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Geschichte Polens

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Produktdetails

Titel: Geschichte Polens
Autor/en: Jürgen Heyde

EAN: 9783406625077
Format:  EPUB
Beck C. H.

20. Januar 2012 - epub eBook - 128 Seiten

Der Band gibt einen Überblick über die mehr als tausendjährige Geschichte Polens. Neben der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung des Landes liegt das besondere Augenmerk auf der Darstellung der europäischen Dimensionen der polnischen Geschichte sowie der Entwicklung der deutsch-polnischen Nachbarschaft.
Jürgen Heyde ist Privatdozent für osteuropäische sowie mittlere und neuere Geschichte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Vom Eintritt in die europäische Geschichte bis zur Einigung der polnischen Länder


Herrschaftsbildung und Christianisierung


Der Name «Polen» (lat. «Polonia») erscheint in den Quellen erst an der Wende vom 10. zum 11. Jahrhundert, doch die Geschichte des Landes und der Menschen, die dort leben, reicht deutlich weiter zurück. Seit dem 6. Jahrhundert interessierten sich griechische und lateinische Autoren für die Slawen, die große Teile Mittel- und Osteuropas bewohnten. Die Slawen bildeten keine feste Einheit mit gemeinsamer Abstammung, sondern eine Kulturgemeinschaft, die immer wieder Neuankömmlinge von außen zu integrieren vermochte. Ihre Kultur war gekennzeichnet von Sesshaftigkeit – sie betrieben Ackerbau und Viehzucht – und einer «demokratischen» Verfassung – außerhalb von Kriegs- und Krisenzeiten kannten sie keine fest gefügte Fürstenherrschaft.

Dies wandelte sich in den folgenden Jahrhunderten, als die Kontakte zu den dauerhaften Reichsbildungen im Westen und Süden intensiver wurden. Im 9. Jahrhundert entstand im Ostfränkischen Reich eine Liste von Völkerschaften (des sog. Bairischen Geographen). Sie nennt eine Vielzahl von regiones mit unterschiedlich vielen civitates und enthält erstmals auch Informationen über das Gebiet zwischen Weichsel, Oder und Ostsee, welches später einmal Polen genannt werden sollte. In diesem Gebiet kannte der Bairische Geograph die Wislanen (uuislane) am Oberlauf der Weichsel (in der Gegend von Krakau). Das Stammesgebiet der Polanen hingegen, das Zentrum der späteren Polonia, fehlte in dieser Quelle noch. Warum das so war, erläutert die dynastische Legende der Piasten, die über das Polanengebiet herrschten. Sie ist uns aus dem frühen 12. Jahrhundert in der Chronik des sog. Gallus Anony
mus überliefert und erzählt, wie der Stammvater Piast und sein Sohn einen früheren Fürsten (Popiel) von der Herrschaft verdrängten. Diese Legende reicht nur vier Generationen hinter den ersten urkundlich belegten Piastenfürsten Mieszko (gest. 992) zurück; die Piasten waren also eine noch junge Dynastie.

Damit standen sie in diesem Teil Europas nicht allein. Auch in anderen slawischen Gebieten (z.B. in Böhmen) zeigte sich erst um das 9. Jahrhundert eine Konzentration und Stabilisierung von Herrschaft. Eine ähnliche Entwicklung gab es im religiösen Bereich, wo die ursprünglich unabhängig voneinander bestehenden, lokalen heidnischen Kulte allmählich zentralen Kultplätzen untergeordnet wurden, an denen Kriegsbeute, Abgaben und Kultgegenstände gelagert wurden. Auch die heidnische Götterwelt der Slawen hierarchisierte sich; wenige Hauptgötter beherrschten den Himmel (Perun) und die Unterwelt (Veles), und ihre Priester nahmen eine Führungsrolle gegenüber den anderen Kulten wahr.

In der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts verdichteten sich dann die Informationen über den Piastenfürsten Mieszko und sein Land. Das Herrschaftsgebiet der Polanen hatte sich im 9. Jahrhundert im späteren Großpolen stabilisiert und auf benachbarte Gebiete ausgedehnt (Kujawien, Länder Sieradz und Łęczyca, Masowien). Im Zuge der weiteren Expansion näherte es sich dem politischen Interessengebiet des ostfränkischen Reiches. Der sächsische Markgraf Gero versuchte nun, Mieszko zu unterwerfen und ihn, ähnlich wie die Elb- und Ostseeslawen, tributpflichtig zu machen. In dieser Lage schloss der Polanenfürst ein Bündnis mit dem Herzog Boleslav von Böhmen. Bei der Hochzeit mit dessen Tochter Dubrava nahm Mieszko das Christentum an und ließ im Jahre 968 ein erstes Missionsbistum grün
den. Damit hatte er sein Herrschaftsgebiet stabilisiert, da Angriffe aus dem ostfränkischen Reich nun nicht länger als Kampf gegen das Heidentum deklariert werden konnten.

Im Jahre 992, kurz vor seinem Tod, trug der Herzog sein Herrschaftsgebiet, die civitas schinesghe, dem Apostolischen Stuhl auf. War bislang die Person des Herrschers für den Zusammenhalt des Territoriums entscheidend gewesen, so bildete es nun ein fest umrissenes Land mit einem dynastischen Zentrum und eindeutig beschriebenen Grenzen: entlang der Ostsee bis zum Gebiet der Pruzzen im Norden, östlich bis an die Rus’, im Süden bis nach Krakau und im Westen bis an die Oder und in die Oberlausitz.

