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Alle Rezensionen von friederickes Bücherblog

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Das Cover Das Cover zeigt das alte Konstantinopel. Zusammen mit dem Klappentext und dem Titel hat mich da Buch sehr angesprochen. Die Geschichte Konstantinopel 1906: Ludwig Brehm soll in einem Handelshaus am Bosporus alles über Orientteppiche lernen. Doch er hat keine Lust und überredet Hans Körner seine Rolle und seinen Namen zu übernehmen. Dieser lernt das Umfeld des Teppichhändlers und die etwas luxuriöse Lebensweise der Familie kennen. Er ist fasziniert von der zarten Engländerin Edie, die ihm die Stadt zeigt, auch die schöne Milena aus Paris hat es ihm angetan. Damit er nicht auffliegt, macht er sich Notizen, verstrickt sich aber immer mehr. Und dann kommt auch noch Besuch aus Hamburg. Ist das Lügengerüst aufrechtzuerhalten? Meine Meinung Ich finde, die am Beginn des Buches eingefügte Beschreibung über den Orient sehr hilfreich. Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet und authentisch. Besonders Hans Körner, der als Ludwig Brehm sein unglücklich verlaufendes Leben vielleicht umkehren kann? Die Autorin schreibt in einer leicht verständlichen Sprache. Die Schauplätze sind wunderbar beschrieben und die Zeitgeschichte ist sehr gut eingearbeitet und recherchiert. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven, von Protagonisten deren Leben miteinander verwoben ist erzählt, sodass eigentlich der Spannungsbogen durchgängig hätte hoch sein können. Ich fand allerdings, dass die Erzählung dennoch etwas zu langatmig war, denn sie hat mich immer wieder dazu gebracht, das Buch zeitweilig aus der Hand zu legen. Da lag meines Erachtens daran, dass die Autorin des Öfteren etwas abschweifte und dadurch den Spannungsbogen abgebrochen hat, um ihn danach wiederaufzubauen. Dennoch habe ich eine völlig andere Zeit und eine völlig andere Welt kennengelernt und fühlte mich insgesamt gut unterhalten. Das Buch bekommt eine Leseempfehlung. Heidelinde von friederickes bücherblog

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Das Cover: Das Cover spiegelt auf der Abbildung die beiden Länder, die zur Flucht infrage kommen. Eine sehr gelungene Buchpräsentation, die zusammen mit dem Klappentext und dem Titel neugierig macht und einlädt. Die Geschichte: Alexander und seine Mutter Elena sind auf der Flucht vor dem KGB. In Leningrad müssen sie sich entscheiden, auf welches Schiff sie sich als blinde Passagiere schleichen. Die Wahl wäre Großbritannien oder die USA. Mit einer Münze entscheiden sie sich und der Leser darf sie begleiten. Meine Meinung: Ich habe zum ersten Mal einen Roman von Jeffrey Archer gelesen, hatte aber schon viel über ihn gehört und war nicht enttäuscht. Ich fand es faszinierend, dass mir der Autor beide Leben desselben Menschen, also jedes auf seine Art in Großbritannien und den USA angeboten hat, anstatt der Figur von Anfang an, ein einziges Leben zuzuweisen. So begleitete ich Alexander und seine Mutter jeweils über dreißig Jahre in den unterschiedlichen Leben. Die Protagonisten waren wunderbar ausgearbeitet. Ganz besonders gefallen hat mir Elena, die in beiden Leben Elena geblieben ist. Der Autor schreibt in einer flüssigen, leicht verständlichen und interessanten Sprache. Der Spannungsbogen wird durch die Einbindung der Politik und der Finanzwelt, sowie die zwei Perspektiven meistens sehr hochgehalten. Am Ende werden die beiden Biografien wieder zu der einen tatsächlichen Person zusammengeführt. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, welches eine Biografie in zwei Erzählstränge, also zwei unterschiedliche Leben aufgeteilt hat, fand das aber genial und äußerst interessant, wenn auch ungewohnt. Auf jeden Fall hat mich der Autor sehr überzeugt und deshalb bekommt das Buch eine Leseempfehlung. Heidelinde von friederickes bücherblog

