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Alle Rezensionen von Lui

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Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet und passt perfekt zu Titel und Inhalt des Buches. Für mich ist es ein echter Eyecatcher, der mich im Buchladen magisch angezogen hätte. Inhaltlich dreht sich Papyrus um Buchgeschichte. Der zeitliche Fokus liegt in der Antike - ausgehend von der Bibliothek von Alexandria bis hin zum Ende des Römischen Reiches. Dabei treten beispielhaft Personengruppen in den Vordergrund, die in irgendeiner Form mit Büchern interagierten. Ich habe vor meiner Lektüre mehrfach lesen können, dass dieses Sachbuch sich wie ein Roman lesen ließe. Dem kann ich nur bedingt zustimmen. Der Anfang war wahnsinnig stark und eindrucksvoll, aber danach fiel es mir stellenweise immer schwerer, durch das Buch zu kommen. Dabei lese ich auch beruflich viel schwer lesbare, trockene Fachliteratur und bin so etwas eigentlich gewohnt. Was mich dabei wohl am meisten gestört hat, ist die Fülle an Informationen und die Art, wie diese strukturiert und weitergegeben wurden. Es fühlte sich manchmal wie bei einem mündlichen Vortrag an, bei dem jemand den roten Faden aus den Augen lässt und sich stattdessen von einem Detail im Nächsten verirrt. Dadurch dürfte es schwer sein, allzu viel vom ersten Lesen zu behalten. Dieses Buch eignet sich eher zur stückweisen Lektüre oder als Nachschlagewerk für das Bücherregal, um später noch einmal gezielt auf Einzelheiten zurückzukommen. Trotzdem hatte der Schreibstil auch Stärken, so musste ich beispielsweise auch hin und wieder schmunzeln. Vor allem aber merkt man der Autorin stets ihre Liebe zu Büchern und ihre Leidenschaft für deren Geschichten an. Ich wollte das Buch so gerne mögen und vielleicht wurden mir genau diese Erwartungen zum Verhängnis. Für Leute mit viel Hintergrundwissen in den Bereichen Buchgeschichte und Geschichte der Antike erscheint dieses Buch definitiv zu oberflächlich. Für mich konnte das Buch somit leider wenig Neues bereithalten. Ich habe eher Wissen wiederholt. Logischerweise verhindert allein die bereits erwähnte Informationsfülle, bei vielen Aspekten mehr in die wissenschaftliche Tiefe gehen zu können. Papyrus ist somit eher für literaturbegeisterte Laien mit großem Interesse an Geschichte geeignet, die ihr Allgemeinwissen erweitern möchten. Und im Hinblick auf solche Leser macht die Autorin tatsächlich einen fantastischen Job. Immer wieder greift sie beispielsweise Elemente aus der heutigen Populärkultur auf, um Vergleiche zu ziehen, Parallelen zur Vergangenheit aufzuzeigen und ganz allgemein deren Verständnis zu erleichtern. Mit anderen Worten: Dieses Sachbuch ist eine Liebeserklärung an die Bücherwelt und vermag es dabei, Interesse an Geschichte zu wecken.

