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Alle Rezensionen von Ina Vainohullu

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Jojo Moyes erzählt mit offenen Worten eine hoch emotionale, sehr anrührende, nachdenklich machende Geschichte, über Liebe, Hoffnung und Tod, die tief ins Herz geht, die unser Bewusstsein für gewisse Dinge verändert, die unsere Wahrnehmung schärft, bei der wir aus vollem Herzen lachen und schrecklich viele Tränen vergießen. Die Protagonisten sind toll !!! Ich hab Lou vom ersten Augenblick an geliebt. Nicht nur ihr Fimmel für unharmonische Outfits, sondern ihre ganze lockere Art machen sie unglaublich sympathisch. Anfangs wirkt sie noch eher zurückhaltend, doch je mehr Zeit sie mit Will verbringt, desto mehr Kraft und Willensstärke entwickelt sie. Sie will das er seinen Lebensgeist zurückbekommt, neuen Mut schöpft und einsieht, das man auch mit einer Behinderung leben und vor allem noch Tolles erleben kann. Will wiederum zeigt ihr das sie unbedingt etwas aus ihrem Leben machen muss. Beide müssen immer wieder über ihre Schatten springen, Vergangenes überwinden und verarbeiten. Doch nach anfänglicher Unsicherheit und einer saftigen Portion Misstrauen, wachsen die beiden mehr und mehr zusammen und es entwickelt sich eine innige, tiefgründige Freundschaft, die irgendwann zu Liebe wird. Obwohl sie einen so lockeren, flüssigen und beinahe schon frechen Schreibstil an den Tag legt, behandelt Jojo Moyes hier ein sehr sensibles, tiefschürfendes Thema um das sie eine berührende Liebesgeschichte spinnt, die so ganz anders ist, als alle anderen und mit der sie schlichtweg nur punkten kann. Ein ganzes halbes Jahr ist die Geschichte zweier Menschen die unterschiedlicher nicht sein könnten, die lange brauchen um ihre Gefühle füreinander zu entdecken, doch die einander zweifellos brauchen um zu erkennen, was das Leben, außer alltäglicher Eintönigkeit, noch zu bieten hat. Und vor allem eine Geschichte die uns zeigt, das das Leben oft viel zu kurz ist um groß zu zögern..... Man muss dieses Buch einfach lesen und lieben !!!

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Vom Inhalt her hatte ich keine wirklichen Erwartungen an das Buch. Ich fand den Klappentext einfach sehr ansprechend und hatte mich auf leichte,unterhaltsame Lektüre eingestellt. Doch Laurie Frankel hat mit ihren Lesern Anderes im Sinn, als sie nur gut zu unterhalten. Sie erzählt mit schnörkellosen Worten eine sehr einfühlsame, nachdenklich machende, in drei Teile gegliederte, Geschichte über das Leben und den Tod, über Liebe und Freundschaft und über das Loslassen. Vordergründig steht hier das Thema Trauerbewältigung, dem sie ganz neue, moderne Möglichkeiten verpasst. Die Idee, das es irgendwann tatsächlich einen Algorithmus geben könnte, der aus den aufgezeichneten Nachrichten und Video-Chats der Verstorbenen, neue Mails an die Hinterbliebenen macht, ist einerseits erschreckend, andererseits jedoch sehr faszinierend. Und ethisch ist dieses Thema natürlich sehr heikel. Doch die Autorin scheut sich nicht, auch die negativen Seiten einer solchen Möglichkeit anzusprechen, die sie auch ihre Protagonisten kennen lernen lässt. Diese, und das hat mir sehr gut gefallen, halten immer zusammen. Egal, durch welch dunkles Tal sie gehen müssen, sie sind stets füreinander da, geben sich gegenseitig Kraft und halten zueinander. Das Gut der Freundschaft und Verbundenheit spielt hier eine große Rolle. So werden die Protagonisten, die mir, jeder in seiner liebevoll gezeichneten Einzigartigkeit schnell ans Herz gewachsen sind, schon bald zu einer großen Familie, in der einer auf den anderen bauen kann. Durch ihre sehr emotionale und mitreißende Erzählweise hat mich Laurie Frankel nicht nur zum Lachen gebracht, sondern auch dafür gesorgt das reichlich Tränen fließen und man den ein oder anderen Schluchzer kaum unterdrücken kann ! Man sollte das Buch also vielleicht inklusive Taschentüchern verkaufen und mit einem Hinweis versehen, der den Käufer davor warnt, das Buch in der Öffentlichkeit zu lesen. Mich hat die Geschichte sehr bewegt und auch wenn es nicht immer, wie vorher erwartet, leichte Kost war, so hat mich das Buch doch sehr gut unterhalten und ich werde noch lange davon zehren. ;) Fazit: Eine wunderschöne, sehr emotionale Geschichte über die Liebe, das Leben und den Tod. Ein Buch das tief bewegt, mitreißt und so schnell nicht mehr loslässt !!! Für alle Fans von Ein ganzes halbes Leben von Jojo Moyes ist dieses Buch ein ganz klares Muss !

