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Die rote Antilope

Roman. Originaltitel: Vindens son. 5. Auflage.
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Produktdetails
Titel: Die rote Antilope
Autor/en: Henning Mankell

ISBN: 3552051694
EAN: 9783552051690
Roman.
Originaltitel: Vindens son.
5. Auflage.
Übersetzt von Verena Reichel
Zsolnay-Verlag

30. Juli 2001 - gebunden - 384 Seiten

Die Geschichte eines kleinen schwarzen Jungen, der Ende des 19. Jahrhunderts von wohlmeinenden Weißen nach Schweden gebracht wurde und sich dort nach seiner warmen Heimat zu Tode sehnt. Ein menschliches Drama, ein politisches Gleichnis und ein ebenso spannender wie poetischer Roman.
Henning Mankell, 1948 als Sohn eines Richters in Stockholm geboren, wuchs in Härjedalen auf. Als 17-jähriger begann er am renommierten Riks-Theater in Stockholm das Regiehandwerk zu lernen. 1972 unternahm er seine erste Afrikareise. Sieben Jahre später erschien sein erster Roman "Das Gefangenenlager, das verschwand". In den kommenden Jahren arbeitete er als Autor, Regisseur und Intendant an verschiedenen schwedischen Theatern. 1985 wurde Henning Mankell eingeladen, beim Aufbau eines Theaters in Maputo, Mosambik, zu helfen. Er begann zwischen den Kontinenten zu pendeln und entschied sich schließlich, überwiegend in Afrika zu leben. Dort ist auch der größte Teil der Wallander-Serie entstanden. Außerdem schrieb Henning Mankell Jugendbücher, von denen mehrere auch in Deutschland ausgezeichnet wurden. 2009 erhielt er den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis. Henning Mankell verstarb im Oktober 2015.
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Stop! Alle Krimifans müssen das Buch wieder zurücklegen: Kein Wallander, ja nicht einmal ein Mord kommen in diesem Buch vor. Mankell erzählt eine andere Geschichte: Ende des 19. Jahrhunderts reist der schwedische Student Hans Bengler nach Südafrika auf Safari. Doch statt wertvoller und seltener Insekten findet er einen schwarzen Waisenjungen. Hans nimmt den Jungen mit nach Schweden, nennt ihn Daniel und zieht ihn bei sich auf. Obwohl Daniel schnell die Sprache seines neuen Heimatlandes lernt, bleibt er ein Fremder in der europäischen Kultur. Zu stark sind die afrikanischen Wurzeln, zu groß ist die Sehnsucht nach dem naturnahen Leben in der Savanne. In seinen Träumen sieht er, wie sein leiblicher Vater eine rote Antilope in die Felsen ritzt, die Antilope wird zu Daniels Sinnbild der verlorenen Heimat. Kein Zweifel, dass Mankell ein außerordentlicher Erzähler ist. Und so glückt auch dieser für den schwedischen Bestsellerautoren so ungewöhnliche Roman. Die traurige Geschichte von Daniel hat Mankell sichtbar ergriffen, seine Schilderung ist mitfühlend und zutiefst ergreifend.(kulturnews/am) Der Junge aus der Kalahari Nicht Kurt Wallander, sondern Hans Bengler heißt der Protagonist in Henning Mankells neuem Roman "Die rote Antilope". Die Fans des kauzigen schwedischen Kommissars müssen sich noch bis Ende Oktober gedulden, dann erscheint Mankells nächster Wallander-Krimi "Die Brandmauer" in deutscher Übersetzung. Stattdessen entführt uns der schwedische Erfolgsautor nun zum zweiten Mal nach Afrika. Mankell erzählt die Geschichte des mehr oder weniger erfolglosen Insektenforschers Hans Bengler - ein junger Mann, der um Anerkennung kämpft, dem es aber an wissenschaftlichem Ehrgeiz mangelt. Im Jahr 1878 bricht er zu einer abenteuerlichen Expedition auf. Er will in der Kalahari nach noch unbekannten Insekten suchen. Musca bengleriensis - den Namen, mit dem er eine Art Denkmalstatus anstrebt, hat er schon im Kopf. Doch Bengler bringt von seiner zwei Jahre währenden Entdeckungstour nicht nur diverse Aufzeichnungen und einige präparierte Tiere mit nach Schweden zurück, sondern auch einen afrikanischen Knaben, den er Daniel