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Das Herz der Nacht

Roman. Originaltitel: The Heart of the Night.
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Produktdetails

Titel: Das Herz der Nacht
Autor/en: Judith Lennox

EAN: 9783492953375
Format:  EPUB
Roman.
Originaltitel: The Heart of the Night.
Übersetzt von Mechtild Ciletti, Mechtild Sandberg, Judith Lennox
Piper Verlag GmbH

31. März 2011 - epub eBook - 560 Seiten

Eine neue Welt eröffnet sich der jungen Engländerin Kay Garland, als sie in den Dreißigerjahren Gesellschafterin der Millionärstochter Miranda wird. Der Luxus und das mondäne Leben faszinieren sie, doch lernt sie auch die Schattenseiten des Reichtums kennen. Als Kay von Mirandas Vater unvermittelt entlassen wird, muss sie nach England zurückkehren. Miranda hingegen erlebt als Ehefrau eines deutschen Grafen in Ostpreußen den Kriegsausbruch. Die dunklen Zeiten fordern von beiden Freundinnen mutige Entscheidungen...
Judith Lennox, geboren 1953 in Salisbury, wuchs in Hampshire auf. Sie ist eine der erfolgreichsten Autorinnen des modernen englischen Gesellschaftsromans und gelangt mit jedem neuen Buch auf die deutschen Bestsellerlisten. Judith Lennox liebt Gärtnern, ausgedehnte Wanderungen, alte Häuser und historische Stätten. Sie lebt mit ihrem Mann in Cambridge. Die beiden sind Eltern dreier erwachsener Söhne.

1

KAY GARLAND BEGEGNETE MIRANDA DENISOV zum ersten Mal in einem Haus in der Charles Street in Mayfair. Miranda war beeindruckend schön, mit breiter Stirn, hohen Wangenknochen und vollen Lippen. Das schwarze Haar fiel seitlich gescheitelt in schimmernden Wellen auf ihre Schultern herab, und die glänzenden dunklen Augen bildeten einen aufregenden Kontrast zur magnolienweißen Haut. Sie sah älter aus als sechzehn. Und obwohl Kay, die hauptsächlich Selbstgeschneidertes trug und nur wenige, von ihrer Mutter geerbte Schmuckstücke besaß, von solchen Dingen wenig Ahnung hatte, sah sie sofort, dass Mirandas Kleid bei aller Schlichtheit hochelegant und teuer war. Miranda war höflich und liebenswürdig, wenn auch etwas distanziert.

Es war Kays zweiter Besuch in dem Haus in der Charles Street. Sie hatte sich um die Stellung einer Gesellschafterin für Miss Denisov beworben, nachdem sie die Anzeige in der Times gelesen hatte. Ihr Freund Brian, der in einem Antiquariat in der Charing Cross Road arbeitete, hatte sie darauf aufmerksam gemacht. »Geschäftsmann sucht kultivierte und gebildete junge Frau, Engländerin, zwischen 18 und 20 Jahren als Gesellschafterin für seine Tochter. Muss bereit sein zu reisen.« Kay war nie weiter als bis zur Isle of Wight gekommen. Sie wollte reisen. Sie war ganz versessen darauf zu reisen.

Das erste Gespräch mit ihr hatte Mrs Ingram geführt, die Haushälterin der Familie Denisov, eine freundliche Frau aus Yorkshire. Das Verhör war gründlich und direkt. Miss Garland sei also achtzehn Jahre alt, richtig? Was für eine Erziehung sie genossen, welche Schulen sie besucht habe? Ob sie bei guter Gesundheit sei? Ob es in ihrer Familie Fälle von Tuberkulose gebe? Miss Denisovs Mutter, eine Engländerin, war, wie Mrs Ingram erklärte, an Tu
berkulose gestorben.

Danach hatte Mrs Ingram Kay erläutert, welche Pflichten und Aufgaben sie erwarteten, sollte ihr der Posten als Miss Denisovs Gesellschafterin anvertraut werden. Sie werde Miss Denisov zu all ihren Unterrichtsstunden und Verabredungen sowie auf ihren Reisen begleiten. Bei Abendveranstaltungen, seien es Bälle oder Bankette, sei ihre Teilnahme nicht erforderlich, bei solchen Anlässen werde Miss Denisov von ihrer Tante, Madame Lambert, betreut. Mr Denisov lege aber großen Wert darauf, dass die neue Gesellschafterin seiner Tochter helfe, ihre englischen Sprachkenntnisse zu verbessern – ein, zwei Stunden Unterricht jeden Morgen sollten genügen.

