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Alle Rezensionen von Fernweh_nach_Zamonien

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Inhalt: Onkel Dagobert ist ein Festtagsmuffel wie er im Buche steht. Er bezeichnet Weihnachtsvorbereitungen als groben Unfug und dieser Vergleich könnte dem kaltherzigen Ebenezer Scrooge aus dem Literaturklassiker Eine Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens entstammen. Doch das Weihnachtsfest einfach ausfallen lassen und sich alleine in seinem großen Haus verkriechen kann nicht die Lösung sein. Seinen Großneffen Tick, Trick und Track kommt ein genialer Gedanke und so erhält Onkel Dagobert nächtlichen Besuch von drei Geistern ... Dieser Band enthält die 1960 in der Disney-Bilderbuchreihe Little Golden Books veröffentlichte freie Adaption des Klassikers A Christmas Carol sowie vier weitere weihnachtliche Kurz-Comics. Altersempfehlung: ab 5 Jahre Covergestaltung/Illustrationen: Bereits das Cover ist ein Traum: atmosphärisch, farbenprächtig und mit viel Herz gestaltet gleicht es einem kunstvollen Ölgemälde. Es bietet zudem einen Vorgeschmack auf die ausdrucksstarke und großformatige Bildergeschichte im Innern des Buches, welche von Carl Barks gezeichnet und von Norman McGary getuscht wurde. Die mit viel Liebe zum Detail gestalteten Zeichnungen spiegeln das Gelesene hervorragend wider und die kurzen Texte liegen außerhalb der Bilder ein. Es gibt viele Kleinigkeiten zu entdecken und oft kann man sich ganz wunderbar in den Einzelheiten der stimmungsvollen Illustrationen verlieren. Von Schneegestöber bis hin zum festlichen Lichterglanz im Hause der Ducks erzeugen die Bilder eine gemütliche und fröhliche Atmosphäre. Mein Eindruck: Die Geschichte wird humorvoll, in leicht verständlichen Worten und kurzen Abschnitten erzählt. Die Schriftgröße und Textmenge eignet sich auch zum Selberlesen etwa ab der 2. Klasse. Die Wandlung des zu Beginn noch grimmigen und kaltherzigen Onkel Dagobert, der jegliche Weihnachtsfreude als Unfug und Zeitverschwendung abtut (Zeit ist schließlich Geld) und Weihnachten am liebsten abschaffen würde, zu einer fröhlichen und freigiebigen Ente ist nachvollziehbar umgesetzt. Manchmal muss man die Dinge aus Kinderaugen sehen ;-) Die drei Geister Tick, Trick und Track sind keinesfalls gruselig und auch die Handlung ist durchgehend kindgerecht. So lehnt sich die Handlung nur zu Beginn an die literarische Vorlage an, nimmt aber eine andere Wendung. Das mit so viel Charme und Liebe erzählte - von Dr. Erika Fuchs übersetzte - Weihnachtswunder wärmt auch das Herz der Vorlesenden. Ein zauberhaftes Bilderbuch, welches zeigt, wie wichtig das Miteinander und das Teilen ist und welche Freude damit einhergeht. Zusätzlich finden sich zu Beginn eine kurze Erläuterung und Hintergrundinformationen sowie abschließend vier weitere Comics (je eine Seite lang). Mein Favorit ist hierbei Eine Weihnachtsgeschichte aus dem Jahr 2015 (und somit nicht aus der Feder von Carl Barks). Sie basiert ebenfalls auf dem gleichnamigen Weihnachtsklassiker von Charles Dickens und ist eine Kurzvariante derselben mit Dagobert Duck in der Rolle des kaltherzigen Ebenezer Scrooge. Diese kleine aber feine Comicversion bildet einen gelungenen Abschluss. 5 von 5 Sterne sowie eine weihnachtliche Leseempfehlung an Jung und Alt! Fazit: Eine wunderschöne Geschichte über den Zauber der Weihnacht. Warmherzig und humorvoll erzählt und mit detaillierten und traumhaften Illustrationen ergänzt, erschafft dieses Bilderbuch eine weihnachtliche Atmosphäre und zaubert am Ende ein Lächeln in die Gesichter. Zudem finden sich Hintergrundinformationen und vier weitere Mini-Comics. Weihnachtlicher Lesespaß für die ganze Familie! ... Rezensiertes Buch: Carl Barks - Onkel Dagobert und der Geist der Weihnacht aus dem Jahr 2021

