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Alle Rezensionen von nati

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Verena Hofer, Literaturwissenschaftlerin an der Uni, hat ihren Job aufgegeben, da sie sich mehr um die fünfjährige Amelie, die Tochter ihrer plötzlich verstorbenen Schwester kümmern will. Um die Zeit bis zu einer Festanstellung an einer Privatschule zu überbrücken, nimmt sie für drei Monate eine Anstellung auf dem Gut Wuthenow an. Sie kann Amelie mitnehmen, die tagsüber in einem Kindergarten gut aufgehoben ist. Währenddessen soll sich Verena als eine Art Kindermädchen um einen reichen Jungen kümmern. Doch Carl von Wuthenow entpuppt sich als erwachsener Mann, der kürzlich angeschossen wurde und seitdem unter Störungen des Kurzzeitgedächtnisses leidet. Carl hat in den USA als Profiler gearbeitet und hilft nun den deutschen Ermittlungsbehörden bei der Aufklärung schwieriger Fälle. Ihr erster Fall führt Verena und Carl nach Berlin. Die Leiche eines jungen Mannes wurde gefunden, dessen Identität nicht feststellbar war. Es handelt sich wahrscheinlich um einen illegalen Flüchtling aus dem arabischen Raum. Ein Täter aus der rechten Szene wird schnell gefunden, doch der beteuert seine Unschuld. Carl glaubt auch, dass der Verdächtige unschuldig ist und tippt auf einen Wiederholungstäter. Die Polizei ist anderer Ansicht bis ein Leichenfund in einem Waldstück sie eines besseren belehrt. Dies war mein erster Kriminalroman von Roxann Hill und sie hat mich durch ihren Schreibstil überzeugt, der mit einer kleinen Prise Humor gewürzt war. Die Spannung wird langsam aufgebaut und bleibt dann bis zum Ende konstant. Verena und Carl waren mir von Anfang an sympathisch und wirkten sehr authentisch. Man merkt Verena zu Beginn den inneren Widerstand an, Carl bei der Aufklärung eines Verbrechens zu helfen. Doch schnell findet sie sich in ihrer Rolle zu Recht und kann Carl gut unterstützen. Mich hat dieser Kriminalroman mit dem ungewöhnlichen Ermittlerduo vom Anfang bis zum Ende gefesselt und ich hoffe, dass dieser Band der Start einer neuen Reihe ist.

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Eigentlich bin ich kein großer Fan von Liebesromanen, doch der Debütroman von Monika Maifeld hat mich schnell in den Bann gezogen. Der Rechtsanwalt Martin Hallberg ist vor einer Schuld geflohen. Das Leben als Bettler hat ihn nicht geholfen, sich davon zu befreien. Nun sitzt er hoch über der Mosel in den Weinbergen auf der Bank nahe einer kleinen Kapelle und will sein Leben beenden. Er schreibt noch einen Abschiedsbrief an seine Geschwister und steckt den Brief in seine Manteltasche. Die Ärztin Alexandra Novak will nach einer Weihnachtsfeier mit Kollegen zu ihrer Mutter fahren, wo sie die Weihnachtstage gemeinsam mit ihr verbringen will. Sie nimmt eine Abkürzung durch die schneebedeckten Weinberge, gerät mit ihrem Wagen ins Schleudern und überschlägt sich. Martin Hallberg, der den Unfall beobachtet hat, versucht sie aus dem Wagen zu ziehen, doch das Gurtschloss klemmt und so beschließt er mit Gott ein Bündnis einzugehen, wenn er die junge Frau retten kann, wird er auf seinen Freitod verzichten. Durch sein Gezerre sprang das Schloss auf und er konnte die Frau in letzter Sekunde aus dem Wagenfenster ziehen, bevor es zu brennen anfing. Als Hilfe naht, verschwindet Martin schnell und lässt seinen Mantel, den er Alexandra wegen der Kälte umgelegt hat, mit dem Brief zurück. Die Sorgen um die junge Frau und um den Abschiedsbrief lassen ihn nicht los. Der Debütroman von Monika Maifeld ist sehr berührend mit viel Fingerspitzengefühl geschrieben, denn nichts wirkt kitschig. Die Geschichte umfasst einen Zeitraum vom 21. Dezember bis zum 8. Januar. Durch die wechselnden Perspektiven kann man sich gut in Martin, Alexandra und Martha hinein versetzen. Sie waren sehr gut beschrieben und ihre Handlungen waren nachvollziehbar. Alle hatten ihr Päckchen zu tragen und wirkten daher nicht realitätsfremd. Zu Beginn war mir natürlich klar, dass es ein Happy End geben wird, doch bis dahin gab es noch einige Verwicklungen. Mit dem Roman habe ich angenehme Lesestunden verbracht und denke, dass es der ideale Roman für kalte Wintertage ist, der das Herz erwärmen lässt.

