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Alle Rezensionen von cybergirl

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Brigitte Riebe bewegte sich in ihren früheren Werken meist im Mittelalter und hat viele Bestsellerromane veröffentlicht. Seit "Marlenes Geheimnis" hat die Autorin sich den Nachkriegsjahren zugewandt und vermittelt die damalige Zeit den Lesern mit Bravour. "Die Schwestern vom Ku¿damm - Wunderbare Zeiten" ist nun der 2.Teil einer Trilogie um die Familie Thalheim und ihrem Kaufhaus. In diesem Buch wird der Leser nach Berlin in die Jahre 1952-1957 versetzt. Die Menschen im Westen haben sich langsam von den Folgen des Krieges erholt. Die Läden sind wieder voll, man kann kaufen wonach dem Herz begehrt. Im Osten sieht das ganz anders aus. Es gibt immer noch Lebensmittelkarten. Die Menschen haben oft nicht genug um satt zu werden. Auch die Spannungen zwischen Ost und West nehmen immer mehr zu, das zweigeteilte Land triftet immer mehr auseinander. Brigitte Riebe zeigt dies gut anhand der Geschwister Friedrich und Carl Thalheim auf. Friedrich der Besitzer des Modehaus Thalheim und Patriarch der Familie bekommt langsam einen Wohlstandsbauch. Die Geschäfte blühen und die Regale im Kaufhaus sind voll. Carl ist Anwalt und lebt im Osten. Carl lebt von einem kargen Salär, seine geschiedene Frau hat einen Pfarrer mit 2 Töchtern geheiratet denen das Leben schwer gemacht wird. So kommt es zwischen den Geschwistern genauso zu Spannungen wie zwischen der BRD und der DDR. Stand im 1. Band Rike, die älteste der 3 Thalheim Mädchen im Mittelpunkt der Handlung so ist es im 2. Band Silvie die mittlere Tochter. Während Rike sich ganz dem Kaufhaus verschrieben hat, macht Silvie Karriere beim RIAS Berlin. Silvie macht in diesem Buch einen enorme Entwicklung durch. Sie wird e in diesem Buch immer mehr zum Familienmensch. Silvie ist immer zur Stelle, wenn sie gebraucht wird. Besonders um Oskar, Ihrem Zwillingsbruder ist sie bemüht. Oskar leidet an den Folgen des Krieges und der Gefangenschaft. Wie wahrscheinlich tausende Männer die aus dem Krieg nach Hause gekommen sind leidet er unter Albträumen. Silvie hat aber auch ihre Probleme die sie versucht mit sich selber auszumachen. So leidet sie darunter, dass ihr die Liebe und die eigene Familie versagt bleiben. So stößt man immer wieder auf ihre Worte "Kein Mann. Kein Haus. Kein Kind" Ich habe in diesem Buch viel mit Silvie gelitten und immer wieder gehofft, dass sie endlich das Glück findet. Es werden auch viele bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Film und Musik in diesem Buch erwähnt, was die Erzählung noch authentischer werden lässt. Viele der Namen sind mir noch aus meiner Jugend bekannt. Im Anhang des Buchs gibt es wieder eine Timeline wo wichtige Ereignisse der Jahre 1952-1957 aufgeführt werden. So einiges ist in die Handlung des Buchs mit eingeflossen so, dass Realität und Fiktion kaum zu trennen sind. Wieder einmal hat Brigitte Riebe mich mit ihrem Schreibstil begeistert. Das Buch hat mich einfach so gefesselt, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Ich war von der 1. Seite an von der Geschichte begeistert und habe mich gefreut die Protagonisten wieder zu treffen. Dieses Buch bekommt von mir 5 Sterne, könnte ich 10 Sterne vergeben so würde ich es gerne tun den das Buch gehört zu meinen Highlights des Jahres 2019 wie schon der 1. Band zu meinen Highlights 2018 gehört hatte. Jetzt bleibt mir nur noch mich auf den 3. Band, der im April 2020 erscheint zu freuen. Und ich bin mir jetzt schon gewiss, dass mir auch im nächsten Jahr zumindest ein Lesehighlight bevorsteht.

