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Alle Rezensionen von Buecherseele79

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Claudette und Malik sind in der gemeinsamen Klasse, Claudette kommt von einer sehr alternativen Schule auf eben diese Schule und so ganz findet sie nicht in den Rhythmus der Klasse. Doch mit Malik wird aus Freundschaft Liebe, aber eine Liebe die unterschiedlicher und chaotischer nicht sein könnte denn Claudette und Malik sind grundverschieden. Beide trennen sich und haben dann, bei einem gemeinsamen Ausflug, einen Unfall, und beide Leben werden ab da auf eine harte Probe gestellt. Ein Buch welches durch seinen Erzählstil, aber vor allem durch seinen Aufbau besticht, denn wer hier denkt es geht in geordneten Bahnen zu, der täuscht. Und doch ist man mitten drin in dieser Geschichte von 2 jungen Menschen die unterschiedlicher nicht sein könnten und die mit ihren wilden Gedanken erstmal eine Linie finden müssen. Man sollte sich von dem Aufbau in keinster Weise abschrecken lassen, auch wenn alles, zu Beginn, chaotisch erscheint, so bekommt man einen tiefen Einblick in die Beziehung von Claudette und Malik und kann auch das Geschehene nach dem Unfall noch besser verstehen. Claudette ist eher die zurückhaltende Person, die auf der einen Seite mutig ist, auf der anderen Seite aber auch ihre Sicherheiten und ihren Rückzugsort benötigt. Auch mag sie keine regelmässigen Treffen mit Freunden, sie sitzt lieber im Zimmer, lernt und möchte unbedingt Schauspielerin werden. Malik hingegen weiß was er will und im Notfall nimmt er es sich, hier gab es die ein oder andere Passage im Buch die mich dann doch sehr schockiert hat und auch gekonnt aufzeigt, wie Malik tickt, und wie Claudette damit versucht umzugehen bzw. einfach kein Gehör findet, weder bei den Lehrern noch bei Malik selbst. Es geht bei Malik um Malik und alles andere ist eher die nette Deko. Dann passiert der Unfall und beide Leben stehen Kopf. Während Claudette, die Geschichte ist aus ihrer Sicht, erzählt, zu Beginn schon den ein oder anderen Abschnitt einwirft, der aufzeigt was hier wohl schief geht, ist man doch gespannt was sich hier entwickeln wird und vor allem wie. Die Situation von Claudette und Malik nach dem Unfall hätte die Autorin, in meinen Augen, nicht besser darstellen können. Wie sie zum Ende des Buches zwar noch sagt - die Zustände in Kliniken und Behinderteneinrichtungen haben sich geändert, zum Besseren. Aber wenn am falschen Ort die falschen Menschen sitzen, dann ist es für keinen leicht, dann wird es schwierig, ja man kann sogar von hässlich sprechen und Menschen die Hilfe benötigen werden übersehen, überhört, nicht wahrgenommen. Auch wenn sich vieles gebessert hat, so weiß man doch, wenn man die Nachrichten verfolgt, dass die Menschen die in solchen Einrichtungen arbeiten, stark an ihre Grenzen kommen. Das Mitglieder und Freunde von Betroffenen selbst bald keine sichere Anlaufstelle haben die ihnen hilft, zuhört, die Mitarbeit erleichtert. Dies alles spielt sich im Hintergrund zu Claudette und Malik ab, beide werden in dieses neue System, für beide Protagonisten, geworfen, weil die Umstände sich so stark verändert haben. Ich war auch sehr geschockt wie die Familie von beiden mit diesen Situationen umgeht, wie sich viele aus dem direkten Umfeld zurückziehen und beide machen lassen. Das Buch zeigt auf was im Leben alles passieren kann, dass man in vielen Situationen wohl öfter alleine gelassen wird als man es möchte und dass hier Ansätze sind die dringend umgesetzt und vor allem verbessert werden müssen. Mich hat das Buch im Ganzen unheimlich berührt, schockiert, durchgerüttelt und ich kann es, von seinem ganzen Wesen, dringend jedem ans Herz legen. Ich danke dem Osburg Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Billy ist Geheimagent, Codename Liam und ja, als Kind würde keiner vermuten dass er ein gut ausgebildeter Geheimagent ist. Aber nicht nur in Deutschland gibt es eine Zentrale der Young Agents, sondern in ganz Europa, sie kooperieren zusammen. Wie auch in Billy seinem ersten Fall - er muss einen Waffenhändler enttarnen damit man ihn endlich dingfest machen kann. Zusammen mit den Agenten Naomi und Charles freunden sich die 3 mit der Tochter des Waffenhändlers an und begeben sich in Agentenmodus. Was für ein spannendes und doch toll umgesetztes Buch! Ich habe irgendwann vergessen dass hier 11- 14 Jährige als Young Agents agieren und wenn es mir bewusst wurde, dann war ich wieder besorgt dass sie sich in so große Gefahr begeben. Der Schreibstil ist toll, flüssig, wie gesagt, sehr spannend, auch humorvoll um die Stimmung etwas aufzulockern und Billy erklärt seine Mission immer wieder ausführlicher damit gerade die jungen Leser auch die Zusammenhänge verstehen. Hauptakteure ist Billy. Er erklärt auch zu Beginn gleich wie er zum Young Agent wurde, wer ihn wie und wo ausgebildet hat und wie die ganze Organisation funktioniert. Auch räumt er mit Klischees auf die sich durch James Bond und Co halten, also sehr unterhaltsam und vor allem eben interessant umgesetzt. Aber Billy ist nicht nur Geheimagent Liam sondern auch Sohn und Schüler, also, auch wenn ein Einsatz ansteht, die Schule hat er trotzdem zu besuchen, einer darf von seiner geheimen Tätigkeit wissen und so hat er auch kaum Freunde. Seine Eltern...sagen wir es mit Billy seinen Worten - sie sind nicht die Hellsten, was auch im Buch kurz angeschnitten wird und man kann Billy bei gewissen Dingen dann noch besser verstehen. Dieses Buch bietet alles was kleine Superagenten wissen, erfahren und lesen möchten, von geheimen Aktionen bis Bösewichte die keine Skrupel haben, eine große Agentenorganisation mit vielen Agenten aus anderen Ländern, eine spannende Zusammenarbeit und oft atemlose und spannende Einsätze. Empfehlen würde ich das Buch ab ca. 10 Jahre, vielleicht auch etwas älter, da die 3 Agenten schon einiges mitmachen und man natürlich auch auf eine Leiche stößt, ich denke da sollten Kinder damit umgehen können. Gerade weil sie ja über kleine Geheimagenten lesen und sicherlich mit ihnen mitfiebern werden. Der Autor Andreas Schlüter hat hier eine tolle Ideen sehr gekonnt umgesetzt und ich bin mir sicher dass diese neue Reihe nicht nur weibliche und männliche, junge Leser begeistert sondern auch Erwachsene kommen auf ihre Kosten und werden mit diesen Geschichten ihre Freude haben. Ich kann die neue Reihe "Young Agents" nur empfehlen! Ich danke dem Verlag, dem Autor und Lovelybooks für das Rezensionsexemplar und die dazu stattgefundene Leserunde.

