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Alle Rezensionen von tansmariechen

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Emma Bergmann ist Feuer und Flamme. Sie möchte unbedingt studieren. Es ist das Jahr 1908. Endlich werden Frauen an den Universitäten zugelassen. Mit ihren Eltern lebt sie in Metz. Diese möchten für sie nur das Beste. Emma soll eine gute Ehefrau werden und in eine angesehene Familie einheiraten. Sie stellen ihr Carl Seidel vor. Emma und Carl verlieben sich auf den ersten Blick in einander. Carl soll das Fuhrunternehmen seines Vaters übernehmen. Doch Carl träumt von der ersten Senffabrik in Elsass-Lothringen. Emma unterstützt ihn, wo sie nur kann. Die Schwierigkeiten scheinen unüberwindlich zu sein. Dann ist da noch Antoine, der beste Freund von Carl. Antoine droht einen Keil zwischen Emma und Carl zu schlagen. Wird Emma diese Hürden meistern können? Mit dem 528 Seiten starken, historischen Roman "Die Senfblütensaga - Zeit für Träume" hat Clara Langenbach den 1. Teil ihrer 3-teiligen Senfblütensaga am 28.04.2021 gemeinsam mit dem Fischer Taschenbuch Verlag veröffentlicht. Das Cover ist einfach wunderschön. Die dominierenden Farben sind in gelb und lila gehalten. Emma schaut nach rechts oben und ist passend für eine Frau um 1900 gekleidet. Ich lese sehr gerne historische Romane, die sich mit einer inhaltlichen Thematik befassen. Bei Senf hatte ich bereits Grundkenntnisse, denn ich habe mich vor einigen Jahren intensiver mit der Faszination "Senf" beschäftigt. Senf ist für mich keine Würzpaste. Clara Langenbach versteht es mit ihrem flüssigen Schreibstil geschickt einen Spannungsbogen zu gestalten, der mich bereits mit den ersten Sätzen gefesselt und dann nicht mehr losgelassen hat. Ich konnte ihn einfach nicht mehr aus der Hand legen, da ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht. Die starke Persönlichkeit von Emma ist mit einem Freigeist, einem gewissen Stolz, Temperament und Energie ausgestattet. Eine Mischung, die sie mir sympathisch macht. Mit einer Energie die unermüdlich zu sein scheint nimmt sie jedes Hindernis, sei es auch noch so schwierig, in Angriff. Wenige sind das nicht. Sie hat sich meinen Respekt verdient. Carl liebt die Herstellung von Senf, vor allem den Geruch. Für Carl steht die Qualität an erster Stelle. Das ist sehr spannend, so gibt es z. B. Menschen, die 7 verschiedene Stufen von süß schmecken können. Antoine hat mir manchmal Angst gemacht. Alle Haupt- und Nebenfiguren sind von der Autorin sorgfältig aufgebaut und ihre Handlungen sind zu jeder Zeit nachvollziehbar, wenn auch nicht immer nett und freundlich. Clara Langenbach unterhält mit einer gelungenen Mischung aus Liebe, Spannung, Wissen und Geschichte in einer ausgezeichneten Art und Weise. Sie thematisiert die Rolle der Frau um 1900. Mit Emma hat sie eine starke Protagonistin geschaffen, die mit einem Unternehmergeist geboren ist und für ihre Träume kämpft. Mit diesem historischen Roman habe ich viele unterhaltsame und interessante Lesestunden verbracht. Ich freue mich auf den 2. Teil der Senfblütensaga.

