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Alle Rezensionen von Gerda Meister

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Das Cover dieses Romans ist nicht sehr spektakulär. Es zeigt die schwarz/weiß Fotografie einer Treppe mit der Gestalt eines Mannes, der gerade runtersteigt. Im Klappentext wird der Roman als politischer Roman, hochaktuell und spannend bezeichnet. In 22 Kapiteln, die durch viele teilweise sehr kurze Unterkapitel eingeteilt sind, wird der Leser in das moderne, aktuelle Berlin Kreuzberg geführt. Der Immobilienhai Kröger will seine Mieter aus den Wohnungen vertreiben, um diese dann renovieren und zu weit höheren Preisen vermieten zu können. Dabei schreckt er auch vor brutalen Mitteln nicht zurück. Er lässt im Winter alte Fenster herausreißen, ohne schnell neue Fenster einzubauen. Dann werden in einem Altbau extrem aggressive Ratten ausgesetzt, die sogar einem Baby eine Fingerkuppe abnagen. Die Mutter des Babys, Silke, ist eine alte Freundin von Olga, die mit ihrem Freund Georg Dengler in Stuttgart wohnt. Silke bittet Dengler um Hilfe, da dieser ein Privatermittlergeschäft betreibt. Dengler nimmt den Fall an und reist mit Olga nach Berlin. Er nimmt Kontakt zu Kröger auf, der die Sache mit den Ratten entschieden ableugnet. Dengler soll im Gegenzug für Kröger die Angelegenheit aufklären. Denglers Ermittlungen werden immer wieder von Nebenhandlungen unterbrochen, die den Leser etwas verwirren. Inwiefern ist die Deutsche Eigentum AG in den Fall verwickelt? Welche Rolle spielt die Organisation Fuhrmann? Woher kommen die aggressiven Ratten? Diese Fragen werden zwar am Schluss des Romans aufgeklärt, aber ich finde die Bezeichnung spannend hier nicht gerechtfertigt. Meiner Meinung nach wird der Gang der Handlung immer wieder zu sehr unterbrochen, sodass sich eine richtige Spannung nur spärlich entwickelt. Dass der Roman hochaktuell und politisch ist, das kann ich bestätigen, spielt doch am Schluss sogar Corona noch eine Rolle.

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Das Cover dieses Romans passt sehr gut zum Inhalt: Es zeigt bunte Weinblätter und blaue Trauben. Da die Geschichte auf einem Weingut in Frankreich spielt, finde ich dieses Cover sehr gelungen. Normalerweise sind historische Roman nicht so mein Beuteschema, aber dieses Buch hat mich doch gefesselt, sodass ich es ziemlich schnell durchgelesen habe. In 35 Kapiteln und einem Epilog spielt die Geschichte auf zwei Zeitebenen. Die erste Ebene ist ab Mai 1940, d.h. während des Zweiten Weltkrieges auf einem Weingut zur Champagnerherstellung in Frankreich. Die zweite Ebene ist in der Neuzeit ab Juni 2019. Sie beginnt in New York und führt dann zurück nach Frankreich. Hauptpersonen 1940 sind Ines und Michel Chauveau, Besitzer des Weingutes und seine Mitarbeiter Celine und Theo Laurent. Ines ist erst kurz mit Michel verheiratet, fühlt sich aber auf ihrem Gut eher einsam. Michel will sie nicht in die Arbeit integrieren, er arbeitet lieber mit Celine zusammen, zu der Ines keinen Zugang findet. Ihre beste Freundin ist Edith Thierry in Reims, die sie ab und zu besucht. Dabei beginnt sie ein Verhältnis mit Antoine Picard, einem Kollaborateur, der mit den deutschen Besatzungsmächten zusammenarbeitet. Unterdessen finden Celine und Michel zueinander, Celine wird schwanger und Michel arbeitet heimlich bei der Resistance gegen die Deutschen. Hauptpersonen in der Neuzeit sind Olivia Thierry, genannt Liv und ihre Großmutter Edith, die früher wohl Ines`beste Freundin war. Liv und ihre Oma fliegen nach Frankreich. Edith trägt ein schweres Geheimnis mit sich herum, über das sie mit Liv sprechen möchte. Es ist für sie aber sehr schwer, sodass sie immer wieder einen Rückzieher macht. Was ist Ediths Geheimnis und was hat Liv damit zu tun? Gibt es für Michel und Celine eine Zukunft mit ihrem Baby? Was wird mit Ines? Und wird sich die frisch geschiedene Liv in den Anwalt Julien Cohn verlieben, den sie in Frankreich kennenlernt? Im Untertitel wird der Roman dramatisch und berührend genannt und das kann ich nach der Lektüre bestätigen. Die Handlung wird zunehmend spannend bis zu einem doch überraschenden Ende. Die Einteilung in zwei Zeitebenen ist zwar nichts Neues, aber Kristin Harmel hat es meiner Meinung nach gut geschafft, die beiden Ebenen immer wieder zu verbinden. Ich kann den Roman also guten Gewissens weiterempfehlen!

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Der vierte Band von Tsokos` Reihe um den Rechtsmediziner Dr. Fred Abel passt sich in die Reihe der drei vorangegangenen Bände an. Auch hier ist der Titel ein Adjektiv mit zer , dieses Mal zerrissen und der Hintergrund bleibt in Grau. In der Mitte zeigt sich ein tiefer Riss , vielleicht in einem Körper? Zum Inhalt: Im Prolog wird ein Mann zu Tode geprügelt, er hat wohl einen Gangster um seine Beute betrogen. Dr. Fred Abel wird an das Krankenbett eines kleinen Mädchens gerufen, das unter schweren Kopfverletzungen leidet. Die Mutter Mailin behauptet, dass die Verletzungen von einem Sturz herrühren, aber Abel ist sich sicher, dass die Ursache eine schwere körperliche Misshandlung sein muss. Erschwert wird die Sachlage dadurch, dass die kleine Siara die Nichte seiner langjährigen Mitarbeiterin Sabine Yao ist. Der Tote aus dem Prolog wird inzwischen identifiziert, er ist der Sohn der Boxlegende Hermann Lübben, der viele Straßenkinder vor einer kriminellen Laufbahn gerettet hat. Unter diesen Kindern befindet sich auch der Fremdenlegionär Lars Moewig, ein Freund von Abel. Er verspricht Lübben, den Mörder seines Sohnes zu finden. Schnell wird klar, dass der Mörder im Clan von den Saad Brüdern zu finden ist, einer kriminellen Vereinigung, die mit Drogen, Prostitution, Gewalt und Geldwäsche ihr Geld verdient. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, auch die Mutter Siaras gerät in Verdacht. Hat sie ihr Kind im Alkoholrausch misshandelt? Fazit: Der Roman besteht aus vielen einzelnen, kurzen Kapiteln und beschreibt auch authentische Fälle Abels aus Berlin. Die einzelnen Obduktionen werden ausführlich beschrieben mit vielen Fachbegriffen, die aber für den Leser nicht immer verständlich sind. Sie haben auch nichts mit Siaras Fall zu tun und lenken eher ab. Dennoch merkt man sehr deutlich, dass Tsokos ein Experte auf diesem Gebiet ist und manchmal beschleicht den Leser doch etwas Gänsehaut, wenn man bedenkt, dass diese Fälle der Realität entsprechen. Für Liebhaber von True Crime Krimis ist der Band daher zu empfehlen.