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Die 17-jährige, todkranke Cam, weiß das sie bald sterben wird und hat längst aufgegeben, denn sie weiß das ihr nichts mehr helfen wird. Den Großteil ihrer Zeit verplempert sie mit Nichtstun und damit den Leuten zynische Bemerkungen an den Kopf zu werfen und ihnen das Leben schwer zu machen. Allen voran ihrer Schwester, ihrer Mutter und dessen Freund. Sie ist abgrundtief negativ eingestellt, sucht immer nach dem Haar in der Suppe und benimmt sich echt egoistisch. Ja, sie ist schwer krank, aber ich finde sie sollte ihre restliche Zeit besser nutzen, als die Leute die nur ihr Bestes im Sinn haben, zu vergraulen. Mir ging sie wirklich ziemlich lange auf die Nerven. Erst gegen Ende des Buches als sie den atemberaubenden Asher, den ich wirklich großartig gezeichnet fand, mit all seinem Können, aber auch den kleinen Schwächen, kennenlernt und merkt wie wenig Zeit ihr eigentlich noch bleibt, wird es besser, denn da beginnt sie auch mal an andere zu denken. Viele der Charaktere waren für mich nicht wirklich greifbar, sie bewegen sich am Rande oder sind kaum sichtbar. Und auch zu den Hauptprotagonisten konnte ich nicht wirklich eine Verbindung herstellen. Das Buch hat sich schön lesen lassen, auch wenn die Autorin die Angewohnheit hatte, von einer Handlung zur nächsten zu springen, so das man kurzzeitig immer wieder mal den Überblick verloren hat und der Lesefluss ins Stocken geriet. Es gibt viele Lücken, die nicht wirklich geschlossen werden und die Autorin verliert sich mehrmals in der Beschreibung völlig unnützer Details, führt anderes aber nicht zureichend aus. Zudem finde ich manch eine Handlung oder Reaktion total oberflächlich. Mir fehlte oftmals der Tiefgang den ich mir für eine solche Geschichte wünsche. Es gab zwar die ein oder andere Stelle die mich berühren konnte, doch das große Ganze erschien mir zu unglaubwürdig und konnte mich nicht so recht mitreißen. Es gab so viele Szenen die nicht nachvollziehbar waren und viele Dinge die mich nachdenklich zurücklassen. Ich muss ehrlich sagen, das ich MEHR erwartet hatte. Schade.