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Das Cover kann mich verglichen mit anderen internationalen Ausgaben nur bedingt überzeugen. Realistisch dargestellte Personen auf dem Cover sind einfach nicht ganz meins, wobei dieses Cover immerhin noch auf den historischen Hintergrund der Story anspielt. Zum Inhalt: Elisabeth Zott polarisiert. Mitte des letzten Jahrhunderts ist sie eine studierte Chemikerin, die ganz und gar nicht bereit ist, sich schlicht den gesellschaftlichen Normen unterzuordnen, die die Zeit von ihr verlangt. Doch kann das gut gehen? Die Sprecherin war mir für mich wohl das größte Highlight der ganzen Geschichte. Luise Helm liest auf eine einnehmende Art und Weise, mit scheinbar größtem Feingefühl für die Emotionen der Geschichte, die gerade deswegen hervorragend zum Ausdruck kommen. Auch der Schreibstil selbst kann grundsätzlich überzeugen und bietet die perfekte Balance zwischen Ernst und humorvollen Einlagen, wodurch auf die stellenweise düsteren Schicksalsschläge stets auch wieder Hoffnung und eine gewisse Leichtigkeit folgen, die das Hören nicht zu schwer gestalten. Hin und wieder hätte ich schon gerne das Buch zur Hand gehabt, um Formulierungen zu markieren beziehungsweise aufzuschreiben. Leider hat mir allerdings Spannung gefehlt. Ich hatte nie diesen inneren Drang weiterhören zu müssen. Zu den Charakteren: Elisabeth Zott stellt die wohl stärkste Frauenfigur dar, die mir je in einem Roman begegnet ist und allein damit hat sie einen Platz unter meinen liebsten Protagonisten sicher. Sie erscheint fast schon wie eine moderne Romanheldin. Durch ihre Selbstbestimmtheit wirkt sie jedoch fast schon zu stur, was zu einigen Konflikten führt. Diese Fehlbarkeit lässt sie aber auch unglaublich menschlich wirken. Daneben gibt es noch großartige Nebencharaktere, wie Elisabeths ganz besonderen Hund, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Der Roman spielt zwar vor einigen Jahrzehnten, könnte aber trotzdem nicht aktueller wirken. Es geht um ernste Themen wie Emanzipation, Frauenfeindlichkeit, Gleichberechtigung, Mutterschaft, Verlust und Trauer aber auch um die kräftigende Wirkung von Liebe, Freundschaft und Familie. Damit steckt die Geschichte nicht zuletzt auch voller Gesellschaftskritik. Ich wage einfach zu behaupten, dass sich wohl fast jede Frau an der einen oder anderen Stelle in dieser Geschichte wiederfinden und Trost in dem quasi geteilten Leid erfahren kann, und das macht diesen Roman zu etwas unglaublich Wichtigem. Insgesamt hat mich das Hörbuch, vor allem dank der grandiosen Sprechleistung, gut unterhalten. Wer starke Frauenfiguren, pointierte Aussagen und eine herzerwärmende Handlung mit Tiefgang sucht, sollte unbedingt einmal in dieses Hörbuch reinhören.

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Das Cover ist ansprechend gestaltet. Die Palmen passen gut zum Setting, die dunklen, geheimnisvollen Farben zum Krimigenre und der Titel springt definitiv ins Auge. Inhalt: Es war ein Fall im Fokus der Öffentlichkeit: Der Afroamerikaner Bobby Nock stand für den Mord an seiner Schülerin, Jessica Silver, mit der er eine Affäre gehabt haben soll, vor Gericht. Eine Jury sprach ihn jedoch frei. Zehn Jahre später wird der Fall erneut aufgegriffen und fordert im Tod eines Geschworenen ein neues Opfer. Sofort wird Maya Seale, eine der Geschworenen und Verfechterin für Bobbys Unschuld, verdächtigt. Der Schreibstil überzeugt. Ich musste erst mit der Zahl der Charaktere und den Zeitsprüngen zwischen Vergangenheit und Gegenwart warm werden, konnte das Buch ab dem zweiten Drittel jedoch kaum noch aus der Hand legen. Die Zeitsprünge sind ein clever gewähltes Stilmittel, denn so lernt man jeden Geschworenen kennen, während gleichzeitig gelungen Spannung aufgebaut wird. Besonders gut gefallen hat mir die düstere Atmosphäre, die stets über allem schwebt und damit ein Gefühl der Bedrohung und der Ausweglosigkeit erschafft. Zu den Charakteren: Den Hauptteil der Perspektive, die in der Gegenwart spielt, begleiten wir Maya. Der Fokus liegt hier eindeutig auf dem vorankommen der fesselnden Handlung und nicht auf der Gefühlswelt der Protagonistin, was ich bei ihren dramatischen Erlebnissen etwas schade finde. Hier möchte ich auch gleich meinen größten Kritikpunkt ansetzen: Mir hat zum völligen Mitfiebern ein nahbarer Charakter mit nachvollziehbaren Emotionen gefehlt. Insgesamt hat der Autor einen multikulturellen, diversen Cast geschaffen, der sehr gut nach Los Angeles, dem Ort des Geschehens, passt. Jeder Charakter hat seine Schwächen und geheimen Laster, wodurch die handelnden Personen absolut lebensecht wirken. Ich habe lange keinen Krimi mehr gelesen, bei dem ich von Anfang bis Ende nicht den Täter bzw. die Lösung des Falles vorhersagen konnte und der dank überraschender Enthüllungen so gelungen mit dem Leser spielt. Daneben besticht die Handlung durch ihre Aktualität, die sich mit Rassismus und der Ungerechtigkeit des amerikanischen Rechtssystems sowie der Gesellschaft befasst. Das lässt die Geschichte gemeinsam mit dem Fokus auf Egoismus und menschliche Abgründe glaubhaft und realistisch wirken. Fazit: Mir hat die Geschichte richtig gut gefallen. Wer mit ernsten Themen gespickte, lange Zeit undurchsichtige, wendungsreiche Justizkrimis mit moralisch grauen Protagonisten mag, sollte hier unbedingt einmal reinlesen.

