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Ich befreie mich von deiner Sucht

Hilfen für Angehörige von Suchtkranken. Mit Illustriert u…
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Produktdetails
Titel: Ich befreie mich von deiner Sucht
Autor/en: Helmut Kolitzus

ISBN: 3466305276
EAN: 9783466305278
Hilfen für Angehörige von Suchtkranken.
Mit Illustriert und Übersichten.
Kösel-Verlag

14. September 2000 - kartoniert - 230 Seiten

In Deutschland gibt es über acht Millionen Kinder, PartnerInnen, Eltern oder Arbeitskollegen, die von der Suchtkrankheit eines Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung betroffen sind. Bisher kümmert sich unsere co-abhängige Gesellschaft mit all ihren Institutionen einseitig um die Süchtigen. Die Angehörigen sind dagegen ohne Lobby und leiden im Stillen lange Zeit stärker als die Suchtkranken. Nur selten finden sie die Kraft, den Teufelskreis der Co-Abhängigkeit ohne Hilfe durch Psychotherapie oder Selbsthilfegruppen zu durchbrechen. Helmut Kolitzus wendet sich in seinem neuen Buch direkt an die Angehörigen von Suchtkranken. Am Beispiel einzelner Schicksale und Therapieverläufe aus der Praxis entwirft er ein Bild der Problematik und der Lösungsmöglichkeiten. Angehörigen wie Fachpersonal aus Helferberufen werden damit Wege aus der Sucht bzw. Co-Abhängigkeit aufgezeigt, die zwar häufig beschwerlich, aber für alle Beteiligten hilfreich sind.


Dr. med. Helmut Kolitzus, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychiatrie und Psychotherapie, Lehrtherapeut, Balint-Gruppenleiter und Filmemacher, leitet - nach mehrjähriger Chefarzttätigkeit - seit 1991 eine eigene Psychotherapie-Praxis im Zentrum von München. Als Multiplikator im Suchtbereich vertritt er die Interessen von Suchtkranken und deren Angehörigen. In Firmen und Behörden führt er Seminare durch zum Thema »Sucht am Arbeitsplatz« und »Anti-Burn-out«. Als Dozent ist er in mehreren Weiterbildungsinstituten tätig.
Vorwort: Immer nur lächeln? - Das Tarfun-Syndrom


