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River

Roman.
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Produktdetails

Titel: River
Autor/en: Donna Milner

EAN: 9783492951111
Format:  EPUB
Roman.
Übersetzt von Sylvia Höfer, Donna Milner
Piper ebooks

4. Oktober 2010 - epub eBook - 400 Seiten

Natalie ist vierzehn, als der charismatische River an einem heißen Julinachmittag auf der Milchfarm der Wards in den kanadischen Cascade Mountains auftaucht. Mit der sanften Stimme und den aquamarinblauen Augen wird er bald Teil der glücklichen Familie. Doch tragische Ereignisse verändern das Leben aller und die Idylle endet jäh ...
Donna Milner lebt mit ihrem Mann im kanadischen Bundesstaat British Columbia. Nachdem ihr erster Roman »River« ein überwältigendes internationales Echo fand und in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde, widmete sie sich ganz dem Schreiben. Zuletzt erschien auf Deutsch ihr zweiter Roman »Der Tag, an dem Marilyn starb«.

5

IM TRÜBEN SCHEIN des Computerbildschirms drücke ich auf die erste Kurzwahl meines Telefons. Jennys Privatnummer.

»Hallo?« Nicks Stimme meldet sich nach dem ersten Läuten. Nur ein Mann nimmt das Telefon beim ersten Klingelton ab. Ich bin noch keiner Frau begegnet, die nicht zumindest das zweite Signal abgewartet hätte. Ist das so, weil es uns einfach nicht gelingt, die alte Vorstellung abzuschütteln, dass wir allzu sehnsüchtig warten, allzu verfügbar sind?

»Hallo, Nick. Ich hoffe, es ist nicht zu spät für einen Anruf.«

»Nein, natürlich nicht«, beruhigt er mich und fragt dann: »Wie geht es dir, Mom?«

Mom, wie schnell hat er sich daran gewöhnt, mich so zu nennen! Nick Mumford, seit drei Jahren mein Schwiegersohn, geht mit mir viel selbstverständlicher um, als ich es je mit ihm tun werde. Aber die Zeit hat den Widerstand aufgeweicht, den ich ihm schon entgegenbrachte, bevor ich ihn überhaupt kannte. Nick, dessen Großvater unser Hausarzt war, als ich klein war, gehört zu den kleinen Wendungen im Leben, die mit dem Augenzwinkern des Unvermeidbaren auftauchen. Genau wie die Tatsache, dass Jenny beschlossen hat, ihr Praktikum ausgerechnet am St. Helena’s Hospital in Atwood zu machen. In dem Moment, als sie mir sagte, dass sie mit dem Enkel des alten Dr. Allen Mumford ausging, war mir klar, dass sie sich in ihn verlieben würde. Und ich wusste, dass sie in der Stadt hängen bleiben würde, um die ich während des größten Teils meines Erwachsenenlebens einen Bogen gemacht habe.

»Hier kommt Jenny.«

»Hi, Mom. Wie geht’s dir?« Beim Klang der Stimme meiner Tochter wird mir klar, wie sehr sie mir fehlt.

»Gut. Ich habe gerade mit Boyer gesprochen.«

»J
a, ich weiß. Ich habe ihn vorhin im Krankenhaus gesehen. Ich habe ihn gebeten, dich anzurufen.«

Ich bin nicht überrascht. Jenny verhält sich wie ein typisches Scheidungskind, das immer versucht, kaputte Beziehungen zu kitten. Wenn es um ihren Onkel und mich geht, ist ihr jeder Vorwand recht, um uns zu zwingen, miteinander zu reden.

»Jen, wie geht es ihr wirklich? Ich meine, wie lange …?«

»Das ist schwer zu sagen«, antwortet sie im professionellen Ton einer Ärztin. »Sie ist schwach, aber sie könnte sich immer noch fangen, oder, na ja, wir wissen es einfach nicht. Warte jedenfalls nicht zu lange, Mom.«

»Ich nehme den Sechs-Uhr-Bus«, sage ich. »Er kommt morgen Abend um neun bei der Kreuzung an. Kannst du mich abholen?«

Die Abzweigung vom Trans-Canada Highway liegt fünfzig Kilometer nördlich von Atwood. Der Bus hält dort nur dann, wenn jemand auf Fahrgäste wartet. »Natürlich bin ich da«, sagt Jenny. »Wir können gleich am Krankenhaus anhalten und Gram besuchen.«