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Das Cover ist ansprechend gestaltet, die Details passen zum Inhalt und zu den Protagonisten, während die Farben das Genre eines Liebesromans gelungen aufgreifen. Zum Inhalt: Bei einem Stipendiaten-Dinner trifft Autumn auf Ryan. Beide fühlen sich zueinander hingezogen, wollen es allerdings unverbindlich halten. Doch kann das gelingen? Der Schreibstil ist angenehm. Für mich war es das zweite Buch der Autorin und auch dieses ließ sich erneut flüssig lesen dank kurzer Kapitel und wechselnder Erzählperspektiven. Gut gefallen hat mir auch die Umsetzung der jeweiligen Atmosphäre, beispielsweise die Strandvibes. Die Protagonisten sind ganz sympathisch. Ryans gutes Herz und sein vorbildhaftes Verhalten lassen ihn anziehend wirken. Autumn wirkte mir jedoch besonders mit fortschreitender Handlung zu blass und einseitig verbohrt. Mein Highlight waren eindeutig eher die liebenswerten Nebencharaktere wie Amy und Nate, die mir ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert haben und das teils blinde Chaos der Protagonisten zu ordnen versuchten. Das Buch hat stark angefangen. Dann war für mich allerdings irgendwann die Luft raus. Ja, es gibt ein paar überraschende Wendungen. Dennoch hatte ich mir unter dem im Klappentext beworbenen ghosting etwas anderes vorgestellt - so wie die Geschichte dieses Handlungselement wiedergibt, passt das für mich überhaupt nicht zu dem Begriff. Soll heißen: Hier wurden meine Erwartungen enttäuscht. Dann sind da noch die sehr jungen Protagonisten, die sich dementsprechend verhalten und dadurch eine Menge künstliches und für mich unnötiges Drama heraufbeschwören. Letztlich geht es um Familie, Freundschaft und Liebe in Form einer Wohlfühlgeschichte, die für mich aber den gewissen einzigartigen Mehrwert vermissen lässt. Mein Fazit: Man kann die Geschichte schon lesen, muss aber nicht. Fans von College- und Sportromanzen, die einen Protagonisten mit Potenzial zum Bookboyfriend suchen und nichts gegen etwas Drama einzuwenden haben, könnten diese niedliche Geschichte aber durchaus lieber mögen.

