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Ein Leben wird besichtigt

In der Welt der Eltern. Mit Abbildungen.
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Produktdetails
Titel: Ein Leben wird besichtigt
Autor/en: Wolf Jobst Siedler

ISBN: 3886807045
EAN: 9783886807048
In der Welt der Eltern.
Mit Abbildungen.
Siedler Verlag

4. September 2000 - gebunden - 384 Seiten

Wolf Jobst Siedler war sieben, als Hitler die Macht ergriff, und er erinnert sich genau, wie die Familie die Autokavalkade Hindenburgs und Hitlers bei der Rückkehr vom "Tag von Potsdam" sah. Siedler erinnert sich seiner Kindheit und Jugend, als Deutschland auf den Krieg zuging, den aber kaum jemand voraussah. Sein Vater, ehemals ein kaiserlicher Diplomat und inzwischen ein Industriesyndikus, entstammte der Welt des konservativen Bürgertums, war aber als Anhänger der Demokratischen Partei entschieden gegen die neuen Machthaber. In dieser Atmosphäre konservativer Liberalität wuchs der Sohn auf, erst in den Schulen und Gymnasien Berlins, dann in Internaten in Schloss Ettersburg und in Spiekeroog, wo der Sohn Ernst Jüngers sein bester Freund wurde. Zur Jahreswende 1943/44 verhaftete man die beiden Siebzehnjährigen als Rädelsführer einer jugendlichen Widerstandsgruppe. Gemeinsam verbrachten sie mehrere Monate im Gefängnis, bis sie zur "Frontbewährung" begnadigt wurden. An der italienischen Front fiel der Freund in den ersten Tagen, offensichtlich auf einem Himmelsfahrtkommando; Siedler verbrachte nach seiner Verwundung einige Monate in verschiedenen Lazaretten in Italien. Fronterlebnisse, Gefangenschaft und Jahre in Afrika schließen Siedlers Jugendzeit ab. Ende 1947 kehrt der Zweiundzwanzigjährige in seine zerstörte Vaterstadt Berlin zurück. Als Siebzehnjähriger ging Wolf Jobst Siedler zu Gustaf Gründgens ins Schauspielhaus am Gendarmenmarkt und zu Heinrich George ins Schillertheater. Dort sah er Grabbes "Hannibal": Der punische Feldherr trinkt den Giftbecher und beantwortet die Frage seines schwarzen Sklaven, was wohl nach dem Trunk sein werde, mit dem Satz: "Was soll schon sein? Aus der Welt werden wir nicht fallen, wir sind einmal drin." Das war das Lebensgefühl des jungen Siedler zwischen Gefängnis und Front, von dem der Autor aus der Nähe des Erlebten und der Distanz der Erinnerung auf unvergleichliche Weise berichtet.



Wolf Jobst Siedler, 1926 geboren, wurde in den fünfziger Jahren einer der bedeutendsten Publizisten und Verleger Deutschlands. Fast zwanzig Jahre lang leitete er die Verlage Ullstein und Propyläen sowie von 1980 bis 1998 den von ihm gegründeten Siedler Verlag. Siedler trat durch zahlreiche Essays und Bücher auch selbst als Kritiker und Kommentator der politischen Zustände Deutschlands hervor. Zu seinen wichtigsten Büchern zählen "Die gemordete Stadt" (1964), "Auf der Pfaueninsel" (1986), "Abschied von Preußen" (1991) und seine Erinnerungen "Wir waren noch einmal davongekommen" (2004). Sein Werk wurde mit einer Vielzahl von Preisen, unter anderem dem Großen Schinkel-Preis, dem Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik und dem Nationalpreis ausgezeichnet. Wolf Jobst Siedler starb im November 2013 in seiner Heimatstadt Berlin.
Vergangene Welt Wolf Jobst Siedlers Autobiographie umfaßt die Jahre seiner Kindheit bis zur Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft im Alter von 22 Jahren. Klug und kritisch ordnet der Zeitzeuge seine Lebenserfahrungen in die Geschichte ein. Das Ganze geschieht mit einer gewissen Distanz, die zwischen dem heutigen und dem damaligen Blickwinkel unterscheidet, ohne jedoch gefühllos zu werden. Einfühlsam erzählt Siedler, wie es sich damals lebte in der Welt seiner Eltern, die geprägt war von einem dem 19. Jahrhundert entstammenden bürgerlich-liberalen Konservatismus. Es sind die vermeintlich kleinen Dinge im Leben, welche die Stimmung einer Zeit kennzeichnen und derer man sich oft am deutlichsten erinnert. Liebevoll und mit gelegentlichem Augenzwinkern holt Siedler Traditionen und Begebenheiten aus dem Gedächtnis hervor. Dann der allmähliche Einbruch in diese Welt durch das Nazi-Regime, dem sich der Autor zunächst noch entziehen kann. Das ändert sich radikal in den letzten Schuljahren im Internat auf Spiekeroog, wo Siedler mit einer Gruppe anderer Heranwachsender kritisch über das Regime nachdenkt. Dabei vermeidet es der bescheidene Autor, sich als bewußten Widerständler zu begreifen. Zusammen mit seinem besten Freund, dem Sohn Ernst Jüngers, kommt der Siebzehnjährige Siedler ins Gefängnis und wird zur "Front-Bewährung" verurteilt. Der Freund fällt nach kurzer Zeit. Siedler selbst hat Glück, er überlebt Fronterlebnisse und Lazarettzeit in Italien und gerät schließlich in englische Kriegsgefangenschaft, die ihn für zwei Jahre nach Afrika führt. Erst 1947 kehrt er in die zerstörte Heimat zurück. Mit großer Sensibilität beschreibt Siedler das Leben und die Menschen, die er während dieser Zeit trifft. Siedler ist vor allem ein ehrlicher Memoirenschreiber, der eine gute Portion Selbstironie mitbringt und zu seinen Gedächtnislücken steht. Mit der Ergänzung von Erfahrungen seiner Familie und Freunde und eigener späterer Erlebnisse bereichert er seine Erinnerungen um Einblicke, die ein vielfältiges und doch sehr persönliches Bild jener Zeit vermitteln. (C) SPIEGEL ONLINE - Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet AG

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