Eine Woche später war Kay zu einem zweiten Besuch geladen worden, bei dem sie nun Miranda Denisov kennenlernen sollte. Drei Bewerberinnen waren in die engere Wahl gekommen, wie Mrs Ingram ihr mitteilte, als sie sie in den Salon führte.

Das Zimmer, in dem Miranda Denisov wartete, war prachtvoll ausgestattet. Die Sofas und Sessel hatten geschwungene Rücken- und Armlehnen, deren rotbraunes Holz zu einem warmen, weichen Glanz poliert war. Schwere Vorhänge aus blau-goldenem Damast umrahmten, seitlich gerafft, die hohen Flügelfenster. Ölgemälde schmückten die Wände, und den ganzen Boden bedeckte ein edler Orientteppich.

Auf einem der Sofas saß eine Frau mittleren Alters in lila Chiffon, die Kay als Madame Lambert vorgestellt wurde.

Nach dieser ersten Formalität wurden einige freundliche Floskeln ausgetauscht, bevor Madame Lambert Kay mit scharfem Blick musterte und sagte: »Sie sehen sehr jung aus, wenn ich das einmal sagen darf, Mademoiselle Garland.«

»Aber natürlich ist sie jung, Tante Sonya«, warf Miranda ein wenig ungeduldig ein. »Meinst du, ich will eine alte Scharteke als Gesellschafterin? Da hätte mir Papa ja gleich die nächste Hauslehreri
n engagieren können.« Miranda wandte sich Kay zu und lächelte zum ersten Mal. »Erzählen Sie mir etwas von sich, Miss Garland. Wo wohnen Sie?«

»In Pimlico, bei meiner Tante.«

»Sie haben eine feste Anstellung, nicht wahr? Mrs Ingram hat es mir erzählt. Gefällt Ihnen die Arbeit nicht?«

Kay war zurzeit als Erzieherin bei einer Mrs Harrison angestellt, die vier Kinder hatte. Mrs Harrison hielt nichts von der allgemeinen Schulpflicht; ihrer Meinung nach sollten Kinder nur das lernen, was sie lernen wollten. Kays Bemühungen, bei Storme, Syrie, Lionel und Orlando den Wunsch zu wecken, etwas über die Rosenkriege oder komplexe Brüche in Erfahrung zu bringen, liefen meist völlig ins Leere.

»Nicht besonders«, bekannte sie. »Ich würde sehr gern etwas anderes machen.«

»Was tun Sie denn gern? Was macht Ihnen Spaß?«

»Liebste Miranda –«

Miranda beachtete den Einwurf ihrer Tante nicht. »Verraten Sie es mir, Miss Garland.«

»Also, ich spiele gern Tennis, und besonders gern fahre ich Rad.«

»Fahrradfahren! Oh, ich würde so gern einmal Fahrrad fahren. Aber Papa erlaubt es nicht – er sagt, das gehört sich nicht für eine junge Dame.«

Unmöglich, dachte Kay, sich Miranda Denisov mit ihrem makellos frisierten Haar und ihrem Plisseerock aus cremefarbenem Wollstoff auf einem Fahrrad vorzustellen, wie sie mit Karacho durch Pfützen sauste, was Kay selbst mit größtem Vergnügen tat.

»Außerdem«, fuhr Kay fort, »gehe ich wahnsinnig gern ins Kino und ins Theater – und ich lese mit Leidenschaft, ich kann stundenlang in antiquarischen Buchhandlungen herumstöbern, geht Ihnen das auch so? Ach, und am schönsten finde ich es, einfach zu reden – Sie wis
sen schon, was ich meine, diese endlosen Diskussionen, die sich bis in die Nacht hineinziehen. Etwas Interessanteres gibt es kaum, finden Sie nicht auch?«

Schweigen. Kay begann, leicht nervös zu werden. Beantworte ihre Fragen kurz und freundlich, hatte ihre Tante Dot geraten, als sie sich am vergangenen Abend über das bevorstehende Vorstellungsgespräch unterhalten hatten. Da war wohl wieder einmal ihr Mundwerk mit ihr durchgegangen.

Dann sagte Miranda: »Ich glaube, wir werden uns gut verstehen, Miss Garland, was meinen Sie?«

»Heißt das, dass ich die Stellung habe?«, fragte Kay freudig erregt.

