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Nacht über den Wassern

Roman. Originaltitel: Night over Water. 1. Aufl. 2010.
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Produktdetails

Titel: Nacht über den Wassern
Autor/en: Ken Follett

EAN: 9783838703510
Format:  EPUB ohne DRM
Roman.
Originaltitel: Night over Water.
1. Aufl. 2010.
Übersetzt von Lore Straßl, Gabriele Conrad, Ken Follett
Bastei Entertainment

13. Juli 2010 - epub eBook - 605 Seiten

Im September 1939, wenige Tage nach Kriegsausbruch, startet der legendäre Pan-American-Flying-Clipper, ein gigantisches Flugboot, von Southampton aus zu einem letzten Flug über den Atlantik. An Bord der Maschine befinden sich 40 Menschen.
Jeder von ihnen hat seinen Grund, die alte Welt zu verlassen. Und jeder steht vor der wichtigsten Entscheidung seines Lebens. Doch nur einer kennt die drohende Gefahr, die über den Wassern lauert.

ES WAR DAS romantischste Flugzeug, das man je gebaut hatte.

An dem Tag, als der Krieg erklärt wurde, stand Tom Luther um zwölf Uhr dreißig im Hafen von Southampton; er spähte zum Himmel und wartete ungeduldig und unruhig auf das Flugzeug. Immer wieder summte er ein paar Takte aus dem ersten Satz von Beethovens c-Moll-Konzert vor sich hin, eine mitreißende Melodie – so passend kriegerisch.

Eine Menge Schaulustiger hatte sich ringsum eingefunden: Flugzeugbegeisterte mit Feldstechern, kleine Jungen und viele, die einfach neugierig waren. Es war jetzt bereits das neunte Mal, dass der Pan-American-Clipper in der Bucht von Southampton landete, aber der Reiz des Neuen hielt immer noch an. Das Langstreckenflugzeug war so faszinierend, so aufregend, dass die Leute sogar an dem Tag herbeiströmten, an dem ihr Vaterland in den Krieg eintrat. Am Pier schaukelten zwei prächtige Ozeanriesen im Wasser, die hoch über der Menge aufragten, aber kaum einer beachtete die schwimmenden Hotels. Alle starrten gebannt zum Himmel.

Nichtsdestotrotz unterhielt man sich – mit diesem feinen britischen Akzent – über den Krieg. Die Kinder waren in ihrer Abenteuerlust begeistert davon; die Männer redeten mit gesenkter Stimme sachverständig über Panzer und Artillerie; die Frauen machten verbissene Gesichter. Luther war Amerikaner, und er hoffte, sein Land würde sich aus dem Krieg heraushalten: Amerika hatte nichts damit zu tun. Außerdem konnte man den Nazis immerhin zugute halten, dass sie den Kommunismus bekämpften.

Luther war Geschäftsmann; er stellte Wollstoffe her und hatte einmal in seiner Fabrik eine Menge Schwierigkeiten mit den Roten gehabt. Er war ihnen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert gewesen, und sie hatten ihn fast in den Ruin getrieben. Die Sache verbitterte ihn immer noch. Die jüdische Konkurrenz hatte das Herrenbekleidungsgesch&a
uml;ft seines Vaters unrentabel gemacht, und dann war Luthers Wollstoffbetrieb durch die Machenschaften der Kommunisten gefährdet gewesen – von denen die meisten wiederum Juden waren! Doch das änderte sich alles, als er Ray Patriarca kennen lernte. Patriarcas Leute wussten, was man mit Kommunisten machte. Es kam zu Unfällen. Die Hand eines Hitzkopfs verfing sich in einer Webmaschine. Ein Betriebsrat kam bei einem Unfall mit Fahrerflucht ums Leben. Zwei Arbeiter, die sich über Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften beschwert hatten, gerieten in eine Prügelei in einer Kneipe und fanden sich im Krankenhaus wieder. Eine Quertreiberin gab ihren Prozess gegen die Firma auf, nachdem ihr Haus abgebrannt war. Das Ganze hatte nur ein paar Wochen gedauert, aber von da an kam es zu keinen Unruhen mehr. Patriarca war sich in einem mit Hitler einig: Kommunisten mussten wie Ungeziefer zertreten werden. Luther stampfte unwillkürlich mit dem Fuß auf und summte Beethovens c-Moll-Konzert weiter.

