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Ich bin die Nacht

Originaltitel: The Shepherd.
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Produktdetails

Titel: Ich bin die Nacht
Autor/en: Ethan Cross

EAN: 9783838745565
Format:  EPUB
Originaltitel: The Shepherd.
Lübbe

19. Dezember 2013 - epub eBook - 448 Seiten

Mein Name ist Francis Ackerman junior.

Ich bin das, was man gemeinhin einen Serienkiller nennt. Doch ich töte nicht wahllos, und jedes meiner Opfer bekommt eine faire Chance, denn ich fordere es zu einem Spiel heraus. Wer gewinnt, überlebt. Ich habe noch nie verloren. Die meisten Menschen werden mich verabscheuen. Einige, die mir ähnlich sind, werden mich verehren. Aber alle, alle werden sich an mich erinnern.

Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin die Nacht, und ich möchte ein Spiel mit Ihnen spielen ...

2.


Marcus Williams machte sich kampfbereit. Er neigte den Kopf zur Seite und ließ die Nackenwirbel knacken. »Tut mir echt leid für dich«, sagte er, »aber ich kann gut verstehen, dass sie lieber mit einem wie mir zusammen ist, der normal mit ihr redet statt Grunzlaute auszustoßen, so wie du.«

»Mach hier bloß nicht auf Klugscheißer, Freundchen«, entgegnete der bierbäuchige Cowboy und blähte die Nüstern wie ein Bulle vor dem Losstürmen.

»Ja, ich sollte auf Dummschwätzer machen. Dann wären wir wenigstens auf einer Wellenlänge.«

Neben dem Cowboy, der Glenn hieß, postierten sich zwei Männer. Vom anderen Ende der Gasse hörte Marcus weitere Schritte, die näher kamen. Er streckte den Arm aus und zog Maggie hinter sich. Dumpfbacken wie diese hier rückten immer rudelweise an. Die Gasse war lang und schmal, kein Fluchtweg in Sicht.

Einer der Männer hinter Marcus klatschte irgendetwas rhythmisch in seine Handfläche – es hörte sich ganz nach einem Baseballschläger an. Der Mann rechts von Glenn hielt lässig ein Brecheisen in seiner schwieligen Pranke. Marcus blickte blitzschnell hinter sich. Noch zwei Typen. Also insgesamt fünf. Zwei trugen ihre Waffen offen, die anderen hatten wahrscheinlich Messer bei sich, oder Schlagringe, oder Schlimmeres.

»Ihr Wichser aus der Großstadt haltet euch für besonders schlau, was?«, sagte der Cowboy. »Ich hab die Schnauze voll davon, dass Typen wie du uns wie Hinterwäldler behandeln, die sich nicht mal die Schuhe zubinden können. Aber da liegst du falsch, Sackgesicht. Wir werden dir ein paar Dinge beibringen, die du so schnell nicht vergisst.«

Marcus dachte blitzschnell nach. Bis die Kerle sich auf ihn stürzten, blieben ihm nur wenige Sekunden. Auch wenn sie ihn nur
zusammenschlagen wollten, konnte der Streit schnell von einer Prügelei zu einem Kampf auf Leben und Tod werden. Außerdem würde Maggie nicht ungeschoren davonkommen, nachdem sie ihn fertiggemacht hatten. War ein wütender Mob erst in Fahrt, war er ungefähr so leicht aufzuhalten wie ein Schnellzug.

Adrenalin schoss ihm ins Blut und verlieh ihm zusätzliche Kraft. Er packte die Ecke eines Müllcontainers, warf sich mit seinem ganzen Gewicht dagegen und schleuderte ihn herum. Der Container war fast leer, die Räder nicht arretiert. Er wirbelte ihn den beiden Männern in den Weg, die sich ihm von hinten näherten.

Dann schob er Maggie zur Wand und trat auf die andere Seite. Er wollte die Angreifer von dem Mädchen weglocken und sie zugleich vom Kampf abschirmen.

Er wandte sich den beiden Gegnern zu, die von vorn kamen. Glenn, den Cowboy, hielt er für einen Feigling. Er hatte von vornherein gewusst, dass dieses Großmaul die schmutzige Arbeit seinen Kumpels überlassen würde.

