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Der gemietete Mann

Roman.
von Hera Lind
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Produktdetails

Titel: Der gemietete Mann
Autor/en: Hera Lind

EAN: 9783955200442
Format:  EPUB ohne DRM
Roman.
dotbooks

29. Oktober 2012 - epub eBook - 476 Seiten

Männer haben für alle Bereiche des Lebens ein weibliches Wesen: eine Sekretärin, eine Gattin, eine Haushälterin, eine Köchin, ein Kindermädchen ... und was habe ich? - In diesem Moment fiel es mir ein. Das war die Lösung!



Es könnte so schön sein: Die erfolgreiche Journalistin Karla übernimmt die Moderation einer Fernsehshow - und merkt leider zu spät, dass sie weder mit der Zielgruppe, noch mit deren Lieblingsthemen etwas anfangen kann: Waschbrettbäuche, Tattoos, Piercings. Auch privat läuft es überhaupt nicht rund für die Mutter von vier Kindern. Da hilft nur eins: Ein Mann muss her. Einer, der mit dem Nachwuchs zurechtkommt, ihr ohne Murren jede Arbeit abnimmt und keinerlei Ansprüche an sie stellt. Kurz: Karla verlangt nach einem Wunder und bekommt - immerhin - einen Au-pair-Jungen. Doch der entpuppt sich als etwas ganz anderes, als sie erwartet hätte ...



Eine tragikomische Liebesgeschichte, ein Blick hinter die Kulissen einer Kuppelshow und ein höchst eleganter Mord: Der Bestseller von Hera Lind, einer der erfolgreichsten deutschen Unterhaltungsautorinnen aller Zeiten. "Hera Lind schreibt Romane, deren Lästerton die Herzen der stolzesten Frauen trifft." Die Zeit



Jetzt als eBook: "Der gemietete Mann" von Hera Lind. dotbooks - der eBook-Verlag.
Hera Lind, geboren 1957 in Bielefeld, studierte Germanistik, Theologie und Gesang. Sie machte sich europaweit als Solistin einen Namen und war 14 Jahre lang festes Mitglied des Kölner Rundfunkchores. Während ihrer ersten Schwangerschaft schrieb sie ihren Debütroman Ein Mann für jede Tonart. Dieser wurde sofort ein Bestseller und erfolgreich verfilmt - eine Erfolgsgeschichte, die sich mit zahlreichen Romanen wie Das Superweib, Die Zauberfrau, Das Weibernest, Kinderbüchern und Tatsachenromanen ...

Nebenan stand eine dicke Dame. Sie war nackt, bis auf ein hautfarbenes Mieder, das ihren ausladenden Hintern nur spärlich bedeckte, und ein Höschen, über das ihr Bauch in welligen Falten hing.

»Bei Ihrem kleinen Problem können wir Ihnen selbstverständlich helfen«, sagte eine Männerstimme.

»Ach, Doktor, ich wäre Ihnen ja so dankbar«, freute sich die Dicke. »Nicht weil mein Mann mich nicht schön fände. Aber ich würde einfach gerne schlank sein. Sie wissen schon: das persönliche Wohlfühlgefühl!« Sie kicherte nervös.

»Gib mir mal die Malerkreide«, befahl der Doktor über die Schulter. Ein weißbekittelter Arm erschien im Blickfeld. Ich hoffte, er würde die Tür nicht zuschieben.

»Stehen Sie bitte mal gerade. Nicht den Bauch einziehen!« Der Arzt beugte sich über die Fettmassen. Ich konnte nicht sehen, was er tat, aber ich konnte es ahnen.

Die Dame kicherte. »Das kitzelt!«

»Sie haben ein kombiniertes Unterbauch-Oberbauch-Taillen-Hüften-Problem«, stellte der Arzt fest. »Das ist nicht in einer Sitzung zu erledigen.«

»Ach, Herr Doktor! Ich habe doch Zeit!«

»Haben Sie sich schon über die Finanzen Gedanken gemacht?«

»Ach, Herr Doktor! Ich habe doch Geld!«

»Und natürlich die Rreiterhosen«, mischte sich eine weibliche Stimme ein. »Wilfrried, da würde ich eine kombinierte Gesäß-Obärrschänkäll-Unterrschänkäll-Waden-Knie-Fettabsaugung vorrschlagän. Da kriegst du aus jedem Schänkäll sechs Liter raus!« Soviel ich mitgekriegt hatte, gehörte diese Stimme der Gattin des Meisters. Erstens sagte sie Wilfried zu ihm, und zweitens sah sie aus wie Dolly Buster. Auch im Gesicht. Selbst die Lippen
waren künstlich aufgeblasen. Ihre Augenbrauen verloren sich irgendwo in Richtung Haaransatz. Außerdem sprach sie wie Dolly Bustäär. Vielleicht war sie es!