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Das Cover: Wien um 1904 und eine Frau mit Rock, Ski und winterliches Umfeld. Eine Abbildung, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Dazu der Klappentext und der Titel. Ein Buch, das ich auf jeden Fall haben wollte. Eine perfekte Buchpräsentation. Die Geschichte: Lotte hat 1904 dem Dorf Mürzzuschlag den Rücken gekehrt, als ihr Vater verstorben war und sie keine Zukunft mehr hatte. Als Lehrer hat er ihr Wandern und Skifahren beigebracht, obwohl das für Mädchen und Frauen eigentlich nicht infrage kam. Diese Kenntnisse halfen ihr aber sehr, als Verkäuferin in einem Sportgeschäft eingestellt zu werden. Der Alltag war schwer, besonders unter einer Kollegin hatte sie sehr zu leiden. Als dann auch noch ein junger Mann ins Geschäft kam, der sein Gefallen an ihr signalisierte, glaubte sie zu träumen. Meine Meinung: Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Die Protagonisten sind wunderbar gezeichnet, sie lassen mich vor allem gemeinsam mit Lotte, die damalige Zeit miterleben. Sie findet aufgrund ihrer Kenntnisse eine Anstellung bei Mizzi Langer-Kauba in der Kaiserstraße, die als Frau einen Bergsportladen hat. Die Autorin schreibt in einer wunderbaren leicht verständlichen und flüssigen Sprache. Die Recherche um Mizzi Langer-Kauba und ihren Laden, der dann, wegen der Damenbekleidung für den Skisport und dem Sport für die Frau an sich, für reichlich Aufsehen sorgt. Ebenso die gesellschaftlichen Gegebenheiten der Zeit, zwischen den Menschen und insbesondere der Situation einer Frau ist wunderbar eingearbeitet. Ich habe das Elend und die Not der Menschen fast körperlich gespürt, auch die vorhandene Fülle aller weltlichen Dinge Reichen auf der anderen Seite. Absoluter Reichtum neben unendlicher Armut! Die Schauplätze sind bildlich wunderbar beschrieben. Durch die vielen Wechsel ist der Spannungsbogen hoch. Natürlich ist die zart eingebaute Liebesgeschichte, wie fast immer bei Liebesgeschichten vorhersehbar, was aber dem Spaß am Buch keinen Abbruch tut. Erstaunt und begeistert war ich, als ich las, dass der Schriftzug des Geschäftes von Mizzi Langer-Kauba immer noch am Haus an sie erinnert. Dieses Buch hat mich total begeistert und bekommt eine ausdrückliche Leseempfehlung. Heidelinde von friederickes bücherblog

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Das Cover: Das Cover zeigt das Berlin damaligen Zeit und wie in den anderen Bänden ist die Abbildung angelehnt, sodass alle drei Bücher einen hohen Wiedererkennungswert haben. Die Buchpräsentation ist wie gewohnt sehr ansprechend und passend. Die Geschichte: In Berlin kämpft man mit den Auswirkungen des Krieges, Ricarda arbeitet in der Charité und behandelt junge Frauen, die sich in den Munitionsfabriken verletzen. Die Männer indes bleiben in großer Zahl auf dem "Feld der Ehre". Privat ist auch so einiges los. Ihre Familie scheint zu zerbrechen. Während Sohn Georg an der Front vermisst wird, ist ihr Verhältnis zu ihrer Tochter Henny zerstört. Ihr Nesthäkchen Antonia ist auch nicht ganz pflegeleicht. Mit allen Mitteln versucht sie um ihre Kinder zu kämpfen, was nicht immer gelingt. Als dann das Schicksal wieder zuschlägt, muss sie sich stellen und an den Anfang zurück. Meine Meinung: Dieses Buch habe ich genauso verschlungen wie die ersten beiden Teile auch. Besonders angenehm war, dass ich, obwohl eine größere Pause dazwischenlag, sofort in die Geschichte eintauchen konnte, ohne darüber nachdenken zu müssen, wer hier wer war. Dass die Geschichte in einer wunderbaren Sprache geschrieben ist, wiederhole ich hier gern. Alle Protagonisten habe sofort wieder in mein Herz geschlossen und bin mit ihnen auf ihre Zeitreise gegangen. Wie gewohnt sind sie authentisch in ihren Charakteren unterwegs und die Zeitgeschichte genauso gut recherchiert und eingearbeitet. Die Fülle der Geschehnisse und die Perspektivwechsel sorgten für einen extrem hohen Spannungsbogen. Die Schauplätze sind fantastisch beschrieben und das Schicksal der Familie hat mich tief berührt. Ich finde, Band drei hat noch mal an Spannung und guter Unterhaltung draufgelegt. Das erste Buch und das zweite Buch habe ich wie folgt zusammengefasst und kann das im dritten Buch mit den gleichen Worten sagen: Ich habe ein Buch gelesen, das ein Füllhorn an Spannung und Zeitgeschichte ausbreitet. Ein Buch, welches die damaligen fast nicht vorhandenen Rechte der Frau vor Augen führt und intensiv schildert. Eine Geschichte, die beschreibt, wie schwierig das Leben in dieser Zeit war und wie die medizinischen Gegebenheiten das Leben und den Tod im Griff hatten. Ein wunderbares Buch, das mich sehr beeindruckt hat. Das Buch erhält von mir eine Leseempfehlung.

