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Ich hasse dich - verlass mich nicht

Die schwarzweiße Welt der Borderline-Persönlichkeit - Kompl…
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Produktdetails
Titel: Ich hasse dich - verlass mich nicht
Autor/en: Jerold J. Kreisman, Hal Straus

EAN: 9783641083137
Format:  EPUB
Die schwarzweiße Welt der Borderline-Persönlichkeit - Komplett aktualisierte und erweiterte Neuausgabe.
Kösel-Verlag

18. Juni 2012 - epub eBook - 320 Seiten

Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeit leiden unter extremen Stimmungsschwankungen und der ständigen Angst, verlassen zu werden. Die überarbeitete und erweiterte Neuausgabe dieses Standardwerks enthält neueste Forschungsergebnisse und Therapieansätze sowie aktualisierte Zahlen. Betroffene, Angehörige, Ärzte und Therapeuten erhalten hilfreiche Unterstützung.
Dr. med. Jerold J. Kreisman ist Psychiater und einer der weltweit führenden Experten zur Borderline-Persönlichkeitsstörung. Er gründete eine der ersten Betreuungseinrichtungen für Borderline-Patienten weltweit und führt eine Privatpraxis in St. Louis, Missouri. Sein Buch "Ich hasse dich - verlass mich nicht" gilt als Klassiker sowohl unter Fachleuten wie auch unter Betroffenen.

1 – Die Welt der Borderline-Persönlichkeit

Alles sah seltsam aus und klang unwirklich. Nichts war, was es ist. Genau das wollte ich – mit mir allein sein in einer anderen Welt, wo die Wahrheit unwahr ist und sich das Leben vor sich selbst verstecken kann.

Aus: »Eines langen Tages Reise in die Nacht« von Eugene O’Neill

Dr. White glaubte, dass die Sache unkompliziert sei. Gabriela war nun schon seit fünf Jahren Patientin bei ihm und sie war nur selten krank. Die Ursache für ihre Magenschmerzen war vermutlich eine Magenschleimhautentzündung und Dr. White verschrieb Gabriela die entsprechenden Medikamente. Die Magenschmerzen wurden jedoch trotz Behandlung stärker. Da die üblichen Tests ganz normale Ergebnisse hatten, wies Dr. White Gabriela schließlich ins Krankenhaus ein.

Nach einer eingehenden medizinischen Untersuchung erkundigte sich Dr. White, ob Gabriela im Beruf oder zu Hause irgendwelchen Stresssituationen ausgesetzt sei. Sie gab bereitwillig zu, dass ihr Beruf als Leiterin der Personalabteilung in einer großen Firma sehr belastend sei, aber sie meinte, dass viele Menschen beruflichen Belastungen ausgesetzt seien. Auch ihr Familienleben war in letzter Zeit hektischer geworden: Ihr Mann war durch seine gut gehende Rechtsanwaltspraxis beruflich sehr eingespannt, und Gabriela musste auch noch ihren Pflichten als Mutter nachkommen. Dennoch bezweifelte sie, dass diese Faktoren irgendetwas mit ihren Magenschmerzen zu tun hatten.

Dr. White empfahl Gabriela, sich von einem Psychiater behandeln zu lassen, was sie zuerst ablehnte. Erst als ihr Leiden sich verschlimmerte und sie unter stechenden Schmerzen litt, ließ sie sich widerwillig zu Dr. Gray überweisen.

Ein paar Tage später besuchte Dr. Gray Gabriela. Sie war eine attraktive blonde Frau, die jünger als 28 wirkte. Das unpersönliche Krankenhauszimmer hatte sic
h in eine gemütliche Höhle verwandelt. Neben ihr im Bett lag ein Kuscheltier, ein zweites stand auf dem Nachttisch neben mehreren Fotos ihres Mannes und ihres Sohnes. Karten mit Genesungswünschen waren ordentlich auf der Fensterbank aufgereiht, auf beiden Seiten von Blumensträußen flankiert.

Zuerst beantwortete Gabriela alle Fragen von Dr. Gray sehr genau und ernsthaft. Dann witzelte sie darüber, dass ihr Beruf sie so weit gebracht habe, dass sie »einen Klapsdoktor brauche«. Je länger sie sich unterhielten, desto trauriger wurde sie. Ihre Stimme verlor an Autorität und wurde kindlicher.