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Das Cover ist ansprechend gestaltet, springt durch die Farbgebung sofort ins Auge und passt optisch hervorragend zum ersten Band der Reihe. Zum Inhalt: Im schwedischen Karlstad wird eine junge Geschäftsfrau ermordet. Der Verdacht fällt schnell auf deren Schwester, da beide ein angespanntes Verhältnis verband. Doch ist die Lösung wirklich so einfach? Gleichzeitig wird John Adderley von seiner Undercover-Vergangenheit eingeholt und muss neben der Aufklärung des Falls auch um sein eigenes Überleben kämpfen. Der Schreibstil ist nach wie vor großartig. Die Geschichte ließ sich flüssig lesen und teilweise fiel es mir schwer, das Buch überhaupt aus der Hand zu legen. Das gilt allerdings leider nur für Johns Perspektive. Auch wenn die Perspektivwechsel für einen gelungenen Spannungsaufbau sorgen, musste ich mich doch arg durch Alicias Sicht auf die Dinge quälen. Mit ihr bin ich einfach nicht warmgeworden. Reden wir damit über die Protagonisten: Eigentlich liebe ich moralisch graue Charaktere und auch Ermittler, die am Rand der Legalität balancieren. Allerdings konnte ich für einen Großteil der Handlung nur den Kopf über die Entscheidungen der Charaktere schütteln und ihnen mit Unverständnis begegnen. Nicht falsch verstehen: Die Handlungen der Charaktere sorgen für solide Krimiunterhaltung, die spannend und abstoßend zugleich ist. Es war einfach nur nicht mein Fall. John zeigt sich in diesem Band erfüllt von purem Eigennutzen und Alicia nimmt mir viel zu selbstverständlich die rückratlose, unselbstständige Opferrolle ein. Einziger Lichtblick war Johns liebevoller Umgang mit seiner Nichte sowie das Wiedersehen mit Mona, wobei ich mich einen Großteil der Handlung bereits gefragt hatte, wo sie steckt und ob sie einen Auftritt in Band 2 bekommt. Die Krimihandlung hat stark angefangen, aber für mich ab dem ersten Drittel nachgelassen. Das liegt zum einen am Aufbau der Erzählstrategie, zum anderen an den Charakteren und ihren Entscheidungen. Das mag jetzt oberflächlich klingen, muss aber so bleiben, um Spoiler zu vermeiden. Ich hatte mir so viel Action und Spannung für Band 2 erhofft. Teilweise habe ich mit Blick auf Johns Vergangenheit auch etwas davon bekommen. Allerdings sehr kurz und gleich zu Beginn der Handlung, die dann zwielichtige und für mich enttäuschende Wege einschlägt. Wer einen stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn hat, wird vielleicht ähnlich empfinden. Trotzdem erscheint die Handlung einigermaßen glaubhaft, da letztlich auch im echten Leben nicht immer alles einen Abschluss findet und Menschen aus dem Selbsterhaltungstrieb heraus zu so einigem fähig sind. Auch die wohl spektakulärste Wendung am einigermaßen runden Handlungsende war für mich leider keine große Überraschung. Halten wir also fest, dass die Geschichte mich nicht komplett überzeugen konnte, was allerdings stark mit meiner Erwartungshaltung nach der Lektüre des ersten Bandes zusammenhängt. Wer sich weniger Gedanken über die fortschreitende Handlung gemacht hat oder Band 1 gar nicht kennt, kann selbstverständlich ganz anders empfinden. Allerdings ist die Kenntnis des Vorgängerbandes von Vorteil.

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Das Cover ist ansprechend gestaltet, passt super zu einem historischen Roman und lädt zum Träumen ein. Zum Inhalt: England im 18. Jahrhundert: Liliana wuchs behütet auf einem ruhigen Landgut auf. Als ihr lange abwesender Vater wieder Kontakt zu ihr aufnimmt, ergreift Liliana ihre Chance auf eine Auszeit von gesellschaftlichen Zwängen und begleitet ihren Vater auf dessen Schiff. Doch kurz darauf wird die junge Frau entführt und landet über Umwege bei Finlay Clark, einem Konkurrenten ihres Vaters, der ihr Herz verbotenerweise höherschlagen lässt. Der Schreibstil ist überzeugend. Die Seiten fliegen nur so dahin. Zähe Längen sucht man hier vergeblich. Eher geht die Handlung Schlag auf Schlag, es gibt viel Action und fesselnde Unterhaltung. Dazu tragen auch die wechselnden Erzählperspektiven bei. Manchmal hätte ich mir allerdings noch etwas mehr Fokus auf die Gedanken- und Gefühlswelt der Charaktere gewünscht. Womit wir bei den Charakteren wären: Mir gefällt die Anlage aller Protagonisten. Sie alle haben ihre Graustufen und sind nicht einfach nur gut oder böse. Das macht sie menschlich und lässt sich authentisch wirken. Liliana hielt ich anfangs für zu naiv, umso mehr hat mir gefallen, dass sie doch auch ordentlich Mut und Durchsetzungsfähigkeit beweisen kann und sich nicht einfach in die schwache Frauenrolle fügt. Meine geheimen Helden der Geschichte waren aber definitiv die Nebencharaktere wie der neugierige und gutherzige Duncan oder die lebenserfahrene Grace. Besonders haben mir die Rückblenden in die Vergangenheit des Vaters gefallen, die uns erlauben, ihn zusammen mit der Protagonistin neu kennenzulernen. Außerdem habe ich den Humor sowie den Konkurrenzkampf zwischen Jack, Lilianas Vater, und Finlay als absolut großartig empfunden. Auch die Liebesgeschichten konnten mich überzeugen. Besonders die junge Liebe bzw. Annährung ist süß umgesetzt und lädt zum Schmachten und Mitfiebern ein. Gefallen hat mir außerdem die Atmosphäre an Bord der Schiffe, auf denen die teils doch sehr raue Lebensweise gut zum Ausdruck kommt. Manchmal musste ich jedoch minimal die Augen verdrehen, weil der actionlastige Inhalt schon einen Großteil dessen mitnimmt, was potenziell schiefgehen könnte. Aber so wird es wenigstens nie langweilig. Den alleinigen Fokus der Handlung auf Piraterie sollte man übrigens nicht erwarten, um nicht enttäuscht zu werden. Insgesamt mich das Buch gut unterhalten und mir fesselnde, kurzweilige Lesestunden beschert. Wer historische Romane mit viel Action und einer Prise Romantik mag oder einfach auf der Suche nach einem sehr gut lesbaren Buch ist, sollte hier unbedingt einmal reinlesen.

