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Alle Rezensionen von forti

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Christian Berkel knüpft mit Ada an sein Debüt Der Apfelbaum an, in welchem er sich von seiner eigenen Familiengeschichte inspirieren lies und eine ungewöhnliche Liebesgeschichte vor und während des Zweiten Weltkriegs erzählte. Die Geschichte von Sala und Otto wird jetzt weiter erzählt. Allerdings steht im neuen Buch ihre 1945 geborene Tochter Ada im Mittelpunkt. Die Geschichte wird von ihr erzählt, die Eltern sind nur Nebenfiguren. So wie auch der später geborene kleine Bruder, der nur Sputnik genannt wird. Die Nachkriegszeit bis Ende der sechziger Jahre ist wohl ganz gut (allerdings auch sehr verdichtet) getroffen: verdrängte Traumata, Schweigen der Elterngeneration, Wirtschaftswunder, Studentenrevolte, schließlich sogar Woodstock. Aber das habe ich alles schon mal irgendwo anders gelesen. Es war nichts neues und dazu eine eher durchwachsene Handlung - Ada erlebt viel, aber macht selbst wenig. Dadurch blieb sie mir fremd und etwas blass. Außerdem immer wieder schwafelige, lange Szenen. Das Buch vermochte mich nur selten zu packen - eigentlich nur bei der Beschreibung der Demo anlässlich des Besuches des Schahs in Berlin. Das fand ich intensiv beschrieben. Ansonsten dümpelt das Buch leider die meiste Zeit vor sich hin und endet dann auch noch recht offen. Was hat Ada zwischen Woodstock und heute erlebt? Was wird aus ihr? Erfahren wir das im nächsten Buch von Christian Berkel und dann aus Sputniks (= der Autor selbst?) Sicht? Mal sehen, ob mich nach diesem eher durchwachsenen Leseerlebnis dann doch noch mal die Neugier packt.

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Ein Vorlesebuch für Kinder ab 4 Jahren und erwachsene (Vor-)Lesende jeden Alters. Das Buch macht mit seinem festem Einband und den vielen liebevollen Illustrationen einen hochwertigen ersten Eindruck. Auch dass Lesedauer (5-13 Minuten) und das jeweils geeignete Alter des Kindes angegeben sind, gefällt mir gut. Die 31 Geschichten wurden von 31 ganz verschiedenen, in Deutschland (mehr oder weniger) bekannten Menschen geschrieben. Viele sind wie Juli Zeh oder Wladimir Kaminer auch sonst als Schriftsteller tätig, aber z.B. auch Musiker wie Olli Schulz haben Geschichten beigetragen. Die Geschichten sind sehr fantasievoll mit sprechenden Tieren, Magie etc. Aufgrund der unterschiedlichen AutorInnen und deren eigener Themen und Sprache auch recht abwechslungsreich. Ob man das nun wie der Verlag als Märchen bezeichnet oder einfach als Geschichten ist jedem selbst überlassen. Ein Highlight sind für mich wie schon angedeutet die ganzseitigen Illustrationen von Martina Liebig, die detailreich und fantasievoll zum Entdecken, Träumen, Fabulieren einladen.

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Tanja Paar hat die Geschichte einer ungewöhnlichen Familie aufgeschrieben. Offenbar ist es die Geschichte ihrer eigenen Familie - oder zumindest von dieser inspiriert -, denn die Familie trägt den gleichen Nachnamen wie die Autorin. Das österreichische Paar Maria und Wilhelm lebt um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert in Anatolien. Dort erleben sie die Umbrüche rund um das Ende des Osmanischen Reiches. Das war durchaus interessant und spannend zu lesen. Anlässlich des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges kehrt die Familie mit ihren drei Kindern nach Österreich zurück. Auch die Identitätssuche zwischen den Kulturen, die alle Familienmitglieder prägt, fand ich sehr interessant. Insgesamt konnte mich das Buch dennoch nicht restlos überzeugen. Erzählt wird manchmal sehr sprunghaft, sodass ich das Gefühl hatte, dass manches auf der Strecke blieb.

