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Krähenblut

Ein Westerwald-Krimi.
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Produktdetails

Titel: Krähenblut
Autor/en: Micha Krämer

EAN: 9783827198419
Format:  EPUB
Ein Westerwald-Krimi.
Niemeyer C.W. Buchverlage

23. April 2013 - epub eBook - 304 Seiten

Nina Morettis zweiter Fall. Der scheinbar natürliche Tod eines Betzdorfer Rentners wirft Fragen auf. Was hat die tote Krähe an der Volierentür im Garten des Mannes zu bedeuten? Ist es doch Mord? Nur Stunden später verschwindet ein Freund des Toten aus einem Altenheim. Eine Entführung? Als Angler am nächsten Morgen die Leiche eines jungen Mannes in einem Weiher im Westerwald finden, wird der Fall für Kommissarin Nina Moretti immer suspekter. Welches dunkle Geheimnis hüteten die beiden alten Männer? Und was hat ein zwielichtiger Siegener Kunsthändler mit all dem zu tun?
Micha Krämer wurde 1970 in Kausen im Westerwald geboren. 1989 zog es ihn nach Betzdorf, wo er es ganze 15 Jahre aushielt, bevor das Heimweh ihn zurück nach Kausen führte. 2009 veröffentlichte der gelernte Elektroniker kurz nacheinander die beiden Kinderbücher Willi und das Grab des Drachentöters und Willi und das verborgene Volk. Der regionale Erfolg der beiden Bücher, die er eigentlich nur für seine eigenen beiden Kinder schrieb, war überwältigend und kam für ihn selbst total überraschend. Einmal Blut geleckt musste im Jahre 2010 nun ein richtiges Buch her. Im Juni erschien sein erster Roman für Erwachsene und zum Ende des Jahres 2010 sein erster Kriminalroman, der die Geschichte der jungen Kommissarin Nina Moretti erzählt. Neben seiner Familie, dem Beruf und dem Schreiben gehört die Musik zu einer seiner großen Leidenschaften. Mehr über Micha Krämer auf www.micha-kraemer.de

Kapitel 1


Sonntag, 15.05.2011, 8:12 Uhr
Betzdorf / Karl-Stangier-Straße

Verschlafen blinzelte Nina auf die Leuchtziffern des Tchibo-Radioweckers. Durch die heruntergelassenen Rollläden ?elen einige Streifen Licht auf ihr Bett. Angestrengt versuchte sie zu registrieren, woher das Klingeln kam. Es dauerte einige Sekunden, bis sie begriff, dass es sich bei dem nervtötenden Geräusch um das Bimmeln ihres Handys handelte.

Sie tastete über den Boden vor dem Bett, bis sie das vibrierende Gerät zu fassen bekam. Noch während sie es aufhob, drückte sie ohne hinzusehen auf die grüne Taste, um das Gespräch anzunehmen.

„Hier Moretti. Wer nervt?“, meldete sie sich.

„Hey, Nina, hier ist Thomas, hab ich dich geweckt?“

Für einen Moment ließ sie das Telefon sinken. Dann nahm sie es seufzend wieder ans Ohr.

„Nein, hast du nicht. Musste eh aufstehen. Das Telefon hat geklingelt. Irgendein Idiot ruft hier Sonntagmorgen um kurz nach acht an.“

„Ach gut“, sagte Thomas hörbar erleichtert. „Dachte schon, ich hätte dich geweckt. Und weil ja heut dein freier Tag ist ...“

„Was willst du?“, unterbrach sie ihn barsch.

„Ähm ja. Ähm, wir haben einen Toten“, stotterte er. „Wär schön, wenn du dir das mal ansehen würdest.“

Sofort war sie hellwach.

„Wo?“

„Im Gäulenwald vierzehn.“

„Okay, Thomas, bin gleich da.“

Noch während sie die Taste zum Beenden des Gespräches betätigte, meldete sich ihr schlechtes Gewissen. Sie drehte sich um und sah in die Augen von Klaus, der sie liebevoll anlächelte.

„Ich muss kurz weg“, flüsterte sie und rückte näher an ihn heran.

Wortlos packte er sie un
d küsste sie. Nina erwiderte den Kuss. Doch sie ärgerte sich ein wenig über seine Reaktion. Verflucht! Warum nur war er immer so verständnisvoll?

