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Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes

Kritische Gesamtausgabe. 'Reclam Universal-Bibliothek'. …
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Produktdetails
Titel: Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes
Autor/en: Johann Peter Hebel

ISBN: 3150001420
EAN: 9783150001424
Kritische Gesamtausgabe.
'Reclam Universal-Bibliothek'.
16 Kalender-Holzschnitte.
Herausgegeben von Winfried Theiß
Reclam Philipp Jun.

5. Februar 2001 - kartoniert - 458 Seiten

Zwischen 1803 und 1811 verfasste Johann Peter Hebel für den von ihm eine zeitlang auch selbst herausgegebenen Kalender 'Der Rheinische' (später: 'Rheinländische') 'Hausfreund' Erzählungen, Rätsel, Lieder, Astronomisches und Naturwissenschaftliches, Anleitungen für den bäuerlichen Alltag und Nachrichten aus der Welt. Aufgrund des großen Erfolges erschienen nahezu alle Beiträge aus dem Kalender im Jahr 1811 gesammelt unter dem Titel 'Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes'. Scheinbar harmlos und provinziell kommen die Kalendergeschichten - Hebel gilt als der Begründer dieser Gattung - in ihren Inhalten daher, doch der Aufklärer Hebel ist ein höchst kunstvoller Erzähler, ein Meister der Einfachheit und Sprachartistik; er lässt seinen fiktiven "Hausfreund" in einen Dialog mit dem Leser treten und schafft aus der einfachen Volkssprache heraus Weltliteratur.
Die von Winfried Theiss herausgegebene Kritische Gesamtausgabe enthält neben den Holzstichen aus dem Kalender auch einen umfangreichen Anhang mit Textvarianten, Anmerkungen, Literaturhinweisen, weiterführenden Dokumenten und einem Nachwort.
Allgemeine Betrachtung über das Weltgebäude. Die Erde und die Sonne - Denkwürdigkeiten aus dem Morgenlande - Erstes Rechnungsexempel - Von den Prozessionsraupen - Fortsetzung über die Erde und die Sonne - Zwei Gehülfen des Hausfreundes - Des Adjunkts Stanrede im Gemüsegarten seiner Schwiegermutter - Von den Schlangen - Geiz und Verschwendung - Kindes Dank und Undank - Das wohlfeile Mittagessen - Auflösung des ersten Rechnungsexempels, und ein zweites - Mancherlei Regen - Auflösung des zweiten Rechnungsexempels - Drittes und viertes Rechnungsexempel - Nützliche Lehren - Guter Rat - Das Mittagessen im Hof - Der kluge Richter - Der Mensch in Kälte und Hitze - Der schlaue Husar - Sommerlied - Der Maulwurf - Der Zahnarzt - Betrachtung über das Weltgebäude. Der Mond - Auflösung des dritten und vierten Rechnungsexempels - Zwei Erzählungen - Die Spinnen - Die Planeten - Das wohlbezahlte Gespenst - Der vorsichtige Träumer - Mißverstand - Die Eidechsen - Unglück der Stadt Leiden - Fliegende Fische - Schlechter Gewinn - Der wohlbezahlte Spaßvogel - Eine sonderbare Wirtszeche - Seltsamer Spazierritt - Drei Wünsche - Eine merkwürdige Abbitte - Der große Sanhedrin zu Paris - Untreue schlägt den eigenen Herrn - Jakob Humbel - Franz Ignaz Narocki - Der Wegweiser - Brotlose Kunst - Glück und Unglück - Abendlied - Der Kommandant und die Jäger in Hersfeld - Pieve - Die Planeten. Fortsetzung - Kannitverstan - Schlechter Lohn - Der kann Deutsch - Der Fremdling in Memel - Das seltsame Rezept - Einfältiger Mensch in Mailand - Der Barbierjunge von Segringen - Merkwürdige Gespenstergeschichte - Gute Antwort - Drei andere Wünsche - Der Husar in Neiße - Was in einer großen Stadt draufgeht - Ein Wort gibt das andere - Moses Mendelssohn - Ein teurer Kopf und ein wohlfeiler - Teure Eier - Die drei Diebe - Suwarow - Klein und groß - Hohes Alter - Kaiser Napoleon und die Obstfrau in Brienn - Das Bombardement von Kopenhagen - Fürchterlicher Kampf eines Menschen mit einem Wolf - Unglück in Kopenhagen - Merkwürdige Schicksale eines jungen Engländers - Der unschuldig Gehenkte - Der Rekrut - Böser Markt - Die Kometen - Der silberne Löffel - Einträglicher Reisehandel - Des Seilers Antwort - Der geheilte Patient - Wie der Zundelfrieder und sein Bruder dem roten Dieter abermal einen Streich spielen - Der kluge Sultan - Wie man aus Barmherzigkeit rasiert wird - Der Zirkelschmied - Heimliche Enthauptung - Der Star von Segringen - Wie man in den Wald schreit, also schreit es daraus - Die falsche Schätzung - Das letzte Wort - Gutes Wort, böse Tat - Der geduldige Mann - Der schlaue Mann - Der Heiner und der Brassenheimer Müller - Der falsche Edelstein - Das schlaue Mädchen - Ein gutes Rezept - Vereitelte Rachsucht - Schreckliche Unglücksfälle in der Schweiz - Wie eine greuliche Geschichte durch einen gemeinen Metzgerhund ist an das Tageslicht gebracht worden - Fortgesetzte Betrachtung des Weltgebäudes. Die Fixsterne - Seltsame Ehescheidung - Der listiger Steiermarker - Etwas aus der Türkei - Das bequeme Schilderhaus - Wie der Zundelfrieder eines Tages aus dem Zuchthaus entwich und glücklich über die Grenzen kam - Die leichteste Todesstrafe - Die Fixsterne. Fortsetzung - Die Bekehrung - Der fremde Herr - Teures Späßlein - Der Generalfeldmarschall Suwarow - Die zwei Postillione - Der betrogene Krämer - Rettung einer Offiziersfrau - Baumzucht - Unverhofftes Wiedersehen - Andreas Hofer
Johann Peter Hebel, 10. 5. 1760 Basel - 22. 9. 1826 Schwetzingen. Nach dem frühen Tod seiner Eltern, die im Dienst eines Basler Patrizierhauses standen, ermöglichten ihm Vormund und Gönner den Besuch des Karlsruher Gymnasium illustre (1774-78) und das Studium der protestantischen Theologie in Erlangen (1778-80). Nach dem Staatsexamen war er zunächst als Pfarrgehilfe in Hertingen, dann als Lehrer in Lörrach (1783-91) tätig, bis er 1791 eine Stelle als Subdiakon am Karlsruher Gymnasium erhielt (1792 Hofdiakon, 1798 a. o. Professor, 1808 Direktor). Als er 1814 in die ev. Ministerialkommission berufen wurde, gab er die Stelle des Direktors auf, unterrichtete aber weiter. 1819 folgte die Ernennung zum Prälaten der ev. Landeskirche; damit war er zugleich Mitglied des Landtags und der kirchlichen Generalsynode. 1821 ehrte ihn die Universität Heidelberg mit dem Dr. h. c. H. trat literarisch zuerst mit alemannischen Dialektgedichten hervor, zu denen ihn die Sprache der mhd. Minnesänger angeregt hatte und die mit ihrer Konzentration auf eine Landschaft, ihre Menschen, ihre Sprache und ihre Vorstellungswelt das Bild eines einheitlichen Kosmos entstehen lassen. Seit 1803 schrieb er Beiträge für den Badischen Landkalender, für den das Gymnasium das Privileg besaß. Auf Grund eines Gutachtens wurde er 1806 Leiter des Unternehmens, das 1808 den neuen Titel Der Rheinländische Hausfreund oder Neuer Calender [...] bekam. Die Vielfalt der Themen der Kalenderbeiträge spiegelt sich auch in H.s berühmtem Schatzkästlein, das neben den eigentlichen, durch die Gestalt des fiktiven Hausfreundes vermittelten und mit großer Kunst 'einfach' erzählten Kalendergeschichten moralisierend-didaktische Texte, Rechenexempel, nützliche Lehren und zeitgeschichtliche Artikel enthält und - wie regelmäßig der Leseteil des Kalenders - mit einer kosmologischen Betrachtung beginnt. In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (UB 17664.) - © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.


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