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Alle Rezensionen von Buecherseele79

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Sussex, 1956. Die junge Ivy Jenkins ist schwanger, ungewollt, unverheiratet und somit bringt sie grosse Schande über ihre kleine Familie. Während ihre Mutter eher schweigt bespricht ihr Stiefvater sich mit Pater Benjamin ab und Ivy muss in ein Mutter-Kind-Heim St. Margaret's.... wo sie die Hölle auf Erden erleben muss... 2017- die junge und alleinerziehende Frau Sam findet einen Brief bei ihrer Grossmutter, von einer gewissen Ivy geschrieben die ihre Erlebnisse von einem Mutter-Kind-Heim an einen jungen Alistair beschreibt und ihn um Hilfe anfleht... Sam ist sofort Feuer und Flamme, sieht in diesem Brief ihre Chance als Journalistin Fuß zu fassen und begibt sich auf die Suche nach Ivy und nach den Geheimnissen von St. Magaret's... Was für ein Buch, was für eine Thematik, was für ein Grauen. Vorweg- wer härtere Darstellungen nicht verträgt, dass Menschen gequält, misshandelt und verstoßen werden sollte dieses Buch nicht lesen. Die Autorin hat sehr gut recherchiert und vieles was sie herausgefunden hat über die Mutter-Kind-Heim in Irland sowie Großbritannien beruhen, des öfteren, auf wahren Zuständen und das macht dieses Buch so eindringlich, so mahnend, so grausam. Der Schreibstil ist packend, der Plot beginnt schon sehr geheimnisvoll und spannend mit den ersten Zeilen von Ivy ihren Brief. Schon da möchte man als Leser wissen was mit Ivy passiert ist, wie die Umstände der damaligen Gesellschaft waren und was ihr widerfahren ist. Mit Ivy habe ich unheimlich mitgelitten, auch mit den vielen anderen Mädchen. Gleichzeitig habe ich sie für ihren heimlichen Mut, dass sie um ihre Tochter gekämpft hat und für andere Mädchen immer bewundert, dass sie, trotz dieser Umstände, nie die Hoffnung aufgegeben hat. Sam ist so das Gegenteil zu Ivy, die so gesehen auch alleinerziehend zu ihrer Zeit war. Man kann also die Freiheiten und die Anstrengungen einer Mutter früher und damals sehr gut vergleichen, ist in meinen Augen auch sehr gelungen. Sam ist sehr bemüht um das Wohlergehen ihrer Tochter, auch um ein gutes Umfeld mit ihrem Ex-Mann und versucht beruflich einen Erfolg zu erlangen. Ihre Großmutter ist ihr eine sehr große Hilfe. Mit Sam gemeinsam macht man sich auf die Suche nach der Vergangenheit von Ivy, ihrer Großmutter, aber auch von den Zwillingen Elvira und Kitty. Manche Dinge waren, für mich, vorhersehbar, aber nicht störend, andere Dinge haben mich immer wieder umgeworfen, überrascht, schockiert. Die Autorin baut sehr gekonnt einen Spannungsbogen auf, bringt immer wieder Überraschungen und Wendungen in ihre Geschichte und das Ende konnte mich ebenso überzeugen. Ein Buch gegen das Vergessen, gegen das Leid von vielen Frauen und Mädchen in den 60iger Jahren die die Hoffnung noch nicht aufgegeben haben. Ich spreche eine ganz klare Leseempfehlung aus. Ich bedanke mich beim Bloggerportal, dem Randomhouse Verlag und dem Heyne Veralg für das Rezensionsexemplar.

