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Alle Rezensionen von jiskett

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Iron Flowers: Die Kriegerinnen ist ein mehr als gelungener Abschluss der Dilogie. Die Geschichte ist beinahe durchgehend fesselnd, es gibt emotionale sowie beklemmende Momente und die Autorin hat es definitiv geschafft, dass man um die Figuren bangt und mit ihnen leidet. Ihnen wird einiges zugemutet, ihre Lage wirkt oftmals aussichtslos und es müssen auch Opfer erbracht werden, was ihren Kampf um die Gleichberechtigung und das Ende der Unterdrückung realistischer gemacht hat - schließlich geht es darum, ein tief verwurzeltes System umzustoßen und einen grausamen Herrscher zu stürzen. Zudem lauern überall potentielle Bedrohungen, da der Regent große Macht besitzt und viele an der bestehenden Ordnung festhalten wollen. Die Protagonistinnen und ihre Verbündeten müssen gegen schier unüberwindbare Hindernisse ankämpfen und die Gefahr, in der sie schweben, war immer präsent. Mir hat gefallen, dass es Fort-, aber auch Rückschritte gab und es völlig ungewiss war, ob ihre Bemühungen Erfolg haben oder sie scheitern würden; auf diese Art war das Buch unglaublich spannend und ich wollte unbedingt weiterlesen, um zu erfahren, wie alles ausgehen würde. Wie bereits erwähnt hat Banghart sich auch nicht gescheut, die harte Realität einer Rebellion zu schildern und die Charaktere an ihre Grenzen oder sogar darüber hinaus zu treiben. Es war zwar schwer zu lesen, welche Verhältnisse den Frauen zugemutet wurden, was sie durchstehen mussten und zu welchen Taten sie durch die Umstände gezwungen wurden, doch ihre Stärke und Entschlossenheit waren bewundernswert. Obwohl ein paar männliche Figuren eine größere Rolle spielen und die Liebesgeschichten eine gewisse Bedeutung für die Handlung haben, liegt der Fokus klar auf den Frauen und ganz besonders auf Nomi und Serina, was ich gut fand, da es schließlich IHR Kampf ist und der Leser schon im ersten Band verfolgen konnte, wie die beiden sich weiterentwickelt und an ihre jeweilige Situation angepasst haben. Dabei hat mir ganz besonders gefallen, was aus Serina geworden ist, aber ich fand auch Nomi toll und mochte, wie sie sich verändert hat. Das Schicksal der anderen Charaktere war mir ebenfalls keineswegs gleichgültig, sodass es entsetzlich war, was einigen von ihnen zugestoßen ist. Ihr harter, qualvoller Weg hat dafür gesorgt, dass man mit ihnen fiebert und auf ein gutes Ende hofft - auch wenn man sich nicht vorstellen kann, wie das aussehen sollte. Das Ende, das die Autorin gewählt hat, fand ich dann sehr gelungen; es passt zu der Geschichte und den vorherigen Ereignissen, ist zugleich jedoch befriedigend und ein passender Abschluss der Erzählung.