Eine viertel Stunde später schlug sie die Tür ihres marineblauen VW-Käfers zu, startete den Motor und rollte langsam aus der Garage. Klaus stand in kurzen Hosen und einem Metallica-T-Shirt an der Haustür und winkte ihr zu. In der anderen Hand hielt er eine Tasse Kaffee. Nina winkte kurz zurück, während sie auf den zu dieser Zeit noch nicht vorhandenen Verkehr auf der Karl-Stangier-Straße achtete, und gab dann Gas. Bis zur Gäulenwaldstraße war es nicht weit. Vielleicht einen Kilometer.

Als sie ihr Ziel erreichte, waren ihre Gedanken immer noch bei Klaus, der nun in der Küche das Frühstück für sie beide zubereitete. Hoffentlich dauerte das hier nicht so lange. Klaus und sie waren nun seit sechs Monaten ein Paar und sahen sich eigentlich nur am Wochenende, weil er im gut zweihundert Kilometer entfernten Trier studierte. Die ganze Woche freute sie sich auf das gemeinsame Wochenende. Umso mehr ärgerte es sie nun, dass sie heute, an ihrem freien Tag, den sie eigentlich mit ihm verbringen wollte, zu einem Tatort musste.

Sie parkte rechts am Straßenrand hinter einem Mercedes-Leichenwagen und stieg aus.

Auf dem Bürgersteig stand gut und gerne ein Dutzend Schaulustige, von denen sie einige vom Sehen her sogar flüchtig kannte. In einer Kleinstadt wie Betzdorf war das nichts Ungewöhnliches. Anders als an ihrem früheren Dienstort Köln stolperte man hier auf dem Land ständig über Leute, die man kannte.

Dies war einer der Gründe gewesen, warum sie sich vor einem halben Jahr dazu entschlossen hatte, nach acht Jahren Großstadt zurück in die Kleinstadt an der Sieg zu ziehen. Der Hauptgrund war jedoch ihre Mama gewesen, die seit dem Tod von Ninas Vater im verga
ngenen Jahr allein in dem Haus wohnte, das Papa, Marcello Moretti, mit seinen eigenen Händen für seine kleine Familie gebaut hatte.

Vor dem Haus mit der Nummer vierzehn stand Thomas und winkte ihr zu. Nina mochte ihn. Thomas Kübler war eine Frohnatur. Obwohl er auf den ersten Blick und für Außenstehende etwas tollpatschig wirkte, so war er doch in technischen Dingen sehr firm.

„Morgen, Nina. Danke, dass du gekommen bist“, begrüßte er sie.

Nina lächelte und reichte ihm die Hand.

„Was haben wir denn?“

Thomas zog einen kleinen Schreibblock aus der Brusttasche seines blau karierten Hemdes und las vor: „Der Tote heißt Heinrich Sadorski und ist genau heute auf den Tag 85 Jahre alt geworden.“

Sie nickte, während sie um die Hausecke bogen.

„Todesursache?“

„Ähm, der Arzt meint Herzversagen.“

Nina blieb abrupt stehen, sah Thomas empört an und zischte leise: „Das ist jetzt nicht dein Ernst. Du schmeißt mich sonntags morgens an meinem freien Wochenende aus der Kiste, weil ein alter Knacker einen Herzanfall hatte? Wer hat dich überhaupt hierher geschickt?“

Thomas sah sich hektisch um. Es schien, als habe er Angst, man könnte sie hören.

„Mein Onkel ist der Hausarzt. Der hat mich angerufen. Ihm kommen die äußeren Umstände etwas merkwürdig vor“, flüsterte er ihr zu.

„Was meinst du mit merkwürdig?“, fragte Nina stirnrunzelnd.

„Die Witwe behauptet, der Opa war nicht allein, als er gestorben ist.“

Nina verstand noch immer nicht. Thomas packte sie am Arm und zog sie hinter sich her.

„Du musst dir das unbedingt mal ansehen.“

Nina folgte ihm zähneknirschend. Sie gingen durch einen hübschen Garten. Der Rasen war, genau wie die kleine Zier
hecke entlang der Kieswege, akkurat geschnitten. In den Blumenbeeten standen Gartenzwerge aus Keramik, die kleine Schaufeln und andere Gartengeräte hielten.

„Gott, wie spießig“, flüsterte sie mehr zu sich selbst. Wobei ihr der Ausdruck spießig in diesem Fall noch unter trieben schien.

In der hinteren Ecke des Gartens gab es ein Gartenhaus, an das ein großer Vogelkäfig angebaut war. Daneben, auf dem Rasen, wuchteten zwei Männer in schwarzen Anzügen gerade den leblosen Körper eines älteren Herrn in einen Zinksarg.

