrem Sohn gegenüber, die Schizophrenie der Großmutter, was es bedeutet, sich in eine Kultur einzufügen, die einen selbst als fremdartig abstempelt, Drogenprobleme, eine erste tragische Liebe. Dabei verfolgt der Autor in seiner Erzählung keinen linearen Erzählstrang. Immer wieder werden einzelne Fragmente beleuchtet, mal aus der frühen Kindheit des Jungen, der den ganzen Roman hindurch nur "Little Dog" genannt wird und dessen wahren Namen man bis zum Schluss nicht erfährt, mal gewährt der Autor einen Einblick in das Leben der Mutter und Großmutter des Protagonisten, bevor diese nach Amerika kamen was alle diese Fragmente (Kapitel wäre für mich hier nicht der richtige Begriff) gemeinsam haben, ist die Emotion, die durch sie transportiert wird. Das schafft der Autor zum einen durch eine sehr poetische Sprache, die immer wieder von hemmungslos direkt und offen formulierten Abschnitten durchbrochen wird. Die Schläge der Mutter werden beschrieben, aber eigentlich schwingt kein direkter Vorwurf an die Mutter mit in den Passagen, die sich damit befassen, sondern eher ein Gefühl von Traurigkeit, dass die Mutter, die mal so liebevoll ist, auch immer wieder in Ausbrüchen von Gewalt versinkt. Einige Teile des Romans, vor allem zum Ende des zweiten der drei Abschnitte des Romans, waren mir ein wenig zu eklektisch. Es fiel mir hier schwer, den Überblick zu behalten, an wen sich die Aussagen richten oder von wem sie handeln. Vielleicht ist das aber auch durch den Autor so beabsichtigt. Der Großteil des Romans gibt dem Leser immer Anhaltspunkte, zu welchem Zeitpunkt im Leben von "Little Dog" man sich gerade befindet. Von mir erhält "Auf Erden sind wir kurz grandios" vier von fünf Sternen. Es ist ein aufwühlender Roman, der den Leser berührt und fesselt, selbst über die letzte Seite hinaus.

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Nach der Leseprobe zu Tiefes Grab von Nathan Ripley war ich unglaublich neugierig auf diesen Thriller. Eine Geschichte über einen Familienvater mit einer sehr düsteren Freizeitbeschäftigung, der bereits in der Leseprobe einige sehr merkwürdige Charakterzüge präsentierte, klang nach einer Geschichte, wie ich sie bisher noch nicht gelesen hatte. Leider war der Rest des Buches meiner Meinung nach nicht einmal ansatzweise so gut wie die Leseprobe. Zum einen blieben einige aufgeworfene Fragen unbeantwortet. Zum anderen waren mir die Charaktere der Geschichte entweder unglaublich unsympathisch oder wirkten so flach und oberflächlich, dass ich mich überhaupt nicht mit ihnen identifizieren konnte. Da ist beispielsweise Martins Ehefrau Ellen, die einerseits ängstlich und besorgt ist, auf der anderen Seite aber so oberflächlich und überhaupt nicht wirklich an ihrem Mann interessiert zu sein scheint. Die Wendungen waren teilweise extrem vorhersehbar, anderes wurde so oberflächlich und stereotyp abgehandelt, dass die ganze Neuartigkeit dieser Geschichte, die ich erwartet hatte, einfach nicht geliefert wurde. Dabei ist der Schreibstil von Nathan Ripley an sich sehr angenehm und flüssig zu lesen. Das Buch ist nicht schlecht geschrieben, die Geschichte war einfach nicht das, was ich erwartet hatte. Von mir erhält Tiefes Grab daher leider nur zwei von fünf Sternen. Schade, denn eigentlich hatte die Geschichte, zumindest dem Klappentext nach, großes Potenzial.