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Sprachlich ist der Einstieg ins Buch ein echter Graus. Sehr holprig, durcheinander und verwirrend. Dies legt sich glücklicherweise recht schnell und der Schreibstil wird flüssiger und angenehmer zu lesen. Die Dialoge wiederum erscheinen mir manchmal etwas erzwungen, die Ausdrücke zu einseitig ( das schlimme F-Wort wiederholt sich ziemlich oft ). Was mir gut gefällt ist, das es in der ersten Hälfte, bis auf eine kleine Ausnahme, noch nicht wirklich zur Sache geht. Es herrscht zwar eine anhaltende, knisternde Spannung zwischen Damien und Nikki, die zu der ein oder anderen Plänkelei führt, doch sie gehen nicht direkt bis zum Äußersten. Etwas unrealistisch finde ich dagegen die Tatsache, das sich Nikki so schnell, nicht nur auf Damien, sondern auch auf dessen Spielchen einlässt. Es kostet sie zwar zunächst einiges an Überwindung, doch nachdem sie erst einmal über ihren Schatten gesprungen ist, wird sie zum treibenden Keil der erotischen Spielchen. Sie bringt Damien von sich aus immer wieder auf prickelnde neue Ideen, die ich jetzt nicht unbedingt in die BDSM Schiene stecken würde, die aber auch nicht ohne sind. Leider gibt es einige Parallelen zu einer sehr erfolgreichen erotischen Trilogie. Sehr schade, denn das nimmt der Geschichte ein bisschen vom eigenen Charakter und schmälert an manchen Stellen die Leselust. Auch in Bezug auf die Protagonisten gibt es Ähnlichkeiten. Milliardenschwerer, gutaussehender Jungunternehmer trifft auf intelligentes Mädchen, mit dem er gerne ein bisschen spielen würde. Am Ende bleibt die Frage wer hier wohl mit wem gespielt hat, aber nun gut. Beide schleppen ein Vergangenheits-Paket mit sich herum, das sie nur behutsam oder aber in Damiens Fall so gut wie gar nicht öffnen. Während Nikki im Verlauf der Geschichte bereit ist über ihre Probleme zu sprechen und man sich ihr etwas annähert, bleibt Damien schwer einschätzbar. Man fragt sich die ganze Zeit, was er zu verbergen hat und was wirklich hinter seiner feinen Fassade steckt. Der Mann ist nur sehr schwer greifbar. Obwohl ich mich gut unterhalten fühlte, konnte mich die Autorin mit ihren Worten nicht hundertprozentig fesseln. Aber, man muss natürlich im Hinterkopf behalten, das es sich bei Dir verfallen um einen Reihenauftakt handelt. Von daher ist es vielleicht beabsichtigt das sich die Autorin etwas Luft nach oben lässt.

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Travis verkörpert auf den ersten Blick den vermeintlich typischen Bad Boy . Er hat aber auch andere Seiten, die Dank Abbys Hilfe Stück für Stück zum Vorschein kommen. So erleben wir also nicht nur einen jähzornigen, arroganten Travis, sondern auch einen liebevollen, intelligenten und witzigen Charakter.Irgendwie ist er aber auch eine echt tragische Figur. Seit dem frühen Tod seiner Mutter hat er sich hinter einer draufgängerischen, nach außen hin unnahbaren Fassade versteckt um gegen seine älteren Brüder zu bestehen. Er neigt zu Alkoholexzessen, prügelt sich gern und vergnügt sich mit allem was bei drei nicht auf den Bäumen ist. Eine Frau zu lieben oder gar um sie zu kämpfen, ist ihm fremd, zumindest bis zu dem Moment an dem er Abby begegnet, die ihm einerseits die Krallen zeigt, ihn andererseits aber auch mit wenigen leisen Worten beruhigen kann, wenn das kein anderer vermag. Sie bringt eine Saite in ihm zum Klingen, die neu für ihn ist und die ihm Angst einjagt. Angst davor, Abby zu verlieren. Er macht sich von ihr abhängig und sieht nicht, das er sie mit seinem Verhalten immer wieder verschreckt. Der Plot ist überhaupt nichts Neues, aber er ist hervorragend umgesetzt. Die Autorin versteht es, ihre Leser mit einfachen, klaren Worten in einen absolut fesselnden Bann zu ziehen. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Mit ihrer fast schon dramatisch anmutenden Liebesgeschichte, die ich nicht in die momentan stetig wachsende Erotikschublade stecken würde, ruft Jamie McGuire die widersprüchlichsten und emotionalsten Gefühle in einem hervor. Man lacht und weint und leidet und man möchte erst Abby und dann Travis die ganze Zeit anschreien und schütteln, weil sie sich immer wieder selbst im Weg stehen. Ihren Protagonisten hat Jamie McGuire, die Beautiful Disaster übrigens zunächst selbstständig als Ebook veröffentlicht und es so in die Top Ten der New York Times - Bestsellerliste geschafft hat, eine Menge echtes, pures Leben eingehaucht. Sie wirken wie aus dem Leben gegriffen und mit ihren unterschiedlichen Eigenheiten wachsen sie einem sehr schnell ans Herz und man fühlt sich als Teil der Clique. Egal, ob Travis, Abby, America oder Shepley. Ich liebe sie alle ! Fazit: Ladies, auch wenn Mr. Grey heiß ist: Travis Maddox ist noch viel heißer ;) Eine absolut süchtig machende Lovestory, die unter die Haut geht.