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Inhalt: Selma verbringt die Herbstferien auf der Hummelinsel. Gemeinsam mit ihren Freunden Maja und Marre entdeckt das Mädchen ein Eichhörnchen. Das arme Ding muss aus seinem Nest gefallen sein! Zum Glück findet es Zuflucht in der Pflegestation von Bäuerin Linnéa. Die Kinder dürfen sogar beim Aufpäppeln mithelfen und schon bald kann Quirkel wieder ausgewildert werden. Auch in den Winterferien erleben die drei Freunde viele spannende Abenteuer: der erste Schnee fällt, es wird gebastelt und gebacken. Vielleicht kann man mit Oma Erikas Keksen nach Geheimrezept sogar Weihnachtswichtel anlocken ... Die Geschichte wird ergänzt durch passende Bastelanleitungen, Rezepte und Spielideen (jeweils am Kapitelende). Altersempfehlung: ab 5 Jahre (zum Vorlesen) oder ab etwa 9 Jahre (zum Selberlesen) bei den Back- und Bastelaktionen ist manchmal die Hilfe von Erwachsenen erforderlich Covergestaltung/Illustrationen: Bereits das Cover erzeugt dank der glücklichen Kinder im Schnee eine fröhliche und leichte Stimmung. Heimliche Lieblinge sind aber die puscheligen Eichhörnchen und Berner Sennenhund Kasimir als Schlittenhund. Den Vorsatz des Buches schmückt eine bunte und detaillierte Karte der schneebedeckten Hummelinsel, so dass man hier bereits viele Kleinigkeiten entdecken kann: Lichterglanz auf dem Weihnachtsmarkt, Annegrets Leuchtturm und viele kleine Schwedenhäuser. Innerhalb der Geschichte greifen kleine und große farbenfrohe Illustrationen die Handlung auf und unterstützten so die herbstliche bzw. winterliche Atmosphäre. Mein Eindruck: Die Kapitel haben eine gute Länge zum Vor- oder Selberlesen und die Geschichte wird warmherzig und mit viel Humor erzählt. Das Ferien-Abenteuer beinhaltet sowohl den Herbst wie auch den Winter und wird ergänzt durch Bastelanleitungen (Tippi-Laterne, Wichtelmützen) sowie Backrezepte (Oma Erikas geheimes Wichtelkeks-Rezept) und Anregungen (Hindernisparcours). Die Spielideen sind vielseitig und es finden sich sowohl Aktivitäten im Freien wie auch für Drinnen. Die Charaktere sind liebevoll gestaltet. Maja, Selma und Marre sind kleine Abenteurer: wissbegierig, aufgeschlossen und die besten Freunde. Wichtige Themen wie Naturschutz, Tierliebe wie auch Freundschaft und füreinanderdasein ziehen sich durch die gesamte Erzählung. Die lebhafte Art der Kinder ist ansteckend und am liebsten würde man am Ende jedes Kapitels sofort los basteln oder backen. Die Schritt-für-Schritt-Anleitungen sind detailliert und gut verständlich. Bei einigen empfiehlt sich die Hilfe von Erwachsenen. Besonders gut gefällt, dass all diese Tipps nachhaltig und die meisten Materialien bereits daheim vorhandenen sind bzw. in der Natur gesammelt werden können. Eine gelungene Mischung aus unterhaltsamen Abenteuern und abwechslungsreichen Aktivitäten! Letztere fügen sich auch inhaltlich hervorragend in die Erzählung ein, so dass durch die Einschübe kein harter Bruch in der Handlung entsteht. Eine spannende und zugleich lehrreiche Lektüre mit vielen tollen Anregungen zum Nachspielen, Basteln und Backen! Wir vergeben 5 von 5 Sternchen für dieses gelungene Gesamtpaket sowie eine (Vor-) Leseempfehlung! Wer nicht genug von der Hummelinsel bekommen kann: 2020 ist das erste Abenteuer Sommer auf der Hummelinsel erschienen. Beide Bände können unabhängig voneinander gelesen werden. Fazit: Eine unterhaltsame und gleichzeitig lehrreiche Geschichte u.a. zum Thema Tierschutz. Nach jedem Kapitel finden sich tolle und kinderleichte Bastelideen und Backrezepte zum Nachmachen. Vervollständigt wird das (Vor-)Lesevergnügen durch viele farbenfrohe Illustrationen, die nicht nur die Handlung wiedergegeben, sondern auch eine wunderbar hyggelige Atmosphäre erzeugen. ... Rezensiertes Buch Winter auf der Hummelinsel aus dem Jahr 2021

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Inhalt: Freddy und seine große Schwester Flo ziehen mit Papa Frank und seiner neuen Freundin Ulrike um. Ausgerechnet in ein Mehrfamilienhaus am Friedhof. Während Flo alles doof findet, entdeckt Freddy, dass die Nachbarn sich alles andere als normal verhalten. Fortan sammelt er Beweise dafür, dass die Familie mit Werwolf, Hexe, Zombie, Vampir, Gespenst, Elfe und Heinzelmännchen unter einem Dach lebt. Plötzlich stecken die Kinder mitten in einem rasanten Abenteuer und entdecken einen fiesen Betrug ... Altersempfehlung: ab 9 Jahre Illustrationen: Eine doppelseitige Zeichnung zu Beginn zeigt das Haus in der Jüterboger Straße 13 und stellt gleichzeitig deren Bewohner mit kurzem Steckbrief vor. Freddy, Flo und ihre schrägen Nachbarn sind wunderbar gestaltet. Die Geschichte ergänzen mit Liebe zum Detail gezeichnete schwarz-weiß Illustrationen und unterstreichen so einige der wichtigen Szenen. Meine Meinung: Frederick - genannt Freddy - Feyerabend (9 Jahre) ist ein pfiffiges und neugieriges Kerlchen, das vollkommen ohne Scheu auf die sonderbaren Nachbarn zugeht und dem es