Über acht Millionen Menschen in Deutschland verbindet ein gemeinsames Schicksal: Sie leiden unter dem Suchtproblem eines Menschen, der ihnen nahe steht - als Partnerin oder Partner, als Sohn oder Tochter, als Vater oder Mutter, als Arbeitskollege, als Schwager oder Schwägerin usw. Die Co-Abhängigkeit ist im Verein mit der Sucht das größte sozialmedizinische Problem unserer Gesellschaft. Warum kommt das bisher etwa in politischen Programmen oder Wahlkämpfen nicht vor? Leider tun unsere Institutionen fast nichts für die, die oft lange Zeit mehr und schlimmer leiden als die Suchtkranken selbst, aber aus Scham und Verzweiflung im Dunkeln bleiben, wo man sie nicht sieht. Vor etwa drei Jahren begann ich nach Ideen zu suchen, die einen gesellschaftlichen Prozess des Umdenkens einleiten könnten, und habe deshalb dieses Buch geschrieben.
In meinen Vorträgen und Seminaren demonstriere ich anhand eines Mobiles, wie alle schweren Krankheiten oder Defekte, ganz besonders aber die Sucht (von siech = krank!) auf soziale Systeme wirken. Nehmen wir den häufigeren Fall: Der Vater (oder Chef) ist mit sich selbst unzufrieden, mit seinem Beruf, seiner Karriere, seiner Ehe, ertränkt seine Gefühle von Trauer und Ärger in Alkohol und/oder nimmt Tabletten gegen die Ängste, Schlafstörungen, Aggressionen und depressiven Zustände. Hängen wir ihm symbolisch eine bayerische Trinkeinheit, einen Maßkrug an (oder ein Herrengedeck oder Man gönnt sich ja sonst nichts oder ...), zieht es ihn buchstäblich runter, während es gleichzeitig seine Frau nach oben katapultiert, in eine einsame, verlorene Position.
Um das Gleichgewicht im Mobile wieder zu finden, das offenbar tief biologisch verankert ist, müssen und werden die anderen Familienmitglieder sich um den Ausgleich bemühen, indem sie eigene Kraft, Kompetenz und eigenes Leiden in die Waagschale werfen. (Vor Beginn einer Therapie steigen nicht nur die Krankheitskosten des Süchtigen
in enorme Höhen, sondern in der Regel auch die der Familienmitglieder!) Ängstlich, ärgerlich, verbittert, traurig bemühen sich alle, ein neues, jetzt krankhaftes Gleichgewicht herzustellen. Vielleicht flüchtet ein Sohn in eine Haschischclique, um vom angeklagten Vater abzulenken, vielleicht wird eine Tochter magersüchtig, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, vielleicht verstummt ein anderes Kind und fängt wieder an einzunässen.
Der Suchtkranke hält sich in der Logik seiner Krankheit selbstverständlich für normal, will von der Notwendigkeit, zum Beispiel den Maßkrug wieder abzugeben, nichts wissen. Diesen Mechanismus kann man als Taifun-Syndrom beschreiben: Alle rotieren, weil es ihnen nicht gut geht und sie verständlicherweise Hilfe leisten wollen, um den unwilligen und uneinsichtigen Suchtkranken. Und der befindet sich im ruhigen Zentrum des Wirbelsturms...
Dieses Bild kann man auf die Gesellschaft übertragen. Es ist verblüffend, wie unsere Institutionen und ihre Vertreter in seltsamer Faszination dem Phänomen Sucht verfallen und dem armen, spektakulär narzisstisch leidenden Süchtigen mit allen Mitteln unter die Arme greifen wollen. Das erinnert an die übermäßige
Fürsorge, die lange Zeit den (allzu oft suchtkranken) straffällig gewordenen Menschen, den Tätern galt, während man darüber völlig vergaß, dass da noch Opfer sind, die wenig Beachtung oder gar Hilfe erfahren. Die Bestrafung des Täters ist wahrlich kein Ausgleich! Was nämlich ein Suchtkranker in seinem Umfeld an sozialem Unheil, seelischen und oft körperlichen Schäden bei seinen Mitmenschen anrichtet, hat nicht selten die Dimension einer Tragödie. Dagegen sind sozialkritische Psychodramen im Fernsehen geradezu Boulevardtheater.
Wie können wir nun die Energie vom kranken (nicht charakterlosen) Menschen abziehen, der ja sowieso vorerst nichts tun will, und auf diejenigen richten, die jetzt viel mehr Beachtung verdienen? Mein nahe liegender Gedanke: Als Erstes und damit in Vorbildfunktion
müssten die Institutionen, die sich dem Tabuthema Sucht schon immer gewidmet haben, ein Signal setzen. Also schrieb ich einen Brief an die Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren (DHS). Ich schlug vor, in einem Wechsel der Perspektiven endlich einmal den Angehörigen die zentrale Aufmerksamkeit zu schenken und ein Jahr der Angehörigen in der Suchthilfe auszurufen. Der Geschäftsführer der DHS reagierte prompt, zeigte sich angetan von meiner Idee. Wenig später die Bestätigung: Die Mitgliederversammlung der DHS hat sich mit dem Thema beschäftigt und das Jahr 2000 zum Jahr der Angehörigen Suchtkranker erklärt. Ich bin stolz darauf, Urheber dieser Idee zu sein.
Mit meiner therapeutischen Arbeit, vor allem aber mit meinen Vorträgen und Seminaren für verschiedenste Zielgruppen möchte ich meinen Beitrag zum Gelingen der Idee und damit zur Einleitung eines neuen Denkprozesses leisten. Jede Veränderung beginnt im Kopf - und: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!
Das vorliegende Buch soll als Kristallisationspunkt dienen wie mein erstes Buch Die Liebe und der Suff... Schicksalsgemeinschaft Suchtfamilie. Schon darauf reagierten mit Briefen, Anrufen etc. mehr Co-Abhängige als Süchtige. Aber die Leserinnen vermissten zu Recht ausführliche Hinweise zu ihren Problemen und entsprechenden Auswegen.
Diese vielfältigen Fragen und Sorgen will ich nun in diesem Buch aufgreifen und so weit wie möglich beantworten. Anhand von Fallbeispielen, wie sie mir täglich in der Praxis begegnen, stelle ich Therapieverläufe vor sowie Lösungsmöglichkeiten auch für scheinbar aussichtslose Situationen (selbstverständlich sind die Geschichten so weit anonymisiert, dass sie keine Rückschlüsse auf reale Personen zulassen): Was sind die Fallstricke der Co-Abhängigkeit, die Gefühlsfallen? Was mache ich mit mir selbst? Warum tue ich das? Warum tue ich mir das an?


Die individuelle Lösung
Bei aller Sach- und Fachkenntnis müssen wir immer die Achtung vor dem individuellen Schicksa
l bewahren. Jeder muss und darf sich so entscheiden, wie er will. Wenn es mir gelingen sollte, die eine oder andere Ihrer Entscheidungen rationaler zu gestalten, befreit vom Druck des unbewussten Negativ-Drehbuchs mit düsterem Ende, sollte es mich freuen. Wenn mich jemand fragt: Was soll ich tun?, antworte ich manchmal ironisch: Leider habe ich meinen Rezeptblock nicht da. Deswegen kann ich kein Patentrezept ausstellen. Aber ich traue Ihnen zu, dass sie bald Ihren individuellen Weg finden. Vertrauen Sie auf Ihre eigene Stärke!
Co-Abhängigen, besonders wenn sie (noch) keine eigene Sucht entwickelt haben, kann man in der Regel durch eine Einzel- oder Gruppentherapie viel schneller helfen als Suchtkranken, die zusätzlich durch ihre Droge oder ihre Drogen beeinträchtigt werden. Therapie bei Co-Abhängigen gelingt aber nur, wenn die Therapeuten die spezifischen Mechanismen und Rollen des Co-Abhängigkeits-Syndroms kennen und therapeutisch damit umgehen können.

"Patienten haben Angehörige, Süchtige haben Helfer! Diese Angehörigen und Helfer im Umfeld eines suchtkranken Menschen, so beschreibt der Münchener Psychotherapeut Dr. H. Kolitzus, stehen mit ihren Nöten oft im Schatten. An sie richtet sich dieses hervorragend verständliche Buch. Es gibt einen Überblick über die Ausprägungen "der Sucht gebraucht zu werden". Es erklärt anhand von Fallbeispielen, wie sich die Co-Abhängigen und die Süchtigen miteinander verstricken. Insbesondere nennt es notwendige Schritte, um sich aus der Co-Abhängigkeit zu verabschieden und wieder zu lernen, sich um das eigene Genesen, das eigene Glück zu kümmern. Das Jahr 2000 hat die Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren (DHS) zum Jahr der Angehörigen erklärt, so kommt das Buch zum rechten Zeitpunkt."

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