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Goethes Mutter

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Produktdetails
Titel: Goethes Mutter
Autor/en: Dagmar von Gersdorff

ISBN: 3458170650
EAN: 9783458170655
Eine Biographie.
1. Auflage.
Mit zahlreichen Abbildungen.
Insel Verlag GmbH

8. April 2001 - gebunden - 460 Seiten

Sie war die Tochter des Stadtschultheißen Johann Wolfgang Textor, des obersten Gerichtsherrn und mächtigsten Mannes der Freien Reichsstadt Frankfurt, der die erst siebzehnjährige Catharina Elisabeth dem Juristen und Kaiserlichen Rat Johann Caspar Goethe vermählte, einem mehr als doppelt so alten, dafür wohlhabenden Privatier. Ihm gehörte auch das Haus am Hirschgraben, in dem Johann Wolfgang Goethe geboren wurde, von seiner Mutter zärtlich »Wölfchen«, »Wolf«, »mein lieber Sohn« genannt. An Zärtlichkeit ließ es Catharina Elisabeth, von den Freunden »Frau Aja« betitelt, niemals fehlen. Selbst die Haushaltsbücher, in denen die Löhne von Köchin, Waschfrau und Perückenmacher, die Ausgaben für Kochseife und Kandiszucker notiert sind, vermerken zwischen nüchternen Zahlen ihre Fürsorge. Silberne Schuhschnallen erhielt der Sohn und gestickte Westen, Bouteillen vom eigenen Wein, selbstgebackene »Biskuitter« und reichlich Geld zur Reise. Er habe Phantasie, »Einbildungskraft« und Formulierungskunst von der Mutter, der »brillanten« Erzählerin, geerbt, bemerkt Goethe in Dichtung und Wahrheit, und auch die Besucher im Hirschgraben waren überrascht, den Dichter »ganz in ihr wiederzufinden«. Was die Ähnlichkeit betraf, so erklärte sie: »Ich stelle mein Licht nicht unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter.«Vom Sohn ihrer Eigenständigkeit wegen bewundert, führte Catharina Elisabeth Goethe ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben. Sie gründete einen Literaturkreis, spielte Schach, ließ sich neuere Lektüre aus der Leihbibliothek kommen, spielte leidenschaftlich Klavier, zum Teil so heftig, daß man es bis an die Haupt- wache hören konnte. Nach dem Tod des Ehemanns 1782 fing sie - damals höchst ungewöhnlich für eine Frau von fünfzig Jahren - ein neues Leben an. Die Theaterleidenschaft führte ihr in Gestalt des Schauspielers Karl Ferdinand Unzelmann, der später in Berlin Triumphe feierte, einen Freund zu, mit dem sie »die glücklichste Zeit« ihres Lebens verbrachte, wie sie nach der Trennung gestand. Bitter war es für sie, daß der berühmte Sohn sie immer seltener besuchte. Doch mancher Enttäuschungen behielt sie ihre Lebensheiterkeit bis zuletzt, getreu dem Grundsatz, den sie der jungen Bettine Brentano ans Herz legte: »Der Mensch muß sich den besten Platz erwählen, und den muß er behaupten sein Leben lang.«Dagmar von Gersdorff hat das Leben der Catharina Elisabeth Goethe, dieser außergewöhnlichen Frau, anhand von Quellen und Zeugnissen erforscht; ihre Recherchen legt sie in dieser Biographie vor. Auch bislang unveröffentlichte Dokumente konnten für die Darstellung herangezogen werden, so das Stammbuch zur Hochzeit, das zahlreiche Einträge Dritter enthält (aus dem Goethe-Nationalmuseum Weimar), Briefe, die nach dem Tod der Mutter an Johann Wolfgang Goethe geschrieben wurden, insbesondere aber 30 erhaltene Haushaltsbücher (aus dem Goethe- und Schiller-Archiv Weimar).
Dagmar von Gersdorff, Dr. phil., geb. von Forell, stammt aus Trier/Mosel und lebt heute als Literaturwissenschaftlerin und freie Schriftstellerin in Berlin. Verheiratet, drei Kinder.
Vor ihrem Studium der Germanistik und Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin war sie als Redakteurin bei den Ruhr-Nachrichten in Dortmund und der Süddeutschen Zeitung in München tätig.
Ihre Promotion schrieb sie über den Einfluß der deutschen Romantik auf Thomas Mann. Neben zahlreichen Biographien berühmter Persönlichkeiten aus der Goethe-Zeit (unter anderem »Bettina und Achim von Arnim«, »Friedrich Wilhelm III. und Königin Luise«) verfaßte sie sechs Kinderbücher, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden, drei Text- Bildbände für die Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz Berlin sowie zahlreiche Beiträge für Rundfunk, Zeitschriften und Anthologien. Seit 1980 ist sie Mitglied des dt. Schriftsteller-Verbandes sowie Mitglied des Internationalen PEN.