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Das Cover dieses Romans ist für mich sehr ansprechend und interessant. Es zeigt eine Art Bullauge in einem irisierenden Eisblau/Silber, in dem der Titel in Schwarz steht. Dahinter sehen wir den Schatten einer Frauengestalt. Zum Inhalt: Josephine Ferguson, genannt Jo, ist 33 Jahre, geschieden und arbeitet als Journalistin. Im Moment ist ihr Einkommen eher gering, sie findet Unterschlupf bei ihrer besten Freundin Tabitha in einem noblen Stadtteil Nordlondons. Ihre Wohnung ist technisch auf dem neuesten Stand, sie hat alle möglichen Arten von Home Assistants, die für Heizung, Licht und alle anderen Dinge automatisch sorgen. Das Hauptgerät ist Electra, eine modernere Form unserer Alexa. Jo fühlt sich einsam. Als sie gerade dabei ist, sich bei einer Datingapp anzumelden, spricht plötzlich Electra zu ihr, ohne dazu aufgefordert zu sein. Sie sagt zu ihr, dass sie alles über Jo weiß, auch was sie früher getan hat. Jo fühlt sich schuldig am Tod eines jungen Mannes, dem sie mit Tabitha bei einem Rockkonzert eine unbekannte Droge gegeben hat und der darauf stirbt. Woher kann Electra das wissen? Sie und Tabitha haben einander geschworen, über diese Sache absolutes Stillschweigen zu bewahren. Hat sich Jo diese Stimme nur eingebildet? Ihr Vater hatte Depressionen und litt an Schizophrenie, er hat sich umgebracht. Bei ihm fing die Krankheit damit an, dass er plötzlich Stimmen gehört hat. Hat Jo diese Veranlagung eventuell geerbt oder steckt jemand anders dahinter? Die Stimme geht soweit, dass sie Jo dringend empfiehlt, sich auch umzubringen. Langsam aber sicher wird Jo in den beginnenden Wahnsinn getrieben. Alle ihre Freunde sagen sich von ihr los, weil sie ihnen angeblich verletzende Mails geschrieben hat. Selbst bei ihrer besten Freundin Tabitha hat Jo den Verdacht, dass sie und ihr Freund Arlo, der die Technik besorgt hatte, hinter dem Ganzen stecken. Oder ist es ihr Exmann Simon, der die Technik eingerichtet hat und dessen Frau Polly immer noch eifersüchtig auf Jo ist? Es entwickelt sich ein raffiniertes, psychologisches Verwirrspiel, das zum großen Teil aus Jos Perspektive in der Ich-Form geschrieben ist. Der Leser leidet mit Jo und kann ihre wachsende Verzweiflung sehr gut nachvollziehen. Tremayne schafft es hervorragend, den Leser zu fesseln bis zum furiosen Ende. Man bleibt etwas nachdenklich zurück, werden wir wirklich irgendwann von diesen Apparaten beherrscht und wie weit geht die Entwicklung von künstlicher Intelligenz noch? Fazit: Ein sehr interessanter, lesenswerter Psychothriller, der ohne viel Blut auskommt!