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Das Cover: Das Cover hat mich sehr angesprochen. Es symbolisiert exakt das Berlin der Zwanzigerjahre. Die junge Frau zeigt uns vermutlich die Schauspielerin Recha, die auf das Schauspielhaus blickt. Der Titel zusammen mit dem Klappentext rundet die Buchpräsentation ab. Die Geschichte: Recha ein Stummfilmstar ist mit dem ebenso erfolgreichen Regisseur Willi zur Nieden verheiratet. Sie sind ein Traumpaar in der Welt des Films. Doch ganz langsam vergeht der Glanz, denn die Nazis gewinnen an Zustimmung. Recha als Jüdin hat damit zu kämpfen und Willi schafft es auch nicht mehr so richtig erfolgreiche Filme zu drehen, zumal ihm von mehreren Seiten reingeredet wird. Er ist verbissen in seiner Arbeit. Auch als Ehepaar entfremden sie sich. Ob sie es schaffen, sich wieder zu finden, in der wankenden Welt der Weimarer Republik? Meine Meinung: (Achtung Spoiler) Die Geschichte von Recha und Willi hat sehr gut angefangen. Sie führte mich, in eine mir unbekannte Welt, nämlich in die des Films dieser Zeit. Ein weiterer Erzählstrang beinhaltet die Geschehnisse rund um die Familie von Willis Schwestern. Die Protagonisten waren alle entsprechend ihren Charakteren unterwegs, wobei ich sie teilweise etwas überzeichnet fand, so auch Felice, die ich am liebsten wachgerüttelt hätte. Die Schauplätze waren sehr gut beschrieben und der Blick hinter die Kulissen der Ufa war sehr interessant. Die Autorin schreibt in einer gut verständlichen, vielseitigen und lebhaften Sprache. Über die ersten zwei Drittel des Buches habe ich mich allerdings schwergetan dran zu bleiben. Warum? Die Geschichte hat unzählige Rückblenden und lässt die Hauptfiguren außerdem oft, für meinen Geschmack zu oft und vor allen Dingen zu lange in ihren Gedanken verweilen, sodass sich die Geschichte nicht fortbewegen kann, sondern auf der Stelle tritt. Das hat zur Folge, dass der Spannungsbogen gelegentlich abflacht, was ich sehr schade finde, weil die mögliche weitere Einbindung von Zeitgeschichte hier hätte wunderbar die Spannung hochhalten können. Erst in den letzten hundert bis hundertfünfzig Seiten kam ich voll auf meine Kosten. Aber das ist meine subjektive Meinung. Mein Fazit: Der Stoff ist wunderbar, er hat es verdient erzählt zu werden und ich bin drangeblieben, weil ich wissen wollte, wie es der Familie ergeht. Insgesamt hat mich das Buch überzeugt, sodass ich ihm eine ausdrückliche Leseempfehlung ausspreche. Heidelinde von friederickes Bücherblog