Der erste Mann bekam einen Tritt gegen die Brust, der ihn von den Beinen riss und aufs Pflaster schleuderte. Der zweite Angreifer jedoch traf Marcus mit dem Brecheisen in die Seite. Marcus taumelte und wäre beinahe in die Knie gegangen. Der Schmerz schoss ihm das Rückgrat hinauf, aber er mobilisierte alle Willenskraft. Er hatte keine Zeit, um Schmerz zu empfinden.

Er wirbelte zu dem zweiten Angreifer herum und legte sein ganzes Gewicht hinter einen Schlag mitten in das rundliche Gesicht. Der Hieb traf den Mann mit verheerender Wucht. Er krachte schwer auf den Rücken. Marcus sah mit einem Blick, dass er so schnell nicht wieder aufstehen würde.

Der erste Angreifer versuchte sich aufzurappeln, doch seine Hoffnung, wieder in den Kampf einzugreifen, wurde durch Marcus’ Fußtritt beendet, der ihn seitlich am Kopf traf.

Glenn hielt sich immer noch zurück.
Er schob sich von einer Seite der Gasse auf die andere, ohne Marcus auch nur einen Sekundenbruchteil aus den Augen zu lassen.

Mittlerweile hatten die Schläger, die vom anderen Ende der Gasse gekommen waren, den schweren Müllcontainer umrundet. Der Glatzkopf, der mit dem Baseballschläger bewaffnet war, stürmte brüllend auf Marcus los. Marcus packte das Brecheisen, das neben dem Bewusstlosen auf dem Boden lag, und schleuderte es dem Glatzkopf entgegen, als dieser mit dem Holzknüppel ausholte.

Das Eisen traf sein Ziel, doch es war kein vernichtender Treffer. Dennoch erfüllte die kurzzeitige Ablenkung ihren Zweck und erlaubte es Marcus, an den Glatzkopf heranzukommen, ehe dieser wieder ausholen konnte. Er packte das dicke Ende des Baseballschlägers mit der Linken, riss ihn dem Mann aus der Hand und knallte ihm die Rechte ins Gesicht.

Der Glatzkopf heulte auf, schlug blind zu und landete einen Treffer an Marcus’ Schläfe. Marcus wich wankend zurück, rächte sich jedoch mit einem harten Stoß des Baseballschlägers, einem von Kirby Puckett signierten original Louisville Slugger.

Der Treffer ließ den Glatzkopf k. o. gehen.

Nur noch ein Angreifer blieb übrig, denn Glenn war mehr Zuschauer als Gegner. Der letzte Mann musterte Marcus wachsam, suchte nach einer Schwachstelle.

Marcus packte den Baseballschläger fester. »Überleg’s dir gut.«

Der Kerl zögerte einen Augenblick, dann rannte er mit einer Geschwindigkeit, die Marcus bei einem Mann seiner Größe nicht für möglich gehalten hätte, zum Ende der Gasse und verschwand um die Ecke. Marcus grinste. Niemand weiß, wie schnell er wirklich ist, bevor er nicht verfolgt wird.

Dabei hatte er gar nicht die Absicht, den Typen zu verfolgen. Vielmehr war es Zeit, sich Glenn zuzuwenden, dem Großmaul, das die Schlägerei
vom Zaun gebrochen hatte.

Marcus drehte sich um und ging lässig auf Glenn zu, der unruhig von einem Fuß auf den anderen trat. Den Baseballschläger warf Marcus zur Seite – er wusste, dass er ihn nicht brauchte.

Glenn starrte ihn an. Marcus fragte sich, ob der Dicke sich in einen Kampfrausch zu steigern versuchte, oder ob er sich gleich in die Hose machte und die Flucht ergriff wie sein Kumpel eben. Mit zittriger Stimme sagte Glenn: »Dann muss ich dir wohl eigenhändig ’ne Lektion erteilen.«

Er griff in die Tasche und zückte ein Schnappmesser.

Das wird ein Spaß, dachte Marcus.