Ich rutschte nervös auf meinem Wartezimmersessel hin und her. Mein Gott, war ich tief gesunken. Ich saß tatsächlich bei einem Schönheitschirurgen! Ich, Karla Stein, fast vierzig, geschieden, vier Kinder, eine Schwester.

Einerseits: wie peinlich!

Andererseits: wie unterhaltsam! Zu belauschen, wie das Doktorpaar Dickmadam auszuhöhlen trachtete. Auszuhöhlen, dachte ich und kicherte schäbig in mich hinein. Im wahrsten Sinne des Wortes! Was es nicht alles gibt!

Amüsiert griff ich nach einem Praliné, das auf gläsernem Tischchen zwischen vielen leckeren Schokoriegeln und Toffifees der wartenden Dame harrte. Mit vollem Munde blätterte ich in dem Hochglanzprospekt herum, den Dolly Buster mir überreicht hatte, bevor sie ins Beratungszimmer gegangen war. Neben dem Foto eines Frauenkörpers, der entweder Nadja Auermann oder Claudia Schiffer gehörte (der Kopf war leider abgeschnitten), stand in großen blauen Buchstaben: »Figurkonturierung durch Fettabsaugen in Tumeszenz-Lokalanästhesie.« Toll sah die Auermann-Schiffer aus. Wie einfach das war! Ich packte mir ein krokantiges Nussplätzchen aus. Wozu denn noch fasten, wenn es solche Methoden gibt! Einfach Fett absaugen. Wie Staub saugen.

»Meine Freundin hat gesagt, es können Dellen zurückbleiben«, durchbrach die Frau das arbeitsintensive Schweigen im Nebenzimmer.

»Wir sind in der Lage, mit feinsten Kanülen bildhauerische Feinstmodellierung vorzunehmen, gnädige Frau«, sagte Wilfried zu der Dicken.

»Und – tut das weh?«, fragte die Dame bänglich.

»Wir spritzen Ihnen eine Kochsalzlösung unter die Haut, die sich im Laufe der näc
hsten Stunde verflüssigt, und dann saugen wir sie zusammen mit den Fettzellen wieder ab.«

»Tja«, sagte die Dame, »ich weiß nicht …«

Schade, dachte ich. Warum ist sie so mutlos und unentschlossen?

»Wirr versätzen Sie gärrne auf Wunsch in Dämmerschlaf«, gurrte Dolly. Ihre Augenbrauen waren jetzt bestimmt unter den Haaransatz gekrochen. »Es gibt abärr auch viele Patientinnen, die wollen zusähen.«

Au ja, au ja. Ich wippte auf meinem Stühlchen hin und her.

»Ach, besser nicht«, wehrte die Dickmadam kleinlaut ab.

»Wir haben hier Färnsäherr und Viddeoanlage und Stärreoanlagge und was immär Sie wünschen.«

Och, dachte ich. Nicht schlecht. Da kann man, während man wie ein Frosch aufgeblasen wird, derweil ein bisschen »Fliege« oder »Meiser« gucken. Und Pralinen reichen sie einem ja auch.

»Und das Resultat?«, fragte die Dame. »Wie sehe ich danach aus?«

»Obwohl die Fettabsaugung nach Tumeszenz-Lokalanästhesie oft zu sensationellen Ergebnissen führt, gnädige Frau, kann man bei Ihnen natürlich nicht erwarten, dass Sie die Gewebekonsistenz einer achtzehnjährigen Twiggy erreichen werden.«

»Und was ist mit der Cellulite? Meine Freundin sagt nämlich, sie hat nach der Operation mehr Dellen gehabt als vorher!«

»Da wird sie bei einem Quacksalber gewesen sein«, sagte Wilfried verschnupft.

»Ja, die war da bei so einem Schönheitschirurgen, den hatte sie vorher bei Vera am Mittag gesehen.«

»Solche Auftritte habe ich nicht nötig«, sagte Wilfried. »Ich gehe nicht ins Fernsehen, und ich inseriere nicht in Zeitschriften.«

»Und was machen Sie dann mit dem Fett?«, fragte die Dame.

»Hier!« Wilfried kramte in einem Wandschrank herum.

Ich hörte ihn klappern. »Anderthalb Liter, anderthalb Liter, anderthalb Liter, anderthalb Liter, ein Liter, ein Liter, ein halber Liter.« Wilfried keuchte leise.

Besorgt reckte ich den Hals. Armer Wilfried. Was tat er da?

»Das hat er alles aus einer einzigen Patientin rrausgeholt«, sagte Dolly Buster stolz.

Ich lugte unfein durch den Türschlitz. Neben dem Meister standen tatsächlich sechs Eimer mit gelblicher Flüssigkeit auf dem Tresen.

