eBook.de : Ihr Online Shop für eBooks, Reader, Downloads und Bücher
Connect 01/2015 eBook-Shops: Testsieger im epub Angebot, Testurteil: gut Die Welt: Kundenorientierte Internetseiten Prädikat GOLD
+49 (0)40 4223 6096
€ 0,00
Zur Kasse

Der Modigliani-Skandal

Roman. 1. Aufl. 2010.
Sofort lieferbar (Download)
eBook ePub

Dieses eBook können Sie auf allen Geräten lesen, die epub-fähig sind, z.B. auf den tolino oder Sony Readern.

Häufig gestellte Fragen zu epub eBooks

eBook € 8,99* inkl. MwSt.
Print-Ausgabe: € 11,00
Verschenken
Machen Sie jemandem eine Freude und
verschenken Sie einen Download!
Ganz einfach Downloads verschenken - so funktioniert's:
  1. 1 Geben Sie die Adresse der Person ein, die Sie beschenken
    möchten. Mit einer lieben Grußbotschaft verleihen Sie Ihrem
    Geschenk eine persönliche Note.
  2. 2 Bezahlen Sie das Geschenk bequem per Kreditkarte,
    Überweisung oder Lastschrift.
  3. 3 Der/die Geschenkempfänger/in bekommt von uns Ihre Nachricht
    und eine Anleitung zum Downloaden Ihres Geschenks!
Dieses eBook ist auch verfügbar als:

Produktdetails

Titel: Der Modigliani-Skandal
Autor/en: Ken Follett

EAN: 9783838703503
Format:  EPUB ohne DRM
Roman.
1. Aufl. 2010.
Übersetzt von Günter Panske, Günter Panske, Ken Follett
Bastei Entertainment

13. Juli 2010 - epub eBook - 271 Seiten

Die junge Engländerin Dee und ihr amerikanischer Freund Mike stoßen in Paris auf die Spur eines verschwundenen Meisterwerkes - ein Bild des berühmten Malers Amedeo Modigliani. Aber es machen noch andere Jagd auf die kostbare Beute, und sie schrecken vor nichts zurück. Diebstahl, Betrug und vielleicht Mord sind im Spiel. Und keiner weiß: Gibt es den Modigliani wirklich? Und wenn ja, ist er echt?
Ken Follett, geboren 1949 in Cardiff, Wales, gehört zu den erfolgreichsten Autoren der Welt. Seinen größten Erfolg feierte er mit Die Säulen der Erde und deren Fortsetzung Die Tore der Welt, die beide erfolgreich verfilmt wurden. Mit Sturz der Titanen, gefolgt von Winter der Welt und Kinder der Freiheit, legte er zuletzt sein bislang ehrgeizigstes Werk vor: eine dreibändige Familiensaga, die das ganze 20. Jahrhundert umspannt.

1


DER BÄCKER KRATZTE sich mit mehlbestäubtem Zeigefinger am Schnurrbart, so daß sich seine schwarzen Haare grau färbten und er plötzlich zehn Jahre älter aussah. In den Regalen rings um ihn stapelten sich frische, krustige Brote, und der vertraute Geruch füllte seine Nasenlöcher und ließ seine Brust anschwellen in ruhig-zufriedenem Stolz. Es war ein neuer Schub Brot, der zweite an diesem Morgen: Das Geschäft ging gut, weil das Wetter schön war. Wenn die Sonne schien, zog es die Pariser Hausfrauen unwiderstehlich zu seinem Laden, zu seinem ausgezeichneten Brot.

Er blickte durch das Ladenfenster hinaus, seine Augen blinzelten im blendend hellen Licht. Ein hübsches Mädchen überquerte die Straße. Der Bäcker lauschte: Von hinten erklang die schrille Stimme seiner Frau, die einen Lehrling herunterputzte. Das würde noch minutenlang so gehen, wie stets – also war er vor ihr sicher, und so gönnte er sich ein paar lüsterne Blicke auf das hübsche Mädchen.

Es trug ein dünnes ärmelloses Sommerkleid, das nicht gerade billig zu sein schien; allerdings kannte sich der Bäcker in solchen Dingen wenig aus. Anmutig bauschte sich der Rock in halber Höhe ihrer Oberschenkel, was ihre schlanken, nackten Beine besonders zur Geltung brachte und lohnende Blicke auf weibliche Unterwäsche verhieß – eine unerfüllte Hoffnung.

Für meinen Geschmack ist sie allzu schlank, befand er, während sie näher kam. Ihr Brüste waren sehr klein – trotz ihrer langen, selbstsicheren Schritte hüpften sie kein bißchen. Selbst nach seiner zwanzigjährigen Ehe mit Jeanne-Marie zog der Bäcker ihre großen, wenn auch etwas schlaffen Brüste entschieden vor.

Das Mädchen betrat den Laden, und der Bäcker sah, daß sie keine Schönheit
war. Ihr Gesicht war lang und dünn, ihr Mund wirkte klein und eher spröde, und ihre Schneidezähne standen ein wenig vor. Sie hatte braunes Haar, doch war die oberste Schicht von der Sonne ausgeblichen.

Sie wählte eine der Baguettes auf dem Ladentisch aus, prüfte die Kruste mit ihren langen Händen und nickte zufrieden. Nein, keine Schönheit, dachte der Bäcker, jedoch unbedingt begehrenswert.

Sie hatte einen Teint wie Milch und Blut, und ihre Haut wirkte weich und glatt. Was indes die Blicke auf sie lenkte, war ihre Haltung: selbstsicher, selbstbewußt. Diese verriet der Welt, daß die junge Frau genau das tat, was sie tun wollte, und nichts sonst. Der Bäcker verbot sich solche Spitzfindigkeiten: Sie war sexy, und das war alles.

Er bewegte die Schultern, um das Hemd zu lockern, das ihm am schweißnassen Rücken klebte. »Chaud, hein?« sagte er.

Das Mädchen entnahm ihrer Börse ein paar Münzen, um das Brot zu bezahlen. Sie lächelte über seine Bemerkung, und plötzlich war sie schön. »Le soleil? Je l’aime«, sagte sie und ging zur Ladentür. »Merci!« fügte sie hinzu.

Der Bäcker glaubte, einen Akzent herauszuhören – einen englischen Akzent. Aber vielleicht bildete er sich das nur ein, weil das irgendwie zu ihrem Teint paßte. Während sie die Straße überquerte, starrte er auf ihr Hinterteil, fasziniert von der Muskelbewegung unter dem Baumwollstoff. Wahrscheinlich kehrte sie jetzt zurück in die Wohnung irgendeines jungen, wildmähnigen Musikers, der nach einer Nacht voller Ausschweifungen noch immer im Bett lag.

Die schrille Stimme von Jeanne-Marie näherte sich und ließ die Phantasien des Bäckers in tausend Stücke springen. Er seufzte tief und warf die Münzen in die Ladenkasse.

Dee Sleign
mußte unwillkürlich lächeln, als sie die Bäkkerei verließ. Die Legende entsprach der Wahrheit: Franzosen waren sinnlicher als Engländer. Der Bäcker hatte sie mit unverhohlen lüsternen Blicken betrachtet, die Augen präzise auf ihr Becken gerichtet. Ein englischer Bäcker würde äußerstenfalls verstohlen nach ihren Brüsten gespäht haben.

Sie kippte ihren Kopf ein wenig in den Nacken und strich sich das Haar hinter die Ohren zurück, um die warme Sonne auf ihrem Gesicht zu fühlen. Einfach wunderbar, dieses Leben, dieser Sommer in Paris. Keine Arbeit, kein Examen, keine Vorlesungen. Statt dessen: mit Mike schlafen, spät aufstehen; guter Kaffee und frisches Brot zum Frühstück; ausgiebig Zeit, um Bücher zu lesen und Gemälde zu betrachten; Abende mit interessanten, exzentrischen Menschen.

Bald würde es damit vorbei sein. Bald schon würde sie sich entscheiden müssen, welchen Weg sie für ihr künftiges Leben einschlagen wollte. Momentan jedoch befand sie sich in einer Art von privatem Zwischenreich: Sie konnte die Dinge, die sie mochte, genießen, ohne in das Joch eines strikten Tagesablaufs eingespannt zu sein.

Sie bog um eine Straßenecke und betrat ein kleines, unauffälliges Wohnhaus. Als sie an der Loge mit dem winzigen Fenster vorbeiging, ertönte die schrille Stimme der Concierge.

»Mademoiselle!«

Die grauhaarige Frau sprach jede Silbe deutlich aus und verstand es, dem Wort einen anklagenden Klang zu geben: Sie verkündete der Welt die skandalöse Tatsache, daß Dee mit dem Mann, dem die Wohnung gehörte, nicht verheiratet war. Dee mußte wieder lächeln. Eine Liebesaffäre in Paris ohne eine moralinsaure Concierge – da hätte irgendwas gefehlt.

»Télégramme«, sagte die Frau. Sie l
egte einen Umschlag auf das Fensterbrett und zog sich wieder in ihre düstere, nach Katzen riechende Loge zurück: schob gleichsam eine Trennwand zwischen sich und dieses junge Mädchen mit der lockeren Moral und dem dubiosen Telegramm.

Dee nahm den Umschlag und lief die Treppe hinauf. Das Telegramm war an sie gerichtet, und sie wußte, was es enthielt.

Sie betrat die Wohnung und legte in der kleinen Küche das Brot und das Telegramm auf den Tisch. Dann schüttete sie Kaffeebohnen in eine elektrische Kaffeemühle und drückte auf den Knopf; die Maschine setzte sich in Bewegung und begann knirschend, die braunschwarzen Bohnen zu mahlen.

Wie zur Antwort surrte plötzlich Mikes elektrischer Rasierapparat. Mitunter war die Aussicht auf eine Tasse Kaffee das einzige, was ihn aus dem Bett locken konnte. Dee brühte eine ganze Kanne auf und schnitt die frischen Baguetten in Scheiben.

Mikes Wohnung war klein und recht altmodisch und unattraktiv möbliert. Er hatte sich etwas Besseres gewünscht und hätte sich das zweifellos auch leisten können. Dee jedoch hatte darauf bestanden, daß sie sich von Hotels und vornehmen Wohnvierteln fernhielten. Sie wollte den Sommer mit Franzosen verbringen, nicht mit dem internationalen Jetset; und sie hatte ihren Kopf durchgesetzt.

Das Surren des Rasierers verstummte, und Dee füllte zwei Kaffeetassen.

Während sie die Tassen auf den runden Holztisch stellte, kam Mike herein. Er trug seine ausgeblichenen, geflickten Jeans und ein blaues, am Halse offenes Baumwollhemd, das den Blick freigab auf ein Büschel schwarzer Haare und ein Medaillon an einer kurzen Silberkette.

»Guten Morgen, Liebling«, sagte er. Er kam um den Tisch herum und küßte sie. Sie schlang die Arme um seine Taille, zog ihn dicht an sich und küßte ihn leidenschaftlich.

»Wow! Ganz schön wild f&uu
ml;r den frühen Morgen«, sagte er und bedachte sie mit einem breiten kalifornischen Lächeln, während er Platz nahm.

Dee betrachtete den Mann, der jetzt behaglich seinen Kaffee schlürfte; und unwillkürlich fragte sie sich, ob sie sich wünschte, ihr ganzes Leben mit ihm zu verbringen. Seit einem Jahr hatte sie ein Verhältnis mit ihm, und sie begann, sich daran zu gewöhnen. Sie mochte seinen Zynismus, seinen Sinn für Humor, seine irgendwie »freibeuterische« Art.

Beide interessierten sie sich bis zur Besessenheit für Kunst; allerdings richtete sich sein Interesse auf das Geld, das mit Hilfe der Kunst zu machen war, während Dee sich gefesselt fühlte vom Warum und Wofür des schöpferischen Prozesses. Beide stimulierten einander, im Bett ebenso wie außerhalb: Sie bildeten ein gutes Team.

Mike stand auf, goß Kaffee nach und steckte für beide Zigaretten an. »Du bist so still«, sagte er in seinem breiten Amerikanisch. »Denkst du an die Prüfungsergebnisse? Die müßten doch langsam fällig sein.«

»Sie sind heute gekommen«, erwiderte sie. »Aber ich habe das Telegramm noch nicht geöffnet.«

»Was? He, nun mach schon, ich will wissen, wie du abgeschnitten hast.«

»Meinetwegen.« Sie holte den Umschlag und setzte sich wieder, bevor sie ihn mit dem Daumen aufriß. Sie entfaltete das Papier, das der Umschlag enthielt, warf einen Blick darauf und sah dann Mike mit strahlendem Lächeln an.

»Mein Gott, ich habe eine Eins gekriegt«, sagte sie.

Aufgeregt sprang er hoch und schrie: »Yippee! Ich hab’s gewußt! Du bist ein Genie!« Ausgelassen führte er eine Art Solo-Squaredance auf, wobei er unablässig »Yee-hah« rief und die Klänge einer Stahlgitarre zu imitier
en versuchte. Mit einer imaginären Partnerin hüpfte er in der Küche umher.

Dee schüttelte sich vor Gelächter. »Du bist doch der kindischste Fast-Vierziger, der mir je über den Weg gelaufen ist«, sagte sie atemlos. Mike verbeugte sich vor einem imaginären, wild applaudierenden Publikum und nahm wieder Platz.

Er sagte: »So. Was bedeutet dies für deine Zukunft?«

Dee wurde wieder ernst. »Es bedeutet, daß ich meinen Ph. D. machen kann, meinen Doktor.«

»Was, noch mehr akademische Grade? Du hast jetzt deinen Bachelor of Arts in Kunstgeschichte – außer deinem Diplom in Zeichnen, Malen und Bildhauerei. Wär’s nicht langsam an der Zeit, daß du aufhörst, so eine...


Dieses eBook wird im epub-Format ohne Kopierschutz geliefert. Sie können dieses eBook auf vielen gängigen Endgeräten lesen.

Sie können dieses eBook auf vielen gängigen Endgeräten lesen.

Für welche Geräte?
Sie können das eBook auf allen Lesegeräten, in Apps und in Lesesoftware öffnen, die epub unterstützen:

  • tolino Reader
    Öffnen Sie das eBook nach der automatischen Synchronisation auf dem Reader oder übertragen Sie das eBook auf Ihr tolino Gerät mit einer kostenlosen Software wie beispielsweise Adobe Digital Editions.

  • Sony Reader und andere eBook Reader
    Laden Sie das eBook direkt auf dem Reader im eBook.de-Shop herunter oder übertragen Sie es mit der kostenlosen Software Sony READER FOR PC/Mac oder Adobe Digital Editions.

  • Tablets und Smartphones
    Installieren Sie die tolino Lese-App für Android und iOS oder verwenden Sie eine andere Lese-App für epub-eBooks.

  • PC und Mac
    Lesen Sie das eBook direkt nach dem Herunterladen über "Jetzt lesen" im Browser, oder mit der kostenlosen Lesesoftware Adobe Digital Editions.

Bitte beachten Sie: Dieses eBook ist nicht auf Kindle-Geräten lesbar.

Ihr erstes eBook?
Hier erhalten Sie alle Informationen rund um die digitalen Bücher für Neueinsteiger.

Kundenbewertungen zu Ken Follett „Der Modigliani-Skandal“
Durchschnittliche Kundenbewertung
review.image.5 review.image.5 review.image.5 review.image.1 review.image.1 2 Kundenbewertungen
Veröffentlichen Sie Ihre Kundenbewertung:
Kundenbewertung schreiben
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Schatzsuche trifft Fälscher - von Andreas Rump - 14.04.2012 zu Ken Follett „Der Modigliani-Skandal“
Im Roman (264 Seiten) geht es um eine Suche nach einem Gemälde und um Kunstfälschung aufgrund altruistischer Motive. Ein nettes Buch ohne größeren Anspruch. Eine kleine Liebesgeschichte, eine kleine Schatzsuche und am Ende eine überraschende Zusammenführung der Handlungsstränge. Insgesamt OK, aber auch nicht mehr.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Mittelmässige Unterhaltung - von Dete - 12.08.2011 zu Ken Follett „Der Modigliani-Skandal“
Eher ein schlechter Follett . Erscheint z.T. konstruiert, teilweise verwirrend geschrieben. Zudem etwas kurz.
Zur Rangliste der Rezensenten
Unsere Leistungen auf einen Klick
Unser Service für Sie
Zahlungsmethoden
Bequem, einfach und sicher mit eBook.de. mehr Infos akzeptierte Zahlungsarten: Überweisung, offene Rechnung,
Visa, Master Card, American Express, Paypal mehr Infos
Geprüfte Qualität
  • Schnelle Downloads
  • Datenschutz
  • Sichere Zahlung
  • SSL-Verschlüsselung
Servicehotline
+49 (0)40 4223 6096
Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 18.00 Uhr
Chat
Ihre E-Mail-Adresse eintragen und kostenlos informiert werden:
* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.
Bei als portofrei markierten Produkten bezieht sich dies nur auf den Versand innerhalb Deutschlands.

** Deutschsprachige eBooks und Bücher dürfen aufgrund der in Deutschland geltenden Buchpreisbindung und/oder Vorgaben von Verlagen nicht rabattiert werden. Soweit von uns deutschsprachige eBooks und Bücher günstiger angezeigt werden, wurde bei diesen kürzlich von den Verlagen der Preis gesenkt oder die Buchpreisbindung wurde für diese Titel inzwischen aufgehoben. Angaben zu Preisnachlässen beziehen sich auf den dargestellten Vergleichspreis.
eBook.de - Meine Bücher immer dabei
eBook.de ist eine Marke der Hugendubel Digital GmbH & Co. KG
Folgen Sie uns unter: