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Kommunikationsentwicklung und Konfliktklärung

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Produktdetails

Titel: Kommunikationsentwicklung und Konfliktklärung
Autor/en: Reinhard Fuhr, Martina Gremmler-Fuhr

EAN: 9783840918537
Format:  PDF
1. Auflage.
Hogrefe Verlag Göttingen

1. Januar 2004 - pdf eBook - 238 Seiten

Wie können wir lernen, mit Konflikten konstruktiv und kreativ umzugehen? Wie können wir unsere Kommunikationskultur weiterentwickeln? Bei der theoretischen und praktischen Erforschung dieser Fragen geht es den Autoren vor allem um eine dialogorientierte Meta-Kommunikation, die in privaten wie in beruflichen Situationen wirksam werden und für nachhaltige Veränderungen sorgen kann. Meta-Kommunikation meint hier, dass die Kommunikations- und Konfliktpartner über die Art des Umgangs miteinander kommunizieren, wann immer etwas nicht stimmt oder sie in konflikthafte Auseinandersetzungen geraten. Auf der Grundlage des Gestalt-Ansatzes, der Integralen Philosophie und einer umfassenden Bestandsaufnahme vorhandener Konzepte zur Kommunikation sowie zum Umgang mit Konflikten wird ein Modell dafür entwickelt, wie schwierige zwischenmenschliche Situationen aufgearbeitet und neue Handlungsmöglichkeiten eröffnet werden können.

Das Buch zeigt Möglichkeiten auf, wie alltägliche Kleinkriege in konstruktive Kontaktprozesse umgewandelt werden können und liefert praxisorientierte Anleitungen für Kommunikationshelfer wie Trainer, Pädagogen, Erwachsenenbildner, Therapeuten, Berater und Supervisoren.  