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Seit fünf Jahren jagt der Ermittler Sam Porter den sogenannten 4MK Mörder - den Fourth Monkey Mörder. Seit fünf Jahren hat er keinerlei Anhaltspunkte oder Ermittlungesfortschritte erbringen können...und nun soll alles vorbei sein? Jetzt soll der Fourth Monkey Mörder von einem Bus erfasst worden und tot sein? Während sein Team immer mehr daran glaubt, bleibt Sam Porter vorsichtig und er weiß dass noch ein letztes Opfer gefunden werden muss...die Zeit rennt...und Sam hat außer ein Tagebuch und Hinweisen nicht viel vorzuweisen... Ein Thriller der von vielen hoch gelobt wurde und da bin ich doch neugierig geworden. Ich lese gerne Thriller, aber irgendwann hat man dann das Gefühl - kennt man einen Thriller, dann hat man viele auch schon gelesen. Hier war ich doch gespannt wie der Autor seine Story umgesetzt hat. Vorweg - endlich wieder ein Thriller der einen durch die Seiten jagen lässt, der einen atemlos macht, fassungslos und man bei zu hoher Spannung das Buch kurz auf die Seite legt um durchatmen zu können. So erging es zumindest mal mir. Der Schreibstil beginnt recht ruhig, mit dem Busunfall und so lernt man den Ermittler Sam Porter und sein Team kennen. Es fängt sehr leise und langsam an, aber der Spannungsbogen wird in diesem Thriller sehr gekonnt aufgespannt, manchmal hatte ich schon die Angst die Spannung zerreißt alles weil der Autor es so perfekt auf die Spitze getrieben hat. Auch sind die Kapitel oft sehr knapp gehalten und lesen sich nur so weg. Oft haben die einzelnen Kapitel auch die Ansichten und Ermittlungsfortschritte von Porter oder jemand anderem aus dem Team, aber auch das Opfer bekommt seinen Platz in diesem Buch. Die Thematik mit den berühmten Affen, 3 sind bekannt, der 4 ja eher nicht so - nichts hören, sehen und reden, hat mich sehr neugierig gemacht. Denn kann ein Mörder nach dieser Methodik morden und sich selbst als Erlöser, als Rechtschaffender sehen? Man war als Leser selbst immer zwischen den Stühlen, denn die Argumente von 4Mk waren nicht immer von der Hand zu weisen. Sam Porter hatte ich sofort in mein Herz geschlossen, auch sein Team ist authentisch, aber vor allem eine bunte Mischung aus Protagonisten die alle ihren Tick haben und trotzdem zusammen nur eine Aufgabe - diesen Fall endlich klären, das letzte Opfer vom Fourt Monkey Mörder ausfindig zu machen und zu retten. Er ist von einigen Ereignissen gezeichnet, einiges kann man sich als Thrillerleser vielleicht, mit der Zeit des lesens, zusammenreimen, aber trotzdem war es interessant zu erfahren was genau passiert ist und wie alles einen Zusammenhang findet. Der Tote des Busunfalls hatte ein Tagebuch dabei, angeblich die Aufzeichnungen vom Fourth Monkey Killer...die zu lesen..da lagen doch viele Schockmomente drin, die auf der anderen Seite aber auch immer wieder faszinierend waren. Ob diese Umsetzung jetzt neu ist, keine Ahnung, aber der Autor hat hier mal ein sehr perfides Bild gezeichnet was in keiner Kindheit auch schief gehen kann, gegen die Statuten von allem Bekannten. Unter dem Strich hat mich der Thriller sehr überrascht aber auch komplett mitreissen können, das offene Ende lässt auf weitere Bücher hoffen und ich bin von J. D.Barker sehr angetan und kann ihn allen Thrillerfans nur ans Herz legen. Aber Vorsicht ! Nicht unbedingt für schwache Nerven geeignet. Ich danke dem Blanvalet Verlag, dem Bloggerportal und dem Randomhouse Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Was ist mit der netten und unauffälligen Kassiererin Rita Dalek geschehen? Warum wurde sie so brutal umgebracht? Was ist in der kurzen Zeit vor ihrem Tod in ihrem Leben geschehen? Und wer kann dem Ermittler helfen diesen Fall aufzulösen? Und mehr möchte ich gar nicht zu dem Buchinhalt sagen. Denn auch der Klappentext gibt nicht viel her, aber Bernhard Aichner ist für mich ein Garant in Punkto Thriller und ich kann nur sagen - hier hat er sich wieder selbst übertroffen, ich bin schlichtweg begeistert, hatte das Buch an einem Tag durchgesuchtet. Der Ermittler, namenlos, möchte den Fall von Rita Dalek nochmals aufnehmen, denn so wirkliche Anhaltspunkte gibt es nicht, auch scheint sich der Fall nicht von selbst zu lösen. Von daher werden nochmals alle Menschen aufgesucht die mit Rita Dalek Kontakt hatten, ihren Weg kreuzten, ihren Weg noch eine Weile mit ihr gingen. Der Aufbau der ganzen Geschichte ist unglaublich toll gestaltet! Auf der einen Seite haben wir den Ermittler der die zuständigen Personen, oft Verdächtige, befragt und man ist beim Frage und Antwortspiel immer dabei. Dann gibt es noch die Ansichten von Rita Dalek, die sich zum gleichen Zeitpunkt abgespielt haben, aber eben aus ihrer Sicht beschrieben. Und hier zeigt sich schon eine große Lücke zwischen Wahrheit und Lüge. Rita Dalek ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen denn diese