Glenn griff an und stach zu, doch die Klinge zischte ins Leere, weil Marcus ihr längst ausgewichen war. Der Cowboy konterte mit einem Bogenschnitt, der Marcus fast den Bauch aufgeschlitzt hätte, doch er sprang gerade noch rechtzeitig nach hinten und krümmte den Rücken, um der Klinge zu entgehen.

Das war knapp.

Glenn versuchte noch zwei weitere Blitzattacken, die aber beide erfolglos blieben. Beim dritten Stoß packte Marcus den Cowboy beim Handgelenk und zog, so fest er konnte. Das Messer segelte durch die Luft und tanzte klirrend durch die Gasse. Vom eigenen Schwung wurde Glenn nach vorn gerissen. Marcus packte ihn mit ausgestrecktem Arm, riss ihn herum und trat ihm die Beine weg. Glenn knallte mit dem Kopf auf das Pflaster. Der Aufprall trieb ihm die Luft aus der Lunge, und sein Körper erschlaffte.

Schwer atmend blickte Marcus auf seinen bewusstlosen Gegner hinunter. Er war immer ein Fan von Actionfilmen und den markigen Sprüchen der Helden gewesen. Und obwohl Dirty Harry oder der Terminator die besseren Sprüche auf Lager hatten, erfüllte es ihn mit Stolz, als er nun sagte: »Game over.«

***


»Alles in Ordnung?«, fragte Maggie besorgt, während sie ein Hand
y aus der Handtasche zog und es sich ans Ohr hielt. »Du blutest.«

Marcus wischte sich einen Blutfaden von den Lippen. Er zerrieb das Blut zwischen den Fingern. »Ach, das ist nichts. Alles bestens.«

Maggie nickte bloß. »Dad?«, sagte sie ins Handy. »Ich bin’s.«

Während sie mit ihrem Vater sprach, beobachtete Marcus ihre Haltung, schaute in ihre Augen und lauschte ihrem Tonfall und der Stimmhöhe. Es verriet viel über einen Menschen, wie er sich nach einer überstandenen Stresssituation verhielt. Maggies Stimme war ruhig, ihr Atem ging gleichmäßig, und ihre Körpersprache ließ Selbstsicherheit erkennen. Immer wieder streifte ihr Blick über die besinnungslosen Männer, die sie überfallen hatten. Marcus hörte zwar ein kaum wahrnehmbares Zittern in ihrer Stimme, aber damit war zu rechnen gewesen. Ansonsten hielt Maggie sich verdammt gut. Sie erinnerte ihn an einen Cop, der Verstärkung anforderte.

»Glenn und ein paar von seinen Kumpels haben mir und meiner Begleitung aufgelauert … Nein, ist nichts passiert, meine Begleitung hat sie erledigt … Ja, Dad, männliche Begleitung … Nein, du kennst ihn nicht. Jetzt ist wohl nicht der richtige Augenblick, meinst du nicht? Komm bitte her. Wir sind in einer Gasse neben der Bar. Okay. Beeil dich.«

Sie klappte das Handy zu und steckte es in die Handtasche zurück.

Marcus sah, dass Glenn aufzustehen versuchte, dann aber wieder zurückfiel und reglos liegen blieb.

»Meinst du nicht, du hättest lieber den Sheriff rufen sollen als deinen Vater?«, fragte er.

Maggie lächelte. »Mein Vater ist der Sheriff.«

»Oh.«

»Das ist doch kein Problem für dich? Du wärst nicht der Erste, der sich aus dem Staub macht, wenn er hört, dass mein Dad
der Sheriff ist. Manche Männer sind leicht einzuschüchtern.«

»Ich nicht, das hast du doch gesehen. Aber ich habe großen Respekt vor einem Mann mit Dienstmarke. Ich war selbst Cop, sogar in dritter Generation.«

»Du warst?«

»Ja. Jetzt bin ich’s nicht mehr.«

Zum ersten Mal seit langer Zeit kam Marcus der Gedanke, dass er wieder Cop werden könnte. Dann bekam er vielleicht einen ruhigen Job als Deputy, saß am Highway im Streifenwagen und stellte ab und zu einen Strafzettel aus. Das wäre Lichtjahre entfernt von der Welt, die er hinter sich gelassen hatte. Ein Problem wäre nur die Leistungsbewertung, die sein früherer Dienstherr...