Die Grundlagen der Fürstenmacht im 11. Jahrhundert


Im März des Jahres 1000 brach Kaiser Otto III. zu einer Wallfahrt an das Grab seines Lehrers Adalbert nach Gnesen auf; an der Grenze in Niederschlesien wurde er von Herzog Bolesław Chrobry (dem Tapferen), dem ältesten Mieszkos empfangen und nach Gnesen geleitet. Beide Herrscher einigten sich über die Einrichtung eines polnischen Erzbistums mit Sitz in Gnesen sowie die Schaffung von Bistümern in den neu hinzugewonnenen Herrschaftsgebieten: Breslau (Schlesien), Krakau (Kleinpolen, das ehemalige Wislanengebiet), Kolberg (östliches Pommern). Der bisherige Missionsbischof Unger erhielt ein Bistum mit Sitz in Posen. Daneben wurde eine Eheverbindung zwischen Boleslaws jüngerem Sohn Mieszko (II.) und der Kaisernichte Richeza vereinbart. Polen war durch diesen «Akt von Gnesen» als Teil des abendländisch-christlichen Imperiums anerkannt. Die Bezeichnung «Polonia» wurde nun auch in deutschen Schriftquellen allgemein üblich.

Bolesław war in Gnesen vom «tributarius» zum «dominus» aufgestiegen und erhob nun Anspruch auf die Vorherrschaft in der Sclavinia. Dies führte zu Ausei
nandersetzungen mit Ottos Nachfolger, Heinrich II. Am Ende seiner Regierungszeit hatte Bolesław den im Jahre 1000 durch die Gründung eines Erzbistums abgerundeten Territorialbesitz gefestigt und durch neue Gebiete im Westen und Osten (die Lausitzen und die sog. Cervenischen Burgen) erweitert. Kurz vor seinem Tod erhielt er das Einverständnis des Papstes zur Königskrönung, die 1025 in Gnesen vollzogen wurde. Damit schien sich Polen als dauerhafter, eigenständiger Partner in den Kreis der europäischen Königreiche eingereiht zu haben.

Nach Boleslaws Tod konnte sein Sohn Mieszko II. zunächst problemlos seine Thronfolge durchsetzen und sich noch 1025 zum König von Polen krönen lassen. Anders als sein Vater vermochte er aber weder gegenüber dem Reich noch gegenüber der Rus’ militärische Erfolge zu erzielen. Dies schürte die Unzufriedenheit unter den polnischen Großen, so dass sich Boleslaws ältester (unehelicher) Sohn Bezprym in den Jahren 1031/32 mit Hilfe der Rus’ als Gegenkönig etablieren konnte. Nach Mieszkos Tod 1034 zeigte sich zudem, dass das Prinzip dynastischer Herrschaft an sich noch nicht so weit gefestigt war, dass es eine Zeit der Misserfolge hätte überstehen können. Es kam zu einem Aufstand gegen den Thronfolger Kazimierz, der mit seiner Mutter aus dem Land vertrieben wurde. In einer heidnischen Reaktion wurden an verschiedenen Orten christliche Kirchen zerstört und daraus Tempel errichtet.

Bis 1050 gelang es Kazimierz durch enge Anlehnung an das Kaisertum als oberste Schiedsinstanz, die Fürstenmacht weitgehend wiederherzustellen. Sein ältester Sohn, Bolesław II. Śmiały (der Kühne, ca. 1042–1082, Herzog 1058) betrieb bereits eine aktivere Außenpolitik gegenüber der Rus’ und Böhmen. Doch er sah sich weiterhin einer inneren Opposition gegen&uum
l;ber, die sich um den Krakauer Bischof Stanisław scharte. Als er diesen 1079 anklagen und hinrichten ließ, erhob sich ein Aufruhr im Land. Bolesław wurde vertrieben und starb im Exil.

Die Herrschaftskrisen im 11. Jahrhundert werfen die Frage nach den Grundlagen der Fürstenmacht in Polen auf. Die Christianisierung erreichte das fürstliche Gefolge, besaß aber noch keine Tiefenwirkung, da weite Teile der Bevölkerung bis dahin keinen Zugang zu regelmäßigen Gottesdiensten hatten. Trotzdem verfügte die Kirche am Ende des 11. Jahrhunderts über ein ausreichendes Mobilisierungspotential, um den Herzog zu stürzen. Die Krisen beleuchten auch die wachsende Eigenständigkeit der Regionen. Ein neues Bistum in Płock sollte Masowien besser anbinden; Herzog Władysław Herman (ca. 1043–1102) richtete für seine Söhne Zbigniew und Bolesław eigene Teilfürstentümer ein. Nach dem Tod des Vaters versuchten beide, die Herrschaft in ganz Polen an sich zu ziehen. Bolesław III. Krzywousty («Schiefmund», 1085–1138) konnte für seine Ansprüche auch die regionalen Eliten im Herrschaftsbereich seines Bruders mobilisieren und setzte sich als Herzog im gesamten polnischen Territorium durch.

Seit Polen zu einem Teil des christlichen Europa geworden war, gab es immer weniger Gelegenheit zu Kriegs- und Beutezügen; zudem wurde das Land seit dem 11. Jahrhundert häufiger selbst das Ziel äußerer Interventionen. Als Reaktion darauf bauten die Fürsten das Abgaben- und Dienstsystem nach innen aus. Ein dichtes Netz von Burgen wurde nicht mehr vorwiegend nach militärischen, sondern nach administrativen Erfordernissen angelegt. Es sorgte für eine umfassende und gleichmäßige Erfassung der Bevölkerung und diente den fürstlichen Beamten als Sitz. Nach dem...


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