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Alle Rezensionen von fredfred

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Als ihr Vater stirbt, zieht das der Meeresbiologin Minke van Hoorn den Boden unter den Füßen weg. Sie gibt unmittelbar den geliebten Beruf auf und macht eine Ausbildung bei der Polizei. Tatsächlich erhält sie sogar die alte Stelle ihres Vaters. Er hatte einen guten Ruf, galt als Sherlock Holmes, weil er mit seinem messerscharfen Verstand eine hohe Aufklärungsquote hatte. Minke hat keine Chance auf einen geruhsamen Einstieg ins Berufsleben, denn direkt am ersten Tag schon wird sie mit einem Skelettfund konfrontiert, der schlagartig einen Jahrzehnte alten Unglücksfall in einen vorsätzlichen Mord verwandelt. Keine angenehme Situation im eigenen Bekanntenkreis nach Motiv und Mörder suchen zu müssen.   Da auf den Halligen wenig Menschen leben, gibt das der Autorin auch genug Spielraum, alle Personen sorgfältig auszuleuchten: -Minke, die zwar respektiert, aber doch eher noch mit einer Art Welpenbonus behaftet scheint -der wettsüchtige Banker mit seiner Rosamunde Pilcher-süchtigen Frau -Esther, die schöne disziplinierte Witwe -der alte Deichgraf, der noch sehr an Tradition und Vergangenheit hängt -so wie sein attraktiver Sohn, der ein Auge auf Minke geworfen hat. Zu dem Cold Case von früher kommt aktuell noch ein Entführungsfall dazu, und auch wenn es nach einer Doppelbelastung für Minke aussieht, führt genau das zur Aufklärung. Im Laufe der Handlung tritt immer mehr der schlechte Charakter des nach außen hin so geachteten Mordopfers ans Licht. Als Leser ist man immer nah am Geschehen. Auch das Besondere am Leben auf einer Hallig wird eindrucksvoll geschildert. Mir persönlich hat Minke van Hoorn sehr gut gefallen. Hoffentlich wird man noch mehr von ihr lesen können.

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Um es vorab zu sagen: die Stärke dieses Romans liegt im Flair Islands. Die Kargheit der Landschaft, das unberechenbare Klima und die Verschlossenheit der isländischen Seele kommt hier wunderbar zum Ausdruck. Allerdings ist die Protagonistin, Hulda, eine tragische Gestalt. Nach einer nicht unproblematischen Kindheit und einer schlimmen Ehe, steht sie nun am Ende ihrer Polizeikarriere. Sie war tüchtig, sie war ehrgeizig, dennoch sind ihr dümmere und faulere Männer bei der Beförderung immer vorgezogen worden. Nun soll sie vorzeitig ihren Schreibtisch räumen. Da sie weder Familie noch Freunde noch Hobbys hat, allenfalls die vage Aussicht auf eine Beziehung zu einem alleinstehenden Mann, bereitet ihr der Eintritt in die Pensionierung Alpträume. Als Gnadenfrist darf sie sich noch einem letzten alten Mordfall widmen. Mit gewohnter Routine kommt sie dem Täter beängstigend nahe, was sie in tödliche Gefahr bringt. Dieser Thriller endet allerdings nicht in einem aufsehenerregenden Showdown, sondern psychologisch perfide, leise und äußerst bedrückend, nachdem die Handlung ziemlich gleichförmig und ohne erkennbaren Spannungsbogen erzählt worden ist. Mir haben die Charaktere nicht sonderlich gut gefallen in dieser Geschichte, kaum jemand kommt sympathisch daher. Man begleitet Hulda zwar auf ihren Wegen, erfährt auch sehr viel Persönliches von ihr, dennoch bleibt sie bis zum Schluss auf Distanz zum Leser. Zwischenmenschlich sind die Fäden fein gesponnen, doch legt sich die Grundstimmung schwer und schwarz auf den Leser. Das Buch hat Stärken und Schwächen. Ich denke, dass es polarisierend sein wird und ich bin gespannt auf andere Rezensionen.