"Dieses Buch von Ethan Cross hat das, was ein gutes Buch braucht: Man will es nicht mehr aus der Hand legen. Es ist spannend, blutig und verpasst einem regelmäßig eine Gänsehaut." Lara Kühn, Heilbronner Stimme, 11.08.2016

"Ein schwarzer Thriller, der gekonnt mit dem Bösen spielt." Schweriner Volkszeitung

"Spannend und subtil, ein typisch amerikanischer Thriller mit doppeltem Boden, der den Leser immer wieder auf die falsche Fährte lockt und am Ende in einem großen Showdown endet." Waldeckische Landeszeitung

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Kundenbewertungen zu Ethan Cross „Ich bin die Nacht“
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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Moralisch nicht immer ganz einwandfrei - von Gavroche - 10.07.2017 zu Ethan Cross „Ich bin die Nacht“
Francis Ackerman junior ist ein Serienkiller, der bisher noch nicht gefasst wurde. Denn er wurde seit seiner Kindheit dazu ausgebildet. Wer macht so etwas und warum? Für Ackerman ist es immer ein Spiel; er gibt seinen Opfer aber entweder die sprichwörtliche Wahl zwischen "Pest und Cholera" oder aber er stellt Aufgaben, von denen er sich sicher ist, dass seine Opfer sie nicht schaffen werden. Denn er betont immer wieder, dass er noch nie verloren hat. Der Leser erfährt dies aus der Perspektive Ackermans, vorher jedoch gibt es einen Einblick in die Sicht der zukünftigen Opfer. Die zweite Hauptperspektive ist die von Marcus William, einem ehemaligen Polizisten, der eine Farm von seiner Tante geerbt hat und schon an seinem ersten Abend in Asherton in eine Schlägerei gerät, weil er die Tochter des Sheriffs verteidigt. Bald schlägt Ackerman in Asherton zu und William wird in die Ereignisse verwickelt. Eine Buch, das brutal ist, mit vielen Morden an Unschuldigen, das spannende Einsichten in die Perspektive eines Serienmörders bietet und das oftmals Moralvorstellungen beinhaltet, die den meinen nicht entsprechen. Manchmal war es mir zu amerikanisch . Aber auch ein Buch, dass es schafft, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten, zum Nachdenken anregt und in dem bis zum Ende viel passiert, manch eine Wendung erahnbar, andere zumindest für mich nicht in dem Ausmaße vorhersehbar.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Gleichzeitig fesselnd UND ziemlich überzogen - von StefanieFreigericht - 07.07.2017 zu Ethan Cross „Ich bin die Nacht“
Das ist wieder so ein Buch, das es letztlich schwer macht mit der Bewertung. Einerseits ist es ziemlich spannend geschrieben, ein Pageturner mit allem, was man sich als Thriller-Freund so erhofft: Ein kranker Serientäter, packende Szenen, ein würdiger Gegenspieler und ein verzwickter Plot. Andererseits ist das ganze insofern überzogen, als dass der Serientäter wirklich SO krank ist, dass man als Leser schon ein wenig an sich selbst zweifeln darf, wenn man so extremes Zeug noch lesen mag (wobei hier dazu kommt, dass ich wie viele andere Francis Ackerman nicht unsympathisch fand, schon erschreckend) - und die Jagd ist so richtig US-Action-Movie-mäßig, mit choreographierten körperlichen Auseinandersetzungen, ausreichend Geballer und netten Explosionen. Das Problem: Dinge, die man zum Beispiel Bruce Willis auf der Leinwand "abkauft", sind zwischen zwei Buchdeckeln etwas zäher; ich denke mir immer, weil der Weg über das Umblättern und Lesen wohl direkter ins Gehirn geht ¿ Ähnlich ging mir das bei "Die Brut" - bei beiden bestes "Popcorn"-Seitengeraschel, wenn man einfach in den Kino-Sessel-Hirnmodus zu wechseln in der Lage ist. Der