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In seinem Debütroman beschreibt Edward Kelsey Moore in schillernden Farben das Leben der drei Freundinnen Odette, Clarice und Barbara Jean, die sich seit ihrer Kindheit kennen und gemeinsam durch dick und dünn gehen. Die Konstante, in ihren so unterschiedlich verlaufenden Leben, bleibt das wöchentliche Treffen in Earls Diner. Dort werden, unter den achtsamen Augen des Besitzers Big Earl, der die drei Frauen selbst über seinen Tod hinaus noch begleitet, aktuelle Ereignisse diskutiert, Probleme gewälzt und Sorgen geteilt. Erster Blickfang sind nicht nur die lebhaften Farben des Covers, sondern auch die 60er-Jahre-Optik, sowie die Schattenfiguren der drei Ladies. Dank dieser gelungenen Kombination würde mir das Buch immer wieder direkt ins Auge fallen. Auch wenn ich eine ganze Weile gebraucht habe um mit dem Schreibstil und der stetig wechselnden Perspektive zwischen den einzelnen Charakteren und vor allem zwischen Gegenwart und Vergangenheit, warm zu werden, so hat mich Edward Kelsey Moore mit seinem wirklich großen Talent dafür, Gefühle und Stimmungen subtil zu übermitteln, komplett überzeugt. Ich war hingerissen von dieser facettenreichen Geschichte und seinen so authentisch erschaffenen Charakteren, allen voran Ich-Erzählerin Odette, die nicht nur Stärke beweisen, sondern auch ihre Schwächen zeigen. Odettes Konversationen mit ihrer verstorbenen Mutter, Mrs. Roosevelt und anderen guten Geistern, lockern die oftmals so tragische Handlung, die sich viel mit Leben und Tod, Diskriminierung und Rassenpolitik beschäftigt, mit viel pointiertem Witz und ironischem Humor immer wieder auf. Eine warmherzige, intensive Geschichte, über eine unerschütterliche Freundschaft, die von Anfang bis Ende mitreißt und tief berührt. Wäre dieses Buch ein Film, dann würde ich an dieser Stelle wohl sagen: Ganz großes Kino !

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Kira Licht gelingt es, den Leser mit ihrem unbeschönigten und erfrischend lockerem Schreibstil in ihren Bann zu ziehen. Dank ihrer sehr anschaulichen Beschreibungen, entsteht in meinem Kopf ein wahnsinnig detailliertes Bild von aufklaffenden Straßen in deren tiefgehenden Rissen man das Magma förmlich brodeln sieht. An den Rändern nimmt man Gebäude wahr, deren Mauern vom säurehaltigen Regen so zerfressen wurden, das sie Gefahr laufen beim kleinsten Windstoß einzustürzen. Deformierte dunkle Gerippe und mittendrin ein schwarzes Motorrad und eine sexy Dämonin die ihre Waffe schwingt und das elende Geflügel schonungslos vom Himmel ballert. Herrlich !!! Die in der Ich-Form erzählte Geschichte ist eine geniale, actiongeladene Mischung aus Fantasy und Dystopie, gepaart mit viel Witz, reichlich Spannung und prickelnder Erotik. Nikka, die als Blutdämonin eigentlich zur Elite gehört und sich in den Augen ihrer Eltern nicht als Jägerin durchschlagen sollte, ist eine starke, toughe Hauptprotagonistin. Sie wirkt knallhart, doch mit der Pflege von Levian zeigt die ansonsten eher aufbrausende und sture Dämonin, das sie auch eine sehr zarte und feinfühlige Seite hat. Sie ist ein durch und durch sympathischer Charakter, den man jedoch niemals unterschätzen sollte ;) Zu den anderen Charakteren muss ich sagen, das ich leider nicht mit allen warm wurde. So bleibt mir beispielsweise Nikkas beste Freundin und Vorgesetzte Yaris völlig fern. Macho Mik hingegen punktet mit überraschender Fürsorglichkeit und Engel Levian, der für mich nicht immer richtig greifbar war haut mich mit einem üblen Geheimnis aus den Socken. Was mir nicht so gut gefallen hat, und damit kommen wir zu meinem leider unvermeidlichen Kritikpunkt, war das Ende. Bei mir hätte nach Kapitel 13 schon Schluß sein können, denn alles was danach kam, wirkte auf mich wie eine notwendige Vorbereitung auf die Fortsetzung, was ja einerseits gut war, da es den Hunger auf Band 2, der übrigens im Dezember erscheint, schürt, aber der mir persönlich sehr in die Länge gezogen erschien. Alles in allem ist Himmlische Versuchung - Engelsjägerin ein spannungsgeladener Genremix, der fesselt und absoluten Lesegenuss garantiert !