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Maybe this Kiss - Und mit einem Mal doch erzählt die Geschichte von Neil und Becky, die man bereits in Maybe this Time - Und auf einmal ist alles ganz anders kennen gelernt hat. In diesem Buch erfährt man, wie sie nach mehr als zehn Jahren der Trennung wieder zusammen gefunden haben. Von Anfang an wird deutlich, dass es immer noch eine besondere Verbindung zwischen ihnen gibt, an der all die vergangenen Jahre und die schmerzlichen Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Ende ihrer Beziehung nichts geändert haben. Die Chemie ist immer noch vorhanden und sie fühlen sich auf jeden Fall zueinander hingezogen, auch wenn beide zögern und nicht wissen, ob sie sich wieder näher kommen sollten, vor allem, da Becky verwitwet ist und eine Tochter hat. Zudem gab es damals gute Gründe für ihre Trennung; sie konnte sich nicht vorstellen, mit einem Mann zu leben, der Einsätze in Kriegsgebieten hat und ständig in Gefahr ist und dies ist nach wie vor der Fall. Die Ironie dahinter, dass sie dann einen Polizisten geheiratet hat, entgeht Neil nicht, doch der Tod ihres Mannes hat ihr Empfinden in dieser Hinsicht nur noch verstärkt, was den Neubeginn ihrer Beziehung trotz all der Sehnsucht und ihrer wieder auflebenden Gefühle füreinander unmöglich zu machen scheint. Mir hat gut gefallen, wie die erneute Annäherung der beiden dargestellt wurde und dass zwar respektvoll mit Beckys verstorbenem Mann umgegangen, aber auch deutlich wurde, dass sie und Neil perfekt zusammen passen würden. Die Einzelheiten, die man über ihre Jugendliebe erfahren hat, waren interessant, doch zugleich fragt man sich, ob sie es wirklich schaffen können, dieses Mal trotz der Komplikation durch seine Arbeit beim Militär glücklich zu sein, da dies ein schier unüberwindbares Hindernis zu sein scheint. Ein wenig schade fand ich, wie die Lage letztlich aufgelöst wurde; dass der Konflikt sich noch zuspitzen würde war zu erwarten und obwohl diese Szenen schmerzlich waren, fand ich sie realistisch. Deshalb hatte ich das Gefühl, dass die Situation sich zu schnell gewandelt hat, wobei hier natürlich wichtig ist daran zu denken, dass es sich um eine Novelle handelt und die Geschichte deshalb kürzer ist und teilweise weniger ins Detail gehen kann. Dennoch war mir das Ende etwas zu abrupt und ich hätte gerne gewusst, was danach passiert ist und wie es weiter ging. Maybe this Kiss - Und mit einem Mal doch bekommt von mir 3,5 Sterne. Es ist eine schöne, oftmals emotionale Liebesgeschichte, ich fand die Protagonisten sympathisch und die Hindernisse für das erneute Aufleben ihrer Beziehung wurden weitgehend realistisch dargestellt, auch wenn sich alles etwas zu rasch aufgelöst hat.

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In Muttertag werden die Ermittler mit einem Fall konfrontiert, der reine Routine zu sein scheint, doch dies stellt sich schon bald als Irrtum heraus. Ein Rentner stirbt in seiner Wohnung und wird erst nach einigen Tagen entdeckt, aber Gewalteinwirkung von außen kann nicht ausgeschlossen werden und zudem werden auf dem Grundstück menschliche Knochen gefunden, die schon bald zu Überresten von mehr als einer Person führen. Dadurch wird die ganze Situation sehr brisant, vor allem, da sie mit alten Vermisstenfällen in Verbindung gebracht werden kann und zunächst unklar ist, wie viele Opfer es noch gibt. Passend zum Titel spielen Mütter und mütterliche Beziehungen eine große Rolle für die Geschichte, aber die entsprechenden Figuren waren keineswegs immer sympathisch und es wurden auch Schattenseiten beleuchtet. Beim Lesen stellt man sich unwillkürlich die Frage, inwiefern die Morde hierdurch motiviert wurden und wie die einzelnen Handlungsstränge zusammenhängen, da Mutterschaft in jedem eine große Rolle spielt. Die Hinweise auf die tatsächlichen Vorkommnisse verdichten sich immer mehr, bis sich schließlich das vollständige Bild zusammensetzt, doch es war faszinierend zu spekulieren, was passiert sein könnte. Der Fall selbst war gut konstruiert und die Ermittlungen wurden interessant, aber realistisch dargestellt, da die Arbeit manchmal langwierig und nicht gerade aufregend war; dies wurde allerdings durch die Schilderungen der schrecklichen Funde und die Spannung, die sich im Lauf der Handlung steigert, mehr als ausgeglichen. Da es sich um einen Serienmörder handelt, der regelmäßig zuschlägt, besteht eine gewisse Dringlichkeit und man hofft, dass sich alles schnell aufklären und es nicht noch weitere Opfer geben wird. Dabei gibt es natürlich falsche Fährten, die sehr überzeugend waren, doch ich fand auch die Umsetzung der Idee, dass der Hauptverdächtige vielleicht schon tot sein könnte, wirklich gelungen, da dies Auswirkungen darauf hatte, wie Sander, Bodenstein und ihre Kollegen vorgegangen sind. Mir hat zudem gefallen, dass die Ermittler menschlich sind und sich dies in ihrem Verhalten widerspiegelt; sie machen Fehler, werden von bisherigen Erfahrungen beeinflusst und die Geschehnisse lassen sie nicht unberührt zurück, was ich realistisch fand. Die Balance zwischen dem Privatleben und dem Beruf der Figuren ist ebenfalls gelungen und ich fand toll, dass diese Bereiche sich im Verlauf der Geschichte immer mehr vermischt haben.. Muttertag bekommt von mir 4 Sterne. Ich fand das Buch sehr fesselnd und der Fall war gerade gegen Ende sehr spannend, doch ich mochte auch die ruhigeren Momente, in denen der Fokus auf den Protagonisten und ihren persönlichen Problemen lag.