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Ela lebt in einer langjährigen Beziehung mit ihrem Lebensgefährten Sven. Ganz glücklich ist sie nicht, denn Sven tut alles für seinen beruflichen Erfolg und Ela ist oft allein zuhause. Ihre Arbeit als Floristen schätzt Sven nicht besonders. Als sie einen Nachmittag mit ihrer Freundin Liz verbringt, fällt ihr ein altes Foto in die Hände. Ein Bild von Timo. Timo mit den leuchtend blauen Augen, in denen Ela versunken ist, wie im Meer. Vor Jahren ist Timo nach Amerika gegangen. Er hat Ela sein Liebe gestanden. Sie hat ihm gesagt, sie liebe ihn nicht. Knapp 9 Jahre später treffen Timo und Ela sich zufällig wieder. Ela verliert sich in seinen blauen Augen. Als wäre es gestern gewesen, sind alle Gefühle wieder da. Sie werden von ihren Gefühlen übermannt. Doch ahnen sie nicht, wie wenig Zeit ihnen bleibt. Den Roman "Wenn es uns gegeben hätte" hat Josefine Weiss am 14. April 2021 gemeinsam mit dem FeuerWerke Verlag herausgebracht. Das wunderschöne Cover ist in zarten Pastelltönen gehalten zeigt rosa Blüten auf hellblauem Grund. Auf dem Cover sind Regentropfen zu sehen, die an Tränen erinnern. Der Titel ist in Schreibschrift geschrieben. Der Name der Autorin ist gut lesbar. Mich hat Josefine Weiss mit ihrem modernen Schreibstil gleich mit in ihren Roman genommen. Sie erzählt uns eine Geschichte über die große Liebe. Ela und Timo werden von ihren Gefühlen übermannt und ahnen nicht, wie wenig Zeit ihnen bleibt. Ela hat eine freundliche und hilfsbereite Persönlichkeit, die ich gleich mochte. Timo versucht alles, damit Ela glücklich werden kann. Die Autorin hat die beiden Persönlichkeiten mit einer Mischung aus tiefen Gefühlen und dem großen Glück gelungen eingefangen. Sie beschreibt den großen Mut, der aus der tiefsten Verzweiflung entstehen kann und erlaubt dem Leser den Moment zu fühlen. Sie führt uns über eine Achterbahn der Gefühle zu dem Wissen, dass alles Glück der Welt in dem Moment zu finden ist. Mit "Wenn es uns gegeben hätte" ist Josefine Weiss ein ausgezeichnetes Debüt gelungen. Diese Liebesgeschichte fesselt mit einer gelungenen Mischung aus tiefen Gefühlen, berührenden Moment und einer passenden Portion Tragik ohne dabei zu irgendeiner Zeit kitschig zu werden.

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Leo überrascht Helen mit einem spontanen Urlaub. Helen kommt nur widerwillig mit. Sie ist gerade erst mit ihrem Café gescheitert und steht kurz vor einer neuen, wichtigen Präsentation. Sie bewirbt sich für die Bewirtschaftung einer Kantine. Und dann auch noch eine Autopanne! Helen und Leo stranden in der Provence und kommen in dem familiär geführten Hotel "Auberge de Lilly" unter. Helen möchte nur noch nach Hause, doch die Autoreparatur ist nicht ganz einfach. Notgedrungen macht sie sich auf den Weg ins Nachbardorf, entdeckt dort einen kleinen, verwaisten Lavendelladen und findet gefallen an dem Ladenbesitzer Marcel. Mit "Lavendeltage in der Auberge de Lilly" hat Marion Stieglitz den 2. Teil zu ihrem Buch "Das kleine Hotel in der Provence" gemeinsam mit dem atb-Verlag am 15. März 2021 herausgebracht. Dieser Roman kann ohne Vorkenntnisse des ersten Bandes gelesen werden. Das Cover ist einfach wunderschön: Ein gedeckter, einladender weißer Tisch in harmonischen Farben. Im Vordergrund ein paar wilde Blumen in orange und lila. Dahinter eine typische Landschaft aus der Provence mit einem Landhaus rechts und einem Lavendelfeld links. Der blaue, leicht bedeckte Himmel setzt den in lila Blockbuchstaben gedruckten Titel gut in Szene. Auberge de Lilly erinnert mich in seiner Schreibschrift an einen klassischen Hotelnamen, der Harmonie und ein Wohlfühlgefühl durch die Lavendelfarbe in mir auslöst. Lilly scheint sehr viel Wert auf das Wohl ihrer Gäste zu legen. Auf Anhieb habe ich mich von dem flüssigen und bildhaften Schreibstil der Autorin in die Provence entführen lassen. Helen mochte ich gleich. Sie versucht es allen recht zu machen und hat sich dabei verzettelt. Leos gut gemeinte Idee zu einem Kurzurlaub kommt ihr alles andere als gelegen. Schnell habe ich mich in dem Hotel "Auberge de Lilly" eingelebt und mit Helen Land und Leute kennengelernt. Lilly und Paula habe ich gleich in mein Herz geschlossen. Auch Marianne hat mir gut gefallen. Alle Haupt- und Nebenfiguren sind sorgfältig aufgebaut und es sind nicht alle nett. Ihre Handlungen sind zu jeder Zeit nachvollziehbar und wirken manchmal leicht chaotisch, so dass es zu einigen amüsanten Szenen und Verwicklungen kommt ohne dabei zu irgendeiner Zeit lächerlich zu werden. Die Geschichte entwickelt sich langsam, nimmt dann Fahrt auf und kommt zu einem Ende, das mich überrascht hat, hervorragend passt und Raum für einen 3. Teil lässt. Am Ende schlägt mein Küchenherz höher. Marion Stieglitz hat ein paar sorgfältig ausgesuchte Rezepte mit Lavendel hinzugefügt und sicherlich werde ich den Schafskäse und die Fruchttarte bei nächster Gelegenheit ausprobieren. Marion Stieglitz hat mit einer geschickten Mischung aus Liebe, Spannung und Humor einen romantischen Unterhaltungsroman für alle Sinne geschrieben, mit dem ich ein paar erholsame und aromatische Lesestunden in der Provence verbringen durfte. Eine klare Leseempfehlung für alle Freunde des Wohlfühlromans!