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Vom Leben ganz unten steht unter dem Titel des Buches und ich kann sagen hier trifft die Autorin den Nagel auf den Kopf. Dieses Buch schlägt mit seine grauen Realität, mit dieser Hoffnungslosigkeit gnadenlos zu und man merkt wie man als Leser von der ganzen anonymen Umgebung, diesen tristen Plattenbauten, dieser Perspektivlosigkeit runter gezogen wird. Der Schreibstil ist sehr flüssig, wie das Leben eben "spricht" und ungeschönt. Und trotzdem entwickelt diese Geschichte einen Sog dem man sich nicht entziehen kann, nicht entziehen sollte. Denn auch wenn alles grau und ohne Hoffnung erscheint, so baut die Autorin doch immer wieder Lichtblicke ein. Die zwei Ordensschwestern sind mir sehr ans Herz gewachsen und trotz ihres doch hohen Alters bewundere ich ihren Mut für das Weitermachen, für das nicht aufgeben, für das Helfen und Zuhören, ohne drängen oder fordernd zu werden. Sie beschreiben ihre Sichtweisen wie sie als "Wessis" damals in den Osten kamen und merkten die Menschen haben keine sichtbare Mauer mehr um sich, aber in ihren Köpfen ist die Mauer, die Stasi sehr oft geblieben. Marie war für mich immer etwas geheimnisvoll, nicht ganz zu greifen, sie hat viel in ihrem Leben mitgemacht und muss und möchte aber wieder einen Weg finden um das eigene Leben zu genießen, es selbst zu bestimmen und ich glaube, mit Marie ist der Autorin sehr gelungen was Grenzen, sichtbare und unsichtbare, mit einem Menschen machen können. Wenn ein System die falschen Menschen schützt. Mit Fabian Krüger wird wohl der ein oder andere Leser seine Probleme haben, ich hatte sie meist, aber einfach, weil er so launisch war, was aber wieder an seiner sehr strengen Erziehung von Seiten des Vaters liegt und man hier diesen starken Einschlag merkt arbeite viel, mecker nicht, streng dich an damit du kein Verlierer wirst. Er kann seine Gewohnheiten sehr schlecht ablegen und rutscht immer wieder ab. Bewundernswert ist wiederum dass er sich etwas Disziplin bewahrt hat damit er nicht komplett unten angekommen ist und gar keinen Sinn mehr im Leben sieht. Die Autorin baut ihre Geschichte gelungen und sehr gekonnt um die Protagonisten herum auf und ich empfehle dieses Buch wirklich jedem! Vor allem den Politikern die von ihren vielen Versprechungen bis heute nicht wirklich etwas eingehalten haben und die Menschen von ganz unten vergessen haben! Ich bedanke mich beim Bloggeportal, dem Randomhouse Verlag und dem Ludwig Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Salaga Ende 19. Jahrhunderts. Aminah lebt mit ihren Geschwistern, Müttern und Vater ein ruhiges Leben in einem Dorf, ihr Vater verkauft Schuhe die er selbst herstellt. Ihr Leben ist einfach aber glücklich...doch dies ändert sich schlagartig als der Vater von einer seine Reisen nicht mehr Heim kehrt und Sklavenhändler das Dorf brutal überfallen und Aminah sowie ihre Geschwister ihrer glücklichen Kindheit entreissen.... Wurche lebt ein gehobenes Leben, zusammen mit ihren Brüdern wetteifert sie um die Aufmerksamkeit ihres Vaters Etuto. Wurche möchte mit ihrem Vater die Verhandlungen mit den Verbündeten übernehmen, doch ihr Vater hat andere Pläne mit ihr und somit muss sich Wurche der Zwangsheirat beugen... 2 Frauen, 2 Schicksale und doch werden beide einen gemeinsamen Weg finden.... Die Autorin Ayesha Harruna Attah ist selbst in Ghana geboren und lebt mittlerweile wieder im Senegal. Sie erzählt in diesem Buch "Die Frauen von Salaga" die Geschichte ihrer Ururgroßmutter. Dass die Autorin sich mit der ganzen Thematik intensiv auseinandergesetzt hat ist alleine an ihrem Schreibstil zu bemerken. Sie schreibt so bilderhaft, so intensiv, so bunt dass ich ständig bunte Bilder vor Augen hatte, die Trommeln gehört habe, ich war auf den verschiedenen Märkten, Pferderennen, Verhandlungen, habe Gerüche