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Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse

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Produktdetails

Titel: Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse
Autor/en: Thomas Meyer

EAN: 9783905801606
Format:  EPUB
Salis Verlag

1. Mai 2012 - epub eBook - 280 Seiten

Motti Wolkenbruch lebt noch immer zu Hause, mit seiner geschwätzigen mame und seinem tate, der es seit längerem vorzieht zu schweigen und sich am liebsten hinter der aktuellen Ausgabe des Tachles versteckt. Die zufällige Begegnung mit einer hübschen Schickse wirft Mottis Leben aus der Bahn; ihm wird bewusst, dass er in seinen Kreisen kein Liebesglück finden wird. Und je mehr seine mame auf ihn einredet, umso stärker regt sich in ihm der Wunsch nach einem mamefreien Leben in den Armen ebendieser Schickse.

Schritt für Schritt, manchen auch zurück, tritt Motti aus der orthodoxen Welt heraus in die säkulare, was auch grundlegende Veränderungen an seinem Äußeren mit sich bringt - der Bart kommt ab und die zu kurzen, schwarzen jüdischen Hosen machen modischen Jeans Platz. Mehr und mehr verwandelt sich Motti in einen typischen urbanen jungen Mann. Zwar ist er nun seine mame los, die ihn keines Blickes mehr würdigt, doch mehr Glück mit den Frauen hat er auch nicht. Jene, die er jetzt kennenlernt, haben wohl keinen dicken tuches, aber dafür nicht alle Tassen im Schrank.
Thomas Meyer wurde 1974 in Zürich geboren. Nach einem abgebrochenen Studium der Jurisprudenz arbeitete er als Texter in Werbeagenturen und als Reporter auf Redaktionen. Erste Beachtung als Autor erlangte er 1998 mit im Internet veröffentlichten Kolumnen. 2007 machte er sich selbstständig als Autor und Creative Director. Er lebt und arbeitet in Zürich.

Ich habe ihr Fotos von dir gezeigt, sie findet
dich auch nett!


Mein Name ist Mordechai Wolkenbruch, kurz Motti. Meine mame heißt Judith. Sie besitzt einen enormen tuches und das beste Matzenknödel-Rezept der Welt. Bejdes hat sie von ihrer mame geerbt.

Mein tate heißt Moische. Er ist, wie ich, dünn und blass. Von ihm habe ich den rötlichen Schimmer im Bart, wobei er mir zahlreiche weiße Stellen darin voraushat und auch einiges an Volumen. Denke ich an meinen tate, sehe ich ihn, wie er auf dem Sofa sitzt: schwarze hojsn, weißes Hemd, ein schtik Bart, darüber das Tachles, das jüdische Wochenmagazin, oder die Jüdische Zeitung und ganz oben, über einer hohen Stirn, seine jarmelke.

Ich habe zwaj ältere Brüder. Salomon, genannt Schloime, und David. Bejde haben von meiner mame den tuches geerbt und von meinem tate die Hautfarbe, was ihnen starke Ähnlichkeit mit einem Schneemann verleiht. Schloime, von Beruf Chirurg und von meinem tate deshalb häufig »Koschermetzger« genannt, ist außerstande, in Zimmerlautstärke zu sprechen. Ein weiterer Wesenszug, den ihm meine mame mitgegeben hat. David hingegen, ein Biologe, ist ein stiller Mensch.

Zwaj teg pro woch arbeitete ich bei der Wolkenbruch Versicherung, der Firma meines Vaters. Die übrige zajt widmete ich mich dem Studium der Wirtschaft, was meine mame mit großem schtolz erfüllte. Bei jedem Familientreffen verkündete sie, ihr Motti stehe kurz vor der Doktorwürde, was ich jeweils beschämt relativierte: »Mame, es dauert doch allein noch ein jor bis zu meinem Master.« Sie lachte: »Mottele, das schaffst du in draj Monaten, du bist ein so gescheiter jing; schon als kleiner Bub bist du gescheit gewejn; und nachher wirst du auch sofort Doktor!« Doch das sagte s
ie nicht mehr zu mir, sondern in die Runde hinaus, heftig nickend, und ich widersprach nicht mehr. Widerspruch war in den ojgn meiner mame ein schweres Vergehen und wurde mit sofortigem Einfrieren der Beziehung geahndet: Anstatt dass sie mich zur Begrüßung umarmte, hielt sie mir dann vorwurfsvoll die bak entgegen, auf dass ich ihr einen reumütigen kisch draufgebe. Die nostichl-Versorgung wurde für die Dauer der Sühne natürlich eingestellt.

