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Endometriose: Schmerzfrei durch optimale Ernährung und einen gesundheitsfördernden Umgang mit St…

Ein Selbsthilfekonzept. Auflage 2017.
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Produktdetails

Titel: Endometriose: Schmerzfrei durch optimale Ernährung und einen gesundheitsfördernden Umgang mit Stress
Autor/en: Nicole von Hoerschelmann

ISBN: 3938580216
EAN: 9783938580219
Ein Selbsthilfekonzept.
Auflage 2017.
Diametric Verlag

26. April 2011 - kartoniert - 144 Seiten

Eine chronische Endometriose spielt sich nicht nur im biologischen, sondern auch im sozialen Leben von Frauen ab. Denn wenn starke chronische Schmerzen über eine längere Zeit den Alltag dominieren, verändert sich auch die Person.

Nicole von Hoerschelmann ist Diplompsychologin und berät Schmerzpatient innen einer Rehabilitationsklinik in Schleswig-Holstein. 1991 wurde bei ihr als Mittzwanzigerin eine Endometrioseerkrankung diagnostiziert. Nach mehreren operativen Eingriffen stand sie vor der Wahl, entweder mit den chronischen Schmerzen zu leben oder dauerhaft auf die Einnahme von Schmerzmitteln angewiesen zu sein. Sie entschied sich für einen dritten Weg: die Suche nach Alternativen. 1997 gründete sie eine Endometriose-Selbsthilfegruppe und begann, sich in der Endometriose-Vereinigung zu engagieren.

Bei ihren mehrjährigen Recherchen stieß sie immer wieder auf den Zusammenhang zwischen Krankheit und Ernährung - sowohl als Genesungs- wie auch als Risikofaktor. So begann sie damit, verschiedene Ernährungsempfehlungen, die sie an die deutschen Essgewohnheiten und das hiesige Nahrungsmittelangebot anpasste, umzusetzen und ihre beruflichen Erfahrungen aus der Schmerzberatung mit dem Wissen um die Zusammenhänge von Schmerz und Stress miteinander zu verknüpfen.

Bereits acht Wochen nach Beginn der konsequent umgesetzten Ernährungsumstellung und des Stressbewältigungsprogramms zeigten sich erste Erfolge: Die endometriosebedingten Schmerzen gingen spürbar zurück. Nicole von Hoerschelmann hat ihr Selbsthilfekonzept weiterentwickelt und lebt damit bis heute schmerzfrei.
Obwohl meine Endometriose mehrfach operativ behandelt wurde, litt ich 15 Jahre unter monatlich wiederkehrenden starken, krampfartigen Schmerzphasen, die im November 2005 geradezu eskalierten. Ich hatte mir während der Mittagspause auf die Schnelle beim Bäcker süßes und salziges Gebäck (aus 100 % Weizen!) gekauft. Kurze Zeit später setzte die Blutung ein, und das Schmerzmittel, das ich sofort einnahm, schien überhaupt nicht zu wirken. Da ich in einer Klinik arbeite, bat ich eine Ärztin um Hilfe. Doch die Schmerzmittelkombination, die sie mir gab, hatte keinen Einfluss auf die Schmerzen, und sie reagierte entsetzt über das Ausmaß, als ich unter den Krämpfen stöhnte.

Bis Feierabend wurden die Schmerzen unerträglich, sodass ich mich mehr und mehr verkrampfte und kaum noch die Beine bewegen konnte. Zu Hause angekommen, war ich nicht einmal mehr in der Lage, meine Jacke auszuziehen, so sehr hatte sich mein Körper verkrampft.

Nach einem weiteren Schmerzmittelcocktail kamen mir sehr makabre Gedanken in den Sinn. Normalerweise hatte es mich immer getröstet, dass die Schmerzen irgendwann vorbei sein würden. Diesmal bedauerte ich, dass Menschen so starke Schmerzen aushalten konnten.

Alle vier Wochen quälte ich mich mit Schmerzen herum, die von Monat zu Monat schlimmer wurden. Damals wünschte ich mir, alles hätte ein Ende. Ich jedenfalls war am Ende, sowohl körperlich als auch psychisch, und außerdem völlig verzweifelt. Es musste etwas passieren.

Meist dauerten die Schmerzzustände eine Woche an, und ich brauchte anschließend eine Woche, um mich davon zu erholen. Als es mir besser ging, war ich entschlossen, nach einem Ausweg für mich zu suchen, und ich begann, systematisch meine Notizen durchzusehen, die ich im Laufe der Erkrankung gesammelt hatte.

Ich hatte mich über alternative Heilmethoden bei Endometriose informiert, sichtete regelmäßig deutschsprachige Fachliteratur und recherchierte auf dem englischsprachigen Buchmarkt. Im Ergebnis stellte Ernährung einen immer wieder angeführten Genesungs-, aber auch Risikofaktor für viele Erkrankungen dar.

In der Mitgliedszeitschrift »Endo-Info« der Endometriose-Vereinigung Deutschland e. V. wurde ein amerikanisches Buch empfohlen, das sich mit Ernährung bei Endometriose auseinandersetzt und in dem physiologische Abläufe und Zusammenhänge sehr gut erklärt sind. Es ist von den Autoren Diane Shepperson Mills, Ernährungswissenschaftlerin, und Dr. Michael Vernon, Physiologe, verfasst und heißt übersetzt »Ein Schlüssel zu Heilung und Fruchtbarkeit durch Ernährung«1.
Dieses Buch beeinflusste mich neben anderen am nachhaltigsten bei meiner Ernährungsumstellung. Parallel begann ich, meine beruflichen Erfahrungen aus der Beratung chronischer Schmerzpatienten mit den ernährungsphysiologischen Empfehlungen Schritt für Schritt zu verknüpfen.

Als sich die ersten Erfolge einstellten und die endometriosebedingten Schmerzen spürbar nachließen, entwickelte sich daraus fast zwangsläufig ein kombiniertes Ernährungs- und Stressbewältigungsprogramm, mit dem es mir bis heute gelingt, schmerzfrei zu leben.

Eine nicht unbedeutende Rolle spielte dabei die unmittelbare Erfahrung, diesen Schmerzzuständen nicht mehr ohnmächtig gegenüberzustehen. Das gibt neuen Lebensmut und ein Stück der Selbstgewissheit zurück, denn man erfährt an sich selbst, dass man fähig ist, den Schmerz zu beeinflussen, anstatt ihm wie bisher hilflos ausgeliefert zu sein.

Endometriosepatientinnen leiden häufig besonders unter den Schmerzen, die durch die Endometriose verursacht werden. Die Ausdehnung der Endometriose und die sich monatlich wiederholenden Entzündungsprozesse, die weitere Verwachsungen fördern, können zu akuten, aber auch zu andauernden oder wiederkehrenden Schmerzen führen, die als chronisch bezeichnet werden. Oftmals sind das krampfartige Schmerzen, die im Verlauf der Erkrankung zunehmend den Alltag beeinträchtigen. Die Belastung, die durch den Schmerz entsteht, zermürbt und kann zu psychischen Beeinträchtigungen führen, wie depressiven Symptomen, Ängsten und Schlafstörungen. So kann die Endometriose Einfluss auf unser Umfeld nehmen, auf Familie, Freunde, Kollegen und Vorgesetzte.

In diesem Zusammenhang sei nochmals erwähnt, dass die Ausprägung der Endometriose nicht mit dem Beschwerdegrad zusammenhängen muss. Es gibt an Endometriose erkrankte Frauen, die keinerlei Schmerzen haben und bei denen die Erkrankung erst durch den unerfüllten Kinderwunsch erkannt wird.

(Auszug) Was ist Schmerz?

Schmerz ist unangenehm. Schmerzen fühlen und erleben wir durch unsere Sinne. Schmerz ist mit einer aktuellen oder möglichen Schädigung unseres Körpers verbunden.

Eine Gruppe von Wissenschaftlern hat im Auftrag der International Association for the Study of Pain (IASP) die folgende Definition von Schmerz formuliert: Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit aktueller oder potenzieller Gewebeschädigung verknüpft ist oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird.

Was wäre, wenn wir keine Schmerzen wahrnehmen würden? Stellen Sie sich vor, Sie sitzen auf dem Sofa und sind in ein spannendes Buch vertieft. Weil es noch gemütlicher ist, haben Sie ihre Beine auf dem Couchtisch ausgestreckt. Das Buch zieht Sie völlig in seinen Bann. Aufgeregt rutschen Sie auf dem Sofa hin und her, sodass Ihre Füße den brennenden Teelichtern zu nahe kommen, die mitten auf dem Tisch stehen. Stellen Sie sich vor, was passieren würde, wenn Sie keine Schmerzempfindung hätten Ohne Schmerzempfindung wären wir Gefahren schutzlos ausgeliefert und könnten nicht lange überleben.

Schmerz ist ein Alarmsystem unseres Körpers, das uns vor körperlicher Schädigung warnt, Fehlfunktionen anzeigt und Reaktionen hervorruft, die unseren Körper schützen sollen. Der Alarm oder Reiz kann als Information an das Gehirn verstanden werden, dass der Körper oder bestimmte Teile, so etwa Gewebestrukturen im Inneren des Körpers, in Gefahr sind, geschädigt zu werden oder bereits geschädigt worden sind. Durch komplizierte Vorgänge werden die Gefahrenmeldungen als Reize in Schmerzen umgewandelt oder auch nicht.

Die Erfahrung von Schmerz ist also normal und gleichzeitig eine wichtige, wenn auch unangenehme Antwort auf Reize, die unser Gehirn für bedrohlich hält...

Endometriosepatientinnen wissen oft nicht, dass die Schmerzen, unter denen sie Monat für Monat leiden, als chronisch bezeichnet werden. Viele entgegnen, dass ihre Schmerzen aber doch akut jeden Monat durch die Menstruation verursacht werden. Das ist so auch richtig. Dabei spielen aber die Zeitdauer und die Regelmäßigkeit oder Beständigkeit der Schmerzen eine wichtige Rolle. Wenn Schmerzen über einen Zeitraum von sechs Monaten ständig oder wiederholt auftreten, werden sie als chronisch bezeichnet. Da die Schmerzen, bedingt durch die Menstruationsblutung, zwar akut, aber in monatlichen Abständen wiederholt auftreten, kommt es mit der Zeit zu Veränderungen im Nervensystem. Es entsteht ein Schmerzgedächtnis.


(Auszug) Schmerzbewältigungs-Strategien
Der Notfallkoffer

Es gab endometriosebedingte Schmerzphasen, die so stark waren, dass ich nur noch ein Schmerzmittel einnehmen konnte. Auf einer Skala zwischen 0 (für nicht vorhanden) und 10 (für unerträgliche Schmerzen) lag ich gefühlt bei 8 oder 9. Wenn ich Frühwarnsignale als solche erkannte, dann probierte ich nicht-medikamentöse Schmerzbewältigungs-Strategien aus. Ich bin davon überzeugt, dass auch Sie durch eine weizenfreie Ernährung Ihre endometriosebedingten Schmerzen reduzieren können bis hin zur Schmerzfreiheit. Dennoch hat die Endometriose Ihr Schmerzerleben verändert, sodass Sie z. B. Kopf- oder Rückenschmerzen unangenehmer empfinden können, als Sie es vor der Endometrioseerkrankung taten.

Neben den bereits erwähnten Schmerzmitteln kann es hilfreich sein, sich eine Art Notfallkoffer anzulegen, z. B. einen kleinen Karton, der Gegenstände und/oder Ideen zur Schmerzbewältigung enthält.

Welche Techniken oder Strategien nutzten Sie bisher, um mit den Schmerzen besser umgehen zu können? Sammeln Sie schriftlich Ideen, die Ihnen helfen, Schmerzen zu lindern. Die Ideen sollten sich nach kurzfristig und langfristig wirkenden Methoden unterscheiden.

Auf den nächsten Seiten finden Sie Anregungen, die zum Teil von den Teilnehmerinnen der Endometriose-Selbsthilfegruppe Wiesbaden zusammengetragen wurden und die auch in der Therapie von Patienten mit chronischen Rückenschmerzen relevant sind.

Wärme: heiße Dusche, Badewanne, Rotlicht, Wärmflasche, Körnerkissen, Heizdecke, Sauna.
Ruhe: Entspannungsübungen, nur hinlegen und nichts tun, lesen, Musik hören, sich Pausen gönnen und sie einhalten.
Bewegung: Bauchtanzübungen, tanzen allgemein, Luna-Yoga, Pezziball-Übungen (sanft auf und ab federn), langes Sitzen oder Stehen regelmäßig unterbrechen.
Geselligkeit: Menschen treffen, die gut tun; telefonieren, um Unterstützung bitten, Lachen und Fröhlichkeit fördern, Lachyoga/Lachclubs.
Hobbys: malen, musizieren, basteln, Gesellschaftsspiele, lesen, vorlesen, Enkelkinder, Tiere.
Selbstfürsorge: sich bei Überforderung abgrenzen; wenn man 'Nein' denkt, auch 'Nein' sagen üben. Ein halbherziges Ja ist ein Nein zu sich selbst! Aktive Auseinandersetzung mit Anforderungen, Konflikten und Problemen. Mehr an sich selbst denken. Grenzen erkennen und akzeptieren, nicht über die eigenen Kräfte hinausgehen, mit den eigenen Energien besser haushalten lernen.
Natur: spazieren gehen, Tiere beobachten, Sonne und frische Luft genießen, wandern.
Weitere Maßnahmen: Akupunktur, Osteopathie, Massage, Medikamente, TENS-Geräte.

Schmerzauslösende und schmerzverstärkende Faktoren

Es ist wichtig, die schmerzauslösenden und schmerzverstärkenden Faktoren zu kennen, um reduzierend auf sie einwirken zu können. Folgende emotionale Faktoren und persönliche Einstellungen, die Druck und Stress erzeugen, wurden von Endometriosepatientinnen als Schmerzauslöser und -verstärker benannt:

das Gefühl, sich beweisen zu müssen, Leistung erbringen zu müssen, viele Termine und Verpflichtungen/wenig Freiräume, Überforderung,
Leere, Langeweile, zu viel Rücksichtnahme auf andere, Ärger, Streit, Konflikte, Missverständnisse/sich nicht verstanden fühlen, Trauer und Verluste (Heimat, Arbeitsplatz, Partner durch Scheidung, Todesfall etc.),
Mobbing, Angst, Wut, Traurigkeit, Unangenehmes Wetter: Kälte, Dunkelheit, Nebel, Feuchtigkeit.

(Auszug) Das Salutogenese-Konzept :
Wissen Sie, was Gesundheit bedeutet?

Wenn ich Patienten diese Frage stelle, höre ich oft '. nicht krank zu sein.' Tatsächlich gibt es die Definition: 'Gesundheit ist die Abwesenheit von Krankheiten.' Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht einen Schritt weiter. Sie beschreibt Gesundheit als Wohlbefinden im körperlichen, seelischen und sozialen Bereich. Hierbei wird ein positiver Gesundheitsbegriff geprägt. Gesundheit ist demnach mehr als nur die Abwesenheit von Krankheiten, sondern beinhaltet Leistungsfähigkeit, Handlungsmöglichkeiten sowie körperliches und psychisches Wohlbefinden.
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