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Das Cover: Amrum, die Nordsee und eine junge Frau im Outfit der Zwanzigerjahre. Die Buchpräsentation ist sehr stimmig und einladend und hat mich sehr angesprochen. Die Geschichte: Frida lebt in Hamburg und studiert Medizin. Ihr Großvater tat das als Weiberflausen ab und strich ihr die finanzielle Zuwendung, obwohl er eine gute Ärztin für sein kleines Inselhospital auf Amrum hätte gut gebrauchen können. Als der Patriarch starb, kommt Frida zur Beerdigung nach Hause. Und dann begannen die Probleme, denn dem Krankenhaus drohte wegen Geldmangel die Schließung. Was soll aus den kleinen Patienten werden? Ihre Mutter möchte ein Kurhotel daraus machen und Fridas Schwestern, waren beide nicht in der Lage große Hilfe zu leisten. Aber Frida entscheidet sich, zu kämpfen, ohne zu ahnen, in welche Strudel die Familie gezogen wird. Meine Meinung: Das Buch hat mich von Beginn der ersten Seite eintauchen lassen. Die Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet und leben stark den ihnen zugewiesenen Charakter. Frida ist da besonders hervorzuheben, die in dieser Zeit eine Frau verkörpert, die willensstark gegen den Strom schwimmt. Die Autorin schreibt in einer flüssigen und leicht verständlichen Sprache, die auch viel Nähe zu den Figuren zulässt. Die häufigen Perspektivwechsel lassen die Geschichte stets und lebhaft voranschreiten und halten den Spannungsbogen hoch. Die Schauplätze sind sehr gut beschrieben und gestatten den Leser bildlich mitzureisen. Die Zeitgeschichte, die den Frauen nicht viel Eigenständigkeit zugestand, war wunderbar eingearbeitet. Dass das Krankenhaus im Laufe der Geschichte etwas in den Hintergrund trat und die Familie mit all ihren Schicksalen nach vorne kam, finde ich nicht erwähnenswert, wie ich das an der einen oder anderen Stelle lesen konnte, denn das Hospital war ja von den Lebensgeschichten der Familie abhängig. Auch der Spannung litt nicht darunter. Mein Fazit: Eine Geschichte, die mich von der ersten Seite an begeistert hat und deshalb von mir eine ganz klare Leseempfehlung bekommt. Heidelinde von friederickes bücherblog

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Das Cover: Das Cover passt wie die Faust aufs Auge. Im Hintergrund München, im Vordergrund die Frau mit Rückenansicht im Dirndl und mit gewundenen Zöpfen. Als ich den Klappentext gelesen hatte, wusste ich, dass ich dieses Buch lesen wollte. Ein Zeichen, dass die Präsentation stimmt und einlädt es haben zu wollen. Die Geschichte: 1897: Antonia Pacher hätte gerne nach dem Tod des Vaters den Hof der Familie bearbeitet, aber das ging nicht. Also macht sie sich auf nach München, um dort Geld zu verdienen. Durch Zufall landet sie in Schwabing und lernt eine schillernde Welt kennen. Sie findet Arbeit in einer Brauerei und neben wohlgesinnten Angestellten auch ihre Gegner. Nebenbei kribbelt es gelegentlich zwischen ihr und Melchior, dem Erben der Brauerei, was einiges erschwert. Auch seine Mutter kämpft und wirft Steine in den Weg. Sie sind alle ehrgeizig und wollen unbedingt auf dem Oktoberfest ausschenken, was andere Brauer nicht gerade wohlwollend zulassen wollen. Meine Meinung: (Achtung Spoiler) Von der ersten Seite an bin ich in dieses Buch hineingefallen und bin begeistert bis zur letzten Seite dringeblieben. Die Protagonisten sind wunderbar ausgearbeitet, sind stimmig und verhalten sich bis ins kleinste Detail ihrem Charakter entsprechend. Antonia habe ich besonders ins Herz geschlossen, weil sie mit ihrem Elan, das Leben in München zwischen der Boheme, den mutigen Einsätzen bei den Künstlern und der harten Arbeit in einem Brauerhaushalt, dem Ausschank in der Gaststube und sonstigen Aufgaben angenommen hat. Die Autorin schreibt in einer interessanten, gut verständlichen und flüssigen Sprache. Spannend fand ich die Einzelheiten, die auf unterhaltsame Art und Weise das Bierbrauen erklärten. Daneben hat Julia Freidank die Zeitgeschichte und die Entstehung der Brauereien wunderbar eingebaut, was auf eine intensive Recherche hindeutet. Die Geschichte präsentiert sich in einem hohen, nie abfallenden Spannungsbogen. Alle Schauplätze sind gut beschrieben, sodass man sich wunderbar mitnehmen lassen und das München der damaligen Zeit kennenlernen kann. Ich habe das Buch sehr genossen, freue mich auf den zweiten Band und natürlich bekommt es von mir eine ausdrückliche Leseempfehlung. Heidelinde

