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Die Töchter der Heilerin

Historischer Roman. Originaltitel: Daughters of the Witch…
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Produktdetails

Titel: Die Töchter der Heilerin
Autor/en: Mary Sharratt

EAN: 9783838715360
Format:  EPUB ohne DRM
Historischer Roman.
Originaltitel: Daughters of the Witching Hill.
1. Aufl. 2012.
Übersetzt von Mary Sharratt, Barbara Röhl
Bastei Entertainment

18. Mai 2012 - epub eBook - 368 Seiten

Lancashire, 16. Jahrhundert: Die Witwe Demdike lebt mit ihrer Tochter Liza in einem Turm am Rand des Pendle Forest. Die Menschen tuscheln, wenn sie vorübergehen. Denn die beiden Frauen sind etwas Besonderes: Sie können heilen, und sie
können Geheimnisse lüften. Diese Fähigkeiten bringen sie jedoch in Gefahr. Denn zur Zeit der Hexenverfolgung ist der Grat zwischen guter Magie und Hexerei schmal. Als Demdikes Freundin Annie sie um Hilfe bittet, weil ihre Tochter von einem
Adligen bedrängt wird, gibt Demdike ihr Können an sie weiter. Aber das magische Wissen ist ein gefährliches Werkzeug in Annies Händen, denn sie ist wild und leidenschaftlich. Bald geraten die Frauen in Gefahr, als ein ehrgeiziger Richter
nach Pendle Forest kommt. Ein Mann, der sich der Hexenjagd verschrieben hat ...

2


1582

In der Abenddämmerung sah ich ihn zum ersten Mal, einen Knaben, der aus dem Steinbruch in Goldshaw geklettert kam. Die untergehende Sonne ließ sein blondes Haar aufleuchten. Schlank war er und so jung und schön. Und rein. Er hatte nichts Niederträchtiges an sich, keine Tücke oder Bosheit. Ich wusste gleich, dass er mich nicht anspucken würde, weil ich ein barfüßiges Bettelweib war. Er würde mich nicht mit Flüchen überschütten oder versuchen, mich in den Straßengraben zu stoßen. Da war etwas in seinen Augen; eine Sanftheit, ein Wissen. Wenn er mich ansah, schienen sich meine schmerzenden Knie in Butter zu verwandeln. Wenn er lächelte, zerschmolz etwas tief in meinem Inneren, und mein Herz schlug, pochte und polterte, bis ich beinahe ohnmächtig wurde. Was sollte so ein Bursche von einer fünfzigjährigen Witwe wie mir wollen?

Es war Mai, doch ein kalter Abend. Sein Rock war halb schwarz, halb braun. Bei mir dachte ich, dass er genauso arm sein musste wie ich, denn da bleibt einem nichts anderes übrig, als seine Kleider aus verschiedenfarbigen Lumpen zusammenzunähen. Er streckte die Hand aus, als wollte er einen alten Freund begrüßen.

»Elizabeth«, sagte er. »Meine Bess.« Die Namen, unter denen ich als Mädchen mit schlanker Taille, starken Beinen und wallendem kastanienbraunen Haar bekannt war. Woher kannte er meine wahren Namen? Auch damals war ich den meisten schon als Demdike bekannt. Der Knabe lächelte strahlend, mit sauberen weißen Zähnen, von denen keiner fehlte, und seine Augen blitzten teuflisch, so als wäre ich noch diese junge Frau, deren Haut war wie frische Milch.

»Na so was«, sagte ich, denn ich war niemals jemand, der lange schweigen konnte. »Du kennst also meinen Namen. Und wie heißt du?«

»Tibb&la
quo;, sagte er.

»Dein Familienname.« Ich nickte, obwohl ich in Pendle Forest keine Tibbs kannte. »Und dein Rufname?« Schließlich, dachte ich, kannte er auch meinen, Gott weiß, woher.

Er hob das Gesicht dem rötlich glühenden Himmel entgegen und lachte, als die Sonne endgültig hinter dem Pendle Hill versank. Dann hörte ich hinter mir ein Geräusch: das verblüffte Kreischen eines auffliegenden Fasans. Als ich mich wieder zu dem Burschen umwandte, war er verschwunden. Ich schaute den Weg auf und ab, doch ich entdeckte ihn nirgendwo, konnte nicht einmal seine Fußabdrücke auf dem schlammigen Pfad erkennen. Ließ mein Verstand mich im Stich? War der Knabe überhaupt wirklich gewesen? Da wurde mir ängstlich zumute, und mich fror am ganzen Körper, als hätte sich Reif über meine Haut gelegt.