und Geräusche vor Augen gehabt. Alleine deswegen lohnt es sich schon dieses Buch zu lesen! Die zwei Protagonisten Wurche und Aminah habe ich beide sofort in mein Herz geschlossen, unterschiedlicher könnten ihre Leben nicht sein, und doch müssen sie sich gewissen Gesetzen, Familien und Traditionen beugen, wirklich frei sind beide nicht. Mit Aminah leidet man starkt mit, die Autorin beschreibt hier sehr deutlich und ungeschönt wie es damals zu Sklavenmärkten kam bzw. wie man diese Sklaven " für sich gewinnen" konnte, es war ein lukratives Geschäft. Menschenleben, Schicksale von Familien haben hier nicht interessiert. Wurche ist sehr selbstbewusst und darf zwar einiges als Tochter von einem Stammesanführer aber auch hier wird sehr schnell klar, sie ist immer noch eine Frau und ein König kann nicht auf alle Wünsche seiner Tochter Rücksicht nehmen, auch sie muss sich Familie, Traditionen und Wünschen von anderen Menschen richten. Zwei Welten und doch merkt man als Leser sehr schnell- in gewissen Bereichen sind sie sich erschreckend ähnlich. Auch ein sehr interessanter Aspekt der in diese Geschichte mit einfließt ist die Verhandlungen und Machtverteilungen durch die Kolonialmächte, hier mit Deutschland, England und Frankreich. Jedes Land wollte sich ein Stück von Afrika "erkaufen", es sich zu Eigenen machen, es beherrschen, mit dem König oder Stammesanführer zusammenarbeiten. Ob dies immer von Vorteil für ein Land, ein Dorf, eine Stadt war wird in diesem Buch auch sehr interessant und gekonnt dargestellt. Dieser Roman bringt einem ein Afrika von früherer Zeit intensiv sehr nahe und besticht durch einen tollen und bilderhaften Schreibstil, mit zwei starken Protagonisten und eine Entwicklung die glaubwürdig und fantastisch beschrieben ist. Mich konnte dieser Roman auf jeden Fall begeistern und ich spreche für dieses Buch eine ganz klare Leseempfehlung aus! Ich bedanke mich beim Randomhouseverlag, dem Bloggerportal und dem Dianaverlag für das Rezensionsexemplar.

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Joe ruft bei einer Sexhotline an, eigentlich nur weil er jemanden zum reden sucht. Yvonne lässt sich auf diesen Wunsch ein, auch wenn sie nicht Yvonne heißt und Joe nicht Joe. Beide telefonieren die ganze Nacht und erzählen ihre Geschichten und lernen sich hierbei besser kennen.. Der Autor Bernhard Aichner ist für seine tollen Thriller bekannt und hier wagt er mal was ganz Neues was er, in meinen Augen, sehr gekonnt umgesetzt hat. Das Cover ist schon ein Hingugger und fühlt sich toll an, es fällt eine sofort auf. Viele Seiten hat dieses "Büchlein" nicht und doch liest es sich toll und findet einen Weg ins Herz. Der Schreibstil ist aufgemacht wie ein Telefongespräch, sehr interessant und vor allem authentisch da man sich so noch besser in die beiden Protagonisten hineinversetzen kann, in Joe und Yvonne. Schnell wird klar dass die beiden sich gegenseitig herausfordern, hier und da eine Lüge auftischen um zu sehen wie der andere reagiert, was ihm wichtig erscheint, was er glaubt und was eher nicht. Vielleicht hat der ein oder andere Leser genau damit ein Problem- was ist hier wahr, was nicht? Warum lügen? Warum dieses "Theater"? Aber ist es heute nicht so dass man sich in den sozialen Medien interessanter macht nur damit man Aufmerksamkeit erhält, Likes und Zuspruch? Und warum soll dies auch nicht am Telefon möglich sein? Das Ende hat mich sehr überzeugt und passt sehr zu diesem Buch ohne überlastend oder gekünstelt zu wirken. Man merkt dass beide sich dieses Gespräch wichtig nehmen und Interesse füreinander hegen. Ein kleines Büchlein über das Kennenlernen, das Herantasten an die Liebe und das Mut und Wahrheit eben doch die Sieger sind. Ich kann für dieses Buch eine klare Leseempfehlung aussprechen. Ich bedanke mich bei Lovelybooks für das Rezensionsexemplar.