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Wenn man von einem Selbstmörder hört, der vor einen Zug gesprungen ist habe ich mich schon oft gefragt, was wird aus dem Zugführer. Hat der Selbstmörder, aus welchem Grund auch immer den Suizid verübt hat damit nicht ein weiteres Leben zerstört? In ihrem Buch "Der Sprung" erzählt Simone Lappert von Manu, einer Frau die auf dem Dach eines Hauses steht und offensichtlich in die Tiefe springen will. Einen Tag und eine Nacht hält sie die Menschen in Atem. Die Autorin erzählt die Geschichte aber nicht aus Sicht der Frau auf dem Dach sondern aus der Sicht der mehr oder weniger unfreiwillig Beteiligten. Da ist der Freund von Manu, die Schwester, eine Frau die in diesem Haus wohnt und nicht in ihre Wohnung kann, eine alte Frau die Manu auf dem Dach entdeckt hat und die Polizei informiert hat, der Polizist der die Frau vom Dach holen soll, eine Kaufmannsfrau deren Geschäft um die Ecke ist und eine Café Besitzerin gegenüber. Simone Lappert reißt das Leben der Menschen vor dem Ereignis kurz an, erzählt dann wie die einzelnen Personen auf unterschiedliche Weise davon erfahren haben und wie sie damit umgehen. Ein und dieselbe Situation wird somit aus verschiedenen Perspektiven betrachtet was sehr interessant ist. Auch die vielen Schaulustigen und die Medien die sich einfinden werden nicht ausgelassen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und sie verpackt dieses doch tragische und ernste Ereignis in einen doch recht unterhaltsamen aber auch tiefgründigen Roman. Für mich ist "Der Sprung" ein Buch das mich nachdenklich (im positiven Sinne) zurücklässt und noch lange nachklingen wird.

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Signe Munch lebt für die Kunst. Ihre große Leidenschaft ist die Malerei. Um eine Ausbildung als Malerin machen zu können hat sie sich sogar scheiden lassen. Sie nimmt Unterricht beim Sohn von Paul Gauguin. Ihr großes Vorbild ist allerdings ihr Onkel Edvard Munch. Dann begegnet ihr mit Einar noch einmal die Liebe. "Die Malerin des Nordlichts" von Lena Johannson ist ein neuer Roman der Buchreihe "Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe" die im Aufbau Verlag erscheint. Es ist eine sehr schöne Buchreihe, jedes Buch ist einer starken Frau gewidmet, ich habe fast alle Bücher aus der Reihe gelesen und bin begeistert. So bin ich natürlich auch von "Die Malerin des Nordlichts" begeistert. Im Mittelpunkt steht Signe Munch. Natürlich kennt jeder ihren Onkel Edvard Munch. Signe hingegen war mir bisher unbekannt. Sie ist wohl auch etwas in Vergessenheit geraten, ich habe im Internet nicht allzu viel über sie finden können. Lena Johannson hat mit ihrer Recherchearbeit großes geleistet und Signe Munch neues Leben eingehaucht. Die Lücken im Leben der Künstlerin hat sie wundervoll mit ihrer Fantasie gefüllt so, dass man glaubt, Ja, genau so muss es gewesen sein. Signe wird als selbstbewusste Frau dargestellt die für ihre Kunst lebt. Dafür hat sie sich scheiden lassen und die gesicherte Stellung an der Seite ihres Mannes gegen das arme Leben einer Künstlerin eingetauscht. Die Autorin hat das Buch in einem unterhaltsamen Stil geschrieben und vermittelt dem Leser aber auch viel von dem Leben einer Frau und dem Leben der Künstler in den 1920er / 1930er Jahren. "Die Malerin des Nordlichts" ist eine echte Empfehlung für alle die gerne Historische Romane lesen.