Auf einer Bank direkt an der Wand des Hauses, etwa zehn Meter entfernt, saß Ninas Hausarzt Dr. Wulf. Er hielt die Hand einer zierlichen, älteren Dame, die mit verquollenen, roten Augen den beiden Leichenbestattern zusah.

„Doktor Wulf ist dein Onkel?“, fragte sie Thomas.

Der Kollege nickte kurz und ging dann weiter zu den beiden Männern und der Leiche.

Obwohl Nina gewohnheitsmäßig immer erst den Tatort in Augenschein nahm, bevor sie mit Angehörigen sprach, entschied sie sich diesmal anders. Das Mütterchen tat ihr irgendwie leid und es war ein Akt der Höflichkeit, sich zuerst einmal vorzustellen, bevor man auf dem Grundstück umherlief.

Sie schritt also auf die Frau zu, blieb unmittelbar vor ihr stehen und ging dann in die Hocke, bis sie mit ihr auf einer Augenhöhe war.

„Frau Sadorski?“, sagte sie leise, worauf die Alte den Kopf drehte und sie ansah. „Nina Moretti von der Kriminalpolizei Betzdorf. Mein herzlichstes Beileid.“

Frau Sadorski nickte zaghaft und sah dann wieder zu den beiden Männern, die gerade den Sarg schlossen. Nina wandte sich an Doktor Wulf.

„Guten Morgen, Herr Doktor, könnte ich Sie kurz sprechen?“

Wulf nickte, tätschelte die Hand von Frau Sadorski und sagte leise: „Sie entschuldigen m
ich kurz, Frau Sadorski?“

Ohne von dem Sarg wegzusehen, zog die Alte ihre Hand vorsichtig zurück und legte sie zu der anderen, in der sie einen Rosenkranz hielt, in ihren Schoß.

Wulf stand auf und folgte Nina, die bereits in Richtung des Gartenhäuschens unterwegs war.

„Hallo, Nina, schön dich zu sehen. Wenn auch unter solch traurigen Umständen.“

„Ebenfalls, Herr Doktor.“

Nina kannte Doktor Wulf, seit sie ein Kind war. Schon damals war er der Hausarzt der Familie Moretti gewesen und hatte Klein-Nina Hustensaft und andere für Kinder scheußlich schmeckende Medizin verordnet. Als kleines Trostpflaster gab es bei ihm damals schon, genau wie heute, Gummibärchen für die kleinen Patienten.

„Woran ist der Herr Sadorski denn nun gestorben?“, flüsterte sie, während sie um die kleine Hütte herumgingen.

„Sadorski war herzkrank. Schon seit Jahren. Denke, der Schock war ein wenig zu viel für ihn.“

„Welcher Schock?“

Der Doktor blieb stehen und deutete auf die Tür der Voliere. Beim Anblick der Krähe und dem Geschmiere aus Blut verzog sie das Gesicht.

„Ach, verflucht, ist das eklig.“

Sie trat näher und betrachtete das Tier genauer.

„Tja, Herr Doktor. Was meinen Sie? Ist das jetzt ein Mord oder haben wir es hier mit einem natürlichen Tod zu tun?“

Nina sah zu Wulf, der mit den Schultern zuckte.

„Also, auf den Totenschein habe ich Herzversagen geschrieben. Da bin ich mir zu neunundneunzig Prozent sicher. Auf Fremdeinwirkung deutet nichts hin. Ich sehe da auch keinen Anlass für eine Obduktion. Inwieweit das Geschmiere und der tote Vogel mit dem Ableben von Sadorski zu tun haben, das ist eure Arbeit.“

Sie nickte und trat zurück, um sich das vermeintliche Kunstwerk aus einiger Distanz anzuse
hen.

„Erinnert an den Reichsadler der Nazis“, sagte sie nachdenklich und las dann laut das verschmierte Wort unter dem Hakenkreuz. „Mörder!“

Was bedeutete ‚Mörder‘? Natürlich war ihr als Polizistin das Wort an sich bekannt. Aber auf was bezog es sich in diesem Fall? Wer war hier ein Mörder? Ein Mörder von was oder wem? Wenn es einen Mörder gab, musste es auch irgendwo ein Mordopfer, eine Leiche, geben. Nun gut, in diesem Fall gab es sogar zwei. Herr Sadorski und diese Krähe. Der Alte konnte nicht gemeint sein, da das Geschmiere ja vermutlich schon vor seinem Tod hier gestanden haben musste. Und die Krähe? Hatte Sadorski das Tier getötet und irgendwer wollte den Tod des Vogels nun rächen?...


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