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Das Cover passt perfekt zum Setting, gerade die scheinbar schlichte Nähe zur Realität verkörpert dessen Anziehungskraft und macht neugierig auf den Inhalt. Darum geht es: Ein Patrouillenboot des niederländischen Grenzschutzes findet einen verunglückten Wattwanderer. Dieser entpuppt sich als Deutscher, was einen Zuständigkeitskonflikt auszulösen droht. Da noch weitere Fragen zum Tod des Mannes bestehen, wird der Holländer, ein Ermittler der Bundespolizei mit reichlich Kontaktpunkten zu beiden Ländern, hinzugezogen. Kann er das Rätsel lösen? Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Mir ist es lange nicht mehr so schwergefallen, ein Buch aus der Hand zu legen. Dazu haben vor allem die kurzen, schnell zu lesenden Kapitel mit den anfangs etwas verwirrenden raschen Perspektivwechseln beigetragen, die gekonnt einen fesselnden Spannungsbogen aufbauen und selbst bürokratische Streitigkeiten durch bissigen Humor unterhaltsam erscheinen lassen. Obwohl einige Teile der Auflösung nicht wirklich überraschend waren, hat der Autor es dennoch geschafft, dass ich ständig wissen wollte, wie es weitergeht. Richtig gut haben mir auch die gelungen eingestreuten Zeitungsartikel und Twittermeldungen gefallen, die die Handlung abrunden und zeitgemäß wirken lassen. Dazu kommt das grandios ausgearbeitete Setting rund um die Schönheit und die Gefahren des Wattenmeers sowie das überzeugend eingebaute Lokalkolorit, beispielsweise verdeutlicht durch die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und den Niederlanden. Der Fokus der Handlung liegt auf Action. Dadurch und wohl auch der allgemeinen Kürze der Geschichte geschuldet kamen mir die Charaktere etwas zu kurz. Soll heißen: Mir hat der Zugang zu ihnen gefehlt. Dabei hat Liewe Cupido als cleverer, eigenwilliger Ermittler durchaus Unterhaltungspotenzial. Mir hat die Geschichte insgesamt gut gefallen. Wer eine spannende, kurzweilige Krimihandlung mit außergewöhnlichen Ermittlern und maritimem Setting sucht, sollte hier unbedingt einmal reinlesen.