Frau hat schon einige Schicksalsschläge über sich ergehen lassen müssen, ihre Träume und Hoffnungen wurden nach jedem neuen Schicksalsschlag begraben und irgendwann hat sie sich aufgegeben. Und doch möchte sie in ihrem Leben nochmals was erleben, weg von ihrem Mann Manfred, den sie eigentlich nicht mehr liebt, der spielt und säuft, ihr keine große Hilfe ist und auch nichts mehr ändern möchte. Ihre Chance kommt und man steht da, auch wenn die Idee noch so verrückt ist, möchte man dass Rita diese eine Möglichkeit ergreift und endlich ein Leben lebt welches sie glücklich, strahlend und zufrieden macht. Auch wenn die Gefahren größer sind als man als Leser, oder als Rita, denkt. Und natürlich auch die Fragen an einen selbst - wie würde ich reagieren? Würde ich zugreifen? Oder würde ich mich an Gesetz und Ordnung halten? Wie glücklich bin ich eigentlich mit meinem Leben? Kann ich Rita und ihre Wünsche nachvollziehen? Ich fand Rita auch sympathisch weil sie sich um ihre Freundin sorgt, weil sie beide einen Plan aushecken und eigentlich möchte Rita nur ein bisschen Gesellschaft, ein bisschen Society und gesehen werden. Sie macht keine großen und ja, dummen Sprünge, sondern sie bleibt trotz den Möglichkeiten, bescheiden und genießt die neuen Chancen. Ein Thriller, der nicht auf Hetzjagd, groß Mord und Totschlag aufbaut sondern viele, zwischenmenschliche Noten schwingt, eine sympathische Protagonistin der man den Fund von Herzen gönnt und einfach nur hofft dass es gut gehen mag. Mehr möchte ich gar nicht mehr erzählen, denn sonst würde ich viel zu viel Preis geben, von daher, ein Thriller der, für mich, ein Jahreshighlight, darstellt und zeigt dass Bernhard Aichner eben Thriller mit menschlichen Noten zu verfassen mag. Eine ganz klare Leseempfehlung! Ich bedanke mich beim btb Verlag, dem Bloggerportal und dem Randomhouse Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Toto Berger hatte alles - er war die Nummer 1 der Weltrangliste im Tennis, reich, berühmt, angesehen und dann das plötzliche Aus der Karriere, ungeahnt, nicht abgesprochen, von Heute auf Morgen ein Niemand, Medikamenten und Alkoholsüchtig, bankrott. Doch dann erhält er nochmals eine Chance gegen die aktuelle Nummer 1 zu spielen, Spieleinsatz sind 10 Millionen Dollar, all or nothing. Um sich herum versammeln sich seine Sherpas, denn ohne sie geht es nicht, das wissen sie, das weiß Toto. Doch wird dieses letzte Spiel gelingen? Kann Toto seine inneren Dämonen bekämpfen? Und wer ist dabei ihn zu verraten? Das Cover, der Titel und die Beschreibung des Buches haben mich unheimlich neugierig auf das Buch werden lassen, auch wenn ich keine Sportskanone bin, auch keinen Profisport in irgendeiner Weise verfolge. Und so ganz konnte ich mir nicht vorstellen was dieses Buch an Thematik behandeln will oder wird, aber ich habe es innerhalb von 1 Tag durchgelesen und bin schlichtweg begeistert. Der Einstieg war mir etwas zu holprig und ich hatte schon Angst es geht hier nur um das Fachchinesisch des Tennisspiels, auch zu Toto fand ich erstmal keinen richtigen Zugang. Doch die ersten Seiten sind ganz schnell vergessen denn dann geht es ans Eingemachte, der Autor verbindet so viele Themen mit dem Tennissport und trotzdem wurde es nie langweilig, zu fachmännisch oder schwer verständlich. Eine gelungene Mischung die einen regelrecht durch das Buch treibt. Toto Berger oder auch gerne Mount Berger war mir recht schnell sympathisch, ich fieberte mit ihm mit, man ist mit ihm in der inneren Leere, der inneren Gedankenspirale und diesem Zwist zwischen nochmals alles geben oder es sein lassen, was schulde ich der Welt? Können 10 Millionen über so viele Dingen hinwegsehen die offensichtlich sind und nicht mehr zu leugnen? Bei Toto Berger erlebt man den Aufstieg und den ungehinderten Fall eines Weltranglisten Ersten. Man hat nach der Karriere kein wirkliches Bodennetz welches einen auffängt, wenn man sein Geld nicht gut angelegt hat, wenn man keine Sponsoren oder Werbeaufträge mehr erhält, dann sitzt man, schneller als man denkt, vor dem Nichts. So ist es auch Toto ergangen. Seine Sherpas könnten nicht unterschiedlicher sein und doch halten sie alle zu Toto, wissen wie er tickt, wollen ihn aber nochmals ermutigen, ihn stärken, mit ihm ein letztes Mal auf den Platz gehen. Jeder einzelne Protagonist war hier hervorgehoben, man hatte das Haifischhaus ebenso vor Augen wie die Ostsee, man erfährt von vielen ihren Werdegang nach dem Karriere aus von Toto, wie sie zum Tennis, zu Toto gekommen sind. Ein stimmiges Bild welches eine tolle Atmosphäre geschaffen hat. Die besondere Beziehung sticht hier durch Toto und seinem Sohn Nils hervor. Toto war selbst gerade der Star im Tennis als sein Sohn auf die Welt kam, aber so wirklich konnte er nie etwas mit Nils anfangen. Beide treffen sich unerwartet und Nils möchte an der Seite von seinem Vater