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Andrea und George sind seit der Schulzeit befreundet, ein Paar und mitterweile leben sie eher nebeneinander her als miteinander. George möchte dass Andrea ihre Wohnung aufgibt um zu ihm, in das Haus mit seinen Eltern, zu ziehen. Doch Andrea möchte kein Haus, keinen Kredit aufnehmen, keine Kinder und will ihr Leben selbstbestimmt genießen. Dann wird Andrea jedoch ungewollt schwanger und ihr ganzes Leben erhält eine Wende....die sie so nicht vorgesehen hat..... Dieses Buch ist absolut brilliant und ruft in so viele, verschiedene Gefühle in einem hervor. Der Schreibstil ist so ganz anders, man muss genauer mitlesen, aber ich bin nie durcheinander gekommen oder konnte der Geschichte nicht mehr folgen. Auch sehr interessant sind die Entwicklungen des Embryos zu einem Kind, die die Autorin in diesem Buch zusammenfasst und immer wieder einfügt. Die Geschichte wird aus Sicht von Andrea erzählt, mit ihr konnte ich viel mitfühlen, ihre Gedanken und Ansichten haben auch mich zum nachdenken angeregt und oft hatte ich einfach nur Wut im Bauch, denn auch wenn die Autorin gewisse Dinge vielleicht zuspitzt, Humor zufügt, in einem hat sie nun mal Recht - das Bild der Frau in der Gesellschaft muss überholt werden, hier müssen neue Ansätze her, die meisten Ansichten haben sich seit den frühen 50iger nicht geändert. Darf eine Frau heute überhaupt sagen dass sie keine Kinder möchte, dass sie vielleicht dieses Kind nicht behalten will? Was suggerieren uns Medien, Familie, Freunde, Verwandtschaft, Gesellschaft vor? Ist eine Schwangerschaft nur Friede, Freude, Eierkuchen? Ist Kinder bekommen und die Kinder dann großziehen so leicht und easy und welche Rolle spielen eigentlich die Väter? Wie hoch sind die Chancen dass eine Frau, mit Kind/er, wieder einen Fuß in die Gesellschaft, in ihren Beruf fasst? Sobald man schwanger ist hat man nicht nur körperlich mit sich zu kämpfen sondern erhält von jedem Menschen, ob man will oder nicht, Ratschläge, Hinweise, auf der einen Seite soll man sich schonen, auf der anderen Seite macht man nichts und ist faul, wieso wieder oder noch immer arbeiten, im Fall von Andrea wird ihr viel Zustimmungsrecht und ihre eigene Meinung genommen bzw. nicht mehr wahrgenommen und hier denke dass sich viele Frauen, in gewisser Weise, hier wiederfinden oder viele Aussagen, Ansichten, eigene Erfahrungen erkennen. Ich bin selbst Mutter und kann vieles aus diesem Buch verstehen, nachvollziehen, aus eigener Erfahrung zustimmen. Gleichzeitig denke ich dass dieses Buch nicht jedem gefallen wird, denn man muss hier schon einiges selbst reflektieren, sich auf dieses Buch auch einlassen können und natürlich gibt es Frauen die Kinder und Schwangerschaften als das höchste Gut ansehen. Auch das Ende ist offen, es endet als die Geburt bei Andrea sich ankündigt und somit bleibt jedem Leser es selbst überlassen wie er denkt dass es mit Andrea und George weitergeht. Es ist kein Buch gegen oder für eine Schwangerschaft, sondern dieses Buch zeigt auf was Frauen leisten, ob mit oder ohne Kind, was eine Schwangerschaft für sie bedeutet aber auch dass ein Umdenken in den Köpfen stattfinden muss. Mich konnte dieses Buch absolut überzeugen und mitnehmen, ich empfehle es daher nicht nur Frauen sondern auch den Männern und spreche eine klare Leseempfehlung aus! Ich bedanke mich beim Randomhouse Verlag, beim Bloggerporta und dem Blessingverlag für das Rezensionsexemplar.

