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Im Geheimnis leben

Zum Wagnis des Glaubens in der Spur Karl Rahners ermutigen.
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Produktdetails

Titel: Im Geheimnis leben
Autor/en: Rudolf Hubert

EAN: 9783429060978
Format:  EPUB
Zum Wagnis des Glaubens in der Spur Karl Rahners ermutigen.
Echter

5. März 2013 - epub eBook - 552 Seiten

Die Ambivalenz des modernen Zeitgenossen dem Religiösen gegenüber, der unübersehbare Hang hin zu einer Religiosität außerhalb der Kirchenmauern lässt Ausschau halten nach verlässlichen Zeugen des Glaubens unserer Kirche. Warum nennt Rudolf Hubert dabei gerade Karl Rahner? Weil dieser mit all seinem Tun nur eines wollte: der Kirche und damit den Menschen dienen, ohne für sich in Anspruch zu nehmen, eine besondere Originalität zu besitzen. Rahners Theologie ist faszinierend, weil sie hilfreich ist bei der Suche nach dem Sinn des Lebens; weil sie bemüht ist, ehrliche Antworten zu geben auf die vielen (oft "kinderschweren") Fragen, die das Leben an den Glauben stellt; weil sie die Fragen und den Fragenden gleichermaßen ernst nimmt. Rudolf Hubert führt behutsam an Rahners Theologie heran in der Überzeugung, dass durch diese die Faszination des Glaubens auch auf andere Menschen ausstrahlen wird. Ein Nachwort des Autors und eines von Roman A. Siebenrock zur wissenschaftlichen Diskussion um das Werk Karl Rahners runden den Band ab.
Rudolf Hubert, geb. 1958, wohnhaft in Schwerin, verheiratet, vier Kinder, Geschäftsführer eines Caritas Kreisverbandes.

I. Gang:


Experiment Mensch.


In den posthumanen Laboratorien
der Gegenwart


Worum geht es in der Rede von den „posthumanen Laboratorien der Gegenwart“? Es klingt so harmlos, das Wort „posthuman“. Doch dahinter steckt die unheilvolle Vision, für die Karl Rahner die griffige Formel fand vom Menschen, der sich zurückentwickelt zum „findigen Tier“. Die Selbstabschaffung des Menschen durch Selbstmanipulation ist heute weit über das Stadium der reinen Möglichkeit hinausgekommen.

Was Karl Rahner vor über 50 Jahren beschrieb, ist heute vielfach Realität. Die atomwaffenstarrenden Arsenale der Macht lassen die Selbstauslöschung der Menschheit als reales Szenario erahnen. Die ungehemmte Spaßgesellschaft lässt Verantwortung und Freiheit zu Beliebigkeiten verkommen. Ganze Kontinente verarmen, das sensible Ökosystem der Erde ist durch schonungslosen Raubbau an der Natur und hemmungslose Profitgier beträchtlich in Mitleidenschaft gezogen.

Mit Wucht stellen sich Fragen nach dem, was der Mensch darf, kann und soll? Welchen Weg er künftig gehen wird, wenn er seiner eigenen Existenz auf dem Planeten Erde nicht endgültig den Garaus machen will. Die nachfolgenden Gedanken möchten das Thema konkret anpacken und gleichzeitig die Unausweichlichkeit der Gefahr der Selbstabschaffung des Menschen herausstellen. Es wird sich erweisen, dass Karl Rahners Gegenwartsanalyse von ihrer Aktualität nichts eingebüßt hat. Gerade deshalb schließt sich die Frage nach dem Glauben im Hier und Heute an. Denn es gilt, die Alternativen zu bedenken: Was wäre wenn … Karl Rahner verweist in diesem Zusammenhang auf die Tatsache unserer Existenz. Wir finden uns im Leben schon vor, bevor wir zu fragen anfangen. Weil uns also ein Ja vorg
egeben ist, ist die vertrauensvolle Annahme unseres Lebens an sich nur folgerichtig, denn „von nichts kommt nichts“.