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Das Cover dieses historischen Romans wirkt edel, weil es in den königlichen Farben rot/gold gehalten ist. Es zeigt eine junge Frau aus dem Mittelalter, die den Leser intensiv anschaut. Die Geschichte spielt im frühen Mittelalter. Im Prolog wird die junge Gisla im Jahre 837 von grausamen Dänen entführt und vergewaltigt. Die eigentliche Geschichte beginnt 17 Jahre später. Gisla hat inzwischen zwei Töchter, Asta und Freya und lebt als Sklavin bei ihrem Entführer Björn und dessen eifersüchtigen Ehefrau Elva. Die beiden Mädchen sind inzwischen zu jungen Frauen herangewachsen, wobei Asta eine Schönheit und Freya eher ein Wildfang ist. Als Björn wieder einmal Gisla brutal misshandeln will, tötet ihn Freya und flieht mit ihrer Schwester. Die beiden wollen zu Freyas Großvater Gerold nach Dorstadt. Dort angekommen müssen sie leider erfahren, dass Gerold inzwischen beim Papst in Rom angestellt ist. Bei einem Überfall der Dänen auf Dorstadt flieht Freya nach Rom, Asta bleibt bei ihrem gewalttätigen Ehemann zurück. Freya verkleidet sich als Junge und findet Gerold tatsächlich, aber kurz danach kommen Gerold und der Papst bei einem Überfall ums Leben. Hinter dem Anschlag stecken Kardinal Anastasius und sein gedungener Mörder Hugo Abbas. Wieder muss Freya fliehen, dieses Mal zusammen mit der kleinen Cosima, der Tochter eines Freundes. Sie muss auch die Liebe ihres Lebens, Aristid, tot zurücklassen. In einem Nonnenkloster am Chiemsee findet sie Unterschlupf. Aber Hugo gibt keine Ruhe, er verfolgt Freya immer wieder und möchte sie umbringen. Wird Freya ihm entkommen können und findet sie nochmal ihr Glück in der Liebe? Es entspinnt sich eine Verfolgungsjagd auf Leben und Tod, aus der Freya mit Glück immer wieder entkommen kann. Aber auch die räuberischen Dänen geben keine Ruhe. Liebhaber von historischen Romanen kommen hier voll auf ihre Kosten, auch wenn die Handlung nicht neu und ziemlich vorhersehbar ist. Die Autorin hat sauber recherchiert und reale Persönlichkeiten aus dieser Zeit mit eingebaut. Ihr Stil liest sich flüssig und sie schafft es, ihre Leser in den Bann des Mittelalters zu ziehen.

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Das Cover dieses Kinderbuches sieht ganz lustig aus. Es zeigt in bunten Farben die Zeichnung eines Mädchens, das ein Handy in der Hand hält. Aus diesem Handy erscheint gerade eine Art Geist, der ein bisschen an Superman erinnert. Zum Inhalt: Die junge Franzi wünscht sich sehnlichst ein Handy, sie ist die letzte in ihrer Klasse, die keines hat. Ihre Eltern sind nicht gerade reich und schenken ihr lieber einen Hamster. Als Franzi in die weiterführende Schule wechselt, haben die Eltern ein Einsehen und schenken ihr ein altes, gebrauchtes Handy. Und dann gibt es für Franzi eine große Überraschung: Ihr Handy entwickelt ein Eigenleben, es kann sprechen und möchte Franzi zu allerhand illegalen Sachen überreden. Am liebsten möchte Dan, so nennt Franzi ihr Handy, einen Superchip, der unbegrenztes Datenvolumen enthält. Den müsste man aber aus einem Forschungslabor stehlen. Franzi gefällt mir als Charakter, sie steht mit beiden Beinen fest in ihrer Welt und lässt sich von Dan nichts aufschwatzen. Die Idee von einem sprechenden Handy finde ich nicht gerade brilliant und auch die Person von Lady Ballerina ist nicht überzeugend. Welches Kind von heute glaubt denn noch, dass die Gangsterin Bauwerke wie den Eiffelturm einfach auf den Mond schießen kann? Das finde ich etwas zu dick aufgetragen. Auflockernd und gelungen sind die Bleistiftzeichnungen bei den einzelnen Kapiteln. Sie gefallen mir ganz gut. Es scheint so, als ob dieser Band der Auftakt zu einer ganzen Reihe sein soll. Ich bin noch etwas unschlüssig, ob ich meiner Enkelin einen nächsten Band empfehlen soll.