»Richtig.«

Sonya Lambert runzelte die Stirn. »Aber Miranda, chérie, dein Vater …«

»Miss Garland wird Papa bestimmt gefallen, Tante Sonya.« Miranda tat die Bedenken ihrer Tante mit einem Fingerschnippen ab. »Und die anderen waren so fad.« Das Lächeln, mit dem sie Kay ansah, war beinahe verschwörerisch. »Ja, ich denke, wir werden uns glänzend verstehen.«

Es regnete immer noch, als Kay wenig später das Haus der Denisovs verließ und aufgeregt nach Hause fuhr, um ihrer Tante die frohe Botschaft zu überbringen.

Kays Tante Dot war die Briefkastentante einer Frauenzeitschrift, wo sie unter dem Pseudonym »Cousine Freda« die Leserzuschriften beantwortete. Viele der Frauen, die ihr schrieben, hatten den Verlobten oder den Ehemann im Großen Krieg verloren. Manche waren arm und einsam. Als Kay noch jünger war, las Dot ihr manchmal die Briefe vor, und Kay empfahl ohne Rücksicht auf das jeweilige brennende Problem unweigerlich die Anschaffung eines Hundes. Sie selbst wünschte sich seit Jahren einen Hund, konnte aber keinen haben, weil das arme Tier den ganzen Tag allein im Haus gewesen wäre. Meistens schrieb Dot den
Ratsuchenden zurück, die Arbeit sei eine große Wohltat für eine gequälte Seele, Zuneigung und Gemeinschaft ließen sich in Freundschaft finden. War sie mit dem Schreiben fertig, nahm sie für gewöhnlich ihre Brille ab, putzte die Gläser und sagte seufzend: »Das arme Ding. Einsamkeit ist etwas Schreckliches, Kay.«

Dot war unverheiratet geblieben, aber sie hatte, dem Rat getreu, den sie anderen so gern gab, einen großen Freundeskreis. Die Abendessen in Pimlico, bei denen manchmal bis zu zwölf Personen um den kleinen Esstisch saßen, waren immer lebendig und anregend. Dots Freunde kamen aus allen Generationen und aller Herren Länder: Kollegen von der Zeitschrift und Leute aus verschiedenen Vereinen, deren Arbeit für den Pazifismus, Sozialismus und den Völkerbund sie unterstützte; Maler, Romanautoren und Lyriker, von denen viele in Armut lebten; es gab den österreichischen Therapeuten, den italienischen Restaurantbesitzer, die französische Familie aus Etaples, wo Dot im Krieg als Pflegerin im Lazarett gearbeitet hatte. Die Familie hatte sich Anfang der Zwanzigerjahre in London niedergelassen und eine kleine Privatschule eröffnet, an der die Schüler montags, mittwochs und freitags nur Französisch sprechen durften. Als Kay mit zwölf die Schule abschloss, sprach sie die Sprache fließend. Neben alten Freunden konnte gut auch eine Frau mit am Tisch sitzen, mit der Dot beim Einkaufen ins Gespräch gekommen war, oder ein junges Mädchen, das Kay im Bus kennengelernt hatte. Zu den Abendessen bei Dot fanden sich alle ein.

In den Tagen nach Kays Vorstellungsgespräch wurde fieberhaft gewaschen, genäht und gepackt. Miranda, hatte Mrs Ingram der aufgeregten Kay erklärt, werde mit ihrer Tante und dem gesamten Hauspersonal in der folgenden Woche nach Paris abreisen. Mr Denisov, der sich bereits dort aufhielt, erwartete die Ank
unft seiner Tochter, sobald die Frage der Gesellschafterin für Miranda geklärt war. Es sei nicht damit zu rechnen, hatte Mrs Ingram hinzugefügt, dass man bald nach London zurückkehren werde.

Es war April, kalt und windig in London, aber in Frankreich war vielleicht schon Frühling. Kay packte Baumwollkleider, einen leichten Regenmantel, kurze Hosen, einen Schwimmanzug und eine Bademütze ein. Dot schneiderte ihr auf ihrer Nähmaschine ein Abendkleid. Ein eleganter Hut musste aufgetrieben werden für den Fall, dass die Denisovs Kay mit zur Kirche nehmen wollten, Strümpfe und Handschuhe mussten gestopft werden. Als Kay Mrs Harrison kündigte, kostete es sie Mühe, ein glückliches Lächeln zu...


»Ein opulenter, herzerwärmender Schmöker.«, Märkische Allgemeine, 24.12.2009

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