schlussendlich sogar gelingt, seine sonst so coole Schwester Florentine - genannt Flo - (12 Jahre) in ein turbulentes Abenteuer hineinzuziehen. Die Geschichte besticht neben Anspielungen, Running Gags, aberwitzigen Dialogen und einer kleinen Portion Grusel ganz besonders durch die sympathischen und schrägen Nachbarn: Hexe Populonia Papadopoulos - kurz Poppy - und ihr Handfeger namens Wuschel, die Heinzelmännchen, die lieber Heinzelleute genannt werden, schließlich sind es Heinzelmänner und Heinzelfrauen, ein Werwolf, der berlinert und zum Antiagressionstraining geht, ein vegetarischer Vampir, dessen Herz für die bezaubernde, leicht verwirrte Elfe in der Nachbarwohnung schlägt ... Mit klassischen Vorurteilen gegenüber Vampiren, Werwölfen usw. wird humorvoll abgerechnet und auch Erwachsene kommen beim Vorlesen voll auf ihre Kosten. Zwischen den Zeilen finden sich altersgerecht verpackt immer wieder Themen wie Pubertät, Patchwork-Family, Toleranz und gemeinschaftliches Miteinander oder kleine Gesellschaftskritiken. Wer den speziellen Humor von Marc-Uwe Kling mag, wird auch das Kinderbuchdebüt von Maria Kling lieben. Die Grusel -Geschichte entwickelt sich zu einem spannenden und turbulenten Detektivabenteuer und erhält nicht nur 5 von 5 Vollmonde sondern zudem eine (Vor-) Leseempfehlung für große und kleine Gnome! Hörbuch-Tipp: Zeitgleich ist das Buch in gekürzter Fassung als Lesung erschienen: genial vorgetragen von Marc-Uwe Kling! Er verleiht den mit viel Herz und Liebe zum Detail ausgearbeiteten Charakteren eine ganz besondere Stimme und einen Hauch Känguru ;-) Fazit: Ein gelungenes Kinderbuchdebüt: witzig, unterhaltsam, überraschend! Eine turbulente und herrlich schräge Geschichte mit skurrilen wie charmanten Charakteren zum Schmunzeln, Kichern und beim Lesen vom Sofa Kullern vor lauter Lachen. Ein rundum gelungenes (Vor-)Lesevergnügen! ... Rezensiertes Buch: "Freddy und Flo gruseln sich vor gar nix! aus dem Jahr 2021

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Inhalt: Rebecka lebt in Stockholm, weit entfernt von ihrer Familie. Doch als ihre Großmutter im Krankenhaus liegt, lässt sie alles stehen und liegen und kehrt in ihre alte Heimat nahe Helsingborg zurück. Die kleine Auszeit kommt ihr gerade recht, denn in ihrer Beziehung und auch im Job läuft es momentan nicht wie erhofft. Außerdem hatte Rebecka eine schwierige Zeit als Jugendliche und ihre Oma war immer ihr fester Halt. Doch mit dem, was sie im Dorf ihrer Kindheit erwartet, hat die junge Frau nicht gerechnet: Das Haus von Großmutter Anna benötigt eine Generalüberholung und die alte Dame ist betagter als gedacht. Beim Aufräumen entdeckt Rebecka in einem alten Schrank zwischen Bücherschätzen auch eine Keksdose mit alten Briefen aus den 1940ern und ein Tagebuch. Sie taucht tief ein in die geheimnisvolle und bewegende Familiengeschichte und erkennt, wie wenig sie eigentlich über das Leben ihrer Großmutter weiß ... Mein Eindruck: Von Frida Skybäck habe ich bereits Die kleine Buchhaltung am Ufer der Themse sowie Der kleine Buchsalon am anderen Ende der Welt gelesen. Die Verknüpfung der Probleme einer jungen Protagonistin mit der unbekannten Vergangenheit einer Verwandten und das Aufdecken von Familiengeheimnissen hat mir sehr gefallen. Das farbenfrohe Cover und der Fokus auf den vielfältigen Bücherschatz reiht sich ebenfalls hervorragend in die Reihe ein. Aufgrund des Klappentextes von Das Geheimnis des Bücherschranks habe ich auch hier auf ein spannendes Familiengeheimnis gehofft und wurde nicht enttäuscht: die Enkelin begibt sich auf Spurensuche und erhält Einblicke in das bis dahin unbekannte Leben ihrer Großmutter im Südschweden des Jahres 1943. Vor allem die wiederkehrenden Rückblenden (Großmutter Anna berichtet von ihren Erlebnissen) lockern die Geschichte auf, geben Leser:innen immer einen kleinen Wissensvorsprung und sorgen dafür, dass man einfach weiter lesen möchte, um endlich das Geheimnis der Familie zu lüften. Nebenher versucht Rebecka im Hier und Jetzt (diese Handlung spielt im Jahr 2007) das heruntergekomme Haus ihrer Oma auf Vordermann zu bringen und ihr eigenes Leben zu überdenken: aufgrund der neuen Erfahrungen und Sichtweisen dank des Tagebuchs von Anna sieht Rebecka ihren bisherigen Plan, die Karriere an erste Stelle zu setzen, in einem neuen Licht und auch an ihrer Verlobung mit einem Workaholic wachsen erste