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In ihrem neuen Roman "Aufbruch in ein neues Leben" erzählt Linda Winterberg die Geschichte von 3 jungen Frauen deren Traum es ist Hebamme zu werden. Die 3 jungen Frauen treffen in der Hebammenlehranstalt der neuen Frauenklinik in Neuköln aufeinander wo sie ihre Ausbildung machen wollen. Sie sind von ihrer Art und Herkunft ganz unterschiedlich, freunden sich an und werden eine eingeschworene Gemeinschaft. Edith kommt aus Berlin, ihr Vater ist ein reicher, jüdischer Kaufhausbesitzer. Ihr hat es zu Hause an nichts gefehlt, außer vielleicht an Liebe und Geborgenheit. Um sich ihren Traum Hebamme zu werden und auf eigenen Beinen zu stehen statt reich zu heiraten und versorgt zu sein, musste sie mit ihren Eltern brachen. Luise kommt aus Ostpreußen, sie hat früh ihre Eltern verloren und ist bei ihrer Großmutter aufgewachsen. Die Großmutter ist Hebamme und hat Luise schon früh mitgenommen wenn es um die Versorgung der Mütter ging oder eine Geburt bevorstand. Luise möchte in die Fußstapfen ihrer Großmutter treten, die ihr mit ihrem Ersparten die Ausbildung ermöglicht. Margot ist in Neuköln zu Hause. Sie kommt aus ärmlichen Verhältnissen, wohnt mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern in einer Kellerwohnung im Hinterhof. Dank der Fürsorge darf sie eine Ausbildung machen, die sie sich nie hätte leisten können. Schnell sind mir die 3 Freundinnen ans Herz gewachsen und nicht nur sie. Da sind auch die Hebamme Frieda, die Oberhebamme Frau Marquart, Ärzte und der Professor. Es müssten so viele erwähnt werden. Die Autorin hat liebenswerte Charaktere erschaffen und ihnen Leben eingehaucht. Auch die Zeit beschreibt Linda Winterberg sehr authentisch. Es gibt so viel Leid, so viel Not in den Kriegsjahren. Die Kindersterblichkeitsrate ist ziemlich hoch. Kein Wunder, alle sind unterernährt. Aber es gibt auch viele schöne Augenblicke. So ist es immer ein Erlebnis und eine Freude wenn ein neues Leben geboren wird und die Worte Fallen "Herzlich Willkommen auf der Welt" Das Buch "Aufbruch in ein neues Leben" hat mich tief berührt, jetzt freue ich mich schon sehr auf die Fortsetzung.

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Nach einer neuen missglückten Liebe hat Nele erst einmal die Nase voll. Sie möchte sich jetzt ganz auf ihre Karriere konzentrieren. Endlich hat sie eine Stelle in der Hamburger PR-Agentur von der sie schon lange träumt. Ihr Chef Claas gibt ihr auch gleich den Auftrag, eine Imagekampagne für den Politiker Rüdiger Hofmann-Klasing zu entwerfen. RHK wie er abgekürzt wird ist ein unsicherer Mann und seine Umfragewerte sind im Keller aber er soll Bürgermeister von Hamburg werden. Da liegt jede Menge Arbeit vor Nele. Auch ihr Bruder Lenny, der das Down-Syndrom hat fordert Neles Hilfe. Er will endlich selbstständig sein und eine eigene Wohnung haben. Zu allem verliebt sich Nele auch noch in Claas was so gar nicht in ihre Pläne passt. Aber alles was sie gegen Class aufzählt verschwindet wenn sie ihm gegenüber steht. "Meistens kommt es anders, wenn man denkt" ist schon der 5. Band der Hamburg-Reihe von Petra Hülsmann. Für mich ist es das erste Buch der Autorin. Viele der Protagonisten sind wohl schon aus den vorherigen Büchern bekannt aber auch wenn man die nicht gelesen hat kommt man sehr gut in die Story. Die Charaktere sind sehr gut getroffen, ich habe mich schnell mit ihnen angefreundet. Nur bei Rüdiger Hofmann-Klasing hatte ich so meine Bedenken. Er soll von der PR-Agentur praktisch ein neues Image bekommen, das ihn zur Wahl des Bürgermeisters verhilft. Am Anfang war der Politiker völlig unselbstständig und unsicher. Es ist schön die Entwicklung zu verfolgen die er im Laufe der Geschichte und mit Hilfe von Nele durchmacht. Nele ist natürlich die Hauptperson in dieser Geschichte. Ich habe sie vom ersten Augenblick an gemocht. Nele ist eine so liebenswerte Person, die immer erst an andere denkt und sich immer zurücknimmt. Ihr Bruder Lenny hat das Down-Syndrom und hat lange unter einem Herzfehler gelitten. Erst nach der letzten Operation geht es ihm gut. Nele hat sich immer um ihren Bruder gekümmert, wollte ihren Eltern nie Sorgen bereiten da sie sich ja schon um Lenny sorgen mussten. Ich denke, sie hat sich manchmal selbst vergessen. Lenny ist auch super dargestellt. Mir gefällt es sehr, dass er nicht einfach als Behinderter beschrieben wird. Sondern als junger Mann der gerne selbstständig sein möchte. Er ist so ein netter, fröhlicher und ehrlicher Charakter. Lenny träumt von einer eigenen Wohnung, einem Job als Tierpfleger, er möchte so leben wie ein Mensch ohne Behinderung. Natürlich braucht er dabei Hilfe, die fordert er auch bei Nele ein. Claas war mir auch sofort sympathisch. Man spürte gleich, dass auch er eine große Enttäuschung oder einen Verlust hinter sich hatte. Und man spürte auch das Nele ihm nicht gleichgültig ist. Petra Hülsmann schreibt das alles in so einem leichten, spritzigen und humorvollen Schreibstil. Ich konnte das Buch oft gar nicht aus der Hand legen. "Meistens kommt es anders, wenn man denkt" bekommt von mir 5 Sterne für die schönen Stunden die ich mit dieser Geschichte verbringen durfte. Jetzt habe ich mir vorgenommen die vorherigen Bände zu lesen.