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Zum Inhalt Leon und Tiffy stecken beide in der Klemme. Tiffy ist verzweifelt auf der Suche nach einer bezahlbaren Wohnung in London und Leon braucht dringend zusätzliches Einkommen. Unter diesen Voraussatzungen kommt eine besondere Wohngemeinschaft zustande: tagsüber steht Leon die Wohnung zur Verfügung, vom späten Nachmittag an bis zum nächsten Morgen hat Tiffy die Wohnung für sich. Was als einfache Wohngemeinschaft beginnt, entwickelt sich im Laufe der Zeit zu so viel mehr Meine Meinung Das auf der Rückseite des Buches mit dem Zitat der Cosmopolitan "Die neue Jojo Moyes" geworben wird, hat natürlich entsprechende Erwartungen in mir geweckt. Schließlich hat Jojo Moyes seit "Ein ganzes halbes Jahr" einen Platz ziemlich weit vorne unter meinen Lieblingsautorinnen inne. Und was soll ich sagen? Das Buch ist vielleicht nicht ganz so gut wie "Ein ganzes halbes Jahr", aber schon verdammt nahe dran. Tiffy und Leon sind beide so liebenswerte Charaktere, dass man einfach nicht anders kann, als mit ihnen mitzufiebern und auf ein Happy End zu hoffen. Das Buch hat viel zu bieten: Es gibt Stellen, die einen zum Schmunzeln oder Lachen bringen, es gibt Stellen, an denen man einfach nur wütend ist und es gibt Stellen, die sind traurig oder so bittersüß, dass man meint, das Herz müsste einem in der Brust zerspringen. Und dabei schafft es Beth OLeary ausgezeichnet, dass das Buch nicht ins Kitschige abdriftet. Auch die Nebenhandlungen (wie die Suche nach dem richtigen Johnny White) sind herzallerliebst. Der Schreibstil von Beth OLeary ist auch wirklich wundervoll - auch wenn ich mich an die nicht immer ganz vollständigen Satzkonstellationen von Leon erst einmal gewöhnen musste. Durch diese Eigenart ist der Charakter Leon für mich nur noch realer geworden. Von mir erhält "Love to share - Liebe ist die halbe Miete" fünf von fünf Sternen und eine absolute Leseempfehlung.

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Ich war extrem neugierig auf dieses Kochbuch - nicht zuletzt, weil Jumbo Schreiner mir natürlich auch aus dem Fernsehen bekannt ist. Das Kochbuch lässt immer drei Rezepte einer Kategorie gegeneinander antreten. Bei der Kategorie handelt es sich um die Hauptzutat, z.B. Auberginen, Süßkartoffeln, Hähnchen oder Pilze. Dadurch ist das Kochbuch unglaublich abwechslungsreich und ich habe in beinahe jeder Kategorie mindestens ein Rezept gefunden, das ich entweder schon nachgekocht habe oder noch nachkochen möchte. Auch was die Zutaten und den Schwierigkeitsgrad der Rezepte angeht, bin ich sehr angetan- ist alles machbar, ohne dass man in zig Spezialgeschäfte auf der Suche nach Gewürzen oder sonstigen Zutaten unterwegs sein muss. Von mir erhält die "One Pot Challenge" daher vier von 5 Sternen, weil es nicht unbedingt in jeder Küche stehen muss, aber eine interessante Ergänzung darstellt.

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Als ich gehört habe, dass es ein neues Buch von dem Autor von "Underground Railroad" geben würde, habe ich mich wahnsinnig auf den neuen Roman des amerikanischen Autors Colson Whitehead gefreut. Aber ich war auch ein bisschen nervös, ob es Colson Whitehead auch mit "Die Nickel Boys" gelingen würde, mich derart zu fesseln, wie es die Geschichte rund um Cora und ihre Flucht aus der Sklaverei getan hatte. Und was soll ich sagen - die Geschichte rund um Elwood Curtis hat mich genauso berührt, mich genauso betroffen und wütend gemacht, wie es Coras Geschichte getan hat. Whitehead nimmt sich Zeit, um seinen Protagonisten, Elwood, vorzustellen. Man erfährt so einiges über ihn, seine Familie, seine Hoffnungen und Träume nur um dann zu erleben, wie er unschuldig in einer Besserungsanstalt landet, wo ihm und den anderen Jungs dort schreckliche Dinge widerfahren. Besonders betroffen macht der Hinweis des Autors, das die Geschichte auf einer wahren Geschichte beruht. Colson Whitehead hat ein unglaubliches Gespür für Sprache. Der Schrecken, der Elwoods Geschichte innewohnt, klingt sowohl in dem mit, was der Autor dem Leser offenbart, aber auch in den Leerstellen der Geschichte, in den Momenten, in denen er nicht ins Detail geht. "Die Nickel Boys" ist ein absolut lesenswertes Buch, das einem mit seiner Handlung an die Substanz geht. Die Ungerechtigkeit, die einem aus der Geschichte entgegenschlägt und die leider auf den tatsächlichen Erfahrungen und Gegebenheiten aus den 60er Jahren in Amerika beruhen, ließ mich manchmal fassungslos zurück. Von mir erhält der Roman jedenfalls volle fünf Sterne und eine definitive Leseempfehlung.