Säkulare Apokalyptik

Das Wort „Gott“ soll verschwunden sein, spurlos und ohne Rest … Dann ist der Mensch nicht mehr vor das eine Ganze der Wirklichkeit … gebracht. Er würde in der Welt und in sich steckenbleiben, aber nicht mehr jenen geheimnisvollen Vorgang mit vollziehen, der er ist und in dem gleichsam das Ganze des ‚Systems‘, das er mit seiner Welt ist, streng sich selbst als Eines und Ganzes denkt, frei übernimmt, so sich selbst überbietet und übergreift in jene schweigende, wie ein Nichts erscheinende Unheimlichkeit hinein, von der her er jetzt zu sich und seiner Welt kommt, beides absetzend und übernehmend. Der Mensch hätte das Ganze und seinen Grund vergessen und zugleich vergessen – wenn man das noch so sagen könnte –, dass er vergessen hat. Was wäre dann? Wir können nur sagen: Er würde aufhören, ein Mensch zu sein. Er hätte sich zurückgekreuzt zum findigen Tier. (Meditation über das Wort „Gott“, SW 26, S. 51)

Kurze Interpretation

Bei dieser ‚Unheilsvision‘ Rahners fällt zunächst die Schlichtheit, die Alltäglichkeit auf. Es „fallen keine Sterne vom Himmel“, es öffnet sich kein Höllenschlund. Es ist nicht die Rede von einem alles zerstörenden Krieg oder einer Naturkatastrophe ungeahnten Ausmaßes. Wenn Gott ‚verschwunden‘ ist, wenn er wirklich radikal ausfällt – so die nüchterne ‚Bilanz‘ Rahners – dann ist auch das Ende des Menschen gekommen. Nach Rahner kann das ganz unspektakulär vor sich gehen: „Der Mensch hätte das Ganze und seinen Grund vergessen und zugleich vergessen … dass e
r vergessen hat.“ Ist der Mensch dann weniger intelligent, weniger kreativ, weniger produktiv und einfallsreich? Karl Rahner gibt kein Urteil darüber ab, was für Fähigkeiten, Fertigkeiten und Erfolgsaussichten der Mensch besitzt, für den die Gottesfrage aus dem Blickfeld verschwunden ist. Sein Hinweis auf das „findige Tier“ sollte im Gegenteil zur Vorsicht mahnen in der Prognose. Rahner scheint dem Menschen, für den die Gottesfrage endgültig erledigt ist, eine Menge zuzutrauen. Es ist deshalb primär keine Frage der Intelligenz oder der technischen Raffinesse. Ein „findiges Tier“ kann optimal funktionieren, wie Bienen in einem Bienenstock oder Termiten im Termitenstaat. Alles hat seine Ordnung, alles hat seinen Platz, die Funktionsweisen sind perfektioniert, Anpassung und Arbeitsweisen sind so optimiert worden, dass möglichst perfekte und leistungsfähige Funktionseinheiten entstanden sind, die am Ende des Prozesses reibungslos den ganzen „Apparat“ aufrechterhalten können auf Grund einer perfekten Programmierung.

Es könnte sein, dass diese Welt viel effizienter ist als jene, die wir kennen und dass sie der uns bekannten Welt unendlich überlegen ist, z. B. im technischen Bereich, weil der Störfaktor Mensch eigentlich der einzige ist, den es gibt und den es deshalb „auszumerzen“ gilt durch Selektion. Frei nach dem Motto: Endlich sind die lästigen Fragen nach Grund, Ziel und Sinn aus dem Weg geräumt (auch dadurch, dass man sie – nicht mehr – zulässt oder als unzulässig und damit sinnlos erklärt).