1;Inhaltsverzeichnis;6 2;Vorwort;8 2.1;Zur Struktur des Buches;9 2.2;Danksagung;10 3;Einführung und Überblick;12 3.1;Kommunikation und Konflikt als Lern- und Forschungsfeld;12 3.2;Konzepte und Modelle des Integralen Ansatzes;13 3.2.1;Vielperspektivität;18 3.2.2;Dialogorientierung;18 3.2.3;Prozessorientierung;19 3.2.4;Entwicklungsorientierung;19 3.2.5;Quadrantenmodell;19 3.2.6;Entwicklungsspektrum der Kommunikation und Konfliktklärung;20 3.2.7;Meta-Dialog;21 3.2.8;Konzepte und Modelle für Kommunikation und Konflikt;22 4;Kapitel 1: Die Grundlagen;25 4.1;Bestandsaufnahme vorliegender Ansätze für Kommunikation und Konflikte;25 4.1.1;Wissenschaftliche Kommunikationsanalysen;26 4.1.2;Anwendungsorientierte Kommunikations-Ansätze;27 4.1.2.1;Gregory Bateson und Nachfolger;27 4.1.2.2;Schulz von Thun und Thomann;29 4.1.3;Psychologische Verfahren und Kommunikationsanalysen;32 4.1.3.1;Transaktionsanalyse;32 4.1.3.2;Neurolinguistisches Programmieren (NLP);33 4.1.3.3;Themenzentrierte Interaktion;35 4.1.3.4;Klientenzentrierte Gesprächsführung;37 4.1.3.5;Kontaktkonzept des Gestalt-Ansatzes;38 4.1.4;Konflikt-Ansätze;42 4.1.4.1;Friedrich Glasl;42 4.1.4.2;Marshall B. Rosenberg;43 4.1.4.3;Mediation;43 4.1.4.4;Thomas Jordan und Titti Lundin: Arbeitsplatzkonflikte;45 4.1.4.5;Eigene Konzepte zur Konfliktarbeit;46 4.1.5;Fazit der Bestandsaufnahme und neue Herausforderungen;47 4.1.5.1;Vielfalt ohne Einheit;47 4.1.5.2;Reduzierung der Komplexität;48 4.1.5.3;Machbarkeitsvorstellungen;50 4.1.5.4;Begrenzte Entwicklungsperspektiven;51 4.2;Philosophische und theoretische Grundlagen des Integralen Ansatzes;52 4.2.1;Vier Perspektiven des Kommunikations- und Konfliktgeschehens;53 4.2.2;Das Spektrum der Entwicklung;55 4.2.3;Figur-Grund-Prozess;59 4.2.4;Bewusstheit ;60 4.2.5;Polaritätsprinzip;60 4.2.6;Dialog;61 4.2.7;Integration;62 5;Kapitel 2: Entwicklungsspektrum der Kommunikation;64 5.1;Horizontale und vertikale Entwicklung;64 5.2;Entwicklungsdimensionen;65 5.2.1;Dimensionen der individuellen Innenpe
rspektive (I-IP);65 5.2.2;Dimensionen der individuellen Außenperspektive (I-AP);66 5.2.3;Dimensionen der kollektiven Innenperspektive (K-IP);66 5.2.4;Dimensionen der kollektiven Außenperspektive (K-AP);67 5.3;Stufenmodell für Kommunikation;67 5.3.1;Kriterien für ein Stufenmodell;67 5.3.2;Die Entwicklungsstufen;69 5.3.2.1;Präkonventionelle Kommunikation;69 5.3.2.2;Konventionelle Kommunikation;71 5.3.2.3;Postkonventionelle Kommunikation;75 5.3.2.4;Integrale/Transpersonale Kommunikation;76 5.3.3;Stufenüberschreitende Kommunikation;82 5.3.3.1;Zunehmende Differenzierung;83 5.3.3.2;Kommunikation zwischen den Stufenmodi;83 5.3.4;Kommunikationsstörungen;85 5.3.4.1;Exzesse;86 5.3.4.2;Abspaltungen;86 5.3.4.3;Regressionen;86 5.3.4.4;Verwicklungen;87 5.3.4.5;Diskrepanzen in der Einschätzung;87 