getauft hat. Wochenlange strapaziöse Märsche durch die Wüste, bei denen sich Bengler gegenüber den ihn begleitenden Eingeborenen "zum ersten Mal als der Stärkere fühlte", lagen hinter ihm, als er auf eine kleine Ansiedlung stieß. Dort lebte und herrschte sein schwedischer Landsmann Wilhelm Andersson mit patriarchalischer Strenge. Im Tausch gegen einen Sack Mehl hatte Andersson den kleinen Jungen erhalten. Fortan gilt die Sympathie und Anteilnahme des Lesers nur noch dem Knaben, dessen Schicksal keineswegs zufällig an den jungen Nelo aus Mankells Roman "Der Chronist der Winde" (2000) erinnert. Ist es für ihn nun eine Erlösung oder eine Strafe, dass sich Bengler in den Kopf gesetzt hat, ihn zu adoptieren und mit in die schwedische Heimat zu nehmen? Die Figur des Hans Bengler wird dem Leser mit Fortdauer des Romans immer suspekter. Nicht nur, weil er ständig onaniert und fiktive Briefe an die schwedische Prostituierte Matilda schreibt, sondern weil Bengler, der seine Expedition als "Flucht vor mir selbst" bezeichnet hat, um jeden Preis Aufsehen erregen will. Schafft er es schon nicht als Forscher, so versucht er es in der Rolle des vermeintlichen Wohltäters eines afrikanischen Kindes. Bengler lässt Daniel (der eigentlich - wie wir später erfahren - Molo heißt) wissenschaftlich untersuchen, bringt ihm die schwedische Sprache und europäische Manieren bei. Doch glücklich wird der Junge nicht. In seinen Träumen sieht er stets eine rote Antilope, die sein leiblicher Vater einst in einen Felsen geritzt hat. Mankell benutzt dieses sprunggewaltige Tier als Allegorie, denn auch Daniel möchte zum Sprung ansetzen - von Schweden zurück nach Afrika. Der versierte Krimi-Autor ist auch in diesem Roman nicht zu übersehen, denn es gibt einen Spannungsbogen von der ersten bis zur letzten Seite. Er mündet in die Frage: Hat Daniel mit dem Tod des schwedischen Mädchens Sanna zu tun, das auf bestialische Weise ermordet wurde? Doch vor allem geht es Henning Mankell in diesem Roman um die Annäherung unterschiedlicher Kulturkreise, um die literarische Weitergabe diesbezüglicher Erfahrungen, die er an seinem Zweitwohnort Maputo (Mosambique) gewonnen hat. Die durchaus ehrbaren Vorsätze reichen nicht aus. Vor allem Benglers eurozentriertes Denken, sein missionarischer Eifer verhindern eine wirkliche Annäherung zwischen "Vater" und Adoptivsohn. "Es ist, als stünde dieser Junge auf der anderen Seite des Lebensflusses, winkte uns zu und erinnerte uns daran, dass der gute Wille nicht allein ausreicht, um anderen Menschen zu helfen - er muss von Vernunft begleitet sein", hat Mankell in einem Interview das Spannungsverhältnis zutreffend beschrieben. "Die rote Antilope" spricht jedoch gleichermaßen Herz wie Kopf an. Das schaffen nicht viele Romane. Peter Mohr © www.titel-magazin.de

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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ein spannender,ergreifender Roman - von Anonym (Akademische Buchhandlung Knodt) - 01.12.2006 zu Henning Mankell „Die rote Antilope“
Ende des 19. Jahrhunderts reist ein junger Mann aus Schweden nach Südafrika. Der gescheiterte Student und Abenteurer Hans Bengler hofft, mit einem unbekannten Insekt zurückzukommen, das ihn berühmt machen soll. Stattdessen entdeckt er bei einem Großwildjäger am Rande der Kalahariwüste einen verwaisten Buschmann-jungen und beschließt, ihn nach Europa mitzunehmen. Obwohl Daniel, wie Bengler ihn nennt, die schwedische Sprache bald leidlich versteht, wird er sich auf dem weißen Kontinent nie richtig heimisch fühlen. Er muss Schuhe tragen, an Türen anklopfen und sich pausenlos anstarren lassen, denn die meisten Schweden haben noch nie einen Schwarzen gesehen. Ein spannender,ergreifender Roman und zugleich ein wunderbares Gleichnis.
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