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Das Cover ist ansprechend gestaltet, kein optisches Highlight, aber definitiv ein Eyecatcher, wobei der auffällige Hintergrund fast dafür sorgt, dass der Titel in den Hintergrund rückt und weniger wahrgenommen wird. Zum Inhalt: Olive, Doktorandin in Stanford, lässt sich ihrer besten Freundin zuliebe auf ein völlig verrücktes Fake-Dating-Experiment ein - und das ausgerechnet mit dem am ganzen Institut gefürchteten Wissenschaftler Adam Carlsen. Einziger Haken an dem ganzen Vorhaben: Gefühle streng verboten - oder eben doch nicht? Der Schreibstil ist großartig. Man fliegt nur so durch die Seiten und zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit hatte ich mal wieder das Gefühl, dass eine Geschichte mich regelrecht in ihren Bann zieht. Dieses Buch war zu keiner Sekunde langweilig oder zäh. Dazu haben auch die grandios ausgearbeiteten und liebevoll gestalteten Charaktere beigetragen, die mir von Beginn an direkt sympathisch waren und mit denen ich einfach nur mitfiebern konnte. Olive und Adam wirken so realistisch und nahbar, einfach ungekünstelt. Ihre Annäherung stellt für mich eine der authentischsten Liebesgeschichten dar, die ich je gelesen habe. Die Geschichte wird aus Olives Perspektive erzählt, ihre Gedanken, Gefühle und Ängste sind dadurch wahnsinnig gut nachvollziehbar und ermöglichen emotionalen Zugang zur Protagonistin. Und Adam? Tja, der ist mit einigen Kanten aber einem ganz großen Herzen ein Bookboyfriend zum Anschmachten. Wer sich etwas mit Booktok und Co. auskennt, weiß, dass diese Geschichte international bereits für einiges Aufsehen gesorgt hat. Durch dermaßen zahlreiche Lobeshymnen bin ich neugierig aber auch leicht skeptisch auf diese Geschichte zugegangen. Aber was soll ich sagen, letztlich hat sie auch mich komplett überzeugt. Ich konnte mich in den Protagonisten wiederfinden, ihr Schicksal hat mich berührt. Dazu kommt das perfekt ausgearbeitete Setting, beispielsweise die realistische Darstellung des brutalen akademischen Alltags, die unglaublich gut gelungen ist. Wer ebenfalls in diesem Bereich tätig ist oder war, merkt sofort, dass die Autorin hier einiges an echtem Insiderwissen verarbeiten konnte. So sehr ich mich auch bemühe, ich finde einfach keine Kritikpunkte und hoffe, zukünftig mehr von dieser Autorin lesen zu können. Für mich stellt diese Geschichte damit mein bisheriges Jahreshighlight und wohl auch ein Highlight unter allen bisher gelesenen Liebesgeschichten allgemein dar. Wer romantische Komödien und fake-dating-Ansätze liebt, sollte sich dieses Buch unbedingt ansehen. Es lohnt sich!

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Das Cover ist ansprechend gestaltet, passt gut zum skandinavischen Setting und in die Welt des Wintersports. Zum Inhalt: Die gefallene Anwältin Selma Falck wird von Jan Morell, erfolgreicher Geschäftsmann und Vater einer siegreichen Profisportlerin, die Doping begangen haben soll, beauftragt, die Vorwürfe gegen seine einzige Tochter zu widerlegen. Es bleibt jedoch nicht bei einem zweifelhaften Vorfall und Selma findet sich schon bald in einem brodelnden Strudel aus Machtkämpfen und Intrigen wieder. Die Sprecherin macht einen soliden Job, auch wenn ihre Vortragsweise eher schlicht und wenig kreativ ist. Die Sprache des Krimis war mir vor allem am Anfang viel zu derb. Dazu kommen schnelle und vor allem anfangs total verwirrende Perspektivwechsel - womöglich ließen diese sich in Buchform besser verfolgen, das Hören haben sie jedoch erschwert. Ich habe aufgehört zu zählen, wie viele Erzählperspektiven man verfolgt. Es sind schlicht zu viele, die leider auch nicht kontinuierlich wieder aufgegriffen werden. Dadurch wirkte vieles sehr abgehackt und es fiel mir wahnsinnig schwer, irgendeine Beziehung zu den Charakteren aufzubauen. Wenn wir schon von Charakteren sprechen: Selbstsüchtige Persönlichkeiten gehören ja irgendwo in einen Krimi, aber es wäre schon schön gewesen, wenigstens einen sympathischen Charakter vorzufinden, mit dem man mitfiebern kann. Für mich war das hier leider überhaupt nicht der Fall, weshalb ich emotional null Zugang zur Geschichte gefunden habe. Trotzdem mochte ich die Grundidee um Selma Falck, die sich moralisch durchweg in Grauzonen bewegt, durch ihre zahlreichen Schwächen sehr menschlich wirkt und durchaus Potenzial hat. Die erste Hälfte des Hörbuchs erschien mir wahnsinnig zäh und eintönig. Spannung kam für mich erst ab etwa der Hälfte der Handlung auf, wodurch das Hören erst dann (nach mehr als 6 Stunden Hördauer!) mehr Spaß gemacht hat. Wendungen und Verwicklungen gibt es in der Geschichte nicht zu knapp, der Großteil war jedoch einfach vorhersehbar und so konnte mich auch die Krimihandlung selbst nicht gänzlich überzeugen. Außerdem sollte man Gewaltdarstellungen und ausführlich dargestellte Themen wie (Spiel)Sucht und Selbstmord abkönnen. Insgesamt stellt das Hörbuch für mich eher eine Enttäuschung dar. Weitere Bände um Selma Falck würde ich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht weiter verfolgen. Für mich war es außerdem das erste und letzte Kennenlernen mit der Autorin. Wer skandinavische Krimis liebt, viel Zeit für ausufernde Handlungsstränge voll dunkler Verwicklungen hat, gerne miträtselt und sich für die Welt des Wintersports mit all seinen Regeln sowie moralisch graue Protagonisten interessiert, wird vielleicht trotzdem Gefallen an dieser Geschichte finden.