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Zum Inhalt Amerika, Kalifornien. Im Sonnenstaat der Vereinigten Staaten haben die Wassersparmaßnahmen versagt - von jetzt auf gleich, ohne Ankündigung, bricht die Versorgung mit Trinkwasser zusammen. Aus den Leitungen kommt kein Wasser mehr und auch in den Supermärkten ist nach einer panikartigen Einkaufwelle als Reaktion auf den sogenannten Tap-Out, kein Trinkwasser mehr zu bekommen. Wie weit gehen Menschen, wenn sie mit dem Tod durch Verdursten konfrontiert werden? Wie lange dauert es, bis Menschen ihr zivilisiertes Verhalten abstreifen und sich gegeneinander wenden, um ihr eigenes Überleben zu sichern? Die junge Alyssa, ihr Bruder Jarrod und der Nachbarsjunge Kelton werden genau das herausfinden, während Neal Shusterman ein erschreckend realistisches Szenario beschreibt, in dem sie die Hauptrolle spielen. Meine Meinung Neal Shusterman war mir auch schon vor "Dry" als Autor ein Begriff. Ich liebe die Scythe-Trilogie (und warte sehnsüchtig auf den dritten Band, der noch in diesem Jahr erscheinen soll), wie auch die "Vollendet"-Reihe. Daher war ich sehr gespannt darauf, inwieweit sich "Dry" aufgrund der gemeinsamen Autorenschaft von Vater und Sohn von den bisherigen Einzelwerken von Neal Shusterman unterscheiden würde. Nach der Lektüre kann ich definitiv sagen, dass mir das gemeinsame Werk der beiden genauso gut gefallen hat wie die Einzelwerke. Nach wie vor schafft es Neal Shusterman, durch den andauernden Perspektivenwechsel, sehr schnell einen Spannungsbogen aufzubauen und dafür zu sorgen, dass man zumindest die Möglichkeit hat, sich mit jedem Charakter zu identifizieren. Oder eine abgrundtiefe Abneigung gegen ihn zu entwickeln. Die Geschichte ist auch immer wieder mit Berichten anderer, vom Tap-Out betroffener Menschen, durchzogen, wodurch die sich sehr schnell steigernde Verzweiflung noch greifbarer wird. Das Autorenduo hat einen flüssigen und eingängigen Schreibstil, durch den man sehr leicht in die Geschichte eintauchen kann. Das Szenario, dass sie hier vorstellen, ist aufgrund der Tatsache, dass man sich tatsächlich vorstellen könnte, dass so etwas passiert, extrem erschreckend. In einer schonungslosen Art und Weise wird dem Leser ein Einblick in den Verfall der zivilisierten Ordnung ermöglicht, die unter normalen Bedingungen existiert. Dadurch, dass ein Mangel an Trinkwasser viel schneller tödlich endet als z.B. ein Mangel an Nahrung, eskalieren die Ereignisse sehr zügig, in der Geschichte kommen daher auch meiner Meinung nach keine Längen vor. Mir hat "Dry" sehr gut gefallen und ich vergebe daher auch fünf von fünf Sternen für diesen Roman. Spannend, aufwühlend, schonungslos und absolut lesenswert, so würde ich diesen Roman beschreiben.

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