Zuerst erzählte ich niemandem von Tibb. Wer hätte mir auch geglaubt, da ich es ja selbst kaum fassen konnte? Ich hegte nicht den Wunsch, mich noch mehr zum Gespött zu machen, als ich es ohnehin schon war.

Mein Mann Ned Southerns war kurz nach der Geburt unserer schielenden Liza vor neunzehn Jahren verschieden. Er gab mir die Schuld an der Missbildung unserer Tochter, weil er fand, ich hätte zu viel Umgang mit Tieren gehabt, als ich mit ihr schwanger ging, denn in meinen Ehejahren hielt ich fünf Hühner und sogar eine Milchziege. Ich hatte noch ein Kind, Christopher, der drei Jahre älter war als Liza und nicht von meinem Mann. Er war bei Weitem nicht der einzige Bastard in Pendle Forest. Der Adel und die Freibauern zeugten genauso viele illegitime Kinder wie wir armen Leute; sie verstanden sich nur besser darauf, es zu vertuschen. Liza, Kit und ich wohnten in einem alten verfallenen Wachturm am Rande von Pendle Forest. Unser Turm war älter als Adam und so zugig, dass man dort nicht einmal Viehfutter aufbewahren konnte, a
ber für uns reichte er. Malkin Tower hieß er, und wie Ihr sicher wisst, kann »malkin« entweder »Feldhase« oder »loses Weib« bedeuten. Hätte es einen besseren Platz geben können für mich und meine Brut?

Trotzdem flüsterten die Leute, es sei schon merkwürdig, dass eine wie ich in einem Turm aus dickem Stein lebe, der sich unten am Fuß sogar einer Außenküche mit einer richtigen Feuerstätte rühmen konnte, während manch arme Witwe sich mit einer Kate aus nur einem einzigen Raum ohne Herd, nur mit einer Feuerstelle im nackten Erdboden, begnügen musste. Die Wahrheit ist, dass meiner armen toten Mutter der Turm auf Lebenszeit zugesprochen wurde – Türme, die nach gefallenen Mädchen benannt waren, bargen stets peinliche Geheimnisse.

Als meine Mam jung und ansehnlich war, diente sie bei den Nowells von Read Hall. Sie war die Tochter des obersten Stallknechts und hatte gute Aussichten und dazu noch eine bescheidene Mitgift. Was hatte sie getan, um den Blick von Master Nowells Sohn auf sich zu ziehen, der damals ein Bursche von siebzehn Jahren war? Die Nowells waren keine alte Familie und nicht halb so bedeutend wie die Shuttleworths von Gawthorpe Hall oder die Lacys aus Clitheroe. Das Vermögen der Nowells war zusammen mit dem Aufschwung des neuen Glaubens gewachsen. Damals, als die Truppen des alten Königs Henry kamen, um die Abtei von Whalley zu brandschatzen, schickten die Nowells ihre Männer, damit sie halfen, die uralten Steinmauern einzureißen. Der König belohnte ihre Treue, indem er den Nowells einen Gutteil der Ländereien der Abtei übertrug. Einer der Söhne des alten Nowell ging ins ferne Cambridgeshire und machte sich einen Namen als puritanischer Gottesmann, so hat man es mir jedenfalls erzählt. Die Nowells lassen landauf, landab verbreiten, sie seien gottesfürchtige Leute. Doch sel
bst die Frommen sind nicht gefeit vor jugendlicher Torheit.