Für mich nimmt sich George Orwells „1984“ dieser Vision von der Zukunft des Menschen gegenüber wie der „Struwwelpeter“ für Erwachsene aus.48 Denn die modernen Medien, die (noch nicht einmal ausgedachten) Möglichkeiten technischer Manipu
lation in Gegenwart und Zukunft, wie sie in vielen utopischen Werken schon heute Realität annehmen, stellen diese bedrückende Zukunftsschau Orwells längst „in den Schatten“. In modernen utopischen Visionen übernehmen künstliche Intelligenzen die Kontrolle über alles; selbstprogrammierbare Computersimulationen lösen die Wirklichkeit auf und bestimmen, was Wirklichkeit ist und was nicht. Die Vision einer perfekten Welt ohne Geheimnis wird oft mit hoher künstlerischer Freiheit phantasiereich ausgeschmückt. Wenn alles perfekt geplant und organisiert ist, wenn alles Fragen und Hoffen, alles Bangen und Wünschen erloschen ist, weil alle alles haben und alles können und alles wissen, wenn keine Ahnung mehr vorhanden ist davon, dass man selbst ein Ich ist, eine Person mit unbedingter Würde, mit eigenem, unverwechselbarem Gesicht und Namen, wenn man als Nummer im großen Kollektiv so funktioniert, dass das große Anonyme das Alleinige und Einzige ist, was tatsächlich existiert, zählt und gilt – dann ist der Mensch – und mit ihm die Frage nach Gott – tatsächlich abgeschafft. Rahner warnt davor, diese Möglichkeit nicht zu sehen, sie zu unterschätzen, deren Gefahr ja gerade darin besteht, dass sie im Gewand des Alltäglichen, des Gewöhnlichen, des Unspektakulären daherkommt bzw. daherkommen kann. Ihr Kennmerkmal ist die Banalität, die nicht (mehr) um sich selber weiß. Die Abschaffung des Menschen – und damit die Abschaffung Gottes – kann ganz leise und unmerklich vor sich gehen. Gott geht nicht darin auf, „Funktion“ für den Menschen zu sein. Doch der Mensch hat sich abgeschafft, wenn er den ihm von Gott geschenkten personalen Bezug nicht mehr zu realisieren vermag. Es ist wie ein unspektakulärer Suizid, der deshalb unspektakulär ist, weil niemand da ist, der ihn bemerkt. Und der seinen eigenen
geistigen Tod rationalisiert mit der Begründung, dass natürlich der Mensch – nur er – im Mittelpunkt aller Bemühungen steht und zu stehen hat. Wer mag, wer kann demgegenüber überhaupt noch eine Frage anmelden?

Entfaltung auf heutige Erfahrung hin

Mir macht diese Schau, diese Vision Angst. Warum? Diese düstere Vision Karl Rahners einer Welt ohne Gott – ist sie nicht in erschreckend hohem Maße realitätsbezogen, wirklichkeitsnah? Wie funktioniert denn heute der sich als allmächtig gebende Markt im entfesselten und enthemmten Kapitalismus, in dem der Mensch in Werbung und in Hochglanzbroschüren ununterbrochen „berieselt“ wird? Immer wird ihm vorgemacht, es gehe nur um sein Wohl, um nichts anderes. Und weil es nur um ihn geht, den Menschen, werden keine Mühen und Kosten gescheut. Ärgerlich ist es nur, wenn der so Umworbene am Ende mitbekommt, dass er „die Zeche zu zahlen hat“. Gott sei Dank, wenn er es noch mitbekommt, wenn er – mehr erleidend als erkennend – wahrnimmt, dass er nur noch wie oder als eine Ware behandelt wird, dass er zu einer ‚Sache‘ degradiert wurde, zu einem Gegenstand, zu einem Teil von Statistik. Dass er dazu „dient“, den Konsum zu steigern und damit die Produktionskennziffern. In der kommunistischen Ideologie nannte man Individualität, Gewissen, Personwürde abfällig „bürgerliches Geschwätz“, das den Klassenstandpunkt „aufweicht“. Heute ist es subtiler: Je weniger darüber geredet und nachgedacht wird, desto besser. Desto wirkungsvoller funktioniert die Verdrängung der Erkenntnis und des Bewusstseins, dass der Mensch als Person einen unverrechenbaren Eigenwert hat.

Und erst das „unsterbliche Gerücht von Gott“ (Robert Spaemann)! Die Botschaft vom...


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