5.4;Entwicklungsspektrum der Logik;88 5.4.1;Präkausale (sequentielle) Logik;90 5.4.2;Monokausale Logik;90 5.4.3;Multikausale Logik;90 5.4.4;Systemische Logik;91 5.4.5;Vernetzende Logik;91 5.4.6;Anwendungsmöglichkeiten des Entwicklungsspektrums der Logik;92 6;Kapitel 3: Der Meta-Dialog;95 6.1;Ein integrales Praxiskonzept für Meta-Kommunikation;95 6.2;Kommunikation und Meta-Kommunikation;96 6.3;Phasenmodell für Meta-Dialoge;97 6.3.1;Intention und Zweck des Phasenmodells;97 6.3.2;Vorläufer des Phasenmodells für Meta-Dialoge;99 6.3.3;Das Vier-Phasenmodell für Meta-Dialoge;101 6.4;Beispiel für einen integralen Meta-Dialog;102 6.4.1;Integrale Merkmale des Vier-Phasen-Modells;107 6.5;Die einzelnen Schritte des Meta-Dialogs;108 6.5.1;Vorklärung und Vereinbarungen;108 6.5.1.1;Günstige Bedingungen für Meta-Dialoge;109 6.5.1.2;Zusammenfassung;112 6.5.2;Erkundung;112 6.5.2.1;Erkunden des Kommunikationsgeschehens;113 6.6;Exkurs: Wahrnehmen versus Interpretieren;114 6.6.1;Wahrnehmen, was ist;116 6.6.2;Schwierigkeiten der Innenwahrnehmung;118 6.6.3;Andere Orientierungsmodelle für das Erkunden des Kommunikationsgeschehens;119 6.6.4;Verdichten der Erkundungsdaten;120 6.7;Exkurs: Botschaften, Muster und mo
rphische Felder;121 6.7.1;Botschaften und Muster;122 6.7.2;Fazit;128 6.7.3;Integrale Sinngebung;130 6.7.4;Ideensammlung für Alternativen und Entscheidungen;135 6.7.5;Orientierungskriterien für Alternativen;136 6.7.6;Abschluss;137 6.7.7;Aufgaben Herausforderungen Anregungskonzepte;138 7;Kapitel 4: Konfliktklärung;140 7.1;Konflikt als komplexes Phänomen;140 7.2;Entwicklungsspektrum der Konflikte;142 7.2.1;Archaische Konflikt-Gestalten (Keilerei);143 7.2.2;Präkonventionelle Konflikt-Gestalten (Kleinkrieg);143 7.2.3;Konventionelle Konflikt-Gestalten (Streit um [An-]Rechte);144 7.2.4;Postkonventionelle Konflikt-Gestalten (Interaktionsstörung);144 7.2.5;Integrale Konflikt-Gestalten (Irritation im Zusammenspiel);145 7.2.6;Konflikt- Gestalten Figurbildung im Konfliktverständnis Erklärungs- und Umgangsweise;147 7.3;Konfliktklärung im Meta-Dialog;149 7.3.1;1. Phase des Meta-Dialogs über Konflikte: Vorklärung und Vereinbarung;149 7.3.1.1;Einverständnis und Schutz aller Beteiligten;150 7.3.1.2;Eingrenzung des Konfliktbereichs und Rollenklärung;151 7.3.2;2. Phase des Meta-Dialogs über Konflikte: Erkundung;153 7.3.2.1;Bestandsaufnahme des Konfliktgeschehens;153 7.3.2.2;Anliegen und Konfliktdarstellung;155 7.3.2.3;Erforschung von Details;156 7.3.2.4;Bestimmung des Konflikt-Musters;157 7.4;Exkurs: Konflikt-Typen und Konflikt-Muster;158 7.4.1;Treffende Konflikt-Muster;162 7.4.2;Aufgabe der dritten Phase des Meta-Dialogs;163 7.4.3;Was ist Sinn?;164 7.4.4;Bereitschaft zur Sinn-Interpretation und gemeinsame Basis;164 7.4.5;Konflikt-Muster als Grundlage für Sinngebung;165 7.4.6;Theorie und Common Sense;166 7.4.7;Konfliktklärung oder Konfliktlösung;168 7.4.8;Konflikt-Gestalten und konkrete Alternativen für Konfliktregelungen;169 7.4.9;Aufgaben Besondere Herausforderungen Anregungsmodelle und Konzepte;171 7.4.10;Alternativen als Versuche;172 7.4.11;Abschluss;172 8;Kapitel 5: Reaktivität vom Kleinkrieg zum Kontaktprozess78;173 8.1;Kommunikativer Kleinkrieg und unbewusste Angst;173 8.2;Reak