Meine Mam war, bevor sie in Ungnade fiel, ein rechtschaffenes Mädchen gewesen, daher konnte der junge Master Roger sie nicht so einfach abschieben wie eine Schankmagd. Und so wurde meiner Mam der Malkin Tower auf Lebenszeit zugesprochen, unter der Bedingung, dass sie die Nowells von Read Hall nie wieder behelligte. Er lag so weit von Read entfernt, dass ihr Anblick sie nicht störte, aber nah genug, um sie im Auge zu behalten, für den Fall, dass sie versuchte, deren guten Namen zu beschmutzen. Meine Mam und ich waren niemals achtbar; Achtung kostet Geld, und wir hatten nicht einmal das Schwarze unterm Fingernagel. Wir hatten den Malkin-Turm, in dem wir wohnten, aber nicht das kleinste Stückchen Land, auf dem wir Schafe hätten weiden können. Das Beste, was wir zustande brachten, war ein kleiner Garten auf dem steinigen Boden. Ich glaube, im Lauf der Zeit hatten die Nowells uns ganz vergessen. Als meine Mam – Gott sei ihrer unsterblichen Seele gnädig – starb, war der Turm so verfallen, dass sie ihn anscheinend nicht zurückhaben wollten. Also blieb ich, denn wohin hätte ich mich auch sonst wenden sollen? Anscheinend zogen sie es vor, keinen Umgang mit mir zu pflegen, und es beschämte sie weniger, mich hier hausen zu lassen, ohne dass ich einen Viertelpenny Zins bezahlte.

Mein leiblicher Vater ist vor einigen Jahren glücklich, fett und reich gestorben. Sein ältester Sohn, mein Halbbruder, der ebenfalls Roger heißt, wurde der neue Herr von Read Hall, das zum Teil aus den Steinen erbaut ist, die die Knechte seines Großvaters aus der zerstörten Abtei weggetragen hatten. Mein Halbbruder war ungefähr zwanzig Jahre jünger als ich. Unsere Wege kreuzten sich selten, denn die Nowells gingen zusammen mit den anderen feinen Leuten in Whalley zur Kirche und besuchten niemals die New Church in Goldshaw, in der die
Freibauern und der niedere Adel beteten. Aber einmal, an einem Markttag in Colne, bekam ich Roger Nowell zu Gesicht. Er war unverkennbar, wie er da saß, wie ein siegreicher Ritter auf seinem großen Shire-Pferd mit dem blauschwarz schimmernden Fell und den roten Bändern, die in seine Mähne eingeflochten waren. Das war vor einigen Jahren, als das Gesicht meines Halbbruders noch glatt und faltenlos war. Ein ansehnlicher Mann war er und hatte ein kräftiges Kinn, genau wie ich. Ich sah ihn geradewegs an, um festzustellen, ob er seine Blutsverwandte erkennen würde. Aber seine scharfen blauen Augen glitten über mich hinweg, als wäre ich nichts als ein Haufen Unrat.

Im Laufe der Jahre war er ein mächtiger Mann geworden, Magistrat und Friedensrichter. Im Pendle Forest bemühten wir uns, ihn nicht zu verärgern oder ihm irgendeinen Anlass zur Beschwerde zu geben. Da ich eine arme Witwe war, gewährte er mir eine Bettlerlizenz, wohlgemerkt über den Constable, ohne ein Wort mit mir zu sprechen. Und so blieb mir nichts anderes übrig, als über die Wege des Pendle Forest zu wandern und unterwürfig um Essen und um ehrliche Arbeit zu bitten.

Aber die Zeiten, in denen ein Christenmensch sich verpflichtet fühlte, den Armen Almosen zu geben, waren vorbei. Als ich ein kleines Mädchen war, versorgten die Mönche von Whalley Abbey die Bedürftigen mit Essen und mit Kleidung, und die reichen Leute hielten es ebenso, denn wenn sie uns gegenüber geizig waren, würde ihre Seele lange, lange im Fegefeuer leiden. In den alten Zeiten achtete man die Armen, weil unsere Gebete bei Gott besser angesehen waren als die der Reichen. Manch ein Wohlhabender ließ auf dem Totenbett Essen und Almosen an die Ärmsten in der Gemeinde verteilen, wenn sie nur für seine unsterbliche Seele beteten. So hat es mir meine Mam erzählt. Beim Begräbnis erhielten die Armen dan
n Brot und Allerseelengebäck als milde Gabe.

Die Reformierten behaupteten, das Fegefeuer sei Häresie: Es gab nur den Himmel für die Auserwählten und die Hölle für alle anderen; wozu also brauchten die Reichen die Armen zu bestechen, damit sie für sie beteten? Uns einfaches Volk betrachteten sie nicht länger als gottgesegnet, sondern als Plage. Wenn ich um eine bloße Schale Magermilch oder eine Hand voll Hafer bettelte, um Wasserporridge zu kochen, zogen die Hargreaves und die Bannisters und die Mittons die Augenbrauen zusammen und sagten, mein schweres Los sei Gottes Strafe für meine...


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