Plot ist einfach: Im Wechsel begleitet der Leser den völlig gestörten Serienmörder Francis Ackerman bei seinen Taten, mal aus der Sicht von ihm selbst, mal aus der seiner Opfer geschrieben, und den Ex-Cop Marcus Williams. Die beiden repräsentieren "Gut" und "Böse", wobei es da schon jeweils zwei Seiten gibt. Man versteht zwischendurch, wie der Killer so wurde, wie er ist - er wurde so aufgezogen. Das "Warum" spielt keine Rolle für ihn. Seinen Opfern hilft das leider nicht. Und auch Marcus hat so seine dunklen Seiten, wobei darüber immer eher orakelt wird - nachvollziehbar wurde das für mich nicht wirklich. Der Originaltitel ist "The Shepherd", Der Schäfer, und das Buch wartet auf mit Kapiteln namens "Die Herde", "Der Wolf und der Hirte", "Stecken und Stab", "Der Wolf im Schafspelz" - wer zum Teufel übersetzt so etwas mit "Ich bin die Nacht"? Die biblischen Anspielungen sind im Buch recht dick aufgetragen "Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln ¿ dein Stecken und Stab trösten mich" sagt der 23. Psalm Davids - das dürfte für die stark evangelikal geprägten USA jedoch wohl besser funktionieren; vielen Deutschen sind leider entsprechende Zusammenhänge inzwischen fremd (als besonders christlich empfinde ich das Buch allerdings auch nicht gerade, mehr "Auge um Auge" als "die andere Wange hinhalten"). Dafür ist die Optik und Haptik der deutschen Gestaltung um KLASSEN besser, und das sage ich, die ich nicht verstehen kann, wie jemand nach Covern kauft. Um dieses hier bin ich sooo lange geschlichen und habe es mir aus Prinzipientreue verboten, bis ich es in einer Aktion gewonnen habe, dank lesejury.de - ich LIEBE die Gestaltung, samt erhobenen Buchstaben, glänzend Schwarz über matt schwarzem Hintergrund im wirklich komplett monochromen Titel, und farbigem Buchschnitt mit Titelwiederholung. Manko? Der Text trieft häufig vor Pathos: "Es war, als säße Jim am Rand der Welt und blickte in ein erloschenes Universum, in dem nichts anderes mehr existierte als er selbst." (S. 13) Die Handlung zitiert mehrere bekannte US-Film-Produktionen, einiges davon gab mir als Leser das Gefühl, am Ende einen Luftballon in der Hand zu halten, dem man die Luft herausgelassen hatte - will jemand wirklich solche Aufgaben, fragte ich mich schon bei "The Game", dem Film. Spannend und unterhaltsam ist das allemal geschrieben, das schon. Ich kann sonst gut umgehen mit gelegentlichen Büchern, die nichts anderes sein wollen, als "Popcorn-Unterhaltung" - zuletzt klappte das mit "Die Brut". Leider nimmt sich "Ich bin die Nacht" jedoch komplett ernst, weshalb ich mit der Bewertung da hinter "Die Brut" bleiben möchte, tolle Gestaltung hin oder her, wenn auch nur sehr knapp. Never judge a book by its cover. Never.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Dunkelheit versus Licht - von Hortensia13 - 05.07.2017 zu Ethan Cross „Ich bin die Nacht“
Francis Ackerman junior ist der gefürchtetste Serienkiller der Neuzeit. Er tötet jeden den er will und wie er will, wie es ihm gerade passt. Was hat ihn bloss zu so einem Psychopathen gemacht? Ackerman fühlt sich sehr wohl in dieser Rolle, in der Dunkelheit des Bösen. Doch eines Tages läuft ihm Marcus über den Weg und Ackerman erkennt, dass er seinen Gegenpart gefunden hatte. Was soll er nun machen? Dazu gerät der unwissende Marcus in eine Verschwörung, dessen Ausmass er gar nicht erahnen kann. Der Auftakt der Buchserie «Ich bin¿» von Ethan Cross geht von der ersten Seite an zur Sache. Leider wirkt die Erzählung stellenweise zu konstruiert, wobei es der Schluss wieder wett macht (mein Tipp: bis zum Ende durchhalten lohnt sich!). Auf jeden Fall bleiben einige wichtige Fragen am Ende des Buches offen. Deshalb sollte man sich auch nach der Lektüre dieses Buch auf das Lesen der nächsten Bücher gefasst machen.
