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Heinrich von Kleist

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Produktdetails

Titel: Heinrich von Kleist
Autor/en: Hans Joachim Kreutzer

EAN: 9783406612411
Format:  EPUB
Beck C. H.

16. Mai 2011 - epub eBook - 128 Seiten

Heinrich von Kleist hat von seiner Dichtung gesagt, "in der Kunst kommt es überall auf die Form an, und Alles, was eine Gestalt hat, ist meine Sache." Hans Joachim Kreutzer widmet seine Aufmerksamkeit in erster Linie der "Verfahrungsart" des Dichters, Kleists Zweifeln gegenüber den Weltverhältnissen und nicht zuletzt seiner Lust am Widerspruch, ja an der Provokation.
1;Cover;1 2;Zum Buch;2 3;Über den Autor;2 4;Titel;3 5;Impressum;4 6;Inhalt;5 7;Zur Zitierweise;6 8;I. Einleitung;7 9;II. Lebensphasen;9 10;III. Schreibereien;18 11;IV. Die Dramen;23 11.1;1. Die Familie Schroffenstein;25 11.2;2. Robert Guiskard, Herzog der Normänner;32 11.3;3. Amphitryon;39 11.4;4. Der zerbrochne Krug;45 11.5;5. Penthesilea;51 11.6;6. Das Käthchen von Heilbronn oder die Feuerprobe;58 11.7;7. Die Herrmannsschlacht;64 11.8;8. Prinz Friedrich von Homburg;71 12;V. Publizistik;79 12.1;1. Phöbus;79 12.2;2. Germania;81 12.3;3. Berliner Abendblätter;82 13;VI. Erzählkunst;87 13.1;1. Michael Kohlhaas;89 13.2;2. Die Marquise von O....;93 13.3;3. Das Erdbeben in Chili;95 13.4;4. Die Verlobung in St. Domingo;98 13.5;5. Das Bettelweib von Locarno;102 13.6;6. Der Findling;103 13.7;7. Die heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik;104 13.8;8. Der Zweikampf;109 13.9;9. Roman;111 14;VII. Das letzte Jahr;112 15;Zeittafel;119 16;Literaturhinweise;122 17;Personenregister;125


Hans Joachim Kreutzer, em. Professor für Deutsche Philologie der Universität Regensburg, war 1978-1992 Präsident der Heinrich von Kleist-Gesellschaft. Er gründete 1980 das Kleist- Jahrbuch, gab es bis 1996 heraus, 1985 rief er den Kleist-Preis wieder ins Leben.

III. «Schreibereien»


Kleists Brief an Ulrike vom 27. Oktober 1800 enthält eine Nachschrift: «Sollte Tante gern in mein Büreau wollen, wegen der Wäsche, so sorge doch auf eine gute Art dafür, daß der obere Theil, worin die Schreibereien, garnicht geöffnet werde.» Die «Tante», Auguste Helene von Massow, führte nach dem Tod der Mutter den Haushalt und verkörperte die Autorität der Familie. Sie starb 1809. Das «Büreau» ist ein Schreibsekretär. In dem Wort «Schreibereien» schwingt eine kritische Nuance mit, die der Schreiber von der Familie übernommen haben kann. Auf der Vorderseite des Blattes ein Hinweis auf einen «versiegelten Schlüssel vom Büreau». Dass auch der Schlüssel selber noch gesichert werden musste, deutet an, dass Manuskripte vor der Familie verborgen wurden. Die schriftstellerischen Anfänge Kleists liegen in einer Dunkelzone von etwa zwei Jahren. Anderseits hat Kleist diejenigen seiner Manuskripte, die sich kurz vor seinem Tode in seinen Händen befanden, vernichtet. Das Bild, das sich die Nachwelt von diesem Dichtertum machen konnte, entspricht also nicht der Realität, denn mit Sicherheit befanden sich unter Kleists Papieren auch Pläne und Entwürfe.