Ein Boot überquerte vom Imperial-Airways-Flugbootpier aus die trichterförmige Flussmündung bei Hythe und fuhr mehrmals die Wasserungsstelle ab, um sicherzugehen, dass kein Treibgut auf dem Wasser schwamm.

Aufgeregtes Gemurmel wurde unter den Schaulustigen laut: Das Flugzeug musste nun jeden Augenblick kommen.

Ein kleiner Junge, dessen dünne Beine in riesig anmutenden, neuen Stiefeln steckten, war der Erste, der es sah. Er hatte kein Fernglas, aber die Augen des Elfjährigen waren schärfer als jede Linse. »Es kommt!«, rief er mit schriller Stimme. »Der Clipper kommt!« Er deutete nach Südwesten. Alle spähten in diese Richtung. Zunächst konnte Luther nur ein unscharfes Gebilde erkennen – es hätte ein Vogel sein können, doch schon bald nahmen die Umrisse Kontur an, und eine Woge der Aufregung ging durch die Menge, als ersichtlich wurde, dass
der Junge Recht hatte.

Alle nannten das Flugzeug nur den Clipper, aber genauer gesagt war es eine Boeing 314. Pan American hatte Boeing damit beauftragt, ein Flugzeug zu bauen, das Passagieren bei einem Flug über den Atlantik allen nur denkbaren Luxus bieten konnte. Das Ergebnis war sensationell: gewaltig, majestätisch, mit unglaublich starken Motoren – ein wahres Traumflugzeug. Die Fluggesellschaft hatte sechs dieser fliegenden Paläste abgenommen und sechs weitere in Auftrag gegeben. Was Komfort und Eleganz betraf, standen sie den Ozeandampfern, die in Southampton anlegten, in nichts nach, nur brauchten die Schiffe vier bis fünf Tage, um den Atlantik zu überqueren, der Clipper dagegen lediglich vierundzwanzig bis dreißig Stunden.

Luther fand, dass das näher kommende Flugzeug wie ein geflügelter Wal aussah. Wie ein Wal hatte es eine große stumpfe Schnauze, einen wuchtigen Körper, der sich nach hinten verjüngte und in steil aufsteigenden Schwanzflossen endete. Die gewaltigen Motoren waren in den Tragflächen untergebracht. Und unterhalb der Tragflächen befanden sich zwei weitere Tragflächen, die an ein Paar Flossenstummel erinnerten und dazu dienten, das Flugzeug bei der Landung im Wasser zu stabilisieren. Außerdem war die Unterseite des Rumpfes mit einer Art Kiel versehen.

Bald konnte Luther auch die zwei unregelmäßigen Reihen großer rechteckiger Fenster des oberen und unteren Decks sehen. Er war vor genau einer Woche mit dem Clipper nach England gekommen, deshalb wusste er, wie er innen aussah. Auf dem oberen Deck befanden sich das Cockpit, alle technischen Anlagen und der Frachtraum, während das untere Deck ausschließlich für die Passagiere bestimmt war. Statt Sitzreihen hatte das Passagierdeck mehrere Abteile, Lounges mit Schlafsesseln. Zu den Mahlzeiten wurde die Hauptlounge zum Speiseraum, und nachts verwandelte man die Schlaf
sessel in Betten.

Alles wurde getan, um die Fluggäste von der Welt und dem Wetter draußen abzuschirmen. Es gab dicke Teppiche, gedämpftes Licht, Samtvorhänge, geschmackvolle Farben und weiche Polsterung. Durch die ausgezeichnete Schalldämpfung war das Dröhnen der riesigen Motoren nur als ein fernes, sanftes Brummen zu hören. Der Flugkapitän strahlte Souveränität aus, die Besatzung war freundlich und adrett in ihrer Pan-American-Uniform, die Stewards zuvorkommend und aufmerksam; es gab stets zu essen und zu trinken, und jeder Wunsch wurde einem von den Augen abgelesen wie in einem Märchen: geschlossene Vorhänge zur Schlafenszeit, frische Erdbeeren zum Frühstück. Die Welt außerhalb des Flugzeugs erschien zunehmend unwirklich – wie ein Film, der auf die Fenster projiziert wurde –, während das Innere des Flugzeugs einem wie ein eigenes Universum vorkam.