tive Phänomene;175 8.2.1;Reaktivität unter den vier Perspektiven der Wirklichkeit;175 8.2.1.1;Reaktivität unter individueller Innenperspektive (I-IP);180 8.2.1.2;Reaktivität unter individueller Außenperspektive (I-AP);175 8.2.1.3;Reaktivität unter kollektiver Außenperspektive (K-AP);177 8.2.1.4;Reaktivität unter kollektiver Innenperspektive (K-IP);178 8.3;Der Sinn von Reaktivität;183 8.3.1;Generelle Interpretationen von Reaktivität;183 8.3.2;Erklärungsansätze aus den individuellen Perspektiven (I-IP und I-AP);184 8.3.2.1;Psychoanalytische Erklärungen;184 8.3.2.2;Erklärungskonzept der Gestalttherapie-Theorie;184 8.3.2.3;Neurobiologische Erklärungen;187 8.3.2.4;Zusammenfassung der individuellen Erklärungsansätze;188 8.3.3;Erklärungsmodelle aus den kollektiven Perspektiven (K-IP und K-AP);188 8.3.3.1;Reaktivität als Kontaktfunktion;188 8.3.3.2;Reaktivität als Systemdynamik;189 8.3.3.3;Zusammenfassung der kollektiven Erklärungsansätze;191 8.4;Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten bei Reaktivität;191 8.4.1;Eingeständnis;193 8.4.2;Auszeit;194 8.4.3;Angstreduktion;194 8.4.4;Beziehungsklärung;195 8.4.5;Aikido-Prinzip;195 8.4.6;Spielen;197 8.4.7;Konfrontieren;198 8.4.8;Etwas Neues versuchen;198 9;Kapitel 6: Anleiten und Moderieren;201 9.1;Die dritte Instanz;201 9.2;Aufmerksamkeitsrichtungen für Kommunikationshelfer;203 9.2.1;1. Phase: Vorklärung und Vereinbarung;203 9.2.2;2. Phase: Erkundung;205 9.2.3;3. Phase: Sinngebung;207 9.2.4;4. Phase: Perspektiven und Abschluss;209 9.3;Kompetenzprofil für Kommunikationshelfer;211 9.3.1;Generelle (An-)Leitungskompetenzen;211 9.3.1.1;Durchsetzung und Partizipation;211 9.3.1.2;Neugier für ganz alltägliches zwischenmenschliches Geschehen;211 9.3.1.3;Die Fähigkeit, andere Menschen zu bestätigen;211 9.3.1.4;Gespür und Wissen um die Grenzen des Machbaren und Zumutbaren;212 9.3.2;Spezielle (An-)Leitungskompetenzen für Meta-Dialoge;213 9.3.2.1;Perspektivenwechsel;213 9.3.2.2;Prozessbewusstsein und Prozesssteuerung;213 9.4;Methodenrepertoire
für den Integralen Ansatz;214 9.4.1;Zuhören;215 9.4.1.1;Konzentriertes Zugewandt-Sein;215 9.4.1.2;Entschleunigung;216 9.4.1.3;Fokussieren;216 9.4.2;Spiel und Rollenspiel;216 9.4.2.1;Prinzipien für Rückmeldungen;219 9.4.2.2;Eingrenzende Bedingungen für den Feedback-Geber;220 9.4.2.3;Eingrenzende Bedingungen für den Feedback-Empfänger;220 10;Epilog;223 11;Literatur;228 12;Sachregister;236