Irgendwann entschied die mame jeweils, ich hätte genug für meinen schlechten Benimm gebüßt, und wärmte das Verhältnis wieder auf: Ich war wieder der geliebte sininke und wurde wieder an die bristn gepresst, und griff ich in die keschene meines Mantels, so stieß meine erleichterte hant wieder auf das vertraute Quadrat aus Stoff.

Wir führten ein gewöhnliches, frommes jüdisches Dasein: Meine mame kochte knajdlech und hielt die allgemeine Disziplin aufrecht, und mein tate verkaufte den Zürcher jidn Versicherungen. Der Satz »Man weiß ja nie!« war dabei sein liebstes Verkaufsargument. Und auch das überzeugendste, hatte er es doch mit Leuten zu tun, deren Vorfahren von einem tog auf den anderen erst nicht mehr mit der Straßenbahn reisen durften und schpejter nur noch im Güterwaggon.

Jeden tog gingen wir in die schul zum dawenen. Mein tate am frimorgn und am uwnt, ich manchmal nur am uwnt.

Jeden frajtik nach Einbruch der Dämmerung zündete meine mame die lichtlech an, und wir sangen und aßen miteinander und unseren Gästen.

Mein Bruder Schloime hatte schon eine eigene misch-puche.

Mein Bruder David ebenso.

Ich nicht.

Das machte meine mame, deren Brautvermittlungsbemühungen für ihre bejden anderen Söhne schon mit dem jeweils erst
en Versuch voll ins Üppige getroffen hatten, hochgradig nervös. Denn bei mir taten sie dies nicht. Der Grund lag darin, dass meine mame auch mich ausschließlich mit Duplikaten ihrer selbst bekannt machte: Rachel, Dania, Sara, Mazzal, Rifka, Joelle, Bracha, Schoschanna; und alle schwatzten sie mich in Grund und Boden, während sie in unserem Wohnzimmer milchikes gebek in sich hineinstapelten, das meine Mutter vom Koscherbäcker besorgt hatte. Ich schwieg jeweils dazu, und auch schpejter, nachdem die jungen, dicken frojen gegangen waren und die mame meine Meinung hören wollte, schwieg ich.

»Die ist doch nett!«, behauptete meine mame etwa von-Rachel.

Ich saß da und zählte konzentriert die Kuchenkrümel auf dem leeren gebek-teler. Zwajunfirzik waren es; die ganz kleinen, schlecht zählbaren nicht eingeschlossen.

Nett war Rachel gewejn, durchaus.

»Und hipsch!«

Das nun weniger.

»Mordechai! Du rufst sie jetzt an!«

Doch ich schwieg einfach und starrte auf den teler, bis meine mame sich erhob und schnaubend die tir hinter sich zuwarf. Und mich wieder amol vom nostichl-Nachschub abschnitt.

Da Zürichs jüdische Gemeinden von überschaubarem Charakter sind, musste meine mame bald auf andere Städte ausweichen. Sie schickte mich nach Bern, nach Basel, nach St. Gallen und nach Lugano und errechnete mit gespenstischer Präzision den Zeitpunkt, an dem meine eventuelle Ehefrau und ich den zweiten Kaffee erhielten. Genau dann rief sie jeweils an und erkundigte sich über den Verhandlungsverlauf: »Und, Mottele, wie gefelt sie dir?«

»Mame, ich bin eben erst angekommen.«

»Aber wie gefelt sie dir? Ich will doch einen gitn schidech machen!« >

»Ich rufe dich zurik, ja?«

»Sie ist sejer nett!«

»Ist gut, ich –«

»Ich habe ihr Fotos von dir gezeigt, sie findet dich auch nett!«

»Mame, wir –«

»Auch Fotos von früher, als du klein warst; weißt du, das Bild, wo du naket bei Guggenheims im gortn herumrennst, sie hat es richtig betamt gefunden!«

»Also, mame, ich muss los.«

»Motti! Willst du deiner mame das Telefon aufhängen?«

»Nein, aber –«

»Dann hörst du mir jetzt zu! Sie ist sejer nett, glojb mir!«

»In ordenung. Wir hören uns schpejter.«

»Du hängst mir nicht das Telefon auf! MORDECHAI!«

Als ich vor einiger zajt von einer solchen Reise heimkehrte, erwartete mich meine mame am Esstisch, vor sich die zerknüllten Verpackungen von zwaj Tafeln Schokolade.