Sie erzählte, dass sie durch ihre Beförderung jetzt mehr gefordert würde und ihre beruflichen Pflichten sie verunsicherten. Ihr fünfjähriger Sohn würde bald in die Schule kommen und die Trennung fiel beiden schwer. Die Konflikte mit ihrem Mann Alfred häuften sich. Gabriela litt unter starker Launenhaftigkeit und Schlafstörungen. Ihr Appetit nahm immer mehr ab und sie verlor an Gewicht. Ihre Konzentration, Energie und ihr Geschlechtstrieb hatten nachgelassen.

Dr. Gray verschrieb probeweise Medikamente gegen Depressionen, wodurch sich die Magenbeschwerden verbesserten und Gabrielas Schlaf sich normalisierte. Nach einigen Tagen konnte Gabriela aus dem Krankenhaus entlassen werden, aber sie versprach, die Therapie fortzusetzen.

In den nächsten Wochen erzählte Gabriela mehr von ihrer Kindheit. Sie war als Tochter eines bekannten Geschäftsmannes und seiner eleganten Frau in einer kleinen Stadt aufgewachsen. Ihr Vater, der Mitglied der Kirchengemeinde war, forderte von seiner Tochter und den beiden älteren Brüdern Perfektion. Ständig erinnerte er die Kinder daran, dass ihr Verhalten von der Gemeinde genau beobachtet würde. Gabrielas Zensuren, ihr Verhalten, ja sogar ihre Gedanken waren ihm nie gut genug. Sie hatte Angst vor ihrem Vater,
aber suchte ständig seine Anerkennung – ohne Erfolg. Ihre Mutter war passiv und gleichgültig. Die Eltern musterten die Freunde ihrer Tochter genau und lehnten sie oft ab. Aus diesem Grund hatte sie nur wenige Bekannte und verabredete sich selten.

Gabriela erzählte von ihren schwankenden Gefühlen, die sich verschlimmerten, als sie das College besuchte. Zum ersten Mal trank sie Alkohol, manchmal bis zum Exzess. Ohne jede Warnung fühlte sie sich an einem Tag einsam und depressiv und war dann wieder vor Glück und Liebe hochgestimmt. Bisweilen hatte sie vor Freunden regelrechte Wutausbrüche – Wutanfälle, die sie als Kind immer hatte unterdrücken können.

Etwa zur selben Zeit fand sie auch Gefallen an der Aufmerksamkeit, die die Männer ihr schenkten, etwas, was sie bisher immer vermieden hatte. Obwohl es ihr gefiel, begehrt zu werden, hatte sie immer das Gefühl, die Männer irgendwie »auszutricksen«. Wenn sie sich einige Male mit einem Mann verabredet hatte, sabotierte sie die Beziehung, indem sie einen Streit entfachte.

Dann lernte sie Alfred kennen, der kurz vor seinem juristischen Examen stand. Er bemühte sich beharrlich um sie und ließ sich auch nicht abweisen, als sie versuchte sich zurückzuziehen. Er wählte ihre Kleidung aus und sagte ihr, wie sie gehen, sprechen und sich richtig ernähren sollte. Er bestand darauf, dass sie ihn ins Sportstudio begleitete, wo er häufig trainierte. »Alfred gab mir eine Identität«, sagte sie. Er erklärte ihr, wie sie sich anderen Rechtsanwälten gegenüber verhalten sollte, wann sie aggressiv und wann zurückhaltend sein sollte. Sie schuf sich ein Ensemble von »Charakterdarstellern«, die sie auf Stichwort auf die Bühne bringen konnte.

Alfred bestand darauf, dass sie noch vor Abschluss ihres Studiums heirateten. Sie gab das Studium auf und nah
m einen Job als Empfangsdame an. Ihr Arbeitgeber erkannte ihre Fähigkeiten und übertrug ihr verantwortungsvollere Aufgaben. Die Situation zu Hause verschlechterte sich jedoch. Alfred verbrachte immer mehr Zeit außer Haus, da seine Karriere ihn sehr beanspruchte. Außerdem verbrachte er viel Zeit beim Bodybuilding. Gabriela hasste das. Manchmal fing sie einen Streit an, damit er gezwungen war, etwas länger zu Hause zu bleiben. Bisweilen provozierte sie ihn so sehr, dass er sie schlug. Anschließend forderte sie ihn dann auf, mit ihr ins Bett zu gehen.