bleiben, versuchen ihn zu verstehen, ihn kennenzulernen. Auch haben beide unterschiedliche Ansichten zum Thema Leben und Genießen, aber genau hier liegt die Stärke von beiden Protagonisten, hier ist man auch als Leser am überlegen, am mitfühlen und mitfiebern. Ein bisschen Tenniskenntnisse sollte man bei diesem Buch haben bzw. dem Thema nicht abgeneigt sein, im Notfall kann man gewisse Anweisungen und Sätze auch googeln. Ich bin mir aber sich dass man dieses Buch auf jeden beliebigen Profisport ummünzen kann, denn diese Ansprüche an sich selbst sind wohl überall gegeben. Ich war sehr oft schockiert dass Toto erst Mitte 30 ist, aber sein Körper schon so kaputt und seine Psyche so zerstört vom Erfolg, dem Druck, dem inneren und äußerlichen Widerstand, diese Unruhe war ständig mit den Händen zu fassen. Was jeglicher Sport in der obersten Liga mit einem Menschen anrichten kann wird in diesem Buch ebenso erklärt, wie aber auch das Zwischenmenschliche und die Frage nach dem Sinn des Lebens, was zählt eigentlich wirklich. Für was lohnt es ich zu kämpfen, für was nicht? Wenn du in der Weltrangliste auf Platz 2 oder 3 stehst dann ist es trotzdem als würde es dich nicht geben, denn niemand redet über die Leute die hinter der Nummer 1 stehen. Diese "Weisheit" hat mich oft schockiert und zum nachdenken gebracht. "Verlieren ist immer schlimm. Verlieren ist schlimmer, als es schön ist zu gewinnen." "Die Nummer eins ist das Einzige, was zählt, John. Das weißt du so gut wie ich. Wenn du Nummer zwei bist, kannst du genauso Nummer drei und vier sein. Dann bist du ein Niemand". (Björn Borg zu John McEnroe, 1985) Mich hat dieses Buch absolut begeistert und ich spreche auf jeden Fall eine Leseempfehlung aus!

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Johannes Wilhelm Kröger betritt nun Land und muss in den Ruhestand gehen. So ganz behagt ihm das nicht denn er ist Seefahrer und Käpt¿n aus Leidenschaft gewesen, daheim erwartet ihn ausser seinen Vogel, niemanden mehr. Seine Frau Elli ist verstorben, sein Sohn Klaus selbst immer auf hoher See. Doch dann weckt eine tanzende Frau am Strand seine Aufmerksamkeit, sehr zum Leidwesen seiner Schwester die, wie das ganze Dorf, die Frau als Hexe ansehen da sie schließlich alleine, mit einem "Neger" auf dem Anwesen lebt... doch Johannes Wilhelm Kröger hatte schon immer seinen eigenen Kopf und kann Geschichten aus aller Welt erzählen und stürzt in ein neues Abenteuer... Ich danke dem Verlag, Lovelybooks.de sowie dem Autor für das Rezensionsexemplar. Dies ist mein erstes Buch des Autors und ich muss sagen, ich bin hin und weg. Ich wusste nicht was ich mir unter einem Spionage Krimi genau vorstellen kann oder soll, auch dass ein Käptain darin involviert sein soll, aber das kleine Büchlein hat mir spannende und sehr interessante Lesestunden verschafft. Schon der Einstieg fällt leicht, ist humorvoll und den alten Käpt¿n Kröger hatte ich sofort in mein Herz geschlossen. Ich werde selbst zwar schnell seekrank aber Geschichten wie diesen lausche ich doch sehr gerne. Das Buch ist so interessant und gut umgesetzt dass man es sehr ungern weglegt und auch das Plattdeutsche, die norddeutsche Lebenskultur wird hier sehr hervorgehoben und begeistert, macht das Lesen noch intensiver und schöner. Der Autor versteht viel von der Seefahrt, von Schiffen, den Gezeiten, dem Wetter auf dem Meer, an den Dünen. Man reist mit Käpt¿n Kröger um die ganze Welt, besucht verschiedene Häfen und erlebt die tollsten Abenteuer. Denn unser Käpt¿n wurde im April 1849 geboren, sprich, er hat noch viel erlebt und gesehen wo wir heute Bücher lesen, Zeitungen wälzen, Google fragen. Während wir Kröger in der Gegenwart begleiten streifen seine Gedanken immer wieder ab, er erzählt von Abenteuern die er auf der hohen See bzw. in den Häfen erlebt hat. Und da Käpt¿n Kröger sehr gerne liest lernen wir hier große Schriftsteller kennen wie Arthur Conan Doyle, beide haben ein Fasterlebnis mit Jack the Ripper, Hermann Melville, Bram Stoker, Jules Verne, um nur einige zu nennen. Gekonnt spinnt der Autor die Geschichte von Kröger zusammen mit der Seefahrt und mit Autoren, die ebenso sich für das Meer und das Reisen begeistern konnten. Und dies macht er sehr gekonnt, interessant, gelungen und zauberhaft. In der Gegenwart freundet sich Käpt¿n Kröger mit der Witwe Wiebke an, die ebenso ein Geheimnis mit sich trägt. Auch sie war sehr authentisch und sympathisch da sie ihr Leben lebt ohne auf den Anstand zu schauen, sie hat ihren eigenen Kopf und Mut zu ihren Vorstellungen. Mit der Zeit erfahren nicht nur wir sondern auch Käpt¿n Kröger was es mit Wiebke ihrer Vergangenheit auf sich hat und ehe man es sich versieht steckt man auch schon mitten in dem Spionage Krimi. Es waren spannende und lustige, interessante und stürmische Lesestunden und ich kann für dieses Buch nur eine klare Leseempfehlung aussprechen!