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1940 - zu Beginn des Weltkriegs werden immer mehr Männer eingezogen. Aufgrund der fehlenden männlichen Stimmen gibt der Vikar des kleinen Dorfes Chilbury durch einen Anschlag bekannt, dass der Kirchenchor aufgelöst wird. Die Frauen sind enttäuscht. Als die charismatische Musiklehrerin Primrose Trent in den Ort kommt, will sie den Chor wieder aufleben lassen. Die Skepsis ist zu Beginn groß, denn wie soll ein Chor ohne Bässe und Tenöre funktionieren. Doch Primrose will den Frauen eine Stimme geben und ihre Leidenschaft überträgt sich auf die anderen Mitglieder, denn wo steht geschrieben, dass das Singen ohne Männer verboten ist. Im Krieg sind die Regeln außer Kraft gesetzt und mit ihrem Chor wollen die Frauen den Menschen Zuversicht schenken. Jennifer Ryan lässt diese wunderbare Geschichte anhand von Tagebucheinträgen, Journalen und Briefen von fünf unterschiedlichen Frauen erzählen. Margaret Tilling, die ihren Mann verloren hat und nun ihren Sohn David in den Krieg ziehen lassen muss. Die fast vierzehnjährige Kitty Winthrop, die wunderschön singen kann und für einen Verehrer ihrer Schwester Venetia schwärmt. Venetia, die Verehrer sammelt und entschlossen ist, den Künstler Alaistair Slater einzufangen, ob wohl er sich nicht für sie interessiert. Silvie, ein zehnjähriges jüdisches Flüchtlingskind, die bei der Familie Winthrop wohnt. Die Hebamme Edwina Paltry, die ihr Glück wenden möchte und ein unmoralisches Angebot annimmt. Alle von ihnen werden Veränderungen in ihrem Leben erfahren, gemeinsam wachsen und stärker werden. Durch die besondere Art der Erzählung erhält man einen interessanten Blick auf den Alltag im Dorf während der Kriegszeit und erfährt einige Begebenheiten aus verschiedenen Blickwinkeln. Die Charaktere wirken sehr lebendig, wobei mir Mrs. Tilling und Kitty besonders ans Herz gewachsen sind. Die Autorin hat auch darauf geachtet, dass der Sprachstil der schreibenden Personen, dem Alter und dem Charakter entspricht. Für mich war dieses fabelhafte Buch ein regelrechter Pageturner und zeigt den Zusammenhalt von Frauen auch in schwierigen Zeiten, die trotz der Umstände ihre Zuversicht behalten haben. Für mich ein wirklich empfehlenswertes Lesehighlight 2017.

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Nach Orphan X ist Projekt Orphan der zweite Band um Evan Smoak. Obwohl ich den ersten Band nicht gelesen habe, kam ich ohne Probleme in dieses Buch. Evan Smoak wurde bereits als zwölfjähriger für das Orphan-Programm ausgewählt und von der US-Regierung zu einem hocheffizienten Killer ausgebildet. Nach Jahren des Mordens im Regierungsauftrag ist er ausgestiegen, denn er möchte sich einen Rest an Menschlichkeit erhalten. Unter einer Telefonnummer, die zu dem "Nowhere Man" führt, hilft er wie ein moderner Robin Hood Menschen, die sich in einer ausweglosen Situation befinden. Als er Anna aus den Fängen eines Mädchenhändlerrings befreit, wird er selbst gefangen genommen und entführt. Doch wer steckt in der Entführung, ist es sein früherer Auftraggeber oder steckt jemand anderes dahinter? Das Buch lebt von der Hauptperson Evan Smoak. Er ist intelligent, charmant und trotz seiner Killertätigkeit sowie der Selbstjustiz, die er ausübt, kommt er sehr sympathisch herüber. Die Charakterzeichnung einzelner Personen oder die Beschreibungen von Szenen zeigen auf, dass der Autor einen besonderen Blick aufs Detail hat. Beim Lesen der tollen Actionszenen musste ich oft an James Bond denken und Evan Smoak braucht sich vor einem Vergleich nicht scheuen. Die Handlung ist spannend und vielfältig. In der deutlich gekennzeichneten Nebenhandlung weisen kurze Flashbacks von Evan auf seine Vergangenheit, so dass einiges für den Leser nachvollziehbar wird. Sie sind nicht einfach dazwischen geschrieben, sondern wirken gut platziert. Projekt Orphan ist für mich ein hochintelligenter Action-Thriller. Wer Spannung und Nervenkitzel liebt, sollte an diesem Buch nicht vorbei gehen, denn er kommt voll auf seine Kosten.