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Phill hat seinen Sohn Klax "verloren", auch seine Frau Olga und die gemeinsame Tochter Svetlana sind weg und eigentlich lebt Phill von seinem Arbeitslosengeld ganz gut, verkauft ab und dann ein paar Sachen von Klax, damit lässt sich schließlich richtig gut Kohle machen... doch dann möchte Phill wissen.. ja okay, eigentlich nicht so wirklich, aber sein Schwager bringt ihn auf diese Idee....was mit seinem Sohn passiert ist und lässt sich in die Psychatrie einweisen...wo auch die Mörderin Mariam behandelt wird...die auch Klax auf dem Gewissen hat... Achtung, hier kommt der Briegel Bestseller von Bastian Litsek, vergesst alles bisher gelesene ;) Für dieses Buch muss man eine Menge Humor haben, auf schräge Handlungen stehen und ja, vielleicht hin und wieder durchgeknallt reagieren. Der Einstieg in das Buch war schon sehr abgefahren, das Vorwort zum Piepen und so ging es auch weiter. Mit dem Schreibstil bin ich persönlich ganz gut klar gekommen und die kleinen Fußnoten des Autors machen dieses Buch, für mich, zu einer spannend - lustigen Leseunterhaltung. Es klatschen einem recht schnell einige Namen um die Ohren und da ist es hin und wieder schwierig den Überblick zu behalten, vielleicht ein Register einfügen, damit man immer wieder nachschlagen kann. Phill und Olga haben ihre ganz eigenen Ansichten zu dem Verschwinden von ihrem Sohn Klax, ob man sie jetzt sympathisch findet oder komplett bescheuert bleibt jedem selbst überlassen. Man benötigt viel Humor, vor allem sehr schwarzen Humor, sonst wird das Buch eher zu einer Katastrophe, man sollte vielleicht so Filme wie Scary Movie oder Sharknado toll finden, dann hat man auch Freude mit diesem Buch. Der Autor überrascht immer wieder mit neuen Handlungen, mit neuen Protagonisten, auch der Erotikteil des Buches kommt nicht zu kurz und ich muss sagen dass der Autor auch gekonnt einige spannende Thrillerabschnitte eingebaut hat die sehr gekonnt beschrieben waren und die man nur so weg liest. Unter dem Strich hat mich dieses Buch sehr unterhalten, manchmal ist mir das Lachen auch im Halse stecken geblieben, ich fand die Thrillermomente in diesem Buch sehr gekonnt umgesetzt und hatte wirklich Freude an diesem Buch dass so durchgeknallt ist dass es schon wieder genial ist. Auch die Auflösung der ganzen Geschichte war so bescheuert dass sie wiederrum gut war. Wie gesagt, wer es gerne bekloppt mag, sich überraschen lassen kann und einen breites Band an Humor besitzt hat mit diesem Buch seine wahre Freude! Ich persönlich bin begeistert und würde es auf jeden Fall empfehlen!

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Endlich ist der Moment gekommen...jahrelang hat sich Grace intensiv vorbereitet. Zusammen mit dem Mörder ihrer Schwester Rachel will Grace die verschiedenen Orte aufsuchen, Orte die der Mörder Carl Louis Feldman fotografiert hat, die ihn berühmt gemacht haben und die alle Hinweise zu anderen Opfern aufweisen....zumindest für Grace... doch ist Carl wirklich so dement wie es heißt? Und kann sie seinen Worten und Erinnerungen trauen? Wo wird die gemeinsame Reise enden? Diese Buch lässt mich sehr geteilt in der Meinung zurück. Es war nicht schlecht, aber es war auch nicht überraschend gut, eher so ein Mittelding mit, leider, sehr vielen Überlängen die das weiterlesen manchmal sehr erschwert haben. Auch ist dem Leser nicht so ganz klar was ihn hier nun für ein Genre erwartet, Roman steht auf dem Umschlag, Stimmen nennen ihn einen wahnsinnigen Thriller oder Psychothriller. Es ist eine Mischung aus allen drei genannten Genres aber keines kam so richtig gelungen zur Geltung. Der Schreibstil ist sehr flüssig, leicht zu verstehen und zu lesen und man wird bei dem Plot schon sehr neugierig und geht natürlich auch mit einer gewissen Erwartung an das Buch heran. Mit Carl und Grace konnte ich mich sehr schnell anfreunden, ich fand die beiden Protagonisten sehr gekonnt dargestellt. Auf der einen Seite Carl der unter Demenz leidet und dann doch wieder lichte Momente hat wo man