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Der Hundertjährige Krieg

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Produktdetails

Titel: Der Hundertjährige Krieg
Autor/en: Joachim Ehlers

EAN: 9783406640322
Format:  EPUB
Beck C. H.

10. Mai 2012 - epub eBook - 127 Seiten

Als 1328 mit Karl IV. der letzte französische König aus dem Hause der Capetinger stirbt, erlischt diese Dynastie im Mannesstamm. Der nächste Verwandte ist Karls Neffe, König Eduard III. von England, ein Plantagenêt. Den Thron besteigt aber ein entfernterer Verwandter aus dem Hause Valois, der als Philipp VI. französischer König wird. Die Frage der legitimen Thronfolge kann friedlich nicht beigelegt werden und wird - wenn auch nicht allein und für sich genommen - zur Ursache des längsten militärischen Konflikts der europäischen Geschichte. Joachim Ehlers erzählt in dem vorliegenden Buch die Geschichte des Hundertjährigen Krieges, in dem legendäre Schlachten geschlagen werden wie jene bei Azincourt, in dem Johanna von Orleans zuerst zur Nationalheldin und dann zur Märtyrerin wird (1431), um bald zur Nationalheiligen Frankreichs aufzusteigen, und in dem Revolutionen sowie der Ausbruch der Pest die Länder politisch, gesellschaftlich und moralisch destabilisieren und verwüsten. Ursachen, Verlauf und Folgen des Hundertjährigen Krieges werden in einer sehr gut verständlichen und spannenden Darstellung knapp und konzise erklärt.
Joachim Ehlers lehrte bis zu seiner Emeritierung als Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Freien Universität Berlin. Die Kulturgeschichte des westeuropäischen Mittelalters bildet einen seiner Arbeitsschwerpunkte.

2. Aufbau des Konflikts
 (1316–1345)


Unter den gegebenen Voraussetzungen konnte der englische König nur dann dauerhafte Sicherheit für seinen Kontinentalbesitz erlangen, wenn er den Vasallenstatus abwarf und selbst König von Frankreich wurde.

Die Gelegenheit dafür begann sich im Jahre 1316 abzuzeichnen, als Ludwig X. nach ungewöhnlich kurzer Regierungszeit ohne männlichen Erben starb und damit eine dynastische Krise auslöste, die zum Existenzkampf der französischen Monarchie werden sollte. Weil die Königinwitwe schwanger war, bestand noch Hoffnung auf einen Thronfolger, und bis das entschieden war, sollte Ludwigs jüngerer Bruder Philipp die Regentschaft führen. Als die Königin mit einem Sohn niederkam, schien alles in die hergebrachten Bahnen zu weisen, aber das Kind starb nach wenigen Tagen, und nun gab der Regent die Macht nicht mehr aus den Händen. Eine Versammlung von geistlichen und weltlichen Würdenträgern, von Bürgern und Pariser Universitätsjuristen billigte den Staatsstreich und befand für Recht, daß Ludwigs Tochter Johanna nicht Königin werden dürfe, weil in Frankreich Frauen von der Thronfolge ausgeschlossen seien. Anfang des Jahres 1317 ließ sich Philipp als fünfter König seines Namens in Reims krönen. Dieser rein politischen Entscheidung fehlte zwar die behauptete Rechtsgrundlage, aber sie lieferte ein Argument, das sich bald als nützlich erweisen sollte. Philipp V. starb schon 1322, ebenfalls ohne männlichen Erben, und wieder nahm ein Bruder des Verstorbenen die Krone: Karl IV., letzter Sohn Philipps des Schönen.