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Das Cover: Die Tänzerin am Ufer der Seine, steht zu Beginn des Klappentextes und genau das zeigt das Cover auf sehr harmonische Art, dazu der passende Titel und der neugierig machende Klappentext. Alles zusammen ist es eine in sich stimmige Buchpräsentation. Die Geschichte: Lily kommt nach dem Tod ihres Verlobten zum ersten Mal wieder nach Paris. Sie will sich mit ihrer Schwester versöhnen. Zufällig lernt sie den russischen Komponisten Yves kennen, der an einem neuen Stück über eine russische Tänzerin arbeitet. Er glaubt, dass Lily ihn inspirieren kann, denn sie war auch eine gefeierte Tänzerin, bis das Unglück mit ihrem Verlobten geschah und sie das Tanzen aufgab. Lily weiß nicht so recht, aber als sie die Verbindung zu der 1917 in Paris lebenden Viktoria Budian entdeckt, kommen für sie selbst viele Fragen, auf die sie eine Antwort finden muss. Meine Meinung: (Achtung: Spoiler!) Es war einmal etwas ganz anderes, in die Welt des Balletts hineinschauen zu dürfen. Die Autorin hat sehr ausdrucksstarke Protagonisten geschaffen, die mich mit all ihren Charakteren überzeugt und in ihre Gefühlswelt mitgenommen haben. Alli Sinclair schreibt in einer flüssigen, leicht verständlichen Sprache, die wunderbar zu lesen ist. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen (1917 und heute) erzählt, sodass man das jeweilige Leben von Viktoria und Lily, die teilweise ähnliche Verläufe haben, nach und nach auf sehr unterhaltsame und spannende Weise erfährt. Außerdem ist ein Hauch von Zeitgeschichte eingearbeitet. Etwas schwer tue ich mich immer mit Büchern, die ein offenes Ende haben, weil ich meine Fantasie einsetzten muss, was aber nicht die Spannung des Buches schmälert. Mein Fazit: Ein Buch, das mich überzeugt, mich in eine für mich fremde Welt mitgenommen hat, mir zeigte, wie hart um jeden Platz auf der Bühne gekämpft werden muss, damals und heute. Ein Buch, das mich sehr beeindruckte und eine ausdrückliche Leseempfehlung bekommt. Heidelinde von friederickes bücherblog

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Das Cover: Das Cover ist an den ersten Teil angelehnt. Diese Schwester zeigt sich bereits lockerer, auch luftiger und versprüht etwas Leichtigkeit. Passend zu diesen aufstrebenden Jahren. Eine stimmige Präsentation. Die Geschichte: Silvie möchte das Leben genießen und weiterhin beim RIAS ihre Karriere mit eigenen Ideen vorantreiben. Schwester Rike indes, kümmert sich wie gewohnt um das Kaufhaus der Familie. Ihr Bruder, der inzwischen aus dem Krieg heimgekehrt ist, soll auf Wunsch des Vaters mit in die Geschäftsführung einsteigen, was nicht ganz ohne Probleme bleiben wird. Als sich auch noch ein ehemaliger Geschäftspartner in die Geschäfte einmischt, muss auch Silvie ihrer Verantwortung für das Familienunternehmen gerecht werden. Meine Meinung: Wir machen im zweiten Teil einen Zeitsprung ins Jahr 1952 und erleben die Geschichte aus der Sicht von Silvie weiter, was eine völlig neue Perspektive auf die Familie eröffnet. Ich habe diesen Teil in einer Nacht und einem halben Nachmittag regelrecht verschlungen und konnte ohne Probleme alle Figuren wiederfinden, sie zuordnen, und wenn ich einmal einen Moment grübelte, so sorgte die Autorin durch geschickte kleine Rückblicke dafür, dass ein Hinweis ausreichte, um zu wissen, was mit gerade gefehlt hat. Wer die 50er Jahre und vor allen Dingen, wer Berlin und seine Geschichte in dieser Zeit wahrnehmen, richtig spüren, oder sich auch erinnern möchte, der ist hier genau richtig. Brigitte Riebe, steht für die Verknüpfung wahrer Zeitgeschichte mit einer tiefgründigen fiktiven Familiensaga. Ihre Erzählkunst ist einfach meisterhaft. Sie nimmt uns mit an ihre Schauplätze, die sie ganz präzise schildert und ich weiß, wovon ich rede. Die Bleibtreustraße, der Savigny Platz, der Ku¿damm, die Uhlandstraße und andere Seitenstraßen, der RIAS und Schöneberg. Heute noch flaniere ich liebend gerne durch diese Bezirke. Die Geschichte selbst geht spannend weiter und alle ohnehin starken Protagonisten erleben ihre großen und kleinen Schicksale der damaligen Zeit, die das Buch auf einem extrem hohen Spannungsbogen voranschreiten lassen. Interessant sind auch der Osten und das Leben derer, die damals hin und her fuhren und manchmal auch Entscheidungen über ihr Leben treffen mussten. Gerade am seinerzeit noch möglichen kleinen Grenzverkehr, war die Arbeitsstelle hüben oder drüben, tat sich die Frage auf, bleib ich oder gehe ich, welche Politik ist mir näher? Das ist, Geschichtsunterricht auf die allerbeste Art und wird von der Autorin zwischen Petticoats, Nylonstrümpfe und italienischer Mode auf wunderbare Art erzählt. Mein Fazit: Der zweite Teil schließt sich mit sehr hohem Niveau an das erste Buch an und entführt mich in eine Zeit und in eine Stadt, die ich sehr liebe und spannend finde. Danke Brigitte Riebe für diese schöne Familiensaga. Die Bücher sind echte Schätzchen und werden von mir sehr empfohlen. Heidelinde von friederickes bücherblog