sich als Leser schon fragt was er wirklich weiß, was er verheimlicht, ob er seine Demenz mehr spielt oder welche Vergangenheit hier aufgedeckt wird. Grace liebt ihre verschwundene Schwester über alles und dies hat die Autorin auch sehr überzeugend an den Leser herangetragen. Grace und Rachel waren trotz Altersunterschied ein Herz und eine Seele und wenn die Schwester von heute auf morgen spurlos verschwindet dann geht jeder Mensch damit unterschiedlich um. Ich habe Grace immer für den Wunsch nach der Wahrheit bewundert, was sie alles auf sich genommen hat um endlich zu erfahren was ihrer Schwester widerfahren ist. Gleichzeitig merkt man aber dass Grace seit dem Tag des Verschwindens nur von diesem Gedanken getrieben wird, dass diese Besessenheit auch einen selbst ein Stück weit zerstören kann. Wie schon gesagt leidet das Buch an ordentlichen Überlängen die den Spannungsbogen sehr niedrig hält, die Autorin baut zwar hier und da immer wieder eine kurze Spannung auf und man wird neugierig aber doch legt sich das sehr schnell wieder und dann ist dieses Buch wieder mehr ein Roman der aber auch nicht so ganz greifen kann. Thrillermomente kamen gegen Ende des Buches auf, da konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, aber es war für eine gelungene Story einfach zu wenig. Mag sein dass die Autorin hier eher ruhigere Momente zum nachdenken aufbauen wollte, diese gingen aber in vielen Be - und Umschreibungen unter, irgendwann wiederholte sich einiges und es geschah einfach zu wenig. Eine Leseempfehlung würde ich persönlich nicht unbedingt aussprechen, alleine wegen dem Grund da man nicht weiß welches Genre hier angeboten wird und es mich persönlich nicht so richtig überzeugen konnte.

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Ralf Parceval hat 15 Mensch auf dem Gewissen - nach deutschem Recht ist er ein Mörder und sitzt lebenslänglich im Gefängnis. Doch Parceval hat seine "Mission" noch nicht beendet und als der Chef der Berliner Kripo Parceval für 24 Stunden aus dem Gefängnis holt um einen Zeugen zu verhören, es geht um das Leben eines Mädchens, nutzt Ralf Parceval seine Chancen. Doch der aktuelle Fall der Berliner Kripo hat auch mit seiner Vergangenheit zu tun.... Hier liest man auf jeden Fall einen Actionfilm in Buchform und im Prinzip bleibt es jedem selbst überlassen ob er dies gut findet oder eher nicht. Vorweg vielleicht gut zu sagen - dieser Thriller ist jetzt nichts für schwache Gemüter, der Autor beschreibt gewisse Szenen sehr detailliert. Der Plot klingt vielversprechend, die ersten Seiten fliegen nur so dahin und ehe man es sich versieht ist man schon mitten in der Geschichte. Der Schreibstil ist locker, fesselnd und konnte mich umgehend für sich einnehmen. Ralf Parceval ist ein Mann der einiges bei der Bundespolizei gelernt hat, er ist ehemaliger Ausbilder für Polizisten in Afghanistan und seine Verhörmethoden haben Stil. Für Parceval gibt es nur eine Gerechtigkeit - seine eigene, aber trotzdem ist er kein Mensch der wegsieht sondern versucht zu helfen, aber eben auf seine eigene Art und Weise. Er handelt wenn er es für nötig hält, im Notfall gegen das Gesetz, gegen die Rechtsprechung, gegen die Gesellschaft, ich denke da muss man schon genau überlegen ob man sich auf diesen Thriller einlassen möchte. Die Rückblicke die es in der Geschichte gibt, seine Zeit in Afghanistan, fand ich sehr gelungen, interessant, erschreckend und doch realitätsnah. Ein Thriller der Lust auf weitere Bücher mit Parceval macht, ich möchte unbedingt wissen was er mit der Zeit in Afghanistan auf sich hat, wo gewisse Menschen sind, was es mit dem Video auf sich hat und was Ralf Parceval bereit ist zu geben um endlich Gewissheit zu erlangen. Ein Thriller der Spannungsgeladen ist, mit einem sehr sympathischen Ralf Parceval der sich manchmal doch selbst im Weg steht, manchmal mit etwas brutalen Beschreibungen und Handlungen aber mich konnte der Thriller absolut fesseln, packen und mitreißen. Für Thriller und vor allem Actionfans ist dieses Buch auf jeden Fall zu empfehlen!