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Im Prolog erfährt man mehr über den Kater Darcy, der seine Familie verloren hat und auf der Suche nach ihr, taucht er plötzlich auf und verändert das Leben der Menschen. Freda ist erst vor kurzem Witwe geworden. Sie lebt allein auf dem alten Herrensitz Renfield Hall. Das Geld ist knapp und die fälligen Reparaturen sind mit hohen Kosten verbunden. Viele Erinnerungen sind mit dem Haus verbunden. Sinnvoll wäre es das Haus zu verkaufen, doch die Kinder sind damit nicht einverstanden. Ohne Ausbildung bekommt sie keinen Job. So versucht sie über bed and breakfast und einen Afternoon Tea Geld zu verdienen. Wird sie das Haus halten können und wie kann der Kater Darcy ihr helfen? Wer einen ausgeprägten Katzenroman erwartet, sollte nicht enttäuscht sein, denn der Glückskater Darcy spielt nur eine Nebenrolle. Das Buch ist in einer einfachen Sprache geschrieben. Es liest sich leicht und flüssig. Obwohl ich die ersten Bände dieser Reihe nicht kenne, bin ich schnell in die Geschichte hineingekommen. Gut konnte ich mich in Freda hinein fühlen, da sie sehr authentisch gezeichnet war. Mit viel Liebe zu Details konnte man sich die Personen und das Geschehen bildlich vorstellen. Diese kurzweilige Lektüre ist ideal, um den Alltag hinter sich zu lassen und eignet sich nicht nur für Katzenliebhaber.

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Bei dem Buch "Abgeschlagen" von Katrin Schön handelt es sich um den dritten Band mit der Hobbydetektivin Lissie Sommer. Titel und Cover weisen bereits darauf hin, dass dieser Fall auf einem Golfplatz spielt. Lissie Sommer ist zurückgekehrt in ihre alte Heimat Traunbach in Hessen und hat dort eine Apfelweinwirtschaft. Kriminalkommissar Sebastian Loch hat sich ein Herz gefasst und Lissie zum Essen in den Golfclub eingeladen. Am Nachbartisch erleben sie einen Streit um das gestrige Golfturnier, das anders ausging als erwartet. Noch bevor sie sich auf einen romantischen Abend einstellen können, wird ihnen eine Leiche zum Dessert serviert. Im Umkleideraum wurde vom Platzwart ein Toter aufgefunden. Dieter Gerlach, der Sieger des Turniers, wurde mit einem 7er Eisen erschlagen und in seinem Mund steckte ein Ballmarker. Die Handlung wird aus der Perspektive von Lissie erzählt. Die Charaktere sind anschaulich geschildert und durch die Beschreibungen fühlte ich mich in die Kleinstadt Traunbach versetzt. Durch den hin und wieder eingestreuten hessischen Dialekt wirkte vieles sehr authentisch. Der Schreibstil ist leicht und locker. Er bietet neben einem Kriminalfall auch mit Humor gewürzte Unterhaltung. In das Geschehen kam ich schnell hinein und tat mich am Anfang mit den Golfbegriffen genauso schwer wie Lissie und Sebastian Loch, aber beim Lesen des Buches änderte sich dieses. Der Roman ist eine witzig, charmante Krimikomödie und eignet sich hervorragend als wundervolle Sommerlektüre.