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Die junge Cellistin Estrella erhält von einem Bewunderer einen Umschlag zur sicheren Aufbewahrung. Dieser bleibt nicht lange in ihrem Besitz, sondern geht auf mysteriöse Weise schon innerhalb der nächsten Stunden verloren. Der Inhalt besteht aus uralten Noten, so viel konnte Estrella gerade noch erkennen und ihr gelingt es auch, die Melodie im Kopf zu behalten. Angeblich soll es sich um ein Originalmanuskript von Joseph Haydn gehandelt haben. Nun heften sich verschiedene gefährliche Männer auf Estrellas Fersen, um an dieses Notenblatt zu gelangen, dem heilsame Kräfte zugeschrieben werden. Für mich als Leser hat dieser Roman einige Highlights zu bieten: zum einen natürlich das Wiener Flair, aber auch die Verstrickungen von Geheimbünden in diese Angelegenheit, die schnell das Spannungslevel steigen lassen. Undurchsichtig, wer da alles die Finger mit im Spiel hat, jedenfalls sind es mächtige Leute mit immensen finanziellen Möglichkeiten rund um den Globus. Der Plot lehnt sich eng an Haydns Biografie an, was den Roman in meinen Augen besonders für Musikliebhaber interessant macht. Die Auflösung ist mir leider etwas zu simpel geraten, was aber meinen sehr guten Gesamteindruck nicht schmälert.

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Beim Kiwi-Verlag hab ich schon einige spannende Krimis entdeckt, die in Urlaubsregionen spielen. Jetzt bin ich auf die Leander Lost-Reihe gestoßen, in der Portugal als Schauplatz dient. Im Polizeiteam ermittelt ein deutscher Beamter mit, der auf den ersten Blick stark gewöhnungsbedürftig ist. Als Mensch mit Asperger Syndrom fällt er aus dem Rahmen, gewinnt aber sehr schnell das Herz des Lesers, weil er schonungslos offen ist und messerscharf kombinieren kann. Er ist quasi ein wandelndes Wikipedia. Seine staubtrockene Art sorgt für manche Situationskomik. Dass er zudem auch mutig ist, beweist er in dieser Folge, in der ein Bombenleger mit hehren Motiven das Umland von Faro terrorisiert. Nur Lost kann dessen kryptische Botschaften entschlüsseln und kontern.  Die Handlung wird actionreich erzählt, wobei auch Persönliches aus dem Leben der Kommissare mit eingeflochten wird. So findet man schnell einen Bezug zum Ermittlerteam.  Das wunderbare portugiesische Flair trägt einen Hauch Urlaubsstimmung in das Geschehen hinein. Wer schon mal in Portugal war, weiß das zu schätzen. Andererseits legen die Motive des Bombenlegers den Finger in eine offene Wunde. Überfischung, Korruption, das sind Wahrheiten, die auch in einem Urlaubsparadies ihre Schatten werfen. Für mich ist die Leander Lost-Reihe eine Entdeckung, die ich gerne weiterempfehle.

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Weil dieser Roman so ruhig und unspektakulär beginnt, fiel es mir schwer, mich einzulesen. Es geht um Sonja, die mit Kokainschmuggel versucht, eine Zukunft für sich und ihren Sohn zu erwirtschaften. Es geht auch um Agla, Sonjas spröde Geliebte, die wegen krimineller Bankmachenschaften ziemlich sicher im Gefängnis landen wird. Und als dritte Hauptperson zählt Bragis, der ältliche Zollbeamte, der sich wie ein Bluthund hinter Sonja klemmt, um ihr den Schmuggel nachzuweisen. Alle sind unglücklich gefangen in ihrer Lebenssituation, die weder Handlungsmöglichkeiten noch Auswege zulässt. Still und leise zieht dieses Netz der schicksalhaften Beziehungen den Leser in seinen Bann und plötzlich steckt man mitten in einem Spannungsbogen, ohne dass man gemerkt hat, wo er begonnen hat.  Die Autorin erzählt sehr sachlich, doch nachdem man Sonja und Agla und Bragis einmal näher kennengelernt hat, spürt man die Emotionen deutlich zwischen den Zeilen. Das Ende kommt ohne ein spektakuläres Finale aus. Dennoch ist es sehr befriedigend und die eigenen Gedanken beschäftigen sich noch eine Zeit lang mit den drei Hauptpersonen. Obwohl sie alle gegen das Gesetz verstoßen haben, erhofft man doch das Beste für sie. Das Netz ist ein außergewöhnlich ruhiger Krimi, eigentlich mehr ein Roman, für den ich mir noch etwas mehr isländisches Flair gewünscht hätte, aber den ich uneingeschränkt weiter empfehlen kann.

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Die beiden Vorgängerbände aus der amerikanischen Kleinstadt Holt sind mir leider nicht bekannt, doch auch ohne Vorkenntnisse habe ich mich direkt gut in dieser ländlichen Idylle zurechtgefunden, weil die Menschen eigentlich sehr einfach und geradlinig gestrickt sind. Die Hauptperson, Dad Lewis, hat nur noch wenige Tage zu leben. Er wird liebevoll von seiner Ehefrau und seiner Tochter umsorgt. Leider ist es ihm nicht vergönnt, auch noch Abschied von seinem Sohn zu nehmen, der als Paradiesvogel nicht in das enge soziale Gefüge gepasst hat und schnellstmöglich nach seinem Schulabschluss in der nahen Großstadt untergetaucht ist. Rund um Dad Lewis werden spotlightartig die Schicksale von Nachbarinnen und Angestellten erhellt. Wenn man genau hinsieht, ist es eine Aneinanderreihung von verpassten Gelegenheiten und ungelebten Träumen, die die Menschen jedoch nicht eine Depression getrieben haben, sondern die von ihnen mit Pragmatismus verdrängt beziehungsweise verarbeitet worden sind. Mir gefallen solche alltäglichen literarischen Begebenheiten. Für mich ist es ein rundum lesenswertes Buch, das man nicht so schnell vergisst.

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Moritz Lang ist ein junger Mann, den es aus purer Berechnung von Berlin an den Ammersee verschlägt. Sein Studium hat er abgebrochen, finanziell ist er abgebrannt. Aber er ist der geborene Politiker. In Nullkommanichts hat er die entscheidenden Leute um den Finger gewickelt, startet als Außenseiter im Landratswahlkampf steil durch und verprasst klammheimlich das Geld anderer Leute im fernen München. Zum Glück endet es für ihn nicht gut, denn der Krimi beginnt mit seinem Monolog als Wasserleiche .... Daran merkt man sofort, dass die Autorin einen sehr ironischen Blickwinkel auf diesen Mordfall und auf das Dorfleben ganz allgemein hat. Man liest sich gern durch die Geschichte, auch wenn der Mord eher zweitrangig ist. Vielmehr steht der schlitzohrige Charakter dieses feinen Herrn Lang im Vordergrund. Das ganze Ausmaß seiner Umtriebigkeit kommt erst auf den letzten Seiten heraus. Des Weiteren stehen die Frauen in seinem Dunstkreis im Blickpunkt, jede als weitere Schachfigur in seiner Lebensplanung. Keiner und keine merkt, wie Moritz sie alle an der Nase herumführt. Krimi mag ich diese bayrische Posse eigentlich nicht nennen, auch nicht Regionalkrimi. Denn in meinen Augen ist es eher ein witziges Porträt bayrischer Lebensweise. Mir hat es jedenfalls Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen.

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Dieses Buch behandelt das Schicksal von zwei sehr unterschiedlichen Frauen zu unterschiedlichen Zeiten. Monikas Lebensweg ist vorgezeichnet, als sie 1978 mit ihren Eltern nach Island in Urlaub fährt. Sie soll in die Firma ihres Vaters eintreten, nachdem sie ihren standesgemäßen Verlobten Peter geheiratet hat. Doch sie trifft auf Island den Mann ihrer Träume ... Im Jahr 2018 will sich Hannah zusammen mit ihrem Sohn auf Island von einem Schicksalsschlag und von dem Scheitern ihrer Ehe erholen. Sie wird schnell heimisch, findet Freunde und lernt auch einen geheimnisvollen Mann kennen. Vor allem aber deckt sie ein Familiengeheimnis auf, dass ihre Mutter und auch ihre Großmutter mit aller Macht viele Jahrzehnte gehütet haben. Karin Baldvinssons Liebe zu Island schimmert auf jeder Seite durch. Sie ist zwar eine Deutsche, aber sie kennt sich mit Land und Leuten aus. Deswegen halte ich ihre Beschreibungen für sehr authentisch. Die Handlung ist in etwas vorhersehbar, was mich aber zu keiner Zeit gestört hat. Monika und Hannah sind liebenswerte Frauen, und die Männer ihrer Herzen sind gestandene isländische Mannsbilder. Mir gefällt, wie die Liebesgeschichten sich entwickeln und auch, wie sich zeitgleich manch Ungereimtes aus Hannahs Kindheit aufklärt. Der Sommer der Islandtöchter ist ein sehr unterhaltsamer Roman, der romantisch ist, ohne sich dabei in Herzschmerz und gekünstelten Verwicklungen zu verlieren.

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Die Scilly-Inseln sind eine Inselgruppe vor der malerischen Küste Cornwalls. Hier leben nicht sehr viele Menschen, aber man kennt sich, man hilft sich und man hält zusammen. Zugereiste finden nicht so einfach Zugang zu dieser eingeschworenen Gemeinschaft. In diesem Umfeld arbeitet Detective Inspector Ben Kitto. Einer dieser Zugereisten findet im Feuer ein schreckliches Ende. Schnell richtet sich der allgemeine Verdacht auf einen behinderten Außenseiter, auch wenn bekannt ist, dass er ein sanftmütiges Naturell hat. Es gibt noch mehr Gewalttaten gegen Menschen, die nicht auf der Insel geboren wurden. Alle begleitet von kryptischen Botschaften in der ausgestorbenen kornischen Sprache. Der Autorin gelingt es gut, diese spezielle Atmosphäre der Inseln einzufangen. Vor allem der soziale Zusammenhalt der Menschen ist beeindruckend. Alle sind zwar misstrauisch und wachsam, aber die Stimmung kippt nie. Im Prinzip könnte jeder ein Motiv haben, einige verschweigen etwas, aber es ist kaum möglich, eine Spur zu finden. Bis zuletzt steigert sich die Spannung und die Auflösung ist genial. Mir hat der Ermittler Ben Kitto gut gefallen. Obwohl nur wenige Inseln entfernt aufgewachsen, gilt auch er als Zugereister, was ihm die Ermittlungsarbeit zusätzlich erschwert. Gern möchte ich mehr von ihm und seinem pfiffigen Hund lesen!  

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Weil dieses Buch als Spiegel-Bestseller firmiert, habe ich wohl leider zu hohe Ansprüche gehabt. Julia, eine erfolgreiche junge Frau fährt mit ihrer Mutter und deren zwei Schwestern nach Sylt, weil sie das vom Vater geerbte Haus in Besitz nehmen will. Leider wohnt überraschenderweise die langjährige Geliebte des Vaters noch dort, was zu allerhand Verzögerungen führen wird. Sprachlich ist das Buch tadellos, und auch die schönen Landschaftsbeschreibungen konnten mich begeistern. Leider ist der Plot doch sehr vorhersehbar gestrickt. Die Charaktere sind streng unterteilt in gut und böse und man wartet als Leser sehnsüchtig darauf, dass auch bei Julia endlich der Groschen fällt. Das geschieht zum Glück noch, bevor das Buch zu Ende ist. Ich habe die Hörbuchversion vorliegen gehabt. Trotz meiner Kritik habe ich mich nicht gelangweilt, auch wenn es der Sprecherin etwas an Lebendigkeit gefehlt hat. Da auch der Spannungsbogen sich im Verlauf der Handlung etwas steigern konnte, vergebe ich gut gemeinte 4 Lesesterne.

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