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Frankreich ist in Aufruhr. Die Gesellschaft weiss einfach nicht was sie genau von ihrem neuen Präsidenten Idder Chaouch halten soll, ist er wirklich stark genug um das Land wieder auf einen Kurs zu bringen? Während Chaouch versucht sich der Situation bewusst bzw. Herr zu werden erstärkt die Partei der Rechten zu grosser Stärke und schießt schar gegen Chaouch, stellt sich hinter Aktionen von Rechten und ihren Anhängern. Währenddessen versucht Fouad zu erfahren wo Marieke steckt, inwieweit sein Bruder Nazir dahintersteckt... auch die Liebe zu der Tochter von Chaouch bekommt Risse..und verborgen im Dunkeln holt der Terror zu einem neuen Schlag aus... Der finale Band der Familienreihe Die Wilden von Sabri Louatah hat mir am Besten gefallen. Er ist unglaublich spannend und der Autor setzt noch ein i-Tüpfelchen auf die ganze Triologie drauf. Vorweg würde ich empfehlen die zwei vorigen Bände ebenso zu lesen damit man einfach ein Gefühl für die Politik, die Familie, die Machenschaften im Verborgenen, für Frankreich während der Wahl erhält. Auch so weiss man dann wer hier welche Fäden in der Hand hält und wo man die Personen zuordnen muss. Lobenswert ist auch dass der Autor zu Beginn des Buches nochmals alle Protagonisten und ihre Rollen aufführt damit man wieder etwas im Bild ist. Der Schreibstil ist spannend, jedoch muss man bei der Sache bleiben, man muss schon genau lesen und konzentriert bleiben, sonst entgehen einem der ein oder andere Zusammenhang. Auch sollte ein grosses Interesse an der Politik vorhanden sein, ein Grundwissen und auch das Interesse mehr über Frankreich und seine Politik zu erfahren. Mir persönlich hat es gefallen dass der Autor in seinem finalen Buch den Blickpunkt mehr auf die Politik und hier auf Chaouch gelegt hat. Die Familie Nerrouche gerät etwas in den Hintergrund was ich aber nicht schlimm finde, denn zwei Tanten konnten aus dem Gefängnis entlassen werden und dass Krim noch im Gefängnis sitzt ergibt sich aus seinen Taten. Aber doch machen die ein oder anderen Familienmitglieder durch diese Erfahrungen ihre eigenen Wege weiter, verändern sich und merken selbst- egal in welcher Generation ich in diesem Land lebe, ich bin und bleibe ein Fremder. Erschreckend aber sehr realistisch, in meinen Augen, hat der Autor das Thema Rechte bzw. ihre Politik aufgegriffen, mit welchen Gedanken und Handlungen sie spielen und dass sie sich eigentlich für nichts zu schade sind. Auch wie man als Politiker, als führender Staatsmann auf solche Provokationen reagieren soll, oder eben nicht- eindrucksvoll hier im Bild von Chaouch und seinem Widersacher Montesquiou beschrieben. Auch wie die Bevölkerung reagiert, wie sie sich abreagiert, dass die Gesellschaft sich bei gewissen Tätern schneller von Vorurteilen leiten lässt als sonst kommt hier sehr gut an den Leser heran und wenn man das Weltgeschehen verfolgt weiß man auch dass hier viel Wahrheit enthalten ist. Die Intrigen in den eigenen Reihen, in anderen Reihen, das Vertrauen in eventuell falsche Leute- all dies trifft hier zusammen und lässt einen manchmal schon schockiert oder wenigstens fassungslos zurück. Was mich ein bisschen störte, was mir auch zu überhastet vorkam war der Grund von Nazir Nerrouche für all dies. In meinen Augen muss es für diesen Terror, für diese Taten mehr geben als ein paar Seiten Geständnis die man ihm nicht so ganz abnimmt wenn man ihn durch die Bücher kennengelernt hat. Im Grossen und Ganzen ist dem Autor aber ein sehr gelungenes Buch geglückt und die Triologie könnte nicht aktueller sein. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