»Gut«, sage ich, dann zögere ich. »Ich bleibe aber in der Stadt und steige im Alpine Inn ab.«

»Warum?«, fragt sie. Die Arztstimme ist jetzt verdrängt von dem schmollenden Tonfall einer Tochter mit verletzten Gefühlen. »Wir haben massenhaft Platz in unserem neuen Haus, Mom. Du hast es ja noch nicht einmal gesehen.«

»Ich weiß, und ich werde es mir ansehen. Bestimmt. Es ist nur, dass ich von der Frühstückspension nebenan zu Fuß ins Krankenhaus gehen kann.«

»Du kannst ein Auto von uns haben, solange du hier bist.«

Als ich nicht antworte, fügt sie ungeduldig seufzend hinzu: »Von unserem Haus aus kannst du die Farm nicht einmal sehen.«

Ich weiß. Ich weiß
; genau, wo ihr neues Haus steht.

»Bitte, nimm es einfach mal so hin, Jenny. Ich möchte in der Stadt bleiben. Du holst mich nur ab, okay?«

»In Ordnung«, sagt sie resigniert. »Wir können uns auf der Fahrt in die Stadt darüber unterhalten. Und da ist noch was, über das ich mit dir reden muss, Mom.«

In meinem leeren Magen gibt es einen Stich. Es gelingt mir, meine Stimme selbst dann noch gleichgültig klingen zu lassen, als ich frage: »Worum geht es?«

»Bitte nicht am Telefon.«

Ins Bett zurückgekehrt, kann ich nicht wieder einschlafen. Ich bin versucht, aufzustehen und die Nacht durchzulesen. Mein Gott, am Ende werde ich noch wie meine Mutter. Ich wünschte nur, ich hätte in Zeiten wie diesen auch ihren Glauben und vor allem ihren Glauben an die Macht des Gebets. Aber den habe ich vor langer Zeit verloren.

Ich lausche Verns regelmäßigem Atem, während ich mit den Bildern meiner mir entfremdeten Familie kämpfe.

Das war nicht immer so. Es gab eine Zeit, da konnte ich mir nicht vorstellen, dass meine Familie nicht immer zusammenbleiben würde. Es gab eine Zeit, da ich nichts anderes wollte, als mit meinem Bruder Boyer zusammen zu sein, den ich in meiner Kindheit vergötterte. Damals war mir der liebste Teil des Tages, wenn ich in seinem Zimmer saß und »Pennywörter« spielte – ein Buchstabenspiel, das Boyer mit mir spielte, seit ich sprechen konnte. Und am Abend im Bett zu liegen und meiner Mutter zuzuhören, wenn sie auf dem Klavier im Salon mein Lieblingslied spielte.

Als ich klein war, dachte ich, sie hätte sich diese Melodie eigens für mich ausgedacht. Und immer wenn ich meine Mutter darum bat, egal, was sie gerade tat, setzte sie sich ans Klavier und spielte Love Me Tender.

Ich kann es jetzt fast hören
, während der Nordwind durch die Zweige der Tannen draußen vor unserem Schlafzimmerfenster rauscht.

Der Wecker läutet. Als hätte er schon darauf gewartet, richtet Vern sich auf. Er schlägt die Decken zurück und schwingt die Beine über die Bettkante. Er denkt, ich würde noch schlafen. Das hat sich zu unserem Morgenritual entwickelt. Vern, der als Erster aufsteht und mich weiterschlafen lässt, bis er geduscht und Kaffee gemacht hat.

»Es gibt einen Bus um sechs«, sage ich und erkläre den Fahrplan, während ich ihm ins Badezimmer folge. Er bietet noch einmal an, mich zu fahren.

»Wenigstens bis zur Kreuzung in Cache Creek«, sagt er und blickt vom Waschbecken auf. »Das erspart dir die Warterei dort, und du kannst noch ein paar Stunden schlafen, bevor du abfährst.«

Ich ziehe mein Kosmetikköfferchen hervor und werfe Toilettenartikel hinein. »Ich kann im Bus schlafen«, antworte ich, doch ich weiß genau, dass das nicht wahr ist.