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Die alleinerziehende Stephanie, ist früh verwitwet, kümmert sich liebevoll um ihren Sohn Miles und ist leidenschaftliche Bloggerin ihres "Moms Blog". Sie freundet sich mit Emily an, deren Sohn Nicky mit Miles befreundet ist. Es kommt öfter vor, dass Emily es nach der Arbeit nicht schafft, den Sohn pünktlich aus der Vorschule abzuholen. Für Stephanie ist es kein Problem, dann mit beiden Jungs nach Hause zu fahren, so dass Emily ihn dann später abholen kommt. Doch an einem Tag ist alles anders. Emily kommt an diesem Abend nicht vorbei um Nicky zu holen. Sie meldet sich nicht auf die gesendeten SMS, so etwas war noch nie passiert. In ihrer Verzweiflung ruft Stephanie Sean, den Vater von Nicky und Emilys Mann, an, der sich zur Zeit im Ausland befindet. Doch auch Sean weiß nicht, wo sich Emily aufhalten könnte. Wochen vergehen und Emily taucht nicht auf, so kümmert sich Stephanie rührend um Sean und Nicky. Bis sie einen unerwarteten Anruf erhält. Das Buch wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, jeweils aus der Sicht von Stephanie, aber auch Emily und Sean kommen zu Wort. Unterbrochen werden die Erzählungen durch die Blogbeiträge von Stephanie, die das Verschwinden von Emily und die Sorgen, die sie sich macht, nach draußen getragen. Leider wurde ich mit den Hauptprotagonisten nicht warm, Stephanie empfand ich dumm sowie naiv, Emily war eine Meisterin der Manipulation und Sean ging den Weg des geringsten Widerstandes. Die Spannung setzte für mich sehr langsam ein und ich hatte etwas Probleme, die zeitlichen Abläufe richtig einzuschätzen. Es gab einige Zufälle, so dass vieles auf mich sehr konstruiert wirkte und am Ende blieb einiges offen. Ich sehe dieses Buch nicht als Thriller, sondern würde es mehr als Familiendrama einstufen.

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In ihrem historischen Roman erzählt Heidi Rehn die abwechslungsreiche Geschichte des Kaufhauses Hirschvogl am Rindermarkt in München in der Zeit von 1897 bis 1952 über drei Generationen. Jakob Hirschvogl wird im Jahr 1897 zum königlich bayrischen Hoflieferant ernannt. Gleichzeitig erfolgt die Eröffnung neuer Geschäftsräume am Rindermarkt. Jakob und seine Frau Thea wollen sich abheben von anderen Kaufhäusern durch ein erlesenes Warensortiment und gediegener Ausstattung. In den neuen Räumen erfüllen sie sich ihren Lebenstraum. Zum Leidwesen von Jakob zeigen seine Söhne Benno und Joseph kein Interesse an dem Kaufhaus, aber seine Tochter Lily hat die Begeisterung ihrer Eltern geerbt. Sie übernimmt in den goldenen zwanziger Jahren die Geschäftsführung, doch in den 30er Jahren stehen ihr schwere Zeiten bevor. Die Geschichte des Kaufhauses Hirschvogl ist eine fiktive, als Vorbilder dienten aber existierende Warenhäuser, die unter jüdischer Leitung standen oder in deren Besitz waren. Sehr detailliert beschreibt die Autorin wie sich das Kaufhaus im Laufe der Zeit wandelt. Welche Anstrengungen Jakob und Thea unternehmen, um das hohe Niveau des Sortiments zu erweitern. Sehr bildhaft werden die neuen Modetrends beschrieben, so dass man sich diese genau vorstellen. Sie entwickelten Ideen um den Kunden immer etwas Besonderes zu bieten, so dass sie gern ihre Zeit im Warenhaus verbrachten, um dort einzukaufen. Doch dann ändert sich die Stimmung im Land und schwelender Neid schlägt in Hass gegenüber Juden um. Das Buch war angenehm zu lesen, so dass man sich in die damalige Zeit versetzt fühlte. Dank guter Recherche hat Heidi Rehn sehr geschickt historische Ereignisse und Persönlichkeiten mit in das Geschehen verwoben. Wobei mir die erste Hälfte des historischen Romans etwas zu ausführlich vorkam, dies änderte sich jedoch als die Zeiten unruhiger wurden. Mich hat das Buch am Ende gefesselt und ich habe angenehme Lesestunden verbracht.