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Amity Gaige nimmt den Leser in Unter uns das Meer mit auf einen Segeltörn in die Karibik. Das Ehepaar Juliet und Michael steigt für ein Jahr aus vom gewohnten Alltag in Connecticut. Südsee, Unabhängigkeit, Zeit für die Familie - das klingt wie ein Traum, offenbart aber auch bald seine Schattenseiten in Gegenwart und Vergangenheit. Die Autorin lässt die beiden Protagonisten Juliet und Michael die Geschichte im Wechsel erzählen und zwar so, dass sich trotzdem eine flüssige Story entwickelt. Während Juliet die Geschichte rückblickend erzählt, erfahren wir Michaels Sichtweise anhand des Logbuchs, das er während des Segeltörns geführt hat. Dieser Blick auf die Geschichte von zwei Seiten ist abwechslungsreich und durch die teils rasanten Perspektivwechsel baut sich ein richtiger Sog auf, der den Leser mitzieht. Auf diese Art und Weise bereiten Juliet und Michael jeder für sich ihre Ehe auf. Nach und nach wird einiges an gemeinsamen oder persönlichen Problemen aufgedeckt. Zwischendurch etwas langatmige Beschreibungen der Segeltechnik und auch den Anhang nach dem eigentlichen Schluss hätte ich nicht gebraucht, ansonsten aber sehr gut erzählt.

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Wie schon in Die Ladenhüterin zeichnet die japanische Autorin Sayaka Murata wieder liebevoll eine Außenseiterin, die mit der modernen Welt, den gesellschaftlichen Normen nicht zurecht kommt. Auch wenn Das Seidenraupenzimmer in Japan spielt und sich auf eine Gesellschaft bezieht, die noch mehr auf Normen und Konformität basiert, als in anderen Ländern, ist das, was die Protagonistin beschreibt, auch für westliche Leser gut nachvollziehbar - und auf europäische Lebenswelten beziehbar. Natsuki, die der Leser als 12-Jährige kennenlernt, ist auf eine sympathische Art so naiv und unbedarft, dass sie einem sofort ans Herz wächst und ihre von Lieblosigkeit und Missbrauch geprägte Kindheit umso mehr schockiert. Teilweise mag das von der Autorin überzeichnet sein, aber Natsukis Schicksal blieb für mich immer glaubhaft. Nachdem sich der erste Teil auf Natsukis Kindheit bezieht, macht der zweite Teil einen Sprung in ihr Erwachsenenleben. Immer noch besteht bei ihr der innere Konflikt zwischen Konformität und einem Leben nach eigenen Vorstellungen - in ihrem Cousin und ihrem Ehemann findet sie zwei Schicksalsgenossen. Das ganze gipfelt in einer skurrilen Szenerie. Während ich bei Die Ladenhüterhin zwischendurch auch mal grinsen musste, blieb mir das Lachen bei Das Seidenraupenzimmer im Halse stecken, auch wenn manche Szenen mit der naiven Natsuki komisch wirken mögen. Ich fand es düsterer als den vorherigen Roman.

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Der neue Roman von Elena Ferrante nahm mich anfangs so gefangen wie die Neapolitanische Saga. Angesiedelt ist die Handlung dieser Coming-of-age-Geschichte im Neapel der 1990¿er Jahre in einem gutbürgerlichen Lehrerhaushalt. Erzählt wird die Geschichte von der Teenagertochter Giovanna - ein behütetes, intelligentes Einzelkind, das Kontakt zur verstoßenen Tante aufnimmt, wodurch die weitere Handlung maßgeblich beeinflusst wird. Giovanna wuchs mir ans Herz, die pubertären Probleme mit den Eltern, der Umwelt und sich selbst waren für mich authentisch und nachvollziehbar. Mit Tante Vittoria kehrt der Leser in ein ähnliches Milieu, wie man aus der Neapolitanischen Saga kennt, zurück. Der Kontrast zwischen diesem von Armut und mafiösen Strukturen geprägte Leben und dem Elternhaus von Giovanna wird auch durch die Sprache (Italienisch oder Dialekt) und den Wohnort (oben auf einem Berg oder unten im Tal) verdeutlicht. Insgesamt war das vielleicht nicht unfassbar innovativ, aber doch intelligent unterhaltsam. Im letzen Drittel wurde es dann aber etwas anstrengend: das Leben aller Protagonistinnen dreht sich nur noch um die jeweiligen Männer. Hier hatte die Handlung für mich Längen und die Protagonistinnen hätte ich gerne geschüttelt und ihnen zu etwas mehr Emanzipation und Unabhängigkeit geraten - von der Autorin vermutlich durchaus beabsichtigt dieses Gefühl, aber vielleicht etwas zu sehr auf die Spitze getrieben. Giovanna findet aus dieser Spirale schließlich einen ungewöhnlichen Ausweg und scheint sich am Ende zu emanzipieren. Trotz des etwas verstörenden Endes also auch Hoffnung am Horizont.