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Paris 1944, Edith Piaf trifft auf den jungen Sänger Yves Montand. Sein Auftritt gefällt Edith Piaf so gar nicht, doch sie merkt welches Potential in diesem jungen Mann steckt und wird seine Lehrmeisterin und Geliebte. Yves Montand ist es auch der Edith Piaf zu ihrem berühmten Lied La vie en Rose inspiriert. Gleichzeitig droht Edith ein Auftrittsverbot. Wegen Konzerten die sie während der Naziherrschaft in Deutschland vor französischen Gefangenen gegeben hat muss Edith Piaf sich rechtfertigen. Wie schon bei dem vorangegangenen Buch "Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe" hat Michelle Marly sich wieder eine berühmte und starke Frau für ihr Buch ausgesucht. In "Madame Piaf und das Lied der Liebe" erzählt die Autorin über die Glanzzeit von Edith Piaf. Das Buch ist keine Biografie, es beinhaltet nur die Zeit von 1944-1947, die Zeit, die Edith Piaf mit dem Sänger Yves Montand liiert war. Diese Zeit hat die Künstlerin zu einem ihrer großen Chansons inspiriert, zu "La vie en Rose". Der Prolog erzählt wie Edith Gassion im Alter von 21 Jahren durch den Textdichter Raymond Asso ihren ersten großen Auftritt erhielt. Von nun an nannte sie sich Edith Piaf und es war der Beginn einer großen Karriere. Am Ende des Buches fast Michelle Marly noch einmal kurz zusammen wie es nach 1947 im Leben von Edith Piaf weiterging. So hat man doch einen Gesamtüberblick über das Leben der Künstlerin. Durch Gedankenrückblicke von Edith Piaf erfährt man auch wie sie aufgewachsen ist, dass es ihr sehr an Zuneigung gefehlt hat. Ich denke das ist auch der Grund, dass Edith Piaf immer hungrig nach Liebe und Anerkennung war. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und unkompliziert und sie stellt Edith Piaf in einer Art da wo ich sage, ja, das war Edith Piaf. Jetzt am Ende des Buches verneige ich mich nicht nur vor der großen, kleinen Edith Piaf sondern auch vor Michelle Marly die dieses Buch in einer so wunderschönen Art geschrieben hat. Man spürt die Sorgfalt und die Liebe mit der die Autorin recherchiert hat und mit der sie das Buch dann auch geschrieben hat.