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Anna und ihre ältere Schwester Charlotte sind für eine geraume Zeit auf sich gestellt, denn ihre Mutter fährt zu ihrer Cousine. Zwar sind die 2 Mädels ordentliche Streithähne aber nun hat die kleine Anna ja noch ihre unsichtbare Anna an ihrer Seite, ihre beste Freundin, und gemeinsam erleben sie das ein oder andere Abenteuer. Doch alles ändert sich als Anna einem Fremden gewisse Dinge verrät, sie redet gerne, sie redet viel und überlegt nicht immer..und dann sitzt ihre ältere Schwester Charlotte nur noch im Kleiderschrank und weint...Anna glaubt wegen ihrem Freund Simon und dem Liebeskummer...doch die Wahrheit ist viel schlimmer als angenommen.. Ich bedanke mich beim GrössenWahnVerlag sowie dem Autor und Lovelybooks für das Rezensionsexemplar und die dazu stattgefunden Leserunde. Das Buch war so anders und doch so toll, für mich, dass es bei jedem Leser aber trotzdem unterschiedliche Meinungen und Gefühle hervorrufen wird. Der Schreibstil ist besonders denn die Erzählweise geschieht hier durch die kleine Anna. Ich fand Anna von Beginn an sehr offen und ja, typisch Kind, typisch Mädchen - sie will alles ganz schnell und korrekt erzählen, sie überlegt manchmal, manchmal auch nicht, sie schweift ab, sie ist fantasievoll und fühlt sich als Kleine oft unterlegen und nicht nett behandelt. Manchmal ist es schwer ihr zu folgen, dann gibt es wieder viele Passagen wo es klar erscheint, aber man muss der Geschichte und sich beim lesen die Zeit nehmen. Auch sucht man Absätze und Co vergebens, denn Anna erzählt und da gibt es kein Punkt und Komma. Der Autor möchte mit diesem Buch auf das Thema sexuelle Gewalt bei Kindern und die Aufgabe der Gesellschaft aufzeigen, er wählt hier die kindliche Ansicht von Anna, damit man als Leser merkt was man selbst, in Zukunft, ändern kann und muss, aber auch wie schwer es Kindern in einem gewissen Alter fällt alles korrekt zusammenzufügen und die Zusammenhänge zu verstehen. Anna und Charlotte sind zwei typische Mädels, man bemerkt sehr schnell den Altersunterschied von beiden, die Mutter scheint wohl mehr auf Charlotte zu zählen als auf Anna. Während Charlotte sich für Autos, Jungs und ihre Freunde interessiert, auch ihren eigenen Kopf durchsetzt und jetzt sich als Mutter von Anna aufspielt, ist Anna so ein typisches kleines Mädchen. Sie fühlt sich von ihrer großen Schwester, der Mutter und den Lehrern missverstanden, so wirklich Freunde hat sie auch nicht. Gefühlt macht sie alles falsch, Schule und Hausaufgaben sind so gar nicht ihr Ding, sie prügelt sich gerne, kann tolle Geschichten erzählen, ist sehr sehr fantasievoll und an ihrer Seite steht die unsichtbare Anna die die Welt bunter, quietschiger und verrückter macht. Gemeinsam sind sie stark und gemeinsam stellen sie den ein oder anderen Unsinn an. Für mich unglaublich war schon der Beginn dass die Mutter ihre zwei Mädels alleine lässt, klar, Charlotte ist wohl um die 16 Jahre, Anna schätze ich zwischen 6-8 Jahre, aber trotzdem ist es eine sehr große Verantwortung die man hier übernehmen muss, Schule, Haushalt und Betreuung der kleinen Schwester. Auch haben die beiden Mädels in dem kleinen Dorf so keinen rechten Ansprechpartner wenn mal was schief gehen sollte, auch interessiert es keinen dass die zwei, für unbestimmte Zeit, erstmals alleine klar kommen müssen. Hier fängt man als Leser schon an zu grübeln. Und das Grübeln, schockiert sein, den Kopf schütteln, das Hoffen und Bangen zieht sich dann durch die ganze, restliche Geschichte. Es fängt bei der Mutter an und geht über die Dorfgemeinschaft, die Schule, die Polizei und die Nachbarn, die Lehrer und Freunde, keinen verwundern die Dinge die in kurzer Zeit bei Anna und Charlotte geschehen sind. Keiner fragt nach wenn Anna von dem schrecklichen Liebeskummer ihrer Schwester Charlotte erzählt, die nur noch weinend im Kleiderschrank sitzt und gar nicht mehr herauskommen mag, die den Haushalt nicht mehr schafft, die eigentlich gar nichts mehr schafft. Und alles bleibt an Anna hängen und sie muss sich beide, irgendwie, versorgen. Das Ende war, im ersten Moment, für mich, sehr unrealistisch. Man sollte sich nach dem lesen aber nochmals Zeit nehmen um über die Geschichte nachdenken zu können. Denn Anna erzählt die Geschichte und ich kann nur sagen dass Anna einiges an großen Blödsinn im Kopf hat dass sogar mir die Spucke oft wegbliebt. Hier lernt man ein Kind kennen das nicht sonderlich beachtet wird, dem man den Rücken nicht stärkt und welches sich somit durch seine Prügelei oder anderen Geschichten oder Geschehnissen Aufmerksamkeit verschaffen möchte. Auch fand ich die unsichtbare Anna nicht übertrieben, denn viele Kinder haben