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Das Cover dieses Kinderbuches zeigt die Zeichnung eines kleinen Jungen und seinen Hund, beide stehen auf Skateboards und haben offensichtlich Spaß. Zum Inhalt: Arthur wünscht sich sehnlich einen Hund, aber seine Eltern sind dagegen. Dann hat er eines Tages einen Hund bei sich zu Hause, der Arbeitskollege seines Vaters verreist und sucht eine Pflegestelle für eine Woche. Arthur darf Lucky versorgen. Dann passiert etwas Ungewöhnliches: Arthur und Lucky tauschen ihre Körper! Arthur ist jetzt ein Hund und Lucky ist ein Junge. Das kann ja nur lustig werden. Arthur lernt auf diese Weise viel über das Leben eines Hundes und Lucky kann die Zweibeiner besser verstehen. Das Lustige an der Geschichte ist, dass bei jedem neuen Kapitel die Perspektive zwischen den beiden und und gleichzeitig Luckys Verhalten als Mensch. Daraus ergeben sich logischerweise viele lustige Situationen, die für einen kindlichen Erstleser bestimmt amüsant sind. Aufgelockert wird die Geschichte mit kleinen Bleistiftzeichnungen. Die einzelnen Kapitel sind auch kurz gehalten, sodass kleine Leser nicht überfordert werden. Mir als Oma hat das Buch recht gut gefallen und ich denke, es wird auch meine Enkeltochter lustig finden.

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Das Buch hat ein eher unspektakuläres Cover. Es zeigt eine Meeresküste mit einem Haus auf einer Klippe. Dennoch ist es ein außergewöhnliches Büchlein, das mir als Thrillerliebhaberin zufällig in die Hände geraten ist und eigentlich gar nicht meinem Beuteschema entspricht. Die Hauptperson Kalmann lebt in Island im kleinen Ort Raufarhöfn, er ist 33 Jahre alt und bezeichnet sich selber als Jäger. Er macht Jagd suf Haie, die er dann zur Spezialität Gammelhai verarbeitet. Das ist eigentlich das Einzige, was er kann, er ist nämlich behindert. Trotz seiner Behinderung lebt er allein, seine Mutter ist sein gesetzlicher Vormund, lebt aber weiter weg. Eines Tages findet er im Schnee eine große Blutlache und Robert McKenzie vom Dorf ist verschwunden. Hat ihn vielleicht ein Eisbär gefressen? Aber kein Grund zur Sorge , so lautet Kalmanns Lieblingsmotto. Die Polizistin Birna versucht, den Fall zu klären, das ruhige Dorf kommt plötzlich in der Tagesschau. Kalmann hat Probleme mit dem Trubel, der sein beschauliches Leben stört. Aber er als selbst ernannter Sheriff versucht natürlich sein Bestes. Der Roman ist ganz aus Kalmanns Perspektive geschrieben, was den besonderen Reiz ausmacht. Seine Lebensansichten und Weisheiten sind manchmal verblüffend, aber einleuchtend. Er schleicht sich ganz langsam in die Herzen seiner Leser und man fühlt mit ihm, wenn er sich z.B. eine nette Frau wünscht. Sein Verhältnis zu seinem Großvater, der ihn aufgezogen hat und der jetzt im Heim lebt, ist sehr liebevoll. Jede Woche besucht er ihn, obwohl der Großvater ziemlich dement geworden ist. Der Fall Robert McKenzie wird am Schluss mit einer unerwarteten Wendung aufgeklärt. Es hat wirklich Spaß gemacht, diesen Roman zu lesen und Kalmann bekommt von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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Mit dem Cover und dem Titel dieses Romans konnte ich nicht viel anfangen, das Buch hätte in der Buchhandlung wahrscheinlich meine Aufmerksamkeit nicht bekommen. Aber der Autor steht natürlich für Qualität und ich muss sagen, er hat mich auch dieses Mal nicht enttäuscht, sondern sogar sehr gefesselt. Der Roman ist in sieben Teilen, aufgeteilt auf 585 Seiten, aufgebaut. Im Prolog lernen wir die Protagonisten