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Dramen 1801 - 1811

Penthesilea. Das Käthchen von Heilbronn. Die Hermannsschlac…
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Produktdetails
Titel: Dramen 1801 - 1811
Autor/en: Heinrich von Kleist

ISBN: 3618609701
EAN: 9783618609704
Penthesilea. Das Käthchen von Heilbronn. Die Hermannsschlacht. Prinz Friedrich von Homburg.
'Bibliothek deutscher Klassiker'.
Herausgegeben von Ilse-Marie Barth, Hinrich C. Seeba
Deutscher Klassikerverlag

Januar 1987 - gebunden - 1329 Seiten

In den Jahren von 1808 bis 1811 schrieb Heinrich von Kleist jene Werke, die seinen weltliterarischen Ruhm begründeten: Penthesilea, Das Käthchen von Heilbronn, Die Herrmannsschlacht und Prinz Friedrich von Homburg. Doch die Entdeckung des Autors fand erst posthum statt. Sein Werk paßte nicht in das behagliche Bild, das man sich von der Klassik gemacht hatte. Schon Goethe selbst empfand die ihm von Kleist überreichte Penthesilea als befremdlich, war sie doch Gegenstück zum humanitären Appell einer Iphigenie. In der Tat hat Heinrich von Kleist Gegenwelten entworfen. Er hat seine literarischen Figuren ebenso wie sich selbst auf die Probe gestellt - um zu zeigen, ob und wie sie standhalten in einer Welt der Täuschungen, Verblendungen, der einstürzenden Sicherheiten, in Grenzsituationen angesichts der >Gebrechlichkeit der Welt<. Der vorliegende Band enthält sämtliche Fassungen der einzelnen Dramen, aus den Quellen ediert und erstmals umfassend kommentiert.
Penthesilea - Das Käthchen von Heilbronn - Die Herrmannsschlacht - Prinz Friedrich von Homburg - Kommentar der Herausgeber
Heinrich von Kleist, dessen Werk bereits auf die Moderne vorausweist, wurde am 18. Oktober 1777 in Frankfurt/Oder geboren. Die Beschäftigung mit Kants Philosophie löste 1801 eine Krise aus, die zur Infragestellung der Lebenspläne Kleists führte. Es folgten Reisen durch Deutschland, Frankreich und die Schweiz. 1807 wurde Kleist von französischen Behörden unter Spionageverdacht verhaftet. 1809 publizierte er patriotische Lieder und Aufsätze gegen die französische Besatzung. Von 1810-11 war er Herausgeber der Berliner Abendblätter , zunehmende Schwierigkeiten mit der Zensur führten zu deren Verbot. Gemeinsam mit der krebskranken Henriette Vogel beging Kleist am 21. November 1811 am Ufer des Wannsees in Berlin Selbstmord. Von den Dichtern der Goethezeit ist Heinrich von Kleist einer der lebendigsten und zerrissensten. Sowohl sein Leben als auch sein Werk standen im Zeichen einer aus den Fugen geratenen Zeit, und die extremen Gefühlslagen und radikalen Zweifel, die sich in den Werken dieses zu Lebzeiten erfolglosen Dichters Bahn brachen, sind auch heute noch höchst aktuell.

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