Vern drückt zu fest auf die Tube, und weiße Zahnpasta spritzt ins Becken. »Ich möchte für dich da sein, Natalie«, sagt er. »Ich möchte deine Mutter kennenlernen, bevor sie …« Er schneidet sich selbst das Wort ab, bevor es aus ihm herausbricht. »Solange ich noch die Möglichkeit habe.«

Ich erstarre. »Es bleibt noch eine Menge Zeit, ganz sicher. Ich ruf dich an, sobald ich dort bin. Wenn ich mehr weiß.«

Vern zieht die Augenbrauen hoch. »Versprochen?«

»Versprochen.«

»Dickkopf«, murmelt er, aber seine Augen lächeln.

Ich stehe an meinem Waschbecken und betrachte ihn im Spiegel.

Wir sind jetzt seit fast zehn Jahren zusammen, sieben davon verheiratet. Er war es, der heiraten wollte. Ich habe mich dagegen gewehrt. In Anbetracht mein
er Vergangenheit, hatte ich ihn gewarnt, sei ich keine besonders gute Partie: »Wenn du nicht heiratest, brauchst du dich auch nicht scheiden zu lassen.«

Nach zwei gescheiterten Ehen war ich nicht versessen darauf, es ein drittes Mal zu versuchen.

»Du bist bisher eben nicht dem Richtigen begegnet«, insistierte Vern. Schließlich hatte er mich umgestimmt.

Wir lernten uns kennen, als ich in Vancouver wohnte. Früh an einem regnerischen Morgen liefen wir uns auf der Seawall-Promenade im Stanley Park über den Weg. Wortwörtlich. Aus entgegengesetzten Richtungen kommend, waren wir beide im Begriff, langsamere Jogger zu überholen, als Verns Ellbogen gegen meinen rempelte und ich auf den nassen Asphalt fiel. Danach grüßten wir uns auf unseren morgendlichen Runden. Bald wurde es uns zur Gewohnheit, miteinander zu joggen. Das führte dazu, dass wir uns nach dem Laufen auf einen Kaffee bei Starbuck’s auf der Denman Street zusammensetzten, was wiederum in eine feste Beziehung mündete.

Wir fanden heraus, dass uns auch eine Leidenschaft für Bücher, Sushi und Oldies verband. Bald steckte er mich auch mit seiner Passion fürs Fliegenfischen an.

Vern war Witwer. Er hatte seine Bauholzfirma auf Vancouver Island verkauft und war in die Nähe der Klinik gezogen, in der seine Frau ihren Kampf gegen den Brustkrebs schließlich verlor. Danach blieb er in Vancouver und ordnete sein Leben neu.

Als er mich kennenlernte, war er dabei, seine Baumschule zu gründen. »Wenn das nicht Karma ist«, scherzte er, »vom Waldzerstörer zum Waldaufforster!«

Wenn ich ihm so zusehe, wie er sich die Zähne bürstet, bin ich immer noch hingerissen von seinem guten Aussehen. Vern ist einen Meter achtundsiebzig groß, nicht viel größer als ich. Mit fünfundfünfzig trägt er immer noch ungeniert Jeans,
obwohl er um die Taille etwas zugelegt hat. Dafür macht er sein erfolgreiches Geschäft verantwortlich, das ihn zwingt, mehr Zeit im Büro und immer weniger im Gelände zu verbringen.

Seine wie gebräunt wirkende Haut, das dichte dunkle Haar und die fast schwarzen Augenbrauen lassen darauf schließen, dass es unter seinen Vorfahren auch Ureinwohner, Vertreter der First Nations, wie wir heute sagen, gegeben hat.

»Wenn ich mich aus dem Geschäft...


»Herzzerreißend und absolut fesselnd.« The Independent Weekly »Das in Rückblenden erzählte Werk ist schlicht großartig. In einer exakten, direkten Sprache zeigt Donna Milner auf, wie ein einziger Moment eine wahre Lawine, eine fast unglaubliche Kettenreaktion an Ereignissen lostreten kann.« Kulturagenda Bern »Eine Familiensaga, bei der alle Register gezogen werden und die den Leser in Atem hält.«  Südhessen Woche »Ein grandioses Debüt, wundervolle Charaktere, ein Schmöker.« Wilhelmshavener Zeitung »Mitreißende Lektüre - Milner muss man im Auge behalten.« The Bookseller

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