»Donnerlüttchen«, staunte die dicke Dame im Slip. Sie drehte mir ihren delligen Hintern zu. Ich überlegte blitzschnell, wie viel Eimer Wilfried allein mit ihrer rechten Arschbacke füllen würde.

»Und was machen Sie mit dem Fett?«, wiederholte die Dame ihre Frage.

»Sie können es sich gerrne als Andänken mit nach Hause nähmen«, lockte Dolly. »Das machen viele!«

Ich dachte an das kleine Holzdöschen mit der Aufschrift »Milchzähne«, das mein kleiner Oskar stolz im Schulranzen mit sich herumtrug. Vielleicht wollte diese Dame ihre Fettmassen fortan stolz in mehreren Eimern mit sich rumtragen.

Kichernd ließ ich mich wieder in den Sessel fallen. Eigentlich war es doch recht unterhaltsam hier. Entspannt griff ich nach einem Schokoriegel.

Ein Jahr war es her, auf den Tag genau ein Jahr, da hatte Paul mir ein Fax gereicht: »Guck mal, da fragt dich jemand, ob du mit deinem Sender verheiratet bist! Es ist DER SENDER.«

»Zeig her.« Ich riss Paul das Fax aus der Hand. Dass Paul immer meine Faxe zuerst lesen musste! Aber so war er, der Paul. Mir in allen Dingen des Lebens immer einen Schritt voraus. Seit wir uns kennengelernt hatten. Er war ein Mann und deshalb per se klüger, reifer, erfahrener.

»Sehr ve
rdächtig«, sagte Paul. »Da will dich einer abwerben.«

»Mit dem Sender verheiratet, so’n Quatsch«, hatte ich gemurmelt.

Katinkalein hatte mit Knetgummi gespielt, und die Jungen waren in der Schule. Normalerweise saß ich um diese Zeit am Schreibtisch und bereitete mich auf meine wöchentliche Sendung »Endlich allein« vor. Eine Sendung von geschiedenen Frauen für geschiedene Frauen. Mit Tipps und Tricks, Talk und Themen rund um Scheidung, Alleinerziehen, Unterhalt, Job, Karriere, Au-pair-Vermittlung und so weiter. Das Interessante war, dass über vierzig Prozent unserer Zuschauer männlich waren. Die Einschaltquote stieg konstant. Es war eine gute Sendung. Ich arbeitete viel, aber ich lernte auch viel.

Paul fand es allerdings nicht gut, dass ich als Gattin eines so berühmten Dirigenten, wie er es war, auch noch arbeitete. Er wollte mich als »Frau an seiner Seite«. Es ärgerte ihn bisweilen, dass meine Quoten besser waren als seine. Er leitete ein internationales Jugendorchester und eine eigene Fernsehsendung mit Namen »Vorsicht: Kultur«.

Paul fand, dass eine Frau, besonders eine, die mehrere Kinder hatte, zu Hause zu bleiben hatte. Er erwartete, dass ich die drei Kinder versorgte und abends nach seinen Konzerten mit einem warmen Essen auf ihn wartete. Ich hatte mehrmals angeregt, dass er bei den Kindern bleiben und MICH mit einem warmen Essen erwarten solle, aber für diese Art von Scherzen hatte Paul keinen Sinn.

Da ich ersteres nicht ausschließlich und letzteres niemals tat, waren wir in letzter Zeit nicht mehr besonders gut aufeinander zu sprechen.

Paul warf mir vor, dass ich ihn nicht mehr liebte.

Für ihn hieß »lieben« nämlich zu Hause sitzen und warten. Ich warf Paul vor, dass er mich nicht mehr liebte. Für mich hieß »lieben« nämlich leben und
leben lassen. Als mir wohlmeinende Freundinnen – übrigens Frauen, die von Beruf »Gattin« waren und sehr viel Zeit hatten, ihre Nase in Dinge zu stecken, die sie nichts angingen – auch noch zutrugen, Paul habe immer mal wieder ein Verhältnis mit dem einen oder anderen Orchestermädel, mochte ich erst recht nicht mehr zu Hause sitzen und mit dem warmen Essen auf ihn warten. Und meine Sendung »Endlich allein« machte mir immer mehr Spaß.

Ich vertiefte mich in das Fax.

»Sehr geehrte Frau Stein«, lautete die Überschrift des Schreibens, das von einem renommierten Sender namens DER SENDER aus München kam, »mit Interesse sehe ich seit Jahren Ihre Sendung ›Endlich allein‹. Nun möchte ich anfragen, ob Sie mit Ihrem derzeitigen Sender verheiratet sind. Wenn nicht, würde ich Ihnen gern ein Angebot machen, das Sie vielleicht noch mal in eine ganz andere Richtung führen könnte. Finanziell kann ich Ihnen gut und gerne das Vierfache dessen anbieten,...


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