Als auch er sechs Jahre später ohne Erben starb, mußte das Problem der Nachfolge durch eine Entscheidung zwischen mehreren Personen gelöst werden, denn nun kamen zwei Enkel Philipps III. in Frage
– Vettern der letzten drei Könige, und zwar Philipp von Évreux, der außerdem Schwiegersohn Ludwigs X. war, und Philipp von Valois. Philipp von Évreux verfolgte seinen Anspruch ohne rechte Ambition, zumal der Valois von vornherein die besseren Chancen hatte: Dessen Vater Karl war als Bruder Philipps des Schönen politisch sehr einflußreich gewesen, während er selbst in fünfunddreißig Lebensjahren schon reichlich Erfahrung gesammelt hatte, den französischen Eliten wohlbekannt und sofort regierungsfähig war. Noch vor seiner Krönung als Philipp VI. am 29. Mai 1328 erschien jedoch eine englische Gesandtschaft und forderte den französischen Thron für ihren König Eduard III., der durch seine Mutter Isabella ein Enkel Philipps des Schönen war. Niemals, soll Isabella gesagt haben, werde Eduard als Sohn eines Königs dem Sohn eines Grafen huldigen. Immerhin war Eduard, allerdings in weiblicher Linie, ein gradnäherer Verwandter des jüngst verstorbenen Königs von Frankreich als Philipp von Valois.

Das Ende der Capetinger und der Anfang des Hauses Valois

Die Rechtsauffassung des englischen Hofes war durchaus plausibel begründet. Europäische Dynastien erweiterten ihre Herrschaftsgebiete oft und legitim durch Heirat von Erbtöchtern; das capetingische Königshaus und seine Angehörigen hatten von diesem Brauch selbst mehrmals profitiert, gleichwohl lehnten die französischen Juristen das Ansinnen ab und erklärten, daß Isabella von ihrem Vater niemals ein Nachfolgerecht erhalten habe und demzufolge gar nicht besäße, was sie ihrem Sohn weitergeben wolle.

Zunächst schien es so, als würde Eduard III. das akzeptieren, denn 1329 huldigte er unter dem Druck seines kriegs- und ausgabenscheuen Parlaments Philipp VI. in Amiens für die Guyenne und erkan
nte ihn damit als König von Frankreich an. Dieser Eindruck täuschte jedoch. Von seinen beiden großen politischen Zielen – Behauptung des Kontinentalbesitzes und Durchsetzung des Anspruchs auf die Krone Frankreichs – hatte der englische König das erste erreicht, ohne das zweite aufzugeben, denn mit der Huldigung war ihm das Herzogtum Guyenne als Lehen bestätigt worden, die Frage der Anerkennung Philipps VI. aber mußte sich wegen erheblicher Legitimitätsprobleme des Hauses Valois bald neu stellen: In Frankreich sollten ja nicht nur die Frauen von der persönlichen Nachfolge ausgeschlossen werden, sondern auch alle männlichen Nachkommen der weiblichen Linie, weil andernfalls die Söhne der Töchter Ludwigs X., Philipps V. und Karls IV. eine Anwartschaft gehabt hätten. Hieraus ergaben sich Konflikte, die der englische Hof weidlich genutzt hat. Bald sollte Karl von Navarra, Sohn Johannas und Philipps von Évreux, gegen das Haus Valois in den Krieg eingreifen.

Vergleicht der moderne Betrachter die Ressourcen beider Könige, so erscheint ihm die von Eduard III. ausgehende Gefahr vielleicht wenig bedrohlich. Frankreich war unverhältnismäßig viel reicher an Menschen und Gütern – man darf indes nicht übersehen, daß Wirtschaftskraft im Spätmittelalter eher als potentielle Energie wirkte, die erst erschlossen und durch ein effektives Abgabensystem organisiert werden mußte, bevor man sie einsetzen konnte. Außerdem hatte Frankreich den Höhepunkt landwirtschaftlicher Produktion schon in der Mitte des 13. Jahrhunderts erreicht, und der immer noch wachsenden Bevölkerungszahl entsprach keine Vergrößerung der Nutzfläche mehr, weil es kaum noch kultivierbares Land gab. Periodisch auftretende Hungersnöte quälten und beunruhigten die Menschen; während die Arbeitslöhne stie
gen, fielen die Grundrenten – Haupteinnahmequelle des landbesitzenden Adels. Adliges Leben war jedoch teuer und verlangte nicht nur die Führung eines großen Hauses bis hin zum Hofstaat, Ausgaben für geistliche Stiftungen, für Kleidung und Schmuck: Der ritterliche Kämpfer mußte sich auch auf eigene Kosten ausrüsten, brauchte je nach seinem gesellschaftlichen Rang bis zu sechs speziell für den Einsatz im Gefecht abgerichtete Pferde, dazu natürlich Lanze, Schwert, Helm und Rüstung, die mit fortschreitendem Raffinement des Plattnerhandwerks immer kostspieliger wurden; er war auf Knappen und Hilfskräfte angewiesen, mußte abkömmlich sein für den Dienst am Hof großer Herren, für Krieg und Turnier, nicht zuletzt aber freie Zeit zum Üben der Kampftechniken haben. Als die große Agrarkrise des 14. Jahrhunderts begann, sanken viele adlige Familien in die bäuerliche Schicht ab. Ein großer Teil der Kämpfer im Hundertjährigen Krieg kam aus diesem Adelspauperismus.