Zweifel. Was macht wirklich glücklich? So werden Themen wie Erwachsenwerden und schwierige Kindheit verknüpft mit erster Liebe, Freundschaft und Familiensinn. Liebesromanzen - nicht zu kitschig - kommen ebenfalls hinzu, sowohl im Jahr 1943 wie auch 2007. Es ist aber kein reiner Wohlfühlroman, denn insbesondere die Ereignisse im November 1943 sind auch traurig und bedrückend. Die Auswirkungen des Krieges auf die Bevölkerung sowie die Nacht- und Nebelaktionen, um Juden die Flucht aus Dänemark über den Öresund im Herbst 1943 zu ermöglichen, sind detailliert und berührend geschildert. Ab einen gewissen Punkt wird die Handlung dann aber vorhersehbar (irgendwie muss es zum Happy End kommen), bleibt aber unterhaltsam und interessant. Ein Feel-Good-Roman für einen gemütlichen Lesenachmittag: unterhaltsam, zum Wegträumen aber auch mit einer historisch beteutsamen Seite, die nachdenklich stimmt. Fazit: Eine spannende Reise in die Vergangenheit und eine interessante Spurensuche. Dank des lockeren Schreibstils und einer tollen Atmosphäre bietet der Roman ein kurzweiliges Lesevergnügen, auch wenn die Geschichte spätestens ab dem letzten Drittel vorhersehbar wird. ... Rezensiertes Buch: Das Geheimnis des Bücherschranks aus dem Jahr 2021

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Inhalt: Der Leopard-Drückerfisch Zacky wundert sich zunächst nur über die ungewöhnliche Wärme des Wassers. Gemeinsam mit anderen Meeresbewohnern erkennt er schon bald, dass ihr Riff und somit auch sie selbst in großer Gefahr schweben: Durch die Erwärmung fliehen Kleinstlebewesen und in Folge dessen sterben die Korallen, das Futter wird knapp und mit unvorstellbarem Hunger im Magen wächst die Angst vor einem Angriff der Squids! Um nicht als Kalmar-Futter zu enden oder vor Hunger zu sterben, beschließt die Truppe, die sich nun Survivors nennt, das Riff zu verlassen und eine neue Heimat zu finden. Altersempfehlung: ab etwa 9 Jahre (Blocksatz, normale Schriftgröße, kurze Kapitel) Illustrationen: Bereits der Buchvorsatz wird von einer atmosphärischen Unterwasserwelt eingenommen. Der Zeichenstil besticht durch naturnahe und detaillierte Gestaltung der Meeresbewohner. Durch ihre Mimik wirken sie lebendig und sympathisch. Allerdings fehlt eine kurze Vorstellung der Hauptcharaktere. Lange wurde gerätselt, wer eigentlich wer ist. Die Gestaltung der schwarz-weiß Illustrationen ist detailliert und abwechslungsreich, denn neben Zeichnungen, die die Handlung aufgreifen und die Charaktere zum Leben erwecken, finden sich auch viele kleinere Skizzen. Mein Eindruck: Dies ist das erste Abenteuer von Zacky und den Survivors. Überraschenderweise wird man als Leser:in direkt mitten in die spannendste Situation hineingeführt und erfährt anschließend in einem Rückblick, wie und warum diese ungewöhnliche Konstellation von Meeresbewohnern überhaupt in dieser brenzlige Lage gelandet ist. Der Schreibstil ist humorvoll, spannend und bildhaft. Die Kapitel haben auch für jüngere Leser:innen eine ideale Länge, wohingegen die Schriftart gewöhnungsbedürftig ist. Die Artenvielfalt und die Unterwasserwelt werden derart detailliert beschrieben bzw. eindrucksvoll durch Illustrationen veranschaulicht, dass man das Gefühl hat, mittendrin zu sein. Neben dem wichtigen Thema Klimawandel (Erwärmung der Meere, Artensterben), welches dem Abenteuer zugrunde liegt, finden sich immer wieder Informationen zu den verschiedenen Meeresbewohnern. Man muss allerdings sehr genau lesen, um die Namen und Tierarten zuordnen zu können. Eine Übersicht - mit passender Illustration - wäre z. B. im Vorsatz des Buches hilfreich gewesen. Die Protagonisten sind sympathisch und jeder ein ganz eigener Typ: Zacky, ein cleverer Leopard-Drückerfisch, seine beste Freundin Scir, ein rotbraunes, einäugiges Steinfisch-Mädchen, der Hai Heuler und Tiefseebewohner DonDon. Die bunte Truppe und weitere Meeresbewohner wie Putzerfisch, Rochen, Muräne und Schnecken bilden einen außergewöhnlicher Schwarm und sind fest entschlossen, ihr sterbendes Riff zu verlassen, um eine neue Heimat zu finden. Bemängelt wurde zudem, dass (nachdem man endlich herausgefunden hat, wer wer ist) mit der Flucht der Survivors das Abenteuer endlich beginnt, jedoch nach einem gefährlichen Zusammentreffen mit den Squids das Buch bereits endet. Der Untertitel Die Flucht beginnt impliziert zwar, dass die Flucht und entsprechend die