Am Ende des Doppelheftes 9/10 des Phöbus finden sich fünf Kleine Gelegenheitsgedichte Kleists, deren erstes überschrieben ist: Der höhere Frieden. 1792 oder 93. Das ist keine Datierung, sondern ein Titel. Gegenstand der Verse ist der Krieg, dessen Ziel aber ist der Frieden. Es haben sich ferner drei Gedichte erhalten, deren Niederschrift anlassgebunden war. In Versen vom Besuch einer Harzhöhle am 18. Juni 1798 ist gleichfalls vom «wahren Frieden» die Rede. Der gedankliche Gehalt der vier Strophen ist zu g
edrängt und kompliziert, als dass sie an Ort und Stelle extemporiert worden sein könnten. – Am eindrucksvollsten unter den frühen Versen ist ohne Zweifel Kleists Kontrafaktur von Schillers Hymne an den Unendlichen, unter dem Titel Hymne an die Sonne, in selbstbewusstem, raumgreifenden Duktus eingetragen in das Gästebuch der Hampelbaude – natürlich trug Kleist keine Schiller-Ausgabe bei seiner Wanderung im Riesengebirge mit sich. Kleist beginnt links oben auf neuer Seite, in einer größeren Schrift, mit viel breiterer Feder als alle anderen Wanderer, die sich da eingetragen haben. Er unterfertigt sich mit Applomb in einer Doppelschlusschrift: «d. 13. Juli 99/am Morgen als ich/von der Schneekoppe kam/Heinrich Kleist, ehemals Lieut. i. Rgt. Garde». (Ein Vierteljahr nach erhaltenem Abschied.) – Die Authentizität des dritten Gedichtes, Nicht aus des Herzens bloßem Wunsche, ist umstritten. Manches spricht dafür, es Kleist zuzuschreiben: Kunstvoller Stil mit zahlreichen komplizierten Inversionen setzt Übung voraus; es würde anders ein Dunkelstern von einiger Größe als Verfasser erfordert. Wichtiger noch, Grundthema ist die Symbiose von Ehrgeiz und Leistung, eines der Axiome von Kleists Ästhetik.

Nicht nach Gebühr beachtet wird bei Kleist die Gattung der Verserzählung. Die beiden Tauben, eine formvollendete Nachbildung der Fabel II im 9. Buch Jean de Lafontaines, passt nicht recht in die Zeit des Erscheinens (Phöbus, Heft 2, Februar 1808), sieben Jahre, nachdem Kleist sich von Wilhelmine von Zenge getrennt hatte. Wilhelm Traugott Krug bezog das Gedicht lebensgeschichtlich vollkommen treffend auf Kleist und Wilhelmine und ihre Beziehung um etwa 1801. Krug gab das Heft seiner Braut mit dem Bemerken: «Sieh, da hat dir dein Freund noch etwas gesungen.» (LS 147) Das Gedic
ht verrät etwas, was Kleists Briefe an Wilhelmine in ihrer Erzieherrhetorik nicht zeigen: wahre Zuneigung.

Keinerlei Mutmaßung erlaubt die Angabe Wilhelmines in ihrem Brief an Henriette Solger vom 26. August 1823: «Einen seiner ersten poetischen Versuche Ariadne auf Naxos habe ich noch gefunden, und um Tieck zu zeigen, wie gern ich ihm gefällig sein möchte, überschicke ich dieses.» (N 167) Es wäre nicht ausgeschlossen, dass Kleist die Mythe von der auf einsamem Fels Verlassenen gleichfalls in der Zeit gestaltet hat, in der er das Taubenpaar vorstellte. – Die jüngste Verserzählung Kleists, Der Schrecken im Bade. Eine Idylle, zeigt ihn hingegen auf der Höhe seiner vollentwickelten Kunstmittel, unter anderem auch, weil dies eine dramatische Szene mit komplizierter Rollenverschränkung von Mann und Frau oder auch Braut ist, mit vielen anklingenden Nebenmotiven, und das im Blankvers, in der Sprache des hohen Dramas.

Einige Versuche haben sich auch von der frühen Prosa Kleists (um 1799) erhalten. Der undatierte Aufsatz, den sichern Weg des Glücks zu finden behandelt als zentrale Leitbegriffe Glück und Tugend und Bildung, mutmaßlich ist der Essay, der Otto August Rühle von Lilienstern gewidmet ist, nicht vollendet. Mit ihm überschneidet sich inhaltlich Kleists umfangreicher Brief an seinen Lehrer Christian Ernst Martini vom 18. und 19. März 1799. Es umkreisen sich hier die Themen, jedoch mit einem klar formulierten Ziel: der ciceronianischen Aurea mediocritas, eine Devise, die Kleist im Leben wie in der Dichtung zwar oft vertreten, aber nie selber befolgt hat. Lebhafte Diskursivität im Redegestus markiert eine Stilisierung.