Bewertungsstern, voll - von Libri-mundi.blogspot - 05.07.2017 zu Ethan Cross „Ich bin die Nacht“
Inhalt: Lass uns ein Spiel spielen Ackerman junior liebt es mit seinen Opfer zu spielen. Er verliert niemals. Frisch aus einer Anstalt entlaufen mordet Ackerman sich durch die Welt und sucht nach dem perfekten Gegenspieler. In Marcus scheint er ihn gefunden zu haben. Doch bis dahin liegt ein langer Weg vor ihm. Auf diesem scheint er seinen Verstand zu verlieren. Marcus, ein Ex-Cop, zieht auf eine Ranch. Da das Leben als Polizist viele Schwierigkeiten mit sich brachte, entscheidet er sich für einen Neuanfang. In seiner neuen Heimatstadt lernt er Maggie kennen, die Tochter des Sheriffs. Doch als er einem Geheimnis der örtlichen Polizei stößt, gerät sein Leben aus den Fugen. Nichtsahnend, dass Ackerman ihn ausgewählt hat, kämpft er um sein Leben. Meine Meinung: Die Grundlage des Buches hat mich sofort angesprochen. Ein Buch aus Sicht des Mörders klang sehr interessant. Auch die ersten Kapitel haben mir anfangs gut gefallen. Doch irgendwann habe ich mich gefragt, ob auch mal eine Story zwischen dem Gemetzel und langweiligen Monologen aufkommen werden. Leider wurde ich enttäuscht. So hüpft man von Mord zu Mord, ohne dass sich Spannung aufbaut oder viel Handlung erzählt wird. Nach 2/3 des Buches störte mich sogar der Schreibstil, welcher immer zu plump bleibt. So werden die Morde nicht einmal richtig beschrieben. ...dann erschoss er sie nacheinander. ... So entsteht weder Gänsehaut noch irgendwas anderes. Auch war die Handlung äußerst unrealistisch. Mehrmals bot sich die Gelegenheit Ackerman zu erschießen. Stattdessen wurde er immer wieder zum Stehen Bleiben aufgefordert... Ganz geschweige davon, dass Ackerman trotz der heutigen Technologie sich nahezu unsichtbar, ohne Geld und Schlaf durch das Land bewegt. Auch Marcus Verhalten war mir unverständlich. Zwar kann ich es verstehen, dass ein Mensch auf einen anderen nicht einfach schießen kann, ohne sich schlecht zu fühlen. Aber wenn das eigene Leben und das von anderen, darunter zwei Kindern, bedroht wird, setzt man doch alles daran sich und die anderen zu retten. Zumindest tat er das zu Anfang des Buches, als er Maggie beschützte ohne Gewissensbisse. Daher kann ich den Thriller nicht empfehlen, wenn man Spannung, Handlung, Gänsehaut und realistisches Handeln erleben will, sollte man zu einem anderen Buch greifen.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Er will doch nur spielen - von Kerstin Thellmann - 05.07.2017 zu Ethan Cross „Ich bin die Nacht“
Die Polizisten Jim und Tom werden zu einer Tankstelle gerufen. Dort liegt eine blutüberströmte, männliche Leiche, der die Augen ausgestochen wurden. Der Mörder ist Francis Ackerman junior, ein Serienkiller. Er ist auch noch in der Tankstelle anwesend und fordert Jim zu einem Spiel heraus. Bei diesem Spiel geht es um das Leben von Jims Familie. Hat Jim eine Möglichkeit gegen Ackerman jun. zu gewinnen? Um diese "Ich bin ¿"-Bücher herrscht ja ein regelrechter Hype. Leider konnte ich diesen Hype nicht nachvollziehen. Der Schreibstil von Ethan Cross ist zwar gut. Da er leicht zu lesen ist und die Handlung sehr rasant abläuft, wodurch auch eine gewisse Spannung entsteht. Allerdings fehlte mir der Leseanreiz. Ich hätte dieses Buch ohne Probleme weglegen können und