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Alice und Jake könnten nicht glücklicher sein: Sie haben beide tolle Jobs in denen endlich mehr Geld verdient wird, ein Haus gekauft und vor kurzem haben sie endlich geheiratet. Und dann erhalten beide ein seltsames Paket welches den Namen Der Pakt trägt, von einem Gast auf ihrer Hochzeit empfohlen . Beide sind neugierig und wollen mehr davon wissen- Vivian, die ebenfalls seit Jahren Mitglied im Pakt ist klärt die beiden auf. Die Ehe wird als das höchste Gut gesehen, mal muss jeden Anruf des Partners immer sofort annehmen, regelmässig eine kleine Reise machen, Geschenke kaufen und an den Treffen teilnehmen..... begeistert und eher belustigt stimmen die beiden dem Pakt zu und merken zu spät was es damit auf sich hat... Ich muss sagen dass nicht nur das Cover ein Hingugger ist sondern auch die ganze Thematik unglaublich spannend klingt. Vor allem finde ich dass die Autorin mit Der Pakt einen interessanten Titel für eine ja, fast Sekte, entworfen hat. Der Schreibstil ist anfangs eher ruhig, man lernt hier Jake und Alice kennen, ihre Gefühle füreinander, die Ängst was sich nach der Hochzeit ändern könnte, ich glaube, viele Gedanken und Gefühle die sich jeder Mensch macht wenn er mal heiratet oder eine längere Beziehung geniesst. Jake ist Psychotherapeut und aus seiner Sicht wird das Buch auch geschrieben, es ist sein Erzählstil. Auf der einen Seite fand ich das sehr gut da er als Therapeut auch Ehepaare berät, hier sich sehr intensiv mit einer Ehe, den Gründen von Streit und Trennung auseinandersetzt, auf Artikel und Ansätze die er gelesen hat, hinweist. Man merkt dass der Autorin hier die Ehe selbst sehr wichtig ist bzw. die Auseinandersetzung damit. Trotzdem hätte ich auch gerne etwas mehr aus Alice ihrer Sicht gelesen da sie eher die Ungezügelte ist und oft ihr Temperament nicht unter Kontrolle hat. Mag sein dass der ein oder andere kritisiert dass man sich auf diesen Buch nicht einlassen kann weil es eher für die reicherer Gesellschaft geschrieben ist bzw. von ihnen handelt. Ich finde das hier aber genau der Knackpunkt der gut umgesetzt wurde, denn wenn es die Mittelschicht wäre, dann hätte sie wohl nicht so diese Macht um Angst und Schrecken zu verbreiten, sie könnte nicht so geheim agieren wie eben die Betuchten . So baut die Autorin mit dieser kleinen Gemeinschaft was Geheimes auf, viele sitzen in sehr hohen Stellungen und wie schon gesagt- einmal im Pakt dabei gibt es kein zurück, dies müssen auch Alice und Jake erfahren. Ab der Mitte des Buches zieht die Story dann merklich an und ich konnte das Buch vorher schon nicht weglegen, aber ab da wird es dann unmöglich. Man kann sich als Leser gar nicht ausmalen was hier niedergeschrieben wird, es stellen einem die Nackenhärchen auf und irgendwie ist nie gewiss was hier Wahrheit ist, wer ehrlich spielt und wer nicht. Das Ende fand ich persönlich sehr dramatisch, super umgesetzt und ehrlich, denn hier haben Jake und Alice, für mich, ihren wahren Wert bewiesen bzw. sind sich und ihrer Ehe, in meinen Augen, selbst treu geblieben. Auch wenn dies wohl nicht von jedem Leser so geteilt werden wird. Nicht unbeding ein reiner Thriller sondern doch eher Richtung Psychothriller der mich aber trotz kleiner Schwächen restlos begeistern konnte! Ich bedanke mich beim Randomhouse, dem Bloggerportal und dem Dianaverlag für das Zusenden des Rezensionsexemplars.

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