»Nu, Motti?«, fragte sie, ihre ojgn wie chanike-Kerzen.

»Ich wajs nischt, mame«, wich ich aus, um doch irgendwann mol etwas zu sagen.

»Wus wajstu nischt?«, blähte sie ihre Brust.

Ich fuhr mir mit der hant in den bort, denkend: Jetzt kannst der eigenen Mutter ja schlecht sagen, das mejdl gefelt mir nicht, die sieht aus wie du.

Also sagte ich: »Da war nischt kejn funk zwischen uns, mame.«

»Kejn funk!«, rief die mame. »Was brauchst du a funk! Du brauchst a froj!«

Wie sejer dem ihrem Dafürhalten nach so war, demons-trierte sie am darauffolgenden schabbes in unserer Synagoge an der Freigutstraß
;e. Der tate und ich setzten uns zu den menern und die mame ächzte sich zu den anderen frojen hin, wo sie, noch bevor sie den Mantel abgelegt hatte, vernehmlich durch den Raum rief: »Habt ihr jetzt endlich a mejdele für meinen Motti gefunden?«

Die anderen mener drehten sich alle zu mir um, aber nicht mitleidig, eher mitfühlend. Sie hatten auch eine mame. Das verbindet.

Mich beunruhigte vor allem das »endlich« – sollte das heißen, hier war seit längerem eine offizielle, gemeindeumspannende Kampagne am Laufen?

Vieles deutete darauf hin. So brachte mich meine mame einige teg schpejter unter einem Vorwand mit dem ojto nach Basel. Angeblich sollte ich ihr helfen, bei einer alten froj, die ihre Wohnung räumte, ballenweise Stoffe für mames wöchentlichen Nähabend abzuholen. Tatsächlich war aber die froj gar nicht so alt und auch weit davon entfernt, ihre Wohnung aufzugeben; und es gab auch keine Stoffe, dafür eine Tochter, zu der ich kurzerhand in ein stockiges zimer gescheucht wurde. Die tir blieb sittsam offen.

Die junge froj, Hannah ihr Name, war von fesselnder Hässlichkeit und sah nur kurz auf, als wir miteinander bekannt gemacht wurden. Danach schaute sie nur noch auf ihre fis hinab. Zudem sprach sie sejer leise, so dass ich immer wieder nachfragen musste, was sie gesagt hatte.

So muss es früher im Königsschloss mit der ungestalten Prinzessin gewejn sein, dachte ich; man sperrte sie ins Turmzimmer und schleuste Prinz um Prinz hinauf, in der hofenung, einer habe schlechte ojgn.

Es gelang Hannah und mir nicht, eine Unterhaltung zum Laufen zu bringen, und als sich nach zwanzik minutn unsere Mütter dazugesellten, um uns einander schmackhaft zu machen, indem sie Charaktereigenschaften herausstrichen, die wir gar nicht besaßen, zumindest ich nicht
, kippte die schtimung vollends ins Unerträgliche. Als auch den...


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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll alles, aber kein Wolkenbruch - von Tilman Schneider - 29.11.2019 zu Thomas Meyer „Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse“
Mordechai Wolkenbruch wird von seine Mama liebevoll Motti genant. Der orthodoxe Jude lebt mit 25 Jahren immer noch zu Hause, aber er will dies ändern. Seine Mama leider auch und so präsentiert sie ihm eine Heiratskandidatin nach der Anderen. Komisch, sie sind irgendwie alle wie sie, aber Motti hat andere Probleme. Sein Leben ist etwas aus den Fugen geraten, denn während seines Studiums an der Universität in Zürich hat er eine Schickse (nicht jüdische Frau) kennen gelernt. Sie ist einfach faszinierend und Motti macht sich Gedanken über seine Religion, seine Familie, seine Gefühle, seine Vergangenheit und vor allem über seine eigene Zukunft. Welches ist die richtige Reiseroute? Thomas Meysers Buch ist ein Knaller! Man muss wahnsinnig viel Lachen, aber manchmal bleibt einem das Lachen auch im Halse stecken und sie wie er die richtige jüdische Lebensart sucht, so werden wir angeregt, unsere eigenen Lebenswege, Gedanken und Gefühle zu überdenken. Die vielen jüdischen Worte erklären sich von selbst und ich habe sie nicht als Stolpersteine empfunden, aber sie regen an, sich etwas näher damit zu beschäftigen und nach zu schlagen. Dieses Buch ist kein Wolkenbruch, aber eine ganz großartige Reise in die Arme einer Schickse.
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