es hätte mich nicht interessiert, wie es weitergeht. Dies liegt wohl vor allem daran, dass es über die Hälfte des Buches immer um dasselbe geht. Ackerman junior möchte "spielen". Dazu sucht er sich ein Opfer, welchem er eine Aufgabe stellt, verliert sein Opfer stirbt ein von ihm geliebter Mensch. Gewinnt er, bleiben alle am Leben. Allerdings ist schnell klar, dass Ackerman junior am längeren Hebel sitzt. Aber der zweiten Buchhälfte entsteht ein neuer Handlungsstrang. Gegen Ende durchschaut man das Ganze etwas. Es gibt noch weitere Bände zu diesem Buch, somit scheint dies nur der Vorspann gewesen zu sein. Ein ganz großes Manko an diesem Buch war für mich, dass mir Personen fehlten, in die man sich hineinversetzen und mit denen man mitfiebern/-leiden konnte. Sämtlichen vorkommenden Personen fehlt es an Tiefe. Man kann sich von ihnen überhaupt kein Bild machen. Auch die von ihnen geführten Dialoge sind sehr flach und ohne Inhalt. Sie wirken sehr amerikanisch, ebenso wie die ganze Handlung. Die außerdem noch sehr konstruiert wirkt. Außerdem hat mich gestört, dass einige Fakten, Aussagen immer wieder wiederholt wurden, teilweise sogar wortwörtlich. Von richtigem Nervenkitzel habe ich nichts verspürt. Die Handlung war für mich nichts Besonderes und wird mir nicht im Gedächtnis bleiben, zumindest nicht im positiven Sinne. Alles in allem bin ich sehr enttäuscht von diesem Thriller. Ich hätte mir sehr viel mehr Spannung, Nervenkitzel und Tiefe vom ihm versprochen. Leider war es ein ziemlicher Flop. Deshalb erhält der erste Teil der Shepherd-Rheine von mir nur zwei von fünf Sternen.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Naja ... - von Papierwenderin - 12.05.2014 zu Ethan Cross „Ich bin die Nacht“
Inhalt: Francis Ackermann Junior, ein Serienmörder, erschaffen von seinem eigenen Vater, treibt sein Unwesen... Schreibstil: Der Schreibstil ist einfach, lässt sich daher gut lesen und bleibt trotz einiger Fehler spannend. Der Ausdruck ist für einen Thriller passend, blutig, brutal. Charaktere: Francis, der mir das gesamte Buch nicht wirklich psychopathisch erschien, ist ein eigenartiger Typ. Er wurde von seinem Vater als "Serienmörder" ausgebildet. Durch perverse Versuche wurde Francis zum töten animiert und lebt dieses antrainierte Verhalten weiterhin aus. Das macht ihn zu einem Menschen, der nicht gemocht werden kann, aber durch bestimmte Züge, die er immer mal wieder zeigt, änderte sich meine Meinung immer wieder. So zeigt Francis Wahnvorstellungen und schreit nach Hilfe. Er ist ein Charakter, der gut aufzeigt, was in einer gequälten Seele passiert. Marcus, ein "ausrangierter" Polizist, der ausversehen die Bekanntschaft mit Ackermann macht, ist mir das Buch über suspekt geblieben. Er widerspricht sich immer wieder, bleibt seinen Vorgaben nicht treu und scheint daher unsympathisch. Die anderen Charaktere waren mir teilweise zu überzeichnet und somit nicht wirklich greifbar. Sie handelten entweder nicht rational oder zu vorhersehbar. Cover: Das Cover finde ich interessant, aber nicht herausstechend. Fazit: Ein netter Thriller, welcher in "Ich bin die Angst" fortgesetzt wird. Das Ende ist, für mich persönlich, zu "offen" und macht nicht unbedingt Lust auf den nächsten Teil. Auch haben mich ein paar Ungereimtheiten in diesem Buch gestört, welche die Spannungskurve unterbrachen. Daher gibt es von mir nur 3 Sterne. Eine Leseempfehlung spreche ich bei "Ich bin nicht Nacht" nicht aus, da ich keine Ahnung habe, wem ich das Buch empfehlen könnte.
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