Hintergründe und Ursachen im Fokus stehen, d.h. weitere Abenteuer folgen werden, aber das Ende kam dennoch sehr abrupt. Anschließend findet sich eine Leseprobe des nächsten Bandes Das Riff der anderen , welcher die Suche nach einer neuen Heimat umfasst und voraussichtlich im Januar 2022 erscheint. Weitere Geschichten sind angekündigt. Für die Flucht der Survivors vergeben wir 3 von 5 Sternen, da trotz wichtigem Thema, faszinierender Kulisse und ungewöhnlichen Protagonisten leider bei der Umsetzung zu viel Luft nach oben bleibt. Fazit: Der Start einer lehrreichen und unterhaltsamen Kinderbuchreihe. Das erste Abenteuer ist spannend aber auch verwirrend gestaltet, da man zuallererst über die Vielzahl an Meeresbewohnern stolpert. Eine Übersicht Wer ist wer hätte den Einstieg definitiv erleichtert. Auch das abrupte Ende lässt Leser:innen ein wenig ratlos zurück. Kleine, detaillierte schwarz-weiß Illustrationen ergänzen die Handlung. ... Rezensiertes Buch: Survivors - Die Flucht beginnt aus dem Jahr 2021

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Inhalt: Die Bewohner des Waldes sind verunsichert als plötzlich ein kunterbunter Neuankömmling auftaucht: Eine komische Krähe mit regenbogenbunten Federn und viel Geschrei. Ob sie vielleicht gefährlich ist? Warum spricht sie so seltsam? Die Waldtiere beäugen den schillernden Papagei mit Angst und Skepsis. Nur Kasi Kauz geht offen und mutig auf ihn zu. Altersempfehlung: ab 5 Jahre (zum Vorlesen) bzw. für geübte Erstleser Das Buch ist bei Antolin gelistet. Illustrationen: Der Bildanteil ist sehr hoch und so finden sich zahlreiche ganzseitige, farbenfrohe Illustrationen, um die Handlung aufzugreifen. Die Gestaltung der Charaktere und Tiere ist einfach zauberhaft. Die komische Krähe mit ihrem bunten Gefieder und der niedliche, leicht zerzauste Kauz Kasimir mit seinen riesigen, treuen Augen schleichen sich sofort ins Herz. Auch die anderen Waldbewohner von der Ente bis zum Frischling sind zuckersüß gezeichnet. Mein Eindruck: Die Kapitel sind kurz und das Buch lässt sich sehr gut in einem Rutsch (vor-)lesen. Sie eignen sich aufgrund großer Schrift und geringer Textmenge auch für geübte Erstleser zum Selberlesen. Das Abenteuer wird mit viel Herz und einfühlsam erzählt. Kasimir Kasi Kauz wundert sich zwar ebenfalls über den sonderbaren Neuankömmling, geht aber offen und frei von Vorurteilen auf ihn zu. Nimms nicht persönlich und ihnen nicht übel , sagt Kasimir behutsam. Sie haben Angst vor dir. Wir wissen nichts über dich. Das musst du verstehen. (Kasi Kauz, vgl. S. 31) Der kleine Kauz befragt zudem die anderen Waldbewohner, warum sie den neue Vogel nicht für länger aufnehmen wollen. Dies geschieht ohne erhobenen Zeigefinger mit Vorsicht und Freundlichkeit. Die Bedenken und Ängste der anderen Tiere werden ebenso kindgerecht benannt und bereits kleine Zuhörer:innen können diesen und auch den Argumenten von Kasi Kauz gut folgen. Mit Neugier und Mut zeigt der Kleinste im Wald, dass man vor Andersartigkeit keine Furcht haben muss und offen für Neues bleiben sollte. Eine warmherzige Geschichte, die nicht nur durch ihre wertvolle und wichtige Botschaft besticht, sondern auch mit einer angenehmen Erzählweise und viel Liebe zur Namenswahl und Gestaltung der Charaktere punkten kann. Ein wundervolles Kinderbuch, das Mut macht und bereits die kleinsten Leser:innen behutsam und liebevoll an ein wichtiges Thema heranführt. Das Buch ist als Band 1 gelistet. Der zweite ist zeitgleich unter dem Titel Kasi Kauz und der Radau am Biberbau erschienen. Fazit: Eine einfühlsam erzählte Geschichte über Toleranz. Die lehrreiche Botschaft wird kindgerecht vermittelt und durch sympathische Charaktere und zauberhafte und farbenfrohe Illustrationen abgerundet. Ein wundervolles Vorlesebuch! ... Rezensiertes Buch: Kasi Kauz und die komische Krähe aus dem Jahr 2021