einen unsichtbaren Freund, ein Kuscheltier das nur mit ihnen redet, vielleicht hat der ein oder andere so eine Phase als Kind ebenso durchgemacht. Bei Anna nahm es, für mich, dann extreme Zustände an, da wäre ich als Mutter sehr hellhörig geworden. Wie soll ein kleines Mädchen die Welt verstehen wenn man ihm diese Welt nicht erklärt? Oder was mit der Schwester geschehen ist? Was ist Gut und was ist Schlecht? Man hätte beide Mädchen an die Hand nehmen müssen, Anna sowie Charlotte. Denn Charlotte schmiedet mit ihrer besten Freundin einen Plan der zeigt wie ausweglos ihnen die Situation erscheint, dass sie keinen haben an den sie sich wenden können oder es einfach nicht wissen. Für mich ein Buch welches trotzdem oder gerade wegen dem Erzählstil und dem öfteren mädchenhaften Durcheinander im Kopf bleibt. Ob es jedem zusagt wage ich zu bezweifeln, ich persönlich spreche für dieses Buch eine klare Leseempfehlung aus.

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Helen Franklin lebt in Prag, als Übersetzerin. Doch Helen umgibt ein Geheimnis was sich keinem so offenbart. Eine aufregende Wende erhält das Leben von Helen als ihr Freund Karel ihr ein Dokument in die Hand drückt, es geht um die schwarze Frau, um Melmoth, in anderen Sprachen und Ländern auch Melmotte oder Melmat genannt. Während die Frau von Karel, Thea, an diese Geschichte nicht glaubt, versinkt Helen in den Dokumenten und es wird ihr klar - Melmoth ist auf der ganzen Welt bekannt, sie taucht überall auf, mit ihren blutigen Füßen und reicht einem die Hand... zeigt einem seinen unverzeihlichen Fehler und möchte dass man sie begleitet... Ich war bei dem ersten Buch der Autorin "Die Schlange von Essex" noch etwas hin und hergerissen, die ersten guten 100 Seiten zogen sich etwas und machten den Einstieg schwer. Doch auch hier besticht Cover, Klappentext und der Titel und ich wollte dieses Buch unbedingt lesen. Ich kann sagen dass es sich hier auf jeden Fall lohnt, schon der Einstieg ist unheimlich spannend, düster und packend, die Autorin wird zurecht für ihre Beschreibungen der Atmosphäre gefeiert. Helen Franklin lebt in Prag, stammt ursprünglich aus England, und lebt ein bescheidenes und sehr zurückgezogenes Leben. Dies ändert sich als sie in der Bibliothek Karel kennenlernt, sie freunden sich an und sie wird öfter von ihm und seiner Frau Thea zum Essen bei ihnen eingeladen. Doch dann verhält sich Karel merkwürdig und händigt Helen die Dokumente aus... Dokumente die er von einem älteren Herren erhalten hat, mit dem er sich angefreundet hatte. Auch Karel verändert sich und verschwindet. Bei Helen war immer dieses Unbekannte, das Mysteriöse um ihre Figur herum denn die Autorin deutet schnell und öfter an dass mit Helen irgendwas passiert ist, es ist lange im Dunkeln und ich war oft am raten was denn passiert sein könnte. Und hat sie vielleicht die Figur Melmoth auch durch ihre Tat heraufbeschworen? Trotzdem empfand ich Helen nie als langweilig oder unsympathisch, sondern eben durch ihre Schuld, ihre Bürde zurückhaltend und ruhig, unauffällig um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Die Situation spielt in Prag, 2016, zum Winter, alleine hier merkt man die Kälte, das Dunkle, diese veränderte Natur und dazu passt die Geschichte bzw. Erscheinung der Schwarzen Frau perfekt. Beim lesen hatte ich immer wieder Gänsehaut und irgendwann wird man schon etwas paranoid und schaut öfter zum Fenster, zu der offenen Türe, ob sich im Blickwinkel nicht ein schwarzer Fleck "versteckt", bei genaueren Hinsehen ist dieser verschwunden. Diese Gefühl, man wird beobachtet und kann diese Person oder was auch immer einfach nicht ausfindig machen... das hat die Autorin so düster, spannend, bedrohlich und doch packend in die Geschichte von Melmoth gepackt. Wer Melmoth ist möchte ich hier so nicht erwähnen, ich habe diese Gestalt gegoogelt, wenn ich ehrlich bin, aber so ganz fündig wurde ich nicht, aber die Geschichte zu ihr war trotzdem genial umgesetzt, ich bin schlichtweg begeistert! Durch Geschichten, Erzählungen und Tagebucheinträge wird man Zeuge dass nicht nur Helen auf der Spur von Melmoth ist, sondern dass diese Gestalt schon viele Leute in verschiedenen Zeiten aufgesucht hat, auch was ihre Aufgabe ist, was ihre Stärke, was die Menschen auch die schlechten Seiten haben. Und doch, ja, wir haben eine schlechte, eine düstere Seite, aber man kann sie mit Hoffnung, Liebe und Vertrauen auch wieder ins Lot bringen, aber Melmoth ist gekonnt wenn sie einen umgarnt und mit ihren blutigen Füßen vor dir steht und ihre Hand anbietet... es ist Vorsicht geboten. Trotzdem spreche ich für dieses geniale Buch mit dieser packenden Story eine klare Leseempfehlung aus!