kennen: Roy Opgard und seinen jüngeren Bruder Carl. Sie wohnen im kleinen Ort Os in Norwegen. Roy ist immer der Beschützer des kleineren Bruders. Im Prolog tötet er den Familienhund, als ihn Carl aus Versehen angeschossen hat. Beide Brüder geben vor dem Vater an, Carl habe das erledigt. Carl soll doch auch als Jäger glänzen wie Roy. Dann springt die Geschichte in die Zeit zwanzig Jahre später. Roy arbeitet als Automechaniker in der Tankstelle am Ort. Carl hat den Ort verlassen und möchte gerade wieder zurückkehren. Er hat große Pläne dabei, ein Wellnesshotel soll dem Ort viel Geld einbringen. Außerdem bringt er seine Frau Shannon mit, die das Hotel als Architektin entworfen hat. In vielen Rückblicken erfahren wir Einzelheiten über die Jugend und das Verhältnis der beiden Brüder. Carl ist immer der Sonnyboy, der Frauenheld, Roy muss ihn immer wieder aus Schwierigkeiten herausboxen, auch mit körperlicher Gewalt. Er liebt seinen Bruder und merkt nicht, dass ihn dieser auch oft ausnutzt. Auch die Einwohner des Ortes werden sehr genau dargestellt. Da ist der Polizist Olsen, dessen Vater aus mysteriöse Weise verschwunden ist, der Klempner Moe, der sich an seiner Tochter vergreift oder Erik Nerell, der Shannon ein Sexbild von sich schickt. Im vierten Teil platzt dann die erste Bombe: Roy hat seine Eltern getötet, er hat ihr Auto manipuliert, weil der Vater Carl sexuell missbraucht. Er möchte Carl immer noch beschützen. Die Geschichte der zwei ungleichen Brüder ist total spannend und in typischer Nesbö Art geschrieben. Als sich Roy auch noch in Shannon verliebt, ist es klar, dass das nicht gutgehen kann. Der Autor hat mich sehr gepackt, ich konnte das Buch kaum weglegen und kann es daher unbedingt empfehlen!

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Das Cover dieses Kinderbuches zeigt eine Nachtszene, in der zwei Jungen mit einer Taschenlampe herumleuchten. Das Buch ist auf 221 Seiten in 50 teilweise sehr kurze Kapitel eingeteilt. Aufgelockert wird die Handlung durch schwarz/weiße Bleistiftzeichnungen. Zum Inhalt: Der 10jährige Gustav bekommt für eine Woche einen Gast bei sich zu Hause: Ben, dessen Familie in Urlaub fährt. Das Problem für beide Jungs ist, dass sie einander überhaupt nicht leiden können. Sie sind einfach zu verschieden. Als Gustavs Familie Ben am Abend abholt, überfahren sie im Wald eine kleine Maus. Die Jungs nehmen sie mit nach Hause und wollen sie gesund pflegen. Dabei geschieht etwas Merkwürdiges: Zugleich mit der Maus kommt ein geheimnisvolles, wichtelartiges Wesen ins Haus, ein Fabel. Das Fabel kann seine Gedanken an die Maus übertragen und die Maus kann plötzlich sprechen. Daraus ergeben sich einige lustige Dinge, die auch für Verwirrung sorgen. Gleichzeitig merken die beiden Jungs, dass der jeweils andere gar nicht so blöd ist, wie sie gedacht haben. Das Fabel will unbedingt zurück in den Wald, es soll dort ein geheimnisvolles Fest stattfinden. Schaffen es die Jungs, das Fabel und die Maus ungesehen zurückzubringen und was geschieht im Wald? Fazit: Es handelt sich hier um eine lustige, amüsante und kindgerechte Geschichte über zwei Jungs, die mithilfe eines großen Abenteuers zueinander finden und doch noch Freunde werden. Die Geschichte zeigt, dass man auch jemanden akzeptieren kann, den man eigentlich nicht mag, weil er so anders ist als man selber. Und das Ganze entwickelt sich so nebenher, ohne den pädagogischen Zeigefinger zu erheben! Das hat mir sehr gut gefallen und ich kann das Buch auch Mädchen weiterempfehlen.

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