Eduard III. huldigt Philipp VI. (1329) Handschrift des 14. Jahrhunderts, Bibliothèque Nationale de France, Paris

Eine besonders kritische Region war Flandern, neben dem Artois wichtigstes europäisches Zentrum der Textilindustrie und gezeichnet durch große soziale Spannungen zwischen oligarchischem Patriziat einerseits, armen Webern und aufstrebenden, nicht an den Stadtregierungen beteiligten Kaufleuten andererseits. Hier setzte Eduard III. an, denn er wollte Flandern als Operationsbasis einer Invasionsarmee nutzen. Weil er den Grafen von Flandern nicht für ein Bündnis gewinnen konnte, übte er wirtschaftlichen Druck auf dessen Städte aus, indem er die englischen Wollexporte einstellte und damit die Weber arbeitslos machte. Gent, Brügge und Ypern vertrieben daraufhin den Grafen und verbündeten sich mit de
m englischen König, der nun auf Brabant rechnen konnte.

Als Antwort auf diese Drohgebärde zog Philipp VI. im Mai 1337 die Guyenne als Lehen ein, im Gegenzug erneuerte Eduard III. im Oktober seinen Anspruch auf die französische Krone, landete im Frühsommer 1339 mit seiner Armee auf dem Kontinent und rückte von Brabant aus nach Süden vor. Philipp VI. wagte keine Abwehrschlacht, sondern hoffte auf finanzielle Erschöpfung des Gegners, der sich jedoch im Januar 1340 in Gent als König von Frankreich anerkennen lassen konnte und die französische Lilie in sein Reichswappen neben die drei Leoparden stellte. Am 24. Juni 1340 schlug er bei Sluys vor Brügge die französische Flotte so vernichtend, daß Philipp VI. den Kanal künftig nicht mehr kontrollieren konnte. Ungehindert brachte Eduard III. weitere Truppen auf den Kontinent und hatte schließlich etwa 30.000 Mann in Flandern stehen. Weil beide Könige die hohen Kosten eines Krieges jedoch vorerst vermeiden wollten, schlossen sie am 25. September 1340 in Esplechin nahe Tournai einen Waffenstillstand, der bis zum 24. Juni 1342 befristet war.

Wäre der Krieg damals noch zu verhindern gewesen? Trotz aller Studien über Frieden und Konflikt werden sich Fragen solcher Art niemals präzis und wissenschaftlich haltbar beantworten lassen; der hier zugrundeliegende Streit um die französischen Thronrechte war jedenfalls aus einem Widerspruch erwachsen, der weder dynastisch noch lehnrechtlich aufzulösen war und auf dieser Ebene nicht beigelegt werden konnte. Erst im Rückblick, aus der Erfahrung nationaler Staatengeschichten Europas, erscheint die englische Forderung unnatürlich und deshalb als von vornherein vergeblich. Für die Zeitgenossen beiderseits des Kanals galt aber eine durchaus andere Perspektive. Erbfolge, Lehnrecht und ein sehr persönlich... p>


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