Mutterns Malaga Ein ruhiges Leben in Frankfurts gehobenen Kreisen hätte es werden können: Die Heirat der Bürgermeistertochter Catharina Elisabeth Textor mit einem reichen, angejahrten Privatier war kein Liebesbund, aber eine gute Partie. Nur: Der Bräutigam hieß Johann Caspar Goethe, und Catharinas Sohn Johann Wolfgang wurde so früh ein Dichter-Star, dass sich die Mutter, unter Freunden "Frau Aja" genannt, schon bald in seinem Ruhm sonnen konnte. Oft ist ihre Geschichte erzählt worden ° trotzdem ist Dagmar von Gersdorff bei den Recherchen für ihre Biografie, so erstaunlich es klingt, auf unausgewertete Dokumente gestoßen: die Rechnungsbücher, von Frau Rat Goethe seit dem ersten Schlaganfall ihres Mannes selbst geführt. Sie belegen detailliert den Lebensstandard ihres großbürgerlichen Hauses, von "100 Stück Weißkraut" zum Einmachen und "Schwartenmagen" für den Tagesbedarf bis zu Renovierungsarbeiten oder dem Eintrittsgeld für die "Komedia". Aber auch sehr private Vorlieben kommen zu Tage: So sind die Schulden beim allwöchentlichen Kartenspiel in einem besonderen Heftchen verzeichnet, und für ihre Garderobe war der lebensfrohen Witwe das Feinste, selbst sündteure Straußenfedern, gerade gut genug. Am meisten aber opferte sie ihrer Leidenschaft, dem Theater ° allein 1781 unterstützte sie die Frankfurter Truppe mit 552 Talern, das entsprach dem Jahreseinkommen eines arrivierten Mittelständlers. Ihren besonderen Liebling, den Schauspieler Unzelmann, verwöhnte Frau Aja obendrein mit Ringen oder einer goldenen Uhr, dazu gab es oft luxuriöse Gelage samt Kaffee, Wein und feinstem Naschwerk, und als sie schließlich doch gebrechlicher wurde, gönnte sie sich immer öfter ein Gläschen Malaga. Verschwendung war das alles nicht: Den Nachkommen blieben nach dem Begräbnis immer noch stattliche 44 505 Gulden. (C) DER SPIEGEL - Vervielfältigung nur mit Genehmigung des SPIEGEL-Verlags

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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll eine fundierte, gut lesbare Biographie - von Caroline Ritter-Rauh (Akademische Buchhandlung Knodt) - 30.11.2006 zu Dagmar von Gersdorff „Goethes Mutter“
Ein ruhiges Leben in Frankfurts gehobenen Kreisen hätte es werden können: Die Heirat der Bürgermeistertochter Catharina Elisabeth Textor mit einem reichen, angejahrten Privatier war kein Liebesbund, aber eine gute Partie. Nur: Der Bräutigam hieß Johann Caspar Goethe, und Catharinas Sohn Johann Wolfgang wurde so früh ein Dichter-Star, dass sich die Mutter, unter Freunden "Frau Aja" genannt, schon bald in seinem Ruhm sonnen konnte. Dagmar von Gersdorff ist bei den Recherchen für ihre Biografie auf bisher unausgewertete Dokumente gestoßen und legt eine fundierte, gut lesbare Biographie vor.
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