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Ich war sehr auf Outrun the Wind gespannt. Da ich gerne Neuinterpretationen der alten Mythen lese, hatte ich großes Interesse an dieser Version der Geschichte um die Königstochter Atalanta, doch mich reizte auch, dass es eine Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen geben sollte. Die Erzählung um Atalanta, die nicht heiraten möchte und verkündet, dass sie nur einen Mann erwählen wird, der sie in einem Wettlauf besiegen kann, ist sehr bekannt, ebenso wie die Jägerinnen der Artemis, denen Kahina angehört, weshalb ich neugierig darauf war, wie die Elemente der griechischen Mythologie genutzt werden würden. Zunächst einmal ist anzumerken, dass die Romanze nicht der Mittelpunkt der Handlung ist. Die Beziehung der zwei Frauen - die zunächst nicht gerade gut ist, um es zurückhaltend zu formulieren - ist zwar von großer Bedeutung und die Verbindung zwischen ihnen ist definitiv stark, aber dennoch lag meiner Meinung nach ein größerer Fokus auf der individuellen Entwicklung beider Charaktere. Sie verändern sich im Lauf des Buches weiter und müssen herausfinden, was sie wirklich wollen und brauchen - insbesondere, da sie die Erwartungen, die von der Gesellschaft an sie gestellt werden, herausfordern und in Frage stellen, was ihr Leben erschwert. Hinzu kommt, dass sie beide in der Vergangenheit in Not geraten sind und verletzt wurden, weshalb es ihnen nicht leicht fällt, anderen Menschen oder sogar sich selbst zu vertrauen. Mir hat sehr gefallen, dass diese Wunden nach und nach verheilt sind und sie ineinander Trost und Zusammenhalt gefunden haben; dadurch war ihre Freundschaft realistisch und überzeugend. Der Wandel ihrer Gefühle füreinander wurde ebenfalls schön geschildert und obwohl die Darstellung manchmal fast zu subtil war, mochte ich die Momente in denen sie offensichtlich waren sehr. Ich fand ebenfalls gelungen, wie die Autorin Elemente aus dem Mythos um Atalanta mit ihrer Erzählung verknüpft hat. Es gibt ein Nachwort, in dem sie erklärt, wie historisch akkurat ihr Buch ist und auch wenn deutlich wird, dass sie sich ein paar Freiheiten genommen hat, wirkte die antike Welt doch sehr lebendig und interessant. Die Geschichte selbst war weitgehend fesselnd, aber ich hatte ein paar Probleme mit der Vorstellung, dass Atalanta der Göttin Artemis so problemlos davonlaufen könnte wie sie es zu Beginn getan hat, wodurch die Szene für mich an Spannung verlor. Zudem gab es ein paar Kapitel, bei denen ich den Eindruck hatte, dass nur sehr wenig von Bedeutung und viel auch nur im Hintergrund passierte. Letzteres hat mich vor allem deshalb gestört, weil die große Wichtigkeit dieser Geschehnisse zuvor betont worden war. Ein Beispiel wäre, dass Kahina sich beweisen und im Zuge dessen eine Aufgabe erfüllen muss, die Lösung hierfür aber beinahe zufällig entdeckt wird und der Leser im Folgenden nicht sieht, wie sie daran arbeitet, wodurch für mich einiges an Potential nicht ausgeschöpft wurde. Der finale Konflikt wurde ebenfalls zu schnell aufgelöst und deshalb war es schwer, die emotionale Auswirkung der Ereignisse zu spüren. Der Kampf an sich war allerdings gut geschrieben und die offenen Fragen wurden alle geklärt. Von diesen Punkten abgesehen hat das Buch mir gefallen. Ein größerer Fokus auf der Romanze wäre schön gewesen, aber in Anbetracht des Settings war die Darstellung gelungen und sowohl die Freundschaft als auch die tieferen Gefühle der Protagonistinnen waren gut beschrieben. Es war interessant, eine komplett neue Interpretation von Atalantas Geschichte zu sehen und es ist eine weitgehend fesselnde Lektüre, selbst wenn es ein paar Kapitel gab, in denen die Handlung nicht wirklich voranging. 3,5/5 Sternen

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Cole & Autumn erzählt eine Liebesgeschichte, die eigentlich zum Scheitern verurteilt war. Dies liegt daran, dass Cole alles zu verkörpern scheint, was Autumn ablehnt; er ist Sportler, führt keine festen Beziehungen und hat einen gewissen Ruf, weshalb die Protagonistin sich schnell eine Meinung über ihn bildet. Da sie von ihren Exfreunden mehrfach betrogen wurde und glaubt, dass die meisten Männer es nur auf Sex abgesehen haben und zudem oberflächlich sind, lässt sie Cole sofort abblitzen, als er Interesse an ihr zeigt - doch er fühlt sich auch über die körperliche Ebene hinaus zu ihr hingezogen und ist deshalb fest entschlossen, nicht aufzugeben, sondern ihr zu zeigen, dass er es ernst meint. Ich muss sagen, dass es ein paar Szenen gab, in denen ich den Eindruck hatte, dass er Autumn etwas zu sehr bedrängt hat, doch alles in allem hat er sich toll verhalten. Mir hat sehr gefallen, dass er ihre Sorgen und Probleme ernst genommen und ihr die ganze Zeit demonstriert hat, wie gerne er mit ihr ausgehen würde und dass er nicht nur mit ihr schlafen will. Er ist auch wirklich gut mit den Enthüllungen um ihre traumatischen Erfahrungen umgegangen; sie wurde durch ihre Vergangenheit gezeichnet und deshalb fällt es ihr schwer, anderen zu vertrauen und sich auf jemanden einzulassen, aber er hat ihr immer bewiesen, dass er trotz allem für sie da sein möchte. Das war schön zu lesen und es gab hier ein paar bewegende, emotionale Momente, durch die man gut sehen konnte, dass die beiden zusammen passen würden und einander das geben können, was sie brauchen. Natürlich gibt es auch in diesem Buch Hindernisse und Probleme, mit denen die Charaktere umgehen müssen. Diese waren teilweise ein wenig klischeehaft, aber wenn man die Persönlichkeit und die bisherigen Erlebnisse der Figuren sowie ihre Pläne für eine Zukunft bedenkt, waren die Konflikte passend und gut gewählt. Die beiden mussten auf jeden Fall leiden und ihr Weg war alles andere als leicht, sodass nachvollziehbar war, wie sich alles entwickelt hat, allerdings gibt es durchgehend Hoffnung, dass sie es trotz aller Umstände und Schwierigkeiten hinbekommen können. Obwohl Fehler gemacht wurden und sie nicht immer fair zueinander waren, wurde die ganze Zeit deutlich, dass sie eine besondere Verbindung haben und das hat mir gefallen. In den letzten Kapiteln kam meiner Meinung nach aber zu viel zusammen; es ging alles ein bisschen zu schnell und es wäre interessant gewesen zu sehen, wie sie gemeinsam mit der komplexen Lage umgehen. Trotzdem war der Epilog schön und ein guter Abschluss der Geschichte. Cole & Autumn bekommt von mir 3,5/5 Sternen. Es gab ein paar Klischees und Entwicklungen, die mich nicht hundertprozentig begeistert haben, doch die Protagonisten waren mir sehr sympathisch, die Entwicklung ihrer Beziehung verlief glaubwürdig und es gab einige tolle Momente zwischen ihnen. Auch die Freunde der beiden haben das Buch bereichert und ich bin schon gespannt auf die anderen Bände, in denen sie die Hauptrolle spielen werden.