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Carmen Munar wird befördert und von Palma nach Inca versetzt. Als neuer Sargento muss sie sich bereits an ihrem ersten Arbeitstag mit einem ungewöhnlichen Todesfall auseinandersetzen. Ein Mann ist verblutet. Er wurde von einem Zuchteber in den Oberschenkel gebissen. Carmen glaubt an einen Unglücksfall, doch da ist noch ihr Ex-Mann und Tierarzt Peter. Peter äußert Zweifel. Carmen wird misstrauisch und muss sich neben den Ermittlungen zum Tod des Mannes noch mit einem Schatten aus ihrem letzten Fall auseinandersetzen. Sie wird gestalkt. Wird es ihr gelingen, den Todesfall aufzuklären und in Inca Fuß zu fassen? Den Kriminalroman "Tod auf der Finca" hat Alex Conrad gemeinsam mit dem Verlag CW Niemeyer am 1. März 2021 herausgebracht. Das Cover zeigt den Umriss von Mallorca. Es scheint, als säße jemand in einer dunklen Höhle mit einem kleinen Ausguck auf ein älteres Gebäude im Mittelmeerraum. Die Eisenpforte zeigt, dass dort kein Zugang sein sollte. Das Wetter ist sonnig, im Hintergrund ein paar Wolken. Das Thema Mittelmeer ist gut eingefangen. Das Wort Tod springt mir in weißen Blockbuchstaben entgegen. Der flüssige Schreibstil von Alex Conrad hat mir den Einstieg leicht gemacht. Dieser Regionalkrimi spielt auf Mallorca und hat mich über die Insel geführt. Viele Orte kannte ich und ich habe mich gerne an sie erinnert. Carmen und Peter mochte ich auf Anhieb. Beide sind mit ihrem Beruf verheiratet, getrennt und dennoch befreundet. Da in diesem Fall ein Zuchteber eine wichtige Rolle spielt und Peter sich eigenmächtig einmischt, sind Konflikte vorprogrammiert. Im Vordergrund stehen Carmens Ermittlungen. Ihre Schwierigkeiten mit Peter und ihrem neuen Team sorgen für Unterhaltung am Rande. Recht schnell hatte ich eine Idee, wer den der Täter seien könnte und es kam dann doch ein wenig anders. Langeweile kam nicht auf, denn die Autorin hat mich immer wieder mit neuen Informationen versorgt und mich neu nachdenken lassen. So habe ich viele interessante Lesestunden gemeinsam mit Carmen verbracht und nebenbei einiges über die mallorquinische Kultur, die Kulinarik und das mallorquinische Schwein gelernt, was mir sehr gut gefallen hat. Alex Conrad hat mit Carmen Munar eine sympathische Ermittlerin geschaffen, die mit "Tod auf der Finca" ihren ersten Fall löst. Sie transportiert geschickt das mallorquinische Lebensgefühl in die literarische Welt. Von mir eine klare Leseempfehlung für alle Freunde des Regionalkrimis, die Lust auf ein paar unterhaltsame Lesestunden auf Mallorca haben und auch mal schmunzeln mögen.

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Eines Tages geht Marlene ohne ein Wort. Sie lässt ihren 6-jährigen Sohn Antoine alleine zurück. Charlotte, eine Nachbarin, nimmt Antoine bei sich auf und zieht ihn auf. Charlotte ist Krankenschwester auf der Neugeborenenstation. An einem Tag werden 2 Mädchen geboren. Eines kräftig und gesund. Eines schwächlich und krank. Während Charlotte beide Neugeborene versorgt, steht der Vater des schwächlichen Mädchens vor ihr. Er fordert Charlotte auf, die Kinder zu tauschen. Sonst würde er in seiner Funktion als Richter dafür Sorge tragen, dass Charlotte Antoine in ein Waisenhaus geben muss. Charlotte tauscht die Kinder aus. Diese Entscheidung hat Einfluß auf alle Betroffenen, die dennoch dem geheimen Plan des Lebens unterliegen. Den Roman "Die Farbe vom Glück" hat Clara Maria Bagus gemeinsam mit dem Verlag Piper am 2. November 2020 herausgebracht. Das wunderschöne Cover zeigt die einen orangenen Kreis von dem aus viele Vögel in alle Richtungen aufbrechen. Clara Maria Bagus hat mir mit ihrem flüssigen und bildhaften Schreibstil den Einstieg in ihren Roman leichtgemacht. Schnell war ich mit Antoine, Charlotte, Jules, Louise und Florentine vertraut. Von Beginn hat mich ihre Geschichte gefesselt und zu jeder Zeit konnte ich die Handlungen der einzelnen Personen nachvollziehen. Es ist sehr interessant, den einzelnen Personen in ihren Geschichte zu folgen und mit ihnen ihr Leben zu Leben und zu sehen, wie alles miteinander verknüpft ist. Dieser Roman macht Mut zu Hoffen, zu Verzeihen und zu Lieben. Mit "Die Farbe vom Glück" hat die Autorin einen wunderbaren Roman geschrieben, der an ein modernes Märchen erinnert und uns Mut zu Hoffen macht. Eine klare Leseempfehlung für ein Stück vom Glück!

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Die junge Ärztin Liv arbeitet seit Monaten pausenlos in der Berliner Charité. Mit ihrer einstigen Geselligkeit ist es nicht mehr weit her. Sie sehnt sich nach Ruhe. Erschöpft fällt ihr Blick auf eine Stellenanzeige. Auf der Roseninsel im Starnberger See wird ein Verwalter für 4 Wochen gesucht. Kurzerhand bewirbt sie sich und bekommt die Stelle. Sie reicht in der Klinik Urlaub ein und macht sich auf den Weg nach Starnberg. Ihre einzige Verbindung zur Außenwelt ist ein Ruderboot und Johannes, der Sohn des Wirts, der ihr regelmäßig die bestellten Lebensmittel bringt. Gerade angekommen fällt Liv eine schwere Büste unglücklich herunter und zersplittert den alten Holzboden. Sie versucht den Schaden zu beseitigen und findet eine getrocknete Rose und ein altes Tagebuch, dass Sie zu Magdalena in das Jahr 1889 führt. Den Roman "Die Roseninsel" hat Anna Reitner am 29. März 2021 gemeinsam mit dem ullstein Verlag herausgebracht. Das wunderschöne Cover zeigt die Roseninsel im Starnberger See. Anna Reitner ist das Pseudonym einer deutschen Autorin, die sich besonders für die bayrische Geschichte des 19. Jahrhunderts interessiert. Mich hat sie mit ihrem flüssigen Schreibstil gleich gefesselt. Sie erzählt ihre Geschichte in 2 Zeitsträngen. Mit Liv erleben wir die Gegenwart. Sie arbeitet sich in ihre Aufgaben ein und widmet sich ihren Aufgaben auf der Insel. Schnell wird klar, dass sie aus Berlin geflohen ist. Die Frage nach dem "warum" bleibt lange offen. Mit ihr lesen wir in dem Tagebuch von Magdalena, die als nicht eheliche Tochter des bayrischen Königs Otto im Jahr 1889 auf der Insel gelebt hat. Diese tragische Geschichte hat eine fast magische Anziehung auf mich ausgeübt, so dass ich kaum beim Lesen pausieren konnte. Ich musste einfach immer weiter lesen. Liv beginnt sich intensiver mit Magdalenas Leben zu beschäftigen, stellt Fragen und nähert sich Johannes und seiner Familie an. Mit "Die Roseninsel" ist Anna Reitner ein ausgezeichneter Roman gelungen. Diese Geschichte fesselt mit einer gelungenen Mischung aus spannender Unterhaltung, einem Ausflug in die bayrisch königliche Geschichte um 1889, einem wildromantischen Setting und der richtigen Portion Liebe ohne dabei jemals kitschig zu werden. Daumen hoch!

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In Sichtweite zu Dänemark, am Ostseestrand der Halbinsel Holnis, wird die Leiche eines Mannes gefunden. Die Leiche ist schrecklich entstellt. Der Zeitpunkt könnte kaum schlechter sein, denn der Start der Touristensaison steht kurz bevor. Das neu zusammengestellte Team Ina Drews und Jörn Appel von der Flensburger Mordkommission steht vor einem schwierigen Start. Und unter dem wachsamen Auge des Innenministers. Mit dem Kriminalroman "Zwischen Mord und Ostsee" hat der Autor Thomas Herzberg gemeinsam mit dem FeuerWerke Verlag am 25. März 2021 den 1. Teil einer neuen Küstenkrimireihe veröffentlicht. Das Cover zeigt eine typische Küstenlandschaft mit aufgewühltem Meer, einem kleinen Ort und einem Leuchtturm. Es ist in den düsteren Farben des Meeres gehalten: Schwarz, dunkelblau, blau, hellblau und ein wenig weiß. Titel und Autor sind leicht lesbar und heben sich gut aus ihrem Umfeld hervor. Der Zusatz "Küstenkrimi" weist gleich auf das Genre hin. Der flüssige und bildhafte Schreibstil von Thomas Herzog hat mir den Einstieg leicht gemacht. Zu Ina und Jörn habe ich gleich einen Zugang bekommen. Beide haben es im Alltag nicht ganz einfach. Inas Mutter ist in einem Heim für Demenzkranke untergebracht. Ihre Schwester Heike hat eine Tochter Dini in der Pubertät und finanzielle Schwierigkeiten, seit sie sich von ihrem Mann getrennt hat. Der Ex-Mann von Heike ist der neue Partner von Ina: Jörn Appel. Positiv kann ich sagen, dass die persönlichen Beziehungen und Verwicklungen den Rahmen bilden, der Hauptaugenmerk in diesem Buch jedoch auf der Ermittlungsarbeit liegt. Mit diesem Buch habe ich einige Lesestunden verbracht in denen ich mich zu jeder Zeit sehr gut unterhalten gefühlt habe. Es beginnt spannend, es bleibt spannend und es ist bis zum Ende spannend. Während Ina und Jörn lange im Dunkeln tappen und der Druck von oben durch den Innenminister stetig zunimmt, haben die Leser es etwas leichter. Denn der Autor schleust einzelne Erzählpassagen durch eine andere Person ein, so dass wir die Richtung bereits ahnen können. Die Spannung leidet darunter nicht und die Erzählung wird aufgelockert. Thomas Herzberg hat mit "Zwischen Mord und Ostsee" einen spannenden und handwerklich sehr guten Regionalkrimi geschrieben. Mit Ina Drews und Jörn Appel hat sich ein sympathisches Team zusammengefunden, dass Lust auf Meer macht! Somit kann ich eine Leseempfehlung für alle Liebhaber des Genres Küstenkrimi aussprechen.

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Ann macht Urlaub auf Langeoog. Urlaub? Ihr Urlaub ist schnell vorbei. Denn kaum ist sie auf Langeoog angekommen, wird Astrid Thoben ermordet am Strand aufgefunden. Ann, Frank und Rupert nehmen die Ermittlungen auf. Die Ermittlungen beginnen gerade, da gibt es schon eine 2. Frauenleiche auf Langeoog. Damit ist Ann klar, hier treibt ein Serienmörder sein Unwesen! Hilfe kommt von unerwarteter Stelle. Ausgerechnet der verurteilte Serienmörder Dr. Bernhard Sommerfeldt bietet ihr seine Hilfe an. Wie reagiert Ann? Nimmt sie an? Kann sie das Töten beenden? Mit "Ostfriesenzorn" hat der Autor Klaus-Peter Wolf den 15. Teil seiner Ostfriesenkrimi-Reihe "Ann Kathrin Klaasen ermittelt "gemeinsam mit dem Verlag GoyaLit am 11. Februar 2021 herausgebracht. Der Krimi kann unabhängig von den anderen Teilen gehört werden. Für Seiteneinsteiger wäre eine kurze Personenliste empfehlenswert. Das Cover hat meine Blick gleich auf sich gezogen. Auf den ersten Blick ist es als Küstenkrimi erkennbar. Farblich ist es hauptsächlich in den Farben blau und schwarz gehalten und wirkt somit wie ein Blick auf einen abendlichen Küstenabschnitt mit einem roten Badehaus, über dem sich dunkle Wolken bedrohlich zusammen ziehen. Der Titel "Ostfriesenzorn" ist in hellblauen Blockbuchstaben geschrieben. Der Name des Autors leuchtet in weißer Blockschrift über allen. Dies war mein erstes Hörbuch von Klaus-Peter Wolf. Es ist eine Autorenlesung. Als Fan dieser Reihe habe ich alle anderen Teile gelesen. Sommerfeldt und Rupert waren bisher für mich Charaktere, mit denen ich wenig anfangen konnte. Sommerfeldt war mir zu abgefahren . Ein niedergelassener Hausarzt, der die Probleme seiner Patientinnen löst, in dem er ihre Männer tötet. Ist doch irre, oder? Rupert ist so ein Macho, wer mag den so einen? Nun nach diesem Hörbuch habe ich meine Meinung geändert, denn dieses Hörbuch macht unheimlich viel Spaß! Klaus-Peter Wolf erzählt in aller Seelenruhe eine ganz normale Geschichte. Während der Zuhörer sich in Sicherweit wiegt und die idyllische Beschreibung der Landschaft genießt, durchdringt eine Seilschlinge einen Frauenhals. Und schwupps, ist es vorbei mit der Idylle. Mir gefällt die Art und Weise, wie er seine Stimme einsetzt, um die vielen, liebevollen Details aus dem ostfriesischen Leben in Szene zu setzen. Ihm zuzuhören fühlt sich an, wie Urlaub in Ostfriesland! Klaus-Peter Wolf hat mit dem Hörbuch "Ostfriesenzorn" einen aus der Masse herausragendes Hörbuch auf den Markt gebracht, dass mich zu jeder Zeit ausgezeichnet unterhalten hat und Lust auf Meer macht!

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In Hamburg könnte es für Emma nicht besser laufen. Sie ist erfolgreich als Autorin in die Verlagswelt eingestiegen und ihre Bücher verkaufen sich bestens. Ihr erster Roman soll verfilmt werden. Ihr Freund Mark macht ihr einen Heiratsantrag. Das Leben könnte so schön sein, wäre da nicht noch eine alte Geschichte. Emma hat damals heimlich ihren Jugendfreund Michael geheiratet und muss nun diese Ehe annullieren lassen. Doch Michael ist irgendwie so gar nicht hilfreich. Den Roman "Seeluftliebe: Küsse am Strand" hat Nele Hansen gemeinsam mit dem Verlag dp Digital Publishers GmbH am 25. Februar 2021 als eBook herausgebracht. Nele Hansen ist das Pseudonym des Autors Thomas Tippner. Das Cover zeigt ein Reetdachhaus im friesischen Stil an einem schönen Ostseeküstenstrand. Ein Bauerngarten mit einheimischen Blumen sorgt für einen romantischen Hauch. Am leicht bedeckten Himmel lassen sich Möwen im Wind treiben. Der Titel des Romans ist mit pinker Schreibschrift locker in den Himmel geschrieben. Mit dem Einstieg in diese Geschichte habe ich mich schwer getan. Nele Hansen beschreibt in einem ruhigen und aufgeregten Schreibstil die erfolgreich aufstrebende Künstlerin Emma, die alles erreicht hat und dennoch gestresst erscheint. In Eckernförde angekommen muss sie sich all den Dingen stellen, vor denen sie damals davon gelaufen ist. Emma kommt in dem Gasthaus bei Ralf (dem Bruder ihres Ex-Mannes) unter und lernt seine Kinder kennen. Ralph kümmert sich um seine Kinder, die den Tod der Mutter verschmerzen müssen. Es zeigt sich, dass das Weiterleben mit dem Verlust gar nicht so einfach ist. Der zweite Abschnitt gefällt mir schon deutlich besser, denn zum ersten Mal zeigt Emma nicht nur ihre empfindsame und bedürftige Künstlerseele sondern auch ihre Gefühle. Sie stellt fest, dass ihr heimlich geheirateter Mann Michael ihr nicht völlig gleichgültig ist. Mit der Hilfe ihrer Nichte Lisa erlebt Emma zum ersten Mal bewusst die Wirkung von Hilfsbereitschaft, Dankbarkeit und Liebe und beginnt über ihr Leben nachzudenken. Der 3. Abschnitt hat mich dann voll gefesselt, so dass ich unbedingt weiterlesen musste. Insgesamt sind die meisten Passagen leicht nachvollziehbar und die Charaktere sind gut angelegt. Nele Hansen hat eine ergreifenden Roman über die Liebe und den Mut zur Wahrheit geschrieben und diesen in die betörende Landschaft der Ostseeküste von Eckernförde gerahmt. Ich habe mich über mehrere Lesestunden sehr gut unterhalten gefühlt. Glück ist, was man daraus macht.

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In dem kleinen, verkehrsberuhigtem Dorf Herzbach mit einem idyllischen Marktplatz wird eine alte Münze gefunden, die die Archäologin Hannah nach 20 Jahren wieder in ihre alten Heimat führt. Sie reist mit ihrem Kollegen Kai und einem unguten Gefühl in der Magengegend an. Werden ihr die Herzbacher die einstige Trennung von ihrem Freund Jascha heute noch übel nehmen? Doch dann kommt Hannahs Kollege Kai ins Spiel. Amelie verliebt sich in Hannahs charmanten Kollegen. Doch die Buchhändlerin Amelie kämpft nicht nur mit ihren Gefühlen für Kai. Ihr Großvater hat ihr im Fieberwahn ein düsteres Familiengeheimnis verraten, das in dem Waldstück versteckt liegt, in dem Hannah und Kai ihre Ausgrabungen starten wollen. Amelie will diese Ausgrabung unbedingt verhindern. Mit "Der kleine Brunnen der guten Wünsche" hat Janina Lorenz gemeinsam mit dem Piper-Verlag am 1. März 2021 den 3. Teil ihrer Herzbach-Reihe herausgebracht. Dieser Roman kann ohne Vorkenntnisse der ersten beiden Bände gelesen werden. Das romantische und märchenhafte Cover zeigt Amelies Buchhandlung. Davor eine weiße Sitzbank mit einem roten Kater. Der Titel des Buches in pinker Schreibschrift deutet bereits auf ein Wohlfühlbuch hin. Auf Anhieb habe ich mich von dem flüssigen und ruhigen Schreibstil der Autorin nach Herzbach entführen lassen. Ich habe mich dort gleich wohl gefühlt und die leicht eigensinnigen Dorfbewohner kennen- und liebengelernt. Amelie habe ich in mein Herz geschlossen. Sie hat die Buchhandlung ihres Großvaters übernommen anstatt einem beruflichen Angebot eines Hamburger Verlages zu folgen. Mit Hannah habe ich mitgefühlt, denn sie hat wegen der Trennung von Jascha ein schlechtes Gewissen. Hier zeigt sich, dass davonlaufen selten eine gute Lösung ist, denn schon ein Gespräch mit Jascha vor 20 Jahren hätte sicherlich nicht geschadet. Es gibt noch mehrere Missverständnisse aufzuklären und so wird es in Herzbach auf keiner Seite langweilig. Neben dem kleinen Brunnen auf dem mittelalterlichen Marktplatz spielt auch die Neuerscheinung des Thrillers "Dark Secrets" von Henry Miles und der Bahlsenkeks eine Rolle. Welche? Lasst Euch überraschen. Janina Lorenz hat mit einer geschickten Mischung aus Spannung, Humor und Liebe einen Unterhaltungsroman geschrieben, mit dem ich einige erholsame Lesestunden in Herzbach verbringen durfte.

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