Wie viele solcher «Schreibereien» Kleists sich im nahezu ängstlich verschlossenen Sekretär befunden haben, ist nicht einmal zu erahnen. Die Hinweise Kleists
auf zwei Schriftstücke, die sich nicht erhalten haben, lassen gut verstehen, dass er dergleichen vor den Augen der Menschen, die die Tradition der Familie hüteten, verbergen zu müssen glaubte. Kleist nennt im Brief an Martini, 19. März 1799, eingangs einen nicht abgesandten «Brief» an den König aus dem Jahre 1798, das müsste gleichfalls eine Art Abhandlung, eine Denkschrift gewesen sein. Der damals noch im Dienst stehende Gardeleutnant übte darin, wie er skizziert, Kritik an den mit so hoher Perfektion eingeübten Exerzierkünsten der preußischen Armee. Das entsprach dem Urteil der jüngeren preußischen Offiziere überhaupt und ging auf ihre Erfahrungen in den Begegnungen mit den napoleonischen Truppen zurück: kämpferische Verantwortung des Einzelnen, unabhängig vom taktischen Reglement der Herresformationen, die in Preußen nach wie vor die Kunststücke des 18. Jahrhunderts einübten (Paret 2009). Den Rahmen dessen, was in der Familie noch toleriert worden wäre, steckt die Schrift ab, die Franz Alexander von Kleist seinem Vater zum Geburtstag widmete: Über die eigenthümlichen Vollkommenheiten des Preußischen Heeres (Berlin 1793).

Vielleicht hätte auch Kleists Schrift Geschichte meiner Seele (vgl. an Wilhelmine, 3. Juni 1801) zu Stirnrunzeln familiärer Autoritäten geführt. Ursprünglich für Rühle bestimmt, hat sie sich als Handschrift noch im Hause Adam Müllers befunden, also nach 1808. Sie gilt als verloren. Hinweise auf Gedanken dieses Aufsatzes enthält aber Kleists Brief vom 28. Juli 1801 an Adolphine von Werdeck; Kleist spielt an auf einen weltanschaulichen Kosmos, von Homer bis zur romantischen Naturphilosophie sich erstreckend, der unter dem Leitwort Aurea catena Homeri gut bekannt ist (Ohly 1990).

Der erste überli
eferte Brief Kleists stammt von der Reise zur Armee 1793 (13.–18. März) und war gerichtet an die «Gnädigste Tante» Massow. Das erzählerische Geschick des Fünfzehnjährigen mag die Familie beeindruckt haben, so dass man den Brief aufbewahrte. Aus den Jahren 1793 und 1794 ist von Kleist keine Zeile erhalten, erst 1795 wieder ein Brief, der, hochstilisiert, einem nahezu banalen Vorgang eine moralische Bedeutung zuschreiben soll. Im Jahr 1800 dann 26 durchweg lange Briefe in lehrhaftem rednerischen Stil, auffällig dialogisch, davon sieben an die Schwester, 15 an Wilhelmine von Zenge. Ulrike hat den didaktischen Zusammenhang, nämlich die Briefpartnerin dem Endzweck ihres Daseins als Frau, als Mutter zuzuleiten, offensichtlich zurückgewiesen. – Aus dem Jahr 1801 sind 25 Briefe überliefert, davon 16 an die Braut, vier an Ulrike, dazu amtliche Dokumente. Zugleich aber erfolgt eine bedeutsame Verschiebung der Perspektiven. Als neue Adressatinnen erscheinen, im Sommer 1801, mehrere Kleist freundschaftlich verbundene jüngere Frauen: Karoline von Schlieben (18. Juli), Adolphine von Werdeck (28./29. Juli sowie 29. November), Louise von Zenge, Wilhelmines Schwester (16. August.), auch einen der Briefe an Wilhelmine darf man einbeziehen (15. August). Damit kommen ganz andere Themen auf: Lebenseinstellung, Landschaft, Reiseeindrücke, als wichtigstes Thema aber die Großstadt, Paris geradezu als Paradigma der modernen Gesellschaft. Letztlich geht es um Zweifel an der Tragkraft oder das Fortleben des Denkens Rousseaus. Keinen Autor hat Kleist nachdrücklicher zitiert. Das Kernstück der Begegnung Kleists mit Rousseau sind dessen Träumereien eines einsamen Spaziergängers (Rêveries d’un Promeneur Solitaire). Diese Briefe gelten derart fundamentalen Fragen, dass sie sich angesichts der von Kleist geübten Technik der...


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