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Das Cover: Eine junge Frau, die suchend blickt, dargestellt in harmonischen und zurückhaltenden Farben. Gemeinsam mit dem Titel und dem Klappentext ist es eine in sich stimmige und einladende Buchpräsentation. Die Geschichte: Kurz vor seinem Tod schickt der Großvater seine Enkelin Lizzy Tannert auf sein Anwesen im Elsass. Dort soll sie Dokumente holen und anschließend für Gerechtigkeit sorgen. Mit diesem Wunsch ändert sich ihr Leben völlig, das bisher eher unbeschwert mit Mann und Kind verlief. Im Testament wird dann auch noch die Familie überrascht und ist erbost, als sie erfährt, dass das Gut Rosshimmel an vermeintlich unbekannte Personen geht. Ihre Recherche führt sie dann in die Zeit vor dem Krieg, in die Zeit der Arisierung und sie verlangt von ihr schwierige Entscheidungen zwischen der Suche nach der Wahrheit und der Sorge um die Familie. Meine Meinung: (Achtung: Spoiler!) Lizzy wird aus der Gemütlichkeit geholt und muss recherchieren, wenn sie dem Wunsch des Großvaters nachkommen möchte. Nach und nach trifft sie auf Menschen, die in der Vergangenheit eine große Rolle spielten, die sie aber nicht alle kennt. Sie trifft mit ihren Fragen immer wieder auf Widerstände, auch in der Familie wird gemauert und geschwiegen, oder nur tröpfchenweise die Wahrheit ans Licht gelassen. Wie tief ist die Familie in den damaligen Geschehnissen verstrickt gewesen, wie sehr hat sie Schuld auf sich geladen und was verschweigt sie bis heute? Alle Figuren sind ausdrucksstark und haben enorme Strahlkraft in den ihnen zugewiesenen Charakteren. Besonders Lizzy, die ihre Geschichte aus der "Ich" Perspektive erzählt, was natürlich dafür sorgt, dass ich als Leserin in sie hineinkriechen, ihre inneren Kämpfe um sich selbst, und um ihre Familie hautnah erfühlen durfte. Über die ganz besondere Sprache von Bettina Storks habe in den Rezensionen der Bücher "Das geheime Lächeln" und "Die Stimmen über dem Meer" schon einiges gesagt, sodass ich mich nur wiederholen könnte. Aber es sei betont, dass es immer wieder ein Vergnügen ist, die intensiven Texte von Bettina Storks zu lesen. Eine perfekte und intensive Recherche der eingebundenen Zeitgeschichte ist ein Qualitätsmerkmal der Autorin, die Schauplätze sind so präzise beschrieben, dass man, ohne zu zögern, die bildliche Reise eintreten kann. Mein Fazit: Ein Buch, das die innere Zerrissenheit mit dem Umgang der Geschichte der 30er Jahre, mit den furchtbaren Geschehnissen rund um jüdischen Freunde und Nachbarn und der Umgang mit der eigenen Familie, bis heute beleuchtet. Ein Buch, das mich sehr überzeugt hat und natürlich meine ausdrückliche Leseempfehlung bekommt. Heidelinde von friederickes bücherblog

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