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Corina Bomann beschreibt in Und morgen am Meer sehr anschaulich und detailreich wie das Leben eines Teenies auf der Ostseite von Berlin so ausgesehen hat. Ich hab mich bisher eigentlich kaum mit dem Thema auseinandergesetzt, denn obwohl der Mauerfall und die DDR deutsch-deutsche Geschichte sind, war ich damals einfach noch zu jung um zu begreifen was da abgeht und später hat man zwar mal die ein oder andere Doku im TV gesehen und einige Infos bekommen, aber es ist doch nochmal was anderes, eine Geschichte zu lesen, von einer Autorin die solche Dinge zum Teil selbst erlebt oder zumindest mitbekommen hat. Es war interessant zu Lesen, wie die Menschen es beispielsweise bewerkstelligt haben, Sachen zu reparieren, wenn das benötigte Material gerade knapp war. Es hat mich erschreckt das in der DDR verbotene Dinge unter der Ladentheke als sogenannte Bückware verkauft werden mussten und man immer mit der Angst leben musste, dabei erwischt zu werden. Und es hat mich zornig gemacht das man sich wahnsinnig engagieren musste ( FDJ, etc. ) um überhaupt fürs Abitur zugelassen zu werden. Einen Wessi lieben ? Undenkbar, waren das doch alles Staatsfeinde. Man musste penibel auf seine Äußerungen oder Handlungen achten, denn jeder Mensch in deiner Umgebung konnte ein Mitglied der Stasi sein und dich verpfeifen. Die Autorin hat wichtige geschichtliche Informationen, wie beispielsweise die Grenzöffnung Ungarn-Österreich oder aber die Ansprache von Hans-Dietrich-Genscher, am 30.09.89 in Prag, dessen Worte im Jubel von ca. 4000 Flüchtlingen unterging, in eine aufregende, feinfühlige und allem voran sehr realistische Geschichte gepackt, die von der Musik der 80er-Jahre begleitet wird. Sie erzählt von der ersten Liebe, für die man bereit ist Mauern zu überwinden, von der Hoffnung auf ein anderes, besseres Leben, vom Mut sich zu wehren und vom Gefühl, das mit der Freiheit einhergeht. Die Protagonisten wirken durch ihre Authentizität sehr sympathisch und der jugendliche Schreibstil, in den die Autorin immer wieder typisch ostdeutsche Begriffe oder Dialoge im Dialekt einstreut, liest sich sehr flüssig. Durch ihre Echtheit hat mich die Geschichte tief bewegt und von Anfang an mitgerissen. Fazit: Ein absolut empfehlenswertes Buch, nicht nur für junge Leser. Eine Geschichte die bewegt und die sich wirklich so zugetragen haben könnte.