Gabriela hatte kaum Freundinnen. Andere Frauen wertete sie als geschwätzig und uninteressant ab. Sie hoffte, dass die Geburt ihres Sohnes Scott zwei Jahre nach der Eheschließung ihr den Trost geben würde, den sie suchte. Er würde sie immer lieben und immer für sie da sein. Aber die Anforderungen, die das Kind an sie stellte, überwältigten sie, und nach kurzer Zeit beschloss sie, wieder ins Berufsleben zurückzukehren.

Obwohl Gabriela an ihrer Arbeitsstelle immer wieder gelobt wurde und Erfolg hatte, fühlte sie sich noch immer unsicher und glaubte, dass sie alle nur täuschte. Schließlich ließ sie sich mit einem Arbeitskollegen ein, der fast 40 Jahre älter war als sie.

»Meistens geht es mir gut«, erzählte sie Dr. Gray, »aber dann kommt diese andere Seite in mir zum Vorschein und übernimmt die Kontrolle. Ich bin eine gute Mutter, aber dann werde ich zur Hure. Ich kann dann nicht mehr normal handeln!«

Gabriela setzte sich selbst herab, besonders wenn sie allein war. Wenn sie einsam war, fühlte sie sich ganz verlassen, was sie auf ihre Wertlosigkeit zurückführte. Angst drohte sie zu überwältigen, wenn sie sich nicht irgendwie Erleichterung verschaffen konnte. Manchmal gab sie sich wahren Fressorgien hin und schlang einmal eine ganze Schüs
sel voll Kuchenteig in sich hinein. Stundenlang starrte sie Fotos von ihrem Mann und ihrem Sohn an, um »sie in meinem Kopf lebendig zu halten«.

Wenn Gabriela zur Therapie kam, änderte sich ihr Erscheinungsbild oft dramatisch. Wenn sie direkt von der Arbeit kam, trug sie ein Kostüm, das Reife und Perfektion ausstrahlte. An freien Tagen kam sie jedoch in kurzer Hose, Kniestrümpfen und mit Zöpfen. Bei diesen Sitzungen verhielt sich Gabriela wie ein kleines Mädchen, sprach mit hoher Stimme und begrenztem Wortschatz.

Manchmal verwandelte sie sich direkt vor Dr. Grays Augen. Sie konnte einsichtig und intelligent sein und gemeinsam mit dem Arzt daran arbeiten, sich selbst besser zu verstehen. Im nächsten Augenblick wurde sie jedoch wieder zum Kind, war kokett und verführerisch und erklärte, sie könne in der Welt der Erwachsenen nicht funktionieren. Sie konnte charmant sein und einnehmend, dann wieder manipulierend und feindselig. Bisweilen stürmte sie aus der Sitzung und schwor sich, nie wiederzukommen, um beim nächsten Mal verschüchtert dazusitzen, aus Angst, dass Dr. Gray sich weigern würde, sie weiterzubehandeln.

Gabriela fühlte sich wie ein Kind, das in der Rüstung eines Erwachsenen steckte. Verwundert registrierte sie den Respekt, mit dem andere Erwachsene ihr begegneten. Sie erwartete, dass man jederzeit durch ihre Verkleidung hindurchsehen würde, und fühlte sich wie ein Kaiser ohne Kleider. Sie brauchte einen Menschen, der sie liebte und vor der Welt beschützte. Verzweifelt suchte sie die Nähe zu anderen, aber wenn sich ihr jemand zu sehr näherte, ergriff sie die Flucht.

Gabriela leidet unter der Borderline-Persönlichkeitsstörung. Damit steht sie nicht allein da. Nach neueren Untersuchungen zeigen schätzungsweise über 18 Millionen Amerikaner (fast sechs Prozent der Bevölkerung) primäre Symptom
e dieser Störung, und viele Untersuchungen legen nahe, dass diese Zahl noch höher liegt.
3 Bei etwa zehn Prozent der Patienten, die sich in ambulanter psychiatrischer Behandlung befinden, und 20 Prozent der stationär behandelten Patienten sowie bei 15 bis 25 Prozent aller Patienten, die sich in psychiatrische Behandlung begeben, wird diese Störung diagnostiziert. Damit handelt es...


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