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Die Insel der roten Mangroven

Roman. Empfohlen von 16 bis 99 Jahren. 1. Aufl. 2012.
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Produktdetails

Titel: Die Insel der roten Mangroven
Autor/en: Sarah Lark

EAN: 9783838719740
Format:  EPUB
Roman.
Empfohlen von 16 bis 99 Jahren.
1. Aufl. 2012.
Bastei Entertainment

16. November 2012 - epub eBook - 668 Seiten

Jamaika, 1753: Deirdre, die Tochter der Engländerin Nora Fortnam und des Sklaven Akwasi, lebt behütet auf der Plantage ihrer Mutter und ihres Stiefvaters. Die jungen Männer der Insel umschwärmen sie trotz ihrer anrüchigen Herkunft. Doch Deirdre zeigt kein Interesse, bis der junge Arzt Victor Dufresne um ihre Hand anhält.
Nach einer prunkvollen Hochzeitsfeier schiffen sich Victor und Deirdre ein nach Saint-Domingue auf der Insel Hispaniola. Und was dort geschehen wird, soll alles verändern ...

Fesselnder Roman vor historischem Hintergrund. Bewegende Geschichte in grandioser Landschaft von der internationalen Bestsellerautorin Sarah Lark.

KAPITEL 1


Eigentlich sollten wir das ja nicht unterstützen …«

Lady Lucille Hornby-Warrington schaute missmutig aus ihrer offenen Kutsche hinaus in den sonnigen Sommertag. Dabei gab es nicht viel zu sehen, die Wege zwischen der Hollister- und der Fortnam-Plantage waren staubig und gesäumt von Zuckerrohrpflanzungen. Die schilfähnlichen Gräser erreichten eine Höhe von bis zu sechs Metern – die Straßen erschienen wie frisch geschlagene Schneisen durch das üppige Grün. Die Lady war zwangsläufig gelangweilt. Lord Warrington, ihr Gatte, taxierte die Höhe und den Umfang der Pflanzen dafür umso interessierter. Schließlich bezog die Plantage, die er für den Onkel seiner Frau verwaltete, ihren Reichtum ebenfalls aus dem Zuckerrohr, und dieses Jahr deutete alles auf eine gute Ernte hin. Warrington wirkte denn auch erheblich besser gelaunt als seine Frau.

»Das meinst du nicht ernst«, beschied er die Lady gelassen und auch ein wenig spöttisch. »Ein Fest bei den Fortnams auslassen, nur weil dir der Anlass nicht passt? Darf ich dich daran erinnern, dass Nora und Doug die beste Köchin der Gegend haben, den schönsten Tanzsaal besitzen und stets die begabtesten Musikanten engagieren? Und das Mädchen ist doch auch ganz reizend.«

»Das Mädchen ist ein Halbblut!«, erklärte seine Gattin mit verkniffenem Gesicht. »Eine Mulattin. So was gehört ins Sklavenquartier. Man zieht es nicht als ›Tochter des Hauses‹ auf, und man feiert nicht groß seine ›Volljährigkeit‹. Aber Doug Fortnam tut ja so, als hätte er mit Zeugung und Aufzucht dieses Bastards eine Glanzleistung vollbracht!«

Warrington lächelte. Bekannt für die Zeugung von Bastarden mit schwarzen Sklavinnen war eigentlich eher Lord Hollister, Lucilles
Onkel. Lucille und ihre Tante sahen zwar darüber hinweg, tatsächlich bevölkerten immer noch Dutzende ihrer Halbcousinen und -cousins die Hollister-Plantage. Auch ihr Kutscher Jimmy zeigte eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Besitzer der Plantage, der sich seit einigen Jahren in sein Stadthaus in Kingston zurückgezogen hatte. Die Plantage hatte er Lucilles Gatten überlassen, nachdem er die junge Frau, die aus der mittellosen Beamtenfamilie Hornby in London stammte, an Kindes statt angenommen hatte. Mit seiner Gattin hatte Lord Hollister keine Kinder. Doug und Nora Fortnam dagegen hatten neben der heutigen Debütantin noch zwei jüngere Söhne.

»Ist das Mädchen nicht tatsächlich Noras außereheliche Tochter?«, fragte Lord Warrington.

So ganz durchschaute er die Verhältnisse auf der Nachbarplantage Cascarilla Gardens noch nicht, obwohl er inzwischen bereits fünf Jahre mit Lucille hier lebte. Aber die Fortnams hatten keinen sehr engen Kontakt zu ihren Nachbarn. Sie waren höflich und luden auch immer mal wieder zu Festlichkeiten ein, Freundschaften suchten sie hingegen nicht. Auch die anderen Pflanzer hielten eher Abstand zu den Besitzern von Cascarilla Gardens. Doug und Nora Fortnam pflegten einen sehr eigenwilligen Umgang mit ihren schwarzen Plantagenarbeitern. Zwar hielten auch sie Sklaven, wie alle hier auf Jamaika, aber sie beschäftigten kaum weiße Aufseher, gaben den Leuten häufiger frei als andere und setzten auf eine Art Selbstverwaltung unter Leitung eines schwarzen Vormanns.

Anfänglich hatten die Nachbarn deshalb mit einer Katastrophe gerechnet. Schließlich galt es als erwiesen, dass die Schwarzen faul und nicht selten gewalttätig waren, wenn man sie nicht streng unter Kontrolle hielt. Cascarilla Gardens florierte allerdings trotz des eigenwilligen Führungsstils seines Besitzers. Tatsächlich gehörte die Plantage so
gar zu den reichsten Jamaikas, inzwischen brachten viele der anderen Pflanzer Doug Fortnam Neid entgegen. Allein, was er an den Gehältern der Aufseher sparte! Allerdings wäre keiner auf die Idee gekommen, sein Modell für die eigene Plantage zu übernehmen.

Lady Warrington stieß scharf die Luft aus. »Umso schlimmer!«, erklärte sie. Im Gegensatz zu ihrem Mann erinnerte sie sich sehr gut an die Einzelheiten. »Na ja, es war nicht Miss Noras Schuld, sie ist entführt worden und … und einer der Kerle hat ihr wohl Gewalt angetan. Doch gerade deshalb! Wer will denn die … die Frucht eines solchen Unglücks um sich haben?«

Warrington zuckte die Achseln. Auch für ihn war es befremdlich, dass Doug Fortnam die nach Jahren der Gefangenschaft in einem Widerstandsnest entlaufener Sklaven endlich befreite Nora nicht nur geheiratet, sondern auch ihre Tochter, die von einem der Aufständischen gezeugt worden war, adoptiert hatte. Das Mädchen selbst fand er allerdings ganz reizend, wahrscheinlich war es schon als Kind entzückend gewesen. Doug mochte es schlicht nicht übers Herz gebracht haben, Mutter und Tochter zu trennen. Der Mann hatte ein zu weiches Herz, doch darüber war man sich in der Umgebung von Kingston ja seit Jahren einig. Und irgendwann würde sich das auch rächen mit dieser laschen Haltung gegenüber seinen Schwarzen …

Die Kutsche passierte jetzt eines der letzten Felder der Hollister-Plantage, auf der eben eine Gruppe Sklaven damit beschäftigt war, neue Zuckerrohrpflanzen zu setzen. Die Männer sahen dabei kaum auf, was Warrington zufrieden vermerkte. Die Kerle sollten schließlich keine Maulaffen feilhalten und seiner Kutsche nachschauen, sondern arbeiten. Er nickte dem Aufseher anerkennend zu. Der stämmige Schotte saß auf seinem Pferd, Gewehr und Peitsche griffbereit, aber nicht im Daue
reinsatz. Der Mann machte einen guten Job, anscheinend genügte seine Anwesenheit, um den Schwarzen eine Höllenangst einzujagen. Und offensichtlich unterstützte er nicht diese Singerei der Sklaven! Manche Aufseher versprachen sich höhere Erträge, wenn die Männer die Macheten im Takt eines Liedes schwangen. Auch aus Cascarilla Gardens klang mitunter Gesang herüber. Warrington schätzte das jedoch nicht, er liebte es eher ruhig – schon weil seine Frau zu viel redete. Jetzt allerdings schwieg sie indigniert. Anscheinend haderte sie nach wie vor mit ihrer Teilnahme an diesem Fest, gefangen zwischen Missfallen und Neugier.

Dann wurde die Stille jedoch unterbrochen. Als die Kutsche der Warringtons die Grenze nach Cascarilla Gardens überquerte, schallten schnelle Hufschläge und helles Lachen aus einem der Seitenwege. Der Kutscher Jimmy verhielt die Pferde abrupt. Lady Lucille fuhr ihn empört an, sie wäre beinahe vom Sitz gerutscht.

Warrington sah das gelassener. Ohne die scharfe Bremsung wäre es dem Mann wohl kaum gelungen, einen Zusammenstoß mit den beiden Reitern zu vermeiden, deren Pferde nun vor ihnen über den Weg preschten. Ein zierlicher Schimmel, geritten von einer jungen Frau im Damensattel, überholte eben einen wesentlich größeren Braunen. Der junge Mann, der ihn verzweifelt zu einer rascheren Gangart anfeuerte, rief den Warringtons eine flüchtige Entschuldigung zu. Der Schimmel war schon zwischen den Pflanzungen verschwunden.

Warrington schnaubte. »Der junge Keensley«, murmelte er.

»Und die Bastard-Tochter der Fortnams«, fügte Lucille gallig hinzu. »Skandalös! Ich sagte ja … wir sollten das nicht unterstützen!«

Warrington zuckte die Schultern. »Und dennoch werden wir den Abend genießen«, begütigte er. »Jetzt fahr zu, Jimmy! Auf den Sc
hreck brauche ich einen guten Schluck Zuckerrohrschnaps. Oder Rumpunsch.«

Das Punschrezept von Fortnams Köchin war legendär, Warrington lief schon das Wasser im Munde zusammen. Und die Fortnam-Tochter bot wirklich einen höchst erfreulichen Anblick. Selbst wenn sie nur auf einem Pferd vorbeigaloppierte. Es würde zweifellos noch anregender sein, sie später beim Tanzen zu beobachten. Warrington fragte sich, ob es als väterlich durchginge oder einfach nur albern wirken würde, wenn er sich anbot, das Mädchen selbst durch ein Menuett zu führen …

»Hab ich’s Ihnen nicht gesagt? Alegría ist schneller als Ihr Brauner. Auch wenn er Rennpferdeahnen hat. Aber Alegría hat orientalisches Blut, sie ist eine Enkelin von Darley Arabian …«

Deirdre Fortnam begann sofort, auf ihren Begleiter einzureden, als sie die Pferde nach Überschreiten der Ziellinie – der Übergang der Plantagenwege in die befestigte Auffahrt von Cascarilla Gardens – zum Schritt durchparierten. Die kleine Schimmelstute hatte das improvisierte Rennen überlegen gewonnen.

Quentin Keensley, ihr hoch aufgeschossener rothaariger Begleiter, verzog leicht den Mund. Es fiel ihm schwer, sich mit der Niederlage abzufinden.

»Wobei sicher auch eine Rolle spielt, dass sie nicht viel Gewicht mit sich herumträgt«, konterte er. »Denn Sie, Miss Fortnam, wiegen ja kaum mehr als eine Feder. Die reizendste Feder des entzückendsten Kolibris, den unsere gesamte Inselwelt je hervorgebracht hat …«

Der junge Keensley zwirbelte seinen zur modischen »Fliege« gestutzten Bart und schenkte dem Mädchen ein Lächeln. Die geschliffene Rede lag ihm deutlich mehr als das Reiten – Pferde interessierten ihn nicht wirklich. Was ihn anzog, war allein Deirdre Fortnam.

Quentin war weit gerei
st. Seine Familie hatte ihm eine traditionell englische Erziehung angedeihen lassen und obendrein eine Europareise geschenkt, bevor er nach Jamaika zurückgekehrt war. Aber nie hatte er irgendwo ein schöneres Mädchen gesehen als die Tochter seiner Nachbarn. Allein diese Haut – Sahne mit einem Schuss Kaffee darin, zart und seidig. Quentin sehnte sich danach, sie zu berühren. Und ihr seltsames Haar … es war schwarz, jedoch weder glatt oder großlockig, noch wirklich kraus. Sehr viel feiner als das aller anderen Schwarzhaarigen, die er kannte, fiel es kaskadenartig in winzigen Ringellocken über ihren Rücken. Und...


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