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Ich war sehr auf Scandal Love gespannt, aber zugleich auch ein wenig skeptisch, was den Altersunterschied zwischen den Protagonisten betrifft. Edie ist erst achtzehn Jahre alt, während Trent als alleinerziehender Vater und erfolgreicher Geschäftsmann mitten im Leben steht und ich war mir nicht sicher, ob die Autorin mich mit diesem ungleichen Paar würde überzeugen können. Nach der Lektüre kann ich nun sagen, dass sie sehr gut mit der Situation umgegangen ist; es wäre leicht gewesen, Trent als lüsternen älteren Mann oder Edie als naives junges Mädchen darzustellen, was die Dynamik zwischen ihnen schwierig gemacht hätte, doch dies war keineswegs der Fall. Das liegt vor allem daran, dass die Protagonistin trotz ihres vermögenden Vaters kein leichtes Leben geführt hat und schon früh erwachsen werden musste. Es gab ein paar Momente, in denen man ihr ihre Jugend anmerkt, aber davon abgesehen hätte man diesen Umstand beinahe vergessen können, weil sie Trent gegenüber als ihm in jeder Hinsicht ebenbürtige, starke junge Frau auftritt. Der Altersunterschied wird allerdings nicht ignoriert, sondern direkt thematisiert und das hat mir gut gefallen, da alles andere nicht glaubwürdig gewesen wäre. Zu Beginn ist es mir ein bisschen schwer gefallen, Edie wirklich sympathisch zu finden, da ich ihr Verhalten nicht immer gut fand, doch das hat sich schnell geändert. Sie ist - ebenso wie Trent - ein gut ausgearbeiteter Charakter und hat Ecken und Kanten, was sie greifbarer und interessanter macht. Zudem war es leicht, sich in sie hineinzuversetzen und mit ihr zu fühlen, selbst wenn ihr Handeln vielleicht manchmal fragwürdig war. Ihre Motivation ist sehr komplex und ich mochte, wie sich dies auf ihre Beziehung zu Trent ausgewirkt hat. Die beiden fühlen sich zweifelsohne sehr zueinander hingezogen und es scheint eine besondere Verbindung zwischen ihnen zu bestehen, aber zugleich gibt es Umstände, durch die sie einander nicht immer freundlich gesinnt sind. Die Situation war alles andere als einfach und das Gefühlschaos der Figuren wurde glaubwürdig dargestellt. Neben der Liebesgeschichte spielt auch Trents Tochter Luna eine große Rolle. Im vorherigen Band wurde erwähnt, dass sie von ihrer Mutter verlassen wurde und seither nicht mehr spricht, was nach wie vor der Fall ist. Aus diesem Grund war es schön zu sehen, dass ihr Vater sie aufrichtig liebt und das beste für sie will, auch wenn es ihm schwer fällt, mit der Lage umzugehen. Mir hat gefallen, dass ihre Beziehung zu Edie sehr wichtig war und sie sich schnell gut verstanden haben, da es mir nicht gefallen hätte, wenn dieser Aspekt ignoriert worden wäre. Besonders toll fand ich jedoch, dass Luna sich zwar im Lauf der Handlung weiter entwickelt hat, aber nicht alles plötzlich wieder gut war; es ist ein langsamer Prozess und das war realistisch. Alles in allem hat Scandal Love mir gut gefallen. Die ersten Kapitel konnten mich nicht hundertprozentig überzeugen, doch danach hat das Buch mich gefesselt. Ich mochte die Charaktere, ihre verschiedenen Probleme wurden angemessen behandelt und die Liebesgeschichte war sehr schön.

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A Scandal in Scarlet ist der vierte Band der Reihe um Gemma Doyle, die einen Sherlock Holmes Buchladen betreibt und eine Beobachtungsgabe hat, die der des berühmten Detektivs Konkurrenz machen könnte. Obwohl sie vor Ort war, als eine Leiche gefunden wurde, will sie dieses Mal eigentlich nicht ermitteln, doch sie wird durch die Umstände dazu gebracht. Es gibt einige Personen, die die Möglichkeit und ein Motiv hatten, um das Opfer zu töten und dadurch war es interessant zu spekulieren, wer es getan haben könnte, vor allem, da sich der Fall in den späteren Kapiteln noch verkompliziert hat. Die Ermittlungen haben sich realistisch gestaltet, die Spannung wurde gut aufgebaut und die Auflösung war definitiv stimmig. An diesem Buch hat mir allerdings besonders gut gefallen, dass Gemma nur sehr zögerlich dazu bereit ist, Detektivarbeit zu leisten; es war eine nette Abwechslung zu den vorherigen Bänden und hat der Autorin erlaubt, sich etwas anderes auszudenken, um sicherzustellen, dass die Protagonistin trotzdem in die Geschehnisse involviert wurde. Ich mochte auch, dass sie nicht durchgehend auf der Höhe war. Sie macht kleine Fehler, andere Charaktere erhalten Informationen, die ihr nicht zugänglich waren und es gibt Momente, in denen sie zu Tricks greifen muss, um Fortschritte zu machen. Natürlich ist Gemma immer noch sie selbst und dementsprechend kann sie Umstände erkennen, die anderen verborgen bleiben, ist gelegentlich ein bisschen unhöflich, scheut Konfrontationen nicht und hat Schwierigkeiten mit sozialen Interaktionen, aber ich hatte das Gefühl, dass sie im Vergleich zum letzten Band umgänglicher geworden ist und es wird deutlich, dass sie sich Mühe gibt. Ich fand auch gut, dass ihre Beziehung mit Ryan eine große Rolle gespielt und ihr Handeln während der Arbeit an dem Fall beeinflusst hat. Da er für die Polizei arbeitet, kann ihr Verhalten und ihr Hang dazu, sich am Rande der Legalität zu bewegen, für ihn negative Auswirkungen haben und es war realistisch, dass die beiden deshalb Probleme hatten. Ihre Fehler hatten echte Konsequenzen, was mir sehr gefallen hat. Zudem mochte ich, wie Estrada geschrieben wurde - dass sie Gemma immer das Verbrechen in die Schuhe schieben wollte, hat mich in den vorherigen Büchern gestört, sodass es toll war, hier kleine Fortschritte zu sehen. Insgesamt ist A Scandal in Scarlet eine angenehme Lektüre. Der Fall ist interessant, die Geschichte ist gut geschrieben und es war schön, die Charaktere wiederzusehen und zu verfolgen, wie sie sich seit dem letzten Buch verändert haben.

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In Der Mann am Grund geht es um einen Fall, der sich in mancher Hinsicht als sehr komplex erweist und bei dem Kommissar Holina und seine Kollegen in viele verschiedene Richtungen ermitteln müssen. Das Opfer war ein Polizist, was die Untersuchung seines Todes nicht gerade leichter macht, denn schon bald stellt sich heraus, dass er nicht unbedingt eine reine Weste hatte und es so einige Menschen gibt, die ein gutes Motiv gehabt hätten, um ihn loswerden zu wollen. Marián ist ein sympathischer Protagonist mit klaren Stärken und Schwächen, der eine gute Kombinationsgabe hat und bei seiner Arbeit sehr sorgfältig vorgeht - auch wenn er ein bisschen unkonventionell denkt, auf sein Bauchgefühl hört und sogar die Astrologie in die Ermittlungen integriert, was ich ungewöhnlich, aber recht faszinierend fand, weil mir dieses Thema noch nie in Krimis begegnet war. Es glauben allerdings nicht alle an Horoskope und ich fand gut, dass es Personen gab, die dem skeptisch gegenüberstanden und bezweifelten, ob sie wertvolle Erkenntnisse liefern könnten, da es nicht glaubwürdig gewesen wäre, wenn das niemand hinterfragt hätte. Holinas Kollegen waren ebenfalls gut ausgearbeitete Charaktere und mir hat gefallen, dass die Auflösung des Falls nicht schnell erfolgte, sondern gründliche und teilweise langwierige Ermittlungsarbeit notwendig war. Dies wirkte realistisch und dadurch konnten unterschiedliche Ansätze und Verdächtige genau beleuchtet werden, sodass man auch diese Figuren gut kennen gelernt und Einblicke in ihr Leben erhalten hat. Aus diesem Grund war es auch leicht, mit ihnen zu fühlen, während man zugleich immer besser gesehen hat, dass das Opfer kein guter Mensch war. Da mehrere Charaktere ein überzeugendes Motiv hatten, war es interessant darüber zu spekulieren, was passiert ist und wer die Tat letztlich begangen haben könnte. Der Fall an sich wurde gut konstruiert, die Ermittlungsarbeit war weitgehend interessant, obwohl die Geschichte zwischendurch ein paar Längen hatte, und die Auflösung wirkte stimmig. Zu Beginn hatte ich ein paar Schwierigkeiten damit, die für mich eher ungewöhnlichen Namen auseinander zu halten, vor allem, weil viele Figuren aufgetreten sind, doch das hat sich rasch gegeben und unabhängig davon konnte das Buch mich schnell fesseln. Der Mann am Grund hat mir alles in allem sehr gefallen und ich werde die Reihe definitiv weiter verfolgen.

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Outback Dreams: So weit die Liebe reicht erzählt eine Liebesgeschichte, die sich in einem entscheidenden Punkt von vielen anderen unterscheidet. Aus der Inhaltsangabe wird ersichtlich, dass die Protagonisten seit ihrer Kindheit beste Freunde sind - wer hier aber eine typische aus Freunden werden Liebhaber -Geschichte erwartet, wird vermutlich enttäuscht werden. Es knistert zwischen den Charakteren, sie verstehen sich wirklich gut und es ist offensichtlich, wie viel sie einander bedeuten, weshalb man sich vorstellen kann, dass sie ein gutes Paar abgeben würden... doch Willow reagiert abweisend, wenn diese Möglichkeit zur Sprache kommt, weil sie keine Beziehung mit Tom beginnen möchte. Das macht die Dynamik zwischen ihnen sehr interessant und komplex. Ich mochte, wie facettenreich die Freundschaft der beiden dargestellt wurde; die Szenen, in denen man merkt, wie gut sie sich kennen und wie nahe sie sich stehen, waren sehr gelungen und bedeutsam - und die durchaus vorhandenen romantischen Momente wunderschön und emotional. Aufgrund der engen Verbindung zwischen ihnen hofft man als Leser natürlich, dass Willow erkennen wird, wie unglaublich glücklich sie sich machen und dass sie mehr als Freunde sein könnten, aber mir hat auch gefallen, dass die Dynamik nicht immer leicht war. Es gibt Missverständnisse, verletzte Gefühle und durchaus schmerzvolle Auseinandersetzungen, aber dadurch wurde das Buch realistischer und ich mochte, dass Wasley beide Sichtweisen verständlich gemacht hat. Man kann nachvollziehen, wieso Willow auf einer platonischen Beziehung beharrt, doch zugleich ist überzeugend dargestellt, wieso Tom sich Hoffnungen auf mehr macht. Die Handlung selbst war interessant und ich mochte die Weiterentwicklung der Protagonisten, aber auch der große Fokus auf der Rinderfarm, die Willow leitet, war faszinierend. Ich kenne mich mit dem Thema überhaupt nicht aus, aber die Autorin hat die ganzen Prozesse, die nötig sind, um eine Farm zu betreiben und umzustrukturieren, plausibel und durchaus spannend dargestellt, sodass mich gar nicht gestört hat, dass dieser Aspekt oft im Vordergrund stand, vor allem, da im Zuge dieser Szenen die Charakterisierung der Figuren deutlich wurde. Die Liebesgeschichte leidet keineswegs darunter, dass Willows Entwicklung, das Überwinden der Vergangenheit und die Arbeit auf der Farm so ausgiebig behandelt werden - im Gegenteil wurde sie meiner Meinung nach durch all dies bereichert. Das Buch hat mir sehr gut gefallen und deshalb bekommt es von mir 4 Sterne.