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Inhalt: Seinen Vater hat der 11-jährige Telemachos nie richtig kennengelernt. Denn König Odysseus ist vor zehn Jahren in den Trojanischen Krieg gezogen und auch nach dessen Ende noch nicht zu seiner Familie nach Ithaka zurückgekehrt. Der Sohn fragt sich inzwischen, wie viel Wahrheit in den fantastischen Geschichten steckt rund um Abenteuer mit Zyklopen, Ungeheuern wie Skylla und Charybis und einer mächtigen Zauberin. Ob sein Vater jemals wieder zurückkommen wird? Weitere Jahre vergehen und nur mit List und Tücke gelingt es Königin Penelope, die Freier in Schach zu halten während ihr Sohn in die Welt hinaus segelt, auf der Suche nach dem verschollenen Odysseus und sich selbst Altersempfehlung: ab etwa 10 Jahre Illustrationen/Covergestaltung: Bereits optisch ist diese Ausgabe ein wahrer Bücherschatz. Das wunderschöne Cover zieht Lesende sogleich in seinen Bann. Silbern glänzend hebt sich das maritime Motiv vom dunkelblauen Grund ab und auch im Innern ist die Hauptfarbe ein dunkles Blau: Landkarten, Illustrationen und Schrift. Der Vorsatz des Buches wird vorne genutzt, um die Irrfahrten des Odysseus zu veranschaulichen und hinten für eine Karte von Ithaka und dem antiken Griechenland. Zahlreiche ausdrucksstarke, detaillierte und kunstvolle Illustrationen ergänzen das Abenteuer, z. B. die Zeichnung einer Vase, auf der wiederum die aktuelle Handlung skizziert wird. Jede Zeichnung für sich ist ein kleines Kunstwerk und man erkennt, wie viel Herzblut darin steckt. Mein Eindruck: Ich lese gerne klassischen Sagen über die Götterwelt und die Helden der Antike und oft ist es schwierig, eine kindgerechte und zugleich fesselnde Form dieser beeindruckenden Erzählungen zu finden. Aber warum sollte griechische Mythologie eigentlich jüngeren Leser:innen vorenthalten werden? Dass man keinerlei Vorkenntnisse benötigt, um in das Abenteuer des elfjährigen Telemachos, Sohn des Odysseus, hineinzufinden, gefällt mir sehr. Zudem ist der Schreibstil bildhaft und gut verständlich. Abschließend findet sich eine hilfreiche Personenübersicht. Die alte Geschichte wird aus einer neuen Perspektive erzählt, denn man ist nicht an der Seite von Odysseus unterwegs, sondern betrachtet das Geschehen aus dem Blickwinkel der Daheimgebliebenen. Eurykleia, Telemachos Kinderfrau, erzählt Telemachos vom Kennenlernen seiner Eltern, schildert den Beginn und Hintergründe des Trojanisches Krieges. Krieg , sagte Eurykleia und schüttelte ihren weißhaarigen Kopf, Krieg ist das Schlimmste, was es gibt. Sind die Menscher etwa deshalb auf die Erde gekommen, um sich gegenseitig umzubringen? (vgl. S. 15) Auch von ihren Träumen, in denen Odysseus sich gegen einäugige Riesen und andere Ungeheuer behauptet muss, berichtet sie dem Jungen. Penelope, Ehefrau von Odysseus, hat ebenfalls solche Wahrträume und weiht ihren Sohn ein. Auf diese Weise erfährt man die Ereignisse beider Seiten, wobei die Odyssee im Hintergrund bleibt. Stattdessen werden die Entwicklung des jungen Telemachos zum Mann, seine Ängste und Zweifel wie auch das Hinterfragen von Traditionen, Handlungsweisen seiner Vorväter und das Fällen eigener Entscheidungen durch diese faszinierende Erzählweise in den Fokus gerückt. Zudem gibt es Einblicke in das Rollenbild der Frau in der Antike und wie Krieg die Menschen verändert. Eine alte Geschichte mit Themen, die nach wie vor aktuell sind. Für junge Leser:innen ein gelungener erster Einstieg in die beeindruckende Sagenwelt der Antike und zugleich ein Bücherschatz für die ganze Familie. Fazit: Eine der wohl bekanntesten Erzählungen der griechischen Mythologie wird altersgerecht und spannend neu erzählt: aus einer anderen Perspektive, mit neuen Sichtweisen und doch im Kern treu. Vervollständigt durch ausdrucksstarke, kunstvollen Illustrationen. Ein zeitloser Bücherschatz nicht nur für Kinder und Jugendliche! ... Rezensiertes Buch: Der Sohn des Odysseus aus dem Jahr 2021

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Inhalt: Wenn zusammen mit der neuen Schulleitung Netflix und YouTube Einzug in die Klassenzimmer halten und es statt Schulbüchern und Referaten plötzlich Potcasts und Videokonferenzen gibt, dann ich die Digitalisierung auch in der Helene-Fischer-Gesamtschule angekommen. Dass hierbei die Schüler*innen dem Lehrpersonal mehr beibringen als umgekehrt und was im Zuge der Zwangsdigitalisierung alles schief gehen kann, schildert Herr Schröder in diesem Buch. Mein Eindruck: Das Cover wirkt - auch wenn es natürlich zum Thema passt und sich am Vorgänger orientiert - zu albern und überdreht. Wahrscheinlich hätte ich nicht zu diesem Buch gegriffen, wäre mir Herr Schröder nicht vorher schon ein Begriff gewesen. Johannes Schröder ist studierter Deutschlehrer und Komiker - eine sehr häufige, oft erfolgsversprechende Kombination - und nach World of Lehrkraft ist dies sein zweites Bühnenprogramm bzw. Buch. Da mir