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Das Haus in der Rothschildallee

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Produktdetails

Titel: Das Haus in der Rothschildallee
Autor/en: Stefanie Zweig

EAN: 9783784481081
Format:  EPUB
Langen - Mueller Verlag

29. März 2012 - epub eBook - 280 Seiten

Die trügerische Idylle Anfang des 20. Jahrhunderts virtuos verwoben mit dem tragischen Schicksal einer Familie.
Keine dunkle Wolke scheint das Leben von Johann Isidor Sternberg und seiner Familie an des Kaisers Geburtstag, am 27. Januar 1900, zu trüben. Doch die harmonische Idylle erfährt bald ihre ersten Brüche ... Mit einfühlsamen Bildern, einer Liebe zum historischen Detail und tiefer Menschlichkeit beschreibt die Bestsellerautorin das Leben einer jüdischen Familie in Frankfurt bis in die Zwanzigerjahre. Das Haus in der Rothschildallee wird zum Symbol einer Zeit, die die Geschichte Deutschlands für immer bestimmt hat.
1;Es ist erreicht;8 2;Frühlingserwachen;38 3;Sonntag in einem Weltbad;70 4;Deutsche Balkons;98 5;Nur keine Tränen;127 6;Tränende Herzen;153 7;Die Entscheidung;179 8;Ein jeder nach seiner Kraft;211 9;Ein Traum zerbricht;240


4 Deutsche Balkons (S. 97-99)
Frankfurt, Sommer 1914
Josepha stand auf dem Balkon. Ihre gestärkte dunkelblaue Kittelschürze mit der schmucken weißen Paspelierung, die sie sonst nur sonntags trug, zeigte an, dass sie nicht im Dienst, aber trotzdem bereit war, getreulich ihren Pflichten nachzugehen. Obwohl der Balkon um die Mittagszeit im Schatten lag, war die Luft angenehm warm.

Josepha atmete tief ein – wie es ihr der Posaunist Waldemar Mitalsky vom Kurorchester zu Bad Nauheim beigebracht hatte. In der Maienzeit, als die Kirschbäume und Fliederbüsche auch für sie geblüht hatten, war der Mitalsky jeden Samstagabend mit ihr tanzen gegangen, doch wegen der Aussteuer und weil Trudchen die einzige Tochter des Bauern Breitfuß und somit Hoferbin war, hatte er die mit den krummen Füßen geheiratet. »Richtig zum Anfassen«, murmelte Josepha. Sie meinte nicht ihre Erinnerungen, sondern das Sommerwetter im Allgemeinen und den Junikäfer, der auf einem Blatt Kapuzinerkresse saß und Glück versprach.

Ihr Lieblingssatz »Der Fleiß verjagt, was Faule plagt« war an diesem schönen blauen Montag eine Redensart ohne Bedeutung. Josepha, die sich gewöhnlich nur Ruhe gönnte, wenn ihr Kreuz zu brechen drohte, empfand es als eine Freude, die sie bis ins Innerste erwärmte, dass sie den Regulator im Salon eins schlagen hörte und sie sich so benehmen durfte wie die feinen Damen, für deren Wohl ausschließlich fremde Hände sorgten. Seit genau elf Tagen brauchte sich die von jedermann geschätzte Köchin im Hause Sternberg keine Gedanken zu machen, was in ihren Töpfen schmoren und in ihren Pfannen braten würde, ob sie die Kohlrabi mit oder ohne Grünzeug servieren sollte und ob sich am Sonntag zum feinen Bürgermeisterstück vom teuersten
Metzger auf der Berger Straße eine Dillsauce besser ausnahm oder die mit Meerrettich, für die Erwin und Clara schwärmten. Es waren keine Kartoffelgratins vorzubereiten, weder Gemüseaufläufe noch Ragouts in den Ofen zu stellen. Für das Einwecken der Frühkirschen und die Zubereitung der Erdbeermarmelade hatte die fürsorgliche Hüterin von Küche und Keller noch mehr als drei Wochen Zeit, ebenso für das zugesagte Aussortieren der Töpfe und Kochlöffel, die der Hausfrau nicht mehr gefielen.

Josepha genoss ihren Urlaub von der täglichen Pflicht. Sie hatte ihre Hände eine halbe Stunde lang in Seifenlauge gebadet, die Fußnägel geschnitten, die Ellbogen mit Sandpapier abgeschmirgelt, ihr Haar gewaschen, mit Bier gespült und zu einem dicken Zopf geflochten. Der lag um ihren Kopf und wirkte wie eine Krone aus hellbraunem Samt. Abermals dachte Josepha, was sie merkwürdig fand, weil es so lange nicht geschehen war, an das Trudchen mit den krummen Füßen. Die hatte inzwischen sechs Kinder und einen Leib, der sie stets aussehen ließ, als wäre sie mit dem siebten schwanger. Im Ort erzählte man sich, ihr Mann hätte die Posaune verkauft und die Magd vom Nachbarn geschwängert. Zudem käme er nie aus den Federn, wenn die Tiere versorgt werden müssten oder ein Kind krank sei.

Die Frau, die der schöne Waldemar für zehn Schweine und zwei Kühe verraten hatte, stemmte ihre Arme in die Hüften. Ihre Haut roch angenehm frisch nach der guten Kernseife, die Frau Betsy eigens für ihr Personal zu kaufen pflegte. Gut gelaunt nickte sie dem Kanarienvogel zu.


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