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Im Jahre 1891 lebt Aimée gemeinsam mit ihrem Vater in der Normandie. Mit ihren 27 Jahren ist sie schon fast eine alte Jungfer. Ihr Vater hat zwar einen guten Namen, aber kein Geld, so wird eine Hochzeit mit dem reichen Bernard arrangiert. Um das alte Hochzeitskleid ihrer Mutter zu verschönern, benäht sie einen Kragen in mühevoller Kleinarbeit mit wunderschönen Perlen. In der Innenseite versteckt, stickt sie geheimnisvolle Worte. Maggie lebt in London, arbeitet in einem Auktionshaus und muss mit den Schuldgefühlen einer berufstätigen Mutter kämpfen. In einer Ramschkiste entdeckt die Auktionatorin diesen besonderen Kragen, der nach Reinigung in seinem vollen Licht erstrahlt. Bei einem Fernsehinterview zeigt Maggie das wundervolle Stück. Francesca meldet sich bei ihr, da der Kragen verborgene Erinnerungen in ihr weckt. Sie wurde adoptiert und kennt ihre Eltern nicht. Maggie berührt die Geschichte und stellt Nachforschungen nach der Herkunft des Kragens an. Im Laufe der Geschichte werden unterschiedliche Frauen und ihre Schicksale vorgestellt. Der Kragen ist der rote Faden bei der Reise in die Vergangenheit. Der Schreibstil ist flüssig und ich kam gut in das Geschehen hinein. Das Buch wechselt immer von der Vergangenheit in die Gegenwart, wo wir mehr über Maggie erfahren, die immer mehr aufgerieben wird zwischen Familie und Job. Sie schafft es nicht beiden Seiten gerecht zu werden bis sie eine Entscheidung fällt. Die Geschichte ist abwechslungsreich geschrieben, aber es mangelt etwas an Tiefe. Durch die vielen Personen und unterschiedlichen Zeiten wurde vieles nur angerissen. Trotzdem fühlte ich mich gut unterhalten.

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Ein Buch voller Poesie und Spannung, welches mich von der ersten bis zur letzten Seiten in seinen Bann gezogen hat. Elisabeth von Traunstein, nun über 90 Jahre alt, fand nie die richtigen Worte um ihrer Tochter Karoline von ihrem Leben zu erzählen. Nun hat sie sich durchgerungen einen Brief zu schreiben, von Dingen, die ihr auf den Nägeln brennen. Als Elisabeth gerade 18 Jahre alt ist, wird sie von heute auf morgen von ihrem Vater gezwungen, Ernst Wilhelm, den Sohn seines Chefs zu heiraten, obwohl sie den zwanzig Jahre älteren Mann kaum kannte. Gleich nach der Hochzeit reist Ernst Wilhelm als Diplomat nach Tokio an die Deutsche Botschaft. Er soll aus der Schusslinie gebracht werden, denn in Deutschland zu bleiben, hätte ihm das Leben gekostet. Zwei Monate später reist Elisabeth hinter her. Ihre Ängste gegenüber ihren Ehemann weichen, denn Ernst Wilhelm geht freundlich auf Distanz. Sie muss sich in einem fremden Land zu Recht finden und bekommt zu spüren, welche Vorzüge aber auch Nachteile mit dem Status einer Diplomatengattin verbunden sind. Mit Hilfe ihres Mannes entwickelt sie langsam Selbstvertrauen und lernt eigene Entscheidungen zu treffen. Als der Journalist Alexander und Freund von Ernst Wilhelm nach Tokio kommt, verändert sich ihr Leben. Die Drei unternehmen viel gemeinsam und immer mehr fühlt sich Elisabeth zu Alexander hingezogen. Doch dann wird Alexander als Spion verhaftet und soll hingerichtet werden. Der Roman ist sehr unaufgeregt geschrieben und trotzdem fesselnd. Katharina Seefeld gelingt es mühelos viele Details in wunderschöne Worte zu verpacken, so dass beim Lesen herrliche Bilder vor dem inneren Auge entstehen. Die beschriebenen Charaktere waren sehr vielschichtig, einige sympathisch, andere unsympathisch. Die besonderen geschichtlichen Verstrickungen zwischen Japan und Deutschland in der Zeit des Nationalsozialismus werden fabelhaft eingefangen. Gekonnt hat die Autorin historische Ereignisse mit fiktiven Personen verwoben. Ich habe wieder Details über die deutsche Geschichte erfahren, die mir bisher nicht bekannt waren. Am Ende des Buches wurden die letzten Geheimnisse aufgeklärt, die ich teilweise geahnt hatte. Für mich war es ein berührender und fesselnder Roman vor historischem Hintergrund, den ich unbedingt empfehlen kann.

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