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Die Covergestaltung ist schlichtweg genial. Es passt hervorragend zum Setting sowie zum Krimigenre und springt durch die auffällige Farbgebung sofort ins Auge. Zum Inhalt: Molly Gray ist Dienstmädchen aus Leidenschaft in einem Londoner Nobelhotel. Als sie dort einen einflussreichen Geschäftsmann und Stammgast tot auffindet, gerät ihre Welt völlig aus den Fugen. Die Polizei nimmt sie als Hauptverdächtige ins Visier und somit bleibt ihr nichts anderes übrig, als im Stil der Krimiserien, die sie so liebt, ihre Unschuld zu beweisen. Die Sprecherin macht einen sehr guten Job. Ihre Stimme passt wunderbar zu den eigenwilligen Charakteren, denen sie gelungen und äußerst abwechslungsreich Leben einhaucht. So macht das Hören Spaß! Der Anfang der Geschichte ist allerdings ziemlich eintönig und zäh, weil hier lediglich anhand detailreich erzählender Passagen die Grundlage für das Kommende geschaffen wird. Wenn man sich dort allerdings hindurchbeißt, wird das eigene Durchhaltevermögen belohnt, da die Handlung etwa ab der Hälfte deutlich an Spannung und Fahrt aufnimmt. Molly ist eine außergewöhnliche Protagonistin, die nicht so recht in einfache schwarz-weiß-Kategorien passen will und gerade dadurch sehr menschlich wirkt. Ihre Oma war lange Zeit ihre einzige Bezugsperson. Ihre dadurch altmodische anmutende Sprechweise im Zusammenhang mit ihren Problemen bei sozialen Interaktionen lassen sie stellenweise etwas skurril erscheinen und sorgen für humorvolle Einlagen. Nachdem ich die Geschichte beendet habe, bin ich mir allerdings nicht mehr ganz sicher, ob ich sie wirklich sympathisch finde. Ihre Motivationen und Gedankengänge waren jedoch durchweg nachvollziehbar dargestellt. Die Geschichte nahm einen ganz anderen Weg, als ich erwartet hatte. Ich wurde überrascht und im wahrsten Sinne des Wortes an der Nase herumgeführt, was ich als sehr gutes Zeichen werte. Durch Mollys besonderes und leicht schräges Verhalten neigt man wohl dazu, sie leicht zu unterschätzen. Da die Handlung durchweg durch ihre sehr subjektive Sichtweise erzählt wird, spielt der Krimi gekonnt mit den Erwartungen und Wahrnehmungen des oder der Hörenden und stellt den eigenen Gerechtigkeitssinn infrage. Um es mit Mollys Vorliebe für Sprichwörter und Lebensweisheiten aller Art auszudrücken: Der Schein trügt. Ermittlungen im klassischen whodunnit-Stil sollte man allerdings nicht erwarten, um Enttäuschungen zu vermeiden. Insgesamt wurde ich gut unterhalten. Wer Cosy-Krimis mit eigenwilligen Ermittlern sucht und Geschichten mag, die das eigene Urteilsvermögen herausfordern, sollte hier unbedingt einmal reinhören.

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