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Die Autorin schafft eine sehr detailreiche, gut vorstellbare Kulisse und erzeugt gleich zu Beginn einen nie abreißenden soliden Spannungsbogen, der sich, begleitet von einer stets düsteren, mystischen und beklemmenden Atmosphäre,durch die Geschichte zieht und mich komplett gefesselt hat. Immer wieder streut sie kleine Schreckmomente ein, die mich beim Lesen hinterrücks überfallen und dafür sorgen, das sich die Härchen an meinen Armen aufstellen. Es gab einige Szenen die mich gefühlsmäßig an Filme wie The Village oder Sleepy Hollow erinnerten. Ich-Erzählerin Lexi ist eine sympathische Protagonistin, zu der man schnell einen guten Draht herstellen kann. Sie ist mutig, hat einen starken Willen und sie sieht immer das Grau zwischen all den Schwarz- und Weiß-Denkern von Near, die in ihrer Meinung so schrecklich eingefahren sind und sich gegen alles Neue vehement zu wehren wissen. Als die Kinder so plötzlich verschwinden und man den Fremden dafür verantwortlich macht, beschleichen Lexi Zweifel und sie begibt sich, gegen den Willen ihres Onkels, selbst auf die Suche nach den Kindern, bei der sie, wenn auch eher mehr schlecht als recht, von den beiden Hexen -Schwestern Magda und Dreska unterstützt wird, die am Rande des Moores und somit ein Stück außerhalb des Dorfes leben. Ich mag die beiden, von den Dorfbewohnern geduldeten, steinalten schrulligen Damen, die in Rätseln sprechen, Verse rezitieren und die dem fremden jungen Mann, Cole, genug vertrauen um ihm Obdach zu gewähren. Dieser wirkt geisterhaft und sehr in sich gekehrt, versucht aber trotz seiner zurückhaltenden Art sich Lexi gegenüber zu öffnen. Die zarte Liebesgeschichte die sich zwischen den beiden entspinnt war irgendwie abzusehen. Gut finde ich hierbei, das sie nicht allzu sehr in den Vordergrund tritt, sondern sich, bis auf die ein oder andere Szene, sehr dezent am Rand der Geschichte bewegt. Im Mittelpunkt steht hier die Sage um die Hexe von Near, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht. Das Ende ist in sich stimmig, hat mich aber im Gegensatz zum Rest der Geschichte nicht wirklich überzeugt, da sich alles viel zu schnell und ohne weitere Erläuterungen aufgeklärt hat. Da es sich hier um einen Einzelband handelt hätte ich mir einen kurzen Epilog gewünscht, mit dem man die vielleicht noch offenen Fragen hätte ausräumen und den Leser zufrieden zurücklassen können.

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Ken, der sich bereits als kleiner Junge immer wieder in ein stillgelegtes Straßenbahndepot flüchtet um dem gewalttätigen Vater und der resignierenden Mutter zu entgehen, staunt nicht schlecht als ihm dort eines Tages ein Mädchen mit einer lilanen Katze begegnet. Doch noch ehe er richtig reagieren kann, ist das Mädchen verschwunden und nur eine Acelei-Blüte bleibt zurück. Jahre später begegnen sich die beiden erneut und Ken schlittert in das Abenteuer seines Lebens.... Durch die direkt zu Beginn schon wechselnden Perspektiven der drei Protagonisten Ken, Santino und Marielle kam ich nur sehr schwer überhaupt in die Geschichte rein. Richtig angekommen bin ich bis zum Ende leider gar nicht. Die dicht gewebte Handlung erfordert höchste Konzentration, die ich leider nicht immer aufbringen konnte, und sorgt so stellenweise für einen recht zähen Lesefluss. Immer wieder musste ich an der ein oder anderen Stelle zurückblättern um noch einmal nachzulesen. Die Idee mit der Parallelwelt hat mir zwar recht gut gefallen, doch die Vielzahl der verschiedenen Wesen und deren Beziehungen zueinander empfand ich als verwirrend und anstrengend. Irgendwie fühlte ich mich von all den Eindrücken, die die Autorin hier versucht hat, dem Leser zu vermitteln, regelrecht erschlagen. Die magische Vielfalt, die mich wirklich fasziniert hat, konnte leider nicht über die fehlende Spannung hinweg täuschen und auch zu den Protagonisten hatte ich nicht wirklich eine Verbindung. Während mir Ken, der in seinem Leben ja schon einiges durchmachen musste und dann auch noch mit der Parallelwelt und seinen magischen Fähigkeiten überrumpelt wird, recht sympathisch war, war ich von Marielles naivem Verhalten oft einfach nur genervt. Immer wieder führt sie durch ihr unüberlegtes Handeln unnötige Probleme herbei. Santino war, wenn ich ehrlich bin, die Figur, die mich am meisten für sich eingenommen hat. Mit seinem unerschütterlichen Kampfgeist und seinem feinen Sinn für Humor hellt er die ein oder andere Situation etwas auf. Erst gegen Mitte bis Ende des Buches kommt so etwas wie Spannung auf, die mit unerwarteten Situationen und Wendungen punktet und mich bis zum, in sich geschlossenen, Ende gut unterhält, mich aber auch mit einigen Fragen zurücklässt.

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