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Maybe this Time - Und auf einmal ist alles ganz anders erzählt die Geschichte von Abigail, die sich vor kurzem von ihrem langjährigen Partner - einem professionellen Eishockey-Spieler - getrennt hat, und Jackson, dem besten Freund ihres Exmannes. Die beiden kennen sich schon seit einigen Jahren, doch als Freunde kann man sie dennoch nicht bezeichnen, da Jackson ihr immer aus dem Weg gegangen ist, was sie nie verstanden hat. Nach ihrer Rückkehr in ihre frühere Heimatstadt entstehen nun allerdings einige Verbindungspunkte zwischen ihnen, angefangen damit, dass Abigails Tochter Eishockey spielen möchte und er ihr Coach ist, wodurch sie oft miteinander zu tun haben. Und plötzlich ist, wie der Titel schon sagt, alles anders und die beiden kommen sich langsam, aber sicher näher... obwohl sie nicht sicher sind, ob sie sich wirklich aufeinander einlassen wollen. Mir hat gut gefallen, dass das Gefühlschaos der Charaktere und ihre jeweilige Motivation realistisch geschildert wurden. Es war nachvollziehbar, dass Abigail nicht wusste, ob sie so kurz nach ihrer Trennung eine neue Beziehung beginnen wollte und auch die Überlegung, ob Jackson die beste Wahl wäre, war verständlich, vor allem, da die Scheidung schmerzhaft war und er zu Beginn das Verhalten seines Freundes zu unterstützen schien. Zudem will sie nie wieder einen Eishockey-Spieler daten, während er davon träumt, eine professionelle Karriere zu beginnen, was ebenfalls gegen eine Romanze spricht. Trotz aller dieser Hindernisse und den scheinbar logischen Gründen, wieso sie kein Paar werden sollten, können sie jedoch nicht gegen ihre Gefühle ankommen und Snow hat sehr schön dargestellt, wie ihr Verhältnis zueinander sich mit der Zeit verändert hat. Dabei erfährt man, dass in der Vergangenheit nicht alles so gelaufen ist, wie gerade die Protagonistin zu wissen glaubte und die kleinen Einblicke in die Jugendjahre der beiden waren interessant. Es gibt ein paar Klischees, doch die Entwicklung der Liebesgeschichte war definitiv überzeugend und es wird deutlich, dass zwar auf den ersten Blick viel gegen eine Beziehung zwischen den Charakteren spricht, sie aber gut zusammen passen würden. Ich fand die beiden sehr sympathisch, muss allerdings sagen, dass ich ihr Verhalten manchmal ein bisschen frustrierend fand, beispielsweise, wenn sie sich ihre eigenen Gefühle nicht eingestehen wollten - selbst wenn ich aufgrund ihrer bisherigen Erfahrungen verstehen konnte, wieso gerade Abigail unsicher war und Angst hatte, erneut verletzt zu werden. Umso schöner war es zu sehen, dass sie sich nach und nach mehr geöffnet und ein neues Liebesglück in Betracht gezogen hat. Die verschiedenen Probleme, die ihnen im Weg stehen, wurden ebenfalls angemessen thematisiert und ich mochte das Ende sehr, auch wenn ich gerne noch weiter gelesen hätte. Ich bin nun sehr gespannt auf die anderen Bände, deren Protagonisten man in diesem Buch schon kennen gelernt hat.

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