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Auf Sylt wurde in einer Düne die zum Grundstück der Familie Melander gehört 2 Leichen gefunden. Offenbar sind sie schon vor langer Zeit zu Tode gekommen. Kurz daraus werden Yvonne Melander und ihr kleiner Sohn Nicky vergiftet. Es besteht der Verdacht, dass der Giftanschlag Adeline Melander, dem Familienoberhaupt gegolten hat. Bei den Ermittlungen stoßen John Benthien und seine Kollegen darauf, dass es in der Familie ungewöhnlich viele tödliche Unfälle gab. "Dünengeister" ist der 6. Nordsee Krimi mit Hauptkommissar John Benthien und seinem Team aus der Feder von Nina Ohlandt. Es gibt am Anfang eine Personenliste der Kripo Flensburg und am Ende des Buches einen Überblick über die Familie Melander und andere Personen. Das ist sehr hilfreich so behält man gut den Überblick. Es beginnt mit der Vorgeschichte der Familie Melander, einmal im Jahre 1778 und dann in den Jahren 1914/1915. So bekommt man schon einmal ein Gefühl wie alteingesessen und bekannt die Familie auf Sylt ist. Von der ersten Seite an war ich von der Story gefangen, der Beginn war schon sehr spannend und ich kann versprechen, die Spannung hält sich auch bis zum Ende des Buches aufrecht. Lange Zeit weiß man nicht ob der Giftanschlag nicht Adeline Melander gegolten hat, es gibt immer wieder Hinweise, dass sie in Gefahr ist, außerdem gibt es einen Stalker. Zwischen den Kapiteln gibt es dann manchmal die Gedanken des Beobachters von Adeline der ER genannt wird. Die Mitglieder der Familie Melander sind alle sehr unterschiedlich. Tristan, der Sohn von Theo und Evi Melander hat mir gut gefallen aber auch leidgetan. Der Junge hat ein Defizit mit Kontakten, ist ein Einzelgänger. Anstatt ihn zu fördern wird er sich selbstüberlassen. Es scheint sich keiner um ihn zu kümmern. Der Einzige der ihn zu verstehen scheint ist Justus Melander, der Bruder von Adeline. Überhaupt scheint Justus der einzige Mensch in der Familie zu sein der nett und herzlich sein kann. Von der Familie hatte ich den einen oder anderen schon in Verdacht, habe es dann wieder verworfen um ihn dann erneut zu verdächtigen. Die Auflösung war dann auch sehr ungewöhnlich und spektakulär. Das Ermittlerteam kennt man ja als Leser der Krimis von Nina Ohlandt schon. Mir sind John Benthien und Lilly sehr sympathisch und es ist schön, nachdem es im letzten Buch in der Beziehung gekriselt hat, dass wieder alles im Lot ist. Auch bei Tommy scheint sich das Privatleben zu stabilisieren. Eine Person muss noch erwähnt werden, Ben, der Vater von John. Er betreibt einen Foodblog und denkt sich die kuriosesten Rezepte aus. Natürlich müssen John und Lilly das Ganze verkosten und ihre Meinung dazu sagen. "Dünengeister" ist für mich ein gelungener, spannungsgeladener Krimi den ich uneingeschränkt empfehlen möchte.

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Die Tatortreinigerin Judith Kepler soll die Firma von ihrem kranken Chef übernehmen. Gleichzeitig stirb Eva Kellermann, die Frau, die damals die Operation Saßnitz verraten hat. Kurz vor ihrem Tod vertraut sie ihrer Tochter Isa Kellermann noch ein Geheimnis an. Isa beginnt die Jagd auf Bastide Lancan. Auch Judith will Rache an ihrem Vater nehmen der für so viel Leid verantwortlich ist. Die Spuren zu Bastide Larcan führen nach Odessa. "Schatten der Toten" ist ein gelungener 3. Teil der Judith-Kepler-Reihe von der Bestsellerautorin Elisabeth Herrmann. Die meisten Protagonisten sind dem Leser ja mittlerweile bekannt. Man trifft die ganze Riege der Operation Saßnitz wieder (sofern sie noch am Leben sind). Genauso wie einige der Bewohner des Nazidorfes. Da zwischen den Bänden immer einige Zeit verstrichen ist, hatte ich die Ereignisse nicht mehr ganz griffbereit. So war es sehr hilfreich, dass immer mal wieder auf die früheren Ereignisse hingewiesen wurde. Dass geschah immer nur in ein paar Sätzen, also keine ellenlangen Wiederholungen. Genau richtig um dem Gedächtnis wieder auf die Sprünge zu helfen. Elisabeth Herrmann versteht es ihre Leser zu unterhalten. Sie schreibt in einer ruhigen und sehr spannenden Art, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Man muss den 1. Und 2.Teil nicht zwangsläufig gelesen haben, wie gesagt, die wichtigsten Ereignisse werden im Buch kurz angerissen. Trotzdem würde ich es jedem empfehlen erst "Zeugin der Toten" und danach "Stimme der Toten" zu lesen, den sie sind wirklich lesenswert und man freut sich dann umso mehr die bekannten Protagonisten wieder zutreffen. Das Buch endet geheimnisvoll und schließt damit einen weiteren Teil nicht aus.

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In seinem neuen Historischen Roman "Der Gesang der Bienen" erzählt Ralf H. Dorweiler die Geschichte des Zeidlers Seyfried. Es ist das Jahr 1152, im Schwarzwald lebt Seyfried mit seiner Frau Elsbeth und seinen Kindern Anna, Jasper und Lise. Seyfried ist Zeidler, das heißt, er erntet Honig und Wachs von wilden Bienenvölker. Seine Frau Elsbeth ist die Tochter eines Apothekers und da sie schon in jungen Jahren ihrem Vater geholfen hat kennt sie sich mit Heilpflanzen und ihrer Wirkung gut aus. So wird sie immer wieder um Hilfe gebeten. Ein fahrender Medicus hat ihr ein junges Mädchen übergeben das starke Blutungen hat. Es stellt sich heraus, dass Mädchen ist Fronika von Staufen, die Tochter des Burgherren von Gottfried von Staufen. Als das Mädchen stirbt wird Elsbeth zum Tode verurteilt. Die Begründung, weil Elsbeth ein Weib ist kann sie keine Heilerin sein, sie muss mit dem Teufel im Bunde stehen. Auf Seyfrieds Einwand hin, dass Hildegard von Bingen auch eine Heilerin ist wird ihm eine Frist von 2 Wochen gewährt die Fürsprache von Hildegard einzuholen. Seyfried macht sich auf den weiten Weg nach Bingen. Die Handlung wechselt von Seyfried der auf dem Weg nach Bingen ist zu den Kindern die in der Burg festgehalten werden und zu Elsbeth die in einem finsteren Verlies eingesperrt ist. Ich fand es schön, dass nicht nur der Weg nach Bingen und der Aufenthalt im Kloster von Seyfried beschrieben wurden sondern auch die Nöte von Elsbeth und den Kindern. Besonders gut hat mir die Beschreibung vom Bau des Klosters gefallen. Man hat die Baustelle und das Gewusel förmlich vor seinem inneren Auge gesehen. Auch die Person Hildegard von Bingen wurde in vielen Fasteten dargestellt. Einmal als unnahbare, ja fast herrliche Äbtissin und dann wieder als einfühlsame und milde Mutter und als hochintelligente Frau. Ganz nebenbei konnte man auch noch einiges über das Zeidler Handwerk erfahren. Am Ende des Buches ist ein Personenregister das ich sehr nützlich fand. Die einzelnen Kapitel sind mit einer Überschrift versehen in der die Tage gezählt werden die Seyfried für die Rettung seiner Frau noch bleiben. Das fand ich sehr spannend, man spürte förmlich wie Seyfried die Zeit davon lief. "Der Gesang der Bienen" ist ein intensiver und lehrreicher Historischer Roman so wie ich ihn mag.

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"Eisige Tage" ist der Auftakt einer neuen Krimireihe von Alex Pohl, vielen Krimi/Thriller Fans unter dem Pseudonym F. C. Frey bekannt. Der Handlungsort ist Leipzig. Die Kommissare sind Hanna Seiler und Milo Novic. Zwei interessante Charaktere mit bewegter Vergangenheit die sich nur allmählich entblättert. Hanna ist verwitwet und hat einen Sohn, ihr Mann war auch Polizist, hatte ein Alkoholproblem und hat sich erschossen. Novic ist Serbe und hat im Kosovo-Krieg alles verloren, bis auf seine Schwester. Er scheint immer noch unter einem Trauma zu leiden. Seine Sinne sind geschärft und er erlebt sein Umfeld oft in Farben. Ich denke und hoffe, dass man über die Vergangenheit der beiden Kommissare in den nächsten Bänden noch mehr erfahren wird. Der Fall, ein Mord an dem Anwalt Malinowski. Bei ersten Ermittlungen stoßen die Kommissare auf Bilder und Videos von minderjährigen Mädchen. Der Weg führt zu dem Russen Iwanow der "Onkel" genannt wird und der die Stadt sein eigen nennt. Iwanow ist ein weiterer interessanter Charakter. Er weiß viel über die Vergangenheit der Ermittler. Woher? Vielleicht erfährt man das im nächsten Band, den ich bin sicher, dass man auch von Iwanow noch lesen wird. Das Buch umfasst 425 mit Spannung geladene Seiten. Durch Rückblenden lernt man die Kommissare langsam kennen aber hier liegt noch einiges im Verborgenen und ich freue mich sie in weiteren Bänden noch besser kennen zulernen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und nicht mit unnötigem Drumherum in die Länge gezogen. "Eisige Tage" ist ein spannender Krimi der alle Krimifans begeistern wird.

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