Kapitel 4: Konfliktklärung (S. 139-140)

Konflikt als komplexes Phänomen

In unserer „pluralistisch" genannten Welt kann man sich nicht mehr auf ex cathedra festgelegte Begriffe stützen, die eventuell nur noch ein wenig ausgedeutet werden könnten. Es ist daher üblich und notwendig, die verwendeten Begriffe zu definieren, so auch „Konflikt". Aus integraler Perspektive geraten wir dabei jedoch in ein Dilemma: je nach der Stufe im Spektrum der Entwicklung, dem Modus der Kommunikation und der Perspektive wird unter „Konflikt" mitunter etwas sehr Anderes verstanden. Außerdem unterscheiden wir innerhalb jeder Stufe mehrere Dimensionen, auf die sich das Konfliktverständnis bezieht und können von moralischen, geistigen, sozialen, politischen etc. Konflikten sprechen. Ein politischer Konflikt etwa, bei dem es um Einfluss und Macht und die Verteilung von Ressourcen geht, muss wohl grundsätzlich anders verstanden werden als ein Konflikt, bei dem es um Wertüberzeugungen geht und der als moralisch charakterisiert wird, oder ein Konflikt, der sich auf ästhetische Geschmacksfragen bezieht.

Wenn wir einmal von einem einheitlichen integralen Stufenbereich und je drei Stufen des Präpersonalen und Personalen ausgehen (Abbildung 3 und Tabelle 1), dann haben wir es mit sieben verschiedenen Ebenen zu tun. Gehen wir weiterhin davon aus, dass mindestens fünf Dimensionen der Entwicklung zentrale Konfliktbereiche markieren könnten (wie geistige und moralische Entwicklung, die Entwicklung von Interessen und Machtansprüchen oder von Wertordnungen und Weltanschauungen), dann kommen wir schon auf fünfunddreißig verschiedene Konfliktbegriffe. Ein einheitlicher Konfliktbegriff ist demnach nur auf einer sehr abstrakten Ebene und im Wortsinn als „aufeinander stoßende Bewegu
ngen oder Kräfte" zu definieren. Wir werden in diesem Kapitel also nicht den Versuch machen, den allgemeinsten Begriff von Konflikt durch weitere Definitionen zu bereichern, sondern gehen zunächst von subjektiven Konfliktverständnissen aus und entwerfen dann ein entwicklungsorientiertes Spektrum von Konflikt-Gestalten. Dazu greifen wir wieder auf die Holarchie der Logik aus dem dritten Kapitel zurück (Tabelle 2). Auf dieser Grundlange verdeutlichen wir anschließend, wie mit den speziellen Phänomenen in Konflikten im Meta-Dialog umgegangen werden kann. Dabei orientieren wir uns natürlich wieder an den vier Phasen des Meta-Dialogs: Vorklärung – Erkundung – Sinngebung – Perspektive (siehe auch Tabelle 5). Die generelle Intention solcher Meta-Dialoge über Konflikte ist, dass wir mit Unterschieden und dem Zusammenstoß von gegenläufigen Interessen, Gedanken oder Wertorientierungen. in professionellen Feldern ebenso wie im Alltag immer konstruktiver und kreativer umgehen lernen. Zu diesem Zweck werden wir einige Besonderheiten konflikthafter Kommunikation aufgreifen sowie Klärungsmöglichkeiten und Umgangsweisen mit Konflikten aufzeigen.

Unser Ehrgeiz besteht also keineswegs darin, der Fülle von Konzepten für Konfliktvermeidung, Konfliktlösung oder Konfliktmanagement noch ein weiteres Konzept hinzuzufügen. Vielmehr geht es uns um eine neugierig forschende Herangehensweisen an das Phänomen „Konflikt" im Meta-Dialog und um das Aufspüren von Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten. Dabei beschränken wir uns auf Konflikte im zwischenmenschlichen Kommunikationsgeschehen und klammern damit andere Arten von Konflikten wie gesellschaftliche und politische Konflikte aus. Nach der Nomenklatur von Friedrich Glasl (1990, 60 ff.) bewegen wir uns also auf der Mikro-Ebene von Konflikten (gegenüber einer Mesound einer Makro-Ebene). Da w
ir Konflikte vielperspektivisch betrachten, werden Meso- und Makro-Strukturen jedoch nicht ganz ausgeklammert; sie bilden ja oft den größeren Rahmen von Mikro-Konflikten; der Fokus liegt jedoch auf dem Kommunikationsgeschehen zwischen Individuen und in Gruppen.

Subjektive Konfliktverständnisse

Für das Phänomen „Konflikt" könnten wir, wie bereits angedeutet, aus der Literatur mehrere Dutzend abstrakte Definitionen heraussuchen. Aber mit „Konflikt" verbinden sich für die Menschen auch sehr unterschiedliche Erlebnisqualitäten und gedankliche Assoziationen. Dies hängt nicht nur von der momentanen Gefühlslage und Lebenssituation, sondern vor allem auch von biografischen Erfahrungen mit Konflikten sowie von den (Sub-)Kulturen ab, in denen wir aufgewachsen sind und in denen wir uns gegenwärtig bewegen. Wenn ich mich als Kind ständig durch die lautstarken und vielleicht sogar tätlichen Konflikte zwischen meinen Eltern bedroht gefühlt habe, werde ich einen ganz anderen Zugang zum Konfliktphänomen haben, als wenn in meiner Familie munter gestritten wurde, ohne dass der Zusammenhalt jemals bedroht war, oder wenn es oberflächlich sehr friedlich zuging und alle Konflikte unter einer Decke von Harmonie verborgen blieben. Ganz unterschiedliche Konfliktverständnisse herrschen auch in einzelnen Institutionen vor: In der einen gehört das offene Austragen von Konflikten zum guten Stil des Hauses, in einer anderen werden Konflikte geleugnet, verdrängt oder rasch „beseitigt". Solche Konflikterfahrungen und Gewohnheiten prägen unser Bild von und unsere Einstellungen zu Konflikten, zumal wir mehr oder weniger gut gelernt haben, mit Konflikten umzugehen oder Kompetenzen zur Regelung von Konflikten zu erwerben. Daher können sie uns auch in unterschiedlicher Weise ängstigen oder herausfordern.


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