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Die 11jährige Jannie, sie vermutet mal dass sie so alt ist, gehört zu einer Gruppe die betteln geht. Von ihrem Großvater damals an Miro verkauft zieht sie mit Schwangeren, kleinen Kindern, Babys durch die Dörfer um Geld zu sammeln. Doch dann nimmt eine Frau ihr den kleinen Jakob ab der schlimm erkältet ist und Jannie weiß dass Miro sie dafür bestrafen wird... also flieht sie und findet bei Dieter Leuken Unterschlupf...doch sie weiß nicht was Dieter Leuken in Wahrheit für ein Mann ist... Dies ist mein erstes Buch der Autorin und ich muss sagen, ich war doch sehr angetan. Viele sehen dieses Buch eher als Thriller als einen Roman, ich kann da, zeitweise, auf jeden Fall zustimmen, es ist eine Mischung aus beidem. Auch ist das Buch nichts für schwache Nerven da die Zustände von Jannie in der Roma Gruppe, ja fast Familie, oft erschreckend brutale Ausmaße nimmt die kein Kind sehen sollte. Der Schreibstil ist sehr für sich einnehmend, das Buch entwickelt sehr schnell eine Sucht zum Weiterlesen und man mag das Buch, trotz der Geschehnisse, nicht mehr aus der Hand legen. Wir haben mit einigen Protagonisten in diesem Buch zu tun, manchmal sorgte das bei mir für Verwirrung, auch war es zu Beginn sehr schwer durch die ganze Organisation der Roma und ihre Gruppendynamik zu steigen. Ermittler Kommissar Klinkhammer bleibt für mich persönlich eher blass und steht nicht im Mittelpunkt, mich selbst hatte dies nicht gestört. Denn die Ermittlungen laufen durch Geschehnisse, erlebten und Erzählungen durch die verschiedenen Protagonisten zusammen, das fand ich wieder ein gelungener Clou des Buches und somit erhält man viele Puzzleteile die sich von selbst zusammenfügen. Gleichzeitig muss man aber auch am lesen und der Geschichte dran bleiben sonst läuft man schnell Gefahr sich zu verlieren und den roten Faden immer wieder suchen zu müssen. Die Rezensentin Gina Bianchi und der Autor Black Devil erhalten ebenso ihre Ansichten und Erlebten. Beide haben mich geschockt und manchmal regelrecht angeekelt, denn beide halten sich für besser und schlauer und doch sind sie sich ähnlicher als sie beide denken. Gina Bianchi rezensiert Bücher, nutzt ihre Bekanntheit aber stark um Bücher zu puschen und Autoren zu Ruhm zu verhelfen oder Autoren und ihre Werke zu zerreißen und um Träume zu zerstören. Black Devil selbst möchte mit seinen Thrillern berühmt werden, er hält sich für besser als andere Autoren, er will den Schmerz und den Überlebenskampf der Opfer authentisch darstellen, will dies in Worte fassen und die Leute dadurch an seine Bücher fesseln. Doch es klappt nicht so recht wie sich Black Devil dies vorstellt und seine Wut erhält neuen Zündstoff. Der Augenmerk des ganzen Buches liegt hier auf das Mädchen Jannie. Und hier hat die Autorin ganze Arbeit geleistet, denn Jannie weckte sofort mein Mitgefühl, man möchte sie aufnehmen, behüten und beschützen, ihr ein besseres Leben bieten als sie es bisher erleben musste. Bei Dieter Leuken fühlt sie sich sicher und fängt an sich an Dieter und seine Mutter zu gewöhnen, sie pflegt seine Mutter die aber versucht Jannie zu warnen. Jannie ist schlau, sie lernt schnell und ist doch gleichzeitig verunsichert und ein normales Leben ist sie nicht gewöhnt, sie kennt nur die Gruppe von Miro, in der Gewalt und Hunger, Tod und Misshandlungen, Vergewaltigungen und Schikane an der Tagesordnung stehen. Jannie hat viel gesehen und erlebt was kein Kind in diesem Alter erleben sollte, man ist beim lesen oft fassungslos, schockiert und muss das Buch auf die Seite legen. Man schwangt immer zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit für Jannie, denn auf der einen Seite hat sie ein normales Leben verdient, ein Anrecht darauf, auf der anderen Seite sieht sie viele Dinge, die für "normale" Menschen schrecklich und fassungslos sind, als normal an. Ihre Verunsicherung wie sie auf Situationen reagieren soll ist realistisch und authentisch dargestellt und man sieht diese Gruppendynamik der Roma und anderen Schleusern, Menschenhändlern und ja, einer regelrechten Mafia dahinter, mit eigenen Augen, bzw. durch die Augen von Jannie. Ein Buch welches sich lohnt zu lesen, es ist spannend, aber auch düster und oft mit Gewalt gespickt, es zeigt Missstände auf regt zum nachdenken an. Hier und da gab es ein paar Längen die man hätte kürzen können, aber im Ganzen kann ich diesen Roman auf jeden Fall empfehlen. Ich danke dem Diana Verlag, dem Bloggerportal und dem Randomhouse Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Arthur lebt mit seiner Mutter auf Rügen, in einem kleinen Haus, direkt am Strand, in der Nähe des Wassers. Nicht nur Arthur ist besonders, sondern auch seine Mutter, denn auch wenn sie im Dorf als Hexe geschimpft wird, so stehen doch nachts oft kummer geplagte Seelen bei ihr vor der Türe und erhoffen sich Hilfe durch Rat oder einen Trank aus Blüten, oder durch das Karten legen. Doch als Arthur in die Pubertät kommt