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Gesamtausgabe 04. Einleitung in die Moralwissenschaft 2

Eine Kritik der ethischen Grundbegriffe. 'suhrkamp tasche…
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Produktdetails
Titel: Gesamtausgabe 04. Einleitung in die Moralwissenschaft 2
Autor/en: Georg Simmel

ISBN: 3518284045
EAN: 9783518284049
Eine Kritik der ethischen Grundbegriffe.
'suhrkamp taschenbücher wissenschaft'. 'Gesamtausgabe'.
Herausgegeben von Klaus Christian Köhnke, Otthein Rammstedt
Suhrkamp Verlag AG

29. Oktober 1991 - kartoniert - 427 Seiten

Einleitung in die Moralwissenschaft ist Georg Simmels ehrgeiziger Versuch, eine Kritik der ethischen Grundbegriffe zu liefern, wie das Werk im Untertitel heißt. Ziel von Simmels Unternehmen ist es, die Ethik mit ihrer »unübersehbaren Fülle der Moralprinzipien« (Vorwort zur ersten Auflage) auf eine methodisch sichere, wissenschaftliche Grundlage zu stellen, jenseits ihrer »Eingrenzung zwischen abstrakten Imperativen und unmethodischen oder spekulativen Betrachtungen« (ebd.). Anhand einer Kritik ethischer Grundbegriffe wie »Sollen«, »Glückseligkeit« und »Freiheit« verteidigt Simmel seine Thesen von einer »Unbegründetheit der Moral« und von den Wertvorstellungen als »Denkmodus«, die evolutionär entstanden und nicht normativ ableitbar sind. Der vorliegende Abdruck des zweiten Bandes der "Einleitung in die Moralwissenschaft" erschien erstmals 1893 und wurde 1904 und 1911(...) nachgedruckt. Die Wiedergabe des Werkes erfolgt, mit ganz wenigen Ausnahmen, über die das Variantenverzeichnis Auskunft gibt, getreu der Orthographie und Interpunktion der Vorlagen. Der als Anhang beigegebene Abdruck des Textes "Parerga zur Socialphilosophie" erfolgt ebenfalls getreu der Orthographie und Interpunktion der Vorlage. Die in ihn eingegangenen Textstücke aus beiden Bänden der "Moralwissenschaft" sind im Variantenverzeichnis aufgeführt. Das Namensregister und der Semantische Index kumulieren die Stellen beider Bände des Werkes. Sie stellen Zusätze des Herausgebers dar. (Aus: Editorischer Bericht, Seite 403)
Einleitung in die Moralwissenschaft. Bd II: Eine Kritik der ethischen Grundbegriffe (1893) Anhang: Parerga zur Sozialphilosophie (1894) Editorischer Bericht Druckvorlagen Varianten Verzeichnis de Abkürzungen und Siglen Namenregister Semantischer Index
Georg Simmel wurde am 1. März 1858 in Berlin als jüngstes von sieben Kindern des Fabrikanten Edward Simmel und dessen Frau Flora (geb. Bodenstein) geboren und starb am 26. September 1918 in Straßburg. Die Familie ist jüdischer Herkunft, beide Elternteile traten jedoch schon früh zum christlichen Glauben über. Georg Simmel wurde evangelisch getauft. Von 1876 bis 1881 studierte er an der Berliner Universität Geschichte, Völkerpsychologie und Philosophie. Seine erste Promotionsschrift Psychologisch-ethnologische Studien über die Anfänge der Musik wurde von dem Philosophiehistoriker Zeller und dem Physiker Helmholtz wegen formaler Fehler und "zu gewagter" Thesen abgelehnt. Als Dissertation wird jedoch die prämierte Abhandlung Darstellung und Beurteilungen von Kants verschiedenen Ansichten über das Wesen der Materie akzeptiert. Nach Überwindung weiterer Hindernisse wurde er 1885 mit der Schrift Kantische Studien im Fach Philosophie habilitiert und an der Berliner Universität zum Privatdozenten ernannt. Mit der öffentlichen Antrittsvorlesung »Über das Verhältnis des ethischen Ideals zu dem logischen und dem ästhetischen« begann er seine sehr erfolgreichen Veranstaltungen, die auch gesellschaftlich große Resonanz fanden. Trotz seines akademischen Erfolgs wurde Simmel mit antisemitischen Ressentiments konfrontiert. So wurde 1898 sein erster Antrag auf Erteilung eines Extraordinariats vom Kultusministerium abgelehnt. 1908 scheiterte seine Berufung auf die zweite Professur für Philosophie in Heidelberg trotz der Empfehlungen von Max Weber und Eberhard Gothein am antisemitischen Gutachten des im Alldeutschen Verband engagierten Berliner Historikers Dietrich Schäfer (1845-1929). Heute gilt Simmel als einer der wichtigsten und faszinierendsten Vertreter der Soziologie des 20. Jahrhunderts, der entscheidend zur Formierung dieser Disziplin als eigenständiger Wissenschaft beigetragen hat.

"Herrlicher Wahnsinn." DIE ZEIT 06.12.2016

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