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Kristof Magnusson hat mit Ein Mann der Kunst eine eingängliche Satire auf den Kunstbetrieb geschrieben. Kunstinteressiert sollte man als Leser also schon sein, aber auch für eher mittelmäßige Kunstkenner ist das Buch verständlich und unterhaltsam. Dabei wird es aber nie flach und auch nie zu böse bzw. verletzend. Hier bekommt jeder sein Fett weg: die Künstler, die im Kunstbetrieb Tätigen und auch das Publikum. All diese treffen bei einer sommerlichen Wochenendreise im malerischen Rheingau zusammen - zusammen mit den Temperaturen erhitzen sich auch die Gemüter ... Die Figuren blieben für mich etwas blass - bis zu letzt konnte ich sie alle, inkl. des Ich-Erzählers, nicht wirklich greifen. Vielleicht ist das auch Absicht des Autors. Alles in allem ein intelligenter, satirischer Unterhaltungsroman.

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Ein Sonntag mit Elena von Fabio Geda ist ein Buch, das oft anders ist, als man erwarten könnte. Die Geschichte ist ruhig erzählt, ohne viel handfeste Handlung und spektakuläre Wendungen. Ungewöhnlich die lange entfremdete Tochter als Erzählerin der Geschichte ihres Vaters. Manches blieb etwas unscharf: der Sonntag mit Elena als Wendepunkt, das Zerwürfnis und das Wiederannähern von Vater und Tochter. Vielleicht ist das aber auch im wahren Leben manchmal einfach so unspektakulär. Das was ich geschrieben habe, hört sich vielleicht kritisch ab, aber das neue Buch von Fabio Geda ist eine gut geschriebene, nette, ruhige Familiengeschichte, die ich gerne gelesen habe. Kein Kitsch, keine Action, keine komplexe Handlung, sondern eine realistische, ruhige Beschreibung einer relativ normalen Familie.

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Hubert Achleitner, der mit flüchtig sein Roman-Debüt vorlegt, ist manchen auch als Liedermacher Hubert von Goisern bekannt. Flüchtig ist ein langsam erzählter Roadtrip, der immer wieder Abzweigungen nimmt. Für mich war das Buch ganz anders als der Begleittext vermuten lässt. So wird hier nicht stringent die Geschichte von Maria erzählt, sondern auch die einiger anderer Personen. Die Reise durch Europa treten Maria und Herwig getrennt an. Die Liebesgeschichte zwischen beiden wird in Rückblicken erzählt. Was die beiden aneinander fanden und finden wurde für mich immer rätselhafter. Fast sämtliche Nebenpersonen werden ziemlich ausführlich beschrieben. Das hat seinen Reiz, da sie alle unterschiedlich sind. Es wird auch nie langweilig, aber so ganz rund fand ich den Roman nicht. Durch die Abschweifungen bleibt die eigentliche Handlung mit Maria und Herwig sehr überschaubar. Für mich war das Buch wie gesagt ganz anders als erwartet und blieb in der Gesamtgeschichte hinter meinen Erwartungen zurück. Dennoch liest sich das Buch gut, flüssig und unterhaltsam. Ausgeschmückt ist der Roman immer wieder mit musikalischen Anspielungen.

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Das Debüt der belgischen Schriftstellerin Adeline Dieudonné wird mit so viel Vorschusslorbeeren überschüttet, dass man nach dem Lesen leicht enttäuscht sein kann. Bitte nicht falsch verstehen: es ist ein gutes, intelligentes, lesenswertes Buch mit einer Hauptprotagonistin, die ans Herz wächst, aber für mich war es keine literarische Sensation. Deshalb: Bitte nicht die Zeit damit verschwenden, Preisungen oder Inhaltsangaben zu dem Buch zu lesen, sondern einfach das Buch unvoreingenommen lesen! Es lohnt durchaus! Doch noch ein paar mehr Infos? Na, gut! In Das wirkliche Leben lernt der Leser eine namenlose jugendliche Ich-Erzählerin kennen, die ihre Träume nie aufgibt. Die Voraussetzungen sind denkbar schlecht, denn durch ihre lieblosen Eltern erfährt sie keinerlei Unterstützung. Stattdessen baut sich eine immer bedrohlichere Atmosphäre auf, die schließlich explodiert. Das Buch lebt von seiner sympathischen Hauptprotagonistin, in die man sich sehr gut hineinversetzen kann und mit der man unwillkürlich um ein gutes Ende in diesem unheilvollen Szenario bangt. Für mich eine bewegende, subtil-spannende Geschichte.

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