sieht er nicht mehr alles so uneingenommen, das Verhältnis Arthur - Mutter erhält Risse und als Arthur volljährig wird ist seine Mutter spurlos verschwunden...und Arthur weiß nicht was er mit seinem Leben anfangen soll.... Ich danke Lovelybooks.de sowie dem Autor für das Rezensionsexemplar und die dazu stattgefundene Leserunde. Was soll ich über dieses Buch sagen? Es ist gewaltig, in seiner Wirkung, in seiner Geschichte, in seinem Erzählstil. Und es berührt wohl wirklich jeden der es lesen wird denn jeder war mal an der ein oder anderen Stelle an der auch Arthur steht/stand und somit kann man diese Gefühlswelt immer wieder nachvollziehen. Schon mit den ersten Seiten konnte mich der Autor packen, alleine wie er das Meer, seine Umgebung, das Haus am Strand, die Möwen den Geruch beschreibt - man fühlt den Sand zwischen den Zehen, riecht und schmeckt das Meer in der Luft und hört die Möwen rufen. Dies zieht sich durch das ganze Buch, denn wir reisen mit Arthur nach Hamburg, Amsterdam und Berlin, und immer hat man Land, Leute und das volle Leben um Arthur auch um sich herum. In diesem Buch spielt Arthur die Hauptrolle, aber auch seine Mutter begleitet ihn immer wieder in der Geschichte. Beide waren mir sehr sympathisch, auf ihre Art in ihrem Wesen gefangen und irgendwann kam dann der Versuch mit einem Neustart, mit einem anderen Weg, mit dem Ausbrechen. Die Mutter fand ich von ihren Denkweisen und ihren Fähigkeiten unheimlich interessant, ja fast mystisch. Sie hat ein großes Wissen was hilft oder eben nicht, sie hat die Eigenschaft Menschen zuhören zu können und mit Wissen und Feingefühl Ratschläge zu erteilen. Man muss hier aber keine Angst haben dass der Autor in das Esoterische abrutscht sondern Menschen mit einer Leidenschaft und dem Gefühl für das Richtige beschreibt. Auch die Sprüche und ja, den Glauben der Mutter geht mehr in die Richtung Naturglauben, sie betet keinen Gott oder Religion an sondern glaubt an die Veränderung die von der Natur aus von sich geht. Da hat sie meine große Unterstützung. Arthur, ein Junge der ohne Vater aufwächst, liebt und verehrt seine Mutter, nimmt viel von ihrem Glauben und Ansichten an und kann diese nicht oder sehr ungern ablegen. Mit der Pubertät beginnt sich aber Arthur zu verändern, er eckt immer mehr mit seiner Mutter zusammen und mag auch ihre Ansichten nicht mehr bedingungslos teilen. Ihn stört es dass sie so abseits leben und handeln, schon von vorne rein als "anders" und komisch gelten. Für Arthur bricht die Welt zusammen als seine Mutter ihn über Nacht verlässt und er alleine mit seinem jungen Leben dasteht. Warum das Buch lesen? Hier geht es um einen Mann der im jungen Leben zum Erwachsenen steht und eigentlich keine Ahnung hat was er mit diesem neuen Lebensabschnitt anfangen soll, wie soll es mit ihm weitergehen, welche Pläne hat er für sich gemacht, was will er in Zukunft machen, sein Leben wie gestalten? Arthur ist von einer inneren Leere erfüllt und diese versucht er zu füllen. Er versucht sein Glück in Hamburg, Amsterdam und Berlin, er trifft viele neue Leute, bunte und interessante Gestalten, Menschen die ihn interessant finden, die ihn und seine Abstürze unterstützen, manchmal auch fördern, nicht jeder schaut und hört genau hin was Arthur bewegt. Arthur selbst ist ein sehr sensibler Mensch der mit der lauten, schnellen Welt nicht mithalten kann, mithalten will und seinen Platz einfach nicht finden kann. Was bedeutet es erwachsen zu werden? Wie leicht ist es seinen Platz in dieser Welt zu finden, seine Leidenschaft zu entdecken mit der man sein restliches Leben "arbeiten" kann und möchte? Soll man im Stillstand verharren oder immer mal wieder den Ausbruch wagen und Neues beginnen? Wie wichtig ist der Beistand der Eltern? Welche Fehler können Eltern machen? Ist es so leicht ein Kind zu einem selbstständigen Menschen erziehen zu können? Hat man nicht auch als Mutter/Vater das Recht irgendwann wieder sein eigenes Leben zu beginnen, aufzunehmen und Neues zu wagen? Mit welchen Verlusten und Taten geht dies auf beiden Seiten einher? Ein Buch über den süßen Schmerz des Erwachsenwerden, man erkennt sich in vielen Dingen womöglich wieder selbst, macht sich seine Gedanken und fühlt sich in die eigene Erwachsenwerden Zeit zurückversetzt. Arthur besticht durch seine besondere Art, man fühlt und leidet mit ihm, die innere Leere war jederzeit spürbar und nachvollziehbar, ich bin von Arthur sehr angetan und er als Protagonist ist einfach nur wunderbar umgesetzt. Und mir ein Ozean ist ein Buch über das Wachsen in die Erwachsenenwelt, über Liebe und Hass, über Vertrauen und Schmerz, Schuld und Unschuld, die innere Leere zu füllen und den eigenen Weg zu finden. Vor allem aber ist es ein Buch über die Liebe und das Vertrauen in einen Selbst. Ich bin mir sicher dass jeder sich, in diesem Buch, zeitweise, wiederfinden wird und von daher spreche ich für dieses Buch eine klare Leseempfehlung aus.

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