sein Humor bisher immer gut gefallen hat, war ich gespannt, ob dieser auch in Buchform funktioniert. Denn leider gelingen Comedians im geschriebenen Wort die Pointen eben nicht so gut wie bei Live-/Fernsehauftritten oder in Hörbüchern. Auch bei diesem Buch hatte ich Startschwierigkeiten, die sich aber - wenn man erst mal ein paar Seiten gelesen hat - zum Glück gelegt haben. Die Flachwort-Witze und die Rolle des Autors als Clown im Lehrerzimmer jedoch wirken irgendwann aufgesetzt, überdreht und nervig. Die Beschreibungen von Herrn Schröder im Hinblick auf die Digitalisierung im schulischen Bereich sind aktuell und humorvolle beschrieben. Er gehört zum alten Eisen, hat daher noch jede Menge nachzuholen und schildert, was für ein schweres Unterfangen es sein kann, die Lehrkräfte an digitales Neuland heranzuführen: Chips statt Schlüssel, Smartboard statt Overheadprojektor uvm. In Chatverläufen kommen die Schüler*innen zu Wort. Auch wird kurz auf die miserablen Zustände während der Corona-Zeit und der damit verbundenen Phänomene großen Pause bis Hybridunterricht eingegangen. Die Geschichte rund um die neue Schulleiterin Frau Windkamp, ihre angestrebte Zwangsdigitalisierung der Schule in Kombination mit Lehrerausflug in die analoge Welt ist leider völlig unglaubwürdig. Dass zudem Herr Schröder auf Instagram plötzlich Klickmillionär werden möchte und das (unnötige) Techtelmechtel machen das Ganze noch unrealistischer. Ich hatte zudem statt einer zusammenhängenden Geschichte einzelne Anekdoten erwartet. Was mich bis zum Ende ebenfalls irritiert hat, ist die Kategorie Sachbuch , denn dieses Buch ist ganz klar dem Genre Humor zuzuordnen. Auch bei der Zielgruppe bin ich nicht sicher, wer hier angesprochen werden soll. Für Schüler*innen und jüngere Generation sind die Kalauer zu alt bzw. die Witze zu gewollt auf jung getrimmt. Auch für ältere Generationen - die ähnlich wie Herr Schröder sich an die digitalen Neuerungen herantasten - ist es die falsche Art Humor. Am Ende konnten mich die krude Story und der zu gewollte Witz nicht vollständig überzeugen. Insgesamt reicht es daher nur für 2 von 5 Sternen. ... Rezensiertes Buch: Instagrammatik - Das streamende Klassenzimmer aus dem Jahr 2021

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Inhalt: Eine visuelle Reise durch die Welt der Dinosaurier: - Wo haben die Dinosaurier gelebt? - Wie sah die Erde vor Jahrmillionen aus? - Wie hießen die Dinosaurier? - Wann haben sie gelebt? - Was haben sie gefressen? - Wie sind die Dinosaurier ausgestorben? uvm. Die Welt der Urzeitriesen für große und kleine Dino-Fans. Mit zahlreichen Klappen und Ausklappseiten. Altersempfehlung: ab 6 Jahre Illustrationen: Die Illustrationen sind nicht die typischen Dinozeichnungen, wie man sie aus Kinderbüchern kennt, und auch keine auf echt getrimmen Fotos. Stattdessen begleiten - neben Fotografien von z. B. Fossilien - zahlreiche künstlerische, abstrakte und grafische Zeichnungen die Sachinformationen. Die Befürchtungen, die kunstvollen Illustrationen könnten nicht gefallen oder beim Lesen werde man von einer Bilderflut erschlagen, haben sich aber nicht erfüllt. Die Zeichnungen stehen im Fokus und lassen doch ausreichend Raum für die Wissenstexte. Mein Eindruck: Früher oder später infiziert das Dinosaurier-Fieber wohl jedes Kind. Die Auswahl an Wissensbüchern rund um das Thema ist riesig und obwohl wir schon so viele verschiedene gelesen haben, siegt hier immer die Neugier. Dieses Buch zeigt eine faszinierende Welt vor vielen Millionen Jahren und beantwortet spielerisch mit Hilfe zahlreicher Karten und anschaulichen Zeichnungen die geläufigsten Fragen. Auch im Hinblick auf die Spannbreite der Zielgruppe ist es sehr gut gestaltet: nicht zu niedlich, um auch ältere Kinder anzusprechen und doch dank der robusten, etwas dickeren Seiten und der vielen Klappen (beim ersten Öffnen klemmt es hier und da ein wenig) und ausklappbaren Karten bereits für jüngere Dinosaurier-Fans zum gemeinsamen Betrachten geeignet. Das quadratische Format des Buches wirkt schon gewaltig. Aber durch die Möglichkeit, die Seiten zusätzlich noch auszuklappen, finden sogar beeindruckende Abbildungen in Originalgröße (T-Rex-Zahn, Stegosaurus-Rückenplatte uvm.) in diesem Buch ihren Platz. Auch der Aufbau des Buches ist ungewöhnlich, denn im Gegensatz zu den meisten Sachbüchern gibt es kein Inhaltsverzeichnis, keine Seitenzahlen und dennoch ist es gut strukturiert: Farblich abgegrenzt reist man beim Lesen von Südamerika über Europa bis nach Australien und erfährt Interessantes über den jeweiligen Lebensraum (Land, Wasser, Luft) und die Lebensweisen. Neben kurzer Vorstellungen bekannter Dino-Arten gibt es zusätzliche Informationen zu Fossilienfunden. Der Atlas bietet zudem einen faszinierenden Einblick in den Wandel der Erde, die Veränderung der Kontinente und des Klimas. Selbst für kleine Dino-Experten gibt es noch Neues zu erfahren und vieles entdeckt man erst beim wiederholten Durchblättern. Eine Leseempfehlung und 5 von 5 dinostarke Sternchen für dieses großformatige Sachbuch. Fazit: Dieser Atlas ist ein tolles Nachschlagewerk und gleichzeitig auch ein Bilderbuch mit kunstvollen Grafiken. Zudem besticht er durch zahlreiche Klappen und ausklappbare Seiten. ... Rezensiertes Buch: Der Ravensburger Dinosaurier-Atlas von 2021

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Inhalt: Die elfjährige Evie Trench hat eine ganz besondere Gabe: Sie versteht die Sprache der Tiere und kann sich mit Hilfe von Telepathie sogar mit ihnen unterhalten; ganz gleich ob Spatz, Katze, Hund, Elefant oder Löwe. Doch diese Gabe bringt nicht nur Gutes mit sich. Auf Wunsch ihres Vaters hält Evie ihr Talent stets geheim. Doch sie muss ihr Versprechen gleich zweimal brechen und durch eine der mutigen Rettungsaktionen weiß plötzlich die ganze Welt davon. So erfährt auch ein mysteriöser Mann mit Schlangen-Tattoo von dem Mädchen, dass mit Tieren kommuniziert. Plötzlich sind nicht nur Evie und ihre Familie in Gefahr ... Altersempfehlung: ab 10 Jahre Illustrationen: Kleine schwarz-weiße Bleistiftzeichnungen mit viel Liebe zum Detail ergänzen die Geschichte und es gibt sogar ein paar doppelseitige Illustrationen. Der Zeichenstil, insbesondere die naturnahe Gestaltung der Tiere sowie deren Mimik gefallen sehr. Mein Eindruck: Der Schreibstil ist altersentsprechend und flüssig zu lesen. Wie ein Märchen beginnt das Abenteuer mit Es war einmal ... und wird spannend, mit reichlich Tempo und Humor erzählt. Auch wenn das Grundthema Kind spricht mit Tieren nicht neu ist, bietet das Buch neben einer unterhaltsamen Geschichte (zu deren Handlung ich gar nicht so viel verraten möchte, um nicht zu spoilern) weitere interessante Punkte. Immer wieder fließen nebenbei spannende Tierfakten in die Erzählung ein: - Schnabeltiere schwimmen mit geschlossenen Augen - Seeotter halten sich während des Schlafens an den Hände, um nicht weggetrieben zu werden, uvm. Evie ist gutherzig, sympathischen und hilfsbereit. Ihre Plaudereien in Gedanken entlarven die Not der Tiere und obwohl die 11-Jährige sich der Gefahren bewusst ist, kann sie nicht anders, als ihnen zu helfen. Im Fokus steht immer wieder Umwelt- und Artenschutz. Evie ist entsetzt darüber, was der Mensch in der - vergleichbar kurzen - Zeit, die er auf dieser Erde weilt, alles angerichtet hat. Wie viele Tierarten er bereits ausgerottet hat: Dodo, Wollhaarmammut, sogar Tiger- und Nashornarten. Da war es doch ziemlich frech, ja geradezu unverschämt, dass wir alle diese Tiere in Gefahr brachten, die es schon so lange gab und die prima ohne uns zurechtgekommen waren. (vgl. S. 19 f.) Doch statt umzudenken, wird der Mensch immer schlimmer: Klimawandel, schmelzende Polkappen, steigende Meeresspiegel und ein mit Plastik und Müll durchzogener Ozean. Eine wertvolle Erkenntnis liefert Evies Granny Flora: Wir alle sind miteinander verbunden. Alles Leben ist gleich. Alles hängt zusammen. (vgl. S. 195) Die Emotionen der Tiere, ihre Ängste und Sorgen spielen ebenso eine Rolle wie Evies, so dass auch Freundschaft, Ausgrenzung und Trauer thematisiert werden. Bei den vielen wichtigen wie lehrreichen Botschaften tritt die Handlung allerdings ein wenig in den Hintergrund und mit dem Abschluss bin ich nicht ganz zufrieden. Unter anderem der Grund dafür, dass ich das Lesealter etwas hochgesetzt habe. Für das rasante und lehrreiche Abenteuer vergebe ich 4,5 von 5 Sterne. Fazit: Ein unglaubliches wie unterhaltsames Abenteuer: phantasievoll, lehrreich und mit faszinierenden Tier-Fakten. Arten- und Umweltschutz stehen im Vordergrund und so regt Evies vielschichtige Geschichte auch zum Nach- und Umdenken an. ... Rezensiertes Buch Evie und die Macht der Tiere aus dem Jahr 2021

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