Solcher Komfort war nicht billig. Der Hin- und Rückflug kostete 675 Dollar, für das Doppelte konnte man schon ein Häuschen kaufen. Doch für die Passagiere – meist Aristokraten, Filmstars, Vorsitzende großer Konzerne oder Präsidenten kleiner Länder – spielte Geld keine Rolle.

Tom Luther gehörte zu keiner dieser Kategorien. Er war reich, aber er hatte sich sein Geld sauer verdient und hätte es normalerweise nicht für solch eine Luxusreise verschwendet. Doch es war erforderlich, dass er sich ein genaues Bild des Flugzeugs machte. Er hatte einen gefährlichen Job übernommen – für einen mächtigen Mann. Einen sehr mächtigen Mann sogar. Bezahlt würde er für seine Arbeit nicht werden, aber bei einem solchen Mann einen Gefallen gutzuhaben war mehr wert als Geld.

Vielleicht wurde die Sache auch abgeblasen. Luther wartete noch immer auf eine Nachricht mit dem endgültigen Okay. Seine Gefühle waren gemi
scht. Einerseits wollte er die Sache so schnell wie möglich in Angriff nehmen; dann wiederum hoffte er, dass es nicht dazu käme.

Das Flugzeug neigte sich in einem schrägen Winkel, den Schwanz tiefer als die Nase. Inzwischen war es schon sehr nahe, und wieder war Luther beeindruckt von seiner enormen Größe. Er wusste, dass der Clipper dreiunddreißig Meter lang war und eine Spannweite von fünfundvierzig Metern hatte, doch das waren nur Zahlen – bis man das gottverdammte Ding dann in seinem ganzen Ausmaß vor sich in der Luft sah.

Plötzlich hatte es den Anschein, als würde das Flugzeug nicht mehr fliegen, sondern jeden Moment wie ein Stein vom Himmel fallen und auf den Meeresgrund sinken. Einen atemberaubenden Augenblick lang hing es unmittelbar über der See wie an einem unsichtbaren Strick. Schließlich berührte es das Wasser, hüpfte über die Oberfläche und platschte durch die Wellenkämme wie ein Stein, den man flach über das Wasser wirft. Einen Moment später stieß der Rumpf ins Wasser, und Gischt sprühte explosionsartig auf, dem Rauch einer Bombe gleich.

Der Clipper durchschnitt die Oberfläche wie ein Pfeil, pflügte eine weiße Furche in das Grün und schickte zu beiden Seiten Fontänen von Schaum in die Luft; Luther musste unwillkürlich an eine Wildente denken, die mit gespreizten Flügeln und angezogenen Füßen auf einem See aufsetzt. Der Flugzeugrumpf sank tiefer, und die segelförmigen Gischtschleier, die links und rechts hochschossen, wurden größer, dann begann er, sich nach vorn zu neigen. Gischt spritzte auf, während das Flugzeug sich gerade legte und der Rest seines gigantischen Walbauchrumpfes ins Wasser tauchte. Schließlich hatte es auch die Nase unten. Seine Geschwindigkeit verringerte sich plötzlich, die sprühenden Fontänen fielen zu sch&aum
l;umenden Wogen zusammen, und das Flugzeug fuhr durch das Meer wie ein Schiff, was es ja auch war, so ruhig und sicher, als hätte es nie gewagt, nach dem Himmel zu greifen.

Luther bemerkte, dass er unwillkürlich den Atem angehalten hatte, nun stieß er ihn in einem langen, erleichterten Seufzer aus und fing wieder zu summen an. Der Clipper schwamm auf den Anlegeplatz zu. Vor einer Woche war Luther hier